Dienstag,20.Januar 2026
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Gold ein großes Missverständnis? Rekordpreise, aber kaum Anleger investiert

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Der Goldpreis erreicht neue Höchststände. Doch viele Anleger bleiben außen vor. Warum Gold unterschätzt wird – und warum der Markt noch erhebliches Potenzial hat.

Gestapelte Goldbarren als Symbol für physisches Gold und Vermögensschutz
Physisches Gold gewinnt als strategische Reserve und Vermögensschutz an Bedeutung.

Goldrally ohne breite Beteiligung

Der Goldpreis hat in den vergangenen Jahren mehrfach neue Rekordmarken erreicht. Dennoch zeigt sich ein bemerkenswerter Widerspruch: Private wie institutionelle Anleger sind weiterhin nur in begrenztem Umfang engagiert. Besonders deutlich wird dies in den USA, dem weltweit größten Kapitalmarkt.

Darauf weist auch eine aktuelle Analyse von Goldman Sachs hin. Demnach machen Gold-ETFs lediglich rund 0,17 Prozent der privaten Finanzportfolios in den USA aus. Auch der physische Goldbesitz spiele – gemessen am Gesamtvermögen – nur eine sehr untergeordnete Rolle. Trotz der starken Kursentwicklung habe Gold damit bislang keinen festen Platz in der Vermögensstruktur vieler Anleger gefunden.

Gold steigt, doch viele Anleger bleiben außen vor. In einem kleinen und schwer erfassbaren Markt könnten schon geringe Zuflüsse große Wirkung entfalten.

Die jüngste Goldrally sei daher nicht das Ergebnis einer breiten Anlegerbewegung, sondern vor allem von einzelnen Nachfragequellen getragen worden. Genau dieser Umstand gilt laut der Analyse als ein zentraler Grund dafür, warum der Goldmarkt weiterhin als vergleichsweise eng gilt – und zusätzliche Nachfrage besonders starke Preiswirkungen entfalten könnte.

Mehr dazu: Goldman Sachs: Goldrally bislang vor allem von Zentralbanken getragen

Warum Gold trotz guter Wertentwicklung oft unterschätzt wird

In der klassischen Finanzanalyse gilt Gold bis heute als problematisch. Es zahle keine Zinsen, keine Dividenden und liefer keinen laufenden Ertrag. Genau dieser Punkt führt dazu, dass das Edelmetall in vielen Modellen und Portfoliobetrachtungen nur eine Nebenrolle spielt.

Dieser Vergleich greift jedoch zu kurz. Gold erfüllt eine andere Funktion als Aktien oder Anleihen. Es ist kein Produktivkapital, sondern ein Vermögenswert, der außerhalb des Kredit- und Schuldensystems steht. Gerade diese Eigenständigkeit macht Gold für viele Anleger schwer einzuordnen – und erklärt, warum es häufig unterschätzt wird.

Vermögensaufbau mit Gold

Hinzu kommt ein Aspekt, der in der Debatte oft ausgeblendet wird: Gold ist keineswegs renditelos. Seit dem Ende des Goldstandards Anfang der 1970er-Jahre hat der Goldpreis im Durchschnitt rund neun Prozent pro Jahr zugelegt. Diese langfristige Wertentwicklung widerspricht der verbreiteten Annahme, Gold sei allein wegen fehlender Zinsen unattraktiv.

Auch steuerlich nimmt Gold eine Sonderstellung ein. Auf physisches Gold fällt hierzulande keine Abgeltungssteuer an. Dennoch spielen solche Faktoren in vielen Anlagekonzepten kaum eine Rolle. Der Fokus liegt meist auf laufenden Erträgen und klar messbaren Cashflows, während Vermögenswerte ohne Zins- oder Dividendenzahlungen strukturell weniger Beachtung finden.

Warum Gold in vielen Analysen kaum greifbar ist

Ein weiterer Grund für die anhaltende Unterschätzung von Gold liegt in seiner besonderen Stellung außerhalb des Finanzsystems. Physisches Gold lässt sich deutlich schwerer erfassen als klassische Finanzanlagen. Während Aktien, Anleihen oder Fondsbestände zentral erfasst und regelmäßig ausgewiesen werden, existiert für Gold in Privatbesitz keine vergleichbare Statistik.

Goldbarren, Münzen oder auch Schmuck werden als physische Vermögenswerte behandelt, die sich der laufenden Erfassung entziehen. Entsprechend gibt es nur Schätzungen darüber, wie viel Gold sich tatsächlich in privater Hand befindet. Diese Unsicherheit erschwert den Vergleich mit anderen Anlageklassen erheblich.

Im Gegensatz dazu veröffentlichen Zentralbanken präzise und regelmäßig aktualisierte Angaben zu ihren Goldreserven. Ihre Bestände gelten als offiziell, transparent und nachvollziehbar. Doch auch hier lohnt ein genauerer Blick.

Warum selbst Zentralbank-Gold nicht immer eindeutig ist

Die besondere Stellung von Gold zeigt sich auch in den Zentralbankbilanzen selbst. Zwar melden Notenbanken ihre Goldbestände regelmäßig, doch die genaue Zusammensetzung dieser Positionen ist oft weniger transparent, als es die reinen Zahlen vermuten lassen.

In vielen Fällen wird bilanziell nicht eindeutig zwischen tatsächlich physisch vorhandenem Gold und Ansprüchen auf Gold unterschieden, etwa über Leihgeschäfte, Swaps oder andere derivative Konstruktionen. Diese Formen des sogenannten Papiergoldes werden häufig gemeinsam mit physischem Gold ausgewiesen, obwohl sich ihr Charakter und ihr Risikoprofil deutlich unterscheiden.

