Goldpreis-Manipulation: US-Richterin lässt Verhandlung zu

Gesetz
Gold-Manipulation: Das US-Gericht hält die Anschuldigungen gegen vier GroĂźbanken fĂĽr plausibel. Es kommt zur Verhandlung (Foto: Nobeastsofierce – Fotolia.com).

Kläger am Bezirksgericht in Manhattan haben einen wichtigen Teilerfolg bei ihrer Gold-Manipulations-Klage gegen diverse Großbanken erzielt. Der Klage wurde stattgegeben.

US-Bezirksrichterin Valerie Caproni aus dem New Yorker Stadtteil Manhattan hat einer Klage gegen vier GroĂźbanken stattgegeben, die den Goldpreis auf Kosten von Investoren wohl in konspirativer Weise manipuliert haben.

Zu diesem Ergebnis kam das Gericht nach mehrmonatiger Untersuchung. In dem 73-seitigen Bericht erklärt die Richterin laut Reuters, die Beschuldigungen der Investoren seien plausibel, dass fĂĽnf Banken auf rĂĽcksichtslose Weise „kĂĽnstliche Preisdynamik“ bei Gold geschaffen hätten und dass ihr Fehlverhalten die „unmittelbare Ursache“ fĂĽr die Preisverzerrung gewesen sei.

Konkret geht es um Goldpreis-Manipulationen im Bereich der Gold-Futures, Goldoptionen und im Rahmen des Londoner Goldpreis-Fixings. Eine Klage wegen gesetzeswidriger Behinderung des Handels im Zeitraum von Januar 2006 bis Dezember 2012 werde deshalb zugelassen, heiĂźt es.

Eine Klage wegen ungerechtfertigter Bereicherung wurde dagegen abgewiesen. Entlastet wurde zudem die Schweizer UBS Group AG. Der Bank habe man keine Preismanipulation nachweisen können.

Im Rahmen eines weiteren Falls von mutmaßlicher Preismanipulation auf dem Silbermarkt hat Caproni eine Klage gegen ScotiaBank und HSBC zugelassen. Die Deutsche Bank hatte sich im April mit Klägern außergerichtlich geeinigt. Über die geleisteten Zahlungen wurde Stillschweigen vereinbart (Goldreporter berichtete).

„Aus der Sicht der Gold-Kläger ist das ein sehr bedeutender Sieg“, sagt Dran Brockett, Partner der Rechtsanwaltskanzlei Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan, die die Kläger vor Gericht vertreten.

Die klagenden Parteien haben nun 14 Tage Zeit, um eine überarbeitete Klage einzureichen.

Goldreporter

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23 Kommentare

  1. „Das System wird nur noch durch ständige Zentralbank-Eingriffe, untragbar niedrige Zinsen und unberechtigtem öffentlichen Vertrauen zusammengehalten. Wenn Gold und Silber frei gehandelt werden wĂĽrden, dann wĂĽrden ihre rapiden Preissteigerungen sehr schnell die wahre Zerbrechlichkeit des Welt-Finanzsystems offenbaren und die nachfolgenden Zinserhöhungen wĂĽrden das derzeitige Bankensystem ernsthaft bedrohen, wenn nicht vollkommen zerstören.“

    Aus:

    http://n8waechter.info/2016/10/john-embry-gold-und-silber-sind-die-achillesferse-des-gesamten-finanzsystems/

  2. Allerdings gäbe es wohl von dieser woche wieder neue und aktuelle fakten, welche von den klägern verwendet werden könnten….

  3. Na ja, immerhin zugelassen wurden die Klagen jetzt mal, kann dann immer noch mangels an Beweisen….!

    Der echte Wert des EM zeigt sich, wenn die Währungen hops gehen. Mit den dzt. Manipulationen an fast allen Märkten wird es nicht mehr lange gehen, Endstadium – moribundus (lat. fĂĽr totgeweiht)!

