Die weltweiten Goldreserven wachsen erneut. Besonders Zentralbanken in Zentralasien treten als Goldkäufer auf. Aktuelle Zahlen.
Zahlreiche Zentralbanken erweitern ihre Goldbestände. Weltweit horten Zentralbanken über 36.500 Tonnen Gold.
Goldreserven: Zentralbanken kaufen weiter zu
Die weltweiten Goldreserven haben zuletzt weiter zugelegt. Die jüngsten Zahlen des World Gold Council (WGC) zeigen, dass zahlreiche Zentralbanken ihre Bestände erneut ausgebaut haben. Bemerkenswert bleibt dabei die Breite der Nachfrage, die aber weiter von Schwellenländern geprägt ist. Auch der starke Goldpreis-Anstieg schreckte Zentralbanken nicht von kräftigen Käufen ab.
Zentralbanken bleiben ein stabiler Nachfragefaktor am Goldmarkt.
Vor allem in Zentralasien besteht hohes Kaufinteresse. Usbekistan meldete einen Anstieg um 9,9 Tonnen, was seit Oktober einem Plus von rund 29 Tonnen entspricht. Kasachstan kaufte im Dezember weitere 8 Tonnen und kommt damit auf rund 44 Tonnen Zuwachs innerhalb von zwölf Monaten. Der Staatsfonds von Aserbaidschan kaufte 15,2 Tonnen Gold zu, womit sich die Reserven des Landes nun auf 200 Tonnen belaufen. Der Irak meldet Käufe von 3,7 Tonnen mit Gesamtbeständen von 174,60 Tonnen.
Aber auch Polen setzte seine expansive Strategie fort. Das Land stockte seine Bestände um weitere 6,9 Tonnen auf nun 550 Tonnen auf. Innerhalb der vergangenen drei Monate belief sich der Zuwachs bereits auf knapp 35 Tonnen.
Verkäufer in Fernost
In Fernost zeigte sich ein differenziertes Bild. China baute seine Gold-Bestände erneut nur moderat aus. Der Zuwachs lag bei 1,9 Tonnen auf nun 2.306,3 Tonnen. Dagegen trat Singapur als Verkäufer auf. Das Land reduzierte seine Reserven um 11,2 Tonnen auf 193,6 Tonnen.
Rangliste der größten Gold-Halter konstant
An der Spitze der weltweiten Goldhalter gab es keine Veränderungen. Die USA führen weiterhin mit 8.133,5 Tonnen. Es folgen Deutschland (3.350,3 t), Italien (2.451,8 t), Frankreich (2.437 t) und Russland (2.326,5 t).
Insgesamt summieren sich die gemeldeten staatlichen Goldreserven laut WGC aktuell auf 36.5230,7 Tonnen. Gegenüber dem Vormonat entspricht dies einem Anstieg von rund 29 Tonnen. Dabei bleibt zu berücksichtigen, dass nicht alle Länder regelmäßig Daten veröffentlichen. Staaten wie Iran, Israel oder Nordkorea fehlen in der laufenden Berichterstattung. Die WGC-Daten basieren auf offiziellen Angaben der Zentralbanken sowie ergänzenden Informationen des International Monetary Fund.
Gold und Silber starten fester in den Freitag. Der Goldpreis hält sich über 5.000 USD, während Anleger auf die US-Inflationsdaten (PCE) blicken.
Goldpreis heute (8:15 Uhr)
Zum Wochenschluss tendierten Gold und Silber fester. Um 8:15 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt bei 5.022 USD beziehungsweise 4.270 EUR. Das entsprach einem Anstieg von rund 0,6 Prozent. Seit Jahresbeginn ergibt sich damit ein Plus von 16 Prozent.
Inflationsdaten und Konjunktursignale können zum Wochenschluss die Richtung am Goldmarkt bestimmen.
Der Silberpreis hat im Jahresverlauf mit 79,01 USD bzw. 67,18 EUR 11 Prozent zugelegt. Dabei bleibt die Lage auf dem Silbermarkt weiterhin angespannt, mit hoher Silbernachfrage (siehe Türkei), deutlichen Kursaufschlägen in China und Knappheitssignalen, die sich global bemerkbar machen.
Update: 20. Februar 2026, 15:10 Uhr: Edelmetalle bauen Gewinne aus
Der Goldpreis notierte am Nachmittag 1 Prozent höher bei 5.040 USD / 4.288 EUR und baute seine Gewinne vom Vormittag damit aus. Silber stieg um 3 Prozent auf 88,80 USD / 68,70 EUR. Dazu beigetragen haben gedämpfte Wirtschaftsdaten aus den USA. US-Wirtschaft wuchs in Q4 mit 1,4 % schwächer als erwartet und die PCE-Inflation stieg zuletzt nur leicht auf 2,9 Prozent.
Vortag
Der Donnerstag brachte nur moderate Gewinne. Gold stieg um 0,5 Prozent auf 4.996 USD beziehungsweise 4.243 EUR. Silber legte um 1,5 Prozent auf 78,35 USD beziehungsweise 66,52 EUR zu. Im Tagesverlauf gaben die Notierungen jedoch Teile der Gewinne wieder ab. Belastend wirkten robuste US-Wirtschaftsdaten, darunter der Philly-Fed-Index sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.
Zudem rückte der Ölpreis stärker in den Fokus. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 2,4 Prozent auf 71,90 USD. Damit erreichte der Markt den höchsten Stand seit sechs Monaten. Hintergrund bleiben geopolitische Spannungen im Zusammenhang mit einem möglichen US-Militärschlag gegen den Iran.
Ausblick
Heute richtet sich die Aufmerksamkeit auf den PCE-Preisindex. Dieser gilt als wichtigster Inflationsindikator der US-Notenbank. Zusätzlich erscheinen Daten zu privaten Einkommen und Ausgaben. Ergänzend folgen der S&P Global Einkaufsmanager-Index, das Verbrauchervertrauen der University of Michigan sowie Zahlen vom US-Immobilienmarkt.
Stärkere Konjunkturdaten oder steigende Inflationserwartungen könnten den Goldpreis kurzfristig unter Druck setzen. Gleichzeitig bleibt das übergeordnete Marktumfeld von erhöhter Unsicherheit geprägt. In China wird erst kommende Woche wieder gehandelt.
Das ZukunftsForum Edelmetalle in Frankfurt hat seine Keynote-Speaker bekanntgegeben. Wirtschaft, Gold, Rohstoffe und Märkte stehen im Fokus.
Am 23. und 24. März 2026 findet in Frankfurt das zweite ZukunftsForum Edelmetalle statt. Nun stehen die Keynote-Speaker fest. Auf der Bühne sprechen unter anderem Jürgen Michels (BayernLB), Karsten Stromborn (Deutsche Bundesbank), Tim Schwerdtfeger (Volkswagen), Philip Vorndran (Flossbach von Storch), Stefan Müller (DGWA), Erik Kirschbaum sowie Christoph Hein (F.A.Z. PRO Weltwirtschaft).
Ergänzt wird das Programm unter anderem durch Beiträge von Beresford Clarke (SFA Oxford), Ruth Crowell (LBMA), John Reade (World Gold Council), Philip Reisert (C. Hafner), Constantin Prinz zu Salm-Salm (Salm-Salm & Partner), Dierk Schaffer (Stuttgart Commodities Exchange) sowie York A. Tetzlaff (Fachvereinigung Edelmetalle).
Im Fokus der Konferenz stehen Wirtschaft, Finanzmärkte, Gold und strategische Rohstoffe.
Die Türkei importierte im Januar die Rekordmenge von 273 Tonnen Silber. Dagegen brachen die Goldimporte deutlich ein.
Die Türkei führte im Januar so viel Silber ein wie nie zuvor.
Silberimporte der Türkei explodieren
Die Türkei hat im Januar eine Rekordmenge an Silber eingeführt. Nach Angaben der Borsa Istanbul beliefen sich die Importe auf 273,35 Tonnen. Damit vervierfachte sich die Liefermenge gegenüber dem Vormonat und lag fast neunmal höher als im Januar 2025.
273 Tonnen Silber in nur einem Monat – die türkischen Importe erreichen eine neue Dimension.
Es ist naheliegend, dass diese außergewöhnlich große Silbermenge nicht vollständig für den heimischen Verbleib oder die Verarbeitung – etwa im Schmucksektor – bestimmt war. Die Türkei fungiert seit Jahren als wichtiger Umschlagplatz für Edelmetalle, auch mit Blick auf Absatzmärkte in Asien.
Handels-Drehscheibe zu Asien
Bemerkenswert ist die Dimension der Einfuhren auch im Jahresvergleich: Die Januar-Importe entsprechen nahezu einem Drittel der gesamten türkischen Silbereinfuhr des Jahres 2025. Zudem erfolgte der starke Anstieg vor dem Hintergrund eines hohen Silberpreises, der im vergangenen Monat zeitweise über 100 US-Dollar gestiegen war.
Monatliche Gold-Importe der Türkei seit 2017 in Kilogramm, seit Jahren gedeckelt. 12-Monats-Schnitt bei 10 Tonnen (Quelle: Borsa Istanbul)
Goldeinfuhr eingebrochen
Im Gegensatz dazu verzeichnete die Türkei im Januar einen deutlichen Rückgang der Goldimporte. Laut Borsa Istanbul wurden lediglich 7,8 Tonnen Gold eingeführt. Das entspricht einem Minus von 29 Prozent gegenüber dem Vormonat sowie einem Rückgang von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Grundsätzlich blieb die Goldeinfuhr der Türkei in den vergangenen zwei Jahren gedeckelt und bewegte sich überwiegend unterhalb von 15 Tonnen. Der gleitende Zehn-Monats-Durchschnitt lag zuletzt bei rund 10 Tonnen.
Edelmetall-ETFs stehen weiter unter Druck. Vor allem der Silberfonds SLV verzeichnet Milliarden-Abflüsse, begleitet von anhaltend hoher Marktvolatilität.
Edelmetalle immer wieder unter Druck: Milliarden-Abflüsse belasten Silberfonds.
Silber- und Goldpreis weiter schwankungsintensiv
Der Goldpreis bewegte sich zuletzt weiter mit hoher Dynamik um die Marke von 5.000 US-Dollar. Am Mittwoch schloss Gold am Spotmarkt (CME Spot) bei 4.985 USD, entsprechend 4.228 EUR. Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Minus von 1,5 Prozent. Gleichzeitig zeigte sich das technische Bild bei Gold zuletzt stabiler.
Die Edelmetall-Kurse bleiben volatil: Der Silberfonds SLV verzeichnet die deutlichsten Kapitalbewegungen im ETF-Segment.
Noch ausgeprägter fiel die Bewegung bei Silber aus. Der Silberpreis gab binnen Wochenfrist um 7,2 Prozent nach und notierte zuletzt bei 77,52 USD beziehungsweise 65,76 EUR. Beide Edelmetalle waren von deutlichen Tagesschwankungen begleitet – ein Hinweis auf die anhaltend nervöse Marktphase.
Auch bei den großen Edelmetall-ETFs setzte sich die erhöhte Handelsaktivität fort. Der SPDR Gold Shares (GLD) verzeichnete innerhalb der vergangenen fünf Handelstage eine Bestandsminderung um 5,71 Tonnen auf 1.075,61 Tonnen.
Die daraus resultierenden Netto-Kapitalabflüsse beliefen sich im Zeitraum vom 12. bis 18. Februar 2026 auf rund 3,25 Millionen US-Dollar. Der größte Teil der Abflüsse entfiel auf Dienstag, als im Zuge des spürbaren Goldpreis-Rückgangs Entnahmen von etwa 2 Millionen US-Dollar registriert wurden.
Kapitalbewegungen beim SPDR Gold Shares (GLD) vom 12. bis 18. Februar 2026. Per Saldo ergab sich ein Nettoabfluss von rund 3,25 Mio. USD.
Kapitalbewegungen beim SPDR Gold Shares (GLD) vom 12. bis 18. Februar 2026. Per Saldo ergab sich ein Nettoabfluss von rund 3,25 Mio. USD (in Grafik gerundet).
Noch stärker fiel die Bewegung beim iShares Silver Trust (SLV) aus. Der weltweit größte Silberfonds meldete eine Bestandsminderung um 594,59 Tonnen oder 3,7 Prozent auf 15.641,59 Tonnen.
Die damit verbundenen Netto-Kapitalabflüsse summierten sich auf 1,07 Milliarden US-Dollar. Während ein SLV-Anteil offiziell einer Unze Silber entspricht, repräsentiert ein Anteil des GLD rechnerisch eine Zehntel Unze Gold.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 11. Februar 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.
Bedeutung für Silber- und Goldpreis
Kapitalbewegungen bei Edelmetall-ETFs gelten als wichtiger Stimmungsindikator. Abflüsse werden häufig mit Gewinnmitnahmen oder taktischen Positionsanpassungen erklärt. Zuflüsse hingegen deuten meist auf strategische Allokationen hin.
Für die kurzfristige Silber- und Goldpreis-Bildung bleiben jedoch vor allem die Terminmärkte maßgeblich. Veränderungen bei ETF-Beständen wirken typischerweise zeitverzögert und reflektieren primär Anpassungen mittelfristiger Markterwartungen.
Goldpreis aktuell: Gold startet fest in den Donnerstag und behauptet sich über 5.000 USD. Technischer Aufwind prägt das kurzfristige Bild. Silber erneut stärker.
Goldpreis heute (8:15 Uhr)
Gold und Silber zeigen sich am Donnerstagmorgen erneut fester. Um 8:15 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt bei 5.017 USD beziehungsweise 4.254 EUR. Das entsprach einem Plus von rund 0,8 Prozent gegenüber Vortag.
Moneyline: Gold verteidigt die Marke von 5.000 USD – Silber bleibt der dynamischere Markt.
Silber gewann weiter an Dynamik. Der Silberpreis stieg um 2,3 Prozent auf 78,97 USD beziehungsweise 66,96 EUR pro Unze. Die Aktien-Futures tendierten uneinheitlich. US-Indizes zeigten sich leicht erholt. Bitcoin stabilisierte sich bei rund 67.200 USD.
Vortag – Starke technische Erholung
Der Mittwoch brachte eine ausgeprägte technische Gegenbewegung. Gold legte um 2 Prozent zu auf 4.977 USD. Der Euro-Goldpreis stieg um 2,6 Prozent auf 4.223 EUR. Silber zeigte erneut größere Schwankungen und gewann 5 Prozent auf 77,18 USD beziehungsweise 65,50 EUR.
Unterstützung lieferten die Fed-Minutes. Die Mehrheit der FOMC-Mitglieder betonte anhaltende Inflationsrisiken und warnte vor voreiligen Zinssenkungen. Zusätzlich fiel die US-Industrieproduktion stärker aus als erwartet.
Ausblick
Am Donnerstag richtet sich der Blick auf zahlreiche US-Wirtschaftsdaten. Dazu zählen der wöchentliche Jobbericht, die Handelsbilanz, der Philly-Fed-Index, Großhandels-Lagerbestände sowie die schwebenden Hausverkäufe. Im Nahe Osten steigt die geopolitische Spannung, angesichts eines möglichen US-Militärschlags gegen den Iran.
Die US-Industrieproduktion legte im Januar um 0,7 Prozent zu. Kapazitätsauslastung bleibt unter Durchschnitt.
Positive Signale von der US-Wirtschaft: Die Industrieproduktion in den Vereinigten Staaten stieg im Januar 2026 um 0,7 Prozent gegenüber Vormonat. Damit fiel das Wachstum stärker aus als erwartet. Auch die Fertigungsleistung zog laut Fed-Angaben mit plus 0,6 Prozent deutlich an. Dagegen sank der Bergbau um 0,2 Prozent. Die Versorger meldeten hingegen einen kräftigen Anstieg um 2,1 Prozent. Die Kapazitätsauslastung erhöhte sich auf 76,2 Prozent und liegt damit weiterhin 3,2 Prozentpunkte unter dem langfristigen Durchschnitt. Auf Jahressicht legte die Industrieproduktion um 2,3 Prozent zu. Auch die Fertigung verzeichnete mit plus 2,4 Prozent die stärkste Expansion seit 2022.
Goldreporter-Kommentar: Robustere Konjunkturdaten könnten Zinssenkungserwartungen dämpfen. Derzeit überwiegen beim Goldpreis jedoch die technischen Aspekte im Kampf um die Marke von 5.000 USD. Impulse aus China fehlen. Derzeit dominieren die US-Händler den Goldmarkt.
Rekordmonat am Kap: Südafrikas Goldabsatz schießt im Dezember auf ein neues Allzeithoch. Einnahmen steigen um 270 Prozent.
Goldbarren in industrieller Verarbeitung. Südafrika meldet im Dezember Rekorderlöse beim Goldabsatz.
Gold-Absatz erreicht im Dezember Rekordniveau
Südafrika hat im Dezember einen neuen Rekord beim Gold-Absatz gemeldet. Nach Angaben von Stats SA beliefen sich die Erlöse auf 31,54 Milliarden Rand, umgerechnet rund 1,7 Milliarden Euro.
Damit lagen die Einnahmen jeweils etwa 270 Prozent über dem Vormonat und dem Vorjahresmonat. Zum Vergleich: Im Mai 2025 hatte der Goldabsatz mit 21,3 Milliarden Rand (1,04 Milliarden Euro) den bisherigen Bestwert erreicht.
Nach einem deutlichen Rückgang im November zeigte sich der Gold-Absatz im Dezember außergewöhnlich stark, während Platinmetalle stabil blieben.
Dazu beigetragen hat auch der starke Goldpreis-Anstieg mit einem Kursgewinn von 67 Prozent innerhalb eines Jahres.
Platinmetalle behaupten hohes Niveau
Auch das Geschäft mit Platinmetallen entwickelte sich robust. Die Umsätze mit Platin und Palladium lagen bei 23,13 Milliarden Rand (rund 1,2 Milliarden Euro) und bewegten sich damit auf dem hohen Niveau der beiden Vormonate. Im Jahresvergleich ergibt sich ein Plus von 51 Prozent. Dies spricht für eine weiterhin starke industrielle Nachfrage auf dem Weltmarkt.
Gold-Produktion bleibt unter Druck
Auf der Produktionsseite setzte sich der rückläufige Trend fort. Die Gold-Förderung lag im Dezember lediglich rund 1 Prozent über dem Vorjahreswert. Dagegen ging die Produktion von Platinmetallen um 7,7 Prozent zurück. Südafrika bleibt zwar der weltweit größte Platinproduzent, allerdings veröffentlicht Stats SA nur prozentuale Veränderungen und keine absoluten Fördermengen.
Belastungsfaktoren im Goldsektor
Südafrika hatte seine Position als weltweit größter Gold-Produzent bereits 2006 verloren. Seitdem belasten sinkende Erzgehalte, steigende Förderkosten, fehlende Großfunde sowie wiederkehrende Streiks und Stromausfälle die Branche. Hinzu kommt die extreme Tiefe vieler Bergwerke, die eine Ausweitung der Förderung erschwert. Zwar profitierten die Produzenten zuletzt vom hohen Goldpreis, der strukturelle Abwärtstrend im Sektor gilt jedoch weiterhin als intakt.
Gold handelt weiter in einer Phase hoher Volatilität. Die Dreiecksformation verdichtet sich. Damit rückt eine technische Richtungsentscheidung näher.
Goldchart in US-Dollar; Basis: CME Spot, Tagesschlusskurse vom 17. Februar 2026, 6-Monats-Betrachtung.
Goldpreis volatil
Nach dem Kurseinbruch Ende Januar bewegt sich der Goldpreis wieder in einem Aufwärtstrend, der weiterhin von hoher Volatilität geprägt ist. Die ausgeprägten Kursschwankungen deuten auf eine anhaltende Richtungssuche hin und spiegeln den Kampf um eine mögliche neue Basis oberhalb von 5.000 USD wider.
Marktspannung steigt: Der Goldpreis nähert sich einer technischen Richtungsentscheidung.
Am gestrigen Dienstag schloss der Goldpreis bei 4.867 USD pro Unze. Damit gab die Notierung innerhalb einer Woche um 3,3 Prozent nach. Seit Jahresbeginn liegt das Edelmetall dennoch weiterhin solide mit 13 Prozent im Plus.
Als starker kurzfristiger Widerstand erweist sich der Bereich um 5.050 USD. Auf diesem Kursniveau scheiterten Ausbruchsversuche in den vergangenen zwei Wochen mehrfach.
Der Goldchart verläuft nun erneut innerhalb eines symmetrischen Dreiecks. Diese Konstellation signalisiert eine mögliche Richtungsentscheidung, abhängig davon, in welche Richtung sich die Formation auflöst.
Wichtige kurzfristige Unterstützungen befinden sich bei 4.800, 4.700 und insbesondere bei 4.600 USD. Auf diesem Niveau bündeln sich mehrere Trendlinien sowie die 50-Tage-Linie.
Marktstimmung neutral
Mit der volatilen Kursentwicklung hat sich das Sentiment im neutralen Bereich eingependelt. Dies zeigt sich unter anderem in einem nahezu unveränderten RSI-Wert (Relative-Stärke-Index) von 50. Der Abstand zum 50-Tage-Schnitt hat sich auf 5 Prozent verringert.
Gleichzeitig unterstreicht die weiterhin hohe Distanz von 26 Prozent zur 200-Tage-Linie das übergeordnete bullische Momentum des Goldpreises.
Weichenstellung beim Euro-Goldpreis erwartet
Auch der Euro-Goldchart steht womöglich vor einer bedeutenden Weichenstellung. Mit 4.107 EUR pro Unze näherte sich der Goldpreis am Dienstag deutlich der zu Jahresbeginn etablierten Trendgeraden.
Die wichtigsten kurzfristigen Unterstützungen liegen bei 4.050 EUR sowie bei 3.950 EUR – dem Bereich der 50-Tage-Linie. Für eine nachhaltige Stabilisierung müssten zeitnah die Kursmarken von 4.200 EUR und 4.300 EUR überwunden werden.
Goldpreis in Euro, CME Spot, 6 Monate, Schlusskurse per 17. Februar 2026.
Ausblick
Um die begonnene Bodenbildung beim Goldpreis abzuschließen, müssen die genannten Unterstützungen halten. Eine Auflösung der Dreiecksformationen nach oben könnte den kurzfristigen Aufwärtstrend bestätigen, die Bodenbildung abschließen und neue Dynamik erzeugen.
Auf der Unterseite bleibt dagegen die 50-Tage-Linie als zentrales Risikoniveau für ein mögliches Gegenszenario unter Beobachtung.
Weitere Einordnungen und Detailanalysen finden sich im Bereich Gold Chartechnik
Gold und Silber starten erholt in den Mittwoch. Der Goldpreis steigt auf 4.939 USD. Im Tagesverlauf richtet sich der Blick auf das Fed-Protokoll.
Goldpreis heute (8:15 Uhr)
Gold und Silber zeigen sich zur Wochenmitte deutlich erholt. Um 8:15 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt bei 4.939 US-Dollar. Das entsprach einem Anstieg von 1,2 Prozent. In Euro gerechnet legte der Goldpreis um 1,4 Prozent zu auf 4.172 Euro.
Nach der Gegenbewegung richtet sich der Blick auf die US-Notenbank: Das Fed-Protokoll könnte die aktuelle Goldpreis-Erholung bestätigen – oder relativieren.
Auch am Silbermarkt dominierten die Käufer. Der Silberpreis zog um rund 3 Prozent an auf 75,77 US-Dollar beziehungsweise 64,00 Euro. Damit setzte Silber seine zuletzt ausgeprägteren Schwankungen fort.
Dabei präsentierten sich auch andere Anlageklassen stabil. Sowohl die Aktien-Futures als auch Bitcoin starteten freundlich in den Handelstag und verzeichneten leichte Zugewinne.
Vortag – Volatilität bleibt
Am Dienstag hatte sich die Lage noch deutlich schwächer dargestellt. Der Goldpreis notierte zeitweise bei rund 4.880 US-Dollar und bewegte sich damit spürbar unter den aktuellen Kursen. In Euro gerechnet rutschte Gold zwischenzeitlich in den Bereich um 4.110 Euro.
Silber zeigte erneut die größeren Ausschläge. Der Kurs fiel im Tagesverlauf zeitweise unter 74 US-Dollar. Damit blieb das Handelsumfeld von erhöhter Nervosität geprägt.
Die kräftigere Gegenbewegung am Mittwochmorgen unterstreicht einmal mehr die aktuell hohe Volatilität im Edelmetall-Segment. Am Dienstag waren die institutionllen Händler nach dem Feiertag an die Trading Desks zurückgekehrt.
Im weiteren Tagesverlauf dürfte vor allem ein Termin im Mittelpunkt stehen. Anleger warten auf die Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten Fed-Sitzung. Die sogenannten Fed Minutes liefern regelmäßig Hinweise auf die Stimmung im Offenmarktausschuss der US-Notenbank.
Gerade nach den zuletzt erhöhten Kursschwankungen am Goldmarkt könnten die Aussagen der Notenbanker neue Impulse liefern. Entsprechend aufmerksam dürfte die Wortwahl analysiert werden.
Banken prägen den Goldmarkt stärker als sichtbar. Der Artikel zeigt, wie OTC-Handel, Derivate und Zentralbanken den Goldpreis beeinflussen.
Symbolfoto: Die Kontrolle über physische Goldbestände und Handelsstrukturen verdeutlicht den Einfluss großer Banken auf den Goldpreis.
Banken dominieren den Goldmarkt
Der globale Goldmarkt gehört zu den komplexesten Handelsplätzen der Welt. Obwohl Gold heute ein frei gehandeltes Anlagegut ist, prägen weiterhin Strukturen und Akteure den Markt, die historisch aus der Zeit stammen, als Gold noch die Basis des internationalen Geldsystems bildete. Banken spielen dabei bis heute eine Schlüsselrolle – oft sichtbar an den Börsen, noch öfter im Verborgenen über bilaterale OTC-Beziehungen, Clearing-Netzwerke und Zentralbankkontakte. Ein Blick in diese Schichten zeigt, warum der Goldpreis nicht allein durch Angebot und Nachfrage erklärt werden kann.
Banken steuern den Goldmarkt über OTC, Derivate und Zentralbankkontakte – weit stärker, als Charts es zeigen.
Börsenhandel vs. OTC – zwei Welten, ein Markt
Der sichtbare Teil des Goldhandels findet an Börsen wie der COMEX statt. Hier werden Futures gehandelt, die den internationalen Richtpreis maßgeblich beeinflussen. Die gehandelten Volumina sind hoch, die tatsächlichen physischen Auslieferungen jedoch gering. Gold bewegt sich im Futures-Handel überwiegend als Finanzkontrakt, nicht als Barren.
Parallel existiert der OTC-Markt der London Bullion Market Association (LBMA). Dieser Markt ist weitaus größer, aber deutlich intransparenter. Geschäfte werden direkt zwischen Banken, Händlern und institutionellen Käufern abgeschlossen. Dort werden Großbarren getauscht, Lagerorte verschoben und Lieferketten organisiert. Die LBMA bemüht sich seit Jahren um höhere Transparenz, veröffentlicht Clearing-Daten und gibt Mindeststandards für Good-Delivery-Barren vor. Dennoch bleibt ein erheblicher Teil der Preisbildung innerhalb geschlossener Bankennetzwerke.
Bis 2015 wurde der Goldpreis in einer Telefonrunde weniger Banken festgelegt. Das sogenannte London Gold Fixing existierte seit 1919 – und wurde nach einem Manipulationsskandal neu organisiert. Goldreporter gehörte zu den Medien in Deutschland, die diesen Vorgang kritisch begleiteten.
Heute gibt es ein elektronisches Auktionsverfahren, das theoretisch transparenter ist. Doch trotz Reformen bleibt der OTC-Markt ein Raum, in dem Preisbildung und Volumenflüsse nur teilweise sichtbar werden.
Dass die historischen LBMA-Preislisten seit dem seit 24. November 2025 nicht mehr öffentlich einsehbar sind, sondern nur noch die täglichen Londoner Gold- und Silberkurse, ist eher ein Rückschritt in Sachen Transparenz.
Warum Banken eine Sonderrolle haben
Dass Banken den Goldmarkt dominieren, hat historische Gründe. Gold war über Jahrhunderte Geld, später Deckung für Papiergeld. Der Goldstandard übertrug die gesamte Goldhaltung auf Zentralbanken. Ein privater Goldanlagemarkt entstand erst nach dem Zweiten Weltkrieg, und bis in die 1970er-Jahre wurden im Westen überwiegend Umlaufmünzen gehandelt – nicht Barren.
Diese Entwicklung führte dazu, dass Banken bis heute eine Art institutionelles Monopol besitzen:
Sie verfügen über die Lagerstätten und die Infrastruktur zur physischen Abwicklung.
Sie kontrollieren das Clearing zwischen Handelsplätzen.
Sie agieren als Market Maker und stellen Liquidität.
Sie fungieren als Mittler der Zentralbanken, die ihre Goldtransaktionen nicht über öffentliche Märkte abwickeln.
Zentralbanken: Käufer im Verborgenen
Zentralbanken kaufen und verkaufen Gold nicht über Börsen, sondern über Bankennetzwerke. Die Goldbestände in deren Bilanzen sind notorisch intransparent. Es wird kaum unterschieden zwischen:
physischem Gold,
Goldswaps,
Leasinggeschäften,
oder Forwards.
Nur unter gesellschaftlichem Druck gaben einzelne Zentralbanken im Laufe der letzten Jahrzehnte Details zu Lagerorten preis. Welche Art von Goldpositionen heute im Monatsreport der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) steckt, bleibt unklar – Goldreporter dokumentiert diese Berichte regelmäßig.
Die Konzentration des Marktes lässt sich an Zahlen illustrieren:
JP Morgan und HSBC lagerten Mitte Februar 2026 zusammen über 17 Millionen Unzen Gold in ihren COMEX-Tresoren – 50 Prozent der gesamten Bestände der Börse.
Der Report der US-Börsenaufsicht OCC zeigt, dass JP Morgan im 3. Quartal 2025 Edelmetall-Derivate mit einem Nominalwert von 437 Milliarden USD hielt – 62 Prozent aller Edelmetall-Derivate von US-Banken.
Die Top-4 (darunter JP Morgan, Citibank und Bank of America) dominierten über 98 Prozent dieses Marktes.
JP Morgan wickelt seine Edelmetall-Derivatgeschäfte vollständig OTC ab (Over-the-Counter), also nicht über Börsen (z.B. COMEX)
Enorme Konzentration: Nominalwert der von den Top-US-Banken gehaltenen Edelmetall-Derivate im zweiten Quartal 2025. JP Morgen mit 62 Prozent Marktanteil (Quelle: OCC Report Q3 2025).
Diese Marktmacht wurde mehrfach juristisch relevant. Ab 2010 kam es zu Verfahren wegen Preismanipulationen im Edelmetallhandel. Händler wanderten ins Gefängnis, Banken wie JP Morgan zahlten hohe Vergleichssummen. Es war ein indirektes Eingeständnis, dass die Preisbildung auf engem Raum stattfand – und zum Teil missbraucht wurde.
Der größte Einfluss der Banken entsteht nicht über physische Bestände, sondern über den Futures-Markt. Dort lassen sich mit relativ wenig Kapital große Positionen aufbauen:
Margin genügt, keine vollständige Bezahlung der Ware.
Die meisten Kontrakte werden bar ausgeglichen.
Ein großer Teil des Handels dient Absicherungs- oder Arbitragezwecken.
Netto-Positionen der US-Banken und Nicht-US-Banken
und Bestandsveränderungen in den Börsenlagern.
Die Daten sind eines der wenigen Fenster in einen Markt, der sonst schwer einsehbar ist.
Ein Wendepunkt: Die Corona-Krise und der Aufstieg Asiens
Die COVID-Krise markierte eine Zäsur. Lieferketten rissen, physisches Gold wurde knapp, und zum ersten Mal seit Jahrzehnten zeigte der asiatische Markt, dass er Preisimpulse setzen kann. Shanghai-Aufschläge erreichten bis zu 100 USD pro Unze. Wer in dieser Phase physisches Gold „auf den Markt werfen“ wollte, um Preise zu drücken, traf auf unmittelbare Gegenkäufe aus Asien.
Seitdem ist klar:
Indien und China sind strukturelle Schwergewichte.
Niedrige Preise werden schnell aufgesaugt.
Die Marktmacht der westlichen Banken ist nicht verschwunden, aber sie wird eingehegt.
Viele Banken nutzen seitdem die Preisunterschiede zwischen Ost und West, um Arbitragegeschäfte zu tätigen – ein weiteres Beispiel für die technische Dominanz institutioneller Händler.
Fazit: Ein Markt zwischen Tradition, Macht und Modernisierung
Der Goldmarkt ist weder völlig manipuliert noch vollkommen transparent. Er ist ein hybrides System:
Banken sind zentrale Infrastrukturen,
Zentralbanken agieren im Hintergrund,
Derivate bestimmen kurzfristig die Preisrichtung,
Physische Flüsse sichern langfristig das Gleichgewicht,
Und Asien ist heute ein Gegengewicht zum Westen.
Wer den Goldmarkt verstehen will, muss beide Ebenen betrachten: die sichtbaren Preise der COMEX – und die unsichtbaren Netzwerke, in denen Banken, Zentralbanken und große Händler agieren. Erst aus dieser Kombination entsteht das, was täglich als Goldpreis erscheint.
Der Goldpreis rutscht deutlich unter 5.000 USD. Technische Aspekte, sinkende Renditen und ein stärkerer US-Dollar bestimmen derzeit die Kursentwicklung.
Der Goldpreis bleibt trotz sinkender Renditen unter Druck.
Goldpreis bleibt unter Druck – Impulse bleiben rar
Der Goldpreis verharrt weiterhin nahe der Marke von 5.000 US-Dollar. Am Dienstagvormittag weitete sich der Abstand zur Unterseite aus. Mit 4.921 USD beziehungsweise 4.154 EUR lag der Kurs um 2,4 Prozent unter dem Niveau der Vorwoche (-1,9 Prozent in EUR).
Trotz fallender Zinsen bleibt der Goldpreis unter Druck – der stärkere US-Dollar und technische Faktoren überlagern den klassischen Zinseffekt.
Auffällig ist die jüngste Aufwertung des US-Dollar. Gleichzeitig fiel der Goldpreis in China erneut unter den europäischen Spotkurs. Damit entfiel ein wichtiger externer Taktgeber. Weitere fundamentale Impulse blieben aus. Die kurzfristige Kursentwicklung erscheint somit vor allem technisch geprägt.
Der Goldpreis kann aus den Turbulenzen an den Aktienmärkten bislang wenig Kapital schlagen. Dort gibt es unter anderem Zweifel, ob sich die hohen Investitionen der Tech-Riesen in KI-Infrastruktur am Ende rechnen.
Dagegen signalisieren die sinkenden Renditen am Anleihenmarkt eher steigende Mittelzuflüsse – und das korrespondiert mit einem stärkeren US-Dollar. So fielen die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen gegenüber der Vorwoche deutlich von 4,19 Prozent auf 4,03 Prozent.
Auch in der Eurozone zeigt sich derselbe Trend: Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag am Dienstag bei 2,74 Prozent, nach 2,83 Prozent in der Vorwoche. Vergleichbare Rückgänge waren auch in Frankreich und weiteren Euro-Kernländern zu sehen.
Anleiherenditen in den USA und Europa – Übersicht am 17. Februar 2025
Warum der Zinseffekt auf Gold derzeit begrenzt ist
Klassisch gelten steigende Renditen als Gegenwind für Gold, sinkende Zinsen dagegen als Unterstützung. Dieses Muster greift derzeit jedoch nur eingeschränkt.
Zum einen haben Anleiherenditen einen Teil ihrer Signalwirkung eingebüßt. Zum anderen werden sie zunehmend von Faktoren wie hohem Emissionsvolumen, staatlichem Finanzierungsbedarf und taktischer Nachfrage bewegt. Kurzfristige Konjunktur- oder Inflationsdaten spielen dabei eine geringere Rolle. Entsprechend tritt der direkte Zinseinfluss auf den Goldpreis aktuell in den Hintergrund.
Gold und Silber starten am Dienstag erneut schwächer. Der Goldpreis fällt auf 4.907 USD, während Anleger nach Feiertagsruhe auf ZEW-Index und US-Konjunkturdaten blicken.
Goldpreis heute (8:15 Uhr)
Gold und Silber bleiben unter Druck. Am Dienstag um 8:15 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt mit 4.907 USD (-1,7 %) bzw. 4.144 EUR (-1,6 %). Der Silberpreis rutschte um 2,9 Prozent bzw. 2,8 Prozent auf 74,42 USD bzw. 62,85 EUR.
Goldpreis rutscht weiter ab – entscheidet der US-Handelsstart über die nächste Richtung?
Auch die Aktien-Futures (DAX: 24.729 Pkte) und Bitcoin (68.265 USD) eröffneten bis zu 0,6 Prozent schwächer.
Vortag: Schwächer ohne Impulse
Ohne Impulse aus den USA und China (Feiertag) bewegte sich der Goldpreis am Montag in geringer Bandbreite und schloss auf dem Niveau des Vormittags. Mit 4.992 USD / 4.210 EUR fiel der Goldpreis um rund 1 Prozent. Genau wie Silber, das sich gegenüber dem Vortag ebenfalls um 1 Prozent verbilligte auf 76,65 USD / 64,67 EUR.
Ausblick
Am heutigen Dienstag erscheint der ZEW-Index für Deutschland und die Eurozone. Aus den USA kommt der wöchentliche APD-Jobbericht sowie der New York Empire State Index. Außerdem hält Fed-Repräsentantin Mary C. Daly am Abend eine Rede.
Aus der Eurozone stehen heute Daten zur Industrieproduktion im Dezember auf der Agenda.
Die Perth Mint meldet für Januar rückläufige Goldverkäufe, während der Silber-Absatz sprunghaft anzog. Der starke Goldpreis relativiert dabei das Bild.
Silber-Kookaburra-Münzen der Perth Mint.
Goldabsatz schwächer als im Vormonat
Die Perth Mint meldet für Januar einen Rückgang der Goldverkäufe auf 29.103 Unzen. Das entspricht einem Minus von 19 Prozent gegenüber Dezember. Allerdings lag der Absatz 57 Prozent über dem Vorjahresmonat.
Etwas besser sehen die Zahlen aus, wenn man die Goldpreis-Entwicklung einbezieht.
Während der Goldabsatz im Januar nachgab, verzeichnete die Perth Mint im Silbersegment eine außergewöhnliche Nachfragedynamik.
Auf Basis des durchschnittlichen Goldpreises von 4.757 US-Dollar pro Unze ergibt sich für Januar ein Volumen von 138 Millionen US-Dollar. Das bedeutet ein Minus von 10 Prozent gegenüber dem Vormonat, aber eine Zunahme um 175 Prozent gegenüber Januar 2025. Denn der Goldpreis stieg innerhalb eines Jahres um 76 Prozent.
Deutlich freundlicher sieht das Januargeschäft im Silbersegment aus. Denn mit 1.722.639 Unzen steigerte die Perth Mint den Silberabsatz um 188 Prozent gegenüber Vormonat und um 315 Prozent gegenüber Vorjahr. Noch eindrucksvoller sind die Umsatzsteigerungen. Denn legt man den durchschnittlichen Januarkurs von 91,64 USD pro Silberunze zugrunde, dann ergibt sich ein Erlös von 157,86 Millionen US-Dollar. Damit hat sich das Silbergeschäft gegenüber Vormonat vervierfacht und im Vorjahresvergleich sogar verzwölffacht.
Perth Mint ordnet ein
Neil Vance, General Manager Minted Products der Perth Mint, bezeichnete die Nachfrage nach Silberprodukten als außergewöhnlich und verwies auf starkes globales Interesse aus den USA, Europa, Asien sowie Australien. Angesichts des anhaltenden Booms konzentriere man die Produktion auf Kernprodukte, um die Kundenerwartungen zu erfüllen. Besonders gefragt seien Silber-Kangaroo-Münzen und Silber-Kilobarren, während die im Januar eingeführte Silber-Kookaburra-Münze auf starke Verkaufszahlen gestoßen sei.
Der Goldpreis an der Shanghai Gold Exchange notierte zuletzt unter dem europäischen Spotkurs. Der China-Spread drehte damit wieder ins Minus.
Goldpreis in China unter Spotniveau: Der China-Spread an der Shanghai Gold Exchange rutscht ins Minus.
Goldpreis-Abschlag in China
Der Goldpreis an der Shanghai Gold Exchange (SGE) ist vergangene Woche erneut unter das europäische Spotniveau gefallen. Am Donnerstagvormittag (MEZ) wurde Gold rund 16 US-Dollar je Feinunze niedriger gehandelt als in Europa. In der Vorwoche hatte noch ein Aufschlag von 10 US-Dollar bestanden. Die rückläufige Entwicklung des China-Spreads hatte sich zuvor bereits angedeutet.
Der negative China-Spread signalisiert nachlassende Preisimpulse aus Fernost – ein Faktor, der die aktuelle Goldpreis-Volatilität mit erklärt.
Messzeit: [Fr. 12.02.26, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]
Aufschlag China → Europa Spot: -16 USD/oz (06.02.26: +10 USD); Δ: -26 USD
Silber weiterhin mit Aufschlag
Am Silbermarkt blieb es dagegen bei einem Preisaufschlag gegenüber dem internationalen Spotkurs. Allerdings verringerte sich auch hier der Abstand. Nach Berechnungen von Goldreporter lag der Silberpreis an der SGE zuletzt rund 6 US-Dollar je Unze beziehungsweise etwa 7 Prozent über dem hiesigen Spotpreis. Eine Woche zuvor hatte der Aufschlag noch bei etwa 10 US-Dollar beziehungsweise 13 Prozent gelegen.
Markt / Kennzahl
12.02.26
06.02.26
Δ
Gold China SGE Fix (CNY/Gramm)
1.123,27
1.085,72
+3,5 %
Gold China SGE (USD/Gramm)
162,32
156,29
+3,9 %
Goldpreis China SGE
(USD/oz)
5.049
4.861
+187
Goldpreis Europa
(USD/oz)
5.065
4.851
+214
Aufschlag/Abschlag China
→ Europa (USD/oz)
-16
+10
-26
China mit geringerer Goldnachfrage
Sinkende Preisaufschläge beziehungsweise ein Abschlag gegenüber dem internationalen Markt gelten als Hinweis auf eine rückläufige Edelmetall-Nachfrage in China. Dazu passt, dass das Land im Januar nicht mehr als Empfängerland für Schweizer Gold-Lieferungen auftauchte.
Grafik zeigt China-Aufschlag zum Goldpreis: Spread SGE minus Europa-Spot schwankt und blieb am 12. Februar 2026 aber positiv.
Bedeutung für den Goldpreis
Ein negativer China-Spread deutet auf eine nachlassende preisliche Führungsrolle Chinas hin. Kurzfristige Impulse für den internationalen Goldpreis aus Fernost waren zuletzt unbedeutend. Gleichzeitig hilft diese Entwicklung, die erhöhte Volatilität am Goldmarkt einzuordnen. Der China-Spread bleibt damit ein potenzieller Frühindikator für kurzfristige Marktverschiebungen.
Aufgrund des chinesischen Neujahrsfestes gibt es aus dieser Region bis zum 23. Februar ohnehin keine Handels-Impulse für den Goldpreis.
Methodik:SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 12.06.26; Umrechnung über 6,920 CNY/USD (Vorwoche: 6,947 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spot-Goldpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.
Goldpreis startet schwächer in die Woche. Die 5.000-Dollar-Marke bleibt im Fokus. US- und China-Börsen geschlossen.
Goldpreis heute (8:15 Uhr)
Silber- und Goldpreis starten am Montag jeweils rund 1 Prozent schwächer in den Handel. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt 4.995 USD beziehungsweise 4.210 EUR. Der Silberpreis notierte bei 76,72 USD beziehungsweise 64,67 EUR.
Gold ringt zum Wochenstart erneut um die psychologisch wichtige 5.000-Dollar-Marke.
Auch Bitcoin gab leicht nach und verlor 0,6 Prozent auf 68.540 USD. Dagegen zeigten sich die Aktien-Futures zum Wochenauftakt leicht erholt.
Vortag: Technische Erholung zum Wochenschluss
Am Freitag kam es bei Gold und Silber zu einer technischen Gegenbewegung nach den kräftigen Verlusten am Donnerstag. Der Goldpreis stieg um mehr als 2,5 Prozent auf 5.042 USD beziehungsweise 4.240 EUR. Silber verteuerte sich parallel auf 77,45 USD beziehungsweise 65,26 EUR.
Im Hintergrund stand die Ankündigung einer deutlichen Margin-Erhöhung durch die CME Group im institutionellen Goldhandel. Eine unmittelbare Belastung für den Goldpreis ergab sich daraus jedoch nicht.
Die jüngsten Zahlen vom US-Terminmarkt zeigen, dass der Anteil der spekulativen Positionen am Open Interest auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2025 gefallen ist.
Ausblick – Wichtige Börsen geschlossen
Am heutigen Montag wird in den Vereinigten Staaten aufgrund eines Feiertags nicht gehandelt (Washington’s Birthday). Auch die chinesischen Börsen bleiben wegen der Neujahrsfeierlichkeiten bis zum 23. Februar 2026 geschlossen.
Aus der Eurozone stehen heute Daten zur Industrieproduktion im Dezember auf der Agenda.
Nach dem Flash-Crash und deutlichem Positionsabbau bleibt der Goldpreis stark schwankungsanfällig. Nun trifft der Markt auf eine Phase reduzierter Handelsaktivität.
Goldpreis bleibt volatil. Nach dem Ausverkauf am Donenrstag rückt die Handelsruhe in den Fokus.
Goldpreis-Schwankungen bleiben ausgeprägt
Gold und Silber erlebten erneut eine volatile Handelswoche. Nach der Erholung zu Wochenbeginn kam es am Donnerstag zu einem scharfen Kurseinbruch mit Notierungen unter 5.000 USD je Unze. Am Freitag überschritt der Goldpreis diese Marke erneut und beendete die Woche (CME Spot) bei 5.041 USD beziehungsweise 4.247 EUR.
Der zuletzt deutliche Positionsabbau im Futures-Handel trifft auf eine Phase reduzierter Marktaktivität – eine klassische Konstellation für mögliche Volatilitätsberuhigung.
Ein Blick auf die aktuellen CoT-Daten per 10. Februar 2026 zeigt deutliche Verschiebungen bei den wichtigsten Händlergruppen im Gold-Futures-Handel.
Bei den Commercials sank die Netto-Short-Position bereits in der vierten Woche in Folge. Gegenüber der Vorwoche ergab sich ein Rückgang um 4,8 Prozent auf 197.738 Kontrakte. Besonders auffällig fiel erneut der Abbau der Terminverkäufe aus. Der Netto-Short-Bestand dieser Gruppe verringerte sich um 25 Prozent.
CoT-Daten Gold vom 10. Februar 2026 und Gold-Optionen
Auch die Großen Spekulanten reduzierten ihre Engagements. Deren Netto-Long-Position ging um 3 Prozent zurück auf 160.012 Kontrakte. Damit wurde der niedrigste Stand seit dem 27. Februar 2024 erreicht.
Der Anteil spekulativer Positionen am Open Interest fiel zuletzt auf knapp 49 Prozent – der niedrigste Wert seit dem 21. Oktober 2025. Zum Vergleich: Der Höchststand lag am 2. Dezember 2025 bei 61 Prozent.
CoT-Daten Gold, Netto-Positionen Commercials und Große Spekulanten sowie Open Interest; Verlauf seit 2020. Stand: 10. Februar 2026.
Open Interest
Parallel dazu verringerte sich der Open Interest im Gold-Futures-Handel zunächst weiter. Die Zahl offener Kontrakte sank im Wochenvergleich um 1,3 Prozent auf 404.391. Bis Freitag kam es jedoch zu einer Gegenbewegung. Der Wert stieg um 2 Prozent auf 412.911 Kontrakte. Von Freitag zu Freitag ergibt sich damit ein Plus von 2,4 Prozent.
Am Optionsmarkt setzte sich dagegen der Aufwärtstrend fort. Der Open Interest nahm um weitere 6 Prozent zu auf 912.397 Optionen. Gleichzeitig stieg die Put/Call-Ratio auf 0,668. Rechnerisch entfielen zuletzt 150 Call-Optionen auf 100 Puts, nach 152 in der Vorwoche. Der Optionsmarkt signalisiert damit weiterhin Optimismus, wenn auch leicht abgeschwächt.
COMEX-Bestände deutlich gesunken
Die Goldbestände an der COMEX gingen zuletzt kräftig zurück. Per 12. Februar 2026 belief sich die gesamte Lagermenge auf 34,41 Millionen Unzen. Das entspricht einem Rückgang von rund 960.000 Unzen binnen Wochenfrist.
Die sofort verfügbaren Bestände der Kategorie „registered“ sanken um 800.000 Unzen auf 17,57 Millionen Unzen. Ihr Anteil an den Gesamtbeständen verringerte sich leicht auf 51 Prozent (Vorwoche: 52 Prozent).
Physische Gold-Deckung bleibt hoch
Die physische Deckung im Gold-Futures-Handel fiel im gleichen Zeitraum von 88 Prozent auf 83 Prozent. Trotz dieses Rückgangs bewegt sich der Wert weiterhin im oberen Bereich der historischen Spanne, die in den vergangenen Jahren zwischen etwa 30 Prozent und dem Rekordniveau von 98 Prozent (April 2025) lag.
Auslieferungsanträge ziehen weiter an
Für den laufenden Februar-Kontrakt summierten sich die Anträge auf physische Auslieferung zuletzt auf 36.092. Das entspricht umgerechnet rund 112 Tonnen Gold. Innerhalb einer Woche kamen 2.476 neue Anträge hinzu.
Zum Vergleich: Im gesamten Januar wurden lediglich 11.862 Anträge beziehungsweise rund 37 Tonnen registriert. Der bisherige Rekord stammt aus dem Februar 2025 mit 76.567 Anträgen (rund 238 Tonnen).
Die Handelswoche stand im Zeichen des Flash-Crashs am Donnerstag. Um 17 Uhr MEZ brach der Goldpreis innerhalb weniger Minuten um 165 USD beziehungsweise 3,3 Prozent ein.
Der nahezu senkrechte Preisrutsch deutet auf das Auslösen automatischer Verkaufsorders und Stoppmarken hin. Solche technischen Effekte verstärken kurzfristige Bewegungen häufig erheblich.
Die zeitgleiche Dollar-Aufwertung spricht eher für ein währungsgetriebenes Marktgeschehen als für ein isoliertes Ereignis im Goldhandel. Zwar berichtete Bloomberg am Nachmittag über mögliche russische Überlegungen zur Rückkehr ins US-Dollar-System. Ein direkter Zusammenhang mit dem Abverkauf lässt sich zeitlich jedoch nicht eindeutig herstellen.
Flash-Crash am Donnerstag: Gold-Futures-Kurs (April-Kontrakt) im Zeitraum vom 09.02. bis 13.02.26 (Quelle: CME Group)
Goldpreis-Ausblick
Die Volatilität am Goldmarkt bleibt hoch. Gleichzeitig ist der Anteil spekulativer Positionierungen im US-Futures-Handel zuletzt kontinuierlich gesunken. Ob sich daraus eine nachhaltige Marktberuhigung ergibt, bleibt abzuwarten.
Am Montag wird in den USA nicht gehandelt. Zudem beginnt das chinesische Neujahrsfest, sodass die Märkte dort vom 16. bis 23. Februar geschlossen bleiben.
Die US-Inflation schwächte sich im Januar ab. Die Kerninflation blieb stabil – ein wichtiger Faktor für Zinsen und Goldpreis.
Die Verbraucherpreise in den USA sind im Januar moderater gestiegen. Die jährliche Inflation laut US-Statistikbüro sank auf 2,4 Prozent und lag damit leicht unter den Erwartungen. Auf Monatssicht stieg der CPI um 0,2 Prozent. Die Kerninflation verharrte bei 2,5 Prozent, während die monatliche Rate auf 0,3 Prozent anzog. Auffällig war der Preisanstieg bei Transportdienstleistungen. Dagegen schwächte sich der Preisauftrieb bei Mieten weiter ab. Energiepreise wirkten dämpfend, insbesondere Benzin.
Goldreporter-Kommentar: Die rückläufige Inflation stützt die Erwartung eines weniger restriktiven Zinskurses. An den Terminmärkten nahm die Zinssenkungswahrscheinlichkeit leicht zu. Der Goldpreis reagierte mit Kursgewinnen und setzte seine technische Erholung fort. Die psychologisch wichtige Marke von 5.000 USD wurde zurückerobert.
Der Goldpreis und Silberpreis bleiben von hoher Volatilität geprägt. Spreads und Aufgelder im Edelmetall-Handel verharren auf erhöhtem Niveau.
Hohe Volatilität bei Gold und Silber sorgt für steigende Spreads und Aufgelder im Edelmetall-Handel.
Turbulente Entwicklung bei Gold und Silber
Die hohe Volatilität bei Gold und Silber stellt Anleger und Händler gleichermaßen vor große Herausforderungen. In der vergangenen Woche ließ der starke Kurseinbruch, insbesondere bei Silber, Aufgelder und Spreads förmlich explodieren. In unserer Freitagsanalyse beleuchten wir die jüngsten Entwicklungen.
Goldpreis-Turbulenzen schlagen durch: Händlerpreise reagieren mit breiteren Spreads.
Zum Zeitpunkt der wöchentlichen Goldreporter-Preiserhebung (Freitag 12 Uhr) kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 4.962 US-Dollar beziehungsweise 4.185 Euro. Gegenüber der Vorwoche stieg der Euro-Goldpreis um 1 Prozent. Silber verteuerte sich im gleichen Zeitraum um 4 Prozent auf 65,70 EUR pro Unze.
Mehr dazu: Livecharts und tagesaktuelle Berichte finden Sie unter Goldpreis aktuell.
Hohe Nachfrage im Edelmetall-Handel
Die Situation im Edelmetall-Handel ist weiter angespannt. Dominik Lochmann, Geschäftsführer ESG Edelmetall Service, schildert die aktuelle Lage gegenüber Goldreporter. Er berichtet von einer sehr hohen Nachfrage in den letzten beiden Wochen, insbesondere bei Silberanlageprodukten.
„Die Berichte über die potenziell zukünftige Silberknappheit in den Medien und die neue Ausfuhrpolitik Chinas und der USA für Silber, die das Metall inzwischen nicht mehr als normalen Rohstoff sondern als systemrelevant einstufen, hat bei vielen Kunden Kursfantasien geweckt“, so Lochmann.
Viele Lieferanten hätten inzwischen Lieferschwierigkeiten und müssten im Mehrschichtbetrieb nachproduzieren, um die Lager der Banken und Händler wieder auffüllen zu können. Allerdings komme auch viel Ware von Kunden zurück, so dass ein guter Teil der Nachfrage mit Resaleware gedeckt werden könne.
Ankaufgeschäft boomt weiter
„Die Verkaufwelle der letzten Wochen kam unerwartet und war sogar so hoch, dass die meisten Ankäufer bzw. Recyclingbetriebe noch damit zu tun haben, Einlieferungen des Vormonats abzuarbeiten“, so Lochmann. Auch im eigenen Betrieb würde derzeit Überstunden gemacht.
Allerdings verzeichnete ESG zuletzt kleinere Einzelverkäufe. Dominik Lochmann führt dies auf die große Verkaufswelle im vergangenen Jahr zurück: „Viele verkauften mit dem Gedanken, der Hochpunkt der Kurse sei bereits erreicht. Es wird auf jeden Fall ein spannendes und anspruchsvolles Jahr für die Branche und wir stellen uns weiterhin auf größere Kursbewegungen in beide Richtungen ein. Die Welt- und Wirtschaftspolitik ist momentan so unkalkulierbar wie seit Jahren nicht mehr“, so der Ausblick des Händlers.
Die aktuelle Goldreporter-Preisabfrage bei sechs deutschen Edelmetallhändlern (Vergleich zum 6. Februar 2026) ergibt folgendes Bild:
Krügerrand (neu): Ø 4.389 Euro (+55 Euro), Aufgeld 4,86 Prozent nach zuvor 4,64 Prozent. Ältere Jahrgänge sind teils bis zu 100 Euro günstiger.
100-g-Goldbarren: Ø 13.937 Euro (+121 Euro), Aufgeld sinkt auf 3,56 Prozent nach zuvor 3,7 Prozent.
Die Spreads entwickelten sich zuletzt uneinheitlich, allerdings auf deutlich erhöhtem Niveau. Während sich der Abstand zwischen Verkaufs- und Ankaufspreis bei den Goldbarren auf 6,4 Prozent verringerte, blieb das Verhältnis bei Krügerrand-Münzen konstant bei 7,6 Prozent.
Preisdaten vom 13. Februar 2026 – Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.
Silber kaufen: Aufgeld und Spreads hoch
Im Silberhandel zeigt sich die angespannte Lage deutlich in anhaltendem hohen Aufgeld und erheblichen Spreads.
Maple Leaf (neu): Ø 100,32 Euro (+3,50 Euro), Aufgeld konstant hoch bei 52 Prozent. Ältere Jahrgänge bis zu 4 Euro günstiger.
1-kg-Silberbarren: Ø 3.073 Euro (+41 Euro), Aufgeld 45 Prozent nach zuvor 49 Prozent – damit nur leicht gesunken.
Fazit
Die anhaltenden Kursschwankungen schlagen direkt auf den Edelmetall-Handel durch. Anbieter reagieren mit angepassten Aufgeldern und teils deutlich erweiterten Spreads, um die gestiegenen Preisrisiken zu kompensieren. Gleichzeitig bleiben die Lieferketten angespannt. Bei zahlreichen Produkten müssen Käufer weiterhin mit verlängerten Lieferzeiten rechnen.
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Nach der erfolgreichen Premiere geht das ZukunftsForum Edelmetalle im März 2026 in die zweite Runde. Die Konferenz setzt erneut auf Fachinhalte und Branchenaustausch.
ZukunftsForum Edelmetalle in Frankfurt am Main 2025: Die Branchen-Konferenz geht im März in die zweite Runde.
ZukunftsForum Edelmetalle geht in die zweite Runde
Mit der zweiten Ausgabe des ZukunftsForum Edelmetalle setzt sich im März 2026 ein Veranstaltungsformat fort, das bereits bei seiner Premiere auf breite Resonanz innerhalb der Branche stieß. Die Konferenz findet vom 22. bis 24. März 2026 im Kap Europa in Frankrfurt/M. statt und erstreckt sich über zweieinhalb Tage.
Nach der erfolgreichen Premiere setzt das ZukunftsForum Edelmetalle auch 2026 auf Wissenstransfer und intensive Vernetzung innerhalb der Branche.
Bereits die Erstveranstaltung wurde von vielen Teilnehmern als außergewöhnlich gelungen bewertet. Besonders hervorgehoben wurden die Qualität der Vorträge, das professionelle Umfeld und die vielfältigen Möglichkeiten zum persönlichen Austausch. Entsprechend deutlich fiel der Wunsch nach einer Fortsetzung aus.
Inhaltlich gliedert sich das Programm erneut klar nach Metallen. Der erste Konferenztag („Gold-Tag“) widmet sich schwerpunktmäßig Themen rund um Gold. Am zweiten Veranstaltungstag („Weißmetall-Tag“) stehen Silber sowie die Platinmetalle im Mittelpunkt.
Ergänzt wird das Vortragsprogramm durch Diskussionsrunden und Panel-Formate. Dabei steht nicht Alarmismus oder die Verbreitung zugespitzter Marktszenarien im Vordergrund. Vielmehr richtet sich das Forum konsequent auf den produktiven persönlichen Austausch zwischen Branchenprofis.
Neben den fachlichen Inhalten spielt die Vernetzung eine zentrale Rolle. Großzügig eingeplante Pausen schaffen Raum für Gespräche und Geschäftsanbahnung. Flankiert wird die Konferenz durch ein Rahmenprogramm, darunter eine Cocktail-Reception am Vorabend, ein Konferenzdinner am Montag sowie eine gemeinsame Befahrung eines Besucherbergwerks am Sonntag vor Beginn der Veranstaltung. Die Teilnehmerzahl für diese Programmpunkte ist begrenzt.
Konferenz und Messe in Kombination
Das ZukunftsForum Edelmetalle ist von Beginn an als Kombination aus Konferenz und Ausstellung konzipiert. Im Jahr 2026 stehen ergänzend bis zu 16 Messestände zur Verfügung. Das Angebot richtet sich insbesondere an Unternehmen, die ihre Produkte und Dienstleistungen einem spezialisierten Fachpublikum präsentieren möchten.
Veranstalter und Konzept
Veranstaltet wird das ZukunftsForum Edelmetalle von der Fragold Connect GmbH. Das Unternehmen wurde 2024 mit dem Ziel gegründet, die Vernetzung der Edelmetallbranche in der DACH-Region zu stärken. Neben der Konferenz zählen hierzu weitere Aktivitäten, darunter die Branchenpublikation „Gold & Weiss“.
Organisatoren der Veranstaltung sind der Fragold-Geschäftsführer und langjährige Branchenprofi Wolfgang Wrzesniok-Roßbach sowie die Kommunikationsexpertin Corinna Schmitz.