Dienstag,20.Januar 2026
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Goldpreis ringt mit 4.000 USD: COMEX-Daten zeigen Stabilisierung

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Goldpreis pendelt um 4.000 USD. COMEX-Daten zeigen eine Zunahme der Gold-Futures-Verträge bei sinkenden Lagerbeständen. Markt bleibt in Wartestellung.

Der Goldpreis pendelt weiter um die Marke von 4.000 US-Dollar. Trotz seitlicher Bewegung lassen sich erste Anzeichen einer Stabilisierung erkennen. COMEX-Daten deuten auf eine vorsichtige Rückkehr institutioneller Händler hin – bei zugleich sinkenden Lagerbeständen.

Seitwärtsphase mit Widerstand

Die Feinunze schloss am Freitag im US-Futures-Handel knapp unter der 4.000-Dollar-Marke bei 3.999 USD (3.458 EUR). Damit blieb der Kurs nahezu unverändert zur Vorwoche. Vom Rekordhoch am 20. Oktober trennt Gold rund acht Prozent. Die Marktteilnehmer warten auf Impulse, nachdem viele Anleger zuletzt Gewinne aus Aktien und Anleihen mitgenommen hatten.

Mehr zum Thema: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis kämpft um die Marke von 4.000 USD – COMEX-Daten zeigen steigenden Open Interest und sinkende Lagerbestände.
COMEX-Daten zeigen steigenden Open Interest bei sinkenden Lagerbeständen. Goldpreis pendelt weiter um die Marke von 4.000 USD.

Open Interest steigt – Stimmung hellt sich auf

An der COMEX erhöhte sich der Open Interest auf 476.871 Kontrakte (+2,4 %). Damit engagierten sich erstmals seit drei Wochen wieder mehr Futures-Händler. Auch bei den Gold-Optionen nahm das Handelsvolumen zu. Allerdings stieg die Zahl der Puts leicht gegenüber den Calls, was auf leicht sinkenden Optimismus hindeutet.

Das Put/Call-Verhältnis stieg auf 0,80. Auf 100 Puts kamen zuletzt 125 Calls – ein Indikator für sinkende Long-Wetten am Goldmarkt.




COMEX-Lager schrumpfen weiter

Die physischen Goldbestände in den COMEX-Tresoren nahmen um 440.000 Unzen auf 37,72 Millionen Unzen ab. Besonders deutlich fiel der Rückgang in der Kategorie „eligible“ aus – also bei jenen Beständen, die Händlern gehören und kurzfristig ausgeliefert werden können.

Physische Deckung sinkt

Bei einem Open Interest von 476.871 Kontrakten ergibt sich eine physische Deckung des Gold-Futures-Handels von rund 79 Prozent – nach 82 Prozent in der Vorwoche. Im Frühjahr 2025 lag der Wert zeitweise bei 98 Prozent, ausgelöst durch Einfuhrwellen infolge von Zollspekulationen. Historisch betrachtet schwankte die Deckungsquote teils deutlich, oft lagen nur rund 30 Prozent des Handels physisch hinterlegt vor.

Lieferanträge und physische Abwicklung

Für den laufenden Kontraktmonat meldete die CFTC bislang 7.119 Auslieferungsanträge, was rund 22 Tonnen Gold entspricht. Im Oktober summierten sich die physischen Abrufe auf 182 Tonnen. Der bisherige Höchstwert stammt aus Januar 2025 mit 238 Tonnen.

Technisches Bild und Ausblick

Der Wochenchart zeigt ein schwankendes, aber stabiles Kursverhalten. Nach Rücksetzern auf 3.939 USD testete der Preis mehrfach die 4.000er-Marke und verteidigte sie auf Schlusskursbasis.

Goldpreis-Chart 03.10. bis 07.11.2025, US-Futures (meistgehandelter Kontrakt -> Dezember): Wie in der Vorwoche pendelte der Kurs um die Marke von 4.000 US-Dollar (Quelle: CME Group).

Steigender Open Interest bei stabilen Kursen spricht dafür, dass sich neue Marktpositionen aufbauen – ein potenziell bullisches Signal. Solange aber frische Impulse ausbleiben, dürfte sich die Seitwärtsbewegung fortsetzen.

Zur Übersicht: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung

China erhöht Goldreserven im Oktober leicht – Zwölfter Anstieg in Folge

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China erhöht seine Goldreserven im Oktober leicht. Die Zentralbank meldet einen Zuwachs auf 2.304 Tonnen und setzt ihre Kaufserie fort.

China stockt Goldreserven weiter auf

Die chinesische Zentralbank hat im Oktober erneut Gold gekauft – und damit ihre Serie an monatlichen Zukäufen fortgesetzt.

Allerdings blieb das Volumen auch diesmal überschaubar. Laut der State Administration of Foreign Exchange (SAFE) stiegen die offiziellen Bestände nur um 30.000 Unzen auf insgesamt 74,09 Millionen Unzen. Das entspricht rund 0,9 Tonnen zusätzlichem Gold.

Damit halten die People’s Bank of China (PBOC) nun 2.304,45 Tonnen Gold, was den zwölften Anstieg in Folge bedeutet – jedoch mit abnehmender Dynamik.

China erhöht Goldreserven im Oktober 2025 – Zwölfter Anstieg in Folge
Die People’s Bank of China meldet im Oktober 2025 erneut Goldkäufe. Der Goldanteil an den Währungsreserven steigt auf acht Prozent.

Das heißt, die gesamten Bestände der People’s Bank of China (PBOC) belaufen sich nun auf umgerechnet 2.304,45 Tonnen – also rund 0,9 Tonnen mehr als Ende September.

Langfristige Entwicklung der PBOC-Reserven

China veröffentlicht traditionell unregelmäßig Angaben zu seinen Goldbeständen.
Auf Phasen ohne Aktualisierungen folgen häufig Perioden mit monatlichen Anpassungen.
Zwischen November 2022 und April 2024 summierten sich die Zukäufe auf rund 316 Tonnen Gold. Danach blieb es mehrere Monate still, bevor im Herbst 2024 wieder neue Meldungen folgten (Quelle: SAFE / PBOC, eigene Darstellung)

Chinesische Goldreserven

Die Tabelle zeigt monatliche Goldzukäufe der chinesischen Zentralbank seit 2022. Datenquelle: SAFE / PBOC.
MonatZugang in tZugang in Uz
November 202232,031.030.000
Dezember 202230,17970.000
Gesamt 2022 62,20 2.000.000
Januar 202314,93480.000
Februar 202324,88800.000
März 202318,04580.000
April 20238,08260.000
Mai 202316,86510.000
Juni 202321,15680.000
Juli 202323,02740.000
August 202328,93930.000
September 202326,13840.000
Oktober 202323,02740.000
November 202311,82380.000
Dezember 20239,02290.000
Gesamt 2023 225,98 7.230.000
Januar 20249,95320.000
Februar 202412,13390.000
März 20244,97160.000
April 20241,8760.000
November 20244,97160.000
Dezember 202410,26330.000
Gesamt 2024 44,15 1.420.000
Januar 20254,97160.000
Februar 20254,97160.000
März 20252,8090.000
April 20252,1770.000
Mai 20251,9060.000
Juni 20252,1570.000
Juli 20251,9060.000
August 20251,9060.000
September 20251,2440.000
Oktober 20250,9030.000
November 20250,9030.000
Dezember 20250,9030.000
Gesamt 2025 25,87 860.000
Gesamt seit 2022358,06 11.510.000

Währungsreserven und Goldanteil steigen

Parallel zu den Goldkäufen nahm auch der Wert der gesamten chinesischen Währungsreserven zu – um 0,5 Prozent oder 18 Milliarden US-Dollar auf 3.706,84 Milliarden US-Dollar.

Der Goldanteil an diesen Reserven erhöhte sich leicht auf 8 Prozent (Vormonat: 7,7 %).

Mit einem Wert von 297,2 Milliarden US-Dollar erreichte das Goldportfolio der PBOC zugleich einen neuen Rekordstand.

Einordnung – China Goldreserven

Die anhaltenden, wenn auch kleinen Zukäufe gelten als Signal für Chinas strategische Positionierung im internationalen Währungsgefüge.

Denn die PBOC verfolgt das Ziel, die Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern und Gold als Reservekomponente langfristig zu stärken.

In der aktuellen geopolitischen Lage unterstreicht jeder Zukauf, dass Gold für China eine stabilisierende Reservefunktion behält – auch bei minimalem Kaufvolumen.

Mehr dazu: Internationale Goldreserven – aktuelle Entwicklungen und Rangliste der Länder

GOLD & WEISS: Zweite Ausgabe des neuen Edelmetall-Magazins erschienen

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Die zweite Ausgabe des Branchen-Magazins GOLD & WEISS erscheint heute als Beileger im Handelsblatt und ist auch online verfügbar.