Hinzu kommt, dass Zentralbank-Goldbestände in vielen Ländern über Jahrzehnte hinweg nicht unabhängig geprüft wurden. Während bei Wertpapieren die physische Existenz keine Rolle mehr spielt – Aktien existieren heute ausschließlich als Buchpositionen – bleibt Gold ein Sonderfall. Sein Wert erschließt sich letztlich nur durch das tatsächliche physische Vorhandensein des Metalls.

Mehr dazu: Goldreserven weltweit: Aktuelle Zahlen, Länder-Raking und Entwicklungen

Körperlicher Vermögenswert

Gold ist damit einer der wenigen Vermögenswerte, bei dem die Frage nach dem realen Bestand eine zentrale Rolle spielt. Barren müssen gelagert, gesichert und im Zweifel bewegt werden. Diese physische Dimension unterscheidet Gold grundlegend von Finanzanlagen, die rein buchhalterisch existieren und beliebig übertragen werden können.

Auch das trägt dazu bei, dass Gold schwerer handhabbar, schwerer vergleichbar und in vielen Analysen weniger präzise erfasst ist als andere Anlageklassen. Gleichzeitig unterstreicht genau diese Eigenschaft den besonderen Charakter von Gold als realem, nicht beliebig reproduzierbarem Vermögenswert.

Kleiner Markt, große Wirkung

Der Goldmarkt ist im Vergleich zu anderen Anlageklassen überschaubar. Der gesamte oberirdische Goldbestand wird auf rund 29 Billionen US-Dollar geschätzt. Zum Vergleich: Der weltweite Aktienmarkt kommt auf mehr als 120 Billionen US-Dollar, der Rentenmarkt sogar auf deutlich über 140 Billionen US-Dollar.

Diese Größenverhältnisse sind entscheidend. Schon geringe Umschichtungen können beim Goldpreis spürbare Bewegungen auslösen, weil zusätzliche Nachfrage schneller auf ein begrenztes Angebot trifft als in größeren Märkten.

Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

Warum die Zurückhaltung der Anleger entscheidend ist

Gerade weil viele Anleger bislang kaum engagiert sind, sehen Marktbeobachter weiteres Potenzial. Die bisherige Goldrally wurde vor allem von Zentralbanken getragen. Sollte sich die Nachfrage privater oder institutioneller Investoren ausweiten, könnte sich die Marktdynamik deutlich verändern.

Die geringe Sichtbarkeit von Gold in klassischen Statistiken, Portfoliomodellen und Bilanzlogiken trägt dazu bei, dass diese Entwicklung bislang nur zögerlich wahrgenommen wird.

Erkenntnis für Anleger

Das Edelmetall wird häufig nicht gemieden, weil es schlecht läuft, sondern weil es schwer vergleichbar ist. Es passt nicht in klassische Ertragslogiken, entzieht sich der statistischen Erfassung und bleibt selbst in offiziellen Bilanzen ein Sonderfall.

Genau darin liegt jedoch auch seine Stärke: Gold ist ein realer Vermögenswert außerhalb des Finanzsystems. Seine physische Existenz macht es unabhängiger von geldpolitischen Eingriffen, Bilanzlogiken und Vertrauensfragen.

Fazit

Trotz Rekordpreisen bleibt Gold für viele Anleger eine Randerscheinung. Die Kombination aus geringer Marktgröße, schwieriger Erfassbarkeit, einer oft verkürzten Renditebetrachtung und der besonderen physischen Natur des Metalls erklärt, warum Gold bis heute unterschätzt wird.

Je stärker sich Anleger wieder mit diesen strukturellen Eigenschaften auseinandersetzen, desto deutlicher dürfte werden: Die Neubewertung von Gold ist noch nicht abgeschlossen.

Mehr dazu: Goldpreis und Inflation: Wie Gold seit Jahrzehnten Kaufkraft erhält

Goldpreis in China unter Europa-Kurs – SGE-Spread dreht deutlich ins Minus

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Der Goldpreis in China liegt deutlich unter dem Europa-Spot. Der negative SGE-Spread signalisiert nachlassende Nachfrage und weniger Preisdruck.

Goldpreis in China unter Europa-Spot – negativer SGE-Spread signalisiert schwächere Nachfrage
Der Goldpreis an der Shanghai Gold Exchange liegt aktuell deutlich unter dem europäischen Spotkurs.

Goldpreis in China deutlich unter Europa-Kurs – SGE-Signal dreht

Der Goldpreis in China liegt aktuell spürbar unter dem europäischen Spotkurs. An der Shanghai Gold Exchange (SGE) wurde die Feinunze am vergangenen Freitag rund 41 US-Dollar günstiger gehandelt als in Europa. Noch vor zwei Wochen hatte China einen Aufschlag von 13 US-Dollar gezahlt. Damit hat sich ein zuvor stabiler Trend abrupt umgekehrt.

Der negative SGE-Spread zeigt: China liefert aktuell keinen zusätzlichen Preisdruck für den Goldpreis.

Aktueller Spotkurs in Europa: Goldpreis aktuell: – Übersicht und Live-Daten

Messzeit: [Fr. 12.12.25, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]

Aufschlag China → Europa Spot: -41 USD/oz (05.12.25: -13 USD); Δ: -28 USD

Nachfrageimpuls ebbt ab

Mit dem jüngsten Abschlag endet eine Phase, in der der Goldpreis an der SGE sieben Wochen in Folge über dem europäischen Spotniveau lag. In der Spitze betrug der Aufpreis dabei bis zu 31 US-Dollar je Unze. Der nun negative Spread deutet auf eine kurzfristig nachlassende physische Nachfrage im chinesischen Binnenmarkt hin.

Zwar stiegen die Goldpreise in China auch in der vergangenen Woche weiter an. Der internationale Markt legte jedoch stärker zu – und entzog dem chinesischen Markt damit vorerst seine preisliche Führungsrolle.

