Samstag,28.Februar 2026
Anzeige
Start Blog Seite 3

Goldpreis Freitag – Stabilisierung bei 4.963 USD nach Kurseinbruch

4

Die Edelmetalle reagieren auf die Verluste vom Donnerstag mit einer Gegenbewegung. Der Goldpreis startet leicht stabilisiert bei 4.963 USD in den Freitag.

Goldpreis heute (8:15 Uhr)

Der Goldpreis startet am Freitag leicht erholt in den Handel. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze am europäischen Spotmarkt 4.963 USD beziehungsweise 4.187 EUR. Das entspricht einem Anstieg von 0,8 Prozent beziehungsweise 1,0 Prozent in Euro. Auch Silber zeigt sich fester. Die Silberunze notierte bei 77,23 USD beziehungsweise 65,16 EUR. Damit ergibt sich ein Plus von 2,5 Prozent beziehungsweise 2,7 Prozent.

Die Edelmetalle reagieren auf den kräftigen Rücksetzer mit einer technischen Gegenbewegung.

Nach den deutlichen Kursverlusten vom Donnerstag deutet die aktuelle Bewegung auf eine kurzfristige Konsolidierung bei Gold und Silber hin.

Vortag – Kurseinbruch am Nachmittag

Der Goldpreis geriet am Donnerstagnachmittag stark unter Druck und fiel erneut unter die Marke von 5.000 USD. Das Minus belief sich auf 3,2 Prozent. Noch kräftiger traf es Silber. Der Kurs brach zeitweise um fast 11 Prozent ein. Ein klarer Auslöser für die Verkaufswelle gegen 17 Uhr war nicht erkennbar.

Auffällig blieb jedoch die parallele Aufwertung des US-Dollars. Diese erfolgte mit zeitlicher Verzögerung zu einer Bloomberg-Meldung über Russlands angebliche Offenheit für eine Rückkehr zum US-Dollar-System. Gleichzeitig gerieten Technologie-Aktien, insbesondere KI-nahe Titel, unter Druck.

Zusätzliche Verunsicherung brachte die Ankündigung der CME Group. Der Börsenbetreiber kündigte am Abend eine deutliche Margin-Erhöhung im institutionellen Goldhandel an.

Ausblick

Die Märkte müssen zunächst den Donnerstagsschock verarbeiten. Am Nachmittag rücken wichtige Konjunkturdaten in den Fokus. In den USA wird die Inflationsrate für Januar veröffentlicht. Aus der Eurozone wird die zweite Schätzung des BIP-Wachstums im vierten Quartal 2025 erwartet.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis unter Spannung: CME erhöht Margin-Anforderungen

7

Die CME Group verdoppelt die Sicherheitsleistungen für bestimmte Londoner Gold-OTC-Produkte. Hintergrund ist die gestiegene Goldpreis-Volatilität.

Goldpreis volatil: Goldbarren vor Handelsanzeigen – CME erhöht Margin-Anforderungen
Die CME Group hebt die Margin-Anforderungen für zentrale Segmente des Goldhandels an. Der Goldpreis wies zuletzt hohe Volatilität auf.

Margin-Anpassung bei zentralen Gold-Produkten

Die CME Group hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss eine Erhöhung der sogenannten Performance Bond Requirements angekündigt. Dabei handelt es sich um die Initial- und Maintenance-Margins, die Marktteilnehmer als Sicherheitsleistung hinterlegen müssen.

Betroffen sind unter anderem die Segmente Cleared OTC London Gold Collateral sowie Cleared OTC London Gold FWD. Hinter diesen Bezeichnungen verbergen sich zentrale Bausteine des institutionellen Goldmarkts. Während „Gold Collateral“ die Nutzung von Gold als Besicherungsinstrument im professionellen Handel beschreibt, handelt es sich bei „Gold FWD“ um Forward-Geschäfte, bei denen Preise für künftige Lieferungen oder Abrechnungen festgelegt werden. Beide Strukturen sind tief in die Liquiditäts- und Finanzierungsmechanik des Londoner Goldmarkts eingebunden.

Die CME reagiert auf erhöhte Goldpreis-Volatilität – und erhöht die Sicherheitsanforderungen im institutionellen Handel.

Je nach Risikoprofil steigen die Margin-Anforderungen teils um mehr als das Doppelte. So wird beispielsweise die Initial-Margin im Non-HRP-Segment von 125 USD auf 270 USD pro Risikoposition angehoben.

Was bedeutet die Margin-Erhöhung?

Die ausgewiesene Dollar-Margin stellt keinen festen Betrag pro definierter Goldmenge dar. Die tatsächliche Sicherheitsleistung hängt von Größe, Struktur und Risiko der jeweiligen Position ab. Aber hält ein Marktteilnehmer beispielsweise eine OTC-Forward-Position über 1.000 Feinunzen Gold, würde sich daraus näherungsweise eine Initial-Margin von rund 270.000 USD ergeben. Bei einem angenommenen Goldpreis von 5.000 USD entspräche dies Margin rund 5,4 Prozent des Positionswerts.

Die neuen Vorgaben treten zum Handelsschluss am Freitag, 13. Februar 2026, in Kraft.

Goldpreis-Volatilität als Auslöser – oder Verstärker der Volatilität?

Margin-Anpassungen erfolgen typischerweise bei erhöhtem Risiko und steigender Schwankungsbreite. Die Clearingstelle reagiert damit auf die zuletzt ausgeprägten Preisbewegungen am Edelmetallmarkt.

Höhere Margins führen zu einer stärkeren Kapitalbindung und reduzieren den Hebeleffekt, und können somit auch für zusätzliche Volatilität sorgen. In Phasen angespannter Marktbedingungen kann dies kurzfristig zusätzlichen Druck auf bestehende Positionen auslösen. Gerade im stark vernetzten institutionellen Handel können solche Maßnahmen die Marktbewegungen sogar verstärken.

Goldpreis im Tagesverlauf am 12. Februar 2026
Goldpreis im Tagesverlauf am 12. Februar 2026. Kurseinbruch kurz nach 17 Uhr.

Goldpreis mit kleinem Flash-Crash

Der Goldpreis gab am Donnerstagnachmittag stark nach und rutschte erneut unter die Marke von 5.000 USD pro Unze. Der Tagesverlust betrug 3,2 Prozent. Silber brach sogar um fast 11 Prozent ein. Die Gründe für den Kursrutsch am 17 Uhr (siehe Chart oben) sind unklar.

Tatsache ist, dass der US-Dollar im gleichen Zeitfester aufwertete. Das geschah einige Zeit nachdem Bloomberg über Russlands angeblicher Offenheit für eine Rückkehr zum US-Dollar-System verrichtete. Gleichzeitig erlitten Technologie-Aktien, insbesondere mit KI-Nähe teils starke Kursverluste.

Professionelle Einordnung

Das Hauptproblem für die CME besteht darin, das Ausfallrisiko von Marktteilnehmern bei starken Kursschwankungen zu begrenzen und damit die Stabilität des Clearing-Systems zu sichern. Dabei können höhere Sicherheitsanforderungen kurzfristig sogar zusätzlichen Druck auf Marktteilnehmer ausüben und damit die Goldpreis-Schwankungen sogar verstärken. Was den Markt kurzfristig nervös macht, soll das System langfristig stabilisieren.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis & Dollar: Russland erwägt Rückkehr zum US-Dollar-System

16

Russland signalisiert laut Bloomberg Offenheit für eine Rückkehr ins US-Dollar-System. Das hätte geopolitische Sprengkraft – auch für den Goldpreis.

Russland erwägt laut einem internen Dokument eine Rückkehr zum US-Dollar-System. Wie Bloomberg berichtet, enthalte ein Kreml-Memo Vorschläge für eine wirtschaftliche Annäherung an die USA, einschließlich Dollar-Abwicklung auch bei Energiegeschäften. Der Schritt würde eine deutliche Kehrtwende der bisherigen De-Dollarisierungsstrategie darstellen. Für Gold wäre ein solcher Kurswechsel potenziell relevant, da geopolitische Spannungen und Dollarströme zentrale Einflussfaktoren bleiben.

Goldreporter-Kommentar: Eine Rückkehr Russlands zum Dollar-System würde die De-Dollarisierungsdebatte neu kalibrieren. Schließlich ist die Abkehr vom US-Dollar und die veränderte internationale Reservestrategie zugunsten des Edelmetalls ein wichtiger Nachfragefaktor auf dem Goldmarkt. Für den Goldpreis bliebe entscheidend, ob daraus reale Kapitalströme entstehen.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis zieht an – ETF-Investoren bleiben auffallend vorsichtig

12

Der Goldpreis zieht weiter an. Auffällig bleibt jedoch die Zurückhaltung institutioneller Anleger. Die jüngsten ETF-Daten zeigen trotz steigender Kurse nur begrenzte Kapitalbewegungen.