GOLD & WEISS – zweite Ausgabe erscheint am 7. November 2025
Die zweite Ausgabe von GOLD & WEISS erscheint am 7. November als Handelsblatt-Beileger und ist online verfügbar.

Ab heute verfügbar ist die zweite Ausgabe des Branchen-Magazins GOLD & WEISS. Herausgeber ist Wolfgang Wrzesniok-Rossbach, Geschäftsführer der Fragold GmbH und Veranstalter des ZukunftsForum Edelmetalle. Das Magazin blickt hinter die Kulissen der Edelmetall- und Rohstoffmärkte. In rund einem Dutzend Beiträgen werden Themen rund um Werte, Stabilität und Vertrauen behandelt – passend zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext.

Die Printausgabe erscheint als Handelsblatt-Beileger und wird zusätzlich an rund 5.000 Fachadressen versendet. GOLD & WEISS ist auch online abrufbar.

Goldreporter-Kommentar: GOLD & WEISS verbindet langjährige Markterfahrung mit fundiertem Fachwissen zu einem informativen Branchenmagazin. Mit dem erfahrenen Edelmetall-Experten Wolfgang Wrzesniok-Rossbach als Herausgeber dürfte sich das Magazin als relevante Stimme des deutschen Edelmetallmarkts etablieren.

Silber oder Gold kaufen? Nachfrage bleibt hoch, manche Produkte knapp

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Einige Produkte im Edelmetall-Handel bleiben schwer verfügbar. Besonders bei Silbermünzen zeigen sich Engpässe, während die Ankaufspreise zuletzt deutlich angezogen haben. Hier unser wöchentlicher Marktüberblick.

Goldpreis stabil – Seitwärtsbewegung hält an

Der Goldpreis schwankte in den vergangenen Tagen um die Marke von 4.000 US-Dollar. Am Freitagmittag um 11:15 Uhr notierte die Feinunze auf dem europäischen Spotmarkt bei 4.006 US-Dollar beziehungsweise 3.469 Euro. Damit bewegte sich der Kurs nahezu auf Vorwochenniveau. Auch Silber zeigte sich stabil bei 48,70 US-Dollar beziehungsweise 42,22 Euro pro Unze.

Silber und Gold kaufen: Händler melden knappe Bestände und stabile Preise
Edelmetall-Handel im Fokus: Einige Produkte bleiben knapp, Preise stabilisieren sich.

Edelmetall-Handel: Beliebte Produkte teils schwer lieferbar

In zahlreichen Onlineshops des Edelmetall-Handels sind derzeit verschiedene Produkte nicht oder nur mit Verzögerung erhältlich. Betroffen sind vor allem prägefrische Silbermünzen, Kilo-Silberbarren sowie bestimmte Serien von 100-Gramm-Goldbarren. Die Folge sind längere Lieferzeiten und vereinzelt leicht steigende Aufschläge.

Lesetipp: Lieferketten & Engpässe im Edelmetall-Handel: Ursachen, Folgen, Muster

Gold kaufen – Aufgelder zeigen leichte Bewegung

Wie haben sich die Preise und Aufgelder im deutschen Handel entwickelt? Unsere wöchentliche Erhebung bei fünf Anbietern zeigt nur geringe Veränderungen.
Für prägefrische Krügerrand-Münzen (aktueller Jahrgang) zahlten Käufer durchschnittlich 3.594 Euro – rund 5 Euro weniger als in der Vorwoche. Das durchschnittliche Aufgeld sank auf 3,60 Prozent (Vorwoche: 3,83 %). Währenddessen blieben ältere Jahrgänge mit einem Abschlag von rund 65 Euro pro Unze auf erhöhtem Niveau.

Dagegen stieg das mittlere Aufgeld für 100-Gramm-Goldbarren leicht auf 2,59 Prozent (Vorwoche: 2,48 %). Ein Exemplar kostete im Schnitt 11.446 Euro und damit etwa 24 Euro mehr als vor einer Woche.




Silber kaufen – Nachfrage nach Münzen hoch

Beim Silberhandel bleiben die Preisaufschläge hoch. Eine Unze der Anlagemünze Maple Leaf (aktueller Jahrgang) kostete am Freitag im Mittel 56,98 Euro. Das entspricht einem stabilen Aufgeld von etwa 35 Prozent.

Dagegen verteuerten sich 1-Kilogramm-Silberbarren mit durchschnittlich knapp 30 Prozent Aufgeld etwas stärker (Vorwoche: 28 %).

Auffällig: Die Spreads zwischen An- und Verkaufspreis sanken deutlich auf 32 Prozent. Ursache sind gestiegene Händler-Ankaufspreise, die das Preisgefüge im Silberhandel enger werden lassen.

Rückblick: Die Gold- und Silberpreise der Vorwoche im Überblick zeigen, wie sich Aufgelder und Händlerpreise zuletzt entwickelt haben.

Preisdaten vom 7. November 2025: Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.

Einordnung

Leichte Veränderungen bei Aufgeldern geben Hinweise auf kurzfristige Nachfrage- und Liefertrends. In Phasen erhöhter Marktspannung können sie deutlichere Ausschläge zeigen. Derzeit dominiert ein ausgeglichenes Marktumfeld – allerdings bei weiterhin eingeschränkter Produktverfügbarkeit.

Mehr zum Thema: Ratgeber Gold kaufen – Wie man sicher und günstig Edelmetall erwirbt

Ratgeber "Altersvorsorge mit Gold" Tipp zum Weiterlesen: Altersvorsorge mit Gold
Wer die strategische Rolle von Gold im Vermögensaufbau verstehen möchte, findet im Spezial-Report „Altersvorsorge mit Gold“ fundierte Analysen. Der Report zeigt, wie Gold als langfristiger Baustein eingesetzt werden kann – inklusive steuerlicher Aspekte, Produktvergleichen und Fallbeispielen. Jetzt erhältlich im Goldreporter-Shop.

Wie der Gold-ETF-Handel funktioniert: Das Beispiel SPDR Gold Shares

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Gold-ETFs verbinden Finanzmärkte mit physischem Metall. Am Beispiel des SPDR Gold Shares erklären wir Handel, Lagerung und Preiswirkungen.

Jede Woche berichtet Goldreporter über die Bestands- und Kapitalbewegungen im größten Gold-ETF, dem SPDR Gold Shares (GLD). Exchange Traded Funds ermöglichen Investoren, am Goldpreis teilzuhaben, ohne selbst Barren kaufen oder lagern zu müssen. Offiziell steht jedem Anteil physisches Metall, das nach dem „Good Delivery“-Standard der LBMA hinterlegt wird. Wir erläutern, wie Fonds dieser Art strukturiert sind und Handel und Management konkret ablaufen.

Wer kann Gold erhalten – und wer nicht?

Privatanleger handeln nur die Anteile dieses ETFs. Ein direkter Anspruch auf Auslieferung des hinterlegten Edelmetalls besteht nicht. Diese Möglichkeit ist ausschließlich sogenannten Authorized Participants (APs) vorbehalten. Dabei handelt es sich um große Banken und Market Maker, die im Auftrag institutioneller Kunden agieren. Sie agieren neutral, verdienen an Arbitrage, nicht an eigener Marktrichtung.

Goldbarren in Regalen, wie sie für Gold-ETFs wie den SPDR Gold Shares in London gelagert werden
Goldbarren nach LBMA-Standard werden für Gold-ETFs wie den SPDR Gold Shares in Londoner Tresoren eingelagert.

Außerdem lagert das Gold überwiegend in London, traditionell in Tresoren großer Banken wie HSBC sowie im Umfeld der Bank of England. Die Barren sind standardisiert, eindeutig identifiziert und revisionsfähig. Der Betreiber veröffentlicht und aktualisiert täglich eine detaillierte Barrenliste. Es handelt sich dabei um 400-Unzen-Barren des London-Good-Delivery-Standards, die im OTC-Markt Londons gehandelt werden.

Creation und Redemption: Der physische Motor

Die Handelstechnik hinter dem GLD basiert auf zwei Prozessen:

Creation (Erzeugung):
APs liefern physisches Gold an den Fonds und erhalten neue ETF-Anteile.

Redemption (Einlösung):
APs geben ETF-Anteile zurück und entnehmen physisches Gold aus dem Bestand.

Diese Mechanismen halten den ETF-Preis eng am Spotpreis. Weicht er ab, entsteht Arbitrage. Das sorgt für Liquidität und verhindert dauerhafte Preisverzerrungen.

Warum Privatanleger nichts ausliefern lassen können

Die Auslieferung erfolgt nur in großen Paketen, den sogenannten „Creation Units“. Diese umfassen typischerweise mehrere hundert Goldbarren. Voraussetzung sind regulatorische und logistische Anforderungen, die in der Regel nur institutionelle Häuser erfüllen.

