Der Goldpreis in China liegt wieder über dem internationalen Spotmarkt. Der Aufschlag an der Shanghai Gold Exchange stieg zuletzt auf rund 22 US-Dollar je Unze.

Goldpreis in China: Aufschlag gegenüber Europa wieder gestiegen
Der chinesische Goldmarkt sendet erneut ein Nachfrage-Signal. An der Shanghai Gold Exchange (SGE) wurde Gold zuletzt über dem Niveau des europäischen Spotmarktes gehandelt. Am Freitagvormittag lag der Preis in Shanghai rund 22 US-Dollar je Feinunze über dem europäischen Spotkurs. Eine Woche zuvor hatte der Aufschlag noch 17 US-Dollar betragen. Damit hat sich der Abstand innerhalb weniger Tage um weitere 5 US-Dollar ausgeweitet.
Der steigende Aufschlag in Shanghai signalisiert wieder stärkere Goldnachfrage aus China.
Messzeit: [Fr. 13.03.26, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]
Aufschlag China → Europa Spot: +22 USD/oz (06.03.26: 17 USD); Δ: +5 USD
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Silber mit weiterhin deutlichem China-Premium
Auch am Silbermarkt bleibt der Preisabstand deutlich. Nach Berechnungen von Goldreporter lag der Silberpreis an der Shanghai Gold Exchange zuletzt rund 12 US-Dollar je Unze über dem internationalen Spotpreis. Das entspricht einem Aufschlag von etwa 15 Prozent.
Damit hat sich der Spread gegenüber der Vorwoche erneut ausgeweitet. Anfang März hatte das Aufgeld noch rund 13,5 Prozent betragen.
| Markt / Kennzahl | 13.03.26 | 06.03.26 | Δ |
|---|---|---|---|
| Gold China SGE Fix (CNY/Gramm) | 1.131,73 | 1.139,95 | -0,7 % |
| Gold China SGE (USD/Gramm) | 164,23 | 164,95 | -0,4 % |
| Goldpreis China SGE (USD/oz) |
5.108 | 5.13 | -22 |
| Goldpreis Europa (USD/oz) |
5.086 | 5.113 | -27 |
| Aufschlag/Abschlag China → Europa (USD/oz) |
+22 | +17 | +5 |
Warum der China-Spread für den Goldmarkt wichtig ist
Der Abstand zwischen den Preisen an der Shanghai Gold Exchange und dem internationalen Spotmarkt wird von Marktbeobachtern aufmerksam verfolgt.
Steigt der Preis in Shanghai über den globalen Referenzkurs, gilt das häufig als Hinweis auf zusätzliche physische Nachfrage aus China. Händler müssen dann höhere Preise akzeptieren, um Metall im Inland zu sichern.
Dreht der Spread dagegen ins Minus, deutet dies meist auf eine nachlassende Nachfrage im chinesischen Markt hin.
Der jüngste Anstieg des Aufschlags spricht somit wieder für stärkere Kaufimpulse aus Fernost. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung, wie schnell sich dieser Indikator derzeit verändern kann. Für kurzfristige Bewegungen am Goldmarkt bleibt der China-Spread daher ein sensibler Frühindikator.

