Der Goldpreis startet mit einer technischen Gegenbewegung in den Dienstag. Silber zieht deutlich an, während Anleger auf neue Impulse aus den USA warten.
Gold heute – Erholung zum Start
Die Edelmetalle starten erholt in den Dienstagshandel. Um 8:15 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt bei 4.369 USD (3.710 EUR) und damit 0,9 Prozent fester. Silber legt um 3,5 Prozent zu auf 74,70 USD (63,44 EUR).
Technische Gegenbewegung: Gold und Silber erholen sich – US-Daten rücken in den Fokus.
Update, 30.12.2025, 18:15 Uhr: Silberpreis steigt stark Der Silberpreis baut seine Gewinne am späten Nachmittag deutlich aus und steht am Abend mehr als 7 Prozent über Vortag – bei 77,33 USD / 65,70 EUR. Gold bleibt mit einem Prozent Plus auf dem Niveau des Vormittags. Die Ursache für die Silberstärke dürfte weiter in China beheimatet sein. Aber auch Platin steigt erneut um 6 Prozent.
Vortag – Deutliche Korrektur
Am Montag hatten die Edelmetalle eine technische Korrektur vollzogen. Verfallstermin und Margin-Erhöhung im US-Futures-Handel belasteten. Nach der vorangegangenen Rekordrally gab der Goldpreis um 4,4 Prozent nach auf 4.322 USD (3.680 EUR). Silber verlor 9 Prozent und schloss bei 72,13 USD (61,27 EUR). Platin brach sogar um 15 Prozent ein.
Ausblick – US-Daten im Fokus
Aus den USA stehen der Chicago-Einkaufsmanager-Index, der Dallas-Fed-Index sowie das Protokoll der letzten Fed-Sitzung an. Zudem könnte die US-Intervention in Venezuela für zusätzliche Unruhe sorgen. Entscheidend bleibt, ob sich nach dem Rücksetzer größere Käufer finden oder ob sich die Korrektur ausweitet.
Der Goldpreis in China liegt deutlich unter dem Europa-Spotkurs. Während Goldimpulse fehlen, treibt starke Nachfrage aus China den Silberpreis.
Gold- und Silberbarren: Während Gold aus China aktuell wenig Impulse liefert, wirkt der Silbermarkt als Preistreiber.
Gedämpfte Gold-Impulse aus China
Der Goldpreis in China lag in der vergangenen Woche erneut unter dem europäischen Spotkurs. An der Shanghai Gold Exchange wurde die Feinunze am Freitag rund 32 US-Dollar günstiger gehandelt als in Europa. Noch vor vier Wochen hatte China dagegen einen Aufschlag von 13 US-Dollar gezahlt. Dagegen hatte China vor vier Wochen einen Aufschlag von 13 US-Dollar gezahlt.
Messzeit: [Fr. 26.12.25, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]
Aufschlag China → Europa Spot: -32 USD/oz (05.12.25: -21 USD); Δ: -11 USD
Negativer Spread bleibt bestehen
Der Preisabstand zwischen China und Europa hat sich zuletzt wieder ausgeweitet. Denn in der Vorwoche lag der SGE-Goldpreis noch 21 US-Dollar unter dem europäischen Spotkurs. Der weiterhin negative Spread deutet auf eine kurzfristig gedämpfte physische Nachfrage im chinesischen Binnenmarkt hin.
Gedämpfte Goldimpulse aus China, aber starke Silberpreis-Aufschläge in Shanghai
Damit liefert der chinesische Markt aktuell keinen zusätzlichen Nachfrageimpuls für den globalen Goldpreis. Der jüngste Preisanstieg dürfte seine Ursachen daher vor allem außerhalb Chinas, insbesondere im westlichen Finanzmarktumfeld, haben.
Silber: China wirkt als Preistreiber
Anders stellt sich die Lage am Silbermarkt dar. Die jüngste Rally mit Kursen nahe 80 US-Dollar je Unze wurde offenbar auch durch die Dynamik in China verstärkt. Nach Goldreporter-Berechnungen wurde Silber an der SGE am Freitag mit einem Aufschlag von rund 7,4 US-Dollar bzw. zehn Prozent auf den internationalen Spotpreis gehandelt.
Markt / Kennzahl
26.12.25
19.12.25
Δ
Gold China SGE Fix (CNY/Gramm)
1.009,96
974,76
+3,6 %
Gold China SGE (USD/Gramm)
144,12
138,30
+4,2 %
Goldpreis China SGE
(USD/oz)
4.483
4.302
+180
Goldpreis Europa
(USD/oz)
4.515
4.323
+192
Aufschlag/Abschlag China
→ Europa (USD/oz)
-32
-21
-11
Das deutet auf physische Umschichtungen hin, die sich direkt preisstützend auswirken. Während Gold aus China derzeit gebremst wird, geht vom Silbermarkt ein klarer Nachfrageimpuls aus.
Die Preisdifferenz zwischen SGE und internationalem Spotmarkt gilt als zentraler Indikator für physische Warenströme.
Aufschläge in China fördern Importe und können globale Preise beschleunigen.
Abschläge signalisieren dagegen eine schwächere Binnenmarktnachfrage.
Seit Anfang Dezember notiert der China-Spread bei Gold wieder im negativen Bereich. Das spricht gegen zusätzliche Unterstützung für den Weltmarkt. Beim Silbermarkt zeigt sich hingegen das Gegenteil: China wirkt aktuell als Preismotor.
Der Preisabstand zwischen SGE und europäischem Spotmarkt drehte Anfang Dezember wieder ins Negative.
Der aktuelle Abschlag signalisiert dagegen: Der chinesische Goldmarkt liefert im Moment keinen zusätzlichen Nachfrageimpuls für den Weltmarkt. Interpretation: Der starke Goldpreis-Anstieg hat seine Ursachen derzeit vor allem im Westen. Dagegen erleben wird auf dem Silbermarkt aktuell einen starken chinessischen Einfluss.
Methodik:SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 26.12.25; Umrechnung über 7,008 CNY/USD (Vorwoche: 7,048 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spot-Goldpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.
Goldpreis aktuell am Montag: Nach der Rekordrally gibt Gold leicht nach und fällt auf 4.477 USD. Silber deutlich schwächer, Margins steigen.
Gold heute
Am Montagmorgen um 8:15 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt bei 4.477 USD (3.803 EUR). Das entsprach einem Rückgang von 1,2 Prozent. Silber kam deutlich zurück und fiel um 3 Prozent auf 76,75 USD (65,10 EUR).
Goldpreis gibt nach Rekordlauf leicht nach – Silber rückt nach extremer Rally in den Fokus.
Update, 29. Dezember 2025, 15:50 Uhr: Edelmetalle fallen deutlich Technische Korrektur nach der Megarally: Die Edelmetalle bauen ihre Verluste nach US-Börsenstart deutlich aus. Der Goldpreis kommt 3,5 % zurück auf 4.375 USD. Silber bricht sogar um 8 % ein auf 72,85 USD.
Vortag – Neue Rekorde, Kursexplosion bei Silber
Die Edelmetalle waren mit kräftigen Gewinnen aus der verkürzten Handelswoche gegangen. Gold legte am Freitag rund 1 Prozent zu. Silber explodierte um 10 Prozent. Dabei markierten beide Metalle neue Rekordhochs bei 4.532 USD (Gold) und 79,32 USD (Silber). Technisch waren die Metalle mit RSI-Werten über 80 stark überkauft. Zudem blieben die physischen Märkte angespannt. Besonders im Silbermarkt schürten neue Exportregeln in China Sorgen vor Angebotsengpässen. In Shanghai wurde Silber am vergangenen Freitag 10 Prozent über dem europäischen Spotkurs gehandelt.
Nach dem Kurssprung am Freitag richtet sich der Blick heute vor allem auf den Silberpreis. Zum Börsenstart greifen zehn Prozent höhere Margins im US-Futures-Handel mit Gold und Silber. Aus den USA werden zudem Daten zu schwebenden Hausverkäufen sowie der Dallas Fed Manufacturing Index erwartet.