Was passiert, wenn ETF-Anteile verkauft werden?

Bei einfachen Verkäufen wechseln die Anteile meist nur den Besitzer. Erst wenn APs aktiv werden, entstehen physische Konsequenzen:

  • Die Bestände steigen bei Creation.
  • Die Bestände sinken bei Redemption.

Daher ist es möglich, dass Kursbewegungen und Bestandsmeldungen zeitlich versetzt wirken. Im Goldhandel gilt üblicherweise eine Zwei-Tage-Frist (T+2) bis zur physischen Lieferung.

Warum Bestandsdaten verzögert wirken

ETF-Berichte zeigen häufig:

  • Kapitalflüsse heute
  • physische Bestandsänderungen erst in zwei Tagen

Deshalb können Anleger zeitweise widersprüchliche Signale sehen.

Welche Auswirkungen haben ETF-Bestände auf den Goldpreis?

Gold-ETFs bewegen realen Marktbedarf. Je nach Phase kann das Wirkung entfalten:

Kurzfristig:

  • Hohe Zuflüsse signalisieren Risikoneigung
  • Zusätzliche Goldnachfrage stützt Preise
  • Abflüsse belasten Sentiment

Mittelfristig:

  • Physische Abgänge aus London verknappen Angebot
  • Gold fließt oft weiter nach Asien
  • Regionale Preisaufschläge können entstehen

Langfristig:

ETF-Bestände gelten als messbarer Indikator institutioneller Goldallokation.

Steigen die Bestände über Monate, zeigt das wachsendes Vertrauen. Fallen sie anhaltend, deutet das auf gedrehte Risikoerwartungen.

Warum der GLD wie ein Marktthermometer wirkt

Der Fonds gehört zu den größten Haltern von Anlagegold weltweit. Veränderungen spiegeln:

  • Inflationserwartungen
  • Zinserwartungen
  • geopolitische Unsicherheit
  • Dollar-Stärke

Institutionelle Orders können hunderte Tonnen Gold bewegen – und genau deshalb wird GLD global aufmerksam beachtet.

Fazit Gold-ETF

Gold-ETFs wie der SPDR Gold Shares ermöglichen liquiden Zugang zum Goldmarkt, sind schnell handelbar und weltweit zugänglich. Sie sind kein Ersatz für tatsächliches physisches Gold. Private Goldbarren und Goldmünzen besitzt man ohne Gegenparteirisiko. ETFs dagegen sind reine Finanzinstrumente. Aber Authorized Participants verbinden Finanzmärkte mit dem wahren Metall. Wer die Mechanik von Creation und Redemption versteht, erkennt, warum nicht jeder Anteilverkauf automatisch Barren bewegt – und weshalb ETF-Ströme am Londoner Goldmarkt spürbare Preiswirkungen entfalten können.

Tagesaktuelle kursrelevante Entwicklungen unter Goldpreis aktuell

Goldpreis aktuell: Stabil über 4.000 USD – Anleger warten auf US-Daten am Freitag

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Der Goldpreis bleibt am Freitag über 4.000 USD. Anleger warten auf US-Daten zum Verbrauchervertrauen und zu Inflationserwartungen.

Der Goldpreis setzte am Freitag seinen Tanz um die 4.000-Dollar-Marke fort. Gold kostete um 9:00 Uhr 4.008 US-Dollar bzw. 3.475 Euro und am Spotmarkt damit jeweils rund 0,8 Prozent über Vortagsschluss. Vom Allzeithoch war der Goldpreis damit 8 Prozent (in USD) bzw. 7 Prozent (in EUR) entfernt. 

Goldpreis am Vortag: Breite Marktschwäche

Am Donnerstag gab der Goldpreis seine Gewinne vom Vormittag erneut ab und schloss mit 3.976 US-Dollar bzw. 3.444 Euro praktisch unverändert. Die Kursentwicklung spiegelt das Umfeld anhaltender Gewinnmitnahmen an den Finanzmärkten, wo vor allem Tech-Aktien aber auch der Kryptobereich (Bitcoin) unter Abgabedruck stehen. Schwache US-Arbeitsmarktdaten aus dem Privatsektor warfen einen Schatten auf die Konjunkturaussichten. Aufgrund des Rekord-Shutdowns müssen Analysten weiterhin ohne amtliche Wirtschaftsdaten auskommen.

Ausblick – Gold am Freitag

In den USA soll das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan Aufschluss über den Zustand der Wirtschaft geben. Auüerdem gibt es Daten zu den Inflationserwartungen.

Mehr dazu: Aktuelle Gold Newa & Live-Charts unter Goldpreis-aktuell

Lieferketten & Engpässe im Edelmetall-Handel: Ursachen, Folgen, Muster

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Edelmetall-Lieferengpässe entstehen in Krisen immer wieder. Was dahintersteckt, welche Folgen es für Händler, Prägeanstalten und Anleger hat.

Warum Lieferengpässe im Edelmetall-Handel immer wieder auftreten

Immer dann, wenn wirtschaftliche Unsicherheit zunimmt, steigt die Nachfrage nach Gold, Silber und anderen Edelmetallen. Produzenten und Großhändler stoßen dabei regelmäßig an Kapazitätsgrenzen, weil die physische Produktion nicht beliebig skalierbar ist. Vor allem Barren und Münzen brauchen Fertigung, Lieferung und Qualitätskontrolle – ein System, das nur in konstanten Rhythmen funktioniert.

Menschen stehen vor einem Edelmetallgeschäft Schlange. Goldbarren und Münzen sind aufgrund eines Lieferengpasses knapp.
Lieferengpässe bei gängigen Gold- und Silberprodukten sorgen regelmäßig für Verzögerungen und steigende Aufgelder im physischen Edelmetall-Handel.

Historische Engpässe: Die wiederkehrenden Muster seit 2008

Mehrfach zeigte sich, wie schnell Lieferketten hin zum deutschsprachigen Edelmetall-Handel ins Stocken geraten:

  • Finanzkrise 2008/2009: Große Anleger suchten Sicherheit, Münzprägestätten kamen nicht hinterher. Aufgelder schossen nach oben, Lieferzeiten explodierten.
  • Euro- und Griechenland/Zypernkrise 2010–2012: Bankenmisstrauen befeuerte die Nachfrage. Lieferengpässe bei populären Formaten (Krügerrand, Maple Leaf) wurden zur Regel.
  • Corona-Pandemie:Grenzschließungen und Produktionsstopps führten zu echten Bruchstellen in der Lieferkette. Flugfrachter fielen aus, Raffinerien reduzierten Schichten.
  • Russischer Einmarsch in die Ukraine: Geopolitische Unsicherheit trieb Anleger in Gold und Silber – erneut mit deutlichen Spuren im physischen Handel.

Edelmetall-Händler im Porträt – Empfehlenswerte Anbieter von Gold und Silber

Rückschläge für die Produktion: Wenn Nachfrage schwächelt

Phasen niedriger Nachfrage führen dazu, dass große Prägestätten und Raffinerien ihre Produktion drosseln. Denn Stillstand bedeutet geringere Auslastung und sensible Kostenstrukturen. Springt die Nachfrage später schlagartig an, müssen Anlagen wieder hochgefahren, Materialflüsse organisiert und Personal eingeplant werden. Dieser Prozess dauert – und verknappt während der Übergangsphase zusätzlich die Ware.

Hohe Aufgelder: Edelmetall-Handel nicht allein verantwortlich

Steigt der Druck, erhöhen nicht nur Händler die Aufschläge. Prägestätten selbst verlangen Aufpreise, wenn Rohmaterial knapp oder Produktionsslots ausgelastet sind. Händler geben diese Konditionen weiter, wodurch Endkunden die Belastung direkt spüren. Besonders betroffen sind standardisierte Massenprodukte wie 1-Unzen-Münzen, deren Preise stark auf Nachfrage reagieren.

In Phasen hoher Nachfrage fahren Prägestätten ihre Produktion oft nur verzögert hoch. Produktionsstatistiken der U.S. Mint zeigen, wie stark die Volumina schwanken.

Sonderfall 2024/2025: Recycling-Schwemme statt Neuproduktion

In den Jahren 2024 und 2025 verkauften viele Besitzer ihre Bestände zu hohen Kursen zurück an den Handel. Dieser konnte einen Teil der Nachfrage über Rückläufer decken, statt Neuware zu ordern. Prägestätten reduzierten daraufhin den Output – mit der Folge, dass Engpässe erneut entstehen, sobald Verkaufswellen abebben und Neuware knapper wird.

Seltene Produkte: Warum Platin und Palladium teurer werden

Geringe Handelsvolumina bei Platin- und Palladium-Anlagestücken bedeuten geringere Fertigungsserien. Hier wirken Produktionsumstellungen unverhältnismäßig schwer. Sind Bestände knapp, schnellen die Aufgelder schnell deutlich stärker als bei Gold.

