Mittwoch,21.Januar 2026
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Gold- und Silber-Absatz der Perth Mint: Anstieg im September

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Die Perth Mint verzeichnete im September stärkere Gold- und Silber-Verkäufe. Die neuen Lunar-Münzen waren gefragt.

Gold-Absatz der Perth Mint

Die Perth Mint meldet für den Monat September einen Anstieg beim Gold-Absatz. So lieferte die australische Prägeanstalt im vergangenen Monat 36.595 Unzen Gold in Form von Münzen und Barren. Damit stiegen die Verkäufe gegenüber dem Vormonat um 21 Prozent. Allerdings ergibt sich gegenüber dem Vorjahresmonat ein Absatzrückgang von 31 Prozent. Währenddessen liegen die Neunmonatszahlen mit 277.658 Unzen immerhin 2 Prozent über dem Vorjahr.

Bewertet man den Goldabsatz mit dem Durchschnittspreis des Septembers auf Basis des Londoner Referenzkurses (3.665 US-Dollar pro Unze), dann kommt man auf einen Erlös von 134 Millionen US-Dollar. Dieser Wert liegt 32 Prozent über dem des Vormonats, aber 1,7 Prozent unter dem Ergebnis von September 2024. Innerhalb eines Jahres stieg der Goldpreis um 43 Prozent.

Silber-Absatz

Ähnlich entwickelte sich zuletzt der Silberabsatz der australischen Prägeanstalt. Denn die Perth Mint meldet für September den Verkauf von 578.588 Unzen Anlagesilber. Damit stiegen das Silbergeschäft zwar gegenüber dem Vormonat um 36 Prozent. Aber gegenüber dem Vorjahresmonat fielen die Verkaufszahlen um 40 Prozent. Im Zeitraum von Januar bis August ergibt sich mit 4.750.946 Unzen ein Rückgang um 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Gold- und Silber-Absatz der Perth Mint von September 2022 bis September 2025.
Gold- und Silber-Absatz der Perth Mint von September 2022 bis September 2025.

Auch hier setzen wir den Absatz ins Verhältnis zur Kursentwicklung. So lag der Durchschnittspreis für eine Feinunze Silber im vergangenen September bei 42,54 US-Dollar pro Unze – ein Anstieg um 37 Prozent gegenüber Vorjahr. Daraus ergibt sich auf Basis des reinen Metallwerts ein Erlös von 24 Millionen US-Dollar. Damit liegt dieser Betrag 52 Prozent über Vormonat, aber 18 Prozent unter dem Vorjahresmonat.

Gold und Silber  aus Australien

Die Absatzsteigerung bei Gold ist auch auf den Verkaufsstart der neuen Münzen der Lunar-Serie zurückzuführen. Denn laut Neil Vance, General Manager Minted Products bei der Perth Mint, gab es seitens des Großhandels umfangreiche Vorbestellungen. Gemäß des chinesischen Mondkalenders lautet das Motiv „Jahr des Pferdes“. Die Silber- und Goldmünzen sind auch hierzulande in diesen Tagen erhältlich. 

Gold-Anlagemünze Jahr des Pferdes, Lunar-Serie 2026
Goldmünze „Jahr des Pferdes“, Lunar-Serie 2026 (Bild: Perth Mint)

Australian Lunar Series III 2026 – Jahr des Pferdes 

Erhältlich seit 1. September 2025

  • Gold – 10 oz, 2 oz, 1 oz, 1/2 oz, 1/4 oz, 1/10 oz, 1/20 oz
  • Silber – 1 kg, 5 oz, 2 oz, 1 oz, 1/2 oz
  • Platin – 1 oz 
  • Silber – 10 kg (Limit 100 Stück; Veröffentlichungsdatum: noch offen)

Als Begründung für das verbesserte Verkaufsergebnis im September erklärte Neil Vance, General Manager Minted Products der Perth Mint, dass vor allem die hohe Nachfrage nach den neuen Münzen der „Australian Lunar Series – Year of the Horse“ entscheidend gewesen sei. Die von Designerin Ing Ing Jong gestalteten Pferdemotive seien bei Sammlern außerordentlich beliebt, was den Absatz deutlich angekurbelt habe. Zudem habe eine anhaltend starke Nachfrage aus den USA nach geprägten Barren das Gesamtergebnis zusätzlich gestützt.

Mehr dazu: Die besten Goldmünzen zur Kapitalanlage

Goldpreis stabil bei 3.960 USD – Berichtsimpulse fehlen (Dienstag)

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Gold aktuell am 7. Oktober 2025: Der Goldpreis steht an der Schwelle zu 4.000 US-Dollar. Konjunkturdaten fehlen.

Der Goldpreis startet am Dienstag mit leichten Kursgewinnen in den Handel. Um 7:30 Uhr notierte der Spotpreis bei 3.960 US-Dollar pro Unze – unverändert. Das entsprach 3.388 Euro, was 0,2 Prozent über Vortag lag. Seit Jahresbeginn ergibt sich ein Plus von 51 % in US-Dollar und 35 % in Euro.

Vortag: Am Montag erreichte Gold mit 3.960 US-Dollar bzw. 3.381 Euro pro Unze neue Rekordhochs. Gegenüber Vortag stiegen die Notierungen um 1,9 Prozent (in USD) bzw. 2,2 Prozent (in EUR). Nach wie vor sorgt das Momentum für steigende Kurse, so dass die Schwelle von 4.000 US-Dollar nun eine Schlüsselmarke darstellt. Sind die Bullen stark genug, um das Edelmetall auch über diese Schwelle zu befördern? Im amerikanischen Gold-Futures-Handel gab es vergangene Woche bereits Gewinnmitnahmen.  

Heute: Von der Berichtsseite fehlen die Impulse. In den USA fallen die meisten Konjunkturdaten aufgrund des US-Shutdowns aus. Die chinesichen Märkte sind noch bis 8. Oktober 2025 geschlossen (Golden Week).

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis steigt weiter rasant – trotz Gewinnmitnahmen am US-Terminmarkt

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Goldpreis hat weitere Rekordhochs erreicht. Die Spanung steigt. Am US-Terminmarkt gab es vergangene Woche schon Gewinnmitnahmen. 

Goldpreis aktuell

Der Goldpreis ist weiter im Steigflug. Am Montagnachmittag nach Eröffnung der US-Märkte kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 3.941 US-Dollar bzw. 3.370 Euro. Damit baute das Edelmetall seine Gewinne vom Vormittag aus.

Im US-Futures-Handel (Oktober-Kontrakt) hatte Gold am Freitag mit 3.885 US-Dollar / 3.309 Euro geschlossen. Damit war der Kurs im Vorwochenvergleich um jeweils mehr als 3 Prozent auf neue Bestmarken gestiegen. 

Goldpreis auf Rekordhoch – COMEX Open Interest fällt
Goldpreis erreicht neue Rekorde, aber der Open Interest an der COMEX ist gesunken.

Gold CoT-Daten

Aufgrund des US-Shutdowns stellt die US-Börsenaufsicht CFTC derzeit keine CoT-Daten zur Verfügung. Allerdings lassen sich die von der CME Group veröffentlichten Zahlen zum US-Gold-Futures-Handel auswerten. Sie betreibt die US-Warenterminbörse COMEX.

Open Interest

Per Handelsschluss am vergangenen Freitag wird ein Open Interest von 504.255 Kontrakten gemeldet. Damit fiel die Summe aller offenen Gold-Kontrakte innerhalb einer Woche um 4,8 Prozent. 

 




Gold-Optionshandel

Währenddessen stieg der Open Interest im Gold-Optionshandel 9 Prozent auf 889.428 Optionen.  

Gold-Optionen an der COMEX, Optimismus rückläufig
Gold-Optionen: Put-/Call-Ratio steigt = Goldpreis-Optimismus gesunken.

Dabei nahm das Put/Call-Verhältnis zu 0,8. Das bedeutet, dass auf 100 Put-Optionen zuletzt nur noch 125 Call-Optionen kamen – nach 144 in der Vorwoche. Das heißt, der überwiegende Optimismus im Goldpreis-Optionshandel hat gegenüber der Vorwoche deutlich zurückgegangen.

