Goldpreis stark im Aufwind – Warum der Trend stabil bleibt

Der Goldpreis zieht weiter an. Trotz hoher RSI-Werte und gedehnter Indikatoren bleibt der Trend stabil. Charttechnik zeigt eng gestaffelte Supports.

Goldpreis in USD – charttechnische Betrachtung per 13. Januar 2025
Goldchart in US-Dollar; Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse vom 6. Januar 2026, 6-Monats-Betrachtung.

Goldpreis auf Rekordniveau – technische Einordnung

Der Goldpreis schloss am Dienstag mit 4.586 USD pro Unze und lag damit nur 0,3 Prozent unter dem Rekordhoch vom 12. Januar. Gegenüber der Vorwoche ergibt sich weiterhin ein Plus von 2 Prozent, seit Jahresbeginn sogar ein Zuwachs von 5 Prozent.

Trotz überhitzter Technik bleibt die Gold-Rally intakt, weil eng gestaffelte Supports schnelle Korrekturen abfedern.

Aktuelle Spotpreise finden Sie wie gewohnt unter „Goldpreis aktuell“.

Aufwärtstrend im steigendem Keil

Der starke Anstieg im Herbst 2025 ging nach einem vierwöchigen Rücksetzer in einen flacheren Trend über. Dabei zeigt der Chart inzwischen eine Keilformation, die den jüngsten Schwung etwas dämpft. Allerdings hatte der Goldpreis bereits früher eine vermeintlich bärische Keilstruktur ignoriert, sodass das Momentum insgesamt robust blieb.

Unterstützungen und Widerstände

Kurzfristige Unterstützungen finden sich bei 4.530, 4.450 und 4.350 USD. Der zentrale Widerstand liegt beim jüngsten Rekordhoch von 4.597 USD.

Marktstimmung und Indikatoren

Der RSI von 68 zeigt ein weiterhin angespanntes Sentiment knapp unterhalb der überkauften Zone. Gleichzeitig beträgt der Abstand zur 200-Tage-Linie sehr hohe 25 Prozent, während die 50-Tage-Linie rund 8 Prozent entfernt liegt – ein typischer Bereich für mögliche Konsolidierungen.

Euro-Goldpreis weiterhin stark

Auch im Euro-Goldchart zeigt sich die Abkopplung von klassischen charttechnischen Mustern. Der Kurs ist aus einem mutmaßlich bärischen Keil nach oben ausgebrochen und beendete den Handel mit 3.939 EUR pro Unze – nur wenige Cent unter dem Rekordhoch. Der schwächere Euro verstärkt die Dynamik zusätzlich, was sich im RSI von 70 widerspiegelt und auf eine kurzfristige Überhitzung hinweist.

Die zentralen Unterstützungen liegen bei 3.850, 3.800 und beim Schlüsselsupport bei 3.700 EUR. Ein Bruch dieser Marke könnte schnelle Folgeverkäufe auslösen.

Goldpreis-Chart in EUR, 6 Monate per 13. Januar 2025. Starkes Momentum, technisch überdehnt
Goldpreis in Euro, US-Futures, 6 Monate, Schlusskurse per 13. Januar 2026.

Die zentralen Unterstützungen liegen bei 3.850, 3.800 und beim Schlüsselsupport bei 3.700 EUR. Ein Bruch dieser Marke könnte schnelle Folgeverkäufe auslösen.

Ausblick: Rally mit Atempausen

Die Rally zeigt sich technisch gedehnt, doch die Aufwärtsbewegung seit Ende 2025 verläuft trotz starker Impulse relativ geordnet. Wiederholte kleinere Rücksetzer entschärfen Übertreibungen frühzeitig. Deshalb bleiben größere Korrekturen weniger wahrscheinlich, solange die eng gestaffelten Unterstützungen halten. Unter diesen Bedingungen kann sich der Aufwärtstrend noch eine Zeit lang fortsetzen.

Weitere Analysen finden sich unter Goldpreis-Charttechnik – Übersicht der Analysen.