Goldpreis zieht an – ETF-Investoren bleiben auffallend vorsichtig
Steigende Goldpreise treffen auf eine weiterhin zurückhaltende Positionierung institutioneller Anleger.

Gold- und Silberpreis: Erholung trifft Divergenz

Nach dem Rücksetzer zum Monatsbeginn hat der Goldpreis spürbar aufgeholt. Am Mittwoch beendete die Feinunze den Handel am Spotmarkt (CME Spot) bei 5.063 US-Dollar beziehungsweise 4.264 Euro. Auf Wochensicht entspricht das einem Plus von rund 2 Prozent.

Während sich der Goldpreis nach der Korrektur stabilisiert, signalisiert der Silbermarkt über ETF-Abflüsse eine deutlich höhere Nervosität.

Silber entwickelte sich dagegen schwächer. Der Preis fiel im gleichen Zeitraum um 5,3 Prozent auf 83,52 US-Dollar beziehungsweise 70,33 Euro. Beide Edelmetalle blieben von ausgeprägten Tagesschwankungen geprägt – ein typisches Bild für eine Marktphase erhöhter Unsicherheit.

Mehr dazu: Tagesaktuelle Kursentwicklung unter Goldpreis aktuell

GLD: Kapitalbewegungen bleiben überschaubar

Beim weltweit größten Gold-ETF zeigte sich zuletzt nur geringe Dynamik. Der SPDR Gold Shares (GLD) verzeichnete innerhalb der vergangenen fünf Handelstage Netto-Entnahmen von insgesamt 3 Millionen US-Dollar. Parallel dazu sank die gemeldete Lagermenge um 0,63 Tonnen auf 1.081,32 Tonnen.

Angesichts der starken Preisbewegungen fällt die Kapitalentwicklung damit vergleichsweise moderat aus. Das deutet auf eine weiterhin vorsichtige Haltung institutioneller Investoren hin, die ihre Positionierung bislang nur begrenzt angepasst haben.

GLD-Kapitalflüsse vom 5. bis 11. Februar 2026 mit geringen Entnahmen.
GLD-Kapitalflüsse vom 5. bis 11. Februar 2026 mit moderaten Entnahmen.

Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert

SLV: Deutliche Abflüsse bei Silber

Ein klar konträres Bild liefert der Silbermarkt. Der iShares Silver Trust (SLV) meldete im Zuge der jüngsten Kursschwäche einen Nettokapitalabfluss von 434 Millionen US-Dollar. Die Silberbestände reduzierten sich dabei um 133,87 Tonnen auf 16.236,18 Tonnen. Seit Jahresbeginn summieren sich die Abgänge auf rund 208 Tonnen.

Während jeder ausgegebene SLV-Anteil offiziell mit einer Unze Silber physisch hinterlegt ist, entspricht ein Anteilsschein beim GLD einer Zehntel Unze Gold.




Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 11. Februar 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 11. Februar 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.

Bedeutung für den Edelmetallmarkt

Die Kapitalströme der Edelmetall-ETFs gelten als wichtiger Stimmungsindikator. Abflüsse werden häufig mit Gewinnmitnahmen oder taktischen Positionsreduzierungen in Verbindung gebracht, während Zuflüsse eher auf strategische Allokationen hindeuten.

Für die kurzfristige Preisbildung dominieren jedoch weiterhin die Terminmärkte. Veränderungen bei ETF-Beständen wirken meist zeitverzögert und spiegeln primär Anpassungen mittelfristiger Markterwartungen wider.

Passend dazu: Nachrichten und Analysen zur internationalen Goldmarkt-Entwicklung

Gold aktuell: Schwächerer Start am Donnerstag – Konsolidierung nach Kursanstieg

4

Goldpreis aktuell: Leichte Abschläge zum Handelsstart. Gold notiert am Donnerstagmorgen bei 5.063 USD, während Märkte auf frische Impulse warten.

Goldpreis heute (8:15 Uhr)

Der Goldpreis startet am Donnerstag schwächer in den Handel. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt 5.063 USD beziehungsweise 4.267 EUR. Damit ergibt sich ein Abschlag von 0,4 Prozent gegenüber dem Vortag. Auch Silber zeigt sich zum Handelsauftakt leichter. Die Silberunze notierte bei 83,12 USD beziehungsweise 70,06 EUR. Das entspricht einem Minus von 1,4 Prozent.

Nach den Kursgewinnen vom Mittwoch deutet die aktuelle Bewegung auf eine typische Konsolidierung bei Gold und Silber hin. 

Update, 12. Februar 2026, 18 Uhr: Kurseinbruch bei Gold und Silber
Gold- und Silberpreis gerieten kurz nach 17 Uhr massiv unter Druck. Der starke Rücklauf erfolgte parallel zu einer deutlichen Aufwertung des US-Dollar. Am Abend notierte Gold 2,6 Prozent tiefer bei 4.950 USD beziehungsweise 4.170 EUR. Silber verlor deutlich stärker und fiel um 9,5 Prozent auf 76,20 USD beziehungsweise 64,18 EUR. Als möglicher Katalysator gilt eine Bloomberg-Meldung vom Nachmittag. Demnach erwäge Russland eine Rückkehr ins Dollar-System.

Vortag – Deutliche Kursgewinne

Der Goldpreis setzte seine Erholung am Mittwoch fort. Dabei stabilisierte sich das Chartbild nach der vorangegangenen Korrektur weiter. Mit 5.084 USD beziehungsweise 4.282 EUR legte Gold um 1,2 Prozent beziehungsweise 1,4 Prozent (in EUR) zu. Silber verteuerte sich deutlich stärker und gewann 4,4 Prozent auf 84,32 USD.

Die Edelmetalle reagierten unter anderem auf neue Konjunkturdaten aus den USA. Der US-Arbeitsmarkt hatte im Januar deutlich mehr Stellen geschaffen als erwartet. Gleichzeitig fiel jedoch auch die Lohninflation mit 3,7 Prozent auf Jahressicht etwas höher aus als prognostiziert.

Damit bleiben Zinserwartungen ein zentraler Einflussfaktor für die weitere Kursentwicklung.

Ausblick

Neben der Datenlage rückt erneut die geopolitische Entwicklung in den Fokus der Märkte. Die USA demonstrieren im Nahen Osten zunehmende militärische Stärke gegenüber dem Iran. Entsprechend bleibt das Risiko einer weiteren Eskalation bestehen.

Auf der Konjunkturseite warten Anleger auf neue Zahlen vom US-Immobilienmarkt sowie die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten. Beide Veröffentlichungen könnten kurzfristig neue Impulse für Gold und Silber liefern.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Schweiz liefert tonnenweise Gold nach London

1

Die Schweiz exportierte im Dezember 138 Tonnen Gold. Der weitaus größte Teil ging nach Großbritannien, während auch Importe deutlich zulegten.

Schweiz liefert tonnenweise Gold nach London – Goldbarren im internationalen Luftfracht-Handel
Große Goldmengen aus der Schweiz gingen zuletzt nach Großbritannien.

Schweizer Goldströme im Dezember: 100 Tonnen nach London

Die Schweiz hat im Dezember erneut erhebliche Mengen Gold ins Ausland geliefert. Nach Angaben der Eidgenössischen Zollverwaltung gingen allein 100,82 Tonnen nach Großbritannien. London zählt zu den wichtigsten Lager- und Handelsplätzen für physisches Gold – unter anderem über die Tresore der Bank of England. Auch Frankreich (10,9 Tonnen) und die Türkei zählten wieder zu den bedeutenden Empfängerländern. Dagegen taucht China in der Dezember-Statistik nicht unter den Top-Abnehmern auf.

Die Schweizer Goldtransfers zeigen die dynamischen Verschiebungen von physischem Gold zwischen den globalen Handelszentren, zuletzt mit UK als großer Goldabnehmer.

Insgesamt exportierte die Schweiz im Dezember 138 Tonnen Gold im Wert von rund 16 Milliarden Euro. Damit lagen die Ausfuhren etwa 15 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Goldexporte der Schweiz im Dezember 2025 mit den größten Handelspartnern.
Goldexporte der Schweiz im Dezember 2025 mit den größten Handelspartnern.
Goldimporte der Schweiz im Dezember 2025 mit den größten Handelspartnern.
Goldimporte der Schweiz im Dezember 2025 mit den größten Handelspartnern.

