Samstag,28.Februar 2026
Anzeige
Start Blog

Goldpreis steigt wieder – Aufgelder und Spreads im Edelmetall-Handel sinken

0

Der Goldpreis steigt binnen einer Woche um drei Prozent. Gleichzeitig sinken im Edelmetall-Handel Aufgelder und Spreads – bei weiter langen Lieferzeiten.

Goldpreis steigt – Aufgelder und Spreads im Edelmetall-Handel sinken
Im Edelmetall-Handel sinken Aufgelder und Spreads, während der Goldpreis wieder anzieht.

Edelmetall-Kurse ziehen wieder an

Der Goldpreis zog zuletzt wieder deutlich an. Am Freitagnachmittag um 14 Uhr kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt 5.188 USD, was 4.396 EUR entsprach. Damit stieg der Kurs innerhalb einer Woche um 3 Prozent. Silber verteuerte sich sogar um 11 Prozent auf 89,82 USD bzw. 76,10 EUR. 

Mehr dazu: Livecharts und tagesaktuelle Berichte finden Sie unter Goldpreis aktuell.




Gold kaufen: Lage im Edelmetall-Handel

Derweil herrscht im deutschen Edelmetall-Handel weiter Ausnahmezustand. „Bei den Prägestätten und Scheideanstalten bleibt die Lage angespannt. Die Auslastung ist weiterhin sehr hoch und wir müssen bei einigen Produkten mit Lieferzeiten von bis zu zwei Monaten rechnen“, erklärte Bars Özdemir, Head of Trade bei der SOLIT Management GmbH (GoldSilberShop.de), in dieser Woche gegenüber Goldreporter. Selbst bereits zugesagte Termine würden oft noch einmal revidiert. „Das erschwert unsere Planung und bindet Liquidität länger als uns lieb ist. Zudem fehlen einzelne Barren und Münzen weiterhin im Sortiment, was im Verkauf natürlich nicht ideal ist“, so Özdemir.

Aktuelle Preise im Edelmetall-Handel

Allerdings scheint sich die Situation gegenüber den Vorwochen etwas zu entspannen. Das legen die Daten unserer aktuellen Analyse nahe. Die Ergebnisse der wöchentlichen Preisabfrage bei sechs Edelmetall-Händlern zeigen einen deutlichen Rückgang der Aufgelder und Spreads (jeweils Vergleich zum 20. Februar 2026):

  • Krügerrand (neu): Ø 4.551 Euro (+102 Euro), Aufgeld 3,53 Prozent nach zuvor 4,16 Prozent. Ältere Jahrgänge sind teils bis zu 100 Euro günstiger.
  • 100-g-Goldbarren: Ø 14.491 Euro (+554 Euro), Aufgeld sinkt auf 2,52 Prozent nach zuvor 2,77 Prozent.

Parallel dazu gingen die Spreads aufgrund des niedrigeren Verkaufspreisniveaus zurück. Der Abstand zwischen Verkaufs- und Ankaufspreis verringerte sich bei Goldbarren auf 5,4 Prozent, bei Krügerrand-Münzen auf 6,2 Prozent.

Preisdaten vom 27. Februar 2026: Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.
Preisdaten vom 27. Februar 2026: Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.

Silber kaufen: Aufgeld und Spreads gesunken

Auch im Silberhandel haben sich Aufgelder und Spreads verringert, bleiben aber auf hohen Niveaus.

  • Maple Leaf (neu): Ø 100,51 Euro (+4,97 Euro), Aufgeld sinkt auf 37 Prozent (Vorwoche: 45 Prozent). Ältere Jahrgänge sind bis zu 15 Euro günstiger.
  • 1-kg-Silberbarren: Ø 3.327 Euro (+154 Euro), Aufgeld 36 Prozent nach zuvor 44 Prozent.

Mehr dazu: Gold kaufen – was das Aufgeld ist und warum es seit Jahren sinkt

Ankaufgeschäft rückläufig

Laut Bars Özdemir hat sich die Lage im Ankaufsbereich in den vergangenen Wochen spürbar entspannt: „Noch vor kurzer Zeit hatten wir einen Rückstand von fast 1.500 Ankaufspositionen. Allein die bereits an uns verschickten Sendungen summierten sich auf über 800 Stück. Das war operativ eine enorme Herausforderung. Um diesen Rückstand abzubauen, haben wir in der Logistik mit Unterstützung aus dem Handel täglich länger gearbeitet und zusätzlich Wochenendschichten eingelegt. Entsprechend turbulent war die Phase“. Nun betrage der Rückstand nur noch rund ein Drittel des Höchststandes. 

Dabei habe sich auch das Verhältnis zwischen Verkaufs- und Ankaufsaufträgen normalisiert. „Über Jahre hinweg lag es relativ stabil bei etwa vier Verkäufen auf einen Ankauf. Im vergangenen Monat bewegte sich das Verhältnis zeitweise nahe eins zu eins. Das ist ein klares Zeichen dafür, wie stark viele Anleger die hohen Kurse zur Gewinnmitnahme genutzt haben“, so Özdemir.

Herausforderung für Händler

Als Handelsunternehmen verfolge man die Strategie, bewusst kalkulierte Risiken einzugehen. Dabei sei die hohe Kursvolatilität eine Herausforderung. „In Reaktion auf die starken Ausschläge haben wir unsere offenen Positionen reduziert und sichern deutlich häufiger ab. Das bedeutet in der Praxis aktiveres Hedging, kürzere Reaktionszeiten und eine engmaschigere Steuerung der Bestände. Ziel ist es, Marktchancen zu nutzen, ohne die unternehmerischen Risiken unnötig auszuweiten.“

Ratgeber "Altersvorsorge mit Gold" Tipps zum Nachschlagen: Altersvorsorge mit Gold
Der Spezial-Report „Altersvorsorge mit Gold“ liefert kompakte Informationen für den Vermögensaufbau mit Gold – inklusive steuerlicher Hinweise, Produktvergleich und Fallbeispielen.
Erhältlich im Goldreporter-Shop.

US-Erzeugerpreise überraschen – Goldpreis steigt

0

US-Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet. Kernrate zieht an. Das hält Zinssenkungsfantasie in Schach – der Goldpreis steigt.

Die US-Erzeugerpreise (PPI) stiegen im Januar 2026 um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und damit stärker als erwartet. Treiber waren vor allem Dienstleistungen (+0,8 Prozent), während Güterpreise um 0,3 Prozent fielen – auch wegen sinkender Benzinpreise. Die Kernrate sprang im Vormonatsvergleich um 0,8 Prozent und lag damit deutlich über den Prognosen (+0,5 %). Im Jahresvergleich kletterte die Kernrate auf 3,6 Prozent. Der Goldpreis legte nach Bekanntgabe der Daten zu. Quelle: U.S. Bureau of Labor Statistics

Goldreporter-Kommentar: Die kräftige Kernrate spricht dafür, dass die Fed bei Zinssenkungen vorsichtig bleibt. Allerdings scheinen derzeit vor allem Marktunsicherheiten und die Nachfrage risikorärmeren Investments den Goldpreis anzutreiben. Der Tagesgewinn von 0,7 Prozent blieb nach Bekanntgabe der Daten aber moderat, dagegen stieg Silber um 4 Prozent.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Inflation Deutschland fällt auf 1,9 Prozent – Kernrate stabil

0

Die Inflation in Deutschland sinkt im Februar 2026 auf 1,9 Prozent. Aber die Kerninflation bleibt bei 2,5 Prozent.

