Swatch Group hält laut Finanzchef 21,8 Tonnen Gold. Der Bestand ist Milliarden wert und auffällig groß im Verhältnis zur Unternehmensgröße.
Die Swatch Group besitzt nach Angaben von CFO Thierry Kenel 21,8 Tonnen Gold im Wert von umgerechnet 3,7 Milliarden US-Dollar. Für einen Uhrenkonzern mit einer Bilanzsumme von rund 14 Milliarden US-Dollar ist das ein beachtlicher Bestand. Er erfüllt über den reinen Materialeinsatz hinaus mehrere Funktionen, wie Watchpro berichtet.
Swatch zeigt mit 21,8 Tonnen Gold: Physische Lagerhaltung ist ein Macht- und Goldpreis-Faktor jenseits von Banken und ETFs.
In der Branche wird Gold nicht nur für Gehäuse, Zifferblätter und Komponenten benötigt, sondern auch als strategischer Lagerpuffer, um Produktion und Auslieferung unabhängig von kurzfristigen Engpässen abzusichern. Außerdem kann ein großer physischer Bestand die Beschaffung glätten: weniger Abhängigkeit von Tagesverfügbarkeit, stabilere Einkaufsplanung und kurzfristig verfügbare Mengen für unterschiedliche Marken und Modellreihen. Zusätzlich spiele Risikomanagement eine Rolle, weil Edelmetall-Bestände als Absicherung gegen Störungen in der Lieferkette und gegen starke Preisschwankungen genutzt werden können. Gleichzeitig wächse der Druck, den Gold-Anteil in der Produktion flexibel zu steuern, falls Endkunden bei sehr hohen Verkaufspreisen zurückhaltender werden.
Zur Swatch Group gehören auch Luxus-Uhrenmarken wie Omega, Breguet, Blancpain und Glashütte.
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