Der Silberpreis steigt rasant. Auch deshalb, weil China neue Exportauflagen angekündigt hat. Angebotsengpässe rücken den Silbermarkt in den Fokus.
Chinas neue Exportauflagen treiben den Silberpreis auf neue Hochs.
Silberpreis um 174 Prozent gestiegen
Der Silberpreis ist zuletzt explodiert. Mit Kursen von 79 US-Dollar pro Unze hat sich Silber in diesem Jahr um 174 Prozent verteuert. Doch das starke Momentum wird nicht nur von Spekulation, sondern auch von realen Angebotsängsten begleitet. Im Zentrum steht der chinesische Silbermarkt. China gilt als einer der weltweit größten Silberverarbeiter, mit einem geschätzten Anteil von rund zwei Dritteln des weltweit raffinierten Silbers.
Chinas neue Exportlizenzen für Silber könnten das weltweite Angebot ab 2026 spürbar verknappen – der Preisanstieg erhält damit eine strukturelle Grundlage.
Angst vor Engpässen auf dem Silbermarkt
Nun führt das Land ab Januar eine Lizenzpflicht für Silberexporte ein. Exportieren dürfen nur große Produzenten mit mindestens 80 Tonnen Jahreskapazität und hohen Finanzanforderungen. Viele kleinere Raffinerien werden ausgeschlossen. Das nährt Befürchtungen einer Austrockung des physischen Silbermarktes weltweit.
Zudem wird Silber an der Metallbörse in Shanghai mit deutlichen Aufschlägen auf den internationalen Silberpreis gehandelt, was im Rahmen von Arbitrage-Geschäften weitere physische Silberbewegungen nach China fördert.
Industrie unter Druck
Silber ist zentrales Industriemetall für Elektromobilität, Solarindustrie und KI-Hardware. Ein einzelnes Fahrzeug von Tesla enthält laut Schätzungen bis zu 50 Gramm Silber. Deshalb warnte Konzernchef Elon Musk am Wochenende auf X vor den Folgen der Exportrestriktionen.
Silberpreis-Explosion auf fast 80 USD: Das Edelmetall verteuerte sich seit Jahresbeginn um mehr als 170 Prozent. Technisch ist Silber kurzfristig stark überhitzt.
Ausblick: Analysten werden optimistischer
Vor dem Hintergrund geopolitischer Risiken, Zinssenkungserwartungen und der chinesischen Maßnahmen erhöhen Analysten ihre Kursziele. Einige Marktbeobachter halten einen Silberpreis von 100 US-Dollar je Unze sogar kurzfristig erreichbar.
Allerdings steigt kurzfristig das Rückschlagsrisiko durch Überhitzung. Am Montag werden die Margins im Handel mit Gold- und Silber-Futures erhöht. Außerdem ist Verfallstag der Dezember-Futures. Damit kann die Volatilität im Handelsverlauf deutlich steigen.
Der Goldpreis erreichte an Weihnachten ein neues Allzeithoch. Lagerbestände, Margin-Erhöhung und Auslieferungen rücken die COMEX in den Fokus.
Goldbarren vor US-Flagge: Der Goldpreis erreicht an Weihnachten ein neues Allzeithoch, die COMEX rückt in den Fokus.
Goldpreis: Rekordhoch zur Weihnachtszeit
Die Edelmetallmärkte zeigen sich zum Jahresende außergewöhnlich stark. Silber und Platin haben sich seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt und neue Höchststände erreicht. Allein am Freitag legte Silber um zehn Prozent zu. Gold markierte im US-Futures-Handel (Dezember-Kontrakt) mit 4.532 US-Dollar bzw. 3.850 Euro ein neues Allzeithoch. Auf Wochensicht entspricht dies einem Anstieg von 4,5 Prozent in US-Dollar und 3,9 Prozent in Euro.
Rekordhoch bei Gold, spekulatives Momentum hoch – Fokus nun auf Margin-Erhöhung an der COMEX.
Kurzfristig wird die Bewegung stark von spekulativen Zuflüssen getragen. Gleichzeitig sorgen Spannungen an den physischen Handelsplätzen für zusätzliche Dynamik.
Die Commodity Futures Trading Commission veröffentlicht ihre CoT-Daten weiterhin mit Verzögerung. Durch die Weihnachtsfeiertage hat sich der Rückstand nochmals ausgeweitet. Der jüngste verfügbare Datenstand datiert auf den 16. Dezember 2025. Zu diesem Zeitpunkt lag der Open Interest rund vier Prozent unter dem aktuellen Niveau.
Für die laufende Einschätzung werden daher ergänzend die zeitnahen Daten der CME Group herangezogen.
Netto-Positionen von Commercials und großen Spekulanten sowie Open Interest im Gold-Futures-Markt (Datenstand: 16. Dezember 2025; Quelle: CME Group).
Open Interest nimmt deutlich zu
Der Open Interest erreichte am Freitag 496.811 Kontrakte. IDamit ergibt sich nnerhalb einer Woche ein Zuwachs von 5,5 Prozent. Die steigende Zahl offener Positionen bestätigt die aktuell hohe Marktaktivität: Neue Marktteilnehmer steigen trotz steigender Preise ein.
Nach dem jüngsten Verfallstermin ging der Open Interest bei den Optionen um 19 Prozent auf 703.395 Kontrakte zurück – eine typische Entwicklung. Gleichzeitig sank die Put/Call-Ratio auf 0,656. Damit wurden Puts stärker abgebaut als Calls, was auf einen wachsenden Optimismus im Optionsmarkt hindeutet.
COMEX-Bestände und physische Deckung
Die Goldbestände in den Lagern der COMEX erhöhten sich bis zum 24. Dezember 2025 um 190.000 Unzen auf 36,19 Millionen Unzen.
Trotz des steigenden Open Interest blieb die rechnerische physische Deckung im Gold-Futures-Handel stabil bei 73 Prozent. Historisch ist dies ein vergleichsweise hoher Wert. In den vergangenen Jahren bewegte sich die Spanne zwischen etwa 30 Prozent und über 80 Prozent.
Auffällig ist der Unterschied zwischen Gold und Silber: Denn bei Gold gelten 53 Prozent der COMEX-Bestände als „registered“ und damit als sofort lieferbar. Dagegen liegt im Silbermarkt dieser Anteil bei lediglich 28 Prozent. Bezogen auf die Gesamtbestände ergibt sich eine physische Deckung von 57 Prozent. Gemessen am „Registered“-Inventar beträgt die Deckung 39 Prozent bei Gold und nur 16 Prozent bei Silber.
Auslieferungsanträge vollständig bedienbar
Am Montag steht der nächste Verfallstermin bei Gold- und Silber-Futures an. Aktuell liegen 37.003 Anträge auf physische Goldauslieferung vor. Innerhalb einer Woche kamen 1.703 neue Anträge hinzu. Insgesamt entspricht dies rund 115 Tonnen Gold. In der Kategorie „registered“ sind 602 Tonnen verfügbar.
Dagegen wurden im Silbermarkt bislang 12.776 Auslieferungsanträge gestellt, was etwa 1.986 Tonnen entspricht. Die „Registered“-Bestände beliefen sich zuletzt auf 3.969 Tonnen. Auf Basis dieser Zahlen sind zum aktuellen Verfallstermin keine Lieferengpässe zu erwarten.
Zum Vergleich: Im November wurden 39 Tonnen Gold zur Auslieferung angemeldet. Der Rekord stammt aus dem Januar mit 238 Tonnen.
Der meistgehandelte Februar-Kontrakt zeigte in der vergangenen Woche einen nahezu kontinuierlichen Kursanstieg. Dabei auffällig: die schnelle Erholung nach kurzen, teils deutlicheren Rücksetzern, insbesondere am Dienstag. Rückgänge wurden zügig gekauft.
Goldpreis in US-Futures-Handel (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 22. bis 26. Dezember 2025
Einordnung: Überkauft, aber getragen vom Momentum
Kurzfristig gelten die Edelmetall-Märkte als überkauft. Bei Gold und Silber liegen die RSI-Werte über 80. Das Momentum bleibt jedoch stark, und Rücksetzer finden rasch Nachfrage. Ein technischer Rückschlag erscheint wahrscheinlich, möglicherweise auch deutlicher.