Importe legen ebenfalls deutlich zu

Parallel dazu stiegen die Goldimporte. Mit 188 Tonnen im Wert von 16,3 Milliarden Euro erhöhte sich der Importwert um 20 Prozent. Wichtigster Lieferant waren die Vereinigten Arabischen Emirate mit 59,7 Tonnen. Es folgten Chile (25 Tonnen Gold geringeren Feingehalts) sowie die USA mit 18,8 Tonnen. Auffällig ist zudem die Liefermenge aus Italien von 10,3 Tonnen.

Schweiz bleibt globales Veredelungszentrum

Die gegenläufigen Handelsströme unterstreichen die zentrale Rolle der Schweiz im internationalen Goldmarkt. Das Land fungiert als Umschlag-, Lager- und Veredelungsplatz. Schweizer Raffinerien verarbeiten Schätzungen zufolge bis zu zwei Drittel der weltweiten Goldnachfrage.

Hinter den Bewegungen stehen vor allem unterschiedliche Marktstandards. Während im Londoner Bankenverkehr überwiegend 400-Unzen-Barren gefragt sind, dominiert an der COMEX der 100-Unzen-Standard. Im asiatischen Großhandel wiederum werden primär Kilobarren gehandelt. Entsprechend wird Gold kontinuierlich umgegossen und zwischen den Handelszentren verschoben.

Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

Goldpreis erholt sich – Warum die Korrektur das Chartbild sogar stärkt

30

Der Goldpreis stabilisiert sich nach der Korrektur. Technische Signale deuten auf Bodenbildung, zentrale Unterstützungen bleiben entscheidend.

Goldpreis in USD – charttechnische Betrachtung per 10. Februar 2026
Goldchart in US-Dollar; Basis: CME Spot, Tagesschlusskurse vom 10 Februar 2026, 6-Monats-Betrachtung.

Goldpreis stabilisiert sich nach Korrektur

Der Goldpreis hat sich nach dem deutlichen Rücksetzer zu Jahresbeginn gefangen. Anfang Januar war der Kurs bis auf 4.659 US-Dollar gefallen. Ausgehend vom Rekordhoch bei 5.419 US-Dollar entsprach dies einer Korrektur von rund 14 Prozent. Inzwischen mehren sich die Anzeichen einer Bodenbildung.

Der Goldpreis arbeitet sich aus der Korrektur heraus, doch die Verteidigung zentraler Unterstützungen bleibt die entscheidende charttechnische Voraussetzung.

Aktuelle Spotpreise finden Sie wie gewohnt unter „Goldpreis aktuell“.

Zentrale Kursmarken im Blick

Am gestrigen Dienstag schloss der Goldpreis bei 5.033 US-Dollar pro Feinunze. Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Plus von 1,7 Prozent. Trotz anhaltender Schwankungen zeigt der kurzfristige Trend wieder nach oben.

Charttechnisch wichtige Unterstützungen verlaufen im Bereich von 5.000 US-Dollar und 4.800 US-Dollar. Als kritischer Support gilt die Zone um 4.600 US-Dollar. Dort treffen der im November etablierte Aufwärtstrend und die 50-Tage-Linie aufeinander.

Auf der Oberseite sind nach dem steilen Kursrückgang nur wenige ausgeprägte Widerstände erkennbar. Die Bereiche um 5.050 US-Dollar und 5.100 US-Dollar dürften jedoch als erste Hürden fungieren.

Marktstimmung normalisiert

Der nahezu unveränderte RSI-Wert (Relative-Stärke-Index) von 57 signalisiert ein neutrales Marktumfeld. Gleichzeitig unterstreicht der Abstand von 11 Prozent zur 50-Tage-Linie sowie die Differenz von 31 Prozent zum 200-Tage-Durchschnitt das übergeordnete bullische Chartbild.

Euro-Goldpreis arbeitet sich höher

Auch auf Eurobasis setzte sich die Stabilisierung fort. Der Schlusskurs lag zuletzt bei 4.234 Euro und damit 1,1 Prozent über dem Niveau der Vorwoche. Nach der zwischenzeitlichen Korrektur von rund 13 Prozent entsteht damit schrittweise eine neue Kursbasis.

Kurzfristige Unterstützungen zeigen sich bei 4.200 Euro, 4.050 Euro und 3.950 Euro. Erst unterhalb der Zone um den 50-Tage-Durchschnitt würde sich das technische Bild deutlich eintrüben.

Goldpreis-Chart in EUR, 6 Monate per 10. Februar 2026.
Goldpreis in Euro, CME Spot, 6 Monate, Schlusskurse per 10. Februar 2026.

Ausblick: Konsolidierung als Fundament

Die erhöhte Volatilität ging zuletzt in einen moderaten Wiederanstieg über. Nach der vorangegangenen Kursübertreibung könnte sich damit eine tragfähige Basis für die nächste größere Aufwärtsbewegung ausbilden. Voraussetzung bleibt jedoch die Verteidigung der Schlüsselmarken bei 4.600 US-Dollar beziehungsweise 3.950 Euro.

Weitere Einordnungen und Detailanalysen finden sich im Bereich Gold Chartechnik

Goldpreis aktuell: Stabilisierung über 5.000 USD vor US-Daten

5

Goldpreis aktuell: Gold notiert wieder über 5.000 USD. Dollar-Schwäche und hohe Volatilität prägen das Marktbild vor US-Arbeitsmarktdaten.

Goldpreis heute (8:15 Uhr)

Der Goldpreis startet am Mittwoch mit moderaten Gewinnen. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt 5.067 USD. Das entsprach einem Anstieg von 0,9 Prozent gegenüber Vortag. Allerdings dämpfte der erneut schwächere US-Dollar die Entwicklung auf Eurobasis. Der Kurs lag bei 4.249 EUR, ein Plus von 0,5 Prozent.

Der Goldpreis bleibt im Spannungsfeld zwischen Dollar-Bewegungen, hoher Volatilität und der Suche nach neuen fundamentalen Impulsen.

Auch Silber zeigte sich fester. Die Silberunze verteuerte sich um 3,7 Prozent auf 83,76 USD beziehungsweise 70,30 EUR (+3,3 Prozent). Klare Marktimpulse waren am Morgen jedoch nicht erkennbar. Die Preisimpulse aus China haben sich zuletzt abgeschwächt.

Vortag – Gold und Silber volatil

Einmal mehr verlief der Handel bei Gold und Silber schwankungsreich. Der Goldpreis hatte zwischenzeitlich ins Plus gedreht, schloss am Ende des Tages jedoch 0,7 Prozent tiefer bei 5.023 USD. Auf Eurobasis ergab sich ein Rückgang um 0,5 Prozent auf 4.222 EUR. Der Silberpreis gab um rund 3 Prozent nach auf 80,84 USD beziehungsweise 67,95 EUR.

Auch an den Aktienmärkten kehrte eine vorsichtigere Stimmung ein. Die Indizes tendierten leichter, belastet von schwächeren Konjunktursignalen.

Ausblick

Im Fokus stehen heute die US-Arbeitsmarktdaten für Januar (Non-farm Payrolls). Dabei richtet sich das Interesse besonders auf die Entwicklung der Löhne. Denn mögliche Hinweise auf anhaltenden Inflationsdruck könnten unmittelbare Auswirkungen auf Zinserwartungen haben.

Außerdem wird am Abend der US-Haushaltssaldo veröffentlicht.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis vor Bodenbildung: Dollar-Schwäche stützt Edelmetalle

2

Dollar-Schwäche und Terminmarkt-Signale stabilisieren den Goldpreis, während Silber stark volatil ist und die Marktzinsen uneinheitlich tendieren. 

Goldbarren auf US-Dollar-Banknoten – Dollar-Schwäche stützt den Goldpreis
Dollar-Schwäche stützt den Goldpreis und begünstigt die laufende Stabilisierung.

Erholungsansätze bei Gold, Silber weiter unter Druck

Nach dem US-Börsenstart am Dienstagnachmittag zeigte sich Gold fester. Am europäischen Spotmarkt kostete die Feinunze 5.040 USD beziehungsweise 4.235 EUR. Silber notierte zeitgleich bei 82,10 USD bzw. 68,83 EUR.

Damit legte Gold nach dem Kursrutsch zu Monatsbeginn innerhalb einer Woche um 2,8 Prozent zu. Auf Eurobasis betrug das Plus 1,8 Prozent. Silber entwickelte sich deutlich schwächer und verlor im gleichen Zeitraum 5,5 Prozent. Seit Jahresanfang liegt Gold weiterhin rund 17 Prozent im Plus. Silber hält noch einen Vorsprung von etwa 15 Prozent, nachdem das Metall am Rekordhoch Ende Januar zeitweise fast 70 Prozent vorne gelegen hatte.