COMEX-Goldlager

Werfen wir einen Blick auf die Goldlagerbestände an der COMEX per 2. Oktober 2025. Hier nahm das Inventar gegenüber der Vorwoche um 170.000 Unzen zu auf 40,11 Millionen Unzen (Vorwoche: +510.000 Unzen).

Dabei stiegen die zur sofortigen Auslieferung verfügbaren Gold-Bestände der Kategorie „eligible“ um 430.000 Unzen auf 18,56 Millionen Unzen. Alle Zahlen sind gerundet. Dieses Gold gehört Händlern, nicht den Bullion-Banken. Das bedeutet, es kann jederzeit von Kunden abgezogen werden.

Physische Deckung des COMEX-Goldhandels

Bei einem Open Interest von 504.255 Kontrakten handelten Futures-Trader Ende der vergangenen Woche insgesamt 50,42 Millionen Unzen Gold in Form von Standard-Futures (100 Unzen pro Vertrag). Das heißt, der Gold-Futures-Handel an der COMEX war zu 79 Prozent durch Lagerbestände gedeckt (Vorwoche: 75 Prozent). Der Rekordstand betrug am 10. April 2025 ganze 98 Prozent. Damals hatten Händler Zölle auf Goldimporte befürchtet und tonnenweise Gold in die USA eingeführt.

In den vergangenen Jahren war die physische Deckung des US-Gold-Futures-Handels deutlich geringer – teilweise nur 30 Prozent. Vom Börsenbetreiber wird diese Unterdeckung damit gerechtfertigt, dass nur ein Bruchteil der Futures-Verträge tatsächlich physisch abgewickelt wird. Das heißt, am Ende des Kontraktmonats schließen die Parteien ihre Positionen hauptsächlich per Barausgleich. Diesen Anteil kann man ebenfalls den wöchentlichen Pflichtmitteilungen entnehmen.

Goldpreis-Ausblick

Die Gold-Bullen sind weiter stark. Aber der gesunkene Open Interest bei gleichzeitig gestiegenem Goldpreis lässt auf Gewinnmitnahmen schließen und gibt Hinweise auf eine kurzfristige Top-Bildung. Davon war am Montag allerdings noch wenig zu sehen – im Gegenteil. 

An den fundamentalen Rahmenbedingungen für anhaltend hohe Goldkurse hat sich nichts geändert. Aber auf eine zwischenzeitliche Kurskorrektur muss man sich in jedem Fall gefasst machen.

Aus China kommen derzeit keine Impulse. Denn dort haben die Märkte noch bis zum 8. Oktober aufgrund der nationalen Feiertage geschlossen (Golden Week). Aus diesem Grund gibt es vorläufig auch keine aktuellen Zahlen zum Goldpreis-Spread in Shanghai.

Zur Übersicht: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung

Mehr zum Goldpreis aktuell:Übersicht und Live-Daten

Goldreserven weltweit: Neue Zahlen zeigen überraschende Käufer und Verkäufer

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Der World Gold Council hat neue Zahlen zu den weltweiten Goldreserven veröffentlicht. Bulgarien und Singapur mit bemerkenswerten Veränderungen.

Goldreserven weltweit

Der World Gold Council (WGC) hat neue Angaben zu den weltweiten Goldreserven veröffentlicht. Die Rangliste der größten nationalen Goldhalter zeigt in den überwiegenden Fällen die offiziellen Goldbestände der jeweiligen Länder per Ende August 2025. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass erneut zahlreiche Zentralbanken Gold zugekauft haben. 

Goldreserven stabil – Bulgarien kauft, Singapur verkauft (Oktober 2025)
Der World Gold Council meldet stabile weltweite Goldreserven. Bulgarien stockt auf, Singapur reduziert seine Bestände. Stand: Oktober 2025.

Größte Gold-Nationen

Zunächst einmal gab es unter den Top 5 nur eine Veränderung. Die USA rangieren weiterhin auf Platz eins der offiziellen Rangliste mit 8.133,5 Tonnen, dahinter Deutschland mit 3.350,3 Tonnen. Italien (2.451,8 t) und Frankreich (2.437 t) folgen auf den weiteren Plätzen. Dagegen wird ein Rückgang der russischen Goldreserven um 3,1 Tonnen auf  2.326,5 t gemeldet.

Berücksichtigt ist der jüngste Goldzukauf Chinas. Im vergangenen Monat kamen 1,9 Tonnen hinzu, auf insgesamt 2.302,3 Tonnen. Der Wert des Goldes stieg auf ein neues Rekordhoch von 253 Milliarden US-Dollar.

Kontinuierliche Zukäufe

Erstmals seit mehr als fünf Jahren taucht Bulgarien mit substanziellen Goldkäufen auf. So meldet der WGC einen Anstieg der Reserven um 2,1 Tonnen auf 42,9 Tonnen.

Währenddessen stiegen die Goldreserven der Türkei um 1,9 Tonnen auf 639 Tonnen an. Dabei handelt es sich um die rein staatlichen Goldreserven. Als Gesamtreserven meldete die türkische Zentralbank (TCMB) für August 797 Tonnen. Darin enthalten ist auch Gold, das von Geschäftsbanken bei der TCMB hinterlegt wurde.

Rangliste der weltweiten Goldreserven: Stand: Oktober 2025 (Quelle: World Gold Council)
Rangliste der weltweiten Goldreserven: Stand: Oktober 2025 (Quelle: World Gold Council)

Außerdem gehörte Tschechien mit 1,7 Tonnen zu den Käufern. Das Land baut seine Goldreserven seit Jahren in kleinen Schritten auf. Innerhalb von zwölf Monaten stiegen die Bestände so um 20,5 Tonnen.

Ähnliches gilt für Ghana – mit 1,6 Tonnen im August und insgesamt 10 Tonnen in zwölf Monaten.

Um 7,7 Tonnen angewachsen sind die Goldreserven von  Kasachstan. Unter Schwankungen nahmen sie seit Juli 2024 um knapp 27 Tonnen zu. 

Mit Singapur kam es auch einen nahmhaften Verkäufer. Deren Goldbestände sind innerhalb von zwei Monaten um 12,8 Prozent gesunken auf 204,1 Tonnen.

Weitere Gold-Bestandsmeldungen

Darüber hinaus gab es eine Reihe zusätzlicher staatlicher Aktivitäten auf dem Goldmarkt. Hier weitere Veränderungen gegenüber der WGC-Liste des Vormonats:

  • Usbekistan: +1,9 t
  • Philippinen: +0,8 t
  • Serbien: +0,5 t
  • Mongolei: -0,1 t

Währenddessen werden die gesamten weltweiten Goldbestände vom World Gold Council nun mit 36.359,5 Tonnen angegeben. Das entspricht 0,2 Tonnen weniger als in der Meldung des Vormonats.

Zu beachten ist: Einige Länder machen keine regelmäßigen Angaben zu ihrem nationalen Goldbesitz. Dazu zählen unter anderem Staaten wie Iran, Israel und Nordkorea. Grundsätzlich basieren die WGC-Daten auf den Meldungen der Zentralbanken sowie auf Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Mehr dazu: Internationale Goldreserven – neueste Entwicklungen, aktuelle Übersicht nach Ländern.

Goldpreis steigt auf 3.925 USD – Politische Unsicherheit stützt Nachfrage (Montag)

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Gold aktuell am 6. Oktober 2025: Deutliche Kursgewinne auf 3.925 USD (3.350 EUR). Politische Unsicherheit in Europa und schwacher Euro stützen das Edelmetall.

Der Goldpreis startet am Montag mit deutlichen Kursgewinnen in den Handel. Um 8:15 Uhr notierte der Spotpreis bei 3.925 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 3.350 Euro. Damit verteuerte sich Gold gegenüber Freitag um 1 Prozent (in USD) bzw. 1,3 Prozent (in EUR). Seit Jahresbeginn ergibt sich ein Plus von 49 % in US-Dollar und 34 % in Euro.

Politische Unsicherheiten verstärken das Goldpreis-Momentum. Der Euro steht unter Druck. Auch nachdem sich in Frankreich keine politische Veränderung abzeichnet und das Land mit wachsendem Haushaltsdefizit, politischer Lähmung und steigenden Anleiherenditen zu kämpfen hat. 