Abzuwarten bleibt, wie sich die für Montag angekündigte Margin-Erhöhung bei den Gold- und Silber-Futures um rund zehn Prozent auswirken wird. Solche Anpassungen können kurzfristig zu Positionsanpassungen führen und die Volatilität erhöhen.
Ein chinesischer Silberfonds bricht nach spekulativer Überhitzung um 10 Prozent ein. Bloomberg sieht darin ein Warnsignal für den Markt. Der Silberpreis ist alleine im Dezember um 30 Prozent gestiegen.
Ein chinesischer Silberfonds bricht nach spekulativer Überhitzung um das Tageslimit ein.
Kurssturz bei Silberfonds nach spekulativer Überhitzung
Ein Silberfonds in China ist nach einer spekulativen Übertreibung abrupt eingebrochen. Wie Bloomberg berichtet, verlor der UBS SDIC Silver Futures Fund LOF am Donnerstag das maximal zulässige Tageslimit von 10 Prozent. Damit endete eine zuvor stark überhitzte Rally.
Spekulative Übertreibung endet abrupt: Ein chinesischer Silberfonds verliert 10 Prozent – ein deutliches Warnsignal für den Markt.
Management greift ein
Auslöser für den Kurssturz waren gezielte Eingriffe des Fondsmanagements. Neue Zeichnungen der kurzfristig genutzten Class-C-Anteile wurden deutlich begrenzt. Ab dem 26. Dezember dürfen Anleger nur noch bis zu 100 Yuan investieren, zuvor waren 500 Yuan erlaubt. Ziel ist es, die spekulative Dynamik zu bremsen.
Silberpreis treibt Fonds stark an
Der Fonds hatte zuvor massiv vom Rekordlauf des Silberpreises profitiert. Seit Jahresbeginn legte er rund 220 Prozent zu. Die zugrunde liegenden Silber-Futures an der Shanghai Futures Exchange stiegen im selben Zeitraum jedoch nur um etwa 128 Prozent.
Hohe Prämie als Risikofaktor
Entscheidend war die daraus entstandene Überbewertung. Der Fonds notierte zuletzt mit einer Prämie von rund 62 Prozent über dem tatsächlichen Wert der gehaltenen Silber-Kontrakte. Anfang Dezember lag dieser Aufschlag noch bei 7 Prozent. Das Management hatte laut Bloomberg mehrfach vor diesem Risiko gewarnt.
Hintergrund zum Silberfonds
Der UBS SDIC Silver Futures Fund LOF ist ein börsennotierter, offener Fonds (LOF), der nicht in physisches Silber, sondern in Silber-Futures investiert, die an der Shanghai Futures Exchange gehandelt werden.
Durch die LOF-Struktur können die Anteile sowohl an der Börse gehandelt als auch direkt bei der Fondsgesellschaft gezeichnet werden. Das macht den Fonds anfällig für starke Preisabweichungen vom tatsächlichen Wert des Fondsvermögens.
Der Fonds richtet sich vor allem an kurzfristig orientierte Anleger und gilt wegen der Futures-Basis und der möglichen hohen Prämien als besonders spekulativ.
Warnsignal für den Silber-Markt
Der abrupte Einbruch gilt als Warnsignal für spekulative Exzesse am chinesischen Edelmetallmarkt und zeigt, wie anfällig überhitzte Fondsstrukturen für schnelle Korrekturen sind. Auch hierzulande zeichnen sich zunehmend Signale einer technischen Überhitzung von Goldpreis und Silberpreis ab. Der Silberpreis erreichte am europäischen Spotmarkt zuletzt 74 US-Dollar pro Unze. Damit ist der Silberkurs alleine im Dezember um rund 30 Prozent explodiert.
Der Goldpreis knackt am Freitag die Marke von 4.500 USD. Silber legt deutlich zu und markiert neue Höchststände.
Goldpreis am Freitag – 4.500 USD geknackt
Am Freitagvormittag setzten Goldpreis und Silberpreis ihre Rally fort. Um 10 Uhr kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt 4.516 USD beziehungsweise 3.834 EUR. Das entsprach einem Tagesplus von 0,8 Prozent.
Update, 26.12.2025, 20:45 Uhr: Silber steigt um 7 % auf 77 USD
Der Silberpreis steigt am Abend um mehr als 7 Prozent, während sich Gold mit einem Plus von 1 Prozent über 4.500 USD hält. Die CME Group kündigt für Montag eine Margin-Erhöhung um 10 Prozent an, am Tag des Futures-Verfallstermins an der COMEX.
Dabei legte Silber noch stärker zu. Mit einem Anstieg um 4 Prozent erreichte der Silberpreis 74,80 USD beziehungsweise 63,53 EUR. In beiden Fällen notierten die Edelmetalle klar über ihren bisherigen Rekorden vom 23. Dezember 2025.
Vortag – Ruhiger Heiligabend
Am Heiligabend war der Goldpreis im verkürzten US-Handel leicht unter dem frischen Rekordhoch geblieben. Am 25. Dezember wurde nicht gehandelt.
Dabei galten die Edelmetalle aus technischer Sicht kurzfristig als überkauft. Dennoch blieb das Momentum intakt.
Am heutigen zweiten Weihnachtsfeiertag wird in den USA gehandelt, während die Börsen in Europa geschlossen bleiben. Dabei sind keine hohen Umsätze zu erwarten. Allerdings kann ein dünner Handel in einem engen Markt auch für abrupte Kursbewegungen sorgen.
Zudem stehen keine bedeutenden Konjunkturdaten an. Am Montag rückt der Verfallstermin der Gold- und Silber-Futures an der COMEX in den Fokus.
China hat im November Gold aus Russland im Rekordwert importiert. Die Entwicklung stützt den Goldpreis und die Entdollarisierungsstrategie.
China hat im November 2025 Gold aus Russland im Wert von 961 Millionen US-Dollar importiert – ein historischer Höchstwert.
Rekordmonat im bilateralen Goldhandel
China hat im November 2025 Gold aus Russland im Wert von 961 Millionen US-Dollar importiert. Das berichtete die The Moscow Times unter Berufung auf Handelsdaten. Damit erreichten die Goldgeschäfte zwischen beiden Ländern den höchsten jemals verzeichneten Monatswert.
Umgerechnet 7 Tonnen Gold im November: China importiert russisches Gold auf Rekordniveau.
Bereits im Oktober waren die Lieferungen außergewöhnlich hoch ausgefallen. Damals belief sich der Wert der russischen Goldexporte nach China auf rund 930 Millionen US-Dollar. Es war damit bereits der zweite Monat in Folge mit sehr hohen Volumina.
Beim im November vorherrschenden Goldpreis von rund 4.200 US-Dollar je Feinunze entspricht ein Importwert von 961 Millionen US-Dollar einer physischen Menge von etwa 7,1 Tonnen Gold. Die Oktoberlieferungen lassen sich auf knapp 7 Tonnen umrechnen. Innerhalb von zwei Monaten flossen damit rund 14 Tonnen russisches Gold nach China.
Für den physischen Goldmarkt handelt es sich um relevante Mengen, zumal sie nur einen Teil der gesamten chinesischen Goldzuflüsse abbilden.
Starker Jahresanstieg der Goldimporte
In den ersten elf Monaten des Jahres 2025 importierte China russisches Gold im Gesamtwert von rund 1,9 Milliarden US-Dollar. Das entsprach fast dem Neunfachen des Vorjahreswertes. Im gleichen Zeitraum 2024 hatten die Lieferungen entweder nicht stattgefunden oder ein Volumen von 223 Millionen US-Dollar nicht überschritten.
Der sprunghafte Anstieg fällt zeitlich mit Pekings verstärkter Politik zusammen, die nationalen Goldreserven auszubauen und die Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren.
Gold, Währungsstrategie und Zentralbanken
Nach Angaben der Moscow Times steht der Anstieg der Goldimporte auch im Kontext geopolitischer und währungspolitischer Verschiebungen. Russland wiederum hat Ende November erstmals damit begonnen, physisches Gold aus seinen Reserven zu verkaufen, um den Staatshaushalt zu finanzieren.
Zudem hatte die Financial Times Mitte November berichtet, dass China im Jahr 2025 möglicherweise deutlich mehr Gold gekauft habe, als es die offiziellen Statistiken ausweisen. Schätzungen der Société Générale zufolge könnten sich die tatsächlichen Käufe auf rund 250 Tonnen belaufen haben. Damit wären es etwas mehr als einem Drittel aller weltweiten Zentralbankkäufe in diesem Jahr.
Einfluss auf den Goldpreis
Die starke physische Nachfrage gilt als ein Faktor hinter dem deutlichen Preisanstieg. Seit Jahresbeginn legte der Goldpreis um 70 Prozent zu. Marktbeobachter sehen in den hohen Importen aus Russland ein weiteres Indiz dafür, dass Gold im internationalen Währungssystem an strategischer Bedeutung gewinnt.
Der Goldpreis schließt im US-Futures-Handel nahe 4.500 USD auf Rekordniveau. Das Momentum ist stark, aber die technische Überhitzung nimmt zu.
Goldchart in US-Dollar; Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse vom 23. Dezember 2025, 6-Monats-Betrachtung.
Neues Rekordniveau bei Gold-Futures
Der Goldpreis hat im US-Futures-Handel (Dezember-Kontrakt) am Dienstag mit 4.490 USD je Feinunze auf einem neuen Rekord geschlossen. Auf Wochensicht ergibt sich ein Plus von 4,3 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Anstieg auf rund 70 Prozent.
Beschleunigter Aufwärtstrend auf Rekordniveau – Momentum hoch, Markt kurzfristig überkauft.
Anfang Dezember verließ Gold eine mehrwöchige Dreiecksformation nach oben. Daraus entwickelte sich eine dynamische Aufwärtsbewegung, die bislang kaum Korrekturen zuließ. Auffällig ist, dass zuletzt selbst eine potenziell bärische Keilstruktur keine Bremswirkung entfaltete.
Damit verlagern sich die kurzfristig relevanten Unterstützungen auf 4.360 USD, 4.330 USD und 4.250 USD.
Hinweis: Die Analyse bezieht sich auf den US-Futures-Markt. Aktuelle Spotpreise finden Sie wie gewohnt unter „Goldpreis aktuell“.
Marktstimmung und Indikatoren
Die technische Lage ist inzwischen klar angespannt. Der RSI (14 Tage) ist auf 80 gestiegen und signalisiert eine ausgeprägte Überkauftheit. Gleichzeitig beträgt der Abstand zur 200-Tage-Linie rund 26 Prozent. Auch zur 50-Tage-Linie liegt der Kurs bereits knapp 8 Prozent darüber. Das Momentum bleibt intakt, doch die Fallhöhe nimmt sichtbar zu.
Euro-Goldpreis: Trendbeschleunigung bestätigt
Auch auf Euro-Basis hat sich der seit acht Wochen laufende Aufwärtstrend deutlich verschärft. Sämtliche Widerstandsbereiche wurden überwunden.
Goldpreis in Euro, US-Futures, 6 Monate, Schlusskurse per 23. Dezember 2025.
Kurzfristige Unterstützungen liegen nun bei 3.740 EUR, 3.700 EUR und 3.645 EUR. Mit einem RSI von 77 ist auch der Euro-Goldpreis technisch überkauft. In der Phase um das Oktoberhoch wurden allerdings bereits deutlich höhere Werte erreicht.
Goldpreis-Ausblick
Der Goldpreis bewegt sich weiter in einem klar definierten, beschleunigten Aufwärtstrend. Die technische Überhitzung ist nicht zu übersehen. Gleichzeitig hat sich im Bereich der Oktober-Bestmarken eine belastbare Unterstützungszone etabliert.
Der Goldpreis steht vor 4.500 USD. Silber und Platin mit neuen Rekorden. Das Jahresend-Momentum bleibt intakt, aber die Überhitzung nimmt zu.
Goldpreis am Mittwoch – Stabil auf Rekordniveau
Am Mittwochmorgen bauen Gold und Silber ihre Gewinne weiter aus. Um 8:30 Uhr kostete die Feinunze Gold 4.493 USD (3.809 EUR), 0,2 Prozent mehr als am Vortag. Silber legte um 1 Prozent zu auf 72,28 USD bzw. 61,29 EUR – neue Bestmarken. Auch Platin (+2 %) hat nun mit 2.347 USD (1.971 EUR) das Rekordhoch aus dem Jahr 2008 überboten.
Goldpreis stabil auf Rekordniveau. Auch Silber und Platin markieren neue Höchststände, das Momentum bleibt stark.
Vortag – Neue Kursrekorde am Dienstag
Gold hielt seine anfänglichen Gewinne im Tagesverlauf und schloss am europäischen Spotmarkt mit einem neuen Höchstwert von 4.485 USD / 3.802 EUR. Auch Silber setzte seine Rekordrally fort mit 71,44 USD / 60,58 EUR. Der Kursanstieg ist vom Momentum getrieben. Dabei fielen US-Daten erneut gemischt aus. Das US-Wachstum im dritten Quartal wurde auf 4,3 Prozent nach oben revidiert. Dagegen enttäuschten die Auftragseingänge im Gebrauchsgüterbereich und die Industrieproduktion im Oktober.
Bei den Edelmetallen sehen wir kurzfristig eine Kursüberhitzung (RSI teilweise über 80). An Heiligabend wird in den USA bis 19 Uhr (MEZ) gehandelt. Es erscheinen die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten. Verfallstermine der Gold- und Silber-Futures an der COMEX sind am kommenden Montag.
Der Goldpreis steuert auf die Marke von 4.500 USD zu. Getragen von starkem Momentum ziehen auch Silber und Platin an. Zinssignale treten dabei in den Hintergrund.
Der Goldpreis nähert sich 4.500 USD. Auch Silber und Platin profitieren von der Jahresendrally.
Goldpreis Richtung 4.500 USD – Jahresendrally
Der Goldpreis bewegte sich zuletzt in schnellen Schritten auf die Marke von 4.500 USD zu. Am Dienstagnachmittag um 14:45 Uhr notierte die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt bei 4.490 USD bzw. 3.808 EUR. Damit stieg der Goldpreis innerhalb einer Woche um 5 Prozent, in Euro gerechnet betrug das Plus 4,7 Prozent.
Alle Edelmetalle im Rally-Modus, Goldpreis nahe 4.500 USD. Momentum stärker als Zinseffekte.
Getrieben wird der Kurs vor allem vom Momentum, das den gesamten Edelmetall-Bereich erfasst hat. Silber erreicht nahe 70 Dollar neue Rekordstände, und auch Platin zog zuletzt deutlich nach oben. Mit rund 2.200 USD pro Unze notiert der Platinpreis noch rund 2 Prozent unter dem Rekordhoch vom März 2008. Seit Jahresbeginn hat sich das Metall, wie der Silberpreis, mehr als verdoppelt.
Zentraler Katalysator für die allgemeine Marktstimmung bleiben die Zinserwartungen. Diese werden vor allem von den US-Wirtschaftsdaten gespeist. Für die nächste Fed-Sitzung im Januar liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung laut FedWatch-Tool nur bei 18 Prozent – für März immerhin bei rund 50 Prozent.
Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen entwickeln sich in den großen Währungsregionen uneinheitlich. Denn am Dienstag sanken die US-Marktzinsen auf 4,16 Prozent (Vorwoche: 4,18 %). Dagegen zogen die Renditen in Europa an – deutsche Papiere waren mit 2,87 Prozent verzinst, französische mit 3,57 Prozent. Das deutet auf eine gedämpfte Nachfrage in diesem Bereich hin und reflektiert letztlich auch die Erwartungen an eine weiter stark steigende Verschuldung. Zuletzt wurden in der EU 90 Milliarden Euro an Finanzmitteln im Rahmen der Ukraine-Hilfe verabredet.
Anleiherenditen in den USA und Europa – Übersicht am 23. Dezember 2025
Gold und Zinsen: Der Zusammenhang bleibt unscharf
Normalerweise gilt: Steigen die Zinsen, werden Anleihen attraktiver und Gold gerät unter Druck. Umgekehrt profitiert Gold oft in Phasen von Inflation oder Unsicherheit. Aktuell greift diese Faustregel jedoch nur eingeschränkt. Denn statt eines breiten Kapitalabzugs sehen wir eher Umschichtungen zwischen den Anlageklassen. Zudem hat der Anleihezins seine frühere Rolle als klares Risikosignal teilweise verloren. Er wird derzeit stärker von Angebot und Nachfrage geprägt als von Konjunktur- oder Inflationssorgen. Dadurch tritt der klassische Zinseffekt beim Goldpreis kurzfristig in den Hintergrund.
Der Wert der türkischen Goldreserven erreicht ein neues Rekordniveau. Gleichzeitig steigt der Gold-Anteil an den gesamten Währungsreserven.
Der Wert der türkischen Goldreserven erreicht ein neues Rekordniveau. Gleichzeitig steigt der Goldanteil an den Währungsreserven.
Goldreserven der Türkei über 100 Milliarden USD – neuer Rekordwert
Die türkischen Goldreserven erreichten Ende November 2025 einen Wert von 107,6 Milliarden US-Dollar. Treiber des Rekords ist der stark gestiegene Goldpreis, nicht ein außergewöhnlicher Mengenzuwachs.
Goldwert auf Rekord, Devisen schwächer: Der steigende Goldpreis verschiebt die Struktur der türkischen Währungsreserven.
Nach Daten der Türkiye Cumhuriyet Merkez Bankası (TCMB) beliefen sich die Bestände zuletzt auf 25,876 Millionen Unzen beziehungsweise 804,83 Tonnen. Im Monatsverlauf kamen 69.000 Unzen hinzu, das entspricht 2,15 Tonnen. Damit stiegen die Reserven den 15. Monat in Folge.
Entwicklung Goldreserven Türkei seit 2010 in Tonnen (Quelle: TCMB; Grafik: Goldreporter).
Jahresverlauf und historischer Vergleich
Seit Jahresbeginn legten die Goldreserven um knapp 43 Tonnen (+5,6 Prozent) zu. Gegenüber dem Vorjahr beträgt der Zuwachs 47 Tonnen (+6 Prozent). Das mengenmäßige Allzeithoch liegt weiterhin höher: 836,65 Tonnen im Februar 2023, rund 32 Tonnen mehr als aktuell.
Entwicklung Wert der türkischen Goldreserven seit 2010 in Tonnen. Neues Rekordhoch erreicht, mit mehr als 100 Milliarden US-Dollar; Grafik: Goldreporter.
Gold gewinnt an Gewicht, Devisen verlieren
Die gesamten Währungsreserven der Türkei sanken im Monatsvergleich um 2 Prozent auf 183,2 Milliarden US-Dollar. Dabei gaben die Fremdwährungsreserven um 6 Prozent auf 72,3 Milliarden US-Dollar nach. Dadurch stieg der Goldanteil an den Gesamtreserven von 57 auf 58 Prozent.
Was in den TCMB-Zahlen steckt
Die ausgewiesenen Bestände enthalten auch Gold, das Geschäftsbanken bei der Zentralbank hinterlegen, als Sicherheiten fürm Zentralbankgeld. Die staatlichen Goldreserven der Türkei beziffert der World Gold Council aktuell auf 644,3 Tonnen.
Importpolitik der Türkei
Die anhaltende Schwäche der Lira verteuert Goldimporte, die in US-Dollar abgerechnet werden. Entsprechend begrenzten die Behörden die Einfuhren bereits 2024. Seitdem liegen die monatlichen Importmengen meist unter 15 Tonnen, während die Silberimporte deutlich zugenommen haben.
Goldpreis aktuell weiter im Aufwärtstrend. Neue Rekorde bei Gold und Silber, während Anleger auf wichtige US-Konjunkturdaten blicken.
Goldpreis am Dienstag – Weitere Gewinne
Der Goldpreis setzt seine Rekordrally am Dienstag fort. Um 8:15 Uhr notierte die Feinunze am europäischen Spotmarkt bei 4.484 USD beziehungsweise 3.808 EUR. Das entspricht einem Plus von 0,9 Prozent. Silber stieg um 0,4 Prozent auf 69,35 USD beziehungsweise 58,89 EUR. Damit verteuerte sich Gold im Jahresverlauf um 71 Prozent (+52 % in EUR). Silber legte sogar um 140 Prozent zu. Allerdings sind die Metalle jetzt technisch deutlich überkauft.
Der Goldpreis und der Silberpreis legten am Montag jeweils um mehr als zwei Prozent zu und markierten neue Rekordstände. Gold stieg auf 4.443 USD je Unze, Silber erreichte 69,05 USD. Auch auf Eurobasis wurden neue Bestmarken erreicht – mit 3.778 EUR für Gold und 58,71 EUR für Silber. Getragen wird die Bewegung von einem starken Momentum an den westlichen Termin- und Spotmärkten. Dagegen blieben die Kursimpulse aus China zuletzt gedämpft.
Am Dienstag erscheinen eine Reihe bedeutender US-Wirtschaftsdaten. Dazu gehören die Auftragseingänge langlebiger Gebrauchsgüter und die Industrieproduktion (Oktober und November) sowie die zweite Schätzung des US-BIP im im dritten Quartal und das CB-Verbrauchervertrauen. An der COMEX ist letzter Handelstag der Gold- und Silber-Optionen des Monats Januar.
Der Goldpreis in China liegt deutlich unter dem Europa-Spot. Der negative SGE-Spread signalisiert schwächere Kursimpulse aus Fernost.
Der Goldpreis an der Shanghai Gold Exchange liegt unter dem europäischen Spotkurs – ein Zeichen schwächerer Nachfrageimpulse aus China.
Gedämpfte Impulse aus dem chinesischen Markt
Der Goldpreis in China liegt aktuell weiter unter dem europäischen Spotkurs. An der Shanghai Gold Exchange (SGE) wurde die Feinunze am vergangenen Freitag rund 21 US-Dollar günstiger gehandelt als in Europa. Noch vor drei Wochen hatte China einen Aufschlag von 13 US-Dollar gezahlt. Damit hat sich ein zuvor stabiler Trend umgekehrt.
Schwächere Kursimpulse aus China? Der starke Goldpreis-Anstieg hat seine Ursachen offenbar vor allem im Westen.
Messzeit: [Fr. 19.12.25, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]
Aufschlag China → Europa Spot: -21 USD/oz (05.12.25: -41 USD); Δ: +20 USD
Gedämpfte Nachfrageimpulse aus China
Zuletzt ist der Abstand aber wieder gesunken. Denn in der Vorwoche zuvor lag der SGE-Goldpreis noch 41 USD unter dem Europa-Spotkurs. Dabei deutet der anhaltend negative Spread auf eine kurzfristig gedämpfte physische Nachfrage im chinesischen Binnenmarkt hin.
Damit hat sich das Preisfenster zwischen China und Europa verringert.
Warum der China-Spread global relevant ist
Die Preisdifferenz zwischen SGE und internationalem Spotmarkt gilt als wichtiger Indikator für physische Warenströme. Denn ein deutlicher Aufschlag in China verstärkt üblicherweise Importe und kann globale Preisbewegungen beschleunigen.
Der Preisabstand zwischen SGE und europäischem Spotmarkt drehte Anfang Dezember wieder ins Negative.
Der aktuelle Abschlag signalisiert dagegen: Der chinesische Goldmarkt liefert im Moment keinen zusätzlichen Nachfrageimpuls für den Weltmarkt. Interpretation: Der starke Goldpreis-Anstieg hat seine Ursachen derzeit vor allem im Westen.
Methodik:SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 19.12.25; Umrechnung über 7,048 CNY/USD (Vorwoche: 7,054 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spot-Goldpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.
Der Goldpreis markiert ein neues Rekordhoch. Der Anstieg ist kein Zufall – sondern Ergebnis jahrzehntelanger Geld- und Schuldenpolitik.
Update, 22. Dezember 2025, 11 Uhr: Goldpreis markiert neues Rekordhoch
Der Goldpreis ist am 22.12.2025 auf ein neues Allzeithoch über 4.400 USD / 3.760 EUR je Feinunze gestiegen. Die neue Bestmarke muss zum Tagesschluss noch bestätigt werden. Der Anstieg unterstreicht den langfristigen Trend, den dieser Artikel einordnet.
Der Goldpreis markiert ein neues Rekordhoch: Am 22. Dezember 2025 über 4.400 USD pro Unze.
Goldpreis auf Rekordniveau: Einordnung der aktuellen Lage
Mit dem neuen Rekordhoch bestätigt der Goldpreis einen Trend, der sich bereits seit Längerem abzeichnet. Die aktuellen Kursstände spiegeln strukturelle Faktoren wider, die weit über kurzfristige Marktbewegungen hinausgehen.
Der Goldpreis sorgt mit immer neuen Höchstständen für Schlagzeilen, Zweifel und Verwunderung. Doch wer sich darüber wundert, verkennt die zugrunde liegenden Zusammenhänge. Der aktuelle Goldpreis ist kein Ausreißer, sondern das Ergebnis eines geldpolitischen Systemwechsels, der vor mehr als fünfzig Jahren begann – und dessen Folgen sich heute immer deutlicher zeigen.
Neue Rekorde beim Goldpreis sind kein Ausnahmephänomen mehr, sondern Ausdruck eines strukturellen Systemwandels.
Bis Anfang der 1970er-Jahre war Gold der monetäre Anker des globalen Währungssystems. Im Goldstandard – später im Gold-Dollar-Standard – war der Goldpreis fixiert. Staaten konnten sich nur so stark verschulden, wie es ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zuließ.
Außenhandelsdefizite wurden mit Gold ausgeglichen. Geld war kein politisches Instrument, sondern an einen knappen, realen Vermögenswert gebunden. Das System setzte natürliche Grenzen. Dauerhafte Defizite waren nicht möglich.
1971: Der Systembruch, der alles veränderte
Mit der Aufkündigung der im Bretton-Woods-System verankerten Goldbindung des US-Dollars im Jahr 1971 fiel dieser Anker weg. Dieser Schritt markiert einen epochalen Einschnitt der Wirtschafts- und Geldgeschichte – seine Bedeutung kann kaum überschätzt werden.
Von einem Tag auf den anderen existierte kein externer Zwang mehr, die Geldmenge zu begrenzen. Verschuldung wurde strukturell möglich. Finanzkrisen häuften sich. Staaten, Unternehmen und Haushalte begannen, dauerhaft über ihre Verhältnisse zu leben.
Das Vertrauen in Gold wurde ersetzt durch Vertrauen in Regierungen, Notenbanken und ihre Versprechen.
Inflation ist kein Naturgesetz
In den folgenden Jahrzehnten wurde Inflation zunehmend als normal dargestellt. Doch Inflation ist kein natürlicher Prozess. Sie entsteht, wenn immer mehr Geld auf die gleiche oder eine schrumpfende Menge an Waren und Dienstleistungen trifft.
Besonders in Phasen von Wachstumsschwäche, Stagnation oder Rezession wirkt Geldmengenausweitung inflationär. Sie ist die direkte Folge der Aufgabe eines realen Ankers. Inflation bedeutet schleichende Enteignung durch fehlende Haushalts- und Ausgabendisziplin.
Wachstum auf Pump
Bereits in den 1970er-Jahren wies der Club of Rome auf die Grenzen des Wachstums hin. Diese Grenzen wurden seither immer wieder verschoben. Globalisierung, Privatisierungen und technologische Innovationszyklen ermöglichten nominales Wachstum.
Doch häufig blieb reales Wachstum zurück. Internet, Digitalisierung und heute künstliche Intelligenz änderten daran wenig. Gleichzeitig wurde Defizitfinanzierung zur Normalität. Sozialbudgets explodierten. Neue Kredite galten als politisch opportun. Die Zusammenhänge zwischen Geldmenge, Schulden und Kaufkraft gerieten aus dem Blick.
Beschleunigung durch Krisen
Mit der Jahrtausendwende, der Einführung des Euro und den folgenden Krisen beschleunigte sich diese Entwicklung weiter. Weltfinanzkrise, Euro-Schuldenkrise und Corona-Krise führten zu einem geldpolitischen Paradigmenwechsel.
Bis in die 1990er-Jahre war es eine Ausnahme, dass Zentralbanken massiv in Anleihemärkte eingriffen. Liquidität war begrenzt und wurde im Wettbewerb vergeben. Heute kaufen Notenbanken Staatsanleihen in großem Umfang. Geld verlor seinen Preis. Risiken wurden kollektiviert.
Nicht der Goldpreis steigt – Währungen verfallen
Vor diesem Hintergrund wird klar: Nicht der Goldpreis steigt. Staatliche Währungen verlieren seit Jahrzehnten kontinuierlich an Wert gegenüber Gold.
Gold ist nicht beliebig vermehrbar. Es ist weltweit akzeptiert, knapp und liquide. Es wird zunehmend wieder monetarisiert, während parallel eine Entdollarisierung der globalen Währungsreserven stattfindet. Immer mehr Staaten setzen Gold bewusst als stabilen Vermögensanker ein.
Euro in Goldunzen gemessen (Goldpreis-Chart auf den Kopf gestellt): Der Euro hat seit dem Jahr 2000 rund 93 Prozent gegenüber Gold verloren. Der langfristige Chart zeigt die strukturelle Abwertung der Papierwährung.
Ein weiterer Faktor gewinnt an Bedeutung: Gold lässt sich kaum sanktionieren. Denn es steht für keine Verbindlichkeit und keine Schuld eines Staates oder einer Institution – und ist dennoch weltweit akzeptiert. Vor allem in Asien und in vielen Schwellenländern gewinnt Gold damit zunehmend geldähnlichen Charakter.
Gold ist eine natürliche, stabile, harte Währung. Je inflationärer Staaten mit ihrem gesetzlichen Geld umgehen, je geringer die Haushaltsdisziplin, je stärker die Kaufkraft leidet, desto deutlicher spiegelt sich das im Goldpreis wider.
Der aktuelle Höhenflug ist daher kein Zufall. Er ist die Konsequenz jahrzehntelanger fiskalischer Disziplinlosigkeit. Konsum auf Pump hat seinen Preis.
Spekulation als Kursbeschleuniger
Natürlich spielt auch Spekulation eine Rolle. Denn steigende Preise ziehen Kapital an. Das kann Übertreibungen auslösen. Doch Spekulation ist nicht die Ursache, sondern der Verstärker. Das strukturelle Problem des Fiatgeldsystems bleibt bestehen – unabhängig von kurzfristigen Marktbewegungen.
Ist Gold teuer oder billig?
Der Goldpreis hat seither pro Jahr um rund 8 Prozent zugelegt. Das ist eine verlässliche Größe, auch wenn das börsennotierte Gold wie jedes andere Asset immer wieder Schwankungen unterlag.
Gold startet mit einem Kurssprung in die Woche. Die Notierung steigt auf 4.414 USD je Unze. Auch Silber markiert neue Rekorde.
Gold heute – Kurssprung zum Wochenauftakt
Der Goldpreis zieht am Montagvormittag kräftig an. Um 8:15 Uhr notierte die Feinunze am europäischen Spotmarkt bei 4.414 USD beziehungsweise 3.767 EUR. Das entspricht einem Plus von 1,7 Prozent. Silber sprang um 2,6 Prozent auf 68,85 USD beziehungsweise 58,77 EUR. Beide Edelmetalle lagen damit über ihren bisherigen Bestmarken. Der Gesamtmarkt tendierte freundlich. Anleger setzen auf eine positive Jahresendphase, trotz anhaltender Bewertungsrisiken an den Aktienmärkten und geopolitischer Riskien (Venezuela/Ukraine).
Starker Wochenauftakt für den Goldpreis: Neue Hochs bei Gold und Silber befeuern die Jahresendfantasie.
Am Freitag stützten günstige US-Daten und eine freundliche Marktstimmung die Edelmetallpreise. Gold ging mit 4.338 USD (+0,14 Prozent) beziehungsweise 3.705 EUR (+0,3 Prozent) ins Wochenende. Silber legte um mehr als 2,6 Prozent zu und markierte mit 67,17 USD beziehungsweise 57,36 EUR ein neues Rekordniveau.
Ausblick
Aus den USA steht am Montag der Chicago Fed National Activity Index an. Der Indikator misst die gesamtwirtschaftliche Aktivität und liefert Hinweise auf den Inflationsdruck. Morgen ist in den USA Verfallstag der Januar-Optionen bei Gold und Silber.
Der Goldpreis bewegt sich nahe dem Rekordhoch. Steigendes Open Interest, hohe Volatilität und wachsende Lieferanträge prägen den US-Handel.
Goldbarren vor US-Flagge: Der Goldpreis bewegt sich nahe dem Rekordhoch bei erhöhter Volatilität.
Goldpreis nahe Rekordhoch – Steigende Kurse bei erhöhter Volatilität
Der Goldpreis kratzte vergangene Woche an seinem Rekordhoch vom Oktober. Am Freitag ging die Feinunze Gold mit 4.337 USD aus dem US-Futures-Handel (Dezember-Kontrakt). Damit betrug der Abstand zur Bestmarke nur 0,5 Prozent. Mit 3.704 EUR pro Unze waren es auf Eurobasis knapp 1 Prozent bis zum Rekordstand. Innerhalb einer Woche kletterte der Goldpreis um 0,9 Prozent (USD) bzw. 1,2 Prozent (EUR).
Weiterhin sorgte ein freundliches Marktumfeld sowie das anhaltende Momentum für Rückenwind. In den Handelssitzungen war jedoch immer wieder erhöhte Volatilität zu verzeichnen und aus technischer Sicht stieg zuletzt der Widerstand.
Steigender Goldpreis bei erhöhter Volatilität, jetzt nahen die Verfallstermine an der COMEX.
Die US-Terminmarktaufsicht CFTC arbeitet weiterhin Rückstände aus dem US-Shutdown auf, bevor wieder zeitnahe CoT-Daten erscheinen. Neu verfügbar sind Daten vom 2. Dezember 2025. Zu diesem Zeitpunkt lag das Open Interest rund 15 Prozent niedriger als aktuell. Da eine Marktanalyse auf Basis dieser veralteten Reports nicht sinnvoll ist, analysieren wir die zeitnahen Daten des COMEX-Betreibers CME Group.
Netto-Positionen von Commercials und großen Spekulanten sowie Open Interest im Gold-Futures-Markt (Datenstand: 9. Dezember 2025; Quelle: CME Group).
Open Interest steigt deutlich
Der Open Interest lag am Freitag bei 491.164 Kontrakten. Damit stieg die Summe der offenen Gold-Kontrakte innerhalb einer Woche um 17 Prozent. Diese Entwicklung unterstreicht die aktuelle Goldstärke. Mehr Händler drängen bei steigenden Kursen in den Markt.
Parallel zog der Optionshandel an. Hier stieg der Open Interest um 5 Prozent auf 867.331 Optionen. Dabei erhöhte sich die Put/Call-Ratio auf 0,766. Damit stieg die Anzahl der Puts stärker als die der Calls. Dennoch überwiegt in diesem Handelssegment der Goldpreis-Optimismus deutlich.
COMEX-Goldbestände – physische Deckung sinkt
Die Goldbestände in den COMEX-Lagern stiegen per 18. Dezember 2025 um 40.000 Unzen auf 36,0 Millionen Unzen.
Durch den gleichzeitigen Anstieg des Open Interest verringerte sich die physische Deckungsquote im US-Gold-Futures-Handel auf 73 Prozent, nach 78 Prozent in der Vorwoche. Historisch betrachtet bleibt dies ein vergleichsweise hoher Wert. In den vergangenen Jahren schwankte die Spanne zwischen rund 30 Prozent und über 80 Prozent.
Auslieferungsanträge steigen
Mittlerweile liegen für Dezember 35.300 Anträge auf physische Auslieferung vor. Damit kamen innerhalb einer Woche 6.863 neue Lieferwünsche hinzu. Das heißt, insgesamt müssen nun rund 110 Tonnen Gold physisch bedient werden.
Im November waren 39 Tonnen angefordert worden. Der Rekord stammt vom Januar, als 238 Tonnen Gold zur Auslieferung kamen.
Hohe Goldpreis-Schwankungen im Wochenverlauf
Meistgehandelter Future bleibt der Februar-Kontrakt. Der Blick auf den Wochenchart verdeutlicht die starken Schwankungen im Handelsverlauf. In der Spitze erreicht der Goldpreis 4.407 USD pro Unze. Dagegen lag das Wochentief am Dienstag bei 4.301 USD. Der Freitagsrücksetzer, wie er sich zuvor zwei Wochen in Folge ereignete, blieb diesmal allerdings weitgehend aus.
Goldpreis in US-Futures-Handel (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 12. bis 19. Dezember 2025
Ausblick – Jahresendrally oder Rücksetzer?
An den Aktienmärkten richtete man sich zuletzt stärker auf eine Jahresendrally ein. Denn die jüngsten US-Wirtschaftsdaten eröffnen der US-Notenbank Spielraum für weitere Zinssenkungen. Am kommenden Dienstag ist Verfallstermin der Januar-Optionen im US-Goldhandel. Dagegen laufen die aktuellen Futures-Kontrakte erst am 29. Dezember aus. Ob in dem eher ruhigen Weihnachtshandel neue Rekordkurse erzielt werden können, bleibt abzuwarten. Zumal es auf dem aktuellen Kursniveau anhaltende charttechnische Hürden gibt.
Warum Fiatgeld, Schulden und Vertrauensverlust Gold seit Jahrzehnten nach oben tragen, lesen Sie in unserem Hintergrundbeitrag.
Goldpreis und Silberpreis halten sich nahe Rekordniveau. Im Edelmetallhandel trifft starke Nachfrage auf begrenztes Angebot.
Goldmünzen im Handel: Hohe Nachfrage trifft auf begrenztes Angebot.
Gold und Silber auf hohem Kursniveau
Der Goldpreis bewegte sich zuletzt in der Nähe des Allzeithochs. Im gestrigen Tagesverlauf wurde die Bestmarke bereits kurzzeitig erreicht. Aber mit 4.323 USD am Freitagnachmittag lag der Kurs wieder 0,7 Prozent darunter. Gegenüber der Vorwoche fiel der Goldpreis auf Eurobasis um 0,2 Prozent auf 3.691 Euro.
Starke Nachfrage bei Gold und Silber trifft vor Weihnachten auf ein begrenztes Angebot.
Silber setzte seine Rally fort und markierte in dieser Woche neue Rekordstände. Die Feinunze stieg auf 65,75 US-Dollar bzw. 56,15 Euro – Höchstmarken im Rahmen unserer Freitagsanalyse. Damit verzeichnete Silber innerhalb einer Woche einen Zuwachs von rund zwei Prozent.
Getragen wurde die Bewegung von einer freundlichen Gesamtmarktstimmung und US-Daten, die der Fed Spielraum für weitere Zinssenkungen lassen.
Vorweihnachtshandel: Starke Nachfrage trifft auf begrenztes Angebot
Die Situation im Edelmetallhandel ist von reger Nachfrage bei reduziertem Angebot geprägt. Henry Schwarz, Geschäftsführer der GfM GmbH (Anlagegold24) erklärte am Freitag gegenüber Goldreporter: „Im Moment erinnert die Angebots- und Nachfragesituation an die Corona-Zeit. Die Kunden kaufen durch die Bank weg alles, was wir anbieten.“
Derzeit würden besonders Silberunzen stark nachgefragt. „Die Liefersituation wird dabei immer schwieriger. Die Mints verteilen Kontingente was bestellbar ist, die Prägestätten nehmen keine Aufträge mehr an, sodass wir auf Zweitmarktware angewiesen sind“, so Schwarz. Seiner Einschätzung nach werde sich die Liefersituation nächstes Jahr nicht entscheidend verändern.
„Zum Glück nutzen im Moment viele Kunden die hohen Kurse, um ihre Münzen oder Barren zu verkaufen. Aber insgesamt sind wir mit der Kursentwicklung in diesem Jahr und der Nachfragesituation sehr zufrieden“, so der Händler.
Die aktuelle Goldreporter-Preisabfrage unter fünf großen deutschen Edelmetallhändlern zeigt folgende Ergebnisse:
Krügerrand (neu): Ø 3.827 Euro (-7 Euro zur Vorwoche), Aufgeld 3,68 Prozent (Vorwoche: 3,63 Prozent). Ältere Jahrgänge bleiben bis zu 90 Euro günstiger.
100-g-Goldbarren: Ø 12.143 Euro (+2 Euro), Aufgeld steigt auf 2,3 Prozent (nach 2,06 Prozent).
Im Goldhandel sind die Spreads gegenüber Vorwoche gesunken. Primäre Ursache ist eine Anhebung des Ankaufspreisniveaus. Das gestiegene Aufgeld bei 100-Gramm-Goldbarren passt zu Angebotsbeschränkungen bei vielen Sorten.
Auch im Silberhandel bleiben die Veränderungen überschaubar – trotz der neuen Rekordpreise:
Maple Leaf (neu): Ø 75,07 Euro (+1,91 Euro), Aufgeld weiter rund 33 Prozent. Ältere Jahrgänge bis zu 5 Euro günstiger.
1-kg-Silberbarren: Ø 2.321 Euro (+59 Euro), Aufgeld konstant bei 28 Prozent.
Die Spreads bei Silber bewegen sich weitgehend auf dem Niveau der Vorwoche.
Preisdaten vom 19. Dezember 2025: Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.
Einordnung: Begrenzte Auswahl, aber kein Notstand
Im Edelmetall-Handel gibt es weiterhin eine ausreichende Auswahl an Anlageprodukten verschiedener Größen, auch wenn die Auswahl begrenzt ist. Die Versorgungslage wird sich über Weihnachten und zum Jahreswechsel aber nicht wesentlich verbessern. Genaue Preisvergleiche sind nach wie vor empfehlenswert.
Warum der Goldpreis langfristig steigt und Rekorde kein Zufall sind, erklären wir in einem Hintergrundbeitrag.
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Die Schweiz importierte im November 62 Tonnen Gold aus den USA. Erneut zählten Frankreich und Großbritannien zu den wichtigsten Abnehmern.
Die eidgenössische Außenhandelsstatistik verdeutlicht die zentrale Rolle der Schweiz im globalen Goldhandel.
Schweizer Goldhandel im Fokus
Die Schweiz hat im November 2025 große Mengen Gold aus den USA importiert und damit ihre Rolle als zentrale Drehscheibe im internationalen Goldhandel bestätigt. Die anschließend weitergeleiteten Lieferungen gingen vor allem nach Frankreich und Großbritannien, die zu den wichtigsten Abnehmern zählten.
Die starken Goldströme zwischen den USA, der Schweiz und Europa spiegeln derzeit große internationale Verschiebungen im globalen Goldhandel wider.
USA mit Abstand größter Gold-Lieferant
Laut Daten der Eidgenössischen Zollverwaltung importierte die Schweiz im November 62.264 Kilogramm Gold aus den USA. Dabei belief sich der Warenwert auf 6,55 Milliarden CHF, umgerechnet rund 7,01 Milliarden EUR. Damit stammte mehr als ein Drittel der gesamten Goldimporte des Monats aus den Vereinigten Staaten.
Insgesamt lagen die Schweizer Goldimporte im November bei 206.088 Kilogramm mit einem Gesamtwert von 17,32 Milliarden CHF (18,53 Mrd. EUR). Neben den USA spielten die Vereinigten Arabischen Emirate, Italien und Südafrika eine wichtige Rolle, blieben mengenmäßig jedoch deutlich zurück (siehe Tabelle unten).
Goldexporte vor allem nach Europa
Dabei zeigte sich auf der Exportseite ein klarer Fokus auf Europa. Wichtigster Abnehmer war das Vereinigte Königreich mit 45.032 Kilogramm Gold, im Wert von 4,78 Milliarden CHF (5,11 Milliarden EUR).
Außerdem folgte an zweiter Stelle Frankreich, das 21.964 Kilogramm Gold aus der Schweiz bezog. Der Exportwert lag bei 2,22 Milliarden CHF (2,38 Milliarden EUR). Dabei hatten wir im vergangenen Monat mögliche Gründe für die großen französischen Gold-Bestellungen erörtert.
Zudem zählten China, die Türkei und Singapur zu den weiteren bedeutenden Zielländern.
Schweizer Goldhandel im November 2025: Große Importe aus den USA, wichtige Exporte nach Frankreich und Großbritannien.Schweizer Goldexporte im November 2025: Frankreich und Großbritannien zählen zu den größten Abnehmern.
Insgesamt exportierte die Schweiz im November 109.518 Kilogramm Gold mit einem Warenwert von 11,43 Milliarden CHF (12,23 Mrd. EUR).
Schweiz als Gold-Umschlag- und Verarbeitungsplatz
Die gegenläufigen Ströme verdeutlichen die Funktion der Schweiz als Umschlag- und Veredelungszentrum. Große Goldmengen aus den USA werden eingeführt, verarbeitet oder umgeschmolzen und anschließend vor allem nach Europa (z.B. London, LBMA) weitergeleitet. Der hohe Anteil nicht-monetären Goldes spricht für industrielle Weiterverarbeitung und logistische Neustrukturierungen entlang der globalen Lieferketten.
Während die Importe im Jahresvergleich deutlich zulegten, gingen die Exporte gegenüber dem Vormonat zurück. Das deutet darauf hin, dass ein Teil des Goldes zunächst in der Schweiz verblieb und noch nicht vollständig in den Markt weitergegeben wurde.
Goldpreis startet heute stabil bei 4.326 USD. Anleger warten auf US-Konjunkturdaten und mögliche Impulse für eine Jahresendrally.
Gold heute
Der Goldpreis zeigt sich am Freitagvormittag kaum verändert. Um 8:15 Uhr notiert die Feinunze bei 4.326 USD beziehungsweise 3.693 EUR. Damit ergibt sich ein leichter Abschlag von rund 0,1 Prozent. Silber kann sich dagegen etwas absetzen und steigt um 0,5 Prozent auf 65,82 USD beziehungsweise 56,19 EUR. Die EU einigte sich auf einen 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine. Finanziert wird er über gemeinsame Anleihen – russische Vermögen bleiben eingefroren.
Gold hält sich stabil – neue Richtungsimpulse könnten erst mit frischen US-Daten kommen.
Vortag – Volatilität ohne Richtung
Am Donnerstag startete Gold schwach in den Handel. Danach sorgten günstige US-Inflations- und Konjunkturdaten für einen kurzfristigen Rebound. Allerdings wurden die Gewinne wieder abgegeben. Deshalb schloss der Goldpreis mit 4.332 USD beziehungsweise 3.695 EUR nahezu unverändert. Silber verlor rund 1 Prozent. Zudem blieb die EZB-Zinsentscheidung ohne spürbaren Einfluss auf die Märkte.
Ausblick – Weihnachtsrally als Option
Heute richten sich die Blicke auf Daten vom US-Immobilienmarkt sowie auf das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan. Dabei stellt sich die Frage, ob sich zum Jahresende eine Weihnachtsrally an den Märkten durchsetzt. Positive Geschäftszahlen von Micron stützten zuletzt insbesondere zuvor unter Druck geratene Tech-Aktien. Dennoch fehlen bislang klare neue Impulse für den Goldpreis.