Sinkende US-Inflation trifft auf schwächere Konjunkturdaten. Die Mischung stützt Zinssenkungserwartungen und den Goldpreis.
Die US-Konjunkturdaten vom Donnerstag fielen uneinheitlich aus. Die Inflation im November lag bei 2,7 Prozent, die Kerninflation bei 2,6 Prozent und damit jeweils unter den Erwartungen. Der Arbeitsmarkt zeigte sich stabil. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe beliefen sich auf 224.000, auch der Vier-Wochen-Schnitt blieb nahezu unverändert. Dagegen enttäuschte der Philadelphia-Fed-Index deutlich und signalisiert eine Abschwächung im Industriesektor. Insgesamt nähren die Daten Hoffnungen auf sinkende Zinsen. Der Goldpreis zog am Nachmittag an auf Rekordniveau.
Die EZB hält die Leitzinsen stabil. Neue Projektionen sehen Inflation mittelfristig nahe zwei Prozent und etwas stärkeres Wachstum.
Der EZB-Rat hat die drei Leitzinsen unverändert gelassen. Der Einlagensatz bleibt bei 2,00 Prozent, der Hauptrefinanzierungssatz bei 2,15 Prozent und der Spitzenrefinanzierungssatz bei 2,40 Prozent. Laut neuen Projektionen dürfte sich die Inflation im Euroraum mittelfristig am Zwei-Prozent-Ziel stabilisieren. Für 2025 erwartet die EZB eine Teuerung von 2,1 Prozent, gefolgt von 1,9 Prozent im Jahr 2026 und 1,8 Prozent 2027. Die Kerninflation werde nur langsam sinken. Gleichzeitig hob die Notenbank ihre Wachstumsprognosen leicht an. Die Geldpolitik bleibe datenabhängig, eine feste Zinsperspektive gebe es nicht.
Gold nähert sich im US-Futures-Handel dem Rekordhoch. Während GLD Zuflüsse verzeichnet, sinken die Bestände beim Silber-ETF SLV.
Silberbarren: Beim iShares Silver Trust (SLV) kam es zuletzt zu Metallabgängen trotz steigender Preise.
Edelmetall: Goldpreis nahe Rekordhoch, Silber setzt Rally fort
Der Goldpreis rückte in dieser Woche bis auf weniger als ein Prozent an das Allzeithoch vom 20. Oktober 2025 heran. Am Dienstagabend schloss die Feinunze im US-Futures-Handel bei 4.338 USD beziehungsweise 3.695 EUR. Gegenüber der Vorwoche entsprach das einem Plus von rund 2,7 Prozent in beiden Währungen.
Starke Zuflüsse beim Gold-ETF GLD treffen auf rückläufige Silberbestände – die ETF-Daten zeigen eine Verschiebung innerhalb des Edelmetallmarkts.
Auch Silber zeigte weiter ausgeprägte Stärke. Mit Kursen von 66,11 USD beziehungsweise 56,30 EUR erreichte das Metall neue Rekordstände. Innerhalb von fünf Handelstagen summierte sich der Anstieg auf 6,8 Prozent.
Beim größten Gold-ETF SPDR Gold Shares (GLD) kam es im Zeitraum vom 11. bis 17. Dezember zu deutlichen Umschichtungen. Nach kräftigen Zuflüssen zum Ende der Vorwoche folgte zu Wochenbeginn ein zwischenzeitlicher Abfluss. Insgesamt überwogen jedoch die Käufe: Über die vergangenen fünf Handelstage ergab sich ein Nettozufluss von rund 73 Millionen US-Dollar.
Parallel dazu nahm auch der physische Bestand zu. Das Inventar stieg um 5,72 Tonnen auf 1.052,54 Tonnen und erreichte damit ein neues Jahreshoch. Ein GLD-Anteil steht weiterhin für 0,1 Feinunze Gold.
Anders entwickelte sich der iShares Silver Trust (SLV). Trotz der kräftigen Silberrally kam es zu deutlichen Kapital- und Bestandsabflüssen. Das Inventar verringerte sich um 64,87 Tonnen auf 16.018,29 Tonnen. Der damit verbundene Kapitalabfluss belief sich auf rund 135 Millionen US-Dollar.
Solche Bewegungen können auf Gewinnmitnahmen nach dem starken Preisanstieg hindeuten. Gleichzeitig sind auch physische Abzüge möglich, etwa im Zusammenhang mit erhöhter Nachfrage am physischen Silbermarkt.
Jahresbilanz der großen Edelmetall-ETFs
Seit Jahresbeginn zeigen beide Fonds deutliche Zuwächse:
GLD: +180 Tonnen, rund +20,3 Milliarden US-Dollar
SLV: +1.642 Tonnen, rund +2,5 Milliarden US-Dollar
Die Zahlen unterstreichen die anhaltend hohe Bedeutung von Gold und Silber für institutionelle und langfristig orientierte Anleger.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 17. Dezember 2025 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.
Bedeutung für den Goldkurs
Die Edelmetall-ETFs gelten als gut beobachtbarer Stimmungsindikator. Zuflüsse sprechen häufig für Vertrauen in den übergeordneten Trend, während Abflüsse eher taktische Umschichtungen oder Liquiditätsbedarf signalisieren. Für kurzfristige Kursbewegungen bleibt jedoch der Terminmarkt maßgeblich. Veränderungen bei ETF-Beständen wirken in der Regel zeitversetzt und spiegeln vor allem mittelfristige Erwartungen größerer Marktteilnehmer wider.
Der Goldpreis gibt am Donnerstagmorgen leicht nach. Mit 4.330 USD bleibt Gold nahe dem Rekordhoch. EZB, US-Daten und EU/Ukraine-Hilfe stehen im Fokus.
Goldpreis heute – Leichte Verluste am Morgen
Der Goldpreis zeigte sich am Donnerstagmorgen leicht schwächer. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze 4.330 USD beziehungsweise 3.687 EUR. Das entsprach einem Minus von 0,2 Prozent. Dabei hielten sich die Aktienfutures weitgehend stabil. Außerdem notierte Silber erneut im Plus bei 66,40 USD beziehungsweise 56,50 EUR.
Mit Gold in Rekordnähe richtet sich der Fokus der Märkte auf EZB-Signale, US-Daten und die Ukraine-Finanzierung.
Update, 18.12.2025, 17:15 Uhr: Gold dreht ins Plus – auf Rekordstand
Der Goldpreis erholt sich nach US-Börsenstart. Nach uneinheitlichen US-Daten geht es mit dem Gesamtmarkt nach oben. Gold notiert mit 4.366 USD bereits über dem Rekordhoch vom 20. Oktober 2025 (4.355 USD). Auf Eurobasis fehlen noch 0,5 Prozent bis zur Bestmarke.
Vortag – Gold kurz vor Rekord, steiler Silber-Anstieg
Dabei hatte Gold am Mittwoch seine Gewinne im Handelsverlauf ausgebaut. Am Abend notierte der Goldpreis 0,9 Prozent höher bei 4.338 USD. Damit fehlten nur noch 17 USD zum Allzeithoch. Außerdem lag der Euro-Goldpreis mit knapp 3.700 EUR nur rund 1 Prozent unter der Bestmarke. Gleichzeitig nehmen bei Gold die technischen Widerstände zu. Silber erreichte mit 66,30 USD eine neue Rekordmarke in einer zunehmend steilen Aufwärtsbewegung.
