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ELA: Die nationalen Notfallhilfen sind brandgefährlich

Der Mechanismus der Emergency Liquidity Assistance (ELA)ermöglicht nationalen Notenbanken die Rekapitalisierung maroder Institute mit zweifelhaften Sicherheiten. Ein TV-Beitrag beleuchtet die damit verbundenen Risiken.

Mit so genannten ELA-Krediten (Emergency Liquidity Assistance) versorgen nationale Notenbanken Institute ihres Landes mit Liquidität, wenn die Europäische Zentralbank als Gläubiger ausscheidet. Diese versteckten Risiken belasten das Euro-Finanzsystem ganz erheblich. Ein Beitrag des TV-Magazins Plusminus aus dem Jahr 2011 beleuchtet eine stille Gefahr, die laut EZB-Vertrag ganz legal aber kaum zu kontrollieren ist.

In Irland hatte das ELA-Volumen zu diesem Zeitpunkt bereits die Hälfte des Bruttoinlandsproduktes erreicht: 70 Milliarden Euro. Cathal O’Leary, NCB Stockbrokers aus Dublin sagte dazu: „Es sind Notfallhilfen durch die irische Zentralbank. Sie werden dann gewährt, wenn die irischen Banken keine notenbankfähigen Sicherheiten mehr haben. Die bräuchten sie, um bei der EZB Geld zu besorgen. Banken, die diese Sicherheiten nicht haben, wenden sich an die irische Zentralbank, mit anderen, alternativen Sicherheiten“. Die potenziellen Folgen: Zentralbankgeld für wertlose Sicherheiten, Aufblähung der Geldmenge.

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Eingetragen von am 20. Jul. 2012. gespeichert unter Banken, EZB, News, Videos. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

5 Kommentare für “ELA: Die nationalen Notfallhilfen sind brandgefährlich”

  1. Dierk Müller von cashkurs.com hat es mal treffend formuliert:
    Zur Zeit wird an Sicherheit alles akzeptiert, zur Not auch das Freischwimmer-Zeugnis des Vorstandes der Bank.
    Nur wenn der Bürger einen Kredit will, dann werden Sicherheiten bis unters Nachthemd und Bürgschaften bis ins 3. Glied gefordert alles noch dazu mit Wucherzinsen.
    Kein Wunder, dass die Pleiten in Deutschland schwunghaft zunehemen.
    Wer jetzt noch meint, die EU kriegt das noch gebacken, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen.Die anderen besorgen sich ein Rettungsboot……..

    • Beim Bürger kommen die Rettungsbillionen jedenfalls nicht an. Die werden nur zwischen Zentralbank, Banken und Staaten hin- und hergeschoben, während die Realwirtschaft unter Geldmangel leidet.

      • Und man kann nur hoffen, daß die Rettungsbillionen auch nie beim Bürger ankommen. Der einzige Grund, warum wir noch keine Hyperinflation haben, liegt nämlich darin, daß die Billionen eben bisher nur zwischen banken und EZB/FED hin- und hergeschoben werden. Sollten diese Gelder den Weg aus den Banken heraus finden, dann gnade uns Gott.

  2. Diese ganzen ELA Billionen könnte man natürlich auch mit dem Helikopter über den EU Völkern abwerfen. Das hat dann allerdings Preissteigerungen von 50% oder noch mehr zur Folge. Solange die nur drucken um ihre Banken über Wasser zu halten gehts ja noch, aber wehe dieses Falschgeld gelangt als Kredite in die Wirtschaft, dann gute Nacht.

    Falschgeld = frisch gedrucktes ohne jeglichen Gegenwert

    • Wenn die Leute schlau wären und das Geld zur Schuldentilgung verwenden, würde auch die Helikopter Variante keine nennenswerte Teurung nach sich ziehen. Dann würde das Geld verschwinden von wo es her kam, im Nichts.

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