Die Inflationsrate in Deutschland wird im Februar 2026 laut vorläufigen Destatis-Daten voraussichtlich 1,9 Prozent betragen (Januar: 2,1 Prozent). Gegenüber Januar steigen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent. Die Zahlen liegen unter den Prognosen. Die Kerninflation (ohne Nahrungsmittel und Energie) bleibt bei 2,5 Prozent. Der HVPI fällt auf 2,0 Prozent. Energie verteuert sich weiter rückläufig (-1,9 Prozent), Lebensmittel steigen nur noch um 1,1 Prozent; Dienstleistungen verharren bei 3,2 Prozent.

Mehr dazu: Geldpolitik & Zinsen und ihr Einfluss auf den Goldpreis

Swatch Group hält 21,8 Tonnen Gold

7

Swatch Group hält laut Finanzchef 21,8 Tonnen Gold. Der Bestand ist Milliarden wert und auffällig groß im Verhältnis zur Unternehmensgröße.

Die Swatch Group besitzt nach Angaben von CFO Thierry Kenel 21,8 Tonnen Gold im Wert von umgerechnet 3,7 Milliarden US-Dollar. Für einen Uhrenkonzern mit einer Bilanzsumme von rund 14 Milliarden US-Dollar ist das ein beachtlicher Bestand. Er erfüllt über den reinen Materialeinsatz hinaus mehrere Funktionen, wie Watchpro berichtet.

Swatch zeigt mit 21,8 Tonnen Gold: Physische Lagerhaltung ist ein Macht- und Goldpreis-Faktor jenseits von Banken und ETFs.

In der Branche wird Gold nicht nur für Gehäuse, Zifferblätter und Komponenten benötigt, sondern auch als strategischer Lagerpuffer, um Produktion und Auslieferung unabhängig von kurzfristigen Engpässen abzusichern. Außerdem kann ein großer physischer Bestand die Beschaffung glätten: weniger Abhängigkeit von Tagesverfügbarkeit, stabilere Einkaufsplanung und kurzfristig verfügbare Mengen für unterschiedliche Marken und Modellreihen. Zusätzlich spiele Risikomanagement eine Rolle, weil Edelmetall-Bestände als Absicherung gegen Störungen in der Lieferkette und gegen starke Preisschwankungen genutzt werden können. Gleichzeitig wächse der Druck, den Gold-Anteil in der Produktion flexibel zu steuern, falls Endkunden bei sehr hohen Verkaufspreisen zurückhaltender werden.

Zur Swatch Group gehören auch Luxus-Uhrenmarken wie Omega, Breguet, Blancpain und Glashütte.

Goldreporter-Kommentar: Ein großer physischer Gold-Bestand in dieser Branche mehr als „Luxus“: Er schafft operative Flexibilität und ist gleichzeitig ein substanzieller Vermögenswert. Der Bestand der Swatch Group entspricht immerhin den Goldreserven Afghanistans und zeigt, wie stark physische Gold-Lagerhaltung auch außerhalb von Banken und ETFs eine Rolle spielt. Spannend ist, ob solche Lagerreserven künftig zunehmen, wenn Lieferkettenrisiken wieder stärker in den Fokus rücken. China bindet bereits seit einige Zeit wichtige Metall im Land, darunter Silber. Für Silber- und Goldpreis sind das stabilisierende Faktoren.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis aktuell: stabil bei 5.180 USD – Spannung vor Inflationsdaten

0

Goldpreis am Freitag: Gold stabil bei 5.180 USD (4.390 EUR), Silber fester. Heute mögliche Impulse durch deutsche Inflation und US-Erzeugerpreise.

Goldpreis heute (8:15 Uhr)

Gold und Silber starten mit leicht umgekehrten Vorzeichen in den Freitagshandel. Der Goldpreis notierte um 8:15 Uhr mit 5.180 USD bzw. 4.390 EUR minimal unter Vortag. Dagegen stieg der Silberpreis um 2 Prozent auf 90,15 USD bzw. 76,40 EUR. Die Aktien-Futures und auch Bitcoin notierten wenig verändert.

Der Datenfreitag könnte die Ruhe beenden: Gold hält 5.180 USD, während Silber schon vor den Inflationszahlen nach oben dreht.

Vortag

Einmal mehr war die Silber- und Goldpreis-Entwicklung von Volatilität geprägt. Am Ende schloss Gold auf dem Vormittagsniveau bei 5.185 USD bzw. 4.395 EUR. Der Silberpreis gab um 1 Prozent nach auf 88,29 USD bzw. 74,84 EUR. Am dem Aktienmärkten blieben KI-Werte unter Druck, während Software-Titel sich erholen konnten. Bitcoin fiel erneut unter die Marke von 68.000 USD.

Ausblick

Am heutigen Freitag erscheinen neue Inflationsdaten. In Deutschland wird die erste Schätzung der Februar-Inflation bekanntgegeben. Am Nachmittag werden die US-Erzeugerpreise für den Monat Januar publiziert. Außerdem werden Zahlen zu den Bauausgaben im November und Dezember nachgereicht und es erscheint der Chicago-Einkaufsmanager-Index. 

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Größter Gold-ETF: 3 Milliarden USD Kapitalzufluss in einer Woche

11

Die jüngsten Rally bei Gold und Silber war begleitet von starken Kapitalzuflüssen in die großen Edelmetall-ETFs. 

Goldpreis und Silberpreis im Aufwärtstrend, ETF-Bestände und Kapitalbewegungen
Gold und Silber mit Kursgewinnen. ETF-Bestände zeigen deutliche Bewegungen.

Silber- und Goldpreis im Aufwind

Der Goldpreis etablierte zuletzt wieder einen deutlichen Aufwärtstrend, nachdem sich die technische Lage bei Gold stark verbesserte. Am Mittwoch schloss Gold am Spotmarkt (CME Spot) bei 5.169 USD pro Unze (4.375 EUR). Damit stieg der Kurs innerhalb einer Woche um 3,7 Prozent.

Noch stärker fiel der Kursanstieg bei Silber aus. Binnen verteuerte sich das Edelmetall um 15 Prozent auf 89,13 USD / 75,43 EUR. 

Silber springt in einer Woche zweistellig, Gold stabilisiert den Aufwärtstrend – ETFs signalisieren bemerkenswerte Positionsanpassungen.

Mehr dazu: Tagesaktuelle Kursentwicklung unter Goldpreis aktuell

GLD: Starke Bestands- und Kapitalzuflüsse

Die jüngste Rally war begleitet von deutlichen Kapitalzuflüssen in den größten Gold-ETF. Innerhalb der vergangenen fünf Handelstage verzeichnete der SPDR Gold Shares (GLD) einen Anstieg der Goldbestände um 22,01 Tonnen auf 1.097,62 Tonnen. Das entspricht dem höchsten Stand seit Mai 2022.

Parallel dazu summierten sich die Netto-Investitionen in den Fonds auf 3 Milliarden US-Dollar.

Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 25. Februar 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 25. Februar 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.

Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert




SLV: Milliarden-Abflüsse auch bei Silber

Auch der größte Silber-ETF verzeichnete innerhalb einer Woche eine starke Nachfrage. Denn die Bestände des iShares Silver Trust (SLV) stiegen im Zeitraum vom 19. bis 25. Februar 2026 um 438,15 Tonnen oder 2,8 Prozent auf 16.079,74 Tonnen. 

Die damit verbundenen Netto-Kapitalzuflüsse summierten sich auf 1,28 Milliarden US-Dollar.

Während ein SLV-Anteil offiziell einer Unze Silber entspricht, repräsentiert ein GLD-Anteil rechnerisch eine Zehntel Unze Gold.

Bedeutung für Silber- und Goldpreis

Kapitalbewegungen bei Edelmetall-ETFs gelten als wichtiger Stimmungsindikator. Abflüsse werden häufig mit Gewinnmitnahmen oder taktischen Umschichtungen erklärt. Zuflüsse hingegen sprechen eher für strategische Allokationen institutioneller Investoren.

Für die kurzfristige Preisbildung bleiben jedoch vor allem die Terminmärkte entscheidend. Veränderungen bei ETF-Beständen wirken typischerweise zeitverzögert und spiegeln primär Anpassungen mittelfristiger Markterwartungen wider.

Passend dazu: Nachrichten und Analysen zur internationalen Goldmarkt-Entwicklung

CME stoppt Metallhandel für mehr als eine Stunde – Gold-Futures im Fokus

3

Nach dem Handelsstopp bei CME rücken frühere Marktstörungen in den Fokus. Auch Silber und Gas-Futures waren zuletzt betroffen.

Am gestrigen Mittwoch setzte die CME Group den Handel auf ihrem Globex-Metallmarkt für rund 90 Minuten aus. Betroffen war auch der wichtigste US-Gold-Futures-Kontrakt. Als Ursache nannte der Börsenbetreiber „technische“ Probleme. Marktbeobachter verweisen auf eine auffällige Häufung ähnlicher Vorfälle. Erst Anfang Februar sorgte ein NYMEX-Ausfall für Turbulenzen bei Gas-Futures, während eine COMEX-Störung den Silberpreis auf neue Rekorde trieb. Händler betonen die wachsende Sensibilität solcher Unterbrechungen für Preisbildung und Marktvertrauen. Mehr dazu: Handelsunterbrechung bei Metall-Futures – via Financial Times

Mehr dazu: Silberpreis und Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldreporter-Kommentar: Die erneute Handelsunterbrechung stellt für die CME Group ein zunehmendes Vertrauensproblem dar. Technische Störungen werfen insbesondere für den Betreiber der COMEX kein gutes Licht auf die Stabilität der Marktinfrastruktur. Zugleich fällt der Vorfall in ein angespanntes Marktumfeld. Anhaltende Knappheitssignale im Gold- und Silbermarkt sowie die hohe physische Nachfrage verstärken den Eindruck, dass der papierdominierte Handel strukturell unter Druck steht.

Goldpreis stabil über 5.100 USD – Silber schwächer, Märkte bleiben nervös

1

Goldpreis stabil über 5.100 USD. Silber schwächer. Märkte verarbeiten Tech-Ergebnisse. Anleger richten den Blick auf US-Arbeitsmarktdaten und Geldpolitik.

Goldpreis heute (8:15 Uhr)

Gold und Silber starten am Donnerstag uneinheitlich. Um 8:15 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt mit 5.188 USD beziehungsweise 4.390 EUR. Damit lag Gold rund 0,5 Prozent über Vortag. Dagegen gab der Silberpreis um 0,6 Prozent nach auf 88,73 USD beziehungsweise 75,09 EUR. Auch die Aktienindizes und Bitcoin tendierten am Morgen etwas schwächer.

Gold bleibt stabil, aber unter 5.200 USD, während Anleger auf neue Konjunkturdaten warten.

Vortag

Am Futures-Verfallstag verzeichneten Gold und Silber zunächst Kursgewinne. Allerdings schmolzen diese Richtung Börsenschluss. Der Goldpreis beendete den Spothandel 0,4 Prozent höher bei 5.163 USD. Die zwischenzeitlich überwundene Marke von 5.200 USD konnte damit nicht gehalten werden. Auf Euro-Basis blieb die Goldunze nahezu unverändert bei 4.372 EUR. Silber behauptete sich dagegen 2,4 Prozent über Vortag bei 89,22 USD beziehungsweise 75,55 EUR.

Für Bewegung sorgten vor allem die Quartalszahlen von NVIDIA. Der Chiphersteller übertraf die Erwartungen, woraufhin die Aktie nachbörslich zulegte. Gleichzeitig kam es bei anderen Technologiewerten trotz solider Ergebnisse zu Gewinnmitnahmen, unter anderem bei Snowflake und Salesforce. Bitcoin hatte zuvor kräftig zugelegt und notierte zeitweise bei 68.950 USD.

Ausblick

Am heutigen Handelstag richtet sich der Blick auf neue Konjunkturdaten. In den USA erscheinen die wöchentlichen Arbeitsmarktzahlen. Zudem meldet sich Fed-Mitglied Michelle Bowman zu Wort. Aus der Eurozone werden unter anderem Verbrauchervertrauen und Geschäftsklima veröffentlicht.

Außerdem wird eine Rede von Christine Lagarde erwartet. Dabei dürfte insbesondere interessieren, ob sich die EZB-Präsidentin zu den anhaltenden Spekulationen über einen möglichen vorzeitigen Abgang äußert. Als potenzieller Nachfolger wird immer wieder der Niederländer Klaas Knot genannt.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis behauptet Aufwärtstrend nach Januar-Korrektur

0

Nach dem kräftigen Rücksetzer Ende Januar hat sich der Goldpreis stabilisiert. Die technische Lage signalisiert wieder bullisches Momentum.

Goldchart in US-Dollar; Basis: CME Spot, Tagesschlusskurse vom 24. Februar 2026, 6-Monats-Betrachtung.
Goldchart in US-Dollar; Basis: CME Spot, Tagesschlusskurse vom 24. Februar 2026, 6-Monats-Betrachtung.

Goldpreis deutlich im Plus

Nach dem knapp 15-prozentigen Kursrücksetzer Ende Januar hat sich der Goldpreis wieder stabilisiert. Begleitet von erhöhter Volatilität etablierte sich zuletzt ein robuster Aufwärtstrend. Am Dienstag ging Gold am Spotmarkt mit 5.135 USD pro Unze aus dem Handel. Gegenüber der Vorwoche entspricht dies einem Anstieg um 5,5 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf 19 Prozent.

Der Goldpreis hat die Januar-Korrektur technisch verarbeitet – das bullische Momentum bleibt auf mittlere Sicht bestehen.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Aufwärtstrend mit klaren Marken

Kurzfristige Widerstände liegen nun im Bereich von 5.200 USD sowie bei 5.419 USD – dem Allzeithoch. Von dieser Bestmarke ist der Goldpreis aktuell 4,3 Prozent entfernt. Auf der Unterseite zeigen sich Unterstützungen bei 5.050 USD, 5.000 USD und 4.900 USD. Ein technischer Schlüsselsupport befindet sich um 4.700 USD. In diesem Bereich treffen mehrere Aufwärtstrendlinien sowie der steigende 50-Tage-Durchschnitt aufeinander.

