Der Goldpreis startet stabil in den Mittwoch. Ölpreise fallen deutlich, während Anleger auf US-Inflationsdaten und neue Risiken im Nahost-Konflikt blicken.
Gold heute
Der Goldpreis startet am Mittwoch kaum verändert in den Handel. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze am Spotmarkt 5.198 USD (+0,1 Prozent) beziehungsweise 4.467 EUR (-0,1 Prozent). Silber notierte rund 1 Prozent schwächer bei 87,48 USD beziehungsweise 75,17 EUR.
Dabei gibt der Ölpreis deutlich nach. Ein Barrel der Sorte Brent kostet am Morgen rund 87 USD und damit etwa 4 Prozent weniger als am Vortag. Laut einem Bericht des Wall Street Journal erwägt die Internationale Energieagentur (IEA) offenbar die größte Freigabe strategischer Ölreserven ihrer Geschichte. Damit könnte der starke Preisanstieg infolge des Nahost-Konflikts gedämpft werden.
Gold hält sich nahe Rekordniveau – doch Inflationsdaten und Nahost-Risiken könnten die Richtung der Märkte jederzeit neu bestimmen.
Vortag: Edelmetalle freundlich
Am Dienstag entwickelten sich die Edelmetalle freundlich. Der Goldpreis schloss mit 5.102 USD rund 1 Prozent höher. Auf Eurobasis ergab sich ein Plus von 1,3 Prozent auf 4.473 EUR. Auch Silber legte zu. Der Preis stieg um 1,5 Prozent beziehungsweise 1,8 Prozent auf 88,33 USD beziehungsweise 76,09 EUR je Unze.
Der Ölpreis zeigte dagegen große Schwankungen. Brent bewegte sich zeitweise innerhalb einer Spanne von rund 15 USD und notierte am Abend bei etwa 91 USD pro Barrel.
Am Abend sorgte zudem eine geopolitische Meldung kurzfristig für Nervosität an den Märkten. So wurde berichtet, der Iran habe mit der Verminung der Straße von Hormus begonnen. Die USA meldeten daraufhin, zehn Minenschiffe zerstört zu haben. Der Konflikt bleibt damit ein zentraler Treiber für die Marktstimmung.
Ausblick: US-Inflation im Blick
Im Mittelpunkt steht heute die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten für Februar. Erwartet wird eine Teuerungsrate von 2,4 Prozent und damit unverändert zum Vormonat. Die Kerninflation soll ebenfalls stabil bei 2,5 Prozent liegen.
Deutliche Abweichungen von diesen Erwartungen könnten die Märkte bewegen. Allerdings sind die Zinssenkungserwartungen zuletzt bereits deutlich zurückgegangen.
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