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11 Kommentare

  1. Lieber GR,
    ich weiß, es paßt hier nicht wirklich, aber es muß mal gesagt werden…
    Kürzlich rumpelte wieder so eine geistige Meisterleistung durch die Medien: alkoholische Getränke wären im Vergleich in Deutschland viel zu billig. Schon wieder so eine groß angelegte Verars…!
    Da hat wieder mal jemand ohne Gehirneinsatz einen rausgehauen! Debilistan gehört zu den Spitzenreitern in der EU was die Abgabenlast angeht (Steuern, Soz.-Abgaben…). Und nun diese „qualifizierte“ Aussage! Liebe Nichtdenker, ich bin komplett auf Eurer Seite! Treibt die Preise für Alkohol gerne nach oben; im Gegenzug solltet Ihr dann aber gefälligst auch die staatl. Abgabenblast auf ein Normalmaß anpassen / reduzieren (mein Vorschlag: auf das Niveau von Bulgarien oder Rumänien)! Noch dämlicher kommt das Argument mit der „Volksgesundheit“! In meiner Heimatstadt an der Ostsee gibt es schon seit Jahrzehnten einen lukrativen Einkaufstourismus. Per Fährverbindung fallen Horden von Schweden über unsere Großsupermärkte her. Sei es ihnen gegönnt, aber: ratet mal, was da so palettenweise eingekauft wird!? Kleiner Tip: es sind NICHT Haferflocken, Katzenfutter & Zahnpasta! Aus eigener Beobachtung weiß ich, daß die schwedischen Kollegen meist schon voll sind wie die Feldhaubitzen, sobald die den Laden verlassen haben! Und einige fahren dann auch noch ihre Einkäufe persönlich mit dem eigenen PKW zum Hafen… Aber vllt. ist das ja auch nur ein Vorurteil von mir? In Schweden ist Schnaps bekanntlich mega teuer – darum trinken die Schweden ja auch keinen Alkohol! Folglich ist die „Volksgesundheit“ bei denen ja auch viel besser als in Debilistan (Ironie aus)… Und weitergedacht: verbietet endlich das arbeiten! Die Hauptursache der schweren „Volkserkrankungen“ aller Art sind nämlich übermäßig stressige jobs und ein saumäßiges Betriebsklima!
    Auf das trockene Schweden – skol!
    Dokta aus Lönneberga (z. Zt. in Ferien auf Sagrotan)

    • @GoldenEye
      Ich bin überzeugter Antialkoholiker und Nichtraucher. Seit meinem 14 Lebensjahr wusste ich, dass ich Alkohol, auch in kleinen Mengen nicht vertrage und Nikotin schon gar nicht. Kopfschmerzen und Übelkeit, Husten und Kratzen im Hals waren die Folge. so dass ich beides ab dem 14. Lebensjahr gemieden habe und dabei blieb es bis heute. Zwar bekam ich hin und wieder teuere Alkoholika geschenkt, aber diese wanderten immer in die Toilette und man erklärte mich für verrückt, als ich einen umgerechnet 1.000 Euro Cognac tuto kompletto wegschüttete.
      Nun denn, aber ich kann Ihnen sagen, dass Alkohol, Tabak und zuckerhaltige Lebensmittel für 90% aller Krankheiten ursächlich ist. Vom Bluthochdruck angefangen über Diabetes, Nierenkrankheiten, Augenkrankheiten bis hin zu den Carcinoma. Und die Industrie, samt Pharmaindustrie, lebt prächtig davon.
      Die Aktionäre freuen sich über gute Renditen.
      So, meine Frage ist, why um Himmels willen, Cui bono ? Muss es wirklich sein oder wird den Menschen das nur eingeredet, per Influenzer, früher Werbung genannt.

      • Werter @Maruti
        Da muß ich mal ein wenig unserem TTV-Erfinder zur Seite springen.
        Alter Spruch: die Dosis macht das Gift (Paracelsus).

        Beispiel Alkohol.
        Wir reden hier ja nicht über eine Flasche Lidl- Vodka für 5 Euro.
        Und davon eine pro Tag.
        Wenn man als echter Single-Malt-Liebhaber sieht, wie in Kino/ Film 3 cm hoch irgendeine US-Bourbon-Plörre (die ein Kenner maximal als Grillanzünder benutzt) in ein Senfglas gekippt wird und darin auch noch 2 Eiswürfel versenkt werden und das Zeug dann in einem Schluck runtergekippt wird (ok, anders bekommt man es wohl nicht runter..), bekommt man Brechreiz.