Marktstimmung neutral

Durch den schwankungsreichen Kursanstieg bleibt das Sentiment im neutralen Bereich. Der RSI-Wert (Relative-Stärke-Index) von 57 signalisiert weder eine überkaufte noch eine überverkaufte Marktlage.

Euro-Goldpreis

Der Euro-Goldchart zeigt einen weitgehend deckungsgleichen Verlauf. Am gestrigen Handelstag schloss der Kurs bei 4.371 EUR pro Unze. Gegenüber der Vorwoche ergibt sich ein Plus von 6,2 Prozent. Auch auf Eurobasis beläuft sich der Anstieg seit Jahresbeginn auf 19 Prozent.

Kurzfristige Unterstützungen liegen bei 4.300 EUR und 4.200 EUR. Erst unterhalb von 4.125 EUR würde der Euro-Goldpreis den bestehenden 2-Monats-Aufwärtstrend verlassen. Für ein neues Rekordhoch wäre ein weiterer Anstieg um 3,7 Prozent erforderlich. Auf dem Weg dorthin bildet der Bereich um 4.425 EUR einen relevanten Widerstand.

Goldpreis-Chart in EUR, 6 Monate per 24. Februar 2026.
Goldpreis in Euro, CME Spot, 6 Monate, Schlusskurse per 24. Februar 2026.

Ausblick

Die Goldpreis-Bewegung dürfte volatil bleiben. Gleichzeitig hat sich ein solides technisches Fundament mit eng gestaffelten Widerstandszonen herausgebildet. Solange sich der Goldpreis oberhalb der 50-Tage-Linie behauptet, bleibt das bullische Momentum auf Sicht von sechs Monaten intakt.

Weitere Einordnungen und Detailanalysen finden sich im Bereich Gold Chartechnik

Goldpreis: Kaufrausch in China zum Neujahr

2

Goldpreis über 5.100 USD: Chinesische Konsumenten greifen zum Neujahr verstärkt zu. Händler locken mit Rabatten und Preisaktionen.

Während der neuntägigen Neujahrsfeiertage hat sich die Goldnachfrage in China spürbar belebt. Marktberichten zufolge nutzten viele Käufer Rabattaktionen großer Schmuckketten wie Chow Tai Fook und Laopu Gold. Händler berichteten von einer höheren Kundenfrequenz, insbesondere im Hochzeitssegment. Begleitet wurde die Kaufwelle von einem Goldpreis, der zuletzt wieder über 5.100 US-Dollar pro Unze notierte. Analysten verweisen neben saisonalen Effekten auf die anhaltende Attraktivität von Gold als Wertspeicher. Mehr: „Chinas Konsumenten setzen zum Neujahr auf Gold“ via Global Times

Goldreporter-Kommentar: China bleibt ein wichtiger Goldpreis-Faktor. Zuletzt importierte das Land wieder deutlich mehr Gold aus der Schweiz. Die saisonale Nachfragespitze aus China wirkt offensichtlich stabilisierend auf dem Goldmarkt. Nun bleibt abzuwarten, ob auch die Kursaufschläge in Shanghai wieder anziehen – vor dem Neujahrsfest war der Spread ins Negative gefallen.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis steigt auf 5.200 USD – COMEX-Verfall rückt in den Fokus

11

Gold aktuell: Der Goldpreis steigt am Mittwoch über 5.200 USD. Silber legt deutlich zu. Der COMEX-Verfall sorgt für erhöhte Spannung am Terminmarkt.

Goldpreis heute (8:15 Uhr)

Der Goldpreis steigt am Mittwoch wieder über die Marke von 5.200 USD. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt 5.205 USD buw. 4.410 EUR damit 1 Prozent mehr als am Vortag. Der Silberpreis legt 4,6 Prozent zu auf 91,18 USD bzw. 77,26 EUR pro Unze.  

Silber zieht deutlich an, während der Goldpreis am Morgen die Marke von 5.200 USD erreicht – im Verfallsumfeld volatil.

Der Goldpreis Nach fünf Handelstagen mit Kursgewinnen startete der Goldpreis am Dienstag schwächer. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 5.172 US-Dollar beziehungsweise 4.393 Euro. Damit notierte Gold rund 1 Prozent unter Vortag.

Auch an den Aktienmärkten und beim Bitcoin (65.050 USD) ging es tendenziell aufwärts.

Vortag

Am Dienstag konsolidierten Gold und Silber im Zuge des laufenden Optionsverfalls an der COMEX. Der Goldpreis schloss bei 5.142 USD pro Unze. Das entsprach einem Tagesverlust von 1,6 Prozent. Auf Eurobasis ergab sich ein Rückgang um 1,5 Prozent auf 4.368 EUR.

Silber gab um 1,1 Prozent nach auf 87,18 USD beziehungsweise 74,05 EUR. Gleichzeitig nahm die Risikoaversion im Tagesverlauf spürbar ab, begleitet von einer Stabilisierung der Aktienmärkte.

Ausblick

Im US-Geschäft mit Gold- und Silber-Futures steht heute der letzte Handelstag der Februar-Kontrakte an. Erfahrungsgemäß bleibt das Umfeld dadurch anfällig für erhöhte kurzfristige Kursbewegungen.

Zudem richten sich die Blicke zunehmend auf die Geschäftszahlen großer Technologiekonzerne. Besonders die Zahlen von NVIDIA dürften Einfluss auf die allgemeine Marktstimmung und damit indirekt auch auf die Edelmetallmärkte haben.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Russland verkauft Gold – Droht Gegenwind für den Goldpreis?

7

Die Goldreserven der russischen Zentralbank sind im Januar um 9 Tonnen gesunken. Wert des Goldes: rund 1,5 Milliarden US-Dollar. 

Die russische Zentralbank meldet einen stärkeren Rückgang der Goldreserven.
Goldbarren auf der Waage: Die russische Zentralbank meldet einen stärkeren Rückgang der Goldreserven.

Russland verringert Goldreserven

Die russische Zentralbank hat erstmals seit April 2024 eine größere Veränderung ihrer physischen Goldreserven gemeldet. Demnach beliefen sich die Bestände per Ende Januar 2026 auf 74,5 Millionen Unzen Gold. Damit verringerte sich das Inventar innerhalb eines Monats um 300.000 Unzen bzw. 9,33 Tonnen.

Zum Bilanzierungszeitpunkt betrug der Wert des ausgebuchten Goldes 1,46 Milliarden US-Dollar. Das verbliebene Metall hat einen Wert von 402,7 Milliarden US-Dollar.

Russlands Goldbewegung bleibt für den Weltmarkt überschaubar – erst deutlich größere Verkäufe wären preisrelevant.

Mehr zur Kursentwicklung: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Die gesamten Währungsreserven Russlands werden mit 833,57 Milliarden US-Dollar angegeben. Demnach beträgt der Goldanteil an den gesamten Währungsreserven Russlands 48 Prozent.

Russisches Gold

Im März 2023 hatte Russland erstmals seit dem Einmarsch in die Ukraine (vor vier Jahren) wieder Angaben zu den eigenen Goldreserven gemacht. Demnach waren die Bestände der Bank of Russia innerhalb eines Jahres um rund 31 Tonnen angestiegen. In den vergangenen Monaten blieben die offiziellen russischen Goldbestände relativ konstant, während das Inventar zwischenzeitlich immer wieder um 100.000 Unzen schwankte.