Tagesaktuelle Edelmetall-Kurse finden Sie unter Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Neue steuerliche Rahmenbedingungen in Deutschland

Seit der Einführung der vollen Mehrwertsteuer auf alle Silberanlageprodukte verteuert sich Neuware. Nur sogenannte „Zweitware“ darf weiter differenzbesteuert verkauft werden (§ 25a UStG, Differenzbesteuerung) – und ist deshalb besonders gefragt. Konsequenz: geringere Aufgelder in diesem Segment, aber zunehmende Knappheit für bestimmte Münztypen.

Hintergründe: Gold kaufen – Ratgeber, wie man sicher und günstig Edelmetall erwirbt

Folgen für Anleger: Lieferengpässe, Preisunterschiede, Marktverschiebungen

Engpässe im Edelmetall-Handel führen typischerweise zu:

  • verlängerten Lieferzeiten
  • deutlichen Aufgeldern bei Standardware
  • schneller Verfügbarkeit bei exotischen Produkten, aber höheren Preisen
  • verstärktem Handel mit Rückläufer-Material

Wer früh kauft, zahlt weniger. Wer in der Spitze kauft, trägt Marktdynamik und Produktionsdruck mit.

Daten der London Bullion Market Association (LBMA) zeigen, dass Raffineriekapazitäten global auf wenige Standorte konzentriert sind, was Lieferketten empfindlich macht.

Fazit: Lieferketten sind fragil – und bleiben ein Preistreiber

Edelmetalle sind physische Güter mit industrieller Fertigung. In Krisenzeiten steigt die Nachfrage abrupt, während Produktion und Logistik naturgemäß träge reagieren. Das macht Lieferengpässe zu einem wiederkehrenden Begleitphänomen aller Edelmetall-Haussephasen. Für Anleger bedeutet das: Preise vergleichen, flexibel bleiben – und Vorsorge treffen, bevor die Knappheit kommt.

Mehr dazu: Gold kaufen – Was das Aufgeld ist und warum es seit Jahren sinkt

Goldpreis stabilisiert, während GLD starke Abflüsse meldet

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Goldpreis stabilisiert sich nahe 4.000 USD. Kapitalabflüsse beim ETF GLD zeigen Zurückhaltung institutioneller Anleger.

Goldpreis: Stabilisierung nach dem Rücksetzer

Nach dem deutlichen Preisrutsch der vergangenen Wochen versucht Gold derzeit, eine charttechnische Basis auszubilden. Am Mittwochabend schloss die Feinunze im US-Futures-Handel bei 3.970 US-Dollar beziehungsweise 3.453 Euro. Damit lagen die Kurse gegenüber der Vorwoche um 1,3 Prozent (USD) und 2,2 Prozent (EUR) höher. Silber zeigte sich in der gleichen Periode etwas fester und gewann 0,7 Prozent auf 47,94 US-Dollar beziehungsweise 1,6 Prozent auf 41,70 Euro je Unze.

Kapitalströme beim SPDR Gold Shares (GLD)

Parallel zur jüngsten Gegenbewegung am Goldmarkt waren die Kapitalbewegungen beim SPDR Gold Shares (GLD) erneut ausgeprägt. Im Berichtszeitraum bis zum 5. November 2025 meldet der Fonds Nettoabflüsse im Volumen von rund 2,3 Milliarden US-Dollar. Solche Redemptions gelten häufig als Hinweis auf Umschichtungen institutioneller Anleger, insbesondere nach starken Kursphasen. Auffällig ist, dass der physische Goldbestand des Fonds dennoch zulegte.

Nettokapitalflüsse SPDR Gold Shares (GLD) vom 30. Oktober bis 5. November 2025
Nettokapitalflüsse SPDR Gold Shares (GLD) vom 30. Oktober bis 5. November 2025




GLD: Nettokapitalflüsse 30. Oktober bis 5. November 2025

Nach Angaben des Betreibers erhöhte sich das hinterlegte Goldinventar innerhalb einer Woche um 2,58 Tonnen auf nun 1.038,63 Tonnen. Die Entwicklung belegt, dass Kapitalflüsse nicht zwingend zeitgleich mit Bestandsmeldungen verlaufen.

Abwicklung: physische Hinterlegung erfordert Zeit

Der Betreiber des ETFs muss pro Anteilsschein ein Zehntel Feinunze physisch vorhalten. Buchungen erfolgen jedoch zeitversetzt, da auf dem Goldmarkt die T+2-Abwicklung gilt: Erst zwei Handelstage nach Abschluss wandern die entsprechenden Barren in die Tresore. Das erklärt vermeintliche Widersprüche zwischen Kapitalflussdaten und Bestandsangaben.

Gold- und Silberbestände GLD und SLV per 5. November 2025 und Veränderung gegenüber Vorwoche.
Gold- und Silberbestände GLD und SLV per 5. November 2025 und Veränderung gegenüber Vorwoche.

iShares Silber Trust (SLV) mit Bestandsabgängen

Auch im Silbersegment kam es zuletzt zu Veränderungen. Beim iShares Silber Trust sank das ausgewiesene Inventar um 58,86 Tonnen auf nun 15.150,71 Tonnen. Der Netto-Kapitalabfluss beläuft sich laut Berichten auf rund 55 Millionen US-Dollar. Der SLV ist pro Anteilsschein mit einer Feinunze Silber gedeckt.

Jahresverlauf: deutliche Zuwächse

Seit Jahresbeginn zeigen beide großen Edelmetall-ETFs kräftige Bestandssteigerungen. Beim SPDR Gold Shares nahmen die hinterlegten Tonnen um 166 zu, verbunden mit Nettozuflüssen von rund 18,5 Milliarden US-Dollar. Beim SLV summieren sich die Zuwächse auf 775 Tonnen und knapp 1 Milliarde US-Dollar Nettozuflüsse.

ETFs als Marktindikator

Im Umfeld steigender Edelmetallpreise nehmen die Bestände großer ETFs häufig zu. Strukturell reagieren diese Werte jedoch zeitversetzt: Erst anhaltende Kursanstiege veranlassen größere Anleger, über „Papiergold“ zu investieren. Besonders junge US-Privatanleger nutzen dafür zunehmend Discount-Broker, was den institutionellen Anteil leicht verschiebt.

Einordnung

ETF-Bestände zeigen Stimmungsumschwünge in komprimierter Form. Größere Abflüsse können Liquiditätsbedarf in anderen Asset-Klassen widerspiegeln, während Zuflüsse Vertrauen in die Tragfähigkeit des Goldmarktes signalisieren. Für die kurzfristige Preisbildung bleibt dennoch der Terminmarkt zentral.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis aktuell: Leichte Gewinne über 4.000 USD – Fed-Signale im Fokus am Donnerstag

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Goldpreis über 4.000 USD am Donnerstag. Leichte Gewinne, Anleger warten auf Fed-Signale, während der US-Shutdown mit 36 Tagen einen neuen Rekord setzt.

Der Goldpreis stieg am Donnerstagmorgen erneut über die Marke von 4.000 US-Dollar. Um 9:00 Uhr notierte Gold am Spotmarkt bei 4.005 US-Dollar (+0,6 %) bzw. 3.479 Euro (+0,5 %). Damit verkürzte sich der Abstand zum Allzeithoch auf 8 Prozent (in USD) bzw. 7 Prozent (in EUR). Seit Jahresbeginn liegt das Edelmetall weiterhin deutlich im Plus.

Goldpreis am Vortag: Gegenbewegung nach Rücksetzern

Am Mittwoch konnte sich Gold mit rund 1,2 Prozent Zuwachs erholen. Aktienanleger nutzten die jüngste Schwächephase für selektive Wiedereinstiege, vor allem im Tech-Sektor. Trotz Bewertungswarnungen unterstützen solide Unternehmensgewinne und das anhaltende KI-Momentum das Marktsentiment. Der laufende US-Shutdown überschritt mit 36 Tagen eine neue Rekordmarke und sorgt zusätzlich für politische Unsicherheit.

Marktumfeld: Dollar-Impuls bleibt entscheidend

Während der US-Dollar-Index (DXY) zuletzt an Dynamik verlor, stabilisierte sich Gold technisch oberhalb der 4.000-USD-Zone. Für eine nachhaltige Trendwende wäre eine Rückeroberung des Bereichs um 4.050 USD auf Tagesschlussbasis relevant.

Ausblick – Gold am Donnerstag

Im Fokus stehen Äußerungen zahlreicher Fed-Mitglieder (Hammack, Waller, Paulson). Marktteilnehmer erhoffen sich Hinweise auf Konjunktur, Bilanzpolitik und den weiteren Zinspfad. Zudem kann die US-Notenbankbilanz neue Einblicke in Liquiditätsströme liefern. Der Supreme Court zeigte sich skeptisch gegenüber Trumps Notstands-Zöllen, was Rückzahlungen und neue Handelsrisiken auslösen könnte. 

Mehr dazu: Live-Charts und aktuelle Nachrichten: Goldpreis-aktuell

Rekord-Shutdown drückt US-Wirtschaft – Milliardenkosten pro Woche

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Der US-Shutdown dauert nun 36 Tage und kostet die Wirtschaft wöchentlich Milliarden. Folgen für Jobs, Konsum und Hilfsprogramme wachsen.

Der US-Shutdown ist mit 36 Tagen der längste der Geschichte und richtet zunehmenden wirtschaftlichen Schaden an. Analysten schätzen via Bloomberg die Kosten auf rund 15 Milliarden US-Dollar pro Woche. Millionen Bürgern drohen Kürzungen bei Sozialleistungen wie SNAP, während staatliche Dienste eingeschränkt sind. Unternehmen erhalten keine Kleinkredite (SBA-Programme), Flughäfen melden Verzögerungen durch Personalmangel. Laut Moody’s könnte sich der Schaden in die Weihnachtssaison hinein verstärken und die US-Wirtschaft bremsen.

Goldreporter-Kommentar: Mit dem Rekord-Shutdown fehlen Seit Ende Septeber auch die Aufsichtsdaten vom US-Gold-Futures-Handel. Es fehlt also an Orientierung auf dem Goldmarkt. Dennoch kann ein lang anhaltender Stillstand das Vertrauen in US-Institutionen schwächen und Anleger wieder verstärkt in Gold treiben.

Goldreserven verschieben sich: Kambodscha lagert erstmals Bestände in China

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Kambodscha will erstmals Gold in China einlagern. Das stärkt Pekings Ambitionen als globaler Gold-Hub und zeigt wachsende geopolitische Diversifikation.

China baut seine Rolle als Verwahrort für Gold aus. Laut Bloomberg will Kambodscha künftig Teile seiner Reserven in einem mit der Shanghai Gold Exchange registrierten Tresor in Shenzhen lagern. Weitere Länder prüfen ähnliche Schritte, um von traditionellen Standorten wie London unabhängiger zu werden. Dies unterstützt Pekings Ziel, ein Finanzsystem weniger abhängig vom US-Dollar zu gestalten. Kambodscha hält rund 54 Tonnen Gold, etwa ein Viertel seiner Devisenreserven. Einige Zentralbanken holen dagegen Bestände zurück, um Zugriff und Souveränität zu sichern. Der Schritt zeigt den Trend, Gold näher an befreundete Staaten zu bringen – eine Entwicklung, die zuletzt auch die Lagerdebatte in den USA verstärkte (siehe unseren Artikel zu den Goldreserven in Manhattan).

Goldreporter-Kommentar: Auch beim Thema staatliche Goldlagerung baut China nun Opposition zu den Vereinigten Staaten auf. Damit dürfte der Schritt den Trend verstärken, Gold geografisch neu zu verteilen. Womöglich sehen wir in den kommenden Monaten weitere Verschiebungen internationaler Goldreserven.

Mehr dazu: Goldreserven weltweit: Aktuelles Länderranking und Hintergründe

Goldpreis unter 4.000 USD: Charttechnik zeigt fragile Bodenbildung

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Der Goldpreis schwankt um 4.000 USD. Charttechnik zeigt fragile Unterstützungen, Momentum bleibt schwach und Umkehrsignale fehlen.

Goldpreis unter 4.000 USD

Der Goldpreis arbeitet an einer Bodenbildung, nach der spektakulären Kursrally bis Mitte Oktober und dem nachfolgenden Abverkauf.

Am Dienstag ging der Goldpreis mit 3.934 US-Dollar bzw. 3.425 Euro aus dem US-Futures-Handel. Damit entwickelten sich die Notierungen im Verlauf der vergangenen fünf Handelstage uneinheitlich. Denn in US-Dollar sank der Goldpreis um 0,5 Prozent, während der Kurs aud Euro-Basis 1 Prozent anstieg. Die US-Dollar-Abwertung, sichtbar insbesondere über den sinkenden US-Dollar-Index (DXY), sorgte für das Ungleichgewicht.

Gold notierte zuletzt 9,7 Prozent oder 423 US-Dollar unter der Oktober-Bestmarke. In Euro sind es 8,5 Prozent oder 317 Euro. Die heutige Goldpreis-Entwicklung gibt es hier: Goldpreis aktuell –Tagesaktuelle Chart und News

Wie ist Gold charttchnisch zu beurteilen? Dazu analysieren die Lage per 4. November 2025.

Gold charttechnisch: Umkehrsignale?

Nachdem der Goldpreis zwischenzeitlich auf 3.926 US-Dollar zurrückgefallen war, folgte eine starke technische Gegenbewegung. Allerdings kam es zu keinem nachhaltigen Rebound und Gold fiel erneut unter die kritische Schwelle von 4.000 US-Dollar zurück.

Als kurzfristige Unterstützung dienen nun der erwähnte Wert von 3.926 US-Dollar sowie 3.855 US-Dollar. Dagegen ergäbe sich ein starkes Umkehrsignal, sollte des Kurs auf Tagesschlussbasis über 4.050 US-Dollar schaffen.

Marktstimmung

Das Gold-Semtiment befindet sich wie schon in der vergangenen Woche im neutralen Bereich. Das signalisiert der RSI (Relative-Stärke-Index) von 46. Steigt er über 70, gilt die Lage als technisch „überkauft“. Unterhalb von 30 wird ein Rebound wahrscheinlich.

Gold-Charttechnik, Goldpreis 6 Monate, US-Futures
Chartbild: Gold in US-Dollar, 6 Monate, Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse (Continuous Contract) am 4. November 2025.

Der Abstand zur 200-Tage-Linie ist mit 18 Prozent weiter hoch. Währenddessen nahm die Distanz zum 50-Tage-Mittel ab auf nur noch 2,4 Prozent.


Goldpreis in Euro zeigt sich stärker

In Euro gerechnet notierte Gold am Dienstag noch auf der Kante einer bedeutenden Unterstützung. Die US-Dollar-Erholung sorgte für Aufwind. Das Sentiment gleich dem Dollar-Goldchart. Währenddessen liegen die wichtigsten Support bei 3.425 und 3.385 Euro sowie auf der Höhe des 50-Tage-Schnitts (3.292 Euro).

Euro-Goldpreis in der Chartanalyse, Zeitraum. 6 Monate
Charttechnische Darstellung der Euro-Goldpreises, 6 Monate, auf Basis der US-Futures, Tagesschlusskurse (Continuous Contract) per 4. November 2025.

Technischer Ausblick – Anhaltender Druck

Die Goldpreis-Entwicklung blieb bis zuletzt volatil und der Kurs schwankt um die Marke von 4.000 US-Dollar. Damit fehlt noch ein eindeutiger Hinweis auf ein belastbares Tief. 

Mehr zur Charttechnik Gold: Übersicht der Analysen und Charttechnik-Wissen 

Goldpreis aktuell: Leichte Erholung bei 3.970 USD – Marktunsicherheit am Mittwoch

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Goldpreis aktuell: Leichte Erholung auf 3.970 USD. Aktienmärkte bleiben schwach, Daten aus USA und Deutschland rücken in den Fokus.

Der Goldpreis startete am Mittwoch um 9:00 Uhr leicht erholt bei 3.970 US-Dollar / 3.454 Euro pro Unze in den Handel. Das Plus beträgt knapp 1 Prozent.

Seit Erreichen des Allzeithochs (20.10.25) hat Gold in USD um 8,8 Prozent nachgegeben und in Euro um 7,6 Prozent. Dagegen liegt der Goldpreis im Jahresverlauf noch 51 Prozent (in USD) bzw. 38 Prozent im Plus.

Goldpreis am Vortag: Der Goldpreis knickte am Dienstag deutlich ein, allerdings nur in US-Dollar. Durch die starke Dollar-Aufwertung blieb der Euro-Goldkurs unverändert bei 3.423 Euro, während der Kurs mit 3.931 US-Dollar um 1,8 Prozent nachgab. Der Tag war geprägt von Gewinnmitnahmen und Kursverlusten auf breiter Front – bei Aktien, Anleihen und auch bei Bitcoin (erstmals seit Juni wieder unter 100.000 USD).

Ausblick – Gold am Mittwoch: Aus Deutschland kommen die Auftragseingänge im September. Mit den ADP-Arbeitsmarktzahlen erscheinen US-Jobdaten aus dem Privatsektor. Außerdem wird in den USA der ISM-Einkaufsmanager-Index für das nicht-produzierende Gewerbe veröffentlicht.

Mehr dazu: Chart & Tagesmarken: Goldpreis-aktuell

Goldpreis wankt an der 4.000-USD-Marke: Dollar-Stärke bremst Erholung

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Der Goldpreis konsolidiert und die Marke fungiert als Marktbarriere. Parallel steigen US-Dollar und Marktzinsen und die Aktienmärkte sind unter Druck.

Goldpreis unter 4.000 US-Dollar

Der Goldpreis befindet sich auf Konsolidierungskurs, dabei bleibt die Schwelle von 4.000 US-Dollar ein neuralgischer Punkt. Am Dienstagmittag notierte Gold am Spotmarkt bei 3.994 US-Dollar. Das entsprach 3.472 Euro. Damit reduzierte der Goldpreis seine Kursverluste vom Vormittag leicht. Gegenüber der Vorwoche verteuerte sich das Edelmetall um 2 Prozent (in USD) bzw. 3,4 Prozent. Informationen über die tagesaktuellen Kursbewegungen finden Sie unter Goldpreis aktuell.

Goldpreis reagiert auf steigende Zinsen und kratzt an der Marke von 4.000 US-Dollar
Die Marke von 4.000 US-Dollar bildet im Zuge der Goldpreis-Konsolidierung ein Marktscharnier. Gold profitiert derzeit nicht von erhöhter Marktunsicherheit, auch der steigende Dollar-Index belastet.

Anleiheninvestoren verlangen höhere Risikoaufschläge 

Derzeit gibt es Unsicherheiten an den Finanzmärkten insgesamt. Die konjunkturelle Entwicklung in den USA ist aufgrund fehlender amtlicher Daten ungewiss (US-Shutdown). Die Aktienmärkte wurden zuletzt von den großen Tech- und KI-Werten getrieben, die mittlerweile aber als stark überhitzt gelten. Es gibt Gewinnmitnahmen, von einer Jahresendrally ist noch nichts in Sicht.

So rentierten 10-jährige US-Papiere am Dienstag mit 4,09 Prozent, nach 3,98 Prozent in der Vorwoche. Auch in Europa zogen die Renditen an – die französischen Papiere führen mit 3,44 Prozent. US-Ratingagenturen senkten die Bonität Frankreichs aufgrund der Haushaltsprobleme und der politischen Unsicherheiten. 

Anleiherenditen in den USA und Europa in der Übersicht am 4. November 2025
Anleiherenditen in den USA und Europa in der Übersicht am 4. November 2025

Ausblick

Die kurzfristige Goldpreis-Entwicklung steht weiter unter dem Eindruck der Folgen der massiven Kursrally bis Mitte Oktober. Hier gibt es weiterhin Korrekturpotenzial, nachdem der Kurs seit Jahresbeginn noch gut 50 Prozent im Plus notiert.

Zudem legt der US-Dollar gegenüber wichtigen Währungen zu (Dollar-Index steigt). Auch das belastet Gold, das den klassische Gegenspieler zum Greenback darstellt.

Sollte es an den Märkten zu liquiditätsgetriebenen Verkäufen kommen, so könnten auch die Edelmetalle weiter unter Druck geraten. Im Fokus stehen diese Woche zudem die FedWatch-Wahrscheinlichkeiten, die zuletzt eine erhöhte Zinssenkungschance signalisieren.

Einordnung Gold und Zinsen

Steigende Renditen erhöhen Opportunitätskosten bei zinslosen Anlagen wie Gold. In Phasen hoher Realzinsen schichten vor allem quantitative Fonds Kapital um. Wird das Inflationsrisiko wieder dominanter, kann sich dieser Mechanismus kurzfristig umkehren.

Mehr dazu: Welchen Einfluss Zinsen auf den Goldpreis haben in Geldpolitik & Zinsen

Gold aus New York abgezogen – 35 Tonnen bei der Fed ausgebucht

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Gold aus New York abgezogen: Die Fed meldet im September 2025 den Abgang von 35 Tonnen an Goldreserven aus den Tresoren in Manhattan.

Weniger Gold bei der Fed in Manhattan

Die US-Notenbank hat erneut Abgänge von Teilen der in Manhattan gelagerten Goldbestände gemeldet. Dort lagern Goldbarren von Eigentümern aus aller Welt. Zumeist sind es Teile nationaler Goldreserven. Zuletzt hatte die Federal Reserve Bank of New York im August eine Änderung dieses Goldinventars gemeldet. Nun beliefen sich die im Auftrag Dritter verwahrten Bestände Ende September auf einen Buchwert von 7.986 Millionen US-Dollar (Vormonat: 8.034 Millionen US-Dollar).

Welche Länder das meiste Gold halten und wer gerade gekauft oder verkauft hat, erfahren unter Goldreserven weltweit
35 Tonnen Gold bei der Federal Reserve in Manhattan ausgebucht, Tresor-Symbolik
Goldlager der Federal Reserve Bank of New York schrumpft im September um 35 Tonnen.

35 Tonnen Gold abgezogen

Dieses Gold wird traditionell mit 42,22 US-Dollar pro Unze bewertet – dem Preis pro Feinunze am Ende des Goldstandards Anfang der 1970er-Jahre. Damit ergibt sich aus dem aktuellen Bilanzeintrag eine Goldmenge von 189.152.060,63 Unzen beziehungsweise 5.883,28 Tonnen.

Das heißt, das gemeldete Inventar sank gegenüber dem Vormonat um 1.136.901,95 Unzen oder 35,37 Tonnen. Damit hat die Fed seit August rund 50 Tonnen Gold in Manhattan ausgebucht. 

Bedeutung der Goldverschiebungen

Welche Auswirkungen können Goldtransfers auf den Goldmarkt international haben? Solche Bestandsveränderungen beeinflussen die Liquidität im Zentralbankensektor, tangieren Währungsreserven und können das Anlegervertrauen in den Goldmarkt langfristig prägen. Abzüge dieser Größenordnung werden von Analysten häufig als Signal für geopolitische Neugewichtungen interpretiert.

Auf den Goldpreis selbst wirken solche Bestandsverlagerungen im Tagesverlauf meist nur indirekt, etwa über Vertrauen und Liquidität im Zentralbankensektor. Für die kurzfristige Kursbildung am Goldmarkt spielen solche Bewegungen allerdings nur eine indirekte Rolle.

Dennoch können große Goldverschiebungen Kurse bewegen, mehr dazu unter Goldpreis-aktuell. Ein Verlust an Vertrauen gegenüber dem Lagerort USA können auch den Dollar schwächen (US-Dollar-Index, DXY). Zuletzt häuften sich Zentralbankkäufe vor allem in den Schwellenländern und im asiatischen Raum – im Rahmen einer Abkehr vom US-Dollar als Währungsreserve (Dedollarisierung).

Verschiebung von Goldreserven

Diese jüngste Bestandsentwicklung ist deshalb bemerkenswert, weil das Goldlager bei der Fed in New York seit März 2023 wieder deutlich angestiegen war. Dagegen hatte es in den Jahren davor einen Trend zum Abzug von staatlichem Gold aus den Vereinigten Staaten gegeben. 

Unter anderem holten DeutschlandÖsterreich und die Niederlande Gold aus New York in die Heimat.

Lesetipp: Goldreporter hatte 2014 Gelegenheit den unterirdischen Tresor persönlich zu besuchen. Daraus wurde eine spannende Reportage, die im Goldreporter-Shop für 9,95 Euro erhältlich ist: Der Fed-Report. Darin erfahren Sie auch, wie man als Privatperson Teile der Lagerstätte besuchen kann.

Geheime Goldbestände

Hintergrund zu den Daten: Einmal im Monat legt die Fed ihren Rechnungsbericht vor. Darin enthalten sind auch Angaben zum in der Federal Reserve Bank of New York gelagerten Gold. Aber in den Tresorräumen unter den Straßen von Manhattan befinden sich nicht etwa die US-Goldreserven, sondern das im Auftrag anderer Staaten und Zentralbanken verwahrte Währungsgold („Earmarked Gold“). Adresse: Liberty Street 33.

Die Frage bleibt offen, welcher Nation oder Entität die zuletzt ausgebuchten Goldbarren gehören. Darüber schweigen sich die New Yorker aus. Letztlich erhält man Auskunft nur von den Auftraggebern – in der Regel den Eigentümern der nationalen Goldbestände.

Mehr dazu: Goldreserven weltweit – Welche Länder das meiste Gold halten & Bestandsentwicklungen

Goldpreis aktuell: Schwächer bei 3.992 USD – Tech-Schwäche belastet Stimmung am Dienstag

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Gold aktuell am 4. November 2025 schwächer bei 3.992 USD. Eingetrübte Anlegerstimmung, Tech-Verluste und Warnungen vor hohen Bewertungen belasten.