Ausblick – US-Daten, EZB-Sitzung, Ukraine
Deshalb richtet sich der Blick heute auf mehrere Impulse. In den USA werden die Inflationsdaten für November, die wöchentlichen Jobzahlen und der Philly-Fed-Index veröffentlicht. Zudem gibt die EZB das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung bekannt. Eine Zinsänderung wird zwar nicht erwartet. Allerdings könnten Hinweise zum weiteren Kurs entscheidend sein. Außerdem steht der EU-Gipfel im Fokus. Dabei ringen die Staats- und Regierungschefs um die Finanzierung der Ukraine und das Mercosur-Abkommen. Beide Themen bergen politisches Überraschungspotenzial.
Der Silberpreis steht so hoch wie nie. Doch ein Weihnachtsmarkt-Experiment zeigt: 70 Prozent greifen lieber zum Glühwein als zur Silberunze.
Silberpreis auf Rekordhoch – doch kaum jemand erkennt den Wert
Die Feinunze kostete zuletzt mehr als 66 US-Dollar beziehungsweise 56 Euro. Seit Jahresbeginn legte der Silberpreis um 129 Prozent zu.
Doch ein Experiment zeigt: Diese Entwicklung kommt im Alltag kaum an. Auf dem Wiesbadener Weihnachtsmarkt stellte Tim Schieferstein, Geschäftsführer der SOLIT Management GmbH (GoldSilberShop.de), Besucher vor eine einfache Wahl:
Zwei Winzerglühwein für rund 15 Euro – oder eine 1-Unzen-Silbermünze Wiener Philharmoniker.
Während der Silberpreis neue Rekorde erreicht, entscheiden sich viele lieber für Glühwein als für Edelmetall.
Ein Weihnachtsmarkt als Realitätstest für Silber
Dabei lag der Wertunterschied klar auf der Hand. Der aktuelle Jahrgang der Silbermünze kostet im Edelmetall-Handel rund 74 Euro inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Der Ankaufpreis liegt bei etwa 55 Euro. Das Ergebnis überraschte dennoch.
Die Wahl: Glühwein oder Silbermünze
Wie die Besucher reagierten, zeigt das Video von GoldSilberShop.de.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Rund 70 Prozent entschieden sich für den Glühwein. Nur 30 Prozent wählten die Silbermünze. Viele Teilnehmer gaben an, den Wert von Silber kaum einschätzen zu können oder mit Edelmetallen wenig zu verbinden.
Das Experiment legt eine psychologische Schieflage offen. Kurzfristiger Konsum schlägt langfristigen Sachwert – selbst in einer Phase historischer Silberpreise. Gerade diese Diskrepanz zwischen Marktpreis und Alltagswahrnehmung gilt als ein Grund, warum Silber trotz historischer Rekordpreise weiterhin unterschätzt bleibt.
Der Goldpreis notiert nahe dem Rekordhoch. Eine Keilformation und hohe Indikatorwerte deuten auf wachsenden Widerstand hin.
Goldchart in US-Dollar; Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse vom 16. Dezember 2025, 6-Monats-Betrachtung.
Goldpreis bei 4.300 USD – Keil rückt in den Fokus
Der Dezember-Future auf Gold schloss am Dienstag bei 4.303 US-Dollar je Feinunze. Damit ergibt sich auf Wochensicht ein Plus von 2,3 Prozent. Zum Rekordhoch vom 20. Oktober fehlten zuletzt nur noch 1,2 Prozent. Seit Jahresbeginn hat Gold um 63 Prozent zugelegt.
Gold notiert seit sieben Wochen im Aufwärtstrend. Auf Höhe des Allzeithochs nimmt der Widerstand jedoch spürbar zu.
In der Vorwoche gelang der Ausbruch aus einer mehrwöchigen Dreiecksformation. Die Seitwärtsphase um 4.200 USD wurde damit beendet. Inzwischen zeigen sich jedoch neue charttechnische Warnsignale. Der Kursverlauf deutet auf die Ausbildung eines steigenden, potenziell bärischen Keils hin. Diese Formation verstärkt den Widerstandsbereich nahe des Allzeithochs und kann im weiteren Verlauf eine Trendwende begünstigen.
Hinweis: Die Analyse bezieht sich auf den US-Futures-Markt. Aktuelle Spotpreise finden Sie wie gewohnt unter „Goldpreis aktuell“.
Marktstimmung und Indikatoren
Der Relative-Stärke-Index (14 Tage) liegt bei 68 und nähert sich damit dem überkauften Bereich. Die 200-Tage-Linie steigt weiter an. Mit einem Abstand von rund 22 Prozent signalisiert sie ein ausgeprägtes bullisches Momentum. Die 50-Tage-Linie verläuft etwa 4 Prozent unter dem aktuellen Kurs und fungiert bei Rücksetzern regelmäßig als technische Unterstützung.
Widerstandsmarken
Das Allzeithoch bei 4.357 USD bleibt die zentrale Hürde. Vorgelagert wirkt der Bereich um 4.325 USD als kurzfristiger Widerstand.
Unterstützungen
Auf der Unterseite stehen zunächst 4.250 USD und 4.200 USD im Fokus. Darunter liegt eine weitere relevante Unterstützungszone zwischen 4.100 und 4.125 USD. Der Anfang November etablierte Aufwärtstrend bleibt intakt, solange der Goldpreis auf Tagesschlussbasis nicht unter 4.225 USD fällt.
Euro-Goldpreis: Trend hält, Keil auch hier sichtbar
Auch auf Euro-Basis zeigt sich seit sieben Wochen ein klarer Aufwärtstrend. Gleichzeitig läuft der Kurs ebenfalls in eine steigende Keilformation. Neue Zwischenhochs werden zwar erreicht, jedoch mit abnehmendem Abstand zu den vorherigen Hochpunkten.
Goldpreis in Euro, US-Futures, 6 Monate, Schlusskurse per 16. Dezember 2025.
Zentrale Marken in Euro
Auf der Oberseite rücken die Widerstände bei 3.700 EUR sowie das Rekordhoch vom 20. Oktober 2025 bei 3.742 EUR in den Blick. Als kurzfristige Unterstützungen gelten 3.650 EUR und 3.600 EUR. Kritisch wäre ein Bruch der Keilunterkante im Bereich von 3.630 EUR. In diesem Fall könnte ein kurzfristiger Trendbruch folgen, mit Ziel 50-Tage-Linie bei aktuell 3.551 EUR.
Fazit zum Goldpreis
Der Goldpreis befindet sich weiterhin in einem stabilen siebenwöchigen Aufwärtstrend. Gleichzeitig lässt die Dynamik nach. Technische Indikatoren deuten auf eine kurzfristige Überhitzung hin, während sich der Kurs wichtigen Widerständen nähert. Damit wird die Luft nach oben dünner. Eine temporäre Trendumkehr bleibt möglich. Entscheidend dürften kurzfristig neue Impulse aus der US-Konjunktur, den Zinserwartungen und der geopolitischen Lage sein.