        Der Kenner nimmt eine recht geringe Menge in ein „Nose-Glas“ (sieht aus wie ein Grappa-Glas oder Cognac-Schwenker ohne Stiel) und guckt und riecht erst mal minutenlang wie sich das Lebenswasser bei Erwärmung durch die Hand entfaltet.
        Danach wird genossen. Laaangsam.
        Ist ja ein handwerkliches Kunstwerk und mind. 12 bis 16 Jahre in verschiedenen genau ausgewählten Fässern bis zur Vollendung gereift.
        Und auch so teuer wie ein halber Einkaufswagen Johnnie Frostschutz.

        Was Rauchen angeht bin ich aber bei Ihnen.

        Merke: die Summe aller gelebten Laster ist stets konstant.
        Wer nicht raucht und wenig trinkt kann mehr…….(und das ist gesund !)

  2. @ goldenes Ei
    Habe 11 Jahre in Südschweden gelebt und einige Fahrten von Trelleborg nach Sassnitz gemacht.
    Schon auf der Fähre waren die Schweden (auchFrauen), voll wie die
    Duty FREE Hechte.
    Das war lustig und hat mich nie gestört.
    Nur Gold und Silber war schwierig in Schweden zu bekommen.
    Die Schweden haben am Wochenende oft alles restlos versoffen.
    Autoreifen wurden auf Raten abbezahlt, immer gab es vorher eine kredituplösning
    (mit Schufa vergleichbar).
    Mein Nachbar konnte mal eine Bestellung über 50€ bei mir nicht bezahlen (Gin, deutsche Salami und Olivenöl).
    Gold und Silber gab’s auf dem Flohmarkt
    in Degeberga. Sehr zu empfehlen, jedes Jahr im August 2 Tage an der Ostküste
    In Skane, (samlarmarknad degaberga.se).

  3. Als 1971 Richrd Nixon , genannt Tricky Dick, das weiss heute keiner mehr, das Goldfenster schlissen musste, weil General De Gaulle mit dem ganzen Gold abdampfte, wird der Comex und den USA ähnliches heute passieren, sollte man den Gold und Silberpreis nach unten manipulieren.
    Nur sitzt der General diesmal im Osten und nicht in Frankreich.
    Und dort wird man auf physischer Lieferung bestehen und nicht auf Barausgleich. Genau wie 1971.
    Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.
    Sehen wir also genüsslich zu.
    Und so meine Frage, wer von all den Youtubern und Analysten mit den Charts hat 1971 das alles selbst mitverfolgt ?
    Ich wage zu behaupten, die meisten davon waren noch nicht mal in den Windeln, höchstens deren Eltern.:)
    Ich kann sagen, ich war dabei, immerhin als Student im 4. Semester.
    ( Genau, nach dem Sommer von 69 und nach der Bundeswehr, der Flower Power und Make Love not War.)

  4. @BlackWood / Maruti
    Danke, verehrter Schwarzwälder,
    sehe ich natürlich so ähnlich. Dabei war der Alkohol ja gerade auch nur ein willkommenes Beispiel!
    Es hätte ja z. B. auch heißen können, „Badeschwämme“ oder „junk-food“ sind in Debilistan zu billig! Mir geht es hier hauptsächlich um die Verars…., die uns die Machthaber wieder antun wollen! Im Umkehrschluss hätte es ja auch heißen können, „Rinderfilet“ ist in D. zu teuer“! Aber solche Sätze werden Sie von denen NIEMALS hören! Es werden stattdessen Äpfel mit Birnen verglichen und die Mehrheit der doofen „Michels“ schluckt diese dämliche Behauptung auch noch! Alsdenn – runter mit den Abgaben! Sprechen Sie doch mal mit dem „Normalbürger“ über das Thema Inflation – haarsträubend! „…die ist ja gesunken auf 2 %…“ . Kaum einer kapiert, daß die sogen. „nur 2 %“ auf die bisherigen 28 % noch oben draufkommen! Ansonsten müßte es ja „MINUS 2 %“ heißen! Sinnlos; Herr wirf Hirn vom Himmel! Ich schau mir jetzt erstmal ein paar Kanarienvögel an – das beruhigt die Nerven meint der
    Dokta

    • @Dokta
      Wir können das sehr entspannt sehen: Kapitalmärkte sind ein Nullsummenspiel.
      Es werden keine Werte geschaffen, sondern nur umverteilt.
      Das Geld wandert von den Dummies zu den Cleveren.
      Sonst nix, eine beeindruckend simple Funktion.

