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Gold: Von der Schmelze auf den Teller

Gold, Blattgold (Foto: Goldreporter)

Blattgold wird seit 5.000 Jahren hergestellt (Foto: Goldreporter)

Dank dem Bayern-Profi Franck Ribéry ist Blattgold zurzeit in aller Munde. Doch bereits seit geraumer Zeit landet Blattgold in Form von kleinen Glitterpartikeln und Flocken oder als Goldüberzug auf unseren Tellern.

Von Dominik Lochman, ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG

Schon seit vielen Jahrhunderten verziert Blattgold hochkarätige Kunstwerke, prunkvolle Herrschersitze und ganze Kirchendecken. Doch das hauchdünne Edelmetall landet manchmal in Form von kleinen Glitterpartikeln und Flocken oder als Goldüberzug von kompletten Speisen auch auf unseren Tellern.

Traditionelles Handwerk

Goldschlägerei stellt ein über 5.000 Jahre altes Verfahren zur Herstellung von Blattgold dar. Hierbei walzen sogenannte Goldschläger Edelmetallbarren zunächst mit einer Maschine zu Blechen und schlagen sie anschließend mit Hämmern auf die gewünschte Dicke im Mikrometerbereich. Da die notwendigen Produktionsschritte bis heute nicht vollständig maschinell ablaufen, führt der große Arbeitsaufwand zu einem höheren Preis im Vergleich zum reinen Materialwert. Dennoch stellt das sogenannte Schlagmetall kein unbezahlbares Luxusgut dar. Bereits mit einem minimalen Materialeinsatz lassen sich aufgrund der geringen Dicke des Endproduktes große Flächen erzeugen.

Luxus auf dem Speiseplan

In Lebensmitteln stellt Blattgold letztlich nur eine optische Verfeinerung dar, da es nach nichts schmeckt. Sofern das Edelmetall einen Feingehalt von 99,99 Prozent aufweist, gilt der Verzehr auch gesundheitlich als unbedenklich. Als nährstofflose Zutat scheidet es der Körper unverdaut wieder aus. Künstler mischen dem Gold für ihre Werke meist weitere Metalle bei, um dem Material mehr Stabilität zu verleihen. Da solche Gemische für den Körper unter Umständen giftige Stoffe enthalten, gehören diese nicht auf den Speiseplan. Daher sollten Interessenten beim Kauf unbedingt auf eine hohe Reinheit des Produktes achten. Blattgold dient bei Mahlzeiten sicherlich als Hingucker für besondere Anlässe. Für den alltäglichen Gebrauch oder gar als Wertanlage empfehle ich es hingegen nicht.

Dominik Lochmann ist Geschäftsführer der ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG. Die ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG mit Sitz in Rheinstetten und die Tochtergesellschaft ESG Edelmetall-Service GmbH in Schänis (nahe Zürich) recyceln seit vielen Jahren europaweit edelmetallhaltiges Scheidgut der Schmuck-, Elektronik-, Galvanik- und Dentalindustrie. Als Handels- und Recyclingunternehmen ist die ESG ist für edelmetallverarbeitende Unternehmen sowie im Bereich des privaten Edelmetallankaufs und -verkaufs tätig.

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

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Eingetragen von am 29. Jan. 2019. gespeichert unter Gastartikel, Gold, Hintergrund, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

1 Kommentar für “Gold: Von der Schmelze auf den Teller”

  1. So hat man uns immer angelogen.
    Gold kann man essen und Zinsen bringt es auch. Und zwar sehr gute.

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