Der Goldpreis stabilisiert sich dank Dollar-Schwäche und Terminmarkt-Signalen, während Silber volatil bleibt und die Zinsmärkte kein klares Bild liefern.

Mehr zum laufenden Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Terminmarkt-Signale und Währungseffekte

Die jüngste Stabilisierung bei Gold wurde vor allem von technischen Faktoren getragen. Bodenbildungs-Signale am US-Terminmarkt sowie ein schwächerer US-Dollar wirkten unterstützend. Zusätzliche Impulse kamen aus China.

Dort haben Aufsichtsbehörden Finanzinstitute angewiesen, ihre Bestände an US-Staatsanleihen zu überprüfen und teilweise zu reduzieren. In der Folge wertete der chinesische Yuan gegenüber dem US-Dollar auf und erreichte den höchsten Stand seit Mai 2023. Neue Goldpreis-Impulse aus der Geldpolitik, der Geopolitik oder von der Konjunkturseite blieben dagegen zuletzt aus.

Uneinheitliche Zinsentwicklung

Am Rentenmarkt gaben die Renditen in den USA nach. Die Verzinsung zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel auf 4,19 Prozent, nach 4,30 Prozent in der Vorwoche. Auch deutsche Bundesanleihen rentierten niedriger bei 2,83 Prozent. In Frankreich sanken die Renditen ebenfalls, während Italien und Griechenland die höchsten Niveaus im Euroraum aufwiesen.

Anleiherenditen in den USA und Europa in der Übersicht am 10. Februar 2026
Anleiherenditen in den USA und Europa – Übersicht am 10. Februar 2025

Warum der Zinseffekt auf Gold derzeit begrenzt ist

Steigende Renditen gelten klassisch als Belastungsfaktor für Gold, sinkende Zinsen als Unterstützung. Dieses Wirkungsmodell greift derzeit jedoch nur eingeschränkt.

Zum einen haben Anleiherenditen einen Teil ihrer Signalwirkung eingebüßt. Zum anderen reagieren sie zunehmend auf hohe Emissionsvolumina, den staatlichen Finanzierungsbedarf und taktische Nachfrage. Kurzfristige Konjunktur- oder Inflationsdaten spielen eine geringere Rolle. Entsprechend tritt der direkte Zinseinfluss auf den Goldpreis aktuell in den Hintergrund.

Einordnung & Hintergrund: Geldpolitik & Zinsen – Auswirkungen auf den Goldpreis

Goldpreis: Banken nutzten Korrektur zum Abbau von Short-Risiken

2

Der Goldpreis konsolidiert rund zehn Prozent unter dem Rekordhoch. Banken haben im Zuge der Korrektur Short-Positionen deutlich reduziert.

Banken im Terminhandel mit Goldbarren – Symbolbild zur Goldpreis-Korrektur
Banken gelten als zentrale Akteure im Gold-Terminmarkt und stellen häufig die Gegenposition zu spekulativen Long-Investoren.

Goldpreis 10 Prozent unter Bestmarke

Der Goldpreis befindet sich weiter auf Konsolidierungskurs. Nach dem Rekordhoch Ende Januar kamen die Edelmetalle erst einmal deutlich zurück. Am heutigen Dienstag notierte der Goldpreis mit Kursen um 5.050 USD rund 10 Prozent unter Bestmarke. Silber lag mit 82 USD noch 32 Prozent hinter dem Allzeithoch zurück.  

Während der Goldpreis rund zehn Prozent unter dem Rekordhoch konsolidierte, bauten die Banken spürbar aus Short-Risiken ab.

Die Edelmetall-Rally war auch deshalb ungewöhnlich, weil die US-Banken Anfang Januar im Handel mit Silber-Futures auf die Käuferseite gewechselt waren. Mit dem Trendwechsel hat sich die Lage wieder gedreht. 

Banken bauen in der Korrektur Short-Positionen ab

Wir betrachten dazu den aktuellen Bank Participation Report der US-Börsenaufsicht CFTC. Er enthält die zusammengefassten Banken-Positionen im Handel mit Gold- und Silber-Futures per 6. Februar 2026

Zunächst einmal haben die Insitute im Goldpreis-Rückgang erhebliche Short-Positionen glattgestellt – insbesondere die Nicht-US-Banken:

  • 5 US-Banken: 84.030 Kontrakte netto-short (-6 %)
  • 24 Nicht-US-Banken: 98.575 Kontrakte netto-short (-23 %)
  • Alle 29 Banken: 182.605 Kontrakte netto-short (-16 %), was rund 567 Tonnen an Vorwärtsverkäufen entspricht (Vormonat: 676 Tonnen).   




Währenddessen hat sich die Banken-Konzentration auf der Short-Seite erhöht. Denn die Vorwärtsverkäufe aller Banken hatten Anfang Januar einen rechnerischen Anteil am gesamten Open Interest von knapp 55 Prozent (Vormonat: 53 Prozent).

Gold-Futures-Positionen der Banken an der COMEX: Netto-Short-Position mit dem gefallenen Goldpreis abgebaut.
Die Netto-Short-Position der Banken ist mit dem Goldpreis gestiegen. Mit der Gold-Korrektur konnten die Institute Verkaufspositionen abbauen.

Silber-Futures

Im Handel mit Silber-Futures waren die US-Banken bereits im Dezember leicht auf die Käuferseite gerückt. Diese Netto-Long-Position stieg bis Anfang Januar auf umgerechnet 162 Tonnen (1.047 Kontrakte á 5.000 Unzen). 

Nun waren die US-Geldhäuser in der vergangenen Woche wieder mit 5.128 Kontrakten netto-short positioniert. Das heißt, sie verkauften umgerechnet 797 Tonnen Silber auf Termin. Der mit Abstand größte Akteur auf dem Silbermarkt ist die US-Investmentbank JP Morgan.

Mehr zu: Silberpreis explodiert – US-Banken drehen Position: Das gab es noch nie

Positionierung der US-Banken bei den Silber-Futures seit 2009
Im Dezember/Januar waren die (fünf) US-Banken im Handel mit Silber-Futures erstmals netto-long positioniert. Mit der starken Silberpreis-Korrektur sind sie nun wieder auf die Verkaufsseite gewechselt.

Bankenpositionen, Edelmetalle, Goldpreis

Zwar lassen sich aus den Veränderungen der Bankenpositionen keine unmittelbaren Schlüsse auf Ursachen und Wirkungen für den Goldpreis ableiten. Banken agieren als Market Maker, handeln Gold aber auch auf eigene Rechnung. Sie stellen die wichtigsten Kontrahenten für die long-positionierten Gold-Spekulanten dar.

In der Vergangenheit bauten die Banken bei steigendem Goldpreis regelmäßig parallel zu den Long-Positionen der Spekulanten ihre Netto-Short-Position auf, während sie bei fallenden Kursen Terminverkäufe glattstellten. Das ist im Zuge des starken Goldpreis-Rückgangs auch diesmal geschehen.

Mit der Gold-Korrektur und dem Abbau von Short-Positionen haben sich die Institute auch ein Stück weit von finanziellen Risiken einer fortgesetzten Gold- und Silber-Rally befreit. 

Mehr zum Thema: Bank Partications Reports – Hintergründe und Übersicht 

Goldpreis aktuell – Schwächerer Auftakt am Dienstag, 5.000 USD in Gefahr

6

Goldpreis aktuell: Gold startet bei 5.022 USD in den Dienstag. Die Volatilität nimmt zu, auch Silber gibt nach, US-Daten rücken in den Fokus.

Goldpreis heute (8:00 Uhr)

Gold und Silber starteten am Dienstag schwächer in den Handel, und die Volatilität steigt wieder. Um 8:00 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt mit 5.022 USD bzw. 4.218 EUR pro Unze. Das entsprach einem Minus von jeweils rund 0,6 Prozent. Der Silberpreis gab 2,5 Prozent nach und fiel auf 81,23 USD bzw. 68,22 EUR. 

Der Goldpreis bleibt im Umfeld deutlicher Währungsbewegungen und Unsicherheiten am Gesamtmarkt anfällig für Schwankungen.

Unterdessen weiteten die Aktienmärkte in Asien ihre Rally aus und erreichten neue Rekordstände. Japans Regierungspartei LDP erzielte einen historischen Wahlsieg. Rückenwind kam von der Erholung der US-Techwerte, die Sorgen über überzogene KI-Investitionen dämpfte.