  4. Was? Die Richterin mĂĽsste also bei „Bejahung der Goldpreismanipulation“ feststellen, dass die Grossbanken, die wahrsch. im Auftrag der FED handeln und diese wiederum fĂĽr den Staat USA, dh wiederum der Arbeitgeber der Richterin, schuldig ist. Sie mĂĽsste also zugeben und feststellen, dass ihr eigener Arbeitgeber ein „Ganove“ ist……ach ja…..

    Denke die Antwort dieses Verfahrens kennen wir alle….

    „Klage abgewiesen mangels Nachweisbarkeit. Bitte setzen. Nächster Fall!“ :)

    • @Gilwebuka

      Du sagst es, besser kann man es nicht ausdrücken ! Alles Augenwischerei, Beruhigungspille für´s Wahlvieh ! Eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus !

  5. „Die Deutsche Bank hatte sich im April mit Klägern auĂźergerichtlich geeinigt. Ăśber die geleisteten Zahlungen wurde Stillschweigen vereinbart“.
    Soso!

    Das „StrafmaĂź“ fĂĽr die Deutsche Bank wurde erheblich reduziert, nachdem die Bank dem Gericht zugesagt hatte, „weitere Täter“ zu benennen, die an der Silberpreis-Manipulation beteiligt waren…
    Offenbar ist das jetzt passiert,- die Mittäter wurden benannt.

    Das verhält sich so, als ob innerhalb der Mafia ein „Bandenmitglied“ andere Mittäter „verpfeift„, um „glimpflich“ davonzukommen, wenn man von der „Karabinieri“ auf frischer Tat erwischt wurde.

    In Mafia-Kreisen wurden solche „Verräter“ gnadenlos gejagt und bei passender Gelegenheit… einbetoniert „öffentlich getadelt“.

    In Bankenkreisen revanchieren sich die Spekulanten „Bandenmitglieder“ dadurch, daĂź sie DB-„Derivate-Kapital“ abziehen, DB-Aktien tonnenweise verkaufen und den „Ausplauderer“ dadurch an den Rand eines Abgrundes ( Beton-Fundamentes ) treiben.

  6. Offizielle Zahlen von Regierungen frisiert

    ”Vor einigen Jahren hat beispielsweise Dagong, die chinesische Ratingagentur, einen Bericht veröffentlicht, in dem die physische Wirtschaft der Vereinigten Staaten mit jener von China, Deutschland und Japan verglichen wurde. Das Fazit war, dass das BIP in den USA irgendwo zwischen $ 5 und $ 10 Billionen Dollar lag, anstatt bei den von der US-Regierung offiziell verlautbarten $ 15 Billionen Dollar. Wir gehen davon aus, dass die offiziell von der Regierung veröffentlichten Daten, insbesondere die wirtschaftlichen, zu einem gewissen Grad gefälscht, frisiert, oder verzerrt sind…

    …Historisch gesehen ist bestens bekannt, dass die ehemalige Sowjetunion Jahre vor ihrem Zusammenbruch gefälschte Statistiken erstellt hat. Sowohl westliche, als auch andere Länder, fälschen heute ihre Zahlen, um die wirkliche Sachlage zu verbergen. Wir sind sicher, dass es da draußen viele Menschen gibt, die Regierungsstatistiken in ihren eigenen Länder finden können, die aus eigener Erfahrung schwer zu glauben oder derart optimistisch sind, dass sie zu einem anderen Land gehören könnten.”

    https://lupocattivoblog.com/2015/04/21/die-deagel-liste-der-depopulationsplan-der-elite-steht-fest/

  7. Wie das so ist mit der Wirtschaftskriminalität und der Gerechtigkeit: Der Deutschen Bank scheint schon wieder ein Problem abhanden zu kommen. Nachdem sich die Rückführung der Forderungen der US-Justiz auf ein homöopathisches Niveau andeutet, sieht es im Fall der Geldwäsche-Vorwürfe bezüglich russischer Oligarchen (auch aus Putins Umfeld) nach Entspannung aus.

    Zumindest wenn es nach der deutschen Finanzaufsicht geht.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bank-bafin-hat-in-russland-affaere-nachsicht-a-1115379.html

    Wie schon beim Skandal um den manipulierten Libor-Zinssatz oder den undurchsichtigen Geschäften ausgerechnet mit der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena wird die DB mit verständnisvoller Nachsicht rechnen können. Die Auflagen werden rein kosmetischer Natur sein, auch wenn sie hart daherkommen: Vielleicht mal die Büros aufräumen, das Kantinenessen auf vegane Kost umstellen oder auch die Geschäftskorrespondenz auf gendergerechte Sprache umstellen!

  8. Das Straf-Register krimineller Banken sowie die bisher geleisteten
    Strafzahlungen (seit 2008 bis heute annähernd $200 Mrd. US-Dollar)
    läßt die einfache Frage immer noch unbeantwortet, warum „Bankster“
    generell „Immunität“ vor der Justiz genieĂźen und nicht in den Knast
    wandern?

    Bis zum April 2014 haben Banken allein in den USA seit Ausbruch der
    Finanzkrise mehr als 100 Milliarden US-Dollar Strafe gezahlt.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/strafe-banken-zahlen-in-usa-hundert-milliarden-12864735.html

    Danach ging es aber munter weiter: Im August 2014 muĂźte die

    Bank of America 17 Milliarden Strafe zahlen, Ende 2014 folgte
    Goldman & Sucks mit 3,15 Mrd. US-Dollar-Strafe – gefolgt von
    – der Citigroup mit lockeren 7 Mrd. USD an Strafen;

    ebenfalls wegen fauler Immobiliengeschäfte.

    – Die Commerzbank muĂźte wegen Verstößen gegen US-Sanktionen (Iran) „nur“
    – 500 Millionen US-Dollar Strafe zahlen; nicht so billig kam die
    – frz. GroĂźbank BNP Paribas mit 10 Mrd.USD weg (wegen Sanktionsbruch und
    ..Geldwäschevorwürfen),

    Barclays zahlte bereits 2012 350 Millionen Euro Strafe (Wegen der
    ..Manipulation des Interbankenzinssatzes Libor),
    – erneut im Mai 2014 eine Strafe von 32 Millionen Euro wegen erwiesener
    ..Manipulation des Goldpreises (Londoner Goldpreis-Fixing).

    (Aber Hallo: die Manipulation des Goldpreises war doch bisher eher
    „Verschwörungstheorie?
    )

    – die Schweizer GroĂźbank UBS zahlte wegen der Libor-Manipulation im Jahre
    ..2012 1,16 Mrd. Euro Strafe, nachdem sie im Jahr 2009 wegen Beihilfe zur
    ..Steuerhinterziehung von US-BĂĽrgern der Zahlung von 780 Millionen Dollar
    ..zugestimmt hatte; Ende 2012 folgte dann noch eine „kleine Strafe“ von
    ..36,7 Millionen Euro wegen des sog. „Zockerskandals“.

    – Im Dezember 2013 verdonnerte die EU-Kommission die Deutsche Bank
    ..wegen Manipulation des Libor-Zinssatzes zu 725 Millionen Euro Strafe;
    ..wenige Wochen später einigte sich die größte deutsche Privatbank mit den
    ..US-Aufsichtsbehörden auf eine weitere Strafzahlung von 1,4 Milliarden
    ..Euro

    – Im Skandal um manipulierte Libor Referenz-Zinssätze muss die niederländische
    ..„Rabobank“ im Oktober 2013 774 Millionen Euro als BuĂźe bezahlen.

    JP.Morgan zahlte wegen unlauterer Hypothekengeschäfte 13 Milliarden Dollar
    ..Strafe; im Januar 2014 nochmals zwei Milliarden Dollar, weil sie die
    ..Machenschaften des MilliardenbetrĂĽgers Bernard Madoff gedeckt haben soll.

    – Wegen der mutmaĂźlichen Manipulation des Strommarktes zahlte die Bank im Rahmen
    ..eines Vergleichs mit der Aufsichtsbehörde FERC 410 Millionen Dollar (309
    ..Millionen Euro).
    ..AuĂźerdem musste JP Morgan im September 2013 rund 920 Millionen Dollar
    ..Strafe wegen fehlgeschlagener Derivategeschäfte an britische und amerikanische
    ..Aufsichtsbehörden zahlen.

    – Ende 2012 zahlte die britische GroĂźbank HSBC im Zusammenhang mit
    ..Geldwäschevorwürfen 1,9 Milliarden Dollar Strafe.

    Zusammenfassung: „Bankster“ sind also „too Big to go to Jail?“.
    Warum eigentlich?

  9. Wie man soeben am Gold-/Silberkurs sehen kann, hat die „transatlantische
    Goldpreis-Manipulation“ der Shortseller termingerecht vor Eröffnung
    der US-Börsen eingesetzt.

    Diese Woche laufen die „Goldhasser“ aber zur Höchstform auf:

    „SALE !“
    (später SommerschluĂź-Verkauf, GOLD-& SILBER Outlet „special price“).

    • @Goldminer

      Das Londoner Goldpreis-Fixing um 14:30 Uhr kennt diese Woche „nur“ eine Preisrichtung: nach „unten“ ?!
      WAS „fixen“ die an der LBMA eigentlich, wenn das Ergebnis schon vorher feststeht?

      • @Watchdog
        Wenn der Bauer seinem Hühnerhändler erlaubt, einen als Hahn getarnten
        Wolf im HĂĽhnerstall frei laufen zu lassen, was macht der dann?

        Welche „Wölfe“ sitzen beim „Preisfixing“ im LBMA-HĂĽhnerstall und „fixen“
        gleichzeitig den Papiergold-Preis an der Comex?

  10. Heute wird Gold wegen den viel toller als erwarteten Erst-Arbeitslosmeldungen „panikartig“ verkauft den Coms sei Dank (http://www.zerohedge.com/news/2016-10-06/initial-jobless-claims-drop-43-year-lows-what-now-janet).
    Jedoch … schon Montag kommen wir magisch wieder auf 1300 plus x … denn die Preisvergewaltigung fand OHNE die SGE statt, und die ist Mo wieder da ;))
    Dazu fällt das GDPnow immer weiter, dabei ĂĽberhitzt ja die US-Ă–konomie geradezu … nur Gehirnf*ck nix anderes, bald sehr bald muss das Comex-Casino schon zurĂĽck ins Körbchen !!!

  11. Wer hätte das gedacht, dass wir noch einmal diese Gelegenheit zum Nachkauf erhalten. Meine Frau warte seit einem halben Jahr auf diese Gelegenheit.

  12. Frage an die Experten:
    warum können sie Commercial die Preise für Gold & Silber so heftig drücken ohne dass die Speculators dagegen halten können???

    • @Prophet
      Zu Ihrer Klarstellung
      Die Commercials sind die Goldhändler, die Minenbetreiber und die Bullionbanken.
      Wenn Sie Commercial wären, sagen wir mal Landwirt, könnten Sie doch auch Ihre Kartoffeln zum Sonderpreis auf den Markt werfen.
      Die Frage ist nur,haben Sie genügend Kartoffel und woher nehmen Sie das Geld,die Kartoffel so billig verkaufen zu können.
      Das werden sich die anderen Landwirte,also die Spekulanten fragen,welche gerne höhere Preise für ihre Ware hätten.
      Also, wenn Sie eine gut Bank haben,welche für Sie Geld druckt,immerfort ohne zu fragen,weil es alternativlos ist,Ihnen Geld zu geben,könnten sie das machen.
      Jetzt wissen Sie, wie der Hase läuft.
      Nur gehen auch Banken pleite,wenn die es ĂĽbertreiben.

  13. Die Papierhändler sind seit einigen Tagen wieder heftig am Werk.
    Was kostet heutzutage eigentlich die Tonne Altpapier???

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