Markt / Kennzahl 12.12.25 05.12.25 Δ 
Gold China SGE Fix (CNY/Gramm) 965,28 955,89 +1 %
Gold China SGE (USD/Gramm) 136,84 135,32 +1,52
Goldpreis China SGE
(USD/oz)
4.256 4.2093 +47
Goldpreis Europa
(USD/oz)
4.297 4.222 +1,8 %
Aufschlag/Abschlag China
→ Europa (USD/oz)
-41 -13 -28

Damit hat sich das Preisfenster zwischen China und Europa vollständig gedreht.

Warum der China-Spread global relevant ist

Die Preisdifferenz zwischen SGE und internationalem Spotmarkt gilt als wichtiger Indikator für physische Warenströme. Ein deutlicher Aufschlag in China verstärkt üblicherweise Importe und kann globale Preisbewegungen beschleunigen.

Grafik zeigt China-Aufschlag zum Goldpreis 2025: Spread SGE minus Spot schwankt und fällt am 12. Dezember tiefer ins Negative.
Der Preisabstand zwischen SGE und europäischem Spotmarkt drehte Anfang Dezember klar ins Negative.

Der aktuelle Abschlag signalisiert dagegen: Der chinesische Goldmarkt liefert derzeit keinen zusätzlichen Nachfrageimpuls für den Weltmarkt.

Methodik: SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 12.12.25; Umrechnung über 7,054 CNY/USD (Vorwoche: 7,064 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spot-Goldpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.

Mehr dazu: Goldreserven weltweit: Aktuelle Zahlen, Länder-Ranking und Entwicklungen

Italien entschärft Goldstreit mit der EZB – Rom rückt von heiklem Passus ab

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Italien hat den Konflikt mit der EZB über die Goldreserven beigelegt. Rom sicherte zu, das Notenbankgold nicht anzutasten.

Italien hat den Streit mit der Europäischen Zentralbank über eine geplante Haushaltsänderung zu den Goldreserven der Bank von Italien beigelegt. Finanzminister Giancarlo Giorgetti versicherte EZB-Präsidentin Christine Lagarde laut Reuters, dass Rom keine Absicht habe, das Gold aus der Bilanz der Notenbank herauszulösen. Zudem will man den umstrittenen Passus neu formulieren. Ziel sei lediglich eine Klarstellung im nationalen Recht, dass Verwaltung und Kontrolle der Goldreserven weiterhin bei der unabhängigen Bank von Italien liegen.

Mehr dazu: Italiens Gold unter politischem Druck: Wem gehören Europas Reserven wirklich?

Goldpreis aktuell: fest über 4.300 USD – Silber stark, Märkte freundlich Montag

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Der Goldpreis startet fest in die neue Woche. Kurse über 4.300 USD und ein starker Silberpreis stützen die positive Marktstimmung.

Gold heute – fester Wochenauftakt

Der Goldpreis zeigte sich am Montagmorgen stabil. Um 8:00 Uhr kostete die Feinunze 4.343 USD beziehungsweise 3.700 EUR. Das entsprach einem Plus von 1 Prozent. Dabei profitierte Gold von einem insgesamt freundlichen Marktumfeld. Auch die Aktienmärkte starteten mit Rückenwind in die Woche. Eine Jahresendrally erscheine damit weiterhin realistisch.

Goldpreis klar über 4.300 USD – Silber treibt den Wochenauftakt, während freundliche Märkte die Rally stützen.

Silber setzt Akzente

Silber übertraf zum Wochenstart erneut die Entwicklung von Gold. Der Silberpreis legte um 2 Prozent zu auf 63,22 USD beziehungsweise 53,87 EUR. Damit bleib Silber ein zentraler Impulsgeber für den Edelmetallsektor. Zudem verstärkt die Dynamik bei Silber die positive Wahrnehmung des Goldpreises.

Rückblick – volatile Sitzung am Freitag

Am Freitag hatte Gold einen bewegten Handelstag erlebt. Dennoch ging der Goldpreis mit einem Wochenplus von rund 0,5 Prozent bei 4.299 USD beziehungsweise 3.662 EUR aus dem Handel. Dabei näherte sich Gold zeitweise bis auf 0,3 Prozent dem Rekordhoch an. Allerdings belasteten steigende Anleihenrenditen zwischenzeitlich die Stimmung. An der COMEX hatte sich dennoch eine ausgeprägte Marktstärke gezeigt.

Ausblick – Daten und politische Signale

Der Blick richtet sich nun auf neue Impulse. In den USA stehen der New York Empire State Index sowie Wortmeldungen der Fed-Mitglieder Miran und Williams an. Für die Eurozone wird die Industrieproduktion veröffentlicht. Außerdem sorgten zuletzt Signale über mögliche Annäherungen in den Friedensbemühungen im Ukrainekrieg für vorsichtigen Optimismus an den Märkten.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis scheitert knapp am Rekordhoch – starke Signale vom US-Terminmarkt

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Der Goldpreis verfehlte das Rekordhoch nur knapp. Terminmarktdaten aus den USA deuten trotz hoher Volatilität weiter auf Stärke hin.

Goldbarren vor Kursgrafik: Starke Signale aus dem US-Terminmarkt.
Goldbarren vor Kursgrafik: Steigender Open Interest trifft auf sinkende COMEX-Bestände und wachsende Lieferanträge.

Goldpreis mit neuem Schub – Terminmarkt zieht nach

Der Goldpreis hat in der vergangenen Woche deutlich an Tempo gewonnen. Rückenwind kam von mehreren Seiten. Einerseits sorgte das freundliche Marktumfeld nach der jüngsten Fed-Sitzung für Kaufbereitschaft. Andererseits verstärkten positive technische Signale sowie die anhaltende Rekordrally bei Silber den Aufwärtsdruck.

Steigender Open Interest bei hoher Volatilität signalisiert Stärke – dank Freitags-Rücksetzer unter Rekordhoch.

Am Freitag schloss der Dezember-Future bei 4.297 US-Dollar je Feinunze (3.660 Euro). Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Anstieg von 2,4 Prozent in US-Dollar und 1,6 Prozent in Euro. Silber setzte seinen Höhenflug fort und legte um 6,4 Prozent (USD) beziehungsweise 5,6 Prozent (EUR) auf 62,01 US-Dollar bzw. 52,82 Euro zu.

Dabei näherte sich Gold zum Wochenschluss bis auf 1,3 Prozent seinem Rekordhoch an. Silber notierte zuletzt 2,4 Prozent unter seiner Bestmarke vom Donnerstag.

Mehr zum Thema: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

CoT-Daten – Verzögerungen schränken Aussagekraft ein

Die US-Terminmarktaufsicht CFTC arbeitet weiterhin Rückstände aus dem behördlichen Shutdown auf. Neu verfügbar sind derzeit lediglich Daten vom 18. November 2025. Damals lag das Open Interest rund zwei Prozent höher als heute. Eine belastbare Marktanalyse auf Basis dieser veralteten Zahlen ist daher kaum möglich. Aus diesem Grund stützt sich die folgende Einschätzung auf die aktuellen Angaben der CME Group.

Netto-Positionen von Commercials und großen Spekulanten sowie Open Interest im Gold-Futures-Markt (Datenstand: 18. Oktober 2025).
Netto-Positionen von Commercials und großen Spekulanten sowie Open Interest im Gold-Futures-Markt (Datenstand: 18. Oktober 2025; Quelle: CME Group).

Open Interest – deutlicher Anstieg bestätigt Trend

Die Zahl offener Gold-Futures summiert sich aktuell auf 462.572 Kontrakte. Das entspricht einem Wochenplus von 7,5 Prozent und unterstreicht die zuletzt gewonnene Dynamik im Terminmarkt.

Auch der Optionshandel zog spürbar an. Der Open Interest stieg hier auf 828.853 Positionen (+9,5 Prozent). Die Put/Call-Ratio erhöhte sich auf 0,73. Zwar nahm die Zahl der Absicherungen stärker zu als die der Calls. Insgesamt signalisiert die Struktur des Marktes jedoch weiterhin eine überwiegend konstruktive Haltung gegenüber dem Goldpreis.

COMEX-Bestände – physische Deckung geht zurück

Die Goldbestände in den COMEX-Lagern sanken per 11. Dezember 2025 um weitere 350.000 Unzen auf 35,96 Millionen Unzen.

Durch den gleichzeitigen Anstieg des Open Interest verringerte sich die physische Deckungsquote im US-Gold-Futures-Handel auf 78 Prozent, nach 84 Prozent in der Vorwoche. Historisch betrachtet bleibt dies ein vergleichsweise hoher Wert. In den vergangenen Jahren schwankte die Spanne zwischen rund 30 Prozent und über 80 Prozent.




Physische Auslieferungen – Nachfrage bleibt erhöht

Für den laufenden Dezember liegen inzwischen 28.437 Anträge auf physische Auslieferung vor. Innerhalb einer Woche kamen damit 1.286 neue Lieferwünsche hinzu. Insgesamt entspricht dies einer angeforderten Menge von rund 88 Tonnen Gold.

Zum Vergleich: Im November wurden rund 39 Tonnen ausgeliefert. Der außergewöhnlich hohe Januar-Wert von 238 Tonnen bleibt bislang jedoch unerreicht.

Goldfutures – hohe Schwankungen im Wochenverlauf

Im meistgehandelten Februar-Kontrakt bewegte sich der Goldpreis in der vergangenen Woche innerhalb einer Spanne von rund 180 US-Dollar, was etwa vier Prozent entspricht. Am Freitag überschritt Gold mit 4.383 US-Dollar zwischenzeitlich sogar das bisherige Rekordhoch vom 20. Oktober bei 4.357 US-Dollar, bevor es zu einem Rücksetzer kam. Schon am vergangenen Freitag drehte der Goldpreis kurz vor dem Wochenende nach unten.

Goldpreis in US-Futures-Handel (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 8. bis 12. Dezember 2025
Goldpreis in US-Futures-Handel (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 8. bis 12. Dezember 2025

Goldpreis-Ausblick – Stärke vorhanden, Nervosität bleibt

Ein steigender Goldpreis bei gleichzeitig wachsendem Open Interest gilt als klassisches Signal zunehmender Marktstärke. Der jüngste Kursanstieg hat erneut Händler in den US-Futures-Markt gezogen.

Kurzfristig bildet das Oktober-Hoch jedoch eine technisch relevante Hürde. Gleichzeitig gerieten die Aktienmärkte am Freitagnachmittag unter Druck, nachdem die Marktzinsen spürbar anzogen. Die gedämpften Erwartungen an weitere US-Zinssenkungen belasten vor allem zinssensible und kapitalintensive Sektoren wie Technologie und KI.

Ob sich der Aufwärtstrend bis Weihnachten fortsetzt, dürfte daher nicht allein vom Goldmarkt abhängen. Entscheidend bleibt auch, wie stabil sich das übergeordnete Marktumfeld in den kommenden Tagen präsentiert.

Warum der Goldpreis langfristig steigt und Rekorde kein Zufall sind, erklären wir in einem Hintergrundbeitrag.

Zur Übersicht: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung

Goldpreis und Silberpreis steigen deutlich – was die Rally für Käufer bedeutet

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Goldpreis und Silberpreis legen am Freitag kräftig zu. Trotz knapper Ware bleiben die Aufgelder moderat. Keine Anzeichen für Kaufpanik.

Goldpreis und Silberpreis steigen deutlich – Käufer beobachten Aufgeld und Spreads
Steigende Gold- und Silberpreise lenken den Blick vieler Käufer auf Aufgelder, Spreads und die Lage im Edelmetallhandel.

Gold und Silber mit kräftigem Wochenschub

Der Goldpreis hat am Freitag deutlich zugelegt. Um 12:45 Uhr kostete die Feinunze am Spotmarkt 4.338 US-Dollar bzw. 3.699 Euro. Das entspricht einem Tagesplus von 2,7 Prozent in US-Dollar und 2,0 Prozent in Euro. Auch auf Wochensicht zeigt sich ein klarer Aufwärtstrend.

Silber setzte seine Rally fort und markierte neue Rekordstände. Die Feinunze stieg auf 64,40 US-Dollar bzw. 54,85 Euro. Damit verzeichnete Silber innerhalb einer Woche ebenfalls einen Zuwachs von rund zehn Prozent.

Getragen wurde die Bewegung von einer freundlichen Gesamtmarktstimmung, der anhaltenden Silberdynamik und stabilen charttechnischen Rahmenbedingungen bei Gold.

Mehr: Livecharts & Tagesaktuelle News unter Goldpreis aktuell 

Starke Kurse, aber kühler Handel: Die Edelmetall-Rally trifft auf begrenzte Verfügbarkeit – nicht auf Hektik.

Handel vor Weihnachten: Nachfrage trifft auf knappe Bestände

Im physischen Edelmetallhandel zeigt sich kurz vor Weihnachten ein bekanntes Muster. Viele gängige Gold- und Silberprodukte sind zeitweise ausverkauft oder nur mit längeren Lieferfristen verfügbar. Dennoch bleibt das Marktbild insgesamt ruhig.

Auffällig ist, dass die Aufgelder trotz der starken Preisbewegung in der Breite eher gesunken sind. Hintergrund ist der hohe absolute Goldpreis, der rechnerisch zu niedrigeren prozentualen Aufschlägen führt. Details dazu finden sich im Hintergrundartikel Gold kaufen – Was das Aufgeld ist und warum es seit Jahren sinkt.




Gold kaufen: Aufgeld sinkt, Spreads ziehen an

Die aktuelle Goldreporter-Abfrage unter fünf großen deutschen Edelmetallhändlern zeigt teils deutliche Veränderungen:

  • Krügerrand (neu): Ø 3.834 Euro (+68 Euro zur Vorwoche), Aufgeld 3,63 Prozent (Vorwoche: 3,89 Prozent). Ältere Jahrgänge bleiben bis zu 90 Euro günstiger.
  • 100-g-Goldbarren: Ø 12.141 Euro (+301 Euro), Aufgeld gesunken auf 2,06 Prozent (nach 2,17 Prozent).

Im Goldhandel haben sich die Spreads ausgeweitet. Ursache ist eine Kombination aus niedrigeren Ankaufspreisen und einem insgesamt vorsichtigeren Händlerverhalten.

Silberpreise: Rekorde, aber ruhiger Handel

Auch im Silberhandel bleiben die Veränderungen überschaubar – trotz der neuen Rekordpreise:

  • Maple Leaf (neu): Ø 73,16 Euro (+6,63 Euro), Aufgeld weiter rund 33 Prozent. Ältere Jahrgänge bis zu 4 Euro günstiger.
  • 1-kg-Silberbarren: Ø 2.262 Euro (+193 Euro), Aufgeld leicht gesunken auf 28 Prozent.
    Die Spreads bei Silber bewegen sich weitgehend auf dem Niveau der Vorwoche.
Preisdaten vom 12. Dezember 2025: Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.
Preisdaten vom 12. Dezember 2025: Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.

Einordnung: Keine Kaufpanik erkennbar

Weder die Entwicklung der Ankaufspreise noch die moderaten Aufgelder deuten derzeit auf eine Kaufpanik hin. Vielmehr zeigt sich ein geordneter Markt mit stabiler Nachfrage, begrenzter Verfügbarkeit und weiterhin vergleichsweise fairen Konditionen.

Gerade in einer dynamischen Marktphase bleibt ein präziser Preisvergleich entscheidend. Anleger weichen häufiger auf alternative Stückelungen oder Jahrgänge aus.

Warum der Goldpreis langfristig steigt und Rekorde kein Zufall sind, erklären wir in einem Hintergrundbeitrag.

Mehr zum Thema: Gold kaufen – Überblick: Das sind faire Preise für Münzen und Barren

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Goldpreis heute über 4.200 USD – technische Signale deuten auf weitere Gewinne

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Goldpreis heute klar über 4.200 USD. Freundliche Märkte, starke Charttechnik und neue Rekorde bei Silber prägen den Freitag.

Gold heute – fest über 4.200 USD

Gold startete am Freitag mit fester Tendenz. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze am Spotmarkt 4.286 USD beziehungsweise 3.651 EUR. Das entsprach einem Plus von rund 0,2 Prozent. Dabei blieb Gold klar über der Marke von 4.200 USD. Außerdem setzte Silber seine Rekordrally fort. Der Silberpreis notierte bei 63,68 USD beziehungsweise 54,25 EUR, ein Zuwachs von 0,15 Prozent. Zudem zeigte sich der Gesamtmarkt freundlich. Dabei mehrten sich die Anzeichen einer Jahresendrally an den Aktienmärkten. Die Charttechnik bei Gold spricht jetzt für weitere Gewinne.

Gold hält sich klar über 4.200 USD – auch technisch spricht vieles für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung.

Rückblick – Goldpreis profitiert von freundlichem Marktumfeld

Bereits am Donnerstag hatte Gold deutlich zugelegt. Der Goldpreis stieg im Umfeld steigender Aktienkurse um 1,2 Prozent auf 4.279 USD beziehungsweise 3.645 EUR. In Euro gerechnet ergab sich ein Plus von 0,8 Prozent. Dabei markierten wichtige US-Aktienindizes neue Rekordhochs, darunter Dow Jones und S&P 500. Außerdem sprang Silber auf ein neues Allzeithoch. Die Feinunze verteuerte sich auf 63,57 USD, was einem Tagesgewinn von 2,9 Prozent entsprach.

Ausblick – Notenbanker im Fokus

Am Freitag richtet sich der Blick auf mehrere Wortmeldungen von Fed-Mitgliedern. Dabei wird auch Notenbankchef Jerome Powell erwartet. Darüber hinaus stehen keine relevanten US-Konjunkturdaten auf dem Kalender. Deshalb dürften geldpolitische Signale, Marktstimmung und Markttechnik kurzfristig den Takt vorgeben. 

Mehr dazu: Livecharts & Gold-News – Goldpreis aktuell

Goldabsatz fällt – aber Platinmetalle boomen in Südafrika

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Südafrika meldet sinkende Goldverkäufe, doch die Umsätze mit Platinmetallen ziehen stark an und erreichen neue Mehrmonatshochs.

Goldabsatz im Oktober unter Druck

Nach Angaben von Stats SA setzte das Land im Oktober Gold im Wert von 16,5 Milliarden Rand ab – rund 841 Millionen Euro. Damit lagen die Erlöse zwar 5 Prozent über dem September, aber zugleich 5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Vergleich zeigt, wie volatil das Segment bleibt: Im Mai 2025 war mit 21,3 Milliarden Rand (1,04 Mrd. Euro) noch ein Rekord erreicht worden.

Gold- und Platinbarren nebeneinander als Symbol für Südafrikas Rohmetallmarkt
Rohbarren aus Gold und Platin: Südafrika meldet im Oktober sinkende Goldverkäufe, aber steigende PGM-Umsätze.

Platinmetalle deutlich stärker gefragt

Wesentlich dynamischer präsentierte sich das PGM-Geschäft (Platin, Palladium). Die Umsätze stiegen monatlich um 6 Prozent auf 23,5 Milliarden Rand (1,2 Mrd. Euro). Gegenüber Oktober 2024 ergibt sich sogar ein Anstieg um 50 Prozent. Zudem lagen die Erlöse 30 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Monate – ein Hinweis auf anhaltend robuste Nachfrage im internationalen Automobil- und Industriesektor.

Entwicklung der monatlichen Rohstoff-Verkäufe Südafrikas in Rand von Januar 2025 bis Juni 2025
Entwicklung der monatlichen Rohstoff-Verkäufe Südafrikas in Rand; 1 Rand = 0,051 Euro (Quelle: Stats SA)

Produktion: Weniger Gold, mehr Platin

Auf der Förderseite setzte sich der strukturelle Trend fort. Die Goldproduktion fiel im Oktober um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die PGM-Produktion um 3,9 Prozent zunahm. Als weltweit größter Platin-Produzent veröffentlicht Südafrika jedoch weiterhin nur Prozentveränderungen und keine absoluten Mengen.

Entwicklung der Rohstoff-Produktion Südafrikas in Prozent gegenüber Vorjahr von März bis Oktober 2025
Entwicklung der Rohstoff-Produktion Südafrikas in Prozent gegenüber Vorjahr, unterteilt nach Mineralien (Quelle: Stats SA)

Struktureller Wandel im Goldsektor

Südafrika war bis 2006 der führende Goldproduzent der Welt. Seither belasten fallende Erzgehalte, hohe Betriebskosten, ausbleibende große Neufunde sowie Streiks und Stromausfälle den Sektor. Die extrem tiefen Bergwerke erschweren zusätzlich eine Ausweitung der Förderung. Vom jüngsten Goldpreis-Schub konnte die Branche dennoch profitieren, auch wenn der strukturelle Abwärtstrend bestehen bleibt.

Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

Goldpreis: Vier Tage ETF-Abflüsse – Stimmung bleibt fragil

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Die GLD-Bestände fielen an vier Handelstagen in Folge. Trotz stabilem Goldpreis deutet der ETF auf schwächeres Momentum institutioneller Anleger hin.

Hände bewegen gestapelte Goldbarren im Tresor – Symbol für Veränderungen der GLD-Bestände
Umschichtung physischer Goldbarren: Die GLD-Daten zeigen in der Berichtswoche moderaten Kapitalabfluss und stabile Bestände.

Goldpreis über 4.200 USD, Silber mit neuem Rekord 

Der Goldpreis bewegt sich weiterhin eng um die Marke von 4.200 USD bzw. 3.600 EUR. Die Fed-Sitzung am Mittwochabend brachte einen leichten Impuls: Im US-Futures-Handel schloss die Unze bei 4.225 USD bzw. 3.611 EUR. Damit ergibt sich gegenüber der Vorwoche ein Plus von 0,5 Prozent (USD) und 0,2 Prozent (EUR).

GLD-Abflüsse vor der Fed-Sitzung zeigen zurückhaltende institutionelle Anleger.

Silber setzte seinen Höhenflug fort. Mit 61,87 USD bzw. 52,87 EUR erreichte das Metall neue Rekordmarken und legte binnen einer Woche 5,8 Prozent (USD) bzw. 5,5 Prozent (EUR) zu.

Mehr dazu: Tagesaktuelle Kursentwicklung unter Goldpreis aktuell

GLD: Leichte Zuflüsse, verhaltene Stimmung

Der größte Gold-ETF SPDR Gold Shares (GLD) zeigte in der Woche vom 4. bis 10. Dezember ein insgesamt neutrales Bild: Ein stärkerer Zufluss von rund 50 Mio. USD am Donnerstag wurde von mehreren kleineren Abflüssen gefolgt. Per Saldo ergab sich ein positiver Nettofluss von +3 Mio. USD – ein Signal für vorsichtige Stabilität ohne klaren Trend zu neuen Käufen.

Auch beim physischen Inventar blieb die Bewegung moderat. Der Bestand stieg leicht um 0,24 Tonnen auf 1.046,82 Tonnen und markierte ein neues Jahreshoch. Ein ETF-Anteil repräsentiert weiterhin 0,1 Feinunze Gold.

Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert

GLD Kapitalflüsse 4.–10. Dezember 2025 mit deutlichen Abflüssen an den letzten Handelstagen.
GLD verzeichnet in der Woche 4.–10. Dezember einen kleinen Nettoabfluss von 3 Millionen US-Dollar.




SLV: Silberfonds mit stärkeren Zuflüssen

Der iShares Silver Trust (SLV) verzeichnete deutlicheres Interesse. Das Inventar stieg um 84,61 Tonnen auf das Jahreshoch von 16.083,16 Tonnen. Der Kapitalzufluss von rund 43 Mio. USD spiegelt den starken Preisanstieg jedoch nur teilweise wider – zeigt aber, dass institutionelle Investoren ihre Positionen weiter aufstocken.

Jahresbilanz der großen Edelmetall-ETFs

Seit Jahresbeginn ergibt sich folgendes Bild:

  • GLD: +174 Tonnen / +19,9 Mrd. USD 
  • SLV: +1.707 Tonnen / +2,4 Mrd. USD

Die robuste Nachfrage bestätigt die strukturelle Bedeutung von Gold und Silber für langfristig orientierte Anleger.

Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 10. Dezember 2025 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.

Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 10. Dezember 2025 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 10. Dezember 2025 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.

Bedeutung für den Goldkurs

ETF-Bestände gelten als wichtiger Stimmungsmesser. Zuflüsse stützen häufig bestehende Trends, während Abflüsse eher auf Liquiditätsbedarf oder Risikoabbau hindeuten. Für kurzfristige Preisbewegungen bleibt jedoch der Terminmarkt dominierend. ETFs reagieren in der Regel verzögert und spiegeln damit eher mittelfristige Einschätzungen institutioneller Marktteilnehmer.

Passend dazu: Nachrichten und Analysen zur internationalen Goldmarkt-Entwicklung

Goldpreis aktuell: Stabil über 4.200 USD – Silber bleibt stark am Mittwoch

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Der Goldpreis bleibt am Donnerstag über 4.200 USD, gibt aber leicht nach. Silber steigt weiter und rückt mit neuen Gewinnen in den Fokus.

Goldpreis heute – schwächer, aber über 4.200 USD

Gold startete am Donnerstag über 4.200 USD, gab jedoch mit dem Gesamtmarkt leicht nach. Um 8:30 Uhr wurden 4.213 USD bzw. 3.601 EUR bezahlt, ein Minus von 0,4 Prozent. Dabei zeigte sich Silber erneut stärker und stieg auf 62,02 USD bzw. 53,09 EUR. Damit hat sich der Silberpreis seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt, während Gold rund 60 Prozent zulegte.

Trotz des Rücksetzers hält der Goldpreis die 4.200-USD-Marke – und Silber setzt seine beeindruckende Jahresrally fort.

Rückblick – Fester Schluss nach der Fed-Sitzung

Der Markt reagierte am Mittwoch positiv auf die Zinsentscheidung. Zwar blieb der FOMC beim Ausblick gespalten. Doch wurden die Wachstumserwartungen angehoben und die Inflation leicht niedriger eingeschätzt. Gold schloss mit 4.229 USD (+0,5 Prozent). Dabei drückte der schwächere Dollar den Euro-Goldpreis leicht auf 3.615 EUR.

Ausblick – Fokus auf US-Daten

Am Donnerstag stehen neue Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie Exporte, Importe und Großhandelsbestände für September an. Zudem veröffentlicht die Fed ihre aktuelle Monatsbilanz.

Mehr dazu: Livecharts & Gold-News – Goldpreis aktuell

Fed senkt Zins – Ausblick für 2026 bleibt extrem unsicher

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Die Fed senkt den Leitzins um 25 Basispunkte. Doch der Ausblick für 2026 bleibt extrem uneinheitlich und sorgt für neue Unsicherheit.

Die US-Notenbank hat den Leitzins wie erwartet um 25 Basispunkte auf 3,50 bis 3,75 Prozent gesenkt. Im sehr kurz gehaltenen Begleitstatement betont die Fed ein „moderates“ Wirtschaftswachstum, zugleich aber erhöhte Unsicherheit und zunehmende Risiken für den Arbeitsmarkt. Der neue Dot Plot zeigt ein ungewöhnlich breites Spektrum: Sieben Mitglieder erwarten keine Senkung im Jahr 2026, andere rechnen mit zwei oder mehr Schritten. Die Inflation soll 2026 auf 2,4 Prozent sinken.

Goldreporter-Kommentar: Die Zinssenkung ist keine Überraschung, doch die extrem breiten Projektionen zeigen, wie unsicher das geldpolitische Umfeld geworden ist. Für viele Anleger erhöht das den Reiz defensiver Strategien. Der Goldpreis zeigte nach dem Fed-Statement allerdings keine klare Richtung. Womöglich sorgt die Pressekonferenz noch für Bewegung.

Mehr zur aktuelle Kursentwicklung: Goldpreis aktuell

Goldpreis 2026: Warum das neue Jahr alles verändern könnte

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Der Goldpreis wird 2026 mit starken Fundamentaldaten starten. Sinkende Realzinsen, hohe Schulden und geopolitische Risiken könnten den Markt neu ausrichten. 

Mann auf Goldbarren blickt mit Fernglas in die Zukunft des Goldpreises 2026
Was bringt das Goldjahr 2026? Die US-Geldpolitik, die Machtverhältnisse zwischen West und Ost sowie das Verhalten der Zentralbanken auf dem Goldmarkt dürften eine wichtige Rolle spielen.

