Der Goldpreis und der Silberpreis setzen ihre Rekordrally fort. Zugleich steigen die ETF-Zuflüsse in GLD und SLV deutlich an.

Goldpreis und Silberpreis: Rekordrally setzt sich fort
Der Goldpreis erreichte am Mittwoch ein neues Rekordhoch. Mit 4.626 USD (3.972 EUR) pro Unze verteuerte sich das Edelmetall gegenüber der Vorwoche um 3,7 Prozent (+4 Prozent in EUR). Auch Silber markierte mit 93,38 USD (80,10 EUR) frische Bestmarken und stieg innerhalb einer Woche um weitere 19 Prozent.
ETF-Zuflüsse in GLD und SLV verstärken das ohnehin starke Momentum und untermauern die Rekordrally bei Goldpreis und Silberpreis.
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Mehr Kapital fließt in den GLD
Der Gold-ETF SPDR Gold Shares (GLD) verzeichnete in der Woche vom 8. bis 14. Januar deutliche Mittelzuflüsse. Nach einem moderaten Abfluss von rund 88 Mio. USD am 9. Januar drehte die Bewegung rasch ins Positive. Besonders der 12. und 13. Januar brachten kräftige Zuflüsse von 215 Mio. USD bzw. 119 Mio. USD.
Insgesamt ergibt sich damit ein Nettozufluss von +245 Mio. USD. Parallel dazu stiegen die physischen Goldbestände um 7,10 Tonnen auf 1.074,23 Tonnen. Die Entwicklung deutet klar auf eine wieder anziehende Nachfrage institutioneller Anleger hin.
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Größter Silberfonds: Kapital- und Bestandszuflüsse
Eine ähnliche Entwicklung zeigte der iShares Silver Trust (SLV). Auch hier führte die ausgeprägte Silbermarkt-Euphorie zu Kapital- und Bestandszuflüssen.
Das Inventar wuchs um 142,39 Tonnen auf 16.242,22 Tonnen. Gleichzeitig kam es zu Nettoabflüssen in Höhe von 545 Mio. USD. Für jeden neu ausgegebenen SLV-Anteil muss der Betreiber eine Unze Silber physisch hinterlegen – entsprechend verschieben sich Kapitalflüsse und Bestandsveränderungen nicht immer synchron.

Bedeutung für Silber- und Goldpreis
Edelmetall-ETFs gelten als gut sichtbarer Indikator für die Marktstimmung. Zuflüsse weisen meist auf Vertrauen in den bestehenden Trend hin, während Abflüsse häufig taktische Umschichtungen oder kurzfristigen Liquiditätsbedarf widerspiegeln.
Für die unmittelbare Preisbildung bleibt jedoch der Terminmarkt ausschlaggebend. ETF-Veränderungen wirken typischerweise zeitverzögert und zeigen vor allem die mittelfristigen Positionierungen größerer Anlegergruppen.
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