Im vergangenen Juli hatte Russlands Finanzministerium angekündigt, man wolle wegen sinkender Energieeinnahmen und höherem Haushaltsbedarf Devisen und Gold verkaufen. Aber die offiziellen Goldreserven hatten sich bislang nicht substanziell verändert. 

Auswirkungen auf den Goldpreis

Selbst wenn Russland größere Goldmengen veräußern sollte, wären unmittelbare Effekte auf den Goldpreis begrenzt. Die Transaktionen dürften überwiegend außerhalb der etablierten Börsenplätze stattfinden. Zudem bleiben westliche Handelspartner aufgrund der Sanktionen weitgehend ausgeschlossen. Entsprechende Ströme würden sich daher eher in Richtung Asien oder Nahost verlagern, etwa nach China, Indien oder in die Türkei.

Ein Verkaufsvolumen im Bereich von rund 1,5 Milliarden US-Dollar besitzt für den globalen Goldmarkt nur geringe Relevanz. Spürbarer Druck auf den Goldpreis entstünde erst bei deutlich größeren Beträgen. Marktbewegend wären vor allem strukturelle Entwicklungen, beispielsweise Verkäufe in einer anderen Größenordnung oder ein breiter Trend staatlicher Goldabgaben zur Haushaltsfinanzierung.

Mehr dazu: Goldreserven weltweit: Aktuelle Zahlen, Länder-Ranking und Entwicklungen

Gold und Anleihen gefragt: Unsicherheit treibt defensive Märkte

0

Gold und Staatsanleihen profitieren derzeit von erhöhter Marktunsicherheit. Während der Goldpreis zulegt, kommen die Renditen im Euroraum leicht zurück.

Gold und Anleihen profitieren von Marktunsicherheit
Gold und Staatsanleihen profitieren von erhöhter Marktunsicherheit. Während der Goldpreis zulegt, kommen die Renditen im Euroraum leicht zurück.

Goldpreis profitiert von Marktunsicherheit

Der Goldpreis profitierte in den vergangenen Tagen von steigenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten und von verbesserten technischen Rahmenbedingungen. Am Dienstagvormittag notierte Gold bei 5.170 USD (4.390 EUR) und damit rund 3 Prozent höher als vor einer Woche. Der Euro kam in diesem Zeitraum um 0,5 Prozent gegenüber dem US-Dollar zurück. 

Marktunsicherheit bleibt derzeit ein wichtiger Preistreiber am Goldmarkt.

Mehr zum laufenden Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Fallende Marktzinsen im Euroraum

Die Schwäche bei KI-/Tech-Werten, das Chaos um die US-Zollpolitik und auch die geopolitischen Spannungen im Zuge des US-Militäraufmarschs gegenüber dem Iran stützen Kapitalumschichtungen in defensive Anlageformen. Und der gestiegene Ölpreis hat Einfluss auf die Inflationserwartungen.

In diesem Umfeld kamen auch die Anleiherenditen zurück, zumindest im Euroraum. So rentierten 10-jährige deutsche Papiere am Dienstag bei 2,70 Prozent – nach 2,74 Prozent in der Vorwoche. Dagegen waren US-Staatsanleihen weniger gefragt. Denn hier stieg die Rendite leicht auf 4,04 Prozent.

Anleiherenditen in den USA und Europa – Übersicht am 24. Februar 2026
Renditen in den USA und Europa – Übersicht am 24. Februar 2026

Zinsen und Goldpreis: Einfluss derzeit begrenzt

Steigende Renditen gelten traditionell als Belastungsfaktor für Gold. Umgekehrt werden Zinssenkungen meist als preisstützend interpretiert. Doch dieses vertraute Reaktionsmuster zeigt aktuell Risse.

Anleiherenditen spiegeln derzeit nicht mehr ausschließlich konjunkturelle Erwartungen oder Inflationsperspektiven wider. Stattdessen gewinnen strukturelle Kräfte an Bedeutung. Dazu zählen insbesondere das hohe Emissionsvolumen vieler Staaten, der wachsende Finanzierungsbedarf sowie verschobene Nachfrageprofile institutioneller Investoren.

Hinzu kommt ein zweiter Effekt: In Phasen erhöhter Marktunsicherheit können Gold und Staatsanleihen gleichzeitig als defensive Anlageinstrumente gefragt sein. In solchen Konstellationen steigt der Goldpreis, während Anleiherenditen fallen. Der übliche Zinsmechanismus tritt damit zunehmend in den Hintergrund.

Einordnung & Hintergrund: Geldpolitik & Zinsen – Auswirkungen auf den Goldpreis

Goldpreis gibt am Dienstag nach – Silber stabil vor COMEX-Verfall

1

Goldpreis aktuell am Dienstag schwächer: Gold gibt nach Rally nach, Silber stabil. Fokus auf COMEX-Verfall und US-Daten.

Goldpreis heute

Nach fünf Handelstagen mit Kursgewinnen startete der Goldpreis am Dienstag schwächer. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 5.172 US-Dollar beziehungsweise 4.393 Euro. Damit notierte Gold rund 1 Prozent unter Vortag.

Nach der Rally folgt die Konsolidierung – der Goldpreis tritt vor dem Verfallstag zunächst auf die Bremse.

Dagegen zeigte sich Silber stabiler. Der Silberpreis legte um etwa 0,2 Prozent zu auf 88,33 US-Dollar beziehungsweise 75,01 Euro pro Unze. Auch die Aktienindizes tendierten leicht fester. Bitcoin notierte hingegen mit 63.200 US-Dollar erneut schwächer.

Vortag

Gold und Silber hatten zu Wochenbeginn von anhaltenden Marktunsicherheiten profitiert. Dabei belasteten vor allem politische Risiken aus den USA das Sentiment. Neben dem laufenden Zoll-Thema sorgte auch der militärische Aufmarsch für erhöhte Nervosität an den Märkten.

Außerdem wurde weiter Kapital aus Technologie-Aktien abgezogen. In diesem Umfeld stieg der Goldpreis um 2,3 Prozent auf 5.226 US-Dollar beziehungsweise 4.435 Euro. Silber verteuerte sich sogar um 4,2 Prozent auf 88,19 US-Dollar beziehungsweise 74,83 Euro.

Ausblick

Heute richtet sich der Blick auf den Terminmarkt. Denn an der COMEX steht der Verfall der Gold- und Silber-Optionen an. Dabei werden die Futures des aktuellen Kontraktmonats am Mittwoch letztmalig gehandelt.

Zudem stehen in den USA neue Konjunkturdaten auf der Agenda. Erwartet werden unter anderem der wöchentliche ADP-Arbeitsmarktbericht, das CB-Verbrauchervertrauen sowie regionale Fed-Indizes.

Darüber hinaus dürften Wortmeldungen mehrerer Vertreter der Federal Reserve zusätzliche Impulse liefern. Erfahrungsgemäß nimmt die Volatilität rund um Verfallstage häufig zu.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Schweiz als Goldlieferant: China und Indien greifen wieder zu

21

Die Schweiz exportierte im Januar erneut große Mengen Gold. Besonders Lieferungen nach Indien und China zogen wieder deutlich an.

Goldbarren vor Weltkarte – Schweizer Goldexporte und globaler Goldhandel
Die Schweiz bleibt zentrale Drehscheibe im globalen Goldhandel. Große Mengen Gold werden importiert, umgegossen und wieder exportiert.

Schweizer Goldexporte: UK, Indien, China, Frankreich 

Die Schweiz hat im Januar erneut große Mengen Gold ins Ausland geliefert und dabei sind auch die Lieferungen nach Fernost wieder deutlich angestiegen. Nach Angaben der Eidgenössischen Zollverwaltung war Großbritannien wie im Vormonat der größte Goldabnehmer mit fast 43 Tonnen.

Die Schweiz bleibt zentrale Drehscheibe des globalen Goldmarkts. Besonders auffällig sind wieder deutlich steigende Lieferungen nach Indien und China.

Aber auch Indien und China stehen mit jeweils 23 Tonnen wieder prominent auf der Lieferliste, nachdem monatelang nur wenig Gold aus der Schweiz in diese Länder ging. Auffällig ist auch, dass mit 16 Tonnen erneut erhebliche Bestände nach Frankreich abfließen. Hier wird von der Schweiz möglicherweise ein EU-Goldhub gespeist.

Insgesamt exportierte die Schweiz im Januar 128 Tonnen Gold im Wert von rund 15 Milliarden Euro. Damit lagen die Ausfuhren 4 Prozent über dem Vormonat.

Goldimporte und -exporte der Schweiz im Janauar 2026 mit den größten Handelspartnern.
Goldimporte und -exporte der Schweiz im Januar 2026 mit den größten Handelspartnern.

Goldimporte aus den USA und VAR

Anhand der Importzahlen lassen sich die strukturellen Nachfrageverschiebungen auf dem Goldmarkt nachvollziehen. Denn die größten Lieferanten waren die Vereinigten Arabischen Emirate mit 33 Tonnen und die USA mit 26 Tonnen Gold. Hier zeigen sich Wechselwirkungen zwischen der COMEX, wo die Goldbestände seit Monaten abnehmen und dem physischen Goldmarkt in London, der offensichtlich große Goldmengen benötigt. 

Insgesamt gelangten im Januar knapp 169 Tonnen Gold im Wert von 14,5 Milliarden CHF in die Schweiz – 11 Prozent weniger als im Vormonat.

Globale Goldströme laufen über die Schweiz

Die jüngsten Verschiebungen im physischen Goldhandel verdeutlichen einmal mehr die besondere Stellung der Schweiz im globalen Marktgefüge. Das Land bleibt Drehkreuz für Lagerung, Umschlag und vor allem die industrielle Veredelung. Ein erheblicher Teil des weltweit gehandelten Goldes passiert Schweizer Raffinerien, die eine Schlüsselrolle bei der Anpassung an unterschiedliche Marktanforderungen spielen.

Treiber dieser Handelsbewegungen sind weniger klassische Nachfrageimpulse als vielmehr technische Standards. Im Londoner Interbankenhandel dominieren traditionell 400-Unzen-Barren. An der COMEX hingegen gilt der 100-Unzen-Standard als maßgeblich. In Asien wiederum stehen Kilobarren im Mittelpunkt des Großhandels.

Diese strukturellen Unterschiede machen das kontinuierliche Umschmelzen und Neuformatieren von Gold erforderlich. Barren werden angepasst, Bestände verlagert und Lieferketten neu ausgerichtet. Die Schweiz fungiert dabei als zentrale Schnittstelle zwischen den Handelsplätzen und bleibt damit ein unverzichtbarer Baustein im internationalen Goldfluss.

Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

Goldreserven der Türkei steigen weiter – Wert erreicht Rekordniveau

0

Die Goldreserven der Türkei sind im Januar weiter gestiegen. Neben höheren Beständen erreichte der Bewertungswert ein neues Rekordniveau.

Goldreserven der Türkei steigen auf neuen Höchststand – Zentralbank-Goldbarren im Tresor
Die Goldreserven der Türkei sind im Januar erneut gestiegen, auf den höchsten Stand seit drei Jahren.

Goldreserven der Türkei erneut gestiegen

Der starke Goldpreis-Anstieg und zusätzliche Einlagen ließen die Goldreserven der Türkei im Januar auf einen neuen Höchstwert steigen. Laut den Angaben der türkischen Zentralbank (TCMB) hortete man zuletzt 26,415 Millionen Unzen Gold, was 821,60 Tonnen entspricht.

Der Goldboom treibt die staatlichen Rücklagen: Wert und Goldanteil der türkischen Reserven erreichen neue Höchststände.

Im Monatsverlauf kamen 147.000 Unzen oder 4,57 Tonnen hinzu. Damit stiegen die Bestände der Türkei nunmehr 18 Monate in Folge auf den höchsten Stand seit Februar 2023. Der Wert dieses Goldes stieg um 10,5 Prozent auf 133,75 Milliarden US-Dollar. Der Goldpreis legte im Januar um 10 Prozent zu.

Mehr zur aktuellen Kursentwicklung: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Entwicklung der Goldreserven der Türkei seit 2010
Entwicklung Goldreserven Türkei seit 2010 in Tonnen. Stand: Januar 2026 (Quelle: TCMB; Grafik: Goldreporter).

Jahresbilanz und historischer Vergleich

Innerhalb der vergangenen zwölf Monate hat sich der Wert der türkischen Goldreserven verdoppelt. Die Bestände stiegen in diesem Zeitraum um 56,55 Tonnen oder 7 Prozent. Dabei blieb das mengenmäßige Allzeithoch bis zuletzt bestehen: Im Februar 2023 waren 836,65 Tonnen erreicht worden, rund 15 Tonnen mehr als aktuell.

Wert der türkischen Goldreserven seit 2010 in Tonnen. Neues Rekordhoch bei 133 Milliarden US-Dollar erreicht
Entwicklung des Werts der türkischen Goldreserven seit 2010 in Tonnen. Neues Rekordhoch erreicht, mit mehr als 130 Milliarden US-Dollar; Grafik: Goldreporter.

Goldanteil an Gesamtreserven auf Rekord

Parallel dazu legten die gesamten Währungsreserven der Türkei im Januar um 6 Prozent auf 218,16 Milliarden US-Dollar zu. Die Fremdwährungsreserven stiegen um 3 Prozent auf 76,6 Milliarden US-Dollar.

Der Goldanteil an den Gesamtreserven hat mit 61 Prozent ebenfalls einen neuen Rekordstand erreicht.

Zu den ausgewiesenen Beständen zählt auch Gold, das Geschäftsbanken bei der Zentralbank als Sicherheit für Zentralbankliquidität hinterlegen. Die rein staatlichen Goldreserven bezifferte der World Gold Council zuletzt mit 613,70 Tonnen.

Mehr zu nationalen Goldbeständen unter Goldreserven weltweit

Goldpreis steigt am Montag: Neue Unsicherheiten durch US-Zollpolitik

0

Gold und Silber starten fest in die Woche. Der Goldpreis steigt auf 5.148 USD, Silber legt erneut kräftig zu. Aktienmärkte zeigen sich schwächer. US-Zoll-Debatte belastet.