Der Goldpreis steigt am Mittwochmorgen auf 4.325 USD und nähert sich dem Rekordhoch. Fed-Reden und der ifo-Index stehen im Fokus.
Gold heute – Kurs nähert sich Rekordhoch
Der Goldpreis zeigte sich am Mittwochmorgen fester. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze 4.325 USD beziehungsweise 3.692 EUR. Das entsprach einem Plus von 0,5 Prozent in USD und 0,8 Prozent in Euro. Dabei lag Gold nur noch 0,7 Prozent unter dem Allzeithoch, in Euro gerechnet betrug der Abstand 1,3 Prozent. Außerdem notierten die US-Aktienfutures im Plus. Silber ist mittlerweile bei der Marke von 65 USD angekommen (+3 %).
Der Goldpreis hält Kurs Richtung Rekordhoch – neue Impulse könnten heute von der US-Notenbank kommen.
Rückblick – Volatil am Dienstag
Nach einem schwächeren Start drehte der Goldpreis am Dienstag nach der Veröffentlichung aktueller US-Arbeitsmarktdaten ins Plus. Allerdings konnten die Gewinne nicht gehalten werden. Dabei fielen die Einschätzungen zu den Daten unterschiedlich aus, insgesamt schwächer, im Privatsektor jedoch besser als erwartet. Letztlich ging Gold nahezu unverändert bei 4.302 USD beziehungsweise 3.662 EUR aus dem Handel.
Ausblick – Fed-Mitglieder im Fokus
Heute stehen Wortmeldungen von Fed-Vertretern John Williams, Christopher Waller und Raphael Bostic im Mittelpunkt. Bedeutende US-Konjunkturdaten werden nicht erwartet. Zudem richtet sich der Blick auf den ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland.
Die neuen US-Arbeitsmarkt-Daten signalisieren eine Abkühlung. Jobaufbau bleibt schwach, während Arbeitslosigkeit und Unsicherheit zunehmen.
Die US-Arbeitsmarkt-Daten für Oktober und November zeigen eine deutliche Abkühlung. Im November entstanden 64.000 neue Stellen, nach einem Verlust von 105.000 Jobs im Oktober und mehr als erwartet. Zuwächse gab es im Gesundheitswesen (+46.000), im Bau (+28.000) und bei sozialen Diensten (+18.000). Dagegen gingen in Transport und Lagerhaltung 18.000 Jobs verloren. Der öffentliche Sektor blieb unter Druck: Der Bund baute im November weitere 6.000 Stellen ab, nach 162.000 im Oktober. Zudem wurden die Jobzahlen für August und September nach unten revidiert. Der Lohnanstieg verlangsamte sich auf 3,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,6 Prozent. Quelle: U.S. Bureau of Labor Statistics.
Goldreporter-Kommentar: Die US-Arbeitsmarkt-Daten stützten zunächst die Erwartungen an weiter sinkende Zinsen. Überraschungen blieben jedoch aus, vor allem weil im Zuge des US-Shutdowns ein Rückgang der öffentlichen Beschäftigung erwartet wurde. Während die Aktienmärkte nur verhalten reagierten, drehte der Goldpreis am Nachmittag ins Plus.
Der Goldpreis hält sich nahe 4.300 USD. Die Renditen am Anleihenmarkt sind nicht weiter gestiegen. Die Märkte bleiben in Wartestellung.
Der Goldpreis hält sich nahe der Marke von 4.300 US-Dollar, während die Anleiherenditen stabil bleiben.
Goldpreis nahe 4.300 USD – Silber setzt sich deutlich ab
Der Goldpreis hielt sich nach der jüngsten Fed-Sitzung auf hohem Niveau. Die Notierungen pendelten zuletzt um die Marke von 4.300 US-Dollar, das Rekordhoch aus dem Oktober rückte zeitweise in Sichtweite.
Am Dienstagvormittag um 11:30 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 4.280 US-Dollar beziehungsweise 3.640 Euro. Damit lag der Goldpreis auf Wochensicht um 1,8 Prozent höher, in Euro gerechnet betrug das Plus 0,9 Prozent.
Der Goldpreis verharrt nahe 4.300 USD – die Zinsseite liefert aktuell keine neuen Impulse.
Dabei zeigte sich Silber erneut als Treiber. Der Silberpreis sprang auf 63,05 US-Dollar beziehungsweise 53,60 Euro und legte damit binnen einer Woche um 7,4 Prozent in US-Dollar und 6,5 Prozent in Euro zu.
Dabei blieb der Druck von der Zinsseite begrenzt. Die Renditen an den Anleihemärkten zogen zuletzt nicht weiter an – trotz gedämpfter Erwartungen an schnelle Zinssenkungen in den USA. Laut FedWatch-Tool der CME Group liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im Januar derzeit nur noch bei 27 Prozent.
Zehnjährige US-Staatsanleihen rentierten am Dienstag bei 4,18 Prozent und damit nahezu unverändert gegenüber der Vorwoche. In Europa gaben die Marktzinsen leicht nach. Frankreich lag bei 3,56 Prozent, Deutschland bei 2,85 Prozent. Das deutet auf eine vorsichtige Nachfrage nach sicheren Anleihen im Umfeld einer schwächeren Gesamtmarktstimmung hin.
Anleiherenditen in den USA und Europa in der Übersicht am 16. Dezember 2025
Gold und Zinsen: Zusammenhang bleibt uneindeutig
Dabei gelten Gold und Staatsanleihen traditionell als defensive Anlageformen. Steigende Renditen erhöhen grundsätzlich die Attraktivität von Zinspapieren, während Gold vor allem bei Inflations- und Vertrauensrisiken gefragt ist. Aktuell scheint jedoch weniger der Zins, sondern der Liquiditätsabzug aus mehreren Märkten den Takt vorzugeben. Der klassische Zinseffekt tritt damit kurzfristig in den Hintergrund.
Der Goldpreis startet am Dienstag schwächer. Anleger richten den Blick auf US-Arbeitsmarktdaten und frische Konjunktursignale.
Gold heute – schwächer am Dienstag
Der Goldpreis zeigte sich am Dienstagmorgen schwächer. Um 8:00 Uhr kostete die Feinunze 4.285 USD beziehungsweise 3.647 EUR. Das entsprach einem Minus von 0,4 Prozent. Auch Silber geriet unter Druck und fiel um 1,6 Prozent auf 63 USD beziehungsweise 53,70 EUR. Dabei starteten die Aktienmärkte ebenfalls verhalten in den Handel.
Update, 16.12.25, 16 Uhr: Gold dreht nach US-Jobdaten ins Plus
Nach Bekanntgabe schwacher US-Arbeitsmarkt-Daten für Oktober/November drehte der Goldpreis ins Plus und notierte am Nachmittag mit 4.330 USD / 3.670 EUR nur noch 0,6 Prozent unter dem Allzeithoch.
Rückblick – Kursrückgang am Nachmittag
Nach anfänglichen Gewinnen gab der Goldpreis nach der US-Börseneröffnung nach. Dabei schloss das Edelmetall nahezu unverändert bei 4.304 USD beziehungsweise 3.662 EUR. Zudem blieb die Stimmung an den Aktienmärkten volatil. Vor allem Unsicherheit über Bewertungen im Tech- und KI-Sektor belastete. Auch Bitcoin zeigte erneut Schwäche.
Ausblick – US-Arbeitsmarktdaten und Konjunktur im Fokus
Am Dienstag rücken wichtige US-Daten in den Fokus. Dabei stehen neue Arbeitsmarktdaten für Oktober und November an, darunter die Non-Farm Payrolls. Außerdem werden der S&P-Global-Einkaufsmanagerindex sowie die US-Einzelhandelsumsätze für Oktober veröffentlicht. Zusätzlich folgen weitere Konjunkturdaten aus dem US-Immobiliensektor der vergangenen Monate. Diese Impulse könnten dem Goldpreis kurzfristig neue Richtung geben.
Der Goldpreis erreicht neue Höchststände. Doch viele Anleger bleiben außen vor. Warum Gold unterschätzt wird – und warum der Markt noch erhebliches Potenzial hat.
Physisches Gold gewinnt als strategische Reserve und Vermögensschutz an Bedeutung.
Goldrally ohne breite Beteiligung
Der Goldpreis hat in den vergangenen Jahren mehrfach neue Rekordmarken erreicht. Dennoch zeigt sich ein bemerkenswerter Widerspruch: Private wie institutionelle Anleger sind weiterhin nur in begrenztem Umfang engagiert. Besonders deutlich wird dies in den USA, dem weltweit größten Kapitalmarkt.
Darauf weist auch eine aktuelle Analyse von Goldman Sachs hin. Demnach machen Gold-ETFs lediglich rund 0,17 Prozent der privaten Finanzportfolios in den USA aus. Auch der physische Goldbesitz spiele – gemessen am Gesamtvermögen – nur eine sehr untergeordnete Rolle. Trotz der starken Kursentwicklung habe Gold damit bislang keinen festen Platz in der Vermögensstruktur vieler Anleger gefunden.
Gold steigt, doch viele Anleger bleiben außen vor. In einem kleinen und schwer erfassbaren Markt könnten schon geringe Zuflüsse große Wirkung entfalten.
Die jüngste Goldrally sei daher nicht das Ergebnis einer breiten Anlegerbewegung, sondern vor allem von einzelnen Nachfragequellen getragen worden. Genau dieser Umstand gilt laut der Analyse als ein zentraler Grund dafür, warum der Goldmarkt weiterhin als vergleichsweise eng gilt – und zusätzliche Nachfrage besonders starke Preiswirkungen entfalten könnte.
Warum Gold trotz guter Wertentwicklung oft unterschätzt wird
In der klassischen Finanzanalyse gilt Gold bis heute als problematisch. Es zahle keine Zinsen, keine Dividenden und liefer keinen laufenden Ertrag. Genau dieser Punkt führt dazu, dass das Edelmetall in vielen Modellen und Portfoliobetrachtungen nur eine Nebenrolle spielt.
Dieser Vergleich greift jedoch zu kurz. Gold erfüllt eine andere Funktion als Aktien oder Anleihen. Es ist kein Produktivkapital, sondern ein Vermögenswert, der außerhalb des Kredit- und Schuldensystems steht. Gerade diese Eigenständigkeit macht Gold für viele Anleger schwer einzuordnen – und erklärt, warum es häufig unterschätzt wird.
Vermögensaufbau mit Gold
Hinzu kommt ein Aspekt, der in der Debatte oft ausgeblendet wird: Gold ist keineswegs renditelos. Seit dem Ende des Goldstandards Anfang der 1970er-Jahre hat der Goldpreis im Durchschnitt rund neun Prozent pro Jahr zugelegt. Diese langfristige Wertentwicklung widerspricht der verbreiteten Annahme, Gold sei allein wegen fehlender Zinsen unattraktiv.
Auch steuerlich nimmt Gold eine Sonderstellung ein. Auf physisches Gold fällt hierzulande keine Abgeltungssteuer an. Dennoch spielen solche Faktoren in vielen Anlagekonzepten kaum eine Rolle. Der Fokus liegt meist auf laufenden Erträgen und klar messbaren Cashflows, während Vermögenswerte ohne Zins- oder Dividendenzahlungen strukturell weniger Beachtung finden.
Warum Gold in vielen Analysen kaum greifbar ist
Ein weiterer Grund für die anhaltende Unterschätzung von Gold liegt in seiner besonderen Stellung außerhalb des Finanzsystems. Physisches Gold lässt sich deutlich schwerer erfassen als klassische Finanzanlagen. Während Aktien, Anleihen oder Fondsbestände zentral erfasst und regelmäßig ausgewiesen werden, existiert für Gold in Privatbesitz keine vergleichbare Statistik.
Goldbarren, Münzen oder auch Schmuck werden als physische Vermögenswerte behandelt, die sich der laufenden Erfassung entziehen. Entsprechend gibt es nur Schätzungen darüber, wie viel Gold sich tatsächlich in privater Hand befindet. Diese Unsicherheit erschwert den Vergleich mit anderen Anlageklassen erheblich.
Im Gegensatz dazu veröffentlichen Zentralbanken präzise und regelmäßig aktualisierte Angaben zu ihren Goldreserven. Ihre Bestände gelten als offiziell, transparent und nachvollziehbar. Doch auch hier lohnt ein genauerer Blick.
Warum selbst Zentralbank-Gold nicht immer eindeutig ist
Die besondere Stellung von Gold zeigt sich auch in den Zentralbankbilanzen selbst. Zwar melden Notenbanken ihre Goldbestände regelmäßig, doch die genaue Zusammensetzung dieser Positionen ist oft weniger transparent, als es die reinen Zahlen vermuten lassen.
In vielen Fällen wird bilanziell nicht eindeutig zwischen tatsächlich physisch vorhandenem Gold und Ansprüchen auf Gold unterschieden, etwa über Leihgeschäfte, Swaps oder andere derivative Konstruktionen. Diese Formen des sogenannten Papiergoldes werden häufig gemeinsam mit physischem Gold ausgewiesen, obwohl sich ihr Charakter und ihr Risikoprofil deutlich unterscheiden.
Hinzu kommt, dass Zentralbank-Goldbestände in vielen Ländern über Jahrzehnte hinweg nicht unabhängig geprüft wurden. Während bei Wertpapieren die physische Existenz keine Rolle mehr spielt – Aktien existieren heute ausschließlich als Buchpositionen – bleibt Gold ein Sonderfall. Sein Wert erschließt sich letztlich nur durch das tatsächliche physische Vorhandensein des Metalls.
Gold ist damit einer der wenigen Vermögenswerte, bei dem die Frage nach dem realen Bestand eine zentrale Rolle spielt. Barren müssen gelagert, gesichert und im Zweifel bewegt werden. Diese physische Dimension unterscheidet Gold grundlegend von Finanzanlagen, die rein buchhalterisch existieren und beliebig übertragen werden können.
Auch das trägt dazu bei, dass Gold schwerer handhabbar, schwerer vergleichbar und in vielen Analysen weniger präzise erfasst ist als andere Anlageklassen. Gleichzeitig unterstreicht genau diese Eigenschaft den besonderen Charakter von Gold als realem, nicht beliebig reproduzierbarem Vermögenswert.
Kleiner Markt, große Wirkung
Der Goldmarkt ist im Vergleich zu anderen Anlageklassen überschaubar. Der gesamte oberirdische Goldbestand wird auf rund 29 Billionen US-Dollar geschätzt. Zum Vergleich: Der weltweite Aktienmarkt kommt auf mehr als 120 Billionen US-Dollar, der Rentenmarkt sogar auf deutlich über 140 Billionen US-Dollar.
Diese Größenverhältnisse sind entscheidend. Schon geringe Umschichtungen können beim Goldpreis spürbare Bewegungen auslösen, weil zusätzliche Nachfrage schneller auf ein begrenztes Angebot trifft als in größeren Märkten.
Warum die Zurückhaltung der Anleger entscheidend ist
Gerade weil viele Anleger bislang kaum engagiert sind, sehen Marktbeobachter weiteres Potenzial. Die bisherige Goldrally wurde vor allem von Zentralbanken getragen. Sollte sich die Nachfrage privater oder institutioneller Investoren ausweiten, könnte sich die Marktdynamik deutlich verändern.
Die geringe Sichtbarkeit von Gold in klassischen Statistiken, Portfoliomodellen und Bilanzlogiken trägt dazu bei, dass diese Entwicklung bislang nur zögerlich wahrgenommen wird.
Erkenntnis für Anleger
Das Edelmetall wird häufig nicht gemieden, weil es schlecht läuft, sondern weil es schwer vergleichbar ist. Es passt nicht in klassische Ertragslogiken, entzieht sich der statistischen Erfassung und bleibt selbst in offiziellen Bilanzen ein Sonderfall.
Genau darin liegt jedoch auch seine Stärke: Gold ist ein realer Vermögenswert außerhalb des Finanzsystems. Seine physische Existenz macht es unabhängiger von geldpolitischen Eingriffen, Bilanzlogiken und Vertrauensfragen.
Fazit
Trotz Rekordpreisen bleibt Gold für viele Anleger eine Randerscheinung. Die Kombination aus geringer Marktgröße, schwieriger Erfassbarkeit, einer oft verkürzten Renditebetrachtung und der besonderen physischen Natur des Metalls erklärt, warum Gold bis heute unterschätzt wird.
Je stärker sich Anleger wieder mit diesen strukturellen Eigenschaften auseinandersetzen, desto deutlicher dürfte werden: Die Neubewertung von Gold ist noch nicht abgeschlossen.
Der Goldpreis in China liegt deutlich unter dem Europa-Spot. Der negative SGE-Spread signalisiert nachlassende Nachfrage und weniger Preisdruck.
Der Goldpreis an der Shanghai Gold Exchange liegt aktuell deutlich unter dem europäischen Spotkurs.
Goldpreis in China deutlich unter Europa-Kurs – SGE-Signal dreht
Der Goldpreis in China liegt aktuell spürbar unter dem europäischen Spotkurs. An der Shanghai Gold Exchange (SGE) wurde die Feinunze am vergangenen Freitag rund 41 US-Dollar günstiger gehandelt als in Europa. Noch vor zwei Wochen hatte China einen Aufschlag von 13 US-Dollar gezahlt. Damit hat sich ein zuvor stabiler Trend abrupt umgekehrt.
Der negative SGE-Spread zeigt: China liefert aktuell keinen zusätzlichen Preisdruck für den Goldpreis.
Messzeit: [Fr. 12.12.25, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]
Aufschlag China → Europa Spot: -41 USD/oz (05.12.25: -13 USD); Δ: -28 USD
Nachfrageimpuls ebbt ab
Mit dem jüngsten Abschlag endet eine Phase, in der der Goldpreis an der SGE sieben Wochen in Folge über dem europäischen Spotniveau lag. In der Spitze betrug der Aufpreis dabei bis zu 31 US-Dollar je Unze. Der nun negative Spread deutet auf eine kurzfristig nachlassende physische Nachfrage im chinesischen Binnenmarkt hin.
Zwar stiegen die Goldpreise in China auch in der vergangenen Woche weiter an. Der internationale Markt legte jedoch stärker zu – und entzog dem chinesischen Markt damit vorerst seine preisliche Führungsrolle.
Markt / Kennzahl
12.12.25
05.12.25
Δ
Gold China SGE Fix (CNY/Gramm)
965,28
955,89
+1 %
Gold China SGE (USD/Gramm)
136,84
135,32
+1,52
Goldpreis China SGE
(USD/oz)
4.256
4.2093
+47
Goldpreis Europa
(USD/oz)
4.297
4.222
+1,8 %
Aufschlag/Abschlag China
→ Europa (USD/oz)
-41
-13
-28
Damit hat sich das Preisfenster zwischen China und Europa vollständig gedreht.
Warum der China-Spread global relevant ist
Die Preisdifferenz zwischen SGE und internationalem Spotmarkt gilt als wichtiger Indikator für physische Warenströme. Ein deutlicher Aufschlag in China verstärkt üblicherweise Importe und kann globale Preisbewegungen beschleunigen.
Der Preisabstand zwischen SGE und europäischem Spotmarkt drehte Anfang Dezember klar ins Negative.
Der aktuelle Abschlag signalisiert dagegen: Der chinesische Goldmarkt liefert derzeit keinen zusätzlichen Nachfrageimpuls für den Weltmarkt.
Methodik:SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 12.12.25; Umrechnung über 7,054 CNY/USD (Vorwoche: 7,064 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spot-Goldpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.
Italien hat den Konflikt mit der EZB über die Goldreserven beigelegt. Rom sicherte zu, das Notenbankgold nicht anzutasten.
Italien hat den Streit mit der Europäischen Zentralbank über eine geplante Haushaltsänderung zu den Goldreserven der Bank von Italien beigelegt. Finanzminister Giancarlo Giorgetti versicherte EZB-Präsidentin Christine Lagarde laut Reuters, dass Rom keine Absicht habe, das Gold aus der Bilanz der Notenbank herauszulösen. Zudem will man den umstrittenen Passus neu formulieren. Ziel sei lediglich eine Klarstellung im nationalen Recht, dass Verwaltung und Kontrolle der Goldreserven weiterhin bei der unabhängigen Bank von Italien liegen.
Der Goldpreis startet fest in die neue Woche. Kurse über 4.300 USD und ein starker Silberpreis stützen die positive Marktstimmung.
Gold heute – fester Wochenauftakt
Der Goldpreis zeigte sich am Montagmorgen stabil. Um 8:00 Uhr kostete die Feinunze 4.343 USD beziehungsweise 3.700 EUR. Das entsprach einem Plus von 1 Prozent. Dabei profitierte Gold von einem insgesamt freundlichen Marktumfeld. Auch die Aktienmärkte starteten mit Rückenwind in die Woche. Eine Jahresendrally erscheine damit weiterhin realistisch.
Goldpreis klar über 4.300 USD – Silber treibt den Wochenauftakt, während freundliche Märkte die Rally stützen.
Silber setzt Akzente
Silber übertraf zum Wochenstart erneut die Entwicklung von Gold. Der Silberpreis legte um 2 Prozent zu auf 63,22 USD beziehungsweise 53,87 EUR. Damit bleib Silber ein zentraler Impulsgeber für den Edelmetallsektor. Zudem verstärkt die Dynamik bei Silber die positive Wahrnehmung des Goldpreises.
Rückblick – volatile Sitzung am Freitag
Am Freitag hatte Gold einen bewegten Handelstag erlebt. Dennoch ging der Goldpreis mit einem Wochenplus von rund 0,5 Prozent bei 4.299 USD beziehungsweise 3.662 EUR aus dem Handel. Dabei näherte sich Gold zeitweise bis auf 0,3 Prozent dem Rekordhoch an. Allerdings belasteten steigende Anleihenrenditen zwischenzeitlich die Stimmung. An der COMEX hatte sich dennoch eine ausgeprägte Marktstärke gezeigt.
Ausblick – Daten und politische Signale
Der Blick richtet sich nun auf neue Impulse. In den USA stehen der New York Empire State Index sowie Wortmeldungen der Fed-Mitglieder Miran und Williams an. Für die Eurozone wird die Industrieproduktion veröffentlicht. Außerdem sorgten zuletzt Signale über mögliche Annäherungen in den Friedensbemühungen im Ukrainekrieg für vorsichtigen Optimismus an den Märkten.
Der Goldpreis verfehlte das Rekordhoch nur knapp. Terminmarktdaten aus den USA deuten trotz hoher Volatilität weiter auf Stärke hin.
Goldbarren vor Kursgrafik: Steigender Open Interest trifft auf sinkende COMEX-Bestände und wachsende Lieferanträge.
Goldpreis mit neuem Schub – Terminmarkt zieht nach
Der Goldpreis hat in der vergangenen Woche deutlich an Tempo gewonnen. Rückenwind kam von mehreren Seiten. Einerseits sorgte das freundliche Marktumfeld nach der jüngsten Fed-Sitzung für Kaufbereitschaft. Andererseits verstärkten positive technische Signale sowie die anhaltende Rekordrally bei Silber den Aufwärtsdruck.
Steigender Open Interest bei hoher Volatilität signalisiert Stärke – dank Freitags-Rücksetzer unter Rekordhoch.
Am Freitag schloss der Dezember-Future bei 4.297 US-Dollar je Feinunze (3.660 Euro). Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Anstieg von 2,4 Prozent in US-Dollar und 1,6 Prozent in Euro. Silber setzte seinen Höhenflug fort und legte um 6,4 Prozent (USD) beziehungsweise 5,6 Prozent (EUR) auf 62,01 US-Dollar bzw. 52,82 Euro zu.
Dabei näherte sich Gold zum Wochenschluss bis auf 1,3 Prozent seinem Rekordhoch an. Silber notierte zuletzt 2,4 Prozent unter seiner Bestmarke vom Donnerstag.
CoT-Daten – Verzögerungen schränken Aussagekraft ein
Die US-Terminmarktaufsicht CFTC arbeitet weiterhin Rückstände aus dem behördlichen Shutdown auf. Neu verfügbar sind derzeit lediglich Daten vom 18. November 2025. Damals lag das Open Interest rund zwei Prozent höher als heute. Eine belastbare Marktanalyse auf Basis dieser veralteten Zahlen ist daher kaum möglich. Aus diesem Grund stützt sich die folgende Einschätzung auf die aktuellen Angaben der CME Group.
Netto-Positionen von Commercials und großen Spekulanten sowie Open Interest im Gold-Futures-Markt (Datenstand: 18. Oktober 2025; Quelle: CME Group).
Open Interest – deutlicher Anstieg bestätigt Trend
Die Zahl offener Gold-Futures summiert sich aktuell auf 462.572 Kontrakte. Das entspricht einem Wochenplus von 7,5 Prozent und unterstreicht die zuletzt gewonnene Dynamik im Terminmarkt.
Auch der Optionshandel zog spürbar an. Der Open Interest stieg hier auf 828.853 Positionen (+9,5 Prozent). Die Put/Call-Ratio erhöhte sich auf 0,73. Zwar nahm die Zahl der Absicherungen stärker zu als die der Calls. Insgesamt signalisiert die Struktur des Marktes jedoch weiterhin eine überwiegend konstruktive Haltung gegenüber dem Goldpreis.
COMEX-Bestände – physische Deckung geht zurück
Die Goldbestände in den COMEX-Lagern sanken per 11. Dezember 2025 um weitere 350.000 Unzen auf 35,96 Millionen Unzen.
Durch den gleichzeitigen Anstieg des Open Interest verringerte sich die physische Deckungsquote im US-Gold-Futures-Handel auf 78 Prozent, nach 84 Prozent in der Vorwoche. Historisch betrachtet bleibt dies ein vergleichsweise hoher Wert. In den vergangenen Jahren schwankte die Spanne zwischen rund 30 Prozent und über 80 Prozent.
Für den laufenden Dezember liegen inzwischen 28.437 Anträge auf physische Auslieferung vor. Innerhalb einer Woche kamen damit 1.286 neue Lieferwünsche hinzu. Insgesamt entspricht dies einer angeforderten Menge von rund 88 Tonnen Gold.
Zum Vergleich: Im November wurden rund 39 Tonnen ausgeliefert. Der außergewöhnlich hohe Januar-Wert von 238 Tonnen bleibt bislang jedoch unerreicht.
Goldfutures – hohe Schwankungen im Wochenverlauf
Im meistgehandelten Februar-Kontrakt bewegte sich der Goldpreis in der vergangenen Woche innerhalb einer Spanne von rund 180 US-Dollar, was etwa vier Prozent entspricht. Am Freitag überschritt Gold mit 4.383 US-Dollar zwischenzeitlich sogar das bisherige Rekordhoch vom 20. Oktober bei 4.357 US-Dollar, bevor es zu einem Rücksetzer kam. Schon am vergangenen Freitag drehte der Goldpreis kurz vor dem Wochenende nach unten.
Goldpreis in US-Futures-Handel (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 8. bis 12. Dezember 2025
Ein steigender Goldpreis bei gleichzeitig wachsendem Open Interest gilt als klassisches Signal zunehmender Marktstärke. Der jüngste Kursanstieg hat erneut Händler in den US-Futures-Markt gezogen.
Kurzfristig bildet das Oktober-Hoch jedoch eine technisch relevante Hürde. Gleichzeitig gerieten die Aktienmärkte am Freitagnachmittag unter Druck, nachdem die Marktzinsen spürbar anzogen. Die gedämpften Erwartungen an weitere US-Zinssenkungen belasten vor allem zinssensible und kapitalintensive Sektoren wie Technologie und KI.
Ob sich der Aufwärtstrend bis Weihnachten fortsetzt, dürfte daher nicht allein vom Goldmarkt abhängen. Entscheidend bleibt auch, wie stabil sich das übergeordnete Marktumfeld in den kommenden Tagen präsentiert.
Warum der Goldpreis langfristig steigt und Rekorde kein Zufall sind, erklären wir in einem Hintergrundbeitrag.
Goldpreis und Silberpreis legen am Freitag kräftig zu. Trotz knapper Ware bleiben die Aufgelder moderat. Keine Anzeichen für Kaufpanik.
Steigende Gold- und Silberpreise lenken den Blick vieler Käufer auf Aufgelder, Spreads und die Lage im Edelmetallhandel.
Gold und Silber mit kräftigem Wochenschub
Der Goldpreis hat am Freitag deutlich zugelegt. Um 12:45 Uhr kostete die Feinunze am Spotmarkt 4.338 US-Dollar bzw. 3.699 Euro. Das entspricht einem Tagesplus von 2,7 Prozent in US-Dollar und 2,0 Prozent in Euro. Auch auf Wochensicht zeigt sich ein klarer Aufwärtstrend.
Silber setzte seine Rally fort und markierte neue Rekordstände. Die Feinunze stieg auf 64,40 US-Dollar bzw. 54,85 Euro. Damit verzeichnete Silber innerhalb einer Woche ebenfalls einen Zuwachs von rund zehn Prozent.
Getragen wurde die Bewegung von einer freundlichen Gesamtmarktstimmung, der anhaltenden Silberdynamik und stabilen charttechnischen Rahmenbedingungen bei Gold.
Starke Kurse, aber kühler Handel: Die Edelmetall-Rally trifft auf begrenzte Verfügbarkeit – nicht auf Hektik.
Handel vor Weihnachten: Nachfrage trifft auf knappe Bestände
Im physischen Edelmetallhandel zeigt sich kurz vor Weihnachten ein bekanntes Muster. Viele gängige Gold- und Silberprodukte sind zeitweise ausverkauft oder nur mit längeren Lieferfristen verfügbar. Dennoch bleibt das Marktbild insgesamt ruhig.
Auffällig ist, dass die Aufgelder trotz der starken Preisbewegung in der Breite eher gesunken sind. Hintergrund ist der hohe absolute Goldpreis, der rechnerisch zu niedrigeren prozentualen Aufschlägen führt. Details dazu finden sich im Hintergrundartikel Gold kaufen – Was das Aufgeld ist und warum es seit Jahren sinkt.
Gold kaufen: Aufgeld sinkt, Spreads ziehen an
Die aktuelle Goldreporter-Abfrage unter fünf großen deutschen Edelmetallhändlern zeigt teils deutliche Veränderungen:
Krügerrand (neu): Ø 3.834 Euro (+68 Euro zur Vorwoche), Aufgeld 3,63 Prozent (Vorwoche: 3,89 Prozent). Ältere Jahrgänge bleiben bis zu 90 Euro günstiger.
100-g-Goldbarren: Ø 12.141 Euro (+301 Euro), Aufgeld gesunken auf 2,06 Prozent (nach 2,17 Prozent).
Im Goldhandel haben sich die Spreads ausgeweitet. Ursache ist eine Kombination aus niedrigeren Ankaufspreisen und einem insgesamt vorsichtigeren Händlerverhalten.
Silberpreise: Rekorde, aber ruhiger Handel
Auch im Silberhandel bleiben die Veränderungen überschaubar – trotz der neuen Rekordpreise:
Maple Leaf (neu): Ø 73,16 Euro (+6,63 Euro), Aufgeld weiter rund 33 Prozent. Ältere Jahrgänge bis zu 4 Euro günstiger.
1-kg-Silberbarren: Ø 2.262 Euro (+193 Euro), Aufgeld leicht gesunken auf 28 Prozent.
Die Spreads bei Silber bewegen sich weitgehend auf dem Niveau der Vorwoche.
Preisdaten vom 12. Dezember 2025: Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.
Einordnung: Keine Kaufpanik erkennbar
Weder die Entwicklung der Ankaufspreise noch die moderaten Aufgelder deuten derzeit auf eine Kaufpanik hin. Vielmehr zeigt sich ein geordneter Markt mit stabiler Nachfrage, begrenzter Verfügbarkeit und weiterhin vergleichsweise fairen Konditionen.
Gerade in einer dynamischen Marktphase bleibt ein präziser Preisvergleich entscheidend. Anleger weichen häufiger auf alternative Stückelungen oder Jahrgänge aus.
Warum der Goldpreis langfristig steigt und Rekorde kein Zufall sind, erklären wir in einem Hintergrundbeitrag.
Tipps zum Nachschlagen: Altersvorsorge mit Gold Der Spezial-Report „Altersvorsorge mit Gold“ liefert kompakte Informationen für den Vermögensaufbau mit Gold – inklusive steuerlicher Hinweise, Produktvergleich und Fallbeispielen. Erhältlich im Goldreporter-Shop.
Goldpreis heute klar über 4.200 USD. Freundliche Märkte, starke Charttechnik und neue Rekorde bei Silber prägen den Freitag.
Gold heute – fest über 4.200 USD
Gold startete am Freitag mit fester Tendenz. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze am Spotmarkt 4.286 USD beziehungsweise 3.651 EUR. Das entsprach einem Plus von rund 0,2 Prozent. Dabei blieb Gold klar über der Marke von 4.200 USD. Außerdem setzte Silber seine Rekordrally fort. Der Silberpreis notierte bei 63,68 USD beziehungsweise 54,25 EUR, ein Zuwachs von 0,15 Prozent. Zudem zeigte sich der Gesamtmarkt freundlich. Dabei mehrten sich die Anzeichen einer Jahresendrally an den Aktienmärkten. Die Charttechnik bei Gold spricht jetzt für weitere Gewinne.
Gold hält sich klar über 4.200 USD – auch technisch spricht vieles für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung.
Rückblick – Goldpreis profitiert von freundlichem Marktumfeld
Bereits am Donnerstag hatte Gold deutlich zugelegt. Der Goldpreis stieg im Umfeld steigender Aktienkurse um 1,2 Prozent auf 4.279 USD beziehungsweise 3.645 EUR. In Euro gerechnet ergab sich ein Plus von 0,8 Prozent. Dabei markierten wichtige US-Aktienindizes neue Rekordhochs, darunter Dow Jones und S&P 500. Außerdem sprang Silber auf ein neues Allzeithoch. Die Feinunze verteuerte sich auf 63,57 USD, was einem Tagesgewinn von 2,9 Prozent entsprach.
Ausblick – Notenbanker im Fokus
Am Freitag richtet sich der Blick auf mehrere Wortmeldungen von Fed-Mitgliedern. Dabei wird auch Notenbankchef Jerome Powell erwartet. Darüber hinaus stehen keine relevanten US-Konjunkturdaten auf dem Kalender. Deshalb dürften geldpolitische Signale, Marktstimmung und Markttechnik kurzfristig den Takt vorgeben.
Südafrika meldet sinkende Goldverkäufe, doch die Umsätze mit Platinmetallen ziehen stark an und erreichen neue Mehrmonatshochs.
Goldabsatz im Oktober unter Druck
Nach Angaben von Stats SA setzte das Land im Oktober Gold im Wert von 16,5 Milliarden Rand ab – rund 841 Millionen Euro. Damit lagen die Erlöse zwar 5 Prozent über dem September, aber zugleich 5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Vergleich zeigt, wie volatil das Segment bleibt: Im Mai 2025 war mit 21,3 Milliarden Rand (1,04 Mrd. Euro) noch ein Rekord erreicht worden.
Rohbarren aus Gold und Platin: Südafrika meldet im Oktober sinkende Goldverkäufe, aber steigende PGM-Umsätze.
Platinmetalle deutlich stärker gefragt
Wesentlich dynamischer präsentierte sich das PGM-Geschäft (Platin, Palladium). Die Umsätze stiegen monatlich um 6 Prozent auf 23,5 Milliarden Rand (1,2 Mrd. Euro). Gegenüber Oktober 2024 ergibt sich sogar ein Anstieg um 50 Prozent. Zudem lagen die Erlöse 30 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Monate – ein Hinweis auf anhaltend robuste Nachfrage im internationalen Automobil- und Industriesektor.
Entwicklung der monatlichen Rohstoff-Verkäufe Südafrikas in Rand; 1 Rand = 0,051 Euro (Quelle: Stats SA)
Produktion: Weniger Gold, mehr Platin
Auf der Förderseite setzte sich der strukturelle Trend fort. Die Goldproduktion fiel im Oktober um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die PGM-Produktion um 3,9 Prozent zunahm. Als weltweit größter Platin-Produzent veröffentlicht Südafrika jedoch weiterhin nur Prozentveränderungen und keine absoluten Mengen.
Entwicklung der Rohstoff-Produktion Südafrikas in Prozent gegenüber Vorjahr, unterteilt nach Mineralien (Quelle: Stats SA)
Struktureller Wandel im Goldsektor
Südafrika war bis 2006 der führende Goldproduzent der Welt. Seither belasten fallende Erzgehalte, hohe Betriebskosten, ausbleibende große Neufunde sowie Streiks und Stromausfälle den Sektor. Die extrem tiefen Bergwerke erschweren zusätzlich eine Ausweitung der Förderung. Vom jüngsten Goldpreis-Schub konnte die Branche dennoch profitieren, auch wenn der strukturelle Abwärtstrend bestehen bleibt.
Die GLD-Bestände fielen an vier Handelstagen in Folge. Trotz stabilem Goldpreis deutet der ETF auf schwächeres Momentum institutioneller Anleger hin.
Umschichtung physischer Goldbarren: Die GLD-Daten zeigen in der Berichtswoche moderaten Kapitalabfluss und stabile Bestände.
Goldpreis über 4.200 USD, Silber mit neuem Rekord
Der Goldpreis bewegt sich weiterhin eng um die Marke von 4.200 USD bzw. 3.600 EUR. Die Fed-Sitzung am Mittwochabend brachte einen leichten Impuls: Im US-Futures-Handel schloss die Unze bei 4.225 USD bzw. 3.611 EUR. Damit ergibt sich gegenüber der Vorwoche ein Plus von 0,5 Prozent (USD) und 0,2 Prozent (EUR).
GLD-Abflüsse vor der Fed-Sitzung zeigen zurückhaltende institutionelle Anleger.
Silber setzte seinen Höhenflug fort. Mit 61,87 USD bzw. 52,87 EUR erreichte das Metall neue Rekordmarken und legte binnen einer Woche 5,8 Prozent (USD) bzw. 5,5 Prozent (EUR) zu.
Der größte Gold-ETF SPDR Gold Shares (GLD) zeigte in der Woche vom 4. bis 10. Dezember ein insgesamt neutrales Bild: Ein stärkerer Zufluss von rund 50 Mio. USD am Donnerstag wurde von mehreren kleineren Abflüssen gefolgt. Per Saldo ergab sich ein positiver Nettofluss von +3 Mio. USD – ein Signal für vorsichtige Stabilität ohne klaren Trend zu neuen Käufen.
Auch beim physischen Inventar blieb die Bewegung moderat. Der Bestand stieg leicht um 0,24 Tonnen auf 1.046,82 Tonnen und markierte ein neues Jahreshoch. Ein ETF-Anteil repräsentiert weiterhin 0,1 Feinunze Gold.
GLD verzeichnet in der Woche 4.–10. Dezember einen kleinen Nettoabfluss von 3 Millionen US-Dollar.
SLV: Silberfonds mit stärkeren Zuflüssen
Der iShares Silver Trust (SLV) verzeichnete deutlicheres Interesse. Das Inventar stieg um 84,61 Tonnen auf das Jahreshoch von 16.083,16 Tonnen. Der Kapitalzufluss von rund 43 Mio. USD spiegelt den starken Preisanstieg jedoch nur teilweise wider – zeigt aber, dass institutionelle Investoren ihre Positionen weiter aufstocken.
Jahresbilanz der großen Edelmetall-ETFs
Seit Jahresbeginn ergibt sich folgendes Bild:
GLD: +174 Tonnen / +19,9 Mrd. USD
SLV: +1.707 Tonnen / +2,4 Mrd. USD
Die robuste Nachfrage bestätigt die strukturelle Bedeutung von Gold und Silber für langfristig orientierte Anleger.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 10. Dezember 2025 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 10. Dezember 2025 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.
Bedeutung für den Goldkurs
ETF-Bestände gelten als wichtiger Stimmungsmesser. Zuflüsse stützen häufig bestehende Trends, während Abflüsse eher auf Liquiditätsbedarf oder Risikoabbau hindeuten. Für kurzfristige Preisbewegungen bleibt jedoch der Terminmarkt dominierend. ETFs reagieren in der Regel verzögert und spiegeln damit eher mittelfristige Einschätzungen institutioneller Marktteilnehmer.
Der Goldpreis bleibt am Donnerstag über 4.200 USD, gibt aber leicht nach. Silber steigt weiter und rückt mit neuen Gewinnen in den Fokus.
Goldpreis heute – schwächer, aber über 4.200 USD
Gold startete am Donnerstag über 4.200 USD, gab jedoch mit dem Gesamtmarkt leicht nach. Um 8:30 Uhr wurden 4.213 USD bzw. 3.601 EUR bezahlt, ein Minus von 0,4 Prozent. Dabei zeigte sich Silber erneut stärker und stieg auf 62,02 USD bzw. 53,09 EUR. Damit hat sich der Silberpreis seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt, während Gold rund 60 Prozent zulegte.
Trotz des Rücksetzers hält der Goldpreis die 4.200-USD-Marke – und Silber setzt seine beeindruckende Jahresrally fort.
Rückblick – Fester Schluss nach der Fed-Sitzung
Der Markt reagierte am Mittwoch positiv auf die Zinsentscheidung. Zwar blieb der FOMC beim Ausblick gespalten. Doch wurden die Wachstumserwartungen angehoben und die Inflation leicht niedriger eingeschätzt. Gold schloss mit 4.229 USD (+0,5 Prozent). Dabei drückte der schwächere Dollar den Euro-Goldpreis leicht auf 3.615 EUR.
Ausblick – Fokus auf US-Daten
Am Donnerstag stehen neue Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie Exporte, Importe und Großhandelsbestände für September an. Zudem veröffentlicht die Fed ihre aktuelle Monatsbilanz.