Vortag: Am Freitag war Gold mit einem weiteren Rekordhoch ins Wochenende gegangen. Am europäischen Spotmarkt schloss der Goldpreis mit 3.886 US-Dollar (+0,8 %) bzw. 3.310 Euro (+0,6 %). Die eigentlich anstehenden US-Arbeitsmarktdaten fielen wegen des US-Shutdowns aus. Der ISM-Index für den US-Dienstleistungssektor fiel im September 2025 auf 50 Punkte und deutete damit auf eine Stagnation der wirtschaftlichen Aktivität hin. Während Aufträge, Lagerbestände und Beschäftigung rückläufig waren, nahmen die Preisanstiege deutlich zu – auf den zweithöchsten Wert seit Oktober 2022.

Heute: Aus den USA werden keine bedeutenden Wirtschaftsdaten erwartet. Dagegen kommen aus der Eurozone die Einzelhandelsumsätze im August und EZB-Präsidentin Christine Lagarde hält eine Rede. Die chinesichen Märkte sind bis 8. Oktober 2025 geschlossen (Golden Week).

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Jetzt Gold kaufen? Neue Rekorde bei Gold und Silber – Aufgelder gesunken

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Jetzt Gold kaufen? Unsere Freitagsanalyse aus dem Edelmetall-Handel zeigt am 3. Oktober 2025 neue Rekordpreise für Gold und Silber und gesunkene Aufgelder.

Goldpreis und Silberpreis weiter gestiegen

Der Goldpreis notierte am Freitagnachmittag auf Rekordniveau. Um 14:00 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 3.862 US-Dollar. Das entsprach 3.291 Euro. Damit stieg der Goldpreis innerhalb einer Woche um weitere 3 Prozent (in USD) bzw. 2,5 Prozent (in EUR). Währenddessen verteuerte sich Silber gegenüber der Vorwoche um 5,5 Prozent bzw. 5 Prozent auf 47,52 US-Dollar bzw. 40,50 Euro pro Unze. Damit kostete Silber in unserer wöchentlichen, seit 2010 durchgeführten Freitagsanalyse erstmals mehr als 40 Euro pro Unze.

Gold und Silber auf Rekord – Aufgelder im Handel gesunken
Jetzt Gold kaufen oder verkaufen? Die Preise für Goldanlageprodukte erreichten in unserer Freitagsanalyse neue Rekordstände. Das gilt auch für Silbermünzen.

Lage im Edelmetall-Handel

Edelmetall-Händler berichteten vergangenen Woche von einer sehr hohen Nachfrage, ausgelöst durch die starken Kursgewinne beim Gold. Besonders gefragt waren klassische Anlageprodukte wie Krügerrand- und Maple-Leaf-Münzen, kleine bis mittlere Goldbarren sowie differenzbesteuerte Silberunzen. Gleichzeitig beleben die hohen Preise auch den Ankaufs- und Recyclingmarkt, wo selbst Produkte mit geringem Goldgehalt wieder wirtschaftlich verwertet werden.

Wie haben sich Preise, Aufgeld und Spreads im deutschen Edelmetall-Handel entwickelt? Dazu betrachten wir die aktuellen Ergebnisse unserer Preiserhebung bei fünf deutschen Anbietern.

Jetzt Gold kaufen oder verkaufen?

Wer am Mittag in Form prägefrischer Krügerrand-Münzen Gold kaufen wollte (aktueller Jahrgang), zahlte gemäß unserer Zahlen durchschnittlich 3.401 Euro – und damit 80 Euro mehr als vor einer Woche. Gleichzeitig ist das ein neuer „Freitags-Rekord“. 

Dabei sank das von uns ermittelte Aufgeld für Krügerrand-Neuware leicht auf 3,33 Prozent (Vorwoche: 3,42 Prozent). Die Abschläge für ältere Jahrgänge hielten sich in unserer Erhebung mit 75 Euro auf dem hohen Niveau der Vorwoche. 




Auch das Aufgeld für 100-Gramm-Goldbarren sank deutlicher auf 1,81 Prozent. Ein Exemplar kostete am Freitag durchschnittlich 10.774 Euro. Damit waren es 255 Euro mehr als vor einer Woche.

Die Aufgeldentwicklung ist auch eine Folge der starken Preisentwicklung. Mehr dazu lesen Sie in diesem Hintergrundbeitrag: Was das Aufgeld ist und warum es seit Jahren sinkt

Silber kaufen: Preise und Aufgelder

Wie entwickelten sich die Preise für die von uns beobachteten Silber-Produkte? Eine Unze der Anlagemünze Maple Leaf des aktuellen Jahrgangs kostete am Freitag durchschnittlich 53,15 Euro (neuer Rekord). Dabei sank das Aufgeld für neue Silber-Maples auf 31 Prozent (Vorwoche: 34 Prozent). Parallel zeigte sich bei 1-Kilogramm-Silberbarren eine Abnahme der Aufschläge auf durchschnittlich 26 Prozent. Währenddessen stieg auch der durchschnittliche Abschlag für angekaufte Silbermünzen an auf 5,70 Euro – nach 5,35 Euro in der Vorwoche.

Gold kaufen, Preise und Aufgeld im Edelmetall-Handel am 3. Oktober 2025
Preise, Aufgeld und Spreads für gängige Goldmünzen und Goldbarren im deutschen Edelmetall-Handel am 3. Oktober 2025 (Durchschnittswerte gemäß Datenerhebung von Goldreporter).

Edelmetall kaufen

Beachten Sie: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage im deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise erheben wir bereits seit dem Jahr 2010.

Wer Silber oder Gold kaufen möchte, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind keine geeignete Grundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen, da Silber- und Goldpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterliegt. Aber das von uns berechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern und Hinweise auf die allgemeine Marktlage.

Mehr zum Thema: Ratgeber Gold kaufen – Wie man sicher und günstig Edelmetall erwirbt

Ratgeber "Altersvorsorge mit Gold" Tipp zum Weiterlesen: Altersvorsorge mit Gold
Wer sich intensiver mit der strategischen Rolle von Gold im Vermögensaufbau beschäftigen möchte, findet im Spezial-Report „Altersvorsorge mit Gold“ fundierte Antworten. Der Report zeigt, wie Gold als langfristiger Vermögensbaustein genutzt werden kann – inklusive steuerlicher Aspekte, Produktvergleichen und Fallbeispielen. Jetzt erhältlich im Goldreporter-Shop

Goldpreis-Prognose: Goldman Sachs erwartet 4.000 USD bis Mitte 2026

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Goldman Sachs prognostiziert einen Goldpreis von 4.000 USD bis Mitte 2026. Zentralbanken und ETF-Nachfrage sollen die Rally stützen.

Goldman Sachs Research rechnet damit, dass der Goldpreis bis Mitte 2026 auf 4.000 US-Dollar je Unze steigt. Dies entspräche einem Anstieg von sechs Prozent gegenüber dem Stand Ende September. Aktuell notiert die Feinunze Gold am Spotmarkt bei 3.860 US-Dollar bzw. 3.290 Euro pro Unze.

Zentralbanken und ETFs als Goldpreis-Treiber

Das Investmenthaus begründet die Prognose auf ihrer Website mit starker struktureller Nachfrage, insbesondere von Zentralbanken und ETFs, die durch eine lockerere US-Geldpolitik Rückenwind erhielten. Während Zentralbanken 2025 bisher im Schnitt 64 Tonnen Gold pro Monat gekauft hätten, erwartet Goldman Sachs eine Beschleunigung im Jahresverlauf und einen längerfristigen Trend steigender Reserven, vor allem in Schwellenländern. Dort sei der Goldanteil an den Devisenreserven noch deutlich geringer als in westlichen Industriestaaten.

Spekulative Risiken

Man verweist auf eine Umfrage des World Gold Council. Demnach planen 43 Prozent der Zentralbanken, ihre Goldbestände zu erhöhen. Auch die Spekulation stütze den Markt: Hedgefonds und große Investoren hielten hohe Long-Positionen an der COMEX. Goldman Sachs betont, dass das „Risiko“ eher auf der Oberseite liege – wenngleich man kurzfristige Gewinnmitnahmen für möglich hält.