Goldpreis mit starkem Jahr

Der Goldmarkt blickt auf ein außergewöhnlich starkes Jahr 2025 zurück. Rekordpreise, geopolitische Spannungen und hohe Haushaltsdefizite trieben die Nachfrage weltweit. Das Allzeithoch von über 4.350 USD markierte einen neuen Meilenstein, gefolgt von einer stabilen Konsolidierung. Viele dieser Kräfte prägen auch den Start ins Jahr 2026 – und könnten den Markt erneut in Bewegung setzen.

Der Goldpreis geht mit festem Fundament in das Jahr 2026, während Zinsen, Schulden und globale Spannungen den nächsten großen Trend formen könnten.
 

Mehr zu den aktuellen Entwicklungen bei Gold und Silber: Goldpreis aktuell

Zinspolitik bleibt entscheidend

Die US-Notenbank leitete 2025 eine deutliche Zinswende ein. Mehrere Senkungen drückten die Realzinsen und erhöhten die Attraktivität von Gold als wertstabiles Reservevermögen. Schwache Frühindikatoren und hohe Schulden sprechen dafür, dass die Fed 2026 an ihrer lockeren Linie festhält. Trumps Druck auf die Fed könnte die Unabhängikeit der US-Geldpolitik unterlaufen. Eine solche Entwicklung würde den Dollar strukturell schwächen und Gold weiter unterstützen.

Globale Wirtschaft unter Druck

Weltweit kämpfen Staaten mit stagnierendem Wachstum in den Kern-Wirtschaftszweigen und historisch hohen Defiziten. Die US-Verschuldung überstieg 38 Billionen USD, was Gold als Absicherung gegen finanzielle Risiken erneut in den Mittelpunkt rückt. Viele Schwellenländer diversifizieren ihre Reserven, um unabhängiger von politischen und währungsseitigen Risiken zu werden.

Mehr dazu: Warum immer mehr Staaten Gold statt Dollar wählen – und was das für Anleger bedeutet

Geopolitische Spannungen stützen die Nachfrage

Die Konflikte in der Ukraine, im Nahen Osten und im Indopazifik sowie eine unberechenbare US-Handelspolitik führten bereits 2025 zu einer stärkeren geopolitischen Blockbildung – und zu einer Entdollarisierung. Viele Länder bauten ihre Goldreserven aus, um sich gegen externe Schocks zu wappnen und sich den US-Einfluss abzuschirmen. Dieser Trend dürfte 2026 anhalten – auch im Vorfeld der US-Wahlen, die zusätzliche Unsicherheit erzeugen. Das stützt den Goldpreis.

Physischer Markt: Engpässe möglich

Der physische Markt zeigte 2025 deutliche Stresssignale. Hohe Transfers zwischen Europa und den USA belasteten die Bestände in London und führten zeitweise zu steigenden Leasingraten. China blieb ein stabiler Nachfrageanker: Aufschläge in Shanghai signalisierten robuste Käufe und eine zunehmende Entkopplung der Preisbildung zwischen Ost und West. Der Einfluss amerikanischer Banken auf den Goldpreis (Marktmanipulation?) verringerte sich aufgrund von Chinas Marktstärke kontinuierlich. 

Goldkäufe der Zentralbanken: Chancen und Risiken

Mit über 250 Tonnen offiziellen Nettozukäufen bis Oktober 2025 blieb der staatliche Sektor ein zentraler Treiber für den Goldpreis. Da viele Notenbanken langfristig handeln und geopolitische Risiken zunehmen, spricht viel dafür, dass 2026 erneut starke Käufe folgen. Die aktuellen Entwicklungen verfolgen wir in der Rubrik Goldreserven weltweit.

Allerdings bestehen im offiziellen Sektor auch Risiken. Staaten könnten sich ihrer Goldreserven bedienen, um den Staatshaushalt zu sanieren. Mehr dazu hier: Goldverkäufe im Staatsnotstand: Droht ein weltweiter Trend bei den Zentralbanken?

Technische Goldpreis-Faktoren: Bullenmarkt intakt

Gold bewegt sich charttechnisch in einem übergeordneten Bullenmarkt. Die Serie höherer Hochs und Tiefs blieb in den vergangenen Jahren erhalten. Die Konsolidierung im November 2025 wirkte stabilisierend und gefährdete den Trend nicht. Wichtige mittel- und langfristige Unterstützungen:

  • 3.900/3.400 USD bzw.
  • 3.400/2.950 EUR.

Die Rekordhochs (Spot): 4.355 USD bzw. 3.740 EUR. 

Goldprognose: Was Analysten für 2026 erwarten

Die großen Banken bleiben in Sachen Goldpreis optimistisch. Folgende Kursziele wurden ifür das kommenden Jahr ausgegeben:

  • Morgan Stanley: 4.500 USD
  • UBS: 4.675 USD
  • Goldman Sachs: 4.900 USD
  • JPMorgan: über 5.000 USD
  • Deutsche Bank: bis zu 4.950 USD

Der Konsens lautet: strukturelle Nachfrage, niedrige Realzinsen und geopolitische Risiken bilden ein Umfeld, das neue Hochs möglich macht.

Strategische Einordnung für Anleger

Der Goldpreis stieg seit dem Jahr 1970 um durchschnittlich 8 Prozent. Für Privatanleger hat sich in den vergangenen Jahrzehnten eine Strategie bewährt: Regelmäßig Edelmetall in Form von Münzen und Barren kaufen – insbesondere wegen der Unabhängigkeit dieses Vermögens (kein Drittparteienrisiko) und den Steuervorteilen. Kursrücksetzer von 10 bis 15 Prozent boten immer wieder sehr gute Einstiegschancen. 

Mehr dazu: Langfristiges Gold-Investment: Darauf kommt es an

Goldpreis bei 4.200 USD – Sind das Signale für die nächste große