Schweiz: Mehrheit unterstützt neue Vermögensteuer für Millionäre

Eine neue Steuer auf große Vermögen findet laut Umfrage breite Zustimmung in der Schweiz. Das Thema könnte die politische Debatte über Steuern und Kapitalbewegungen neu anheizen.

Eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung unterstützt laut einer aktuellen Umfrage eine neue Steuer auf große Vermögen. Rund 68 Prozent der Befragten sprechen sich demnach für eine bundesweite Vermögensteuer von 0,33 Prozent auf Vermögen über 5 Millionen Franken aus. Etwa 25 Prozent lehnen den Vorschlag ab.

Die Einnahmen könnten zur Finanzierung höherer Militärausgaben und Rentenzahlungen dienen. Konkrete Gesetzespläne existieren derzeit nicht. Beobachter erwarten jedoch, dass die Umfrage die politische Debatte über zusätzliche Staatseinnahmen anheizen wird.

Mehr dazu: Umfrage zeigt breite Unterstützung für Millionärssteuer in der Schweiz – via Bloomberg

Goldreporter-Kommentar: Steuerdebatten über eine Vermögensteuer erhöhen häufig den Druck auf mobile Kapitalanlagen. Sachwerte wie Gold, dazu noch anonym erworben, werden in solchen Phasen oft stärker als Vermögensschutz diskutiert.

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7 Kommentare

  1. Wenn so eine Debatte erst mal startet, ist klar wie die Mehrheit das sieht, da die Mehrheit eben nicht zu den Top Vermögenden zählt. Die Prozentzahl korreliert wohl mit der definierten Vermögensgrenze, meint, da könnten rund 30% betroffen sein. 5 Mio sind halt mit Immobilie usw. auch recht schnell gerissen.

    Je höher die Grenze, desto höher die Zustimmung würde ich tippen.

    Eine zu weite Schere ist eben auch Gift für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sowas geht nur eine Zeit unter dem Radar der Öffentlichkeit. Wenn die Ungleichheit in den Fokus rückt und sich manifestiert werden Demokratien dazu neigen mehr Gleichheit zu schaffen, wobei das ein extrem auslegbarer Begriff ist.

    Neid ist elementarer Bestandteil der menschlichen Natur. Ohne Gier und Neid gebe es kein Streben nach mehr Wohlstand, es ist der Motor unseres Wirtschaftssystems.

    • @Großer Bär
      Wie das läuft kann man in Spanien besichtigen.
      Da gab es wg. Corona eine zeitlich auf 2 Jahre begrenzte Vermögensabgabe für Vermögen über 3 Mio.
      So lief es nach den 2 Jahren:
      1.) Die Abgabe wurde auf dauerhaft umgestellt.
      2.) Freibetrag auf 700.000 runter
      3.) Steuersatz hoch.

      Diebe.

      • @ Blackwood Ähnlich wie in Spanien wird es in den nächsten 5 bis 10 Jahren. auch in Angelas Wunderland laufen..Da die Menge des schöpfbaren Sondervermögens durch die Zinslast begrenzt ist,wird man Immobesitzer
        die Zinslast begrenzt ist,wird man Immobesitzer und andere Leute unter Vorwänden wie Corona oder wahleeise auch Putin hier richtig dchön einseifen und rasieren. Das Vermögensregister wird ja schliesslich nicht zum Spass erfunden.

        • @Materialist
          Genau das ist der Grund, warum ich allen fleissigen Leuten rate Dummland schleunigst zu verlassen (so wie unsere Kids).
          Wer hier bleiben will, sollte nur noch so viel arbeiten wie unbedingt nötig und das verfügbare Geld für schönes Leben ausgeben, bevor es ihm vom Staat gestohlen wird.

          Kommt die Vermögensteuer, sende ich dem Finanzamt dann einen USB-Stick mit 5.000 Urlaubsbildern und einen Karton voller alter Restaurantrechnungen.
          Tja, Pech gehabt.
          Hätte ich das Geld gespart, würde man es mir stehlen.
          Bevor so ein linker Politiker mit meinem Geld Audi A8 fährt (wie Kommunisten-Heidi) verpulvere ich es lieber selbst, natürlich im Ausland.

    • Großer Bär:
      Der Neid ist definitiv nicht der Motor unseres Wirtschaftssystems. Er wird gezielt genutzt, um einzelne Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufzubringen und um auf diese Weise politische Entscheidungen durchzusetzen. Ein gutes Beispiel bilden die Enteignungsinitiativen. Vermieter werden stigmatisiert und als die Urheber der Misere auf dem Wohnungsmarkt dargestellt. Da die Eigentumsquote in Deutschland im europäischen Vergleich besonders niedrig ist, ist ein großer Teil der Bevölkerung zugänglich für diese Darstellung. Man schafft auf diese Weise die Akzeptanz für schwerwiegende Grundrechtseingriffe. Der befürwortende Bürger erweist sich selbst jedoch einen Bärendienst. Denn durch Enteignungen wird nicht ein Quadratmeter neuer Wohnraum neu geschaffen. Im Gegenteil: der (sozialistisch agierende) Staat ist als Wohnraumverwalter maximal untauglich. Der Zustand der Wohnimmobilien in der späten DDR bildet hierfür den eindeutigen Beleg. Der private Sektor (ca. 63,00 % der deutschen Mietwohnungen befinden sich in den Händen von Kleinvermietern) wird angesichts der Gefahr einer Enteignung nicht eine neue Wohnung bauen. Kommen weitere intellektuelle Totgeburten wie ein Modernisierungszwang oder etwa die ausschließlich Mieter begünstigende Gesetzgebung und Rechtssprechung hinzu, wird auch der Dümmste Abstand davon nehmen, sein Geld in deutschen Mietimmobilien zu versenken. Wohnungen werden dann auch nicht mehr erhalten bzw. instandgesetzt. Ergo wird der Bestand an Wohnungen infolge dieser Maßnahmen zwangsläufig abnehmen. Dies ist nur ein Beispiel dafür, dass vorhandenes Geld aus Deutschland abfließen und dass fremdes Geld den Weg nach Deutschland nicht mehr finden wird. Auf diese Weise wird Wohlstand vernichtet. Und der Neid ist eine notwendige Voraussetzung dieser Entwicklung.
      Wären die Menschen intelligent, so würden sie sich darum bemühen, von den Erfolgreichen, den Wohlhabenden, den Gebildeten, etc. zu lernen, um auf diese Weise für ihr Fortkommen zu sorgen. In einem Land, das diese Bestrebungen fördert, würde sich der Wohlstand ganz automatisch maximieren. Land, Staat und Bürger würden hiervon profitieren. Ein Land, in dem schon der Begriff Elite verächtlich erscheint, in dem das Leistungsprinzip negativ besetzt ist und in dem jede Initiative zu Tode reguliert und besteuert wird, kann es hingegen nur einen Weg geben: nach unten bzw. in Richtung Wand.

      • @RACEW
        Neid ist kein Anreizsystem. Gehört ja nicht ohne Grund zu den 7 Todsünden.
        Wie Sie richtig beschrieben haben, ist die Schaffung von Neid ein Machtinstrument.
        divide et impera. Die Initiatoren sollten entsprechend analysiert werden.
        Ich finde Ihre Ausführungen sehr gut. Danke.

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