Goldreporter-Kommentar: Banken heben ihre Goldpreis-Prognosen meist im Trend an. Die fundamentale Faktoren haben sich jedoch nicht verändert. Spannend bleibt, wie viele Investoren (FOMO) noch aufspringen, bevor die Rally tatsächlich in eine korrekturbedüftige spekulative Übertreibung mündet. An den aussichtsreichen mittel- und langfristigen Goldpreis-Perspektiven wird das aber nichts ändern. Es wäre eine gute Einstiegsgelegenheit.

Goldpreis am Freitag stabil bei 3.860 USD – US-Berichte ausgesetzt

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Goldpreis startet am Freitag fest bei 3.860 USD (3.291 EUR). Wegen des Shutdowns pausieren wichtige US-Daten, ISM-Index wird erwartet.

Der Goldpreis startet am Freitag fest in den Handel. Um 8:15 Uhr notierte der Spotpreis nahezu unverändert bei 3.860 US-Dollar pro Unze bzw. 3.291 Euro. Seit Jahresbeginn ergibt sich ein Plus von 47 % in US-Dollar und 31 % in Euro.

Vortag: Am Donnerstag zeigte sich erneut große Volatilität bei der Goldpreis-Entwicklung. Wie am Vortag büßte das Edelmetall Anfangsgewinne im Lauf des Handelstages ein. Gold schloss 0,3 Prozent bzw. 0,1 Prozent schwächer bei 3.857 US-Dollar bzw. 3.291 Euro. Damit folgte nach vier Rekordtagen der erste Tagesverlust. Die Aktienmärkte haussierten.

Die technischen Indikatoren deuteten zuletzt auf eine Kursüberhitzung beim Goldpreis hin. Zwischenzeitliche Rücksetzer nehmen Übertreibungen kurzzeitig aus dem Markt. Dabei spielen auch große Kapitalflüsse im Gold-ETF-Bereich eine Rolle. 

Heute: Bedeutende US-Wirtschaftsdaten sind aufgrund des US-Shutdowns ausgesetzt. Dazu gehören auch die US-Arbeitsmarktdaten für September. Erscheinen dürfte dagegen der ISM-Einkaufsmanager-Index für die USA. Außerdem stehen die Erzeugerpreise in der Eurozone an.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis-Rally: Weitere Milliarden-Zuflüsse in größten Gold-ETF

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Goldpreis-Rally: SPDR Gold Shares mit 2 Mrd. USD an Zuflüssen. Silber-ETF ebenfalls stark. Institutionelle Anleger treiben weiter die Nachfrage.

Goldpreis auf Rekord-Rally

Der Goldpreis hat zuletzt fünf Tage in Folge ein neues Rekordhoch erreicht. Im US-Futures-Handel (Oktober-Kontrakt) schloss Gold am Mittwoch mit 3.863 US-Dollar, was 3.293 Euro entsprach. 

Innerhalb einer Woche stieg der Goldpreis um 3,3 Prozent (in USD) bzw. 3,5 Prozent (in EUR). Parallel stieg der Silberpreis im Vorwochenvergleich um 7,7 Prozent auf 47,29 US-Dollar bzw. um 7,9 Prozent auf 40,31 Euro pro Unze – bei neuem Rekordhoch in Euro.

Goldpreis-Rally: SPDR Gold Shares mit Milliarden-Zuflüssen in ETFs
Goldpreis-Rally: SPDR Gold Shares überschreitet erstmals seit 2022 wieder die Marke von 1.000 Tonnen.

Milliarden-Zuflüsse beim größten Gold-ETF

Die jüngste Gold-Rally war erneut begleitet von massiven Kapitalzuflüssen in den größten Gold-ETF. Denn der SPDR Gold Shares (GLD) verzeichnete unseren Berechnungen zufolge innerhalb einer Woche Netto-Investitionen in Höhe von 1,8 Milliarden US-Dollar (Vorwoche: 2,96 Mrd. USD). Alleine am gestrigen Mittwoch investierten Anleger 2 Milliarden US-Dollar in den Fonds. Die folgende Grafik zeigt die Netto-Flüsse der vergangenen fünf Handelstage.

Nettokapitalfluss GLD vom 25.09. bis 01.10.2025
Nettokapitalfluss GLD vom 25.09. bis 01.10.2025

Die Mittelzuflüsse führten innerhalb einer Woche zu einem Anstieg des gemeldeten Goldinventars um 22,04 Tonnen auf Gesamtbestände von 1.018,89 Tonnen (Stand: 1. Oktober 2025). Das entspricht einem neuen Jahreshoch. Außerdem überschritten die GLD-Goldbestände erstmal seit August 2022 wieder die 1.000-Tonnen-Grenze.




Hinweis: Pro ausgegebenem Anteilsschein muss der Betreiber dieses ETFs eine Zehntel Unze Gold physisch einlagern. Aber bei der Meldung von Kapitalflüssen und Fondsbeständen gibt es in der Regel eine zeitliche Verzögerung. Denn auf dem Goldmarkt besteht üblicherweise eine Zwei-Tage-Frist, innerhalb derer physische Bestände nach Vertragsabschluss geliefert werden.

Zuflüsse auch beim Silber

Auch der größte Silber-ETF, der iShares Silber Trust (SLV), verzeichnete Bestandszugänge. Denn das gemeldete SLV-Inventar stieg innerhalb einer Woche um 173,63 Tonnen auf 15.642,75 Tonnen. Dabei ergibt sich aus den Fondsberichten ein Netto-Kapitalabfluss von 325 Millionen US-Dollar. Pro ausgegebenem Anteilsschein ist dieser ETF offiziell mit einer Unze Silber physisch gedeckt.

Fonds-Entwicklung seit Jahresbeginn

Die Bestände der beiden großen Edelmetall-ETFs sind auch seit Jahresbeginn deutlich angestiegen. Das Goldinventar des SPDR Gold Shares stieg um rund 145 Tonnen. Dabei flossen netto 15 Milliarden US-Dollar an Kapital in den Fonds. Währenddessen stieg die Silberlagermenge des iShares Silber Trust um 1.266 Tonnen bei Nettozuflüssen in Höhe von etwa 1,8 Milliarden US-Dollar.

Gold- und Silberbestände des GLD und SLV per 1. Oktober 2025

Edelmetall-ETFs und Goldpreis

Bullenmärkte bei Silber und Gold werden regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Edelmetall-ETFs begleitet. Generell gelten die Fondsbestände aber als Nachläufer, denen steigende Edelmetallpreise mit wachsendem Inventar vorausgehen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. In den vergangenen Jahren stieg die Beliebtheit dieser ETFs bei jungen US-Anlegern, die sie zunehmend über Discount-Broker erwerben. 

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

US-Goldreserven steigen auf über 1 Billion Dollar – Debatte um Neubewertung

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Die US-Goldreserven übersteigen 1 Billion Dollar. Eine Neubewertung zum Marktpreis könnte Milliarden freisetzen – mit Risiken für Fed und Politik.

Die Goldreserven des US-Finanzministeriums sind dank des Goldpreis-Anstiegs auf über 1 Billion US-Dollar gestiegen. Seit Jahresbeginn hat sich Gold um mehr als 45 Prozent verteuert. Analysten bringen erneut die Möglichkeit einer Neubewertung auf Marktwert in die Diskussion. Denn das US-Staatsgold ist nach wie vor zum Preis von 42,22 US-Dollar bilanziert – dem Goldpreis nach Ende des Goldstandards Anfang der 1970er-Jahre. Durch eine Marktpreisbewertung könnten fast 990 Milliarden Dollar zur Deckung von Ausgaben freigesetzt werden. Kritiker warnen jedoch vor Risiken für die Unabhängigkeit von Fed und Regierung. Eine Neubewertung könnte zudem den Goldpreis weiter antreiben.

Goldreporter-Kommentar: Eine Gold-Neubewertung wäre wie QE durch die Hintertür. Das könnte den Goldpreis weiter befeuern. Doch die internationale Erfahrung zeigt, dass solche Buchungstricks nur kurzfristig Entlastung bringen. Strukturelle Probleme lösten sie nie – weder in Italien noch in Südafrika oder Libanon. In Deutschland scheiterte der Versuch einst am Widerstand der Bundesbank.

Mehr dazu: Goldreserven neu bewerten – für mehr Schulden? Fed ist kritisch!

So entwickelt sich der Goldpreis im Oktober

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Im September schloss der Goldpreis mit dem größten Monatsgewinn seit Januar 2012. Wir beleuchten die saisonalen Vorgaben für Oktober.

Goldpreis mit starkem September

Der Goldpreis beendete den September mit dem größten Monatsgewinn seit Januar 2012. Das Plus betrug 11 Prozent. Auf Basis des Londoner Referenzkurses (P.M.) schloss Gold am letzten Handelstag mit 3.825 US-Dollar pro Unze bzw. 3.261 Euro. In beiden Fällen erreichte das Edelmetall neue Bestmarken.

Welche saisonalen Vorgaben bietet die Statistik für den Monat Oktober? Dazu verwenden wir die Kursdaten für den Euro-Goldpreis im Zeitraum seit 1970.

Goldpreis im Oktober: Saisonale Statistik und historische Extremwerte
Goldenes Oktoberfest? In unserer Goldpreis-Statistik rangiert der Oktober nur auf dem drittletzten Platz der besten Goldmonate des Jahres. Allerdings gab es 2024 und 2023 fette Kursgewinne (Bild: Goldreporter).

Gold im Oktober

Mit einem durchschnittlichen Kursgewinn von 0,05 Prozent rangiert der Oktober nur auf dem drittletzten Platz unter den besten Goldmonaten des Jahres. Eine schlechtere Bilanz weisen nur der März (-0,14 %) und der Juni (-0,42 %) auf.

Dabei endete der Oktober in 27 von 55 Jahren mit grünen Vorzeichen (Quote: 49 %). Allerdings legte der Goldpreis in den vergangenen beiden Jahren innerhalb dieses Zeitraums jeweils um mehr als 6 Prozent zu. Damit schoben sich 2023 und 2024 unter die Top-5 der besten Oktober-Ergebnisse seit 1970.




Vor einem Jahr kostete eine Feinunze Gold in London 2.355 Euro. Das heißt, innerhalb der vergangenen zwölf Monate stieg der Kurs um 38 Prozent. Und somit bescherte Gold seinen Besitzern deutlich mehr Rendite als nur einen nominellen Inflationsausgleich. Denn die offizielle deutsche Inflationsrate betrug zuletzt 2,4 Prozent.

Blick zurück

Welche markanten Oktober-Ereignisse gab es in den letzten Jahren? Im vergangenen Jahr (fast 7 % Plus) vollzog der Goldpreis – ebenso wie derzeit – eine fulminante Rally, als eine Bestmarke die nächste jagte (Goldpreis erreicht 45. Rekordhoch in diesem Jahr). Zentralbankkäufe, die Dollar-Schwäche, ETF-Zuflüsse und das schlichte Momentum trieben Gold an.

2018 schloss der Goldpreis im Oktober mit einem Plus von 4,69 Prozent – damals der größte Oktober-Gewinn seit 1993. Seinerzeit legte Italien einen umstrittenen Haushaltsentwurf vor, der Erinnerungen an den bisherigen Höhepunkt der Euro-Krise aufkommen ließ. Außerdem gab es bereits Anzeichen einer Abkühlung der Weltwirtschaft und der Handelskrieg zwischen den USA und China nahm seinen Lauf. Aber: Gold galt zu diesem Zeitpunkt als „überverkauft“ (Gold: Größter Kursanstieg seit dem Brexit-Votum).

Historischer Kurseinbruch

Dagegen verzeichnete der Goldpreis 2008 einen der größten Oktober-Verluste mit -7,95 Prozent. Damals wurden  im Zuge der durch die Lehman-Pleite ausgelösten und angeheizten Weltfinanzkrisealle alle liquiden Vermögenswerte auf den Markt geworfen. Auch Manipulationsvorwürfe stehen bis heute im Raum. Denn bis in diese Zeit reichen auch Tatbestände zurück, die zu Verurteilungen verschiedener Ex-Banker führten.

Goldpreis im Oktober, Statistik seit 1970

Gold im Oktober

Die folgende Übersicht zeigt die stärksten und schwächsten Ergebnisse im Oktober seit 1970.

Die beste Oktober-Performance (Top-5)

  • 1974: +9,16 %
  • 1993: +8,18 %
  • 1982: +7,37 %
  • 2024: +6,87 %
  • 2023: +6,52 %

Die schwächste Oktober-Performance (Top-5)

  • 1990: -9,56 %
  • 2008: -7,95 %
  • 1997: -7,51 %
  • 1983: -5,51 %
  • 1994: -4,32 %

Hinweis: Alle Angaben beziehen sich auf den Goldpreis in Euro jeweils am Monatsende, basierend auf dem Goldpreis-Fixing London P.M. / LBMA-Kurs. Bei der Ermittlung der Datensätze vor Einführung des Euro (2001) wurden die DM-Kurse (1 Euro = 1,955 D-Mark) sowie die Londoner Fixing-Kurse zugrunde gelegt.

Gold am Donnerstag: 3.870 USD – Zinserwartungen und Shutdown im Fokus

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Gold aktuell am Donnerstag: Der Spotpreis liegt bei 3.870 USD. Zinssenkungserwartungen steigen, der Shutdown verzögert wichtige US-Daten.

Der Goldpreis startet am Donnerstag erneut mit leichten Gewinnen in den Handel. Um 8:15 Uhr notierte der Spotpreis bei 3.870 US-Dollar pro Unze (+0,1 %), was 3.295 Euro (+ 0 %) entsprach. Seit Jahresbeginn ergibt sich ein Plus von 47 % in US-Dollar und 31 % in Euro.

Vortag: Am Mittwoch gab der Goldpreis im Handelsverlauf einen Teil seiner Tagesgewinne ab. Er schloss aber mit rund 0,2 Prozent im Plus – auf neuen Rekordständen von 3.865 US-Dollar bzw. 3.294 Euro.

Die technischen Indikatoren deuteten zuletzt auf eine stärkere Kursüberhitzung beim Goldpreis hin. Dabei stärkten schwache US-Daten die Zinssenkungserwartungen in den USA. Laut FedWatch-Tool lag die Wahrscheinlichkeit für eine entsprechenden Zinsschritt im Oktober bei 100 Prozent. Und auch für eine Dezember-Senkung bestehen bereits hohe Erwartungen – mit derzeit 87 Prozent Wahrscheinlichkeit.

Goldpreis im Tagesverlauf am 1. Oktober 2025.
Goldpreis im Tagesverlauf am 1. Oktober 2025.

Heute: Ob heute die ankündigten US-Wirtschaftsdaten erscheinen ist aufgrund des US-Notstands fraglich. Eigentlich stehen unter anderem die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten an und die Auftragseingänge im August. 

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

US-Daten: ADP-Jobrückgang und ISM-PMI schwach

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US-Daten zeigen Belastungen: Der ADP-Bericht meldet Jobverluste, der ISM-PMI bleibt im Minus. Goldpreis gibt Tagesgewinne ab.

US-Konjunkturdaten am Mittwoch schwach: Laut ADP verlor der US-Privatsektor im September 32.000 Stellen – der stärkste Rückgang seit März 2023. Damit wurden erstmals seit 2020 zwei Monate in Folge Jobs abgebaut. Besonders schwach waren Freizeit/Hospitality sowie Dienstleistungen. Parallel stieg der ISM Manufacturing PMI leicht auf 49,1, blieb aber den siebten Monat in Folge im Kontraktionsbereich. Tarife, hohe Kosten und schwache Nachfrage belasten die Industrie. Der für Freitag anstehende US-Arbeitsmarkt-Bericht für September könnte aufgrund des US-Shutdowns zunächst ausfallen.

Goldreporter-Kommentar: Die schwachen US-Daten könnten die Zinssenkungserwartungen erneut anheizen. Für den Goldpreis dürfte das anhaltenden Rückenwind bedeuten, auch wenn das Edelmetall technisch immer stärker heißläuft. Am Abend gab Gold einen Großteil seiner Tagesgewinne ab mit 3.861 USD / 3.293 EUR um 20 Uhr.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis-Rally ist stark – Charttechnik zeigt Korrektur-Risiko

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Der Goldpreis setzt seine Rekord-Rally fort. Unsere Charttechnik-Analyse zeigt, wie hoch das aktuelle Korrektur-Risiko ist.

Goldpreis-Rally stark

Der Goldpreis erreichte an den vergangenen Handelstagen erneut neue Bestmarken. Am Dienstag schloss Gold im US-Futures-Handel (Oktober-Kontrakt) mit 3.859 US-Dollar pro Unze. Das entsprach einem Wert von 3.288 Euro.

Damit stieg der Goldpreis innerhalb einer Woche um weitere 2,5 Prozent (in USD) bzw. 3,2 Prozent (in EUR). Seit Jahresbeginn hat sich Gold in US-Futures-Handel um 46 Prozent (in USD) bzw. 30 Prozent verteuert. Wir analysieren die aktuelle charttechnische Lage per 30. September 2025.

Charttechnik Gold

Nach einem kurzen Rücksetzer bis auf 3.735 US-Dollar und einem Test des steilen, sechswöchigen Aufwärtstrend vollzog der Goldpreis den nächsten Anstieg. Damit liegen die wichtigsten kurzfristigen Unterstützungen bei der genannten Kursmarke sowie auf der Schwelle von 3.700 US-Dollar.

Der RSI (Relative-Stärke-Index) zeigt mit einem Wert von 80 (Wochwoche: 78) ein überkauftes Sentiment. Dies ist definitionsgemäß ab Werten von 70 der Fall. In solch ausgeprägten Bullenmärkten, können Werte in diesem Bereich auch längere Zeit bestehen. Doch spätestens bei Werten von 90 folgte in der Vergangenheit regelmäßig eine Kurskonsolidierung. 

Goldpreis-Charttechnik, Analyse 01.10.2025
Goldpreis in US-Dollar, 6 Monate, Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse (Continuous Contract*) per 30. September 2025.

Der Abstand zur 200-Tage-Linie ist auf hohe 22 Prozent angestiegen. Zudem liegt der Goldpreis 10 Prozent über dem 50-Tage-Schnitt, was das ausgeprägte bullische Momentum unterstreicht. 




Charttechnik Euro-Goldpreis

Auf Euro-Basis verzeichnete der Goldpreis einen noch stärkeren Anstieg. Das führte zu einer noch stärkeren, kurzfristigen Kursüberhitzung. Denn der RSI hat mittlerweile den Wert von 84 angenommen. Die wichtigsten (nur mäßig starken) Unterstützungen liegen bei 3.215 Euro und 3.180 Euro. Sollte eine Konsolidierung einsetzen, dann könnte Gold schnell auf das Ausbruchsniveau von Mitte September in den Bereich von 3.100 Euro zurückkommen. Bei Tagesschlusskursen unter 3.225 Euro steigt diese Wahrscheinlichkeit.

Euro-Goldpreis, Charttechnik-Analyse 01.10.25
Goldpreis in Euro, 6 Monate, Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse (Continuous Contract*) per 30. September 2025.

Ausblick – Korrektur-Szenario

Schon in der vergangenen Woche wiesen wir auf steigende Risiken einer kurzfristigen Konsolidierung hin. Mit kleinen Rücksetzern wurde die starke Überhitzung kurzfristig immer wieder abgemildert. Die große Gefahr besteht in einem Überschießen und einem folgenden Abverkauf. Das heißt, wenn ein dramatischer Kursanstieg zur Bildung einer Fahnenstange führt und dabei RSI-Werte über 90 ereicht werden.

Aber bleibt es bei kleinen Korrekturen, so kann sich die Rekord-Rally noch eine ganze Weile fortsetzen. Eine ähnliche Dynamik haben wir bereits 2024 und Anfang 2025 erlebt. 

Hinweis Chartanalyse

Die obige Darstellung stellt eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold dar. Dabei gilt wie immer der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen weder eine Anlageberatung noch eine Anlagevermittlung dar.

*kontinuierliche Kursreihe: Die Kursdarstellung auf Basis von „Continuous Contract“ ist ein synthetisch zusammengesetzter Chart, der laufend aus den aufeinanderfolgenden Futures-Kontrakten erstellt wird – typischerweise durch Aneinanderreihung der Frontmonate (nächstfällige Kontrakte). Er stellt also eine kontinuierliche Kursreihe dar, obwohl echte Futures-Kontrakte jeweils ein Verfallsdatum haben. Dabei können frühere Kurse rückwirkend angepasst werden, um Preislücken beim „Roll-over“ zu vermeiden.

Mehr dazu: Übersicht der aktuellen Goldkurse und Live-Daten

Charttechnik Gold: Aktuelle Analysen, Hintergrund und Wissen 

Goldpreis im US-Shutdown: Historischer Vergleich 1995 bis 2025

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Der Goldpreis zeigt im US-Shutdown oft besondere Bewegungen. Ein historischer Vergleich 1995 bis 2025 offenbart ein Kursmuster.

US-Shutdown – Wiederkehrendes Krisenszenario

Zum 1. Oktober 2025 hat die US-Regierung erneut ihren Betrieb teilweise eingestellt. Rund 750.000 Staatsbedienstete sind beurlaubt, wichtige Behörden können ihre Arbeit nicht mehr vollumfänglich ausführen. Datenveröffentlichungen wie die US-Arbeitsmarktzahlen verzögern sich. Zwar bleibt die Grundversorgung erhalten, doch der politische Stillstand verunsichert Märkte und Öffentlichkeit.

Goldbarren vor dem US-Kapitol als Symbol für den Goldpreis im Shutdown
Mehrfach in den vergangenen Jahrzehnten stand der Regierungsapparat in den USA aufgrund eines Shutdowns still. Der Goldpreis konnte stets profitieren, mit einem Anstieg von bis zu 9 Prozent im Jahr 2025.

Solche Situationen sind in den USA nicht neu. Seit den 1980er-Jahren kam es mehr als 20 Mal zu vorübergehenden Schließungen. In den meisten Fällen dauerte die Blockade nur wenige Tage, doch einige Episoden zogen sich über Wochen – mit spürbaren Folgen für Wirtschaft und Finanzmärkte.

Historische Beispiele – Goldpreis-Effekt

  • 1995/1996 unter Bill Clinton: Damals dauerte der längste Shutdown bis dahin 21 Tage. Die Auseinandersetzung mit den Republikanern im Kongress belastete die Börsen kaum nachhaltig. Der S&P 500 legte im Folgejahr sogar deutlich zu. Der Goldpreis zeigte sich fest und notierte im Korridor um 390 US-Dollar je Unze.
  • Oktober 2013 unter Barack Obama: Der Streit um die Finanzierung von „Obamacare“ führte zu einem 16-tägigen Shutdown. Der S&P 500 gab zunächst rund 4 Prozent nach, erholte sich aber rasch. Gold stieg von 1.290 auf knapp 1.320 US-Dollar, bevor die Bewegung wieder abebbte.
  • Dezember 2018 bis Januar 2019 unter Donald Trump: Mit 35 Tagen war dies der bis dahin längste Shutdown der US-Geschichte. Während der Phase verlor der S&P 500 in der Spitze über 10 Prozent, getrieben auch durch Sorgen um die Geldpolitik der Fed. Der Goldpreis kletterte in dieser Zeit von 1.258 auf fast 1.300 US-Dollar und diente als sicherer Hafen.
  • Oktober bis November 2025 unter Donald Trump: Der US-Shutdown 2025 startete am 1. Oktober und endete am 13. November 2025 nach 43 Tagen Regierungsstillstand – neuer Rekord. Der Goldpreis notierte mit 4.215 US-Dollar. Im Verlauf des Shutdowns legte der Goldpreis um 9 Prozent zu. Am 20. Oktober hatte Gold ein Rekordhoch erzielt bei 4.355 US-Dollar.