      Sogar der Volksmund kennt das schon: das Geld ist nicht weg, das hat nun nur ein anderer Mitspieler.
      Ohne Dummkoppe keine Gewinne auf unserer Seite.

      Klasse: die Leute wissen es, lernen aber dennoch nix dazu.
      Das Krügerlein, das ich im März 24 (vor weniger als 2 Jahren) für 1.898 gekauft habe, hatte Tage vorher ein ARD-/ZDF-Kunde mit Regenschirm (damals zum Schutz, als der Herr das Hirn hat regnen lassen) für unter 1.700 wegen „Gewinnmitnahme“ an den Händler verkauft.
      Gluckwunsch auch !

      Problem wird Massendummheit nur in der Demokratie, siehe DDR 2.0.
      Die Leute bekommen das, was sie gewählt haben.
      Und die Cleverles haben eine Menge Arbeit, sich dem durch Gehirnakrobatik (und Ausflüge zum Zauner) dem Desaster so weit es geht zu entziehen.

      Wären die Menschen klüger, gäbe es keine Kriege, keine Armut und Gold wäre bei 200.
      Und Nestle und Rheinmetall gäbs auch nicht.

      • @Blackwood
        Ich habe in dieser Zeit leider nur 10 Krügerlein gekauft, allerdings Neuware zu knapp 1900 Euro.
        Nun kostet der weit über 4.100 und ist nicht teurer geworden. Das Papiergeld ist nur weniger wert und das sieht man bei Einkäufen und Lebenshaltung.
        Denn, eine Unze bleibt eine Unze, auch dann, wenn man mehr oder weniger Schnipsel hinlegen muss.
        Vielleicht werden die Schnipsel wieder mehr wert, dann gönne ich mir noch ein paar Unzerln um wie @ex und @grandmaster damals meinten, im Alter trockene Kekse mümeln zu dürfen.
        Doch zur Zeit hat es den beiden die Sprache verschlagen.

        • @Maruti
          Solange man die trockenen Kekse auf dem Sonnendeck eines schönen Bootes vor irgendeiner hübschen Insel im Mittelmeer oder der Karibik mümmelt, soll es uns recht sein !

          Falls der Kurs weiter so steigt, hier eine Idee für Weltenbummler: expeditionstaugliches Edelmetall mal nicht aus dem Salzburger Land sondern aus Norddeutschland:
          https://www.youtube.com/watch?v=797nmV651ZU

          Eignet sich auch als Tauchbasis.
          Und die Tragfähigkeit müßte auch für Ihr Hobby ausreichen.

          Spässle gmacht !

      • wieso wird die gewinnmitnahme so verteufelt?
        was spricht dagegen, gewinne zu realisieren und sich damit was zu gönnen, sei es eine auszeit, reise oder was materielles…das sind dinge, welche einem in der regel niemand wegnehmen kann..ok materielles bei privatkonkurs ist die ausnahme.
        und keinen gedanken daran verschwenden, später hätte ich noch viel mehr bekommen..kann auch in die andere richtung gehen, obwohl viele der meinung sind es geht nur nach oben.
        wieso nicht einen teil als gewinn realisieren und den rest liegen lassen?
        aber wenn ich genug kohle für 3 leben hätte, würd ich auch nix verkaufen.

        • @Chirgu
          Es gibt eine klügere Lösung, wenn ich mir was gönnen will, aber das Geld nicht habe:
          Kredit ((besichert) zu 4 % nehmen, Gold behalten und die 50 % pro Jahr einstecken.
          In ein paar Jahren bezahlt man dann z.B. das Auto mit 2 oder 3 Münzen ab.

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