Goldpreis heute (8:15 Uhr)

Gold und Silber sind weiter im Aufwind. Am Montag um 8:15 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt mit 5.148 USD bzw. 4.354 EUR. Damit legte der Kurs gegenüber Vortag um 0,8 Prozent zu. Auf Eurobasis verteuerte sich Gold um 0,4 Prozent.   

Goldpreis startet fest in die Woche – Gold bei 5.148 USD, Silber stärker, Zolldebatte belastet die Aktienmärkte.

Der Silberpreis stieg um 2,2 Prozent bzw. 1,8 Prozent auf 86,44 USD bzw. 73,11 EUR pro Unze. Dagegen gaben die Kurse an den Börsen nach. Die Futures der großen Indizes notierten bis zu 0,7 Prozent schwächer.

Politische Unsicherheiten prägen die Marktentwicklung. Die US-Regierung kündigte nach dem Rechtsurteil vom Freitag neue, allerdings zeitlich begrenzte Pauschalzölle von 15 Prozent an.  

Vortag

Zuletzt stieg der Goldpreis bereits vier Tage in Folge, auch aufgrund verbesserter Charttechnik. Am Freitag schoss die Feinunze Gold 2,2 Prozent höher bei 5.108 USD bzw. 4.335 EUR. Silber legte sogar um 7,7 Prozent zu, auf 84,63 USD bzw. 71,82 EUR. Das Urteil eines US-Bundesgerichts zur Unrechtmäßigkeit der US-Zölle sorgte für Unruhe an den Märkten. Auch gedämpfte US-Wirtschaftsdaten tangierten die Kurse. Die US-Wirtschaft wuchs im vierten Quartal mit 1,4 Prozent schwächer als erwartet, während die PCE-Inflation zuletzt nur leicht auf 2,9 Prozent anzog. Die geopolitischen Spannungen im Zuge des US-Aufmarschs im Nahen Osten wirkten für den Goldpreis ebenfalls unterstützend. 

Ausblick

In dieser Woche wird der Handel in China nach der Feiertagswoche wieder aufgenommen. In den USA gehen der Chicago Fed National Activity Index und die Auftragseingänge im Dezember weitere Hinweise auf die Wirtschaftslage. Am Abend hält EZB-Präsidentin Christine Lagarde eine Rede. Spekulationen über ihren vorzeitigen Abgang vom EZB-Chefposten sorgten vergangene Woche für Diskussionen an den Märkten.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis über 5.100 USD – CoT-Daten stützen Stabilisierung

3

Der Goldpreis behauptet sich zum Wochenschluss über der Marke von 5.100 USD. An der COMEX signalisieren die aktuellen CoT-Daten eine Marktstabilisierung.

Goldpreis über 5.100 USD – CoT-Daten und Marktstabilisierung im Fokus
Gold behauptet sich über 5.100 USD. Terminmarkt-Daten und Charttechnik deuten auf eine Marktstabilisierung hin.

Goldpreis-Stabilisierung

Der Goldpreis legte in der vergangenen Woche spürbar zu. Gestützt von gestärkter technischer Basis und günstigen Fundamentaldaten verteuerte sich Gold (CME Spot) innerhalb einer Woche um 1,3 Prozent auf 5.108 USD (4.336 EUR). 

Der Goldpreis stabilisiert sich über 5.000 USD während auch die COMEX-Positionen eine Bodenbildung signalisieren.

Mehr zu den Tagesbewegungen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

CoT-Daten: Beruhigung an der COMEX

Vergangene Woche lautet unsere Schlagzeile „Goldpreis: Ausverkauf vor Handelspause – folgt jetzt die Marktberuhigung?“. Ein Blick auf die aktuellen CoT-Daten per 17. Februar 2026 zeigt nun tatsächlich eine Stabilisierung der Positionen in den Händen der wichtigsten Händlergruppen im amerikanischen Gold-Futures-Handel.

Bei den Commercials sank die Netto-Short-Position zwar in der vierten Woche in Folge – zuletzt aber nur noch um 0,5 Prozent auf 196.782 Kontrakte. Besonders auffällig jedoch: Die Terminverkäufe des „Smart Money“ (Goldverarbeiter, Goldverwender) stiegen netto um 16 Prozent. 

CoT-Daten Gold vom 17. Februar 2026 und Gold-Optionen
CoT-Daten Gold vom 17. Februar 2026 und Gold-Optionen

Währenddessen blieb die Netto-Long-Position der Großen Spekulanten mit 159.915 Kontrakten nahezu unverändert. Damit sehen wir hier weiterhin den niedrigsten Stand seit zwei Jahren.

Der Anteil spekulativer Positionen am Open Interest sank leicht auf 48 Prozent – der niedrigste Wert seit dem 21. Oktober 2025. Zum Vergleich: Der Höchststand lag am 2. Dezember 2025 bei 61 Prozent.

CoT-Daten Gold, Netto-Positionen Commercials und Große Spekulanten sowie Open Interest; Verlauf seit 2020. Stand: 17. Februar 2026.
CoT-Daten Gold, Netto-Positionen Commercials und Große Spekulanten sowie Open Interest; Verlauf seit 2020. Stand: 17. Februar 2026.

Open Interest

Die Zahl aller offenen Gold-Futures-Kontrakte verringerte sich zunächst leicht um 0,7 Prozent auf 407.078 Kontrakte (Dienstag). Bis Freitag stieg der Wert jedoch auf 424.249 Kontrakte. Von Freitag zu Freitag ergibt sich damit ein Plus von 2,8 Prozent.

Der steigende Goldpreis ging somit mit einem wachsenden Engagement am Terminmarkt einher – ein typisches Begleitsignal einer festeren Marktphase.

Am Optionsmarkt setzte sich der Aufwärtstrend fort. Das Open Interest stieg um weitere 5 Prozent auf 969.657 Optionen. Gleichzeitig erhöhte sich die Put/Call-Ratio auf 0,671. Rechnerisch entfielen zuletzt 149 Call-Optionen auf 100 Put-Optionen (Vorwoche: 150). Der Optionsmarkt signalisiert damit weiterhin eine konstruktive Grundhaltung.

COMEX-Bestände sinken weiter

Währenddessen sind die Goldbestände an der COMEX weiter gesunken. Per 19. Februar 2026 belief sich die gesamte Lagermenge auf 33,92 Millionen Unzen. Das entspricht einem Rückgang von rund 490.000 Unzen binnen Wochenfrist (Vorwoche: -960.000 Unzen).

Die sofort verfügbaren Bestände der Kategorie „registered“ sanken um 400.000 Unzen auf 17,17 Millionen Unzen (Vorwoche: -800.000). Ihr Anteil an den Gesamtbeständen verringerte sich leicht auf 50 Prozent (Vorwoche: 51 Prozent).

Physische Gold-Deckung bleibt hoch

Die physische Deckung im Gold-Futures-Handel fiel von 83 Prozent auf 80 Prozent. Trotz dieses Rückgangs bewegt sich der Wert weiterhin im oberen Bereich der historischen Spanne, die in den vergangenen Jahren zwischen rund 30 Prozent und dem Rekordniveau von 98 Prozent lag.




Auslieferungsanträge steigen moderat

Für den laufenden Februar-Kontrakt summierten sich die Anträge auf physische Auslieferung zuletzt auf 36.578. Binnen Wochenfrist kamen lediglich 486 hinzu. Damit stehen aktuell rund 113 Tonnen Gold zur Auslieferung an.

Zum Vergleich: Im gesamten Januar wurden 11.862 Anträge registriert. Der bisherige Rekord stammt aus dem Februar 2025 mit 76.567 Anträgen.

Zur Einordnung: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung

Goldpreis höher während Chinapause

Vergangene Woche blieben die chinesischen Märkte feiertagsbedingt geschlossen. Im Bereich von 4.870 US-Dollar zeichnete sich zunächst eine Bodenbildung ab. In der Folge stieg der Goldpreis unter moderaten Schwankungen kontinuierlich an und schloss oberhalb von 5.100 US-Dollar auf Wochenhoch.

Goldkurs US-Futures (April-Kontrakt) im Zeitraum vom 16.02. bis 20.02.26 (Quelle: CME Group)
Gold-Futures-Kurs (April-Kontrakt) im Zeitraum vom 16.02. bis 20.02.26 (Quelle: CME Group)

Goldpreis-Ausblick

In der kommenden Woche wird sich zeigen, ob sich die Stabilisierung oberhalb von 5.000 US-Dollar nach Wiedereröffnung der chinesischen Märkte fortsetzt. Zuletzt sorgten mehrere Faktoren für Bewegung: das Gerichtsurteil zu den US-Zöllen, gemischte US-Wirtschaftsdaten sowie die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.

Mehr Informationen für Anleger: Gold kaufen – Wie man sicher und günstig Edelmetall erwirbt

US Supreme Court kippt Trump-Zölle – Gold profitiert

18

Der US Supreme Court erklärt Trumps IEEPA-Zölle für unzulässig. Der Goldpreis reagierte positiv auf einen schwächeren Dollar.

Der US Supreme Court hat zentrale Zölle der Trump-Regierung aufgehoben. In der 6-3-Entscheidung stellte das Gericht fest, dass das International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) keine Befugnis zur Verhängung von Importzöllen gewährt. Chief Justice John Roberts betonte, weitreichende wirtschaftspolitische Maßnahmen bedürften einer klaren gesetzlichen Grundlage. Nun stehen mögliche Rückerstattungen bereits erhobener Trump-Zölle im Raum. Abweichende Richter verwiesen auf alternative Rechtsgrundlagen. Mehr dazu: „US-Oberster Gerichtshof hebt Trumps weltweite Zölle auf“ via Reuters

Goldreporter-Kommentar: Der Goldpreis hatte schon am Nachmittag nach schwächeren US-Konjunkturdaten fester reagiert. Mit dem Gerichtsurteil zur Unrechtmäßigkeit der Trump-Zölle gab der US-Dollar nach, wovon auch Gold und Silber zusätzlich profitierten. Nun bleibt abzuwarten, welche tatsächlichen Folgen die Entscheidung hat. Die politische und rechtliche Unsicherheit bleibt damit weiterhin ein Kurstreiber am Edelmetallmarkt.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Edelmetall-Handel bleibt angespannt – Spreads und Aufgeld leicht gesunken

11

Die Lage im Edelmetall-Handel bleibt angespannt. Zahlreiche Produkte sind knapp, während sich Aufgeld und Spreads leicht entspannten.

Edelmetall-Handel bleibt angespannt – aber Spreads und Aufgeld sind gesunken
Knappe Ware und erhöhte Aufgelder prägen weiterhin den Edelmetall-Handel.

Angespannte Lage im Edelmetall-Handel

Im deutschen Edelmetall-Handel herrscht weiterhin eine außergewöhnliche Marktsituation. Zahlreiche Standardprodukte bleiben ausverkauft oder sind nur mit teils erheblichen Lieferzeiten verfügbar. Die Investmentnachfrage nach Gold- und Silberprodukten hält unvermindert an.

Trotz leichter Entspannung bleiben Aufgeld und Spreads im Edelmetall-Handel auf erhöhtem Niveau.

Auch preislich spiegelt sich das Umfeld wider. Bei Aufgeldern und Spreads zeigte sich gegenüber der Vorwoche zwar eine leichte Entspannung, das Niveau bleibt jedoch erhöht.

Zum Zeitpunkt der wöchentlichen Goldreporter-Preiserhebung (Freitag, 14 Uhr) notierte die Feinunze Gold am Spotmarkt bei 5.027 US-Dollar beziehungsweise 4.271 Euro. Der Euro-Goldpreis legte damit binnen Wochenfrist um 2 Prozent zu. Silber verteuerte sich im gleichen Zeitraum um rund 4 Prozent auf 68,45 Euro pro Unze.

Mehr dazu: Livecharts und tagesaktuelle Berichte finden Sie unter Goldpreis aktuell.




Gold kaufen: Spreads und Aufgeld gesunken

Die Preisabfrage bei sechs deutschen Edelmetallhändlern (Vergleich zum 13. Februar 2026) zeigt folgende Entwicklungen:

  • Krügerrand (neu): Ø 4.449 Euro (+60 Euro), Aufgeld 4,16 Prozent nach zuvor 4,86 Prozent. Ältere Jahrgänge sind teils bis zu 100 Euro günstiger.
  • 100-g-Goldbarren: Ø 13.937 Euro (+176 Euro), Aufgeld sinkt auf 2,77 Prozent nach zuvor 3,56 Prozent.

Parallel dazu gingen die Spreads spürbar zurück, verbleiben jedoch auf erhöhtem Niveau. Der Abstand zwischen Verkaufs- und Ankaufspreis verringerte sich bei Goldbarren auf 5,6 Prozent, bei Krügerrand-Münzen auf 6,8 Prozent.

Preisdaten vom 20. Februar 2026 – Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.
Preisdaten vom 20. Februar 2026 – Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.

Silber kaufen: Aufgeld und Spreads hoch

Im Silberhandel bleibt die angespannte Versorgungslage besonders sichtbar. Aufgelder und Spreads bewegen sich weiterhin auf außergewöhnlich hohen Niveaus.

  • Maple Leaf (neu): Ø 99,53 Euro (-0,80 Euro), Aufgeld sinkt auf 45,39 Prozent (Vorwoche: 52 Prozent). Ältere Jahrgänge bis zu 10 Euro günstiger.
  • 1-kg-Silberbarren: Ø 3.173 Euro (+100 Euro), Aufgeld 44 Prozent nach zuvor 45 Prozent – damit nur leicht gesunken.

Fazit

Im Silbersegment haben sich die Preisübertreibungen bei Spreads und Aufgeldern zuletzt abgeschwächt, nachdem die Volatilität des Silberpreises nachließ. Dennoch bleibt das Marktumfeld von hohen Aufschlägen und knapper Ware geprägt. Auch im Goldbereich zeigen sich vielerorts ausgedünnte Sortimente. Sorgfältige Preis- und Anbietervergleiche bleiben daher unverändert empfehlenswert.

Ratgeber "Altersvorsorge mit Gold" Tipps zum Nachschlagen: Altersvorsorge mit Gold
Der Spezial-Report „Altersvorsorge mit Gold“ liefert kompakte Informationen für den Vermögensaufbau mit Gold – inklusive steuerlicher Hinweise, Produktvergleich und Fallbeispielen.
Erhältlich im Goldreporter-Shop.