Vortag – Weitere Kursgewinne

Zum Wochenauftakt setzten die Edelmetalle ihren Erholungskurs fort. Der Goldpreis schloss mit 5.057 USD pro Unze 1,9 Prozent höher. Allerdings wertete der Euro deutlich gegenüber dem US-Dollar auf, sodass der Kurs auf Eurobasis lediglich um 1 Prozent anzog auf 4.244 EUR. Silber zeigte sich einmal mehr dynamischer. Mit 83,31 USD stieg der Silberpreis um 6,9 Prozent bzw. um 6 Prozent auf 69,92 EUR. Chinesische Aufsichtsbehörden hatten Finanzinstitute am Montag laut Bloomberg angewiesen, ihre Engagements in US-Staatsanleihen zu überprüfen und teils zu reduzieren. Der chinesische Yuan stieg auf den höchsten Stand seit Mai 2023.

Ausblick

Am heutigen Dienstag erscheinen eine Reihe bedeutender US-Wirtschaftsdaten. Dazu gehören der wöchentliche ADP-Arbeitsmarktbericht, die Einzelhandelsumsätze im Dezember, die Import- und Exportpreise und die Lagerbestände der Unternehmen. Außerdem melden sich mit Beth Hammack und Lorie Logan zwei Fed-Repräsentantinnen zu Wort.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis-Korrektur nahe 5.000 USD: China-Aufschlag schrumpft

1

Der Goldpreis lag in China zuletzt erneut über dem europäischen Spotkurs. Der China-Spread verringerte sich im Zuge der Korrektur deutlich.

Goldbarren vor Börsentafel: China-Aufschlag beim Goldpreis schrumpft
Der Goldpreis wird in China weiterhin über dem internationalen Spotkurs gehandelt. Der Preisaufschlag gegenüber Europa hat sich zuletzt jedoch verringert.

Goldpreis-Aufschlag in China schrumpft

Der Goldpreis lag in China am vergangenen Freitag erneut über dem europäischen Spotkurs. Am Vormittag (MEZ) wurde Gold an der Shanghai Gold Exchange rund 10 US-Dollar je Feinunze teurer gehandelt als in Europa. Im Zuge des jüngsten Goldpreis-Rücksetzers verringerte sich damit der sogenannte China-Spread spürbar.

Der Goldpreis bleibt in China über dem Spotkurs – doch der schrumpfende Spread signalisiert eine kurzfristige Abkühlung der physischen Nachfrage.

Mehr zum laufenden Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Messzeit: [Fr. 06.02.26, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]

Aufschlag China → Europa Spot: +10 USD/oz (30.01.26: +17 USD); Δ: -7 USD

Silber weiterhin mit hohem China-Aufschlag

Auch am Silbermarkt bleibt der Preisabstand deutlich, obwohl sich der Aufschlag zuletzt ebenfalls verringerte. Nach Berechnungen von Goldreporter lag der Silberpreis an der Shanghai Gold Exchange am Freitag bei 9,5 US-Dollar je Unze beziehungsweise rund 13 Prozent über dem internationalen Spotpreis. In der Vorwoche hatte der Aufschlag noch etwa 19 US-Dollar beziehungsweise 18 Prozent betragen.

Markt / Kennzahl 06.02.26 30.01.26 Δ 
Gold China SGE Fix (CNY/Gramm) 1.085,72 1.160,68 -6,5 %
Gold China SGE (USD/Gramm) 156,29 166,76 -6,3 %
Goldpreis China SGE
(USD/oz)
4.861 5.187 -326
Goldpreis Europa
(USD/oz)
4.851 5.170 -319
Aufschlag/Abschlag China
→ Europa (USD/oz)
+10 +17 -7

Bedeutung für den physischen Markt

Anhaltende Preisaufschläge in China erhöhen grundsätzlich die Attraktivität von Arbitragegeschäften und begünstigen physische Metallströme nach Asien. Solche Spreads gelten als Hinweis auf reale Nachfrage, die den Weltmarkt unmittelbar beeinflussen und die internationalen Edelmetallpreise stützen kann.

Mehr zum laufenden Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Grafik zeigt China-Aufschlag zum Goldpreis: Spread SGE minus Europa-Spot.
Grafik zeigt China-Aufschlag zum Goldpreis: Spread SGE minus Europa-Spot schwankt und blieb am 6. Februar 2026 aber positiv.

Sollte sich der Preisabstand jedoch nachhaltig schließen, wäre dies ein Signal für eine nachlassende Inlandsnachfrage. In diesem Fall würde China kurzfristig an preislicher Führungsrolle verlieren. Umgekehrt bleibt ein stabil positiver Spread ein Hinweis auf aktive physische Käufe. Der China-Spread fungiert damit weniger als Trendtreiber, sondern eher als Frühindikator für kurzfristige Marktverschiebungen.

Methodik: SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 02.06.26; Umrechnung über 6,947 CNY/USD (Vorwoche: 6,960 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spot-Goldpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.

China stockt Goldreserven weiter auf – neuer Rekordwert erreicht

0

China setzt seine Goldkäufe fort. Die Zentralbank meldet im Januar erneut steigende Reserven. Goldwert erreicht fast 370 Milliarden USD.

China erhöht Goldreserven weiter – Zentralbank meldet erneuten Zukauf
China setzt seine Goldkäufe fort und erhöht die offiziellen Goldreserven auf umgerechnet 2.307 Tonnen.

China stockt Goldreserven weiter auf

China hat seine Goldreserven im Januar erneut leicht aufgestockt. Nach Angaben der Devisenbehörde SAFE erhöhten sich die Bestände um 40.000 Feinunzen auf 74,19 Millionen Unzen. Das entspricht rund 1,2 Tonnen. Damit belaufen sich die offiziellen Goldreserven der People’s Bank of China auf umgerechnet 2.307,57 Tonnen. Es handelt sich um den fünfzehnten monatlichen Zuwachs in Folge. Allerdings kauft man weiterhin nur moderat zu, womöglich weil der Goldpreis so stark gestiegen ist.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Chinas Zentralbank setzt ihre Goldkäufe fort – auch kleine Monatszuwächse senden ein strategisches Signal.

Meldepraxis folgt bekanntem Muster

China hatte seine Goldreserven in der Vergangenheit häufig nur in größeren Abständen veröffentlicht. Auf längere Pausen folgten regelmäßig Phasen mit monatlichen Anpassungen. So kamen zwischen November 2022 und April 2024 insgesamt rund 316 Tonnen hinzu, ehe die Berichterstattung erneut aussetzte. Seit Herbst 2024 meldet die Zentralbank nun wieder kontinuierlich kleinere Zukäufe.

Chinesische Goldreserven

Die Tabelle zeigt monatliche Goldzukäufe der chinesischen Zentralbank seit 2022. Datenquelle: SAFE / PBOC.
MonatZugang in tZugang in Uz
November 202232,031.030.000
Dezember 202230,17970.000
Gesamt 2022 62,20 2.000.000
Januar 202314,93480.000
Februar 202324,88800.000
März 202318,04580.000
April 20238,08260.000
Mai 202316,86510.000
Juni 202321,15680.000
Juli 202323,02740.000
August 202328,93930.000
September 202326,13840.000
Oktober 202323,02740.000
November 202311,82380.000
Dezember 20239,02290.000
Gesamt 2023 225,98 7.230.000
Januar 20249,95320.000
Februar 202412,13390.000
März 20244,97160.000
April 20241,8760.000
November 20244,97160.000
Dezember 202410,26330.000
Gesamt 2024 44,15 1.420.000
Januar 20254,97160.000
Februar 20254,97160.000
März 20252,8090.000
April 20252,1770.000
Mai 20251,9060.000
Juni 20252,1570.000
Juli 20251,9060.000
August 20251,9060.000
September 20251,2440.000
Oktober 20250,9030.000
November 20250,9030.000
Dezember 20250,9030.000
Gesamt 2025 25,87 860.000
Januar 20261,2440.000
Gesamt seit 2022358,06 11.510.000

Währungsreserven steigen – Gold-Anteil nimmt zu

Parallel zu den Goldkäufen legten auch Chinas Währungsreserven zu. Im Januar stiegen sie um 92 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 2,5 Prozent auf 3.836,28 Milliarden US-Dollar. Der Goldanteil erhöhte sich dabei deutlich von 8,4 Prozent auf 9,6 Prozent. Mit einem rechnerischen Wert von rund 369,6 Milliarden US-Dollar erreichten die Goldreserven ein neues Rekordniveau. Der Goldpreis stieg im Januar um 11 Prozent.

Strategische Einordnung der Reservepolitik

Die fortgesetzten, wenn auch begrenzten Zukäufe unterstreichen die langfristige Ausrichtung der chinesischen Reservepolitik. Ziel bleibt es, die Abhängigkeit vom US-Dollar schrittweise zu reduzieren und Gold stärker in der strategischen Reservebasis zu verankern. Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen entfalten selbst kleinere monatliche Zuwächse Signalwirkung. Gold bleibt für China ein zentraler Stabilitätsanker innerhalb der Währungsreserven.

Mehr dazu: Internationale Goldreserven – aktuelle Entwicklungen und Rangliste der Länder

Gold aktuell – Starker Wochenauftakt über 5.000 USD dank Terminmarkt-Impulsen

4

Goldpreis aktuell startet stark in die Woche: Gold über 5.000 USD, Silber mit kräftigen Gewinnen. Anleger blicken auf Fed-Signale.

Goldpreis heute (8:00 Uhr)

Gold und Silber starten mit deutlichen Gewinnen in die neue Handelswoche. Um 8:00 Uhr kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt 5.030 USD bzw. 4.244 EUR. Das entsprach einem Plus von 1,3 Prozent, in Euro gerechnet 1,0 Prozent. Der Silberpreis sprang um 5,3 Prozent auf 82,00 USD bzw. 69,25 EUR.

Nach dem Abbau spekulativer Positionen setzt Gold zum Wochenauftakt zur Erholung über 5.000 USD an.

Der Abstand zum Rekordhoch verringerte sich bei Gold auf rund 10 Prozent. Silber notierte weiterhin deutlich darunter und lag noch 33 Prozent unter seiner Bestmarke.

Vortag – Kurserholung bei Gold und Silber

Bereits am Freitag hatten sich Gold und Silber nach einer volatilen Handelswoche spürbar erholt. Der Goldpreis schloss 3,8 Prozent höher bei 4.964 USD bzw. 4.201 EUR. Silber verteuerte sich um fast 10 Prozent auf 77,94 USD bzw. 65,96 EUR. Aktuelle Daten vom US-Terminmarkt deuten darauf hin, dass zuvor bereits zahlreiche spekulative Futures-Positionen abgebaut worden waren.

Ausblick

Zum Wochenauftakt richtet sich der Blick auf die US-Inflationserwartungen der Konsumenten. Zudem stehen Wortmeldungen mehrerer Fed-Mitglieder an, darunter Waller, Miran und Bostic. Diese Impulse könnten kurzfristig erneut für Bewegung am Terminmarkt sorgen.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis vor Trendwende? Spekulanten aus Gold-Futures gedrängt

10

Nach Goldpreis-Einbruch und Margins-Anhebungen ziehen sich Long-Spekulanten vom US-Terminmarkt zurück. CoT-Daten und Open Interest deuten auf eine Bereinigung hin.

Goldbarren im Börsenumfeld: Goldpreis und Open Interest deutlich gesunken. Wende am Terminmarkt?
Ein Goldbarren im Umfeld des Terminhandels: Viele Spekulanten wurden bei sinkendem Goldpreis und steigenden Margins aus dem Futures-Markt gedrängt.

Goldpreis bleibt volatil

Der Goldpreis hatte am Freitag vor einer Woche den stärksten Tagesverlust seit dem 28. Februar 1983 verzeichnet. Damit begann eine scharfe Korrekturphase. In den folgenden Handelstagen schwankte der Kurs stark und rang mehrfach um die Marke von 5.000 US-Dollar. Zum Wochenschluss notierte Gold am Spotmarkt bei 4.967 USD beziehungsweise 4.201 EUR. Das entsprach einem Rückgang von rund elf Prozent gegenüber dem Rekordhoch vom 29. Januar 2026. Trotz der Korrektur lag der Goldpreis seit Jahresbeginn weiterhin etwa 15 Prozent im Plus.

Der Gold-Terminmarkt wird bereinigt. Spekulanten bauen Positionen ab, Open Interest bricht ein. Steht der Goldpreis vor einer Stabilisierung?

CME Group greift in den Terminmarkt ein

Die CME Group hatte zuletzt die Margin-Regeln im US-Futures-Handel angepasst. Statt fixer Beträge gelten nun prozentuale Margins, die sich mit dem Goldpreis verändern. Diese Prozentsätze wurden zuletzt angehoben. Dadurch stiegen die Anforderungen an die Sicherheitsleistungen erneut. Die Folge war ein deutlicher Rückzug spekulativer Marktteilnehmer aus dem Gold- und Silber-Futures-Handel, was sich klar in den aktuellen CoT-Daten widerspiegelt.

Mehr zu den Tagesbewegungen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

CoT-Daten: Positionierungen deutlich reduziert

Für den Stichtag 3. Februar 2026 zeigt sich eine spürbare Bereinigung im Terminmarkt.

CoT-Daten Gold vom 6. Februar 2026 und Gold-Optionen
CoT-Daten Gold vom 6. Februar 2026 und Gold-Optionen
CoT-Daten Gold, Netto-Positionen Commercials und Große Spekulanten sowie Open Interest; Verlauf seit 2020. Stand: 3. Februar 2026.
CoT-Daten Gold, Netto-Positionen Commercials und Große Spekulanten sowie Open Interest; Verlauf seit 2020. Stand: 3. Februar 2026.

Bei den Commercials sank die Netto-Short-Position gegenüber der Vorwoche um 16 Prozent auf 207.778 Kontrakte. Besonders stark reduzierte das „Smart Money“ (u.a. Produzenten, Großhändler) ihre Absicherungspositionen. Deren Netto-Short-Bestand ging um 39 Prozent zurück.

Auch bei den großen Spekulanten kam es zu einem deutlichen Abbau. Die Netto-Long-Position verringerte sich um 19 Prozent auf 165.604 Kontrakte. Damit wurde der niedrigste Stand seit dem 20. Mai 2025 erreicht. Vor allem das „Managed Money“ (Hedgefonds, Investmentgesellschaften) strichen hier die Segel (Netto-Long -22 %).

Open Interest bricht ein

Parallel dazu ist der Open Interest massiv gesunken. Die Zahl der offenen Gold-Futures-Kontrakte fiel im Wochenvergleich um 16 Prozent auf 409.694 Kontrakte. Bis zum Freitag verringerte sich der Wert weiter auf 403.239 Kontrakte. Von Freitag zu Freitag ergab sich ein Minus von sechs Prozent. Innerhalb von zwei Wochen summierte sich der Rückgang auf 26 Prozent.

Optionsmarkt signalisiert wieder Zuversicht

Im Gegensatz dazu nahm der Open Interest im Gold-Optionshandel um knapp zehn Prozent auf 869.591 Kontrakte zu. Gleichzeitig sank die Put/Call-Ratio auf 0,652. Damit entfielen zuletzt 153 Call-Optionen auf 100 Puts, nach 148 in der Vorwoche. Der Optionsmarkt deutete damit wieder eine stärkere Positionierung auf einen steigenden Goldpreis an.

COMEX-Bestände weiter rückläufig

Die Goldbestände an der COMEX sind weiter gesunken. Per 5. Februar 2026 belief sich die gesamte Lagermenge auf 35,37 Millionen Unzen. Das entsprach einem Rückgang von rund 370.000 Unzen gegenüber der Vorwoche. Die sofort verfügbaren Bestände der Kategorie „registered“ gingen um 660.000 Unzen auf 18,37 Millionen Unzen zurück. Ihr Anteil an den Gesamtbeständen lag weiterhin bei 52 Prozent.

Im Gegenzug stieg die physische Deckung im Gold-Futures-Handel deutlich an. Sie erhöhte sich auf 88 Prozent, nach 73 Prozent in der Vorwoche. Historisch betrachtet bewegt sich dieser Wert deutlich im oberen Bereich. In den vergangenen Jahren reichte die Spanne von etwa 30 Prozent bis zum Rekordniveau von 98 Prozent im April 2025.




Auslieferungsanträge ziehen kräftig an

Für den laufenden Februar-Kontrakt summierten sich die Anträge auf physische Auslieferung zuletzt auf 33.616 Kontrakte. Das entspricht rund 104 Tonnen Gold. Innerhalb einer Woche kamen 6.096 Anträge hinzu. Zum Vergleich: Im gesamten Januar waren es lediglich 11.862 Kontrakte beziehungsweise rund 37 Tonnen.

Der bisherige Rekord stammt aus dem Februar 2025. Damals wurden 76.567 Auslieferungsanträge gestellt, was etwa 238 Tonnen Gold entsprach.

Zur Einordnung: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung

Starke Schwankungen prägen den Wochenverlauf

Der Wochenhandel war von hoher Volatilität geprägt. Nach erneuten Verlusten zum Wochenauftakt stieg der Goldpreis bis Mittwoch wieder über 5.000 US-Dollar. Dieses Niveau konnte jedoch nicht gehalten werden. Zwischen Wochenhoch und Wochentief lagen rund 600 US-Dollar oder etwa 14 Prozent.

COMEX-Goldkurs (April-Kontrakt) im Zeitraum vom 02.02. bis 06.02.26
Gold-Futureskurs (April-Kontrakt) im Zeitraum vom 02.02. bis 06.02.26 (Quelle: CME Group)

Ausblick

Der stark gesunkene Open Interest zeigt, dass im Zuge der Korrektur zahlreiche spekulative Positionen aus dem Markt gedrängt wurden. Die zuletzt zum Handelsschluss am Freitag eingeführte Margin-Erhöhung löste keinen weiteren Abgabedruck mehr aus. Entscheidend wird nun sein, ob sich der Goldpreis bei nachlassender Volatilität stabilisieren kann. Die Marke von 5.000 US-Dollar bleibt dabei ein zentraler Orientierungspunkt.

Mehr Informationen für Anleger: Gold kaufen – Wie man sicher und günstig Edelmetall erwirbt

Milliardär aus China wettet gegen Silber: 450 Tonnen leerverkauft

57

Ein chinesischer Milliardär hat eine massive Short-Wette auf den Silberpreis aufgebaut. 450 Tonnen am Terminmarkt sorgen für neue Spannung.

Der chinesische Trader Bian Ximing hält laut Bloomberg-Meldung vom 5. Februar 2026 eine Short-Positionen im Umfang von rund 450 Tonnen Silber. Der starke Preisrückgang des Metalls in den vergangenen Tagen habe diese Wette an der Shanghai Futures Exchange bereits hochprofitabel gemacht. Auf dem Papier sollen Buchgewinne von umgerechnet rund 300 Millionen US-Dollar entstanden sein. Zuvor hatte Bian zeitweise auch auf steigende Silberpreise gesetzt, seine Positionen jedoch schrittweise gedreht, als die Volatilität zunahm und der Markt neue Rekordstände erreichte. Angeblich verdiente der Geschäftsmann in den vergangenen Jahren mit steigenden Goldpreis nahezu drei Milliarden US-Dollar.

Goldreporter-Kommentar: Gold und Silber befanden sich am heutigen Freitag auf Erholungskurs. Am Nachmittag stieg der Silberpreis um 7 Prozent auf Kurse über 76 USD pro Unze. Sollte Silber weiter anziehen, kann die Auflösung solche großer Short-Wetten den Wiederanstieg beschleunigen. Der Fall zeigt aber auch, die spekulative Komponente bei Silber weiterhin deutlich stärker ausgeprägt ist, als das zur finanziellen Absicherung bevorzugte Gold.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Gold kaufen nach Kursturz: Spreads im Handel explodieren

5

Gold kaufen wird nach dem Kursturz anspruchsvoller: Hohe Nachfrage trifft auf knappe Ware und stark gestiegene Spreads im Handel.

Gold kaufen im Edelmetall-Handel: Hohe Nachfrage nach Goldmünzen bei knapper Ware
Goldmünzen und Silbermünzen im Edelmetall-Handel: Die Nachfrage bleibt hoch, während das Angebot begrenzt ist.

Kursturz bei Gold und Silber

Wer derzeit Gold oder Silber kaufen möchte, trifft im Edelmetall-Handel auf außergewöhnliche Marktbedingungen. Der jüngste Preisrückgang – besonders ausgeprägt bei Silber – hat Aufgelder und Spreads deutlich nach oben getrieben.

Wer jetzt Gold kaufen will, muss höhere Spreads akzeptieren – der Kursturz trifft auf außergewöhnlich hohe Nachfrage.

Zum Zeitpunkt der wöchentlichen Goldreporter-Preiserhebung am Freitag um 12:15 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 4.882 US-Dollar beziehungsweise 4.142 Euro. Gegenüber der Vorwoche sank der Euro-Goldpreis damit um 3,4 Prozent. Silber verlor im gleichen Zeitraum massiv an Wert: Der Preis brach um 26 Prozent auf 63,17 Euro je Unze ein.

Mehr dazu: Livecharts und tagesaktuelle Berichte finden Sie unter Goldpreis aktuell.

Aktuelle Lage im Edelmetall-Handel

Die Situation im Edelmetall-Handel hat sich weiter zugespitzt. Der kräftige Preisrücksetzer hat bei vielen Anlegern Kaufinteresse ausgelöst. Händler berichten nahezu einhellig von einem ungewöhnlich hohen Kundenaufkommen. Gleichzeitig ist die Angebotslage angespannt. Vor allem bei Silber sind die Lieferzeiten für Neuware teils erheblich verlängert.

Diese Sondersituation spiegelt sich inzwischen deutlich in den Endpreisen wider – sowohl auf der Verkaufs- als auch auf der Ankaufsseite.




Gold kaufen: Spreads deutlich ausgeweitet

Die aktuelle Goldreporter-Preisabfrage bei sechs deutschen Edelmetallhändlern (Vergleich zum 30. Januar 2026) ergibt folgendes Bild:

  • Krügerrand (neu): Ø 4.334 Euro (-135 Euro), Aufgeld 4,64 Prozent nach zuvor 4,18 Prozent. Ältere Jahrgänge sind teils bis zu 70 Euro günstiger.
  • 100-g-Goldbarren: Ø 13.816 Euro (-369 Euro), Aufgeld steigt auf 3,7 Prozent nach zuvor 2,8 Prozent.

Durch gesunkene Ankaufspreise bei gleichzeitig höheren Aufgeldern haben sich die Spreads weiter vergrößert. Bei Krügerrand-Goldmünzen liegen sie aktuell bei rund 7,6 Prozent, bei Goldbarren bei etwa 6,8 Prozent.

Preisdaten vom 6. Februar 2026 – Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.
Preisdaten vom 6. Februar 2026 – Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.

Silber kaufen: Preise stark verzerrt

Im Silberhandel zeigt sich die Lage besonders angespannt. Händler haben den starken Spotpreisrückgang bei vielen Produkten nur teilweise weitergegeben. Entsprechend stark sind Aufgelder und Spreads gestiegen.

  • Maple Leaf (neu): Ø 96,85 Euro (-21,26 Euro), Aufgeld 53 Prozent nach zuvor 37 Prozent. Ältere Jahrgänge sind teils bis zu 4 Euro günstiger.
  • 1-kg-Silberbarren: Ø 3.032 Euro (-561 Euro), Aufgeld 49 Prozent nach zuvor 30 Prozent.

Fazit

In der derzeit hochvolatilen Marktlage reagieren die Preise im Edelmetall-Handel entsprechend sensibel. Händler sichern sich über höhere Aufgelder und breitere Spreads gegen Kursrisiken ab. Zeitweise verschärfte sich die Situation zusätzlich, als Scheideanstalten zwischenzeitlich kein Silber mehr annahmen und die Betriebe voll ausgelastet sind.

Ratgeber "Altersvorsorge mit Gold" Tipps zum Nachschlagen: Altersvorsorge mit Gold
Der Spezial-Report „Altersvorsorge mit Gold“ liefert kompakte Informationen für den Vermögensaufbau mit Gold – inklusive steuerlicher Hinweise, Produktvergleich und Fallbeispielen.
Erhältlich im Goldreporter-Shop.

Gold verschwindet aus Fed-Tresor: Zentralbanken ziehen Reserven aus New York ab

7

Immer mehr Gold verlässt den Tresor der Federal Reserve in New York. Die anhaltenden Abgänge werfen Fragen zur globalen Reservepolitik auf.

Goldbarren in einem Tresorregal – Symbolbild für Goldabgänge bei der Fed in New York
Goldbarren in einem Tresorregal symbolisieren die jüngsten Goldabgänge aus den Fed-Tresoren in New York.

Mehr Gold verlässt den Fed-Tresor in New York

Die Federal Reserve Bank of New York meldet für Dezember 2025 erneut sinkende Goldbestände in ihren Tresoren an der Liberty Street. Damit setzt sich die Abzugsserie bereits den fünften Monat in Folge fort. Das dort gelagerte Gold gehört ausländischen Eigentümern, überwiegend Zentralbanken, und ist Teil staatlicher Währungsreserven.

Fünf Monate in Folge schrumpfen die Goldbestände im Fed-Tresor – ein leiser, aber strategisch bedeutsamer Trend im Zentralbanksektor.

Zum Monatsende belief sich der bilanzierte Wert der Bestände auf 7.989 Millionen US-Dollar. Im November waren noch 7.912 Millionen US-Dollar ausgewiesen worden.

Aktuelle Kurse & Live-Charts: Goldpreis aktuell 

Rückgang um rund 9,6 Tonnen im Dezember

Die Fed bewertet das sogenannte Earmarked Gold weiterhin mit 42,22 US-Dollar je Feinunze. Dieser historische Fixpreis stammt aus den frühen 1970er-Jahren und dient ausschließlich bilanziellen Zwecken.

Auf dieser Basis lagerten im Dezember rechnerisch 187,09 Millionen Unzen Gold beziehungsweise rund 5.819,9 Tonnen. Gegenüber dem Vormonat bedeutet das einen Rückgang um 307.011 Unzen oder etwa 9,6 Tonnen. Seit August 2025 summieren sich die Abgänge damit auf rund 114 Tonnen. Allein im November waren bereits fast 30 Tonnen ausgebucht worden.




Bedeutung für Zentralbanken und Märkte

Solche physischen Abgänge wirken sich in der Regel nicht unmittelbar auf den Goldpreis aus. Dennoch sind sie für die Struktur internationaler Reserven, die Liquidität zwischen Zentralbanken und das Vertrauen in bestimmte Lagerorte relevant.

Entsprechend werden größere Abflüsse häufig als geopolitisch motivierte Umschichtungen interpretiert. Kurzfristig zeigen sich Effekte eher indirekt, etwa über Stimmungs- oder Vertrauenskanäle. In Phasen erhöhter Unsicherheit können solche Bewegungen bestehende Markttrends jedoch verstärken.

Auch währungspolitisch sind die Verschiebungen von Bedeutung. Ein sinkendes Vertrauen in den Lagerort USA kann den US-Dollar belasten. Zuletzt standen vor allem Zentralbankkäufe in Asien und den Schwellenländern im Fokus – oft im Zusammenhang mit der fortschreitenden Dedollarisierung.

Welche Staaten aktuell die größten Goldreserven halten und wer zuletzt zu- oder verkauft hat, zeigt der Hub Goldreserven weltweit. 

Ein Trend mit Vorgeschichte

Auffällig ist die aktuelle Abzugsserie vor dem Hintergrund, dass die Goldbestände im New Yorker Fed-Tresor seit März 2023 zunächst wieder gestiegen waren. In den Jahren zuvor hatte es hingegen einen länger anhaltenden Trend zur Rückführung staatlicher Goldreserven aus den USA gegeben.

Unter anderem transferierten Deutschland, Österreich und die Niederlande beträchtliche Mengen Gold aus New York in ihre Heimatländer.

Lesetipp: Goldreporter besuchte den Fed-Tresor 2014 vor Ort. Die Reportage Der Fed-Report (12,95 Euro) erläutert unter anderem, wie Teile der Anlage von Privatpersonen besichtigt werden können.

Was die Daten zeigen – und was offen bleibt

Der monatliche Fed-Bericht erfasst ausschließlich Earmarked Gold, also fremdes Gold in Verwahrung. Die US-eigenen Goldreserven werden separat bilanziert und lagern nicht in Manhattan.

Welche Staaten konkret hinter den jüngsten Abzügen stehen, bleibt offen. Die Fed veröffentlicht hierzu grundsätzlich keine Angaben. Entsprechende Informationen werden – wenn überhaupt – nur von den jeweiligen Eigentümern selbst bekannt gemacht.

Mehr dazu: Goldreserven: Wo Staaten ihr Gold lagern – und warum sie es heimholen

Goldpreis aktuell: Leichte Erholung auf 4.850 USD, Silber ebenfalls fester

0

Das Auf und Ab bei den Edelmetallen setzt sich fort. Nach einem schweren Verlusttag starten Silber- und Goldpreis am Freitag freundlicher.  

Goldpreis heute (8:15 Uhr)

Gold und Silber starten am Freitag mit leichten Gewinnen. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze Gold 4.850 USD bzw. 4.112 EUR, ein Plus von 1,5 Prozent (1,3 Prozent in EUR). Silber verteuerte sich um 1,8 Prozent auf 72,24 USD bzw. 61,24 EUR. Dabei lag Gold weiterhin 13 Prozent unter dem Rekordhoch, während Silber noch 40 Prozent unter seiner Bestmarke vom 29. Januar 2026 notierte. Die hohe Schwankungsanfälligkeit blieb damit bestehen.

Nach dem kräftigen Abverkauf stabilisiert sich der Goldpreis zum Wochenschluss – doch der Terminmarkt bleibt das Nadelöhr.

Vortag – Korrektur setzt sich fort, erneute Margin-Erhöhung 

Am Donnerstag beschleunigte sich der Ausverkauf bei Gold und Silber erneut. Nach US-Börsenschluss sorgte die Ankündigung einer weiteren Margin-Erhöhung an der COMEX für zusätzlichen Druck. Der Goldpreis schloss 3,7 Prozent tiefer bei 4.780 USD / 4.058 EUR. Silber brach um 19 Prozent auf 70,93 USD / 60,22 EUR ein. Dabei gab der Silberpreis seinen gesamten Jahresgewinn wieder ab. Zuvor hatte das Metall im Januar, ausgehend vom Rekordhoch bei 121 USD, zeitweise 69 Prozent zugelegt.

Ausblick

Am Freitag steht die deutsche Handelsbilanz für Dezember an. Zudem wird in den USA das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan veröffentlicht. Am Abend äußert sich Fed-Vize Philip Jefferson, was für zusätzliche Impulse sorgen könnte. Die jüngste Schwäche bei den Edelmetallen ging mit Kursverlusten bei Aktien aus den Bereichen KI, Tech und Software einher. Deshalb bleibt der Blick auf die anstehenden Unternehmenszahlen in diesen Sektoren relevant.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis: CME erhöht erneut Margins bei Gold und Silber

2

Die CME Group hebt die Margins für Gold- und Silber-Futures erneut an. Argumentiert wird erneut mit der stark gestiegenen Volatilität an den Edelmetall-Märkten.

Gold- und Silber-Futures: Margin-Anforderungen steigen erneut

Die Terminbörse der CME Group wird die Margin-Anforderungen für Gold- und Silber-Futures erneut angeheben. Die Anpassung tritt nach Börsenschluss am Freitag in Kraft.

Grundlage ist laut dem COMEX-Betreiber eine turnusmäßige Überprüfung der Marktvolatilität durch das Risk-Management von CME Clearing.

Bei den COMEX-100-Gold-Futures steigen die Initial-Margins über alle Laufzeiten hinweg von rund 8,8 Prozent auf 9,9 Prozent. Auch die Maintenance-Margins steigen entsprechend.

Silber: Deutlich höherer Druck auf spekulative Positionen

Deutlich kräftiger fällt der Schritt bei Silber-Futures aus. Hier erhöht sich die Initial-Margin von fünfzehn auf achtzehn Prozent. Für HRP-Positionen (abgesicherte Futures- oder Optionspositionen mit reduzierten Margin-Anforderungen) steigt sie von 16,5 auf 19,8 Prozent. Die Maintenance-Margin wird einheitlich auf achtzehn Prozent angehoben.

CME Clearing verweist auf die zuletzt stark gestiegene Volatilität an den Edelmetallmärkten. Zudem weist die Börse darauf hin, dass im Rahmen der aktuellen Überprüfung auch Parameter wie das Short Option Minimum und die Volatility Scan Range angepasst werden können, die vor allem für stark gehebelte Optionsstrategien relevant sind.

Folgen für die Preise

Margin-Erhöhungen verteuern spekulative Engagements und können kurzfristig zu Positionsabbau führen. Besonders bei Silber, das zuletzt extreme Kursschwankungen zeigte, dürfte der Schritt das kurzfristige Handelsverhalten spürbar beeinflussen.

Goldreporter-Kommentar: Die erneute Margin-Anhebung soll den Markt eigentlich beruhigen, versetzt ihn aber in zusätzliche Unruhe. Kurzfristig erhöht sich der Druck auf spekulative Positionen, besonders bei Silber. Prompt baute der Silberpreis seine Verluste am späten Donnerstagabend weiter aus. Mit 70,93 USD / 60,22 EUR schloss Silber mit einem Tagesverlust von 19 Prozent und büßte damit alle seit Jahresbeginn aufgelaufenen Gewinne ein.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten