Sonntag,01.März 2026
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Fed senkt Zins – Ausblick für 2026 bleibt extrem unsicher

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Die Fed senkt den Leitzins um 25 Basispunkte. Doch der Ausblick für 2026 bleibt extrem uneinheitlich und sorgt für neue Unsicherheit.

Die US-Notenbank hat den Leitzins wie erwartet um 25 Basispunkte auf 3,50 bis 3,75 Prozent gesenkt. Im sehr kurz gehaltenen Begleitstatement betont die Fed ein „moderates“ Wirtschaftswachstum, zugleich aber erhöhte Unsicherheit und zunehmende Risiken für den Arbeitsmarkt. Der neue Dot Plot zeigt ein ungewöhnlich breites Spektrum: Sieben Mitglieder erwarten keine Senkung im Jahr 2026, andere rechnen mit zwei oder mehr Schritten. Die Inflation soll 2026 auf 2,4 Prozent sinken.

Goldreporter-Kommentar: Die Zinssenkung ist keine Überraschung, doch die extrem breiten Projektionen zeigen, wie unsicher das geldpolitische Umfeld geworden ist. Für viele Anleger erhöht das den Reiz defensiver Strategien. Der Goldpreis zeigte nach dem Fed-Statement allerdings keine klare Richtung. Womöglich sorgt die Pressekonferenz noch für Bewegung.

Mehr zur aktuelle Kursentwicklung: Goldpreis aktuell

Goldpreis 2026: Warum das neue Jahr alles verändern könnte

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Der Goldpreis wird 2026 mit starken Fundamentaldaten starten. Sinkende Realzinsen, hohe Schulden und geopolitische Risiken könnten den Markt neu ausrichten. 

Mann auf Goldbarren blickt mit Fernglas in die Zukunft des Goldpreises 2026
Was bringt das Goldjahr 2026? Die US-Geldpolitik, die Machtverhältnisse zwischen West und Ost sowie das Verhalten der Zentralbanken auf dem Goldmarkt dürften eine wichtige Rolle spielen.

Goldpreis mit starkem Jahr

Der Goldmarkt blickt auf ein außergewöhnlich starkes Jahr 2025 zurück. Rekordpreise, geopolitische Spannungen und hohe Haushaltsdefizite trieben die Nachfrage weltweit. Das Allzeithoch von über 4.350 USD markierte einen neuen Meilenstein, gefolgt von einer stabilen Konsolidierung. Viele dieser Kräfte prägen auch den Start ins Jahr 2026 – und könnten den Markt erneut in Bewegung setzen.

Der Goldpreis geht mit festem Fundament in das Jahr 2026, während Zinsen, Schulden und globale Spannungen den nächsten großen Trend formen könnten.
 

Mehr zu den aktuellen Entwicklungen bei Gold und Silber: Goldpreis aktuell

Zinspolitik bleibt entscheidend

Die US-Notenbank leitete 2025 eine deutliche Zinswende ein. Mehrere Senkungen drückten die Realzinsen und erhöhten die Attraktivität von Gold als wertstabiles Reservevermögen. Schwache Frühindikatoren und hohe Schulden sprechen dafür, dass die Fed 2026 an ihrer lockeren Linie festhält. Trumps Druck auf die Fed könnte die Unabhängikeit der US-Geldpolitik unterlaufen. Eine solche Entwicklung würde den Dollar strukturell schwächen und Gold weiter unterstützen.

Globale Wirtschaft unter Druck

Weltweit kämpfen Staaten mit stagnierendem Wachstum in den Kern-Wirtschaftszweigen und historisch hohen Defiziten. Die US-Verschuldung überstieg 38 Billionen USD, was Gold als Absicherung gegen finanzielle Risiken erneut in den Mittelpunkt rückt. Viele Schwellenländer diversifizieren ihre Reserven, um unabhängiger von politischen und währungsseitigen Risiken zu werden.

Mehr dazu: Warum immer mehr Staaten Gold statt Dollar wählen – und was das für Anleger bedeutet

Geopolitische Spannungen stützen die Nachfrage

Die Konflikte in der Ukraine, im Nahen Osten und im Indopazifik sowie eine unberechenbare US-Handelspolitik führten bereits 2025 zu einer stärkeren geopolitischen Blockbildung – und zu einer Entdollarisierung. Viele Länder bauten ihre Goldreserven aus, um sich gegen externe Schocks zu wappnen und sich den US-Einfluss abzuschirmen. Dieser Trend dürfte 2026 anhalten – auch im Vorfeld der US-Wahlen, die zusätzliche Unsicherheit erzeugen. Das stützt den Goldpreis.

Physischer Markt: Engpässe möglich

Der physische Markt zeigte 2025 deutliche Stresssignale. Hohe Transfers zwischen Europa und den USA belasteten die Bestände in London und führten zeitweise zu steigenden Leasingraten. China blieb ein stabiler Nachfrageanker: Aufschläge in Shanghai signalisierten robuste Käufe und eine zunehmende Entkopplung der Preisbildung zwischen Ost und West. Der Einfluss amerikanischer Banken auf den Goldpreis (Marktmanipulation?) verringerte sich aufgrund von Chinas Marktstärke kontinuierlich. 

Goldkäufe der Zentralbanken: Chancen und Risiken

Mit über 250 Tonnen offiziellen Nettozukäufen bis Oktober 2025 blieb der staatliche Sektor ein zentraler Treiber für den Goldpreis. Da viele Notenbanken langfristig handeln und geopolitische Risiken zunehmen, spricht viel dafür, dass 2026 erneut starke Käufe folgen. Die aktuellen Entwicklungen verfolgen wir in der Rubrik Goldreserven weltweit.

Allerdings bestehen im offiziellen Sektor auch Risiken. Staaten könnten sich ihrer Goldreserven bedienen, um den Staatshaushalt zu sanieren. Mehr dazu hier: Goldverkäufe im Staatsnotstand: Droht ein weltweiter Trend bei den Zentralbanken?

Technische Goldpreis-Faktoren: Bullenmarkt intakt

Gold bewegt sich charttechnisch in einem übergeordneten Bullenmarkt. Die Serie höherer Hochs und Tiefs blieb in den vergangenen Jahren erhalten. Die Konsolidierung im November 2025 wirkte stabilisierend und gefährdete den Trend nicht. Wichtige mittel- und langfristige Unterstützungen:

  • 3.900/3.400 USD bzw.
  • 3.400/2.950 EUR.

Die Rekordhochs (Spot): 4.355 USD bzw. 3.740 EUR. 

Goldprognose: Was Analysten für 2026 erwarten

Die großen Banken bleiben in Sachen Goldpreis optimistisch. Folgende Kursziele wurden ifür das kommenden Jahr ausgegeben:

  • Morgan Stanley: 4.500 USD
  • UBS: 4.675 USD
  • Goldman Sachs: 4.900 USD
  • JPMorgan: über 5.000 USD
  • Deutsche Bank: bis zu 4.950 USD

Der Konsens lautet: strukturelle Nachfrage, niedrige Realzinsen und geopolitische Risiken bilden ein Umfeld, das neue Hochs möglich macht.

Strategische Einordnung für Anleger

Der Goldpreis stieg seit dem Jahr 1970 um durchschnittlich 8 Prozent. Für Privatanleger hat sich in den vergangenen Jahrzehnten eine Strategie bewährt: Regelmäßig Edelmetall in Form von Münzen und Barren kaufen – insbesondere wegen der Unabhängigkeit dieses Vermögens (kein Drittparteienrisiko) und den Steuervorteilen. Kursrücksetzer von 10 bis 15 Prozent boten immer wieder sehr gute Einstiegschancen. 

Mehr dazu: Langfristiges Gold-Investment: Darauf kommt es an

Goldpreis bei 4.200 USD – Sind das Signale für die nächste große Kursbewegung?

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Der Goldpreis stagniert bei 4.200 USD, doch die Charttechnik zeigt neue Signale. Eine größere Bewegung könnte kurz bevorstehen.

Goldpreis bei 4.208 USD im 6-Monats-Chart mit Dreiecksformation, Trendlinien und RSI
Goldchart in US-Dollar; Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse vom 2. Dezember 2025, 6-Monats-Betrachtung.

Goldpreis bei 4.200 USD – Dreieck läuft aus

Der Goldpreis beendete den US-Futures-Handel am Dienstag mit 4.208 USD je Unze (Dezember-Kontrakt) und blieb damit exakt auf Vorwochenniveau. Die Seitwärtsphase an der Marke von 4.200 USD hält also an. Doch die Ruhe dürfte trügen: Die Chartspitze nähert sich dem Ende einer klar ausgeprägten symmetrischen Dreiecksformation – und damit einer kurzfristigen Richtungsentscheidung.

Gold steht an der 4.200-USD-Marke und das Dreieck läuft aus — jetzt steigt die Chance auf eine deutliche Trendbewegung.

Sobald die Formation aufgelöst wird, wäre eine stärkere Bewegung wahrscheinlich. Das technische Ableitungspotenzial liegt bei gut 10 Prozent in etwa vier Wochen. Nach oben wären 4.600 USD erreichbar, nach unten ein Zielbereich um 3.800 USD.

Hinweis: Die Analyse bezieht sich auf die US-Futures; Spotpreise finden Sie wie gewohnt unter Goldpreis aktuell.

Marktstimmung

Der RSI steht bei 60 und signalisiert ein neutral-überhitztes Umfeld. Damit bleibt der Markt offen für beide Szenarien. Auffällig ist die Distanz zur 200-Tage-Linie, die weiterhin rund 20 Prozent unter dem aktuellen Kurs bei 3.499 USD verläuft. Die 50-Tage-Linie liegt dagegen nur etwa 3 Prozent entfernt.

Widerstände

Mehrere horizontale Marken begrenzen kurzfristig das Aufwärtspotenzial:

  • 4.235–4.250 USD – Zone jüngster Umkehrpunkte
  • 4.300 USD – psychologische Hürde und Projektionscluster
  • 4.357 USD – Hoch der November-Rally

Ein Ausbruch über 4.235 bzw. 4.350 USD könnte neue Dynamik freisetzen.

Unterstützungen

Auf der Unterseite sind folgende Bereiche entscheidend:

  • 4.190 USD – Unterkante des 4-Wochen-Trendkanals
  • 4.040–4.050 USD – mehrfach verteidigte Zone
  • 3.975–4.000 USD – runde Marke und Konsolidierungsbereich
  • 3.830 USD – wichtige Tiefzone aus Oktober/November

Schlusskurse unter 4.150 USD könnten die Seitwärtsphase nach unten drehen.

Euro-Goldpreis: Trend weiter intakt – 3.600 EUR im Fokus

Auch im Euro-Goldpreis zeigt sich die bekannte Seitwärtsstruktur um die Marke von 3.600 EUR. Das Muster: ebenfalls ein Dreieck, ebenfalls kurz vor der Auflösung.

Goldpreis-Chart in EUR, 6 Monate per 9. November 2025
Goldpreis in Euro, US-Futures, 6 Monate, Schlusskurse per 2. Dezember 2025.

Trendlage

Seit dem Ausbruch im September bewegt sich der Euro-Goldpreis in einem breiten, stabilen Aufwärtskanal.

  • Die 50-Tage-Linie (3.518 EUR) dient als verlässlicher Trendpuffer; seit August wurde sie nicht mehr durchbrochen.
  • Die 200-Tage-Linie (3.054 EUR) steigt kontinuierlich und bestätigt den strukturellen Bullenmarkt. RSI: 59, also neutral.

Widerstände

  • 3.650–3.670 EUR – jüngste Hochpunkte
  • 3.720–3.750 EUR – oberes Trendziel / Projektion aus September

Ein Rebreak über 3.650 EUR wäre ein prozyklisches Signal in Richtung Allzeithoch-Zonen.

Unterstützungen

  • 3.600 EUR – psychologische Schlüsselmarke
  • 3.480–3.500 EUR – starke Zone rund um die 50-Tage-Linie
  • 3.350 EUR – früheres Ausbruchsniveau

Kurzfristig entscheidet 3.600 EUR über Ausbruch oder Rücksetzer. Solange die 50-Tage-Linie (3.518 EUR) hält, bleibt das Bild bullisch.

Goldpreis-Fazit

Gold befindet sich an einem kurzfristigen Wendepunkt. Die entscheidenden Marken bleiben 4.200 USD im Dollar-Chart und 3.600 EUR im Euro-Chart. Mit dem nahenden Ende der Dreiecksformation nimmt die Wahrscheinlichkeit einer deutlichen Bewegung zu. Auch fundamentale Impulse – insbesondere die Fed-Entscheidung am Abend – könnten als Katalysator wirken. Entpuppt sich der starke Silberpreis als Vorläufer für Gold?

Weitere technische Analysen finden Sie in unserer Übersicht: Goldpreis-Charttechnik – Übersicht der Analysen.

Gold aktuell: Stabil über 4.200 USD – Silber bleibt stark am Mittwoch

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Goldpreis hält sich am Mittwoch über 4.200 USD, während Silber weiter zulegt. Händler warten auf das Fed-Ergebnis und Powells Ausblick.

Gold heute – stabil über 4.200 USD

Gold startete am Mittwoch erneut über 4.200 USD. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze 4.207 USD bzw. 3.615 EUR und lag damit praktisch auf Vortagsniveau. Silber dagegen blieb stark und rreichte 61,48 USD bzw. 52,81 EUR (+1,3 Prozent).

Silber treibt den Markt weiter an, während der Goldpreis vor der Fed-Entscheidung stabil über 4.200 USD bleibt.

Update, 10.12.2025, 20:30 Uhr: Goldpreis schwächer nach Fedsitzung
Die US-Notenbank hat den Leitzins am Abend wie erwartet um 25 Basispunkte gesenkt. Allerdings zeigen die Zinsprojektionen der Mitglieder ein extrem gestreutes Bild. Es ist ein Zeichen der Zerissenheit innerhalb des Offenmarktausschusses. Der Goldpreis notierte eine halbe Stunde nach Bekanntgabe fast unverändert bei 4.206 USD, sank aber um 0,4 Prozent auf 3.603 EUR. Händler warteten auf mehr Erkenntnisse in der folgenden Pressekonferenz.

Rückblick – Erholung bei Gold, neue Rekorde bei Silber

Am Dienstagabend stabilisierte sich der Goldpreis und schloss bei 4.207 USD (+0,4 Prozent) bzw. 3.619 EUR (+0,5 Prozent). Silber setzte seine Rekordserie fort und stieg um mehr als vier Prozent auf 60,67 USD bzw. 52,18 EUR. Dabei belasteten kritische Kommentare zur künftigen Fed-Ausrichtung den Dollar, nachdem US-Präsident Trump erneut deutliche Zinssenkungen verlangte.

Ausblick – Fed-Statement im Fokus

Am Mittwochabend folgt das Fed-Ergebnis. Um 20 Uhr wird der Beschluss veröffentlicht. Anschließend erwarten Händler von Jerome Powell Hinweise zum Ausblick auf Wirtschaft, Inflation, den weiteren Zinskurs und womöglich Kommentare zu seiner Nachfolge.

Mehr dazu: Livecharts & Gold-News – Goldpreis aktuell

Goldpreis klebt an 4.200 USD – Hochspannung vor Fed-Sitzung

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Der Goldpreis hält sich nahe 4.200 USD. Steigende Renditen und die bevorstehende Fed-Entscheidung bremsen klare Marktbewegungen.

Goldpreis hält 4.200 USD – Märkte warten auf Fed-Entscheidung
Hochspannung vor dem Fed-Termin: Der Goldpreis bewegt sich an der Schwelle von 4.200 USD, während die Märkte auf neue geldpolitische Signale warten.

Goldpreis klebt an 4.200 USD

Der Goldpreis bleibt seit Wochen eng an der Marke von 4.200 US-Dollar. Dabei fehlt es an klaren Impulsen, auch weil nach dem langen US-Shutdown wichtige Konjunkturdaten erst allmählich zurückkehren. Gleichzeitig wartet der Markt auf eindeutige geldpolitische Signale. Am Mittwochabend steht die nächste Zinsentscheidung der US-Notenbank an. Erwartet wird eine Senkung der Federal Funds Rate um 50 Basispunkte auf 3,50 bis 3,75 Prozent. In Europa deutet die EZB dagegen auf kommende Zinserhöhungen hin.

Trotz steigender Renditen klebt der Goldpreis an 4.200 USD – und die Märkte warten nur noch auf die Fed.

Am Dienstag um 10:15 Uhr notierte Gold am europäischen Spotmarkt bei 4.204 USD beziehungsweise 3.609 EUR – praktisch unverändert gegenüber der Vorwoche. Éine Unze Silber kostete 58,70 USD bzw. 50,40 EUR und damit ebenfalls auf Vorwochen-Niveau.

Update, 10.12.2025, 23:45 Uhr: Goldpreis nach Fed-Sitzung fest
Der Goldpreis schloss nach der Fed-Sitzung am Mittwochabend mit dem Gesamtmarkt fest – über 4.220 USD. Die Erkenntnisse: Weiterer Zinspfad im FOMC umstritten, aber gestiegene Wachstums- und niedrigere Inflationserwartungen für 2026.

Aktuelles Kursgeschehen unter Goldpreis aktuell 

Anleihemärkte – Marktzinsen steigen weiter

Parallel ziehen die Renditen an. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentierten am Dienstag mit 4,18 Prozent nach 4,04 Prozent in der Vorwoche. In Europa fiel der Anstieg noch stärker aus: Frankreich liegt bei 3,59 Prozent, Deutschland bei 2,86 Prozent. Damit steigen die Risikoaufschläge quer durch den Staatsanleihemarkt weiter an.

Anleiherenditen in den USA und Europa in der Übersicht am 9. Dezember 2025
Anleiherenditen in den USA und Europa in der Übersicht am 9. Dezember 2025

Gold und Anleihen – Verhältnis bleibt angespannt

Beide gelten als defensive Anlageformen. Steigende Renditen können Zinspapiere attraktiver machen, während Gold vor allem bei Inflationssorgen punktet. Doch derzeit fließt Liquidität aus vielen Märkten ab – wodurch der Zinseffekt auf die Goldpreis-Entwicklung in den Hintergrund tritt.

Mehr dazu: Geldpolitik & Zinsen und deren Einfluss auf den Goldpreis

Goldpreis aktuell: 4.180 USD – Händler warten auf US-Arbeitsmarktdaten

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Der Goldpreis fällt am Dienstag auf 4.180 USD. Händler warten vor der Fed-Sitzung auf frische Signale aus den US-Arbeitsmarktdaten.

Gold aktuell – Unter Schlüsselmarken

Der Goldpreis startete am Dienstag schwächer in den Handel. Um 8:30 Uhr kostete die Feinunze 4.180 USD bzw. 3.589 EUR – ein Minus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vortag. Dabei blieb die Marke von 4.200 USD unterschritten.

Goldpreis unter 4.200 USD – heute bestimmen JOLTs und ADP die Stimmung am Markt.

Update, 09.12.2025, 20:45 Uhr: Edelmetall ziehen an, Fed-Vorglühen
Der Goldpreis legt vor der Fed-Entscheidung am Mittwoch zu, während Silber ein Rekordhoch über 60 USD erreicht. Am Dienstag um 20:45 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 4.208 USD (+0,4 %) bzw. 3.618 EUR (+0,5 %). Silber zog um mehr als 4 Prozent an auf 60,60 USD bzw. 52,10 EUR. Aktuell wächst der Druck auf die Notenbank: Laut Reuters beginnt die aktuelle Fed-Sitzung bereits den Boden für Trumps künftigen Fed-Vorsitzenden zu bereiten. Trump fordert niedrigere Zinsen und das ist womöglich Feuer für Inflation und Goldpreis.

Rückblick – Schwäche am Montag

Am Montag hatte Gold nach kurzen Gewinnen ins Minus gedreht. Vor der Fed-Entscheidung am Mittwoch fehlte ein klarer Impuls. Der Spotmarkt schloss bei 4.190 USD (-0,2 Prozent) bzw. 3.601 EUR (-0,1 Prozent).

Ausblick – US-Arbeitsmarktdaten

Heute richtet sich der Blick auf neue Arbeitsmarktsignale. In den USA liefern JOLTs Job Openings und der ADP-Bericht frische Hinweise auf die Lage der Unternehmen. Aus Deutschland kommen die Daten zu Importen und Exporten im Oktober.

Mehr dazu: Livecharts & Gold-News – Goldpreis aktuell

EZB-Schnabel signalisiert Bereitschaft für Zinserhöhung

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EZB-Direktorin Schnabel zeigt sich offen für eine Zinserhöhung. Sie verweist auf robuste Konjunktur, steigende Löhne und anhaltenden Preisauftrieb.

Während in den USA die Weichen für weitere Zinssenkungen, muss man sich in der Eurozone wieder auf steigende Zinsen einstellen. Denn EZB-Direktorin Isabel Schnabel sagte in einem Bloomberg-Interview, sie sei „recht zufrieden“ damit, dass Märkte den nächsten Schritt der EZB als Zinserhöhung erwarten. Die Risiken für Wachstum und Inflation lägen ihrer Einschätzung nach eher nach oben. Europa habe die Handelsspannungen wider Erwarten gut verkraftet, während steigende Löhne und höhere Staatsausgaben die Wirtschaft stützten. Gleichzeitig bleibe der Preisdruck im Dienstleistungssektor hoch, weshalb die Geldpolitik laut Schnabel aufmerksam bleiben müsse.

Goldreporter-Kommentar: Sollte die Zinskluft zwischen den USA und dem Euroraum weiter steigen, so verstärkt das die Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar. Das sorgt international nicht nur für eine weitere Verschlecherung der europäischen Wettbewerbsbedingungen, sondern übt auch Druck auf den Euro-Gopldpreis aus.

Mehr dazu: Geldpolitik & Zinsen und ihr Einfluss auf den Goldpreis

Goldabsatz der Perth Mint sinkt – aber der Goldpreis treibt das Geschäft

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Die Perth Mint meldet sinkenden Gold- und Silberabsatz. Doch der hohe Silber- und Goldpreis stabilisiert das Geschäft und stützt die Umsätze im November.

Perth Mint: Goldbarren und Goldpreis-Chart im Fokus sinkender Gold- und Silberverkäufe.
Goldbarren vor Chartsymbolik: Im November sanken Gold- und Silberabsätze der Perth Mint, während der hohe Goldpreis die Umsätze stabilisierte.

Goldabsatz schwächer, Jahrestrend bleibt positiv

Die Perth Mint meldet für November einen Rückgang der Goldverkäufe auf 66.710 Unzen. Das entspricht einem Minus von 22 Prozent gegenüber Oktober, aber einem Zuwachs von 15 Prozent im Vorjahresvergleich. Seit Jahresbeginn summiert sich der Goldabsatz auf 429.978 Unzen und liegt damit rund 10 Prozent über dem Vorjahr.

Der Goldabsatz sinkt, doch der hohe Goldpreis stabilisiert die Umsätze der Perth Mint.

Umsatzentwicklung mit Goldpreis-Push

Beim Umsatz zeigt sich ein differenziertes Bild. Auf Basis des durchschnittlichen Goldpreises von 4.086 US-Dollar pro Unze ergibt sich ein Novemberwert von 282 Millionen US-Dollar. Das ist ein Plus von 77 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, aber ein Rückgang von 21 Prozent gegenüber Oktober. Der stark gestiegene Goldpreis – rund 54 Prozent über Vorjahr – prägt diese Entwicklung.

Mehr dazu: Überblick der Top-Goldmünzen zur Geldanlage

Marktbewertung durch die Perth Mint

Neil Vance, General Manager Minted Products, betonte, dass sich der Markt trotz ausbleibender Neuprodukte solide gezeigt habe. Nach dem außergewöhnlich starken Oktober seien die aktuellen Ergebnisse zufriedenstellend.

Gold- und Silber-Absatz der Perth Mint von November 2022 bis November 2025.
Gold- und Silber-Absatz der australischen Prägeanstalt Perth Mint von November 2022 bis November 2025.

Silberabsatz erneut rückläufig

Auch beim Silber bleibt die Dynamik verhalten. Die Perth Mint lieferte 875.487 Unzen aus – ein Minus von 17 Prozent gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn liegt der Absatz mit 6.687.664 Unzen rund 32 Prozent unter dem Vorjahr.

Silberumsatz profitiert vom Silberpreis

Bewertet zum durchschnittlichen Novemberpreis von 50,69 US-Dollar ergibt sich ein Silberumsatz von 44 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang von 15 Prozent gegenüber Oktober, aber einem Anstieg von 37 Prozent gegenüber November 2024 – getragen vom stark gestiegenen Silberpreis.

Schwächephase setzt sich fort

Nach der kurzen Belebung im Oktober kehrt die Perth Mint damit in eine schwächere Absatzphase zurück, die seit Ende 2023 anhält.

Mehr dazu: Nachfrage, Förderung, Analysen – Goldmarkt international

Goldpreis in China sinkt unter Europa-Kurs – Spread dreht nach sieben Wochen

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Der Goldpreis in China liegt erstmals seit Wochen unter dem Europa-Kurs. Der Spread fällt auf minus 13 USD – ein Signal für nachlassende Nachfrage.

Goldpreis China sinkt unter Europa-Kurs – Spread dreht auf minus 13 USD
An der Shanghai Gold Exchange lag der Goldpreis am 5. Dezember 2025 unter dem Europa-Kurs.

Goldpreis in China sinkt unter Europa-Kurs

Erstmals seit zwei Monaten lag der Goldpreis in China am Freitag (05.12.25) unter dem europäischen Spotkurs. An der Shanghai Gold Exchange (SGE) wurde die Feinunze rund 13 USD günstiger gehandelt als in Europa. Eine Woche zuvor zahlte China noch 13 USD Aufschlag.

Aktueller Spotkurs in Europa: Goldpreis aktuell: – Übersicht und Live-Daten

Chinas Goldmarkt verliert an Zugkraft: Der Spread dreht ins Negative und schwächt den jüngsten Preistrend.

Messzeit: [Fr. 05.12.25, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]

Aufschlag China → Europa Spot: -13 USD/oz (28.11.25: +13 USD); Δ: -26 USD

Nachfrage lässt nach – SGE-Impuls schwächt sich ab

Der Rückgang beendet eine Serie von sieben Wochen, in denen der SGE-Preis durchgehend über dem europäischen Niveau lag – in der Spitze um 31 USD. Der nun negative Spread deutet auf eine kurzfristig schwächere Inlandsnachfrage hin. Parallel sind auch die Zukäufe der People’s Bank of China zuletzt deutlich zurückgegangen.

Markt / Kennzahl 05.12.25 28.11.25 Δ 
Gold China SGE Fix (CNY/Gramm) 955,89 948,34 +0,8 %
Gold China SGE (USD/Gramm) 135,32 134,48 +0,84
Goldpreis China SGE
(USD/oz)
4.209 4.183 +26
Goldpreis Europa
(USD/oz)
4.222 4.170 +1,3 %
Aufschlag/Abschlag China
→ Europa (USD/oz)
-13 +13 -26

Damit hat sich das Preisfenster vollständig umgekehrt.

Warum der Spread für den globalen Markt wichtig ist

Preisunterschiede zwischen SGE und globalem Spotmarkt beeinflussen die physischen Warenströme. Ein hoher China-Aufpreis kann Importe verstärken und Preisbewegungen beschleunigen. Der jüngste Abschlag zeigt jedoch: Der chinesische Markt bleibt stabil, hat aber kurzfristig an Zugkraft verloren.

Grafik zeigt China-Aufschlag zum Goldpreis 2025: Spread SGE minus Spot schwankt und fällt am 5. Dezember ins Negative.
Der Preisabstand zwischen SGE und europäischem Spotmarkt drehte Anfang Dezember erstmals seit Wochen ins Negative.

Methodik: SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 05.12.25; Umrechnung über 7,064 CNY/USD (Vorwoche: 7,052 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spot-Goldpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.

Mehr dazu: Goldreserven weltweit: Aktuelle Zahlen, Länder-Ranking und Entwicklungen

Goldpreis aktuell: leichte Gewinne über 4.200 USD – Märkte stabil am Montag

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Goldpreis steigt am Montag leicht über 4.200 USD. Die Märkte bleiben stabil, während der Fokus klar auf der Fed-Sitzung am Mittwoch liegt.

Gold aktuell – leichte Gewinne über 4.200 USD

Gold startete am Montag mit kleinen Aufschlägen in die Woche. Um 8:15 Uhr lag der Preis bei 4.214 USD (+0,4 %) beziehungsweise 3.611 EUR (+0,2 %). Außerdem tendierten die Aktienmärkte freundlich, die Indizes zeigten eine stabile Entwicklung.

Gold behauptet sich über 4.200 USD, während Händler vor der Fed-Sitzung auf neue Impulse warten.

Rückblick – Kursrutsch am Freitag

Am Freitag fiel der Goldpreis abrupt und rutschte innerhalb weniger Minuten um rund 50 USD ab. Einen klaren Auslöser gab es nicht, auch der Gesamtmarkt ging zurück. Schließlich ging Gold mit 4.198 USD beziehungsweise 3.605 EUR leicht schwächer ins Wochenende.

Ausblick – Fokus auf die Fed-Sitzung

Dabei stehen heute nur wenige US-Konjunkturdaten an, darunter die aktuellen Inflationserwartungen der Verbraucher. Zusätzlich veröffentlicht Deutschland am Vormittag die Industrieproduktion für Oktober. Deshalb richten sich die Blicke bereits auf die Fed-Sitzung am Mittwochabend, die dem Markt neue Impulse geben könnte.

Mehr dazu: Livecharts & Gold-News – Goldpreis aktuell

China erhöht Goldreserven – Wert erstmals über 300 Milliarden USD

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China erhöht im November seine Goldreserven. Erstmals steigt der Goldwert über 300 Milliarden USD – ein Signal für Chinas Strategie im globalen Goldpreis-Umfeld.

Goldbarren in chinesischem Tresorraum vor Nationalflagge (Symbolbild) – China erhöht Goldreserven, Wert über 300 Milliarden USD.
Goldbarren vor der chinesischen Nationalflagge: Die PBOC meldet im November erneut leichte Goldkäufe von 30.000 Unzen, der Goldwert steigt auf über 300 Milliarden USD.

China setzt Kaufserie fort

China hat im November erneut Gold zugekauft und damit seine Serie an monatlichen Aufstockungen fortgesetzt. Laut der Devisenbehörde SAFE stiegen die Bestände um lediglich 30.000 Unzen auf 74,12 Millionen Unzen. Das entspricht rund 0,9 Tonnen neuen Goldes. Damit erhöhten sich die offiziellen Reserven der People’s Bank of China auf umgerechnet 2.305,39 Tonnen – der dreizehnte Anstieg in Folge, jedoch mit erkennbar nachlassender Dynamik.

China setzt seine Goldkäufe fort und erreicht mit über 300 Milliarden USD Goldwert einen neuen Meilenstein – trotz minimaler Zukäufe.

Goldreserven – Langfristige Reservepolitik

China veröffentlicht traditionell unregelmäßig Daten zu seinen Goldbeständen. Auf längere Pausen folgen häufig Phasen mit monatlichen Anpassungen. Zwischen November 2022 und April 2024 kamen so rund 316 Tonnen hinzu, bevor es mehrere Monate keine Updates gab. Erst seit Herbst 2024 meldet die PBOC wieder regelmäßige Käufe.

Chinesische Goldreserven

Die Tabelle zeigt monatliche Goldzukäufe der chinesischen Zentralbank seit 2022. Datenquelle: SAFE / PBOC.
MonatZugang in tZugang in Uz
November 202232,031.030.000
Dezember 202230,17970.000
Gesamt 2022 62,20 2.000.000
Januar 202314,93480.000
Februar 202324,88800.000
März 202318,04580.000
April 20238,08260.000
Mai 202316,86510.000
Juni 202321,15680.000
Juli 202323,02740.000
August 202328,93930.000
September 202326,13840.000
Oktober 202323,02740.000
November 202311,82380.000
Dezember 20239,02290.000
Gesamt 2023 225,98 7.230.000
Januar 20249,95320.000
Februar 202412,13390.000
März 20244,97160.000
April 20241,8760.000
November 20244,97160.000
Dezember 202410,26330.000
Gesamt 2024 44,15 1.420.000
Januar 20254,97160.000
Februar 20254,97160.000
März 20252,8090.000
April 20252,1770.000
Mai 20251,9060.000
Juni 20252,1570.000
Juli 20251,9060.000
August 20251,9060.000
September 20251,2440.000
Oktober 20250,9030.000
November 20250,9030.000
Dezember 20250,9030.000
Gesamt 2025 25,87 860.000
Januar 20261,2440.000
Gesamt seit 2022358,06 11.510.000

Währungsreserven wachsen – Goldanteil steigt

Parallel zu den Goldkäufen legten auch die gesamten chinesischen Währungsreserven zu. Sie erhöhten sich im November um 0,4 Prozent beziehungsweise 16,8 Milliarden US-Dollar auf 3.723,65 Milliarden US-Dollar. Der Goldanteil stieg leicht von acht auf 8,3 Prozent. Mit einem Wert von 310,65 Milliarden US-Dollar erreichten die Goldreserven der PBOC zudem ein neues Rekordniveau.

Einordnung – Strategische Bedeutung

Die anhaltenden, wenn auch moderaten Zukäufe gelten als Hinweis auf Chinas langfristige Reservepolitik. Peking verfolgt das Ziel, die Abhängigkeit vom US-Dollar schrittweise zu reduzieren und Gold stärker im nationalen Reservegefüge zu verankern. Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen signalisiert jeder, selbst kleine, monatliche Zuwachs, dass Gold für China weiterhin eine zentrale stabilisierende Funktion besitzt.

Mehr dazu: Internationale Goldreserven – aktuelle Entwicklungen und Rangliste der Länder

Goldpreis ohne Impuls – Silber fest, Händler wollen mehr echtes Gold

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Gold bleibt nahe 4.200 USD, Silber steigt. CoT-Daten fehlen noch, doch die Nachfrage nach physischer Auslieferung nimmt am Terminmarkt deutlich zu.

Übergabe von Goldbarren als Symbol für physische Auslieferungen am Terminmarkt
Symbolbild: Übergabe von Goldbarren als Hinweis auf steigende physische Auslieferungsanträge im Terminmarkt. Das Motiv verdeutlicht die aktuelle Nachfrage nach handfestem Gold.

Goldmarkt – ruhige Woche, unterschiedliche Trends

Der Goldpreis bewegte sich in der vergangenen Woche erneut eng um die Marken von 4.200 USD und 3.600 EUR. Größere Impulse blieben aus, was vor allem der abwartenden Haltung vor der Fed-Sitzung geschuldet war.

Auch ohne Preisschub fordern Händler mehr physisches Gold – ein Hinweis auf stabile reale Nachfrage.

Am Freitag schloss der Dezember-Future bei 4.196 USD (3.604 EUR). Damit ergibt sich auf Wochensicht ein Minus von 0,5 Prozent in USD und 0,9 Prozent in EUR. Silber hingegen setzte seinen Aufwärtstrend fort und verteuerte sich um 3,3 Prozent bzw. 3,8 Prozent auf 58,28 USD bzw. 50,05 EUR.

Mehr zum Thema: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

CoT-Daten – Aufarbeitung der Rückstände verzögert Analyse

Die CFTC arbeitet weiterhin die technischen Rückstände aus dem Shutdown auf. Neu zur Verfügung stehen Daten vom 21. Oktober 2025. Zu diesem Zeitpunkt lag der Open Interest rund 10 Prozent höher als heute – die Lagebeurteilung erfolgt daher mit zeitlicher Verzögerung.

Netto-Positionen von Commercials und Großen Spekulanten sowie Open Interest im US-Gold-Futures-Handel seit 2020. Daten aktuell bis 21. Oktober 2025 verfügbar. (Quelle: CME Group)
Netto-Positionen von Commercials und großen Spekulanten sowie Open Interest im Gold-Futures-Markt (Datenstand: 21. Oktober 2025; Quelle: CME Group).

Open Interest – leichter Anstieg trotz Goldpeis-Rückgang

Aktuell summiert sich die Zahl offener Gold-Futures auf 430.456 Kontrakte, ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber der Vorwoche.

Im Optionshandel erhöhten sich die offenen Positionen auf 756.960 (+6 Prozent). Die Put/Call-Ratio fiel auf 0,7, was auf einen leicht stärkeren Optimismus im kurzfristigen Handelsumfeld hindeutet.

COMEX-Bestände – leichte Abflüsse, hohe Deckung

Die COMEX-Lager schrumpften per 4. Dezember 2025 um weitere 40.000 Unzen auf nun 36,31 Millionen Unzen.

Mit dem parallelen Rückgang des Open Interest sank die rechnerische Deckung des Futures-Handels auf rund 84 Prozent.

Historisch ist das weiterhin ein hoher Wert – die Spanne reichte in den vergangenen Jahren von Phasen mit nur 30 Prozent bis zu über 80 Prozent.

Physische Auslieferungen – Mehr Gold gefragt

Für den Dezember liegen bereits 27.151 Anträge auf physische Auslieferung vor, entsprechend rund 84 Tonnen. Das sind 3.181 zusätzliche Anträge innerhalb einer Woche.

Der November wurde mit 39 Tonnen beliefert; der Januar-Rekord von 238 Tonnen bleibt davon weit entfernt.




Futures-Handel – erneute technische Probleme

Die Wochencharts der einzelnen Kontraktmonate waren am Samstag auf den CME-Servern nicht abrufbar („Bad Gateway“). Bereits eine Woche zuvor war der elektronische Handel im frühen US-Handelsfenster ausgefallen. Diese Störungen hatten international Aufmerksamkeit erzeugt und Zweifel an der technischen Zuverlässigkeit des Papiergoldhandels verstärkt.

Update, 07.12.2025, 11 Uhr: Gold-Charts wieder abrufbar
Die Kurscharts des US-Gold-Futures-Handels stehen seit Sonntagmorgen wieder zur Verfügung, nachdem zuvor ein Serverfehler beim Anbieter aufgetreten war. Der Wochenchart des Februar-Kontrakts (meistgehandelter Termin) zeigt deutlich den abrupten Kurseinbruch am Freitag nach 16 Uhr (50 USD in Minuten). Zu diesem Zeitpunkt kam es zu breiten Rücksetzern über zahlreiche Anlageklassen hinweg. Details dazu finden Sie im Goldreporter-Tagesbericht vom Freitag.

Goldpreis in US-Futures-Handel (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 1. bis 5. Dezember 2025
Goldpreis in US-Futures-Handel (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 1. bis 5. Dezember 2025

Goldpreis-Ausblick – Fed entscheidet über Wochenstimmung

Steigender Open Interest bei fallendem Preis signalisiert kurzfristige Schwäche am Terminmarkt. In der neuen Woche richtet sich der Blick klar auf die Federal Reserve: Eine Zinssenkung gilt als eingepreist – entscheidend wird daher der begleitende Ausblick der US-Notenbank.

Zur Übersicht: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung

Goldpreis stabil, Silber setzt neue Rekorde – Handel vor Weihnachten angespannt

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Goldpreis behauptet die 4.200-USD-Marke. Silber erreicht neue Rekorde, der Handel spürt vor Weihnachten teils knappe Bestände und höhere Ankaufpreise.

Goldpreis stabil, Silber erreicht Rekorde – Handel vor Weihnachten angespannt
Gold bleibt stabil über 4.200 USD, Silber setzt neue Rekordmarken. Der Handel spürt vor Weihnachten zunehmende Engpässe.

Goldpreis stabil, Silber setzt neue Marken

Der Goldmarkt bleibt freundlich. Immer wieder verteidigt Gold die Zone um 4.200 US-Dollar. Gleichzeitig sorgt Silber für die dynamischeren Akzente. Die Aussicht auf eine US-Zinssenkung in der kommenden Woche und robuste charttechnische Signale geben dem Markt zusätzlichen Halt.

Silber steigt stark, der Goldpreis bleibt stabil – knappe Ware sorgt für höhere Ankaufpreise.

Gold und Silber: Fester Wochenausklang

Am Freitag um 11:30 Uhr wurde Gold auf dem europäischen Spotmarkt bei 4.224 US-Dollar bzw. 3.625 Euro gehandelt. Auf Wochensicht entspricht das einem Plus von 1,5 Prozent in USD und 0,7 Prozent in EUR. Silber legte dagegen deutlich stärker zu: 58,10 US-Dollar (+7,8 Prozent) bzw. 49,88 Euro (+7 Prozent) – neue Rekordstände.

Mehr: Livecharts & Tagesaktuelle News unter Goldpreis aktuell 

Handel: Hohe Nachfrage, knappe Bestände

Der kräftige Silberanstieg zieht wieder deutlich mehr Käufer an. Die Folge: Die Produktverfügbarkeit ist angespannt. Denn viele Händler melden leere Regale bei Silbermünzen des aktuellen Jahrgangs sowie Engpässe bei 1-kg-Barren. Auch gebrauchte Silberware kommt kaum auf den Markt. Prägestätten arbeiten an Rückständen; Lieferzeiten verlängern sich vor Weihnachten spürbar.




 

Gold kaufen: Aufgelder unverändert, Spreads enger

Die Goldreporter-Abfrage unter fünf großen Händlern zeigt stabile Aufgelder – trotz leichter Preisanstiege:

  • Krügerrand (neu): Ø 3.766 Euro (+25 Euro zur Vorwoche), Aufgeld unverändert bei 3,89 %. Ältere Jahrgänge bleiben rund 90 Euro günstiger.
  • 100-g-Goldbarren: Ø 11.840 Euro (+70 Euro), Aufgeld leicht gesunken auf 2,17 %.
    Die Spreads ziehen im Goldbereich leicht an – vor allem, weil Händler höhere Ankaufpreise bieten.

Die Spreads sind im Goldbereich leicht gefallen, durch eine Anhebung des Ankaufpreisniveaus.

Silberpreise: Stabile Aufgelder, minimale Spread-Bewegung

Der Silberhandel zeigt kleinere Veränderungen – trotz des Preissprungs:

  • Maple Leaf (neu): Ø 66,53 Euro (+4,27 Euro), Aufgeld weiter 33 %. Ältere Jahrgänge bleiben bis zu 4,8 Euro günstiger.
  • 1-kg-Silberbarren: Ø 2.069 Euro (+133 Euro), Aufgeld konstant bei 29 %.

Die Spreads bei Silber sind leicht gefallen.

Preisdaten vom 5. Dezember 2025: Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.
Preisdaten vom 5. Dezember 2025: Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.

Einordnung: Händler zahlen mehr für knappe Ware

Die höheren Anlaufpreise spiegeln die Lage im Edelmetall-Handel deutlich wider. Besonders im Silbersegment ist Gebrauchtware knapp, was Händler zu höheren Ankaufpreisen zwingt. Die Aufgelder bleiben weitgehend konstant; Abschläge auf Sekundärware bestehen, sofern überhaupt verfügbar. Präzise Preisvergleiche bleiben daher essenziell.

Mehr zum Thema: Gold kaufen – Überblick: Das sind faire Preise für Münzen und Barren

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Goldpreis aktuell: Stabil über 4.200 USD – Fokus auf US-Inflation am Freitag

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Der Goldpreis bleibt am Freitag stabil über 4.200 USD. US-Inflationsdaten und Verbrauchervertrauen setzen die Akzente vor der Fed-Sitzung.

Gold heute – 4.200 USD gehalten

Gold startete am Freitag mit leichten Gewinnen in den Handel. Um 8:30 Uhr kostete die Unze 4.228 USD bzw. 3.623 EUR. Damit lag Gold 0,4 Prozent (USD) bzw. 0,3 Prozent (EUR) über dem Vortag. Auch die Aktienmärkte eröffneten freundlich.

Händler warten auf US-Daten – Gold behauptet die 4.200-USD-Zone.


Update, 05.12.205, 22:00 Uhr: Gewinnmitnahmen zum Wochenende
Die Kurse der Edelmetalle kamen am Nachmittag mit den Aktienindizes zurück. Der Handel war geprägt von leichten Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende und der Fed-Sitzungswoche. Gold schloss an der Schwelle von 4.200 USD / 3.600 EUR (-0,2 %).

Nadaq, Euro/USD, Gold und Bitcoin im Tagesverlauf am 05.12.2025
Kursentwicklung von Nasdaq, Euro/USD, Gold und Bitcoin im Tagesverlauf am 05.12.2025

Rückblick – Wenig Bewegung

Am Donnerstag pendelte der Goldpreis eng um die Marke von 4.200 USD. Neue Impulse aus den USA blieben aus, sodass die Erwartung einer Zinssenkung in der kommenden Woche stabil blieb. Die Fed-Watch-Wahrscheinlichkeit lag wenig verändert bei 87 Prozent.

Ausblick – Inflationsdaten aus den USA

Heute stehen die PCE-Inflationsdaten, Konsumausgaben und Einkommen aus dem September auf der Agenda – dazu das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan. Die Märkte richten den Blick jedoch bereits klar auf die Fed-Sitzung in der kommenden Woche.

Mehr dazu: Livecharts & Gold-News – Goldpreis aktuell

Warum immer mehr Staaten Gold statt Dollar wählen – und was das für Anleger bedeutet

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Viele Staaten reduzieren ihre Dollar-Abhängigkeit. Zentralbanken kaufen so viel Gold wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Was treibt die Entwicklung und was können Anleger daraus lernen?

Goldbarren auf Dollar-Noten im Bankenfoyer – Symbol für Zentralbankkäufe
Goldbarren auf Dollar-Noten: Immer mehr Zentralbanken setzen auf Gold statt Dollar.

Warum der Dollar an Dominanz verliert

Der US-Dollar bleibt zwar die wichtigste Reservewährung. Dennoch mehren sich Signale, dass sein Anteil am globalen Währungssystem langfristig sinken könnte. Gründe dafür sind die wachsende geopolitische Unsicherheit, der Einsatz des Dollars als politisches Druckmittel sowie strukturelle Faktoren wie die stark gestiegene US-Staatsverschuldung.

Dabei verfolgen viele Staaten das gleiche Ziel: die eigene Verwundbarkeit gegenüber Dollar-Schwankungen und US-Sanktionspolitik zu verringern.

Die weltweite Goldnachfrage der Zentralbanken steigt weiter. Was Staaten vormachen, wird auch für Anleger zur strategischen Leitlinie.

Zentralbanken greifen verstärkt zu Gold

Zentralbanken weltweit haben in den vergangenen Jahren so viel Gold gekauft wie seit den 1970ern nicht mehr. Gold gilt ihnen als neutraler Vermögenswert ohne Gegenparteirisiko. Es ist unabhängig von politischen Entscheidungen und weltweit liquide.

Besonders aktiv sind Schwellenländer wie China, Indien, die Türkei und viele Staaten im Nahen Osten. Sie alle erhöhen ihre Bestände stetig und oft ohne detaillierte öffentliche Ankündigungen. Diese Käufe bilden eine strukturelle Nachfrageposition, die den Goldpreis nachhaltig stützen.

Geopolitische Spannungen beschleunigen die Entwicklung

Sanktionen gegen Russland im Zuge des Ukraine-Kriegs haben vielen Staaten vor Augen geführt, wie verletzlich Devisenreserven im Dollarraum sein können. Wenn Konten eingefroren werden können, steigt der Anreiz, einen größeren Teil der nationalen Reserven in physische Werte umzuschichten.

Gold erfüllt hier eine zentrale Rolle: Es lässt sich im eigenen Land lagern, kann international verliehen oder gehandelt werden und ist historisch ein bewährtes Mittel zur Stabilisierung nationaler Währungen.

Währungsrisiken: Schutz vor Volatilität und Inflation

Auch geldpolitische Unsicherheiten spielen eine Rolle. Die jahrelangen Zinsschritte der Federal Reserve, Inflationsschübe und die schwankende Stärke des Dollars sorgen dafür, dass Staaten ihre Portfolio-Struktur überdenken.

Gold bietet Stabilität, besonders in Phasen, in denen Währungen unter Druck stehen. Für viele Notenbanken ist der Metallkauf damit ein Mittel zur Risikostreuung.

BRICS und neue Zahlungsarchitekturen

Ein weiterer Treiber ist die stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit der BRICS-Staaten. Sie experimentieren mit Alternativen zu Dollar-basierten Zahlungssystemen und diskutieren Modelle für neue Reserveinstrumente. Gold könnte dabei zum Anker werden – als gemeinsame, politisch neutrale Grundlage für multilaterale Abrechnungen.

Damit steigt die Bedeutung des Metalls für Länder, die ihren finanziellen Handlungsspielraum erweitern wollen.

Warum die Entwicklung den Goldmarkt langfristig beeinflusst

Der Trend zur Dedollarisierung verläuft schrittweise, aber stetig. Zentralbanken handeln nicht kurzfristig, sondern verfolgen langfristige strategische Ziele.

Dass sie trotz hoher Preise weiter Gold kaufen, signalisiert strukturelle Unterstützung für den Markt. Diese Nachfragequelle unterscheidet sich von Investorenströmen, die stark auf Stimmungen reagieren.

Analysten gehen davon aus, dass dieser Trend noch Jahre anhalten könnte – getrieben von geopolitischen Spannungen, Währungsrisiken und dem Bedürfnis vieler Staaten nach größerer Unabhängigkeit.

Fazit: Gold wird zur strategischen Reserve einer unsicheren Welt

Die jüngste Umschichtung vieler Staaten zeigt: Gold gewinnt wieder den Stellenwert einer geopolitischen Versicherung. Je unberechenbarer die Weltwirtschaft, desto stärker wächst die Bedeutung eines Vermögenswertes, der keiner Regierung und keiner Währungshoheit untersteht. Für Zentralbanken bleibt Gold damit ein Instrument zur Stabilisierung – und ein Signal an die Märkte, sich unabhängiger vom Dollar zu machen.

Prognose: Die globale Goldnachfrage dürfte strukturell hoch bleiben

Vieles deutet darauf hin, dass der Trend noch nicht am Ende ist. Solange geopolitische Spannungen anhalten und viele Schwellenländer ihre Dollar-Abhängigkeit reduzieren wollen, könnte die Goldnachfrage der Zentralbanken weiter stark bleiben. Auch für Anleger gewinnt Gold wieder an Bedeutung: weniger als kurzfristiges Spekulationsobjekt, sondern zunehmend als Baustein langfristiger Sicherheitsstrategien.

Erkenntnis für Anleger

Die jüngsten Entwicklungen zeigen: Zentralbanken handeln nicht aus Tradition, sondern aus Notwendigkeit. Sie sichern sich gegen Währungsverfall, geopolitische Risiken und den Verlust von Kaufkraft ab. Wer als privater Anleger ähnlich denkt, kann daraus ebenso profitieren. Regelmäßige Goldkäufe glätten Kursschwankungen, stärken die eigene finanzielle Unabhängigkeit und schaffen ein widerstandsfähiges Polster für unsichere Zeiten. Gold bleibt damit nicht nur für Staaten, sondern auch für private Haushalte eine der zuverlässigsten Formen langfristiger Vermögenssicherung.

Mehr dazu: Gold kaufen – Wie man sicher und günstig Edelmetall erwirbt

Goldpreis kämpft um 4.200er-Marke – bei den ETFs boomt Silber

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Der Goldpreis ringt um die 4.200er-Marke. Während der Gold-ETF GLD nur moderate Zuflüsse zeigt, erlebt der größte Silber-ETF deutliche Kapitalströme.

Goldpreis kämpft um 4.200 USD, während Silber-ETFs starke Zuflüsse verzeichnen
Goldpreis ringt um 4.200 USD – ETF-Daten zeigen moderate Zuflüsse bei Gold und deutliche Käufe im Silber-Segment.

Goldpreis schwankt um 4.200 USD

Der Goldpreis pendelte zuletzt eng um 4.200 USD bzw. 3.600 EUR. Klare Impulse blieben vor der Fed-Sitzung aus. Die technische Struktur wirkt robust, solange 4.150 USD und 3.500 EUR halten.

Die Daten der großen Edelmetall-ETFs zeigen ein gemischtes Bild – Gold leicht positive, Silber auffallend starke Kapitalströme

Am Mittwoch schloss Gold an der COMEX bei 4.206 USD / 3.605 EUR. Auf Wochensicht ergibt sich ein Plus von 1,0 Prozent (USD) und 0,4 Prozent (EUR). Silber entwickelte sich deutlich dynamischer: plus 9,5 Prozent (USD) und 8,9 Prozent (EUR) auf 58,46 USD / 50,11 EUR – neue Rekordhochs.

Mehr dazu: Tagesaktuelle Kursentwicklung unter Goldpreis aktuell

GLD: Leichte Zuflüsse nach ruhiger Woche

In der Thanksgiving-Woche blieb der Handel mit Gold-ETFs weitgehend verhalten. Beim SPDR Gold Shares (GLD) gab es bis zum Monatswechsel kaum Bewegungen. Vom 01. bis 03. Dezember 2025 flossen dem Fonds netto 15 Millionen US-Dollar zu – nach vorherigen Abflüssen von insgesamt 42 Millionen US-Dollar.

Das physische Inventar stieg um 1,15 Tonnen auf 1.046,58 Tonnen und liegt damit nur knapp unter Jahreshoch. Ein Anteil entspricht weiterhin 0,1 Feinunze Gold.

 Gold-ETFs erklärt: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert 

Nettozuflüsse größter Goldfonds 27.11.–03.12.2025 mit deutlichen Zuflüssen Anfang Dezember
GLD-Kapitalströme vom 27. November bis 3. Dezember 2025: ein starker Zufluss zum Monatswechsel, gefolgt von moderaten Abflüssen.




Silberfonds mit massiven Kapitalzuflüssen

Deutlich stärker fiel die Bewegung beim iShares Silver Trust (SLV) aus. Das Inventar stieg binnen fünf Tagen um 416,22 Tonnen auf das neue Jahreshoch von 15.998,55 Tonnen. Der Kapitalzufluss von rund 502 Millionen US-Dollar spiegelt das steigende Momentum am Silbermarkt wider. Ein Anteil entspricht weiterhin einer Feinunze Silber.

Silberbestände des SLV steigen auf 15.999 Tonnen im Jahresverlauf
Die SLV-Bestände kletterten auf 15.999 Tonnen und erreichten damit ein neues Jahreshoch. Die Grafik zeigt die wöchentliche Entwicklung der vergangenen zwölf Monate.

Jahresbilanz: Gold- und Silber-ETFs mit kräftigen Zuwächsen

Seit Jahresbeginn zeigen beide ETFs kräftige Zuwächse:

  • GLD: +174 Tonnen / +19,9 Mrd. USD
  • SLV: +1.622 Tonnen / +2,2 Mrd. USD

Diese Entwicklungen unterstreichen die strukturell hohe Nachfrage nach Edelmetallen – sowohl institutionell als auch privat.

Gold- und Silberbestände GLD und SLV per 3. Dezember 2025 und Veränderung gegenüber Vorwoche.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 3. Dezember 2025 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.

Bedeutung für den Goldkurs

ETF-Bestände gelten als wichtiger Indikator für Anlegerstimmung. Zuflüsse verstärken häufig bestehende Trends, während Abflüsse eher Liquiditätsbedarf anzeigen. Für die kurzfristige Preisbildung bleibt allerdings der Terminmarkt maßgeblich. ETFs reagieren meist mit Verzögerung und spiegeln mittelfristige Erwartungen größerer Marktteilnehmer wider.

Passend dazu: Nachrichten und Analysen zur internationalen Goldmarkt-Entwicklung

Goldreserven weltweit: Massive Goldkäufe gemeldet

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Die weltweiten Goldreserven steigen deutlich. Neue WGC-Daten zeigen starke Goldkäufe mehrerer Schwellenländer wie Polen, Brasilien und Indonesien.

Weltweite Goldreserven steigen – Zentralbanken kaufen Gold zu
Die Goldreserven vieler Länder sind stark gestiegen – besonders Polen, Brasilien und Indonesien kauften im Oktober größere Mengen hinzu.

Goldreserven: Viele Länder kaufen weiter zu

Die weltweiten Goldreserven sind im Oktober deutlich gestiegen. Neue Daten des World Gold Council (WGC) zeigen, dass zahlreiche Zentralbanken ihre Bestände weiter ausbauen – angeführt von mehreren Schwellenländern, die mit kräftigen Käufen überraschen.

Viele Zentralbanken stocken ihre Goldbestände deutlich auf – und vor allem Schwellenländer setzen mit großen Käufen ein Signal für den Goldmarkt.

Schwellenländer treiben den Aufbau

Besonders aktiv waren Brasilien, Polen und Indonesien.

  • Brasilien erhöhte seine Reserven um 16 Tonnen auf 161,1 Tonnen, nach ebenfalls starken Zuflüssen im Vormonat.
  • Polen kaufte 15,6 Tonnen hinzu und hält nun 530,9 Tonnen.
  • Indonesien stockte um 3,9 Tonnen auf 84,3 Tonnen auf.

Daneben meldeten auch Tschechien (+2,4 t) und Usbekistan (+9,3 t) spürbare Zuwächse. Die Türkei vergrößerte ihre rein staatlichen Reserven um 3 Tonnen auf 644,3 Tonnen; inklusive hinterlegter Bankbestände ergibt sich ein Gesamtinventar von 802,7 Tonnen.

Aktiv waren zudem kleinere Notenbanken wie Kirgisien (+1,7 t), Ghana (+1,0 t), China (+0,9 t), Kasachstan (+0,7 t), Serbien (+0,5 t), die Philippinen (+0,6 t) und Slowenien (+0,2 t).

Top-5 stabil – Russland mit Abgang

An der Spitze der größten Goldhalter bleibt das Bild unverändert: Die USA führen mit 8.133,5 Tonnen, gefolgt von Deutschland (3.350,3 t), Italien (2.451,8 t) und Frankreich (2.437 t).

Russland verzeichnet dagegen einen Rückgang um 3,1 Tonnen auf 2.326,5 Tonnen – exakt die Menge, die im Vormonat noch zugebucht worden war. Zuletzt hatte das Land Goldentnahmen aus dem Staatsfonds bestätigt. Auch China erhöhte seine Bestände nur leicht um 0,9 Tonnen auf 2.303,2 Tonnen.

Weltweit knapp 36.500 Tonnen

Insgesamt summieren sich die gemeldeten staatlichen Goldreserven laut WGC nun auf 36.457,4 Tonnen. Das sind rund 98 Tonnen mehr als im Vormonat. Allerdings veröffentlichen nicht alle Länder regelmäßig Daten. Zu den Staaten ohne laufende Berichte zählen unter anderem Iran, Israel und Nordkorea. Die WGC-Übersicht basiert auf offiziellen Angaben der Zentralbanken und ergänzenden Informationen des IWF.

Alle Daten: Die vollständige Tabelle der weltweiten Goldreserven per Dezember 2025

Weltweit knapp 36.500 Tonnen

Insgesamt summieren sich die gemeldeten staatlichen Goldreserven laut WGC nun auf 36.457,4 Tonnen. Das sind rund 98 Tonnen mehr als im Vormonat. Allerdings veröffentlichen nicht alle Länder regelmäßig Daten. Zu den Staaten ohne laufende Berichte zählen unter anderem Iran, Israel und Nordkorea. Die WGC-Übersicht basiert auf offiziellen Angaben der Zentralbanken und ergänzenden Informationen des IWF.

Mehr dazu: Internationale Goldreserven – neueste Entwicklungen, aktuelle Übersicht nach Ländern.

Goldpreis am Donnerstag: 4.200 USD erneut unter Beschuss – Warten auf Fed-Sitzung

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Dabei hält sich Gold erneut nur knapp über 4.200 USD und reagiert spürbar auf die steigenden Erwartungen an die Fed-Sitzung.

Gold pendelt am Donnerstag um 4.200 USD und bleibt unter Druck. Die Märkte ruhig, der Fokus richtet sich klar auf die Fed-Sitzung.

Gold heute – 4.200 USD im Fokus

Gold startete am Donnerstag knapp unter den Marken von 4.200 USD (-0,2 %) bzw. 3.600 EUR (-0,1 %). Aus technischer Sicht sind bei Gold die Marken von 4.150 USD und 3.550 EUR wichtig. Die Aktienmärkte starteten freundlich, der Euro leicht schwächer bei 1,165 US-Dollar. 

Rückblick – Ruhiger Handelsverlauf

Am Mittwoch gab es kaum Bewegung beim Goldpreis. Mit Schlusskursen von 4.204 USD bzw. 3.602 EUR hielt sich Gold knapp über Schlüsselmarken. Die US-Wirtschaftsdaten (ADP-Zahlen schwach; ISM Services erwartungsgemäß) stärkten die Erwartungen an eine US-Zinssenkung in der kommenden Woche (Wahrscheinlichkeit: 89 %). Die Markttechnik bei Gold bestätigt einen stabilen Aufwärtstrend.

Ausblick – Fed-Sitzung im Blick

Die Blicke richten sich bereits auf die Fed-Sitzung am kommenden Mittwoch. Wichtige aktuelle US-Daten stehen heute nicht auf dem Programm. Fed-Mitglied Bowmann meldet sich zu Wort.

Mehr dazu: Livecharts & Gold-News – Goldpreis aktuell

Goldpreis steigt über 4.200 USD – Trend bleibt stark in USD und EUR

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Goldpreis über 4.200 USD: Die Charttechnik zeigt weiter einen klaren Aufwärtstrend. Sowohl in USD als auch in EUR bleibt Gold technisch stark.

Goldpreis über 4.200 USD – Chartanalyse Dezember 2025
Goldchart in US-Dollar; Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse vom 2. Dezember 2025, 6-Monats-Betrachtung.

Goldpreis bei 4.200 USD

Der Goldpreis ging am Dienstag mit 4.208 US-Dollar pro Unze aus dem US-Futures-Handel (Dezember-Kontrakt) – ein Plus von 1,8 Prozent gegenüber der Vorwoche. Damit hat sich Gold der November-Konsolidierung erneut über die Marke von 4.200 USD geschoben. Das Chartbild zeigt einen technisch weiterhin intakten Aufwärtstrend, der von einer klaren Abfolge höherer Tiefs geprägt wird. Der RSI notiert mit 61,6 im neutral-überhitzten Bereich.

Der Goldpreis verteidigt die Marke von 4.200 USD, und beide Charts bestätigen einen stabilen Aufwärtstrend mit frischen Kaufsignalen.

Spotpreise finden Sie wie gewohnt unter Goldpreis aktuell. Die Analyse bezieht sich auf die US-Futures.

Charttechnik: Trend und Struktur

Der primäre Trend bleibt bullisch, getragen von einer steilen Trendlinie seit Anfang September. Seit dem Rücksetzer auf 3.950 USD Mitte November arbeitet sich Gold wieder konsequent nach oben. Wichtig: Alle Rückschläge der letzten vier Wochen endeten oberhalb steigender Support-Zonen.

Der Kurs hält sich weiterhin deutlich über der 200-Tage-Linie (3.467 USD), die stark nach oben zieht und den langfristigen Trend bestätigt. 

Widerstände

Mehrere horizontale Widerstände sind aktiv, besonders:

  • 4.235–4.250 USD: Zone der jüngsten Hochpunkte, kurzfristige Barriere.
  • 4.300 USD: Psychologische Marke und Cluster mehrerer Projektionen.
  • 4.350 USD: Hochpunkt der November-Rally

Im Chart ist klar sichtbar: Die obere Trendkanalbegrenzung liegt aktuell im Bereich 4.320–4.360 USD, was Gold kurzfristig deckeln könnte.

Unterstützungen

Die wichtigsten Supports:

  • 4.150 USD: Kante des 4-wöchigen Aufwärtstrends
  • 4.040–4.050 USD: Mehrfach getestet, sehr relevant.
  • 3.975–4.000 USD: Rundungsmarke + Konsolidierungszone.
  • 3.850 USD: Früheres Ausbruchsniveau, strategische Schlüsselzone.

Solange Gold über 4.040 USD notiert, bleibt der kurzfristige Trend eindeutig aufwärtsgerichtet.

Euro-Goldpreis: Trend fest – 3.600 EUR als Schlüsselmarke

Auch der Euro-Goldpreis bleibt im klaren Aufwärtstrend und schloss am 3. Dezember bei 3.619 EUR. Der Markt zeigt – trotz erhöhter Volatilität – eine stabile Struktur mit fortgesetzter Serie höherer Tiefs.

Euro-Goldpreis bei 3.619 EUR – Chartanalyse Dezember 2025
Goldpreis in Euro, US-Futures, 6 Monate, Schlusskurse per 2. Dezember 2025.

Trendlage

Seit dem Ausbruch im September steigt der Euro-Goldpreis in einem breiten, gut definierten Aufwärtskanal. Die 50-Tage-Linie (3.478 EUR) dient als laufender Trendpuffer und wurde seit August nicht mehr nachhaltig unterschritten. Die 200-Tage-Linie (3.039 EUR) verläuft steil nach oben und signalisiert einen strukturell intakten Bullenmarkt.

Auffällig: Die Korrekturen im November blieben deutlich flacher als im USD-Chart – ein Hinweis auf die zusätzliche Unterstützung durch den schwächeren Euro.

Widerstände

Die wichtigsten Widerstandszonen:

  • 3.650–3.670 EUR: Bereich der jüngsten Hochpunkte
  • 3.720–3.750 EUR: Oberes Trendziel + Projektion aus der Septemberrally
  • Ein Rebreak über 3.650 EUR wäre ein prozyklisches Signal in Richtung der Allzeitzonen.

Unterstützungen

Die zentralen Support-Zonen:

  • 3.550 EUR: Kurzfristige Unterkante
  • 3.480–3.500 EUR: Starke Unterstützungszone rund um die 50-Tage-Linie
  • 3.350 EUR: Ehemaliges Ausbruchsniveau
  • 3.050 EUR: 200-Tage-Linie, langfristige Trendumkehrschwelle

Solange 3.480 EUR hält, bleibt das Bild bullisch.

Der RSI liegt bei 60,2 – neutral/leicht erhöht, aber ohne Warnsignal. Der Markt ist nicht überkauft. Das Momentum stabilisiert sich nach der November-Korrektur.

Fazit

Gold bleibt in USD und EUR klar im Aufwärtstrend. Beide Charts zeigen stabile höhere Tiefs, starke 50-Tage-Linien und RSI-Werte um 60 ohne Überhitzung. Solange Gold über 4.040 USD bzw. 3.480 EUR bleibt, dominiert der Bullenmarkt. Ein Ausbruch über 4.250 USD und 3.650 EUR würde neue Hochs eröffnen.

Mehr technische Hintergründe finden Sie in unserer Übersicht: Goldpreis-Charttechnik – Übersicht der Analysen.

Italiens Gold unter politischem Druck: Wem gehören Europas Reserven wirklich?

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Italiens Gold-Debatte entfacht neue Fragen: Wem gehören Europas Goldreserven – und wer dürfte sie im Ernstfall nutzen?

Goldbarren mit italienischer Flagge – Streit um Italiens Goldreserven und mögliche politische Eingriffe.
Symbolbild: Goldbarren vor italienischer Flagge. In Rom wird erneut über Eigentum und mögliche Nutzung der nationalen Goldreserven gestritten.

Diskussion um Goldreserven Italiens

Italiens Regierung sorgt derzeit für Unruhe auf den Finanzmärkten. Abgeordnete aus dem Lager von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wollen gesetzlich festschreiben, dass die Goldreserven des Landes „Eigentum des italienischen Volkes“ seien. Kritiker fürchten: Ein solcher Schritt könnte den Weg zu politischen Eingriffen in die Bestände ebnen – und im Extremfall auch zu Verkäufen.

Italien streitet über die Eigentumsrechte seiner Goldreserven. Ökonomen warnen vor politischem Zugriff – und möglichen Folgen für die Eurozone.

 
Italien verfügt über die drittgrößten Goldreserven der Welt, rund 2.450 Tonnen. Nur die USA und Deutschland besitzen mehr. Mit einem Marktwert von knapp 300 Milliarden Euro stellen die Bestände eine zentrale Säule der italienischen Währungs- und Finanzsicherheit dar. Bislang vertritt die italienische Zentralbank die klare Position, dass sie die Reserven in Eigenverantwortung hält – im Rahmen der offiziellen Devisenreserven des Landes und als Beitrag zur Stabilität des Euro.
 

Politischer Vorstoß – oder Vorbereitung auf fiskalischen Zugriff?

Die Regierungspartei Fratelli d’Italia („Brüder Italiens“) argumentiert, die Reserven seien letztlich das Ergebnis der historischen Leistungen der italienischen Bevölkerung und sollten deshalb als öffentliches Eigentum definiert werden. Gegner sehen darin weniger eine symbolische Geste als eine riskante Weichenstellung:
  • Ein klarer Eigentumstitel des Staates könnte es künftigen Regierungen erleichtern, Gold zur Schuldentilgung oder Haushaltsfinanzierung einzusetzen.
  • Italiens Staatsverschuldung zählt zu den höchsten der Eurozone.
  • Der Schritt käme zu einem Zeitpunkt wirtschaftlicher Belastungen, geprägt von steigenden Sozialausgaben und anhaltendem Kostendruck bei Gesundheit, Energie und Infrastruktur.
Ökonomen warnen, dass ein politischer Zugriff auf die Goldreserven ein fatales Signal wäre: Ländern werde zugemutet, ihre letzten Reserven zu liquidieren, was internationale Vertrauen massiv erschüttern könnte.
 




EZB warnt: Italiens Gold ist kein Spielball der Politik

Die Europäische Zentralbank wurde bereits konsultiert und prüft den Gesetzesvorstoß.
 
Eine ECB-Opinion zur Unabhängigkeit von Zentralbank und Goldreserven aus dem Jahr 2019 stellte klar, dass Gold nicht in Staatseigentum überführt werden darf.
 
Damit steht im Raum:
Eine Änderung des Gold-Eigentums könnte europarechtlich unzulässig sein.

Warum die Debatte über Goldreserven in Europa an Brisanz gewinnt

Die italienische Golddiskussion fällt in eine Phase, in der mehrere Länder unter Haushaltsdruck stehen – und gleichzeitig große geopolitische Unsicherheiten herrschen. Italien ist nicht allein:
  • Russland hat erstmals seit Jahren Gold aus Staatsreserven verkauft.
  • Türkei, Usbekistan, Kasachstan nutzen Gold teils regelmäßig zur Liquiditätsbeschaffung.
  • Deutschland und die Niederlande sehen sich Forderungen gegenüber, Goldbestände nach Hause zu holen.
  • In Frankreich und Spanien wächst der Druck, Vermögenswerte effizienter zu nutzen.
Die Frage, wer rechtlich Zugriff auf staatliche Goldbestände hat, gewinnt damit europaweit an Bedeutung.
Doch anders als in Schwellenländern ist die Situation in der Eurozone komplexer:
  • Gold dient nicht nur nationalen Zwecken, sondern stützt auch das Vertrauen in den Euro als Währung.
  • Die Unabhängigkeit der Zentralbanken ist rechtlich besonders geschützt.
Ökonomisch gilt Gold in Europa weiterhin als letzte und unantastbare Reserve – nicht als Liquiditätsquelle.

Was bedeutet das für Italien – und für Europa?

1. Ein soziales Signal?

Italienische Oppositionsparteien sehen im Vorstoß der Regierung eher eine Ablenkung von steigenden Lebenshaltungskosten. Bürger sollen das Gefühl erhalten, dass sie kollektiv über einen strategischen Vermögenswert verfügen.

2. Ein fiskalisches Risiko?

Sollte – jetzt oder in Zukunft – eine Regierung auf die Idee kommen, Bestände zu verkaufen, wäre dies ein dramatischer Vertrauensverlust für Investoren und die EZB.

3. Ein strukturelles Warnsignal für Europa?

Die Diskussion zeigt: In Zeiten hoher Staatsverschuldung wachsen Begehrlichkeiten, an Reserven zu rühren.
 
Doch die zentrale Frage bleibt:
 
Wie viel politische Kontrolle darf eine Regierung über Goldreserven ausüben – ohne die finanzielle Stabilität zu gefährden?

Fazit: Italiens Golddebatte ist mehr als Symbolpolitik

Die aktuelle Diskussion betrifft nicht nur Rom, sondern könnte ein Präzedenzfall für die gesamte Eurozone werden. Goldreserven gelten als unantastbares Fundament staatlicher Glaubwürdigkeit. Jede Änderung der Eigentumsverhältnisse – auch wenn sie zunächst nur deklaratorisch erscheint – hätte weitreichende Folgen.
 
Italien sendet damit ein weiteres Signal in eine ohnehin fragile Finanzlage:
Gold ist wieder politisch.
 

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