Der Goldpreis notierte am Dienstag um 8:45 Uhr bei 3.992 US-Dollar / 3.461 Euro pro Unze und damit jeweils rund 0,3 Prozent unter Vortagsschluss.

Der Abstand zum Rekordhoch vom 20. Oktober 2025 betrug 8,3 Prozent (in USD) bzw. 7,5 Prozent (in EUR). Seit Jahresbeginn ergibt sich ein Plus von 52 Prozent (in USD) bzw. 38 Prozent (in EUR). 

Gold am Vortag: Der Goldpreis konnte sich auch am Montag nicht entscheidend von der 4.000-Dollar-Marke lösen. Mit 4.001 US-Dollar bzw. 3.474 Euro schloss Gold gegenüber Vortag kaum verändert. Die globale Anlegerstimmung trübt sich ein, da Warnungen vor überhöhten Bewertungen zunehmen und Tech-Aktien Kursverluste zeigen.

Ausblick – Goldpreis am Dienstag: Der US-Shutdown dauert nunmehr 33 Tage an, hier warten Investoren auf Signale einer Beendigung. Bis dahin fehlen weiterhin wichtige US-Wirtschaftszahlen. Weiterhin läuft auf Unternehmensebene die Berichtssaison (Q3-Ergebnisse). Es gibt zunehmend Gewinnmitnahmen bei gut gelaufenen Vermögenswerten.

Mehr dazu: Intraday-Entwicklung: Goldpreis aktuell

So entwickelt sich der Goldpreis im November

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Im Oktober verteuerte sich Gold in Euro um fast 7 Prozent. Welche saisonalen Vorgaben bietet der November für den Goldpreis?

Goldpreis plus 6,7 Prozent

Der Goldpreis beendete den vergangenen Monat gemäß des Londoner Referenzkurses mit 4.011 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 3.479 Euro. Damit verzeichnete Gold auf Euro-Basis einen Monatsgewinn von 6,7 Prozent. Das war in diesem Jahr nach dem Januar (+8 %) und dem September (+11 %) der drittstärkste Monat für das Edelmetall. Aktuelle Tageslage mit Chart hier: Goldpreis aktuell

Goldpreis im November mit saisonaler Statistik und Kursentwicklung
Lichtblick oder trübe Aussichten? Der November ist in der 55-jährigen Goldpreis-Statistik auf Platz 4 platziert. In den vergangenen beiden Jahren brachte der Monat Verluste.

Mehr als ein Inflationsausgleich

Vor genau einem Jahr kostete die Feinunze Gold umgerechnet 2.517 Euro. Das heißt, der Goldpreis legte innerhalb der vergangenen zwölf Monate um 37 Prozent zu. Mit einer aktuellen Steigerung des deutschen Verbraucherpreis-Index um 2,3 Prozent (im Oktober) bot Gold nicht nur Inflationsausgleich, sondern ermöglichte innerhalb eines Jahres einen beachtlichen realen Vermögenszuwachs.

Welche Muster zeigt Gold im November seit 1970?

Wie sind die saisonalen Vorgaben für den Monat November? Dazu betrachten wir unsere bis ins Jahr 1970 zurückreichende Goldpreis-Statistik. Der November ist häufig Auftakt zu saisonal starken Phasen, die statistisch im Januar und Februar ihren Höhepunkt finden.

Mit einem durchschnittlichen Goldpreis-Anstieg von 0,97 Prozent rangiert der November knapp hinter dem August (+0,99 %) auf Platz vier der besten Goldmonate des Jahres. Besser platziert sind noch der Mai (+1,55 %) und der Januar (+2,88 %). Dabei beendete Gold diesen Monat 31- von 55-mal mit einem Kursgewinn (Quote: 56 %).

Allerdings verzeichnete der Goldkurs in den beiden letzten Jahren im November Verluste – 2024 waren es -0,2 Prozent. Einen dramatischen Goldpreis-Abverkauf gab es 2020. Denn seinerzeit verbilligte sich die Goldunze innerhalb dieses Monats um 8,8 Prozent. Damals steigerten Aussichten auf die baldige Verfügbarkeit eines Corona-Impfstoffs die Risikoneigung an den Märkten, während Gold und Silber unter Druck kamen.

Goldpreis im November seit 1970, Statistik der monatlichen Ergebnisse
Goldpreis im November seit 1970, Statistik der monatlichen Ergebnisse

Goldpreis November: Historische Spitzen 

Historische Daten: Massive Kursanstiege gab es in den November-Monaten im Zeitraum von 2008 bis 2011, also im Umfeld von Weltfinanzkrise und der Staatsschuldenkrise in Europa.

Die beste November-Performance seit 1970 (Top-5)

  • 2008: +11,48 %
  • 2009: +11,03 %
  • 1973: +10,40 %
  • 2010: +9,87 %
  • 1983: +8,74 %

Die schlechteste November-Performance seit 1970 (Top-5)

  • 1978: -11,83 %
  • 2020: -8,80 %
  • 1986: -7,15 %
  • 1981: -5,35 %
  • 2013: -5,25 %

Hinweis: Alle Angaben beziehen sich auf den Goldpreis in Euro jeweils am Monatsende, basierend auf Goldpreis Fixing London /LBMA-Kurs. Bei der Ermittlung der Datensätze vor Einführung des Euro (2001) wurden die DM-Kurse (1 Euro = 1,955 D-Mark) sowie die Londoner Fixing-Kurse zugrunde gelegt.

Mehr dazu: Was Goldpreis aktuell bewegt

Goldpreis in China über Europa-Spot – Aufschlag bleibt bei 28 USD

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Der Goldpreis in China liegt drei Wochen in Folge über dem Europa-Spot. Der Aufschlag bleibt stabil bei 28 USD und signalisiert steigende Nachfrage.

Goldpreis China

Der Goldpreis in China notierte am 31. Oktober 2025 in der dritten Woche in Folge wieder über dem europäischen Spotkurs. Am vergangenen Freitag lag der Aufschlag an der Shanghai Gold Exchange (SGE) laut unseren Berechnungen unverändert bei 28 US-Dollar. Dagegen hatte der Goldpreis in China vor drei Wochen noch 32 US-Dollar unter dem Europakurs gelegen.

Messzeit: [Fr. 31.10.25, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]

Aufschlag China → Europa Spot: +28 USD/oz (24.10.25: +28 USD); Δ: +0 USD

Goldpreis in China über Europa-Spot, Aufschlag bleibt bei 28 USD
Goldpreis in China liegt drei Wochen in Folge über dem Europa-Spot. Der Aufschlag bleibt stabil bei 28 USD pro Unze.

Preisaufschlag im China-Goldmarkt

Markt / Kennzahl 31.10.25 24.10.25 Δ 
Gold China SGE Fix (CNY/Gramm) 920,45 936,94 -1,8 %
Gold China SGE (USD/Gramm) 129,85 132,20 -1,8 %
Goldpreis China SGE
(USD/oz)
4.039 4.112 -73
Goldpreis Europa
(USD/oz)
4.011 4.084 -1,8 %
Aufschlag China
→ Europa (USD/oz)
+28 +28 +0

Goldpreis Shanghai Gold Exchange

Die Gold-Aufschläge in China waren in den Wochen zuvor kontinuierlich geschrumpft und sogar in einen Abschlag übergegangen. Die Kursdifferenz gibt Hinweise auf die Inlandnachfrage und auf internationale Arbitragegeschäfte.

Wenn in China deutlich höhere Preise gezahlt werden als in westlichen Märkten, gelangt verstärkt physisches Gold nach China. Deshalb geben Aufschläge oder Abschläge an der Shanghai Gold Exchange auch Hinweise über den aktuellen chinesischen Einfluss auf den internationalen Goldpreis. 

Chinesische Goldnachfrage steigt wieder

Wir verfolgen den China-Aufschlag wöchentlich. In Hochphasen 2024 und im April 2025 lagen die Goldpreis-Spreads zeitweise bei bis zu 90 US-Dollar. 

Steigende Aufschläge im China-Handel zeigen, dass die internationale Goldnachfrage stärker von Asien getrieben wird. Deshalb könnte der Einfluss Chinas auf den Goldpreis kurzfristig wieder steigen. Im September hat das Land mit 31 Tonnen bereits wieder deutlich mehr Gold aus der Schweiz importiert. Dagegen blieben die staatlichen Goldkäufe der People`s Bank of China in den vergangenen Monaten deutlich unter dem Niveau des Vorjahres,

Methodik: SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 31.10.25; Umrechnung über 7,0887 CNY/USD (Vorwoche: 7,0874 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spotpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell in Europa & Livecharts

Goldpreis stabilisiert sich über 4.000 USD (Montag)

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Gold aktuell steigt am Montag auf 4.022 USD. Terminmarktdaten zeigen erhöhte Volatilität, Fed-Reden und ISM-Index rücken in den Fokus.

Der Goldpreis notierte am Montag um 8:45 Uhr bei 4.022 US-Dollar / 3.485 Euro pro Unze und damit jeweils rund 0,5 Prozent über Vortagsschluss.

Der Abstand zum Rekordhoch vom 20. Oktober 2025 betrug 7,6 Prozent (in USD) bzw. 6,8 Prozent (in EUR). Seit Jahresbeginn ergibt sich ein Plus von 53 Prozent (in USD) bzw. 39 Prozent (in EUR). 

Gold am Vortag: Der Goldpreis hatte am Freitag tiefer geschlossen mit 4.002 US-Dollar (-0,5 %) bzw. 3.469 Euro (-0,3 %). Die jüngsten Daten vom US-Terminmarkt zeigen den aktuellen Kampf zwischen Bullen und Bären um die 4.000er-Marke. Dabei ist die Goldpreis-Volatilität gestiegen.

Ausblick – Goldpreis am Montag: Investoren haben den ISM-Einkaufsmanager-Index im Blick. Außerdem meldet sich am Abend mit Mary Daily und Lisa Cook zwei Fed-Repräsentantinnen zu Wort. Nebenbei läuft auf Unternehmensebene die Berichtssaison (Q3-Ergebnisse).

Mehr dazu: Nachrichten und Charts zum Goldpreis aktuell

Goldpreis: COMEX-Daten zeigen Kampf um die 4.000-USD-Marke

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Der Goldpreis kämpft um die Marke von 4.000 US-Dollar. COMEX-Daten zeigen sinkenden Open Interest, fallende Lagerbestände und steigenden Optimismus bei Optionen.

Goldpreis fällt

Der Goldpreis konsolidiert mit hoher Volatilität und ein Kampf zwischen Bullen und Bären um die Marke von 4.000 US-Dollar ist entbrannt. Am Freitag schloss die Feinunze Gold im US-Futures-Handel (November-Kontrakt) knapp unter dieser bedeutenden Schwelle. Mit 3.997 US-Dollar bzw. 3.464 Euro kam der Goldpreis innerhalb einer Woche um 2,7 Prozent (in USD) bzw. 2,0 Prozent (in EUR) zurück. Vom Rekordhoch am 20. Oktober 2025 (4.357 US-Dollar /3.742 Euro) hat sich Gold nun 8,3 Prozent (in USD) bzw. 7,4 Prozent (in EUR) entfernt.

Goldpreis kämpft an der 4.000-USD-Marke, COMEX-Daten zeigen sinkenden Open Interest
Der Goldpreis schwankte zuletzt um 4.000 US-Dollar, während COMEX-Daten sinkenden Open Interest und rückläufige Lagerbestände zeigen.

Berichtsdaten vom Gold-Futures-Handel

Nach wie vor fehlen wegen des US-Shutdowns wichtige Berichtsdaten, dazu gehört auch der wöchentliche CoT-Bericht mit den Positionen der größten Händlergruppen im Geschäft mit Gold-Futures an der COMEX.

Analysieren können wir weiterhin die Handelsdaten, die direkt vom COMEX-Betreiber CME Group veröffentlicht werden: die Entwicklung des Open Interest (Gold-Futures, Gold-Optionen), die Lagerbestände der COMEX und die aktuellen Auslieferungsanträge im US-Gold-Futures-Handel. 




Open Interest

Beim Open Interest handelt es sich um die Summe aller offenen Futures-Kontrakte. Der Wert gibt also an, wie viele Gold-Futures-Verträge (Standard-Kontrakt zu 100 Unzen) gerade an der COMEX gehandelt werden. Das ist im Kontext der Goldpreis-Entwicklung ein wichtiger Indikator für die Marktstimmung.

Per Handelsschluss am vergangenen Freitag lag dieser bei 465.521 Kontrakten. Damit sank der Open Interest innerhalb einer Woche um weiter 2 Prozent (Vorwoche: -2,5 %). Interpretation: Wenn Goldpreis und Open Interest gemeinsam sinken, ist dies häufig ein Signal für eine vorübergehende Bodenbildung bzw. eine rückläufige Marktschwäche. Das spricht also für eine Kurserholung.

Währenddessen sank der Open Interest im Gold-Optionshandel um 17 Prozent auf 1.016.138 Optionen. Der starke Rückgang ist üblich nach einem Verfallstermin (Dienstag). Auffällig ist hier, dass wieder mehr Wetten auf einen steigenden Goldpreis abgeschlossen wurden.

Gold-Optionen an der COMEX, Goldpreis-Optimismus steigt wirder, Stand: 31.10.2025
Gold-Optionen: Open Interest gestiegen, Put-/Call-Ratio gefallen => Wieder mehr Wetten auf steigenden Goldpreis.

Denn das Put/Call-Verhältnis sank gegenüber Vorwoche auf 0,779. Das bedeutet, dass auf 100 Put-Optionen zuletzt 128 Call-Optionen kamen – nach 112 in der Vorwoche. Das heißt, der überwiegende Optimismus im Goldpreis-Optionshandel hat weiter zugenommen. 

COMEX-Goldlager schrumpft

Werfen wir einen Blick auf die Goldlagerbestände an der COMEX per 30. Oktober 2025. Alle Zahlen sind gerundet. Hier nahm das Inventar gegenüber der Vorwoche erneut ab – um 710.000 Unzen auf 38,16 Millionen (Vorwoche: -230.000 Unzen).

Dabei fielen die zur sofortigen Auslieferung verfügbaren Gold-Bestände der Kategorie „eligible“ um 610.000 Unzen auf 18,31 Millionen Unzen. Dieses Gold gehört Händlern, nicht den Bullion-Banken. Das bedeutet, es kann jederzeit von Kunden abgezogen werden.

Physische Deckung des COMEX-Goldhandels

Bei einem Open Interest von 465.521 Kontrakten handelten Futures-Trader Ende der vergangenen Woche insgesamt 46,52 Millionen Unzen Gold in Form von Standard-Futures (100 Unzen pro Vertrag). Das heißt, der Gold-Futures-Handel an der COMEX war zu 82 Prozent durch Lagerbestände gedeckt – wie in der Vorwoche. Der Rekordstand betrug am 10. April 2025 ganze 98 Prozent. Damals hatten Händler Zölle auf Goldimporte befürchtet und tonnenweise Gold in die USA eingeführt. 

In den vergangenen Jahren war die physische Deckung des US-Gold-Futures-Handels deutlich geringer – teilweise nur 30 Prozent. Vom Börsenbetreiber wird diese Unterdeckung damit gerechtfertigt, dass nur ein Bruchteil der Futures-Verträge tatsächlich physisch abgewickelt wird. Das heißt, am Ende des Kontraktmonats schließen die Parteien ihre Positionen hauptsächlich per Barausgleich. Diesen Anteil kann man ebenfalls den wöchentlichen Pflichtmitteilungen entnehmen.

Auslieferungsanträge im Oktober

So meldet die Börsenaufsicht CFTC für den neuen Kontraktmonat nun 4.986 Anträge auf physische Lieferung von Gold (entspricht 15,5 Tonnen Gold). Im Oktober waren es insgesamt 58.822 Anträge (182 Tonnen). Dagegen liegt der bisherige Rekordmonat im Januar 2025 mit insgesamt 238 Tonnen an abgerufenem Gold (76.567 Anträge).

Goldpreis-Entwicklung

Der Blick auf den Wochenchart zeigt hohe Volatilität. Der Goldpreis in US-Futures-Handel (meistgehandelter = Dezember-Kontrakt) erreichte am Dienstag sein Wochentief bei 3.900 US-Dollar. Die Darstellung zeigt auch, dass Gold immer wieder kurzfristig bei hohen Umsätzen abverkauft wurde, um sich später wieder langsam zu erholen.

Goldpreis-Chart: COMEX Gold Futures 27.10-31.10.2025
Goldpreis-Chart 27.10. bis 31.10.2025, US-Futures (meistgehandelter Kontrakt -> Dezember): Kurs schwankte um die 4.000-Dollar-Marke; wiederholt kurzfristiger Abverkauf bei hohem Volumen.

Ausblick / Vorschau

Die Abnahme des Open Interest im Gold-Futures-Handel zeigt, dass der sinkende Goldpreis zumindest nicht zu einem vermehrten Einstieg von Short-Sellern geführt hat. Der Handel war weiterhin geprägt von Gewinnmitnahmen. Im Gold-Optionshandel gewinnen die Long-Trader am Gewicht. Unter 4.000 US-Dollar pro Unze fanden sich zuletzt immer wieder starke Käufer. Der Kampf um diese Marke dürfte uns auch in der kommenden Woche begleiten.

Zur Übersicht: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung

Mehr zum Goldpreis aktuell:Übersicht und Live-Daten