Goldpreis im US-Shutdown – Übersicht

ZeitraumDauer Goldpreis bei StartGoldpreis bei EndeVeränd.
16.12.1995-06.01.199621 Tage386 USD
396 USD+2,6 %
01.10.2013–17.10.201316 Tage1.290 USD1.319 USD+2,3 %
22.12.2018–25.01.201935 Tage1.258 USD1.294 USD+2,8 %
01.10.2025–13.11.202543 Tage3.825 USD4.215 USD+9,2 %

Lehren für die Gegenwart

Diese Beispiele zeigen: Kurzfristig können Shutdowns zu Verwerfungen an den Aktienmärkten führen, doch längerfristig waren die Rückschläge meist begrenzt. Entscheidend ist die Dauer des Stillstands und die politische Eskalation. Besonders problematisch ist die Verzögerung von Konjunkturdaten, da die Fed in einem Umfeld ohne verlässliche Zahlen über Zinsschritte entscheiden muss.

Für den Goldmarkt haben Shutdowns dagegen häufig eine stützende Wirkung. Investoren suchen in Phasen politischer Unsicherheit den Schutz harter Vermögenswerte. Während sich Aktien teils rasch erholen, wirkt die Nachfrage nach Gold oft nachhaltiger. Das Beispiel 2018/19 illustriert diesen Effekt besonders deutlich: Parallel zu Kursverlusten an der Wall Street stieg Gold in kurzer Zeit um rund 6 Prozent. Allerdings bleiben die CFTC-Aufsichtsdaten (CoT-Daten) für einige Zeit im Dunkeln.

Situation 2025

Der 2025 eingetretene Shutdown fiel in eine Phase, in der die US-Wirtschaft bereits an Dynamik verlor. Prognosen gingen davon aus, dass ein Stillstand von drei Wochen die Arbeitslosenquote auf 4,6 bis 4,7 Prozent treiben könnte. Zusätzlich drohten Massenentlassungen im Bundesdienst, die über die befristeten Beurlaubungen hinausreichen würden.

An den Märkten zeigte sich bereits eine erste Reaktion: US-Futures gaben nach, asiatische Börsen starteten schwächer, der Dollar verlor leicht. Der Goldpreis hingegen markierte zu Beginn des Oktobers 2025 neue Rekordstände von knapp 3.900 US-Dollar und erreichte am 20. Oktober ein Rekordhoch mit 4.355 US-Dollar.

Fazit – US-Shutdown und Goldpreis

Shutdowns sind kein neues Phänomen, doch die Folgen variieren je nach Dauer und politischem Umfeld. Während Aktienmärkte in der Regel nur temporär unter Druck geraten, erweist sich Gold immer wieder als stabilisierender Faktor. Anleger sollten daher die historische Erfahrung im Blick behalten: Politische Blockaden mögen vorübergehen, doch sie hinterlassen Spuren – und sie erhöhen die Nachfrage nach dem „sicheren Hafen“ Gold.

Mehr dazu: Shutdown-Gefahr in den USA: Folgen für Märkte und Goldpreis

Goldpreis stabil bei 3.860 USD – Märkte blicken auf US-Shutdown (Mittwoch)

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Goldpreis aktuell: Am Mittwoch startet Gold fest bei 3.860 USD, nach einem volatilen Vortag. US-Shutdown in den USA.

Der Goldpreis startet am Mittwoch auf Vortagesniveau in den Handel. Um 8:15 Uhr notierte der Spotpreis bei 3.860 US-Dollar pro Unze (unverändert), was 3.282 Euro (-0,2 %) entsprach. Seit Jahresbeginn ergibt sich ein Plus von 47 % in US-Dollar und 31 % in Euro.

Der US-Government Shutdown ist nun eingetreten, der viele Behörden lahmlegt und wichtige Konjunkturdaten verzögert.

Am Dienstag zeigte der Goldpreis einen stark volatilen Tagesverlauf. Nach positivem Start und einem deutlichen Rutsch ins Minus, schloss der Kurs am Ende mit positiven Vorzeichen. Mit 3.858 US-Dollar (+0,7 %) bzw. 3.288 Euro (+0,6 %) sprang in beiden Fällen sogar ein neues Rekordhoch heraus. Die Diskussionen um den drohenden US-Shutdown und schwache US-Wirtschaftsdaten dominierten die Marktstimmung. Während Bostons Fed-Präsidentin Collins weitere Zinssenkungen für möglich hielt, mahnte Lorie Logan (Dallas Fed) zur Vorsicht.

Goldpreis im Tagesverlauf am 30. September 2025.
Turbulenter Handel: Goldpreis im Tagesverlauf am 30. September 2025.

Gold beendete den September mit einem Kursgewinn von 12 % (in USD) bzw. 11,5 % (in EUR).

Heute erscheint die aktuelle Inflationsrate für den Euroraum, nach heißerer deutscher Inflation. Aus den USA kommen Zahlen des ISM-Einkaufsmanager-Index. Und mit einiger Spannung warten Anleger nun auf die Auswirkungen des Government Shutdowns.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Mehr zum Shutdown: Goldpreis im US-Shutdown: Historischer Vergleich 1995 bis 2025

US-Daten schwach – Goldpreis dreht ins Plus

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US-Daten zeigen Schwäche: Chicago Barometer fällt, Vertrauen sinkt. Goldpreis dreht nach volatilem Verlauf ins Plus.

US-Wirtschaftsdaten am Dienstag schwach: Das Chicago Business Barometer fiel im September auf 40,6 Punkte und blieb damit klar unter den Erwartungen (43). Es war der 22. Wert in Folge unter 50, was eine anhaltende Kontraktion signalisiert. Besonders schwach entwickelten sich neue Aufträge und Beschäftigung, Letztere fiel auf den niedrigsten Stand seit 2009. Leichte Entspannung zeigte die Produktion. Das US-Verbrauchervertrauen sank auf 94,2 Punkte (Vormonat: 97,8), Prognose: 96. Die Job Openings legten im August um 19.000 auf 7,23 Mio. zu und entsprachen damit den Erwartungen.

Goldreporter-Kommentar: Die verhaltenen US-Daten stärkten am Nachmittag die Zinssenkungserwartungen in den USA. Nach volatilem Verlauf drehte der Goldpreis wieder ins Plus. Am Abend notierte der Spotkurs bei 3.846 USD (+0,4 %) bzw. 3.272 EUR (+0,1 %).

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Inflation in Deutschland steigt im September auf 2,4 Prozent

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Deutschlands Inflation stieg im September auf 2,4 Prozent. Besonders Dienstleistungen verteuerten sich, Energiepreise fielen nur noch leicht.

Die jährliche Inflation in Deutschland zog im September 2025 auf 2,4 Prozent an, nach 2,2 Prozent im August. Das war der höchste Wert des Jahres und leicht über den Prognosen. Laut Destatis verteuerten sich vor allem Dienstleistungen mit 3,4 Prozent. Waren legten um 1,4 Prozent zu. Energiepreise fielen nur noch um 0,7 Prozent, während Lebensmittel mit 2,1 Prozent langsamer stiegen. Die Kerninflation erhöhte sich leicht auf 2,8 Prozent. Ökonomen rechnen damit, dass die Teuerung im Herbst hoch bleiben könnte und den EZB-Kurs beeinflusst.

Goldreporter-Kommentar: Die EZB steckt weiter in der Zwickmühle. In diesem Jahr steht ohnehin keine Zinssenkung mehr auf dem Programm. Mögliche Zinssenkungspläne könnten sich mit steigender Inflation weiter verzögern. Da die Fed die Zinsen weiter senken wird, bleibt der Euro im Aufwertungsdruck. Das hemmt die Goldpreis-Entwicklung auf Euro-Basis.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis nach Rekordrally volatil – Marktzinsen uneinheitlich

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Goldpreis nach Rekordrally unter Druck. Uneinheitliche Marktzinsen und der drohende US-Shutdown belasten die Märkte.

Goldpreis mit neuem Rekord

Der Goldpreis setzte am Montag ein weiteres Rekordhoch. Am europäischen Spotmarkt sind nun die Marken von 3.832 US-Dollar bzw. 3.268 Euro pro Unze die neuen Bestwerte. Am Dienstagmorgen stieg Gold zunächst weiter an. Die Kurse kamen dann aber bis zum Nachmittag deutlicher unter Druck.

Um 13:30 Uhr kostete die Feinunze zur sofortigen Lieferung 3.809 US-Dollar bzw. 3.245 Euro. Damit stand der Kurs in beiden Währungen rund 0,7 Prozent unter Vortag.  Dagegen legte der Goldpreis gegenüber der Vorwoche um 0,9 Prozent (in USD) bzw. 1,7 Prozent (in EUR).

Goldpreis erreicht Rekord über 3.800 USD, Märkte unter Druck durch US-Shutdown
Der Goldpreis ist auf über 3.800 US-Dollar angestiegen. Die steile Rally muss auch technisch verarbeitet werden. Der bevorstehende US-Shutdown sorgt für Unruhe an den Märkten – auch wenn es bislang keine großen Zinsausschläge gab.

Government Shutdown droht

Die jüngste Kursentwicklung war begleitet vom politischen Zwist in den Vereinigten Staaten. Die USA stehen kurz vor einem Government Shutdown. Demokraten und Republikaner konnten sich bis zur Mitternachtsfrist nicht auf ein Budget einigen. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig.

Ein Shutdown würde zahlreiche Regierungsdienste lahmlegen und Gehälter von Beamten stoppen. Trump droht mit Entlassungen, während Demokraten auf Gesundheitsleistungen pochen. Ein Kompromiss ist nicht in Sicht, die politische Lage bleibt angespannt (Mehr dazu: Shutdown-Gefahr in den USA: Folgen für Märkte und Goldpreis).

Marktzinsen

Der US-Dollar zeigt gegenüber dem Euro anhaltende Schwäche (EUR/USD: 1,174 USD) . Die Shutdown-Aussichten erhöhten den Druck auf den Greenback. Dagegen bewegten sich Anleiherenditen kaum. So rentierten 10-jährige US-Staatsanleihen am Dienstag mit 4,14 Prozent – also auf dem Niveau der Vorwoche. 

Anleiherenditen in den USA und Europa in der Übersicht per 30. September 2025

Währenddessen sanken Marktzinsen in der Eurozone, was auf eine stärkere Nachfrage schließen lässt. Die Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen sank im Vorwochenvergleich auf 2,70 Prozent, jene Frankreichs auf 3,53 Prozent. 

Eine weitere US-Zinssenkung Ende Oktober wird laut FedWatch-Tool derzeit mit 90 Prozent gehandelt.

Zusammenhang Gold und Zinsen

Welchen Einfluss haben Marktzinsen auf Gold? Steigende Anleiherenditen wirken oft negativ auf den Goldpreis. Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann gelten sie bei defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren als attraktiver. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme.

Aber in Krisenzeiten ist diese Systematik oft ausgesetzt. Dann nämlich, wenn Staaten den Investoren Risikoaufschläge für die Schuldenaufnahme zahlen müssen.

Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gefragt sind, steigen die Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken – also die Anleihekurse steigen.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Shutdown-Gefahr in den USA: Folgen für Märkte und Goldpreis

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Ein US-Government Shutdown verzögert wichtige Daten und sorgt für Unsicherheit. Der Goldpreis steigt, aber die Markttransparenz ist gefährdet.

Government Shutdown: Politisches Patt als Dauerproblem

Immer wieder stehen die USA vor einem Government Shutdown. Sollten sich die politischen Parteien nicht bis heute Abend einigen, dann ist es wieder soweit.

Grund ist, dass Kongress und Präsident den Haushalt nicht rechtzeitig verabschieden. Zum Beginn des Fiskaljahres am 1. Oktober fehlen dann die nötigen Mittel, viele Behörden müssen schließen. Seit 1981 kam es bereits zu 14 solcher Stillstände – vom eintägigen Shutdown bis zum Rekord von 35 Tagen 2018/2019. Das Muster wiederholt sich: Parteien blockieren sich, Kompromisse scheitern.

Goldpreis steigt in der Government Shutdown-Krise der USA
Der mögliche US-Government Shutdown verunsichert die Märkte und treibt im Zweifel den Goldpreis.

Folgen für Märkte: Shutdown lähmt Staatsfunktionen

Ein Government Shutdown bedeutet, dass Millionen Beschäftigte in den Zwangsurlaub geschickt oder unbezahlt weiterarbeiten. Besonders sichtbar sind geschlossene Nationalparks oder Verzögerungen bei Pass- und Visaverfahren. Auch Steuererstattungen und Serviceleistungen werden gestoppt. Schwerer wiegt für Investoren, dass wichtige Wirtschaftsberichte – etwa zu Jobs, Inflation oder Konsum – nicht erscheinen. Märkten fehlt so die Orientierung.



Goldpreis im Fokus: Datenstopp am US-Terminmarkt

Besonders heikel für den Edelmetallhandel: Auch die Aufsichtsbehörde CFTC stellt ihre Veröffentlichungen ein. Damit entfallen wöchentliche CoT-Daten (Commitments of Traders) sowie der Bank Participation Report (am Monatsanfang). Beide Berichte geben Aufschluss über die Positionierungen großer Marktteilnehmer am US-Terminmarkt. Sie gelten als zentrale Grundlage für Analysen – auch bei Goldreporter. Fallen diese Daten aus, handeln Investoren im Dunkeln. Das kann Unsicherheit und Preisschwankungen am Goldmarkt verstärken und den Goldpreis bewegen.

Government Shutdown – Die Marktrisiken

Ein Government Shutdown kann zu  Unsicherheit an den Märkten und zum Vertrauensverlust gegenüber dem Staat führen:

  • Staatsfunktionen lahmgelegt: Behörden stellen Arbeit ein, Datenveröffentlichungen (z. B. Jobs, Inflation, Börsenaufsichtsdaten) verzögern sich – Investoren fehlt Orientierung.
  • Wachstumsrisiko: Ein längerer Shutdown schwächt Konsum und Investitionen, weil Millionen Beschäftigte unbezahlt bleiben.
  • Politisches Signal: Er zeigt, dass sich Kongress und Regierung nicht einigen können – ein Risiko für künftige Haushalts- und Schuldendebatten.
  • Kombinationsgefahr: Fällt er mit einer Debatte über die Schuldenobergrenze zusammen, wächst die Angst vor einem Zahlungsausfall der USA.

Shutdown und Konjunktur: Risiken für Wachstum und Schuldenpolitik

Ein längerer Shutdown schwächt die Wirtschaft. Millionen Bundesangestellte bleiben ohne Gehalt, der Konsum leidet, Firmen mit Regierungsaufträgen verlieren Einnahmen. Politisch sendet der Stillstand ein schlechtes Signal: Er zeigt die Unfähigkeit zum Kompromiss. Besonders kritisch wird es, wenn ein Government Shutdown mit einer Debatte über die Schuldenobergrenze zusammenfällt. Dann wächst die Angst vor einem möglichen Zahlungsausfall der USA.

Goldpreis als sicherer Hafen in der Shutdown-Krise?

Die Börsen reagieren in der Regel mit Kursverlusten, während Anleger sichere Häfen suchen. Neben US-Staatsanleihen rückt vor allem Gold in den Mittelpunkt. Schon in früheren Shutdown-Phasen verzeichnete der Goldpreis Zuflüsse. Anleger sehen darin einen stabilen Wertspeicher, der nicht von kurzfristigen politischen Blockaden abhängt.

Fazit: Government Shutdown und Gold

Ein Government Shutdown ist in den USA kein Ausnahmeereignis, sondern ein wiederkehrendes Risiko. Für Investoren bedeutet er: weniger Daten, weniger Transparenz und mehr Unsicherheit. Doch gerade in solchen Phasen kann der Goldpreis profitieren. Denn je größer der Vertrauensverlust in die Handlungsfähigkeit des Staates, desto stärker suchen Anleger Sicherheit im Edelmetall. Dennoch kann die Volatilität steigen.

Am Montag erreichte der Goldpreis neue Rekordstände. Am frühen Dienstavormittag kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 2.866 US-Dollar bzw. 3.294 Euro. Um 10:30 Uhr kam der Goldpreis dann aber zurück und rutschte bei 3.829 US-Dollar bzw. 3.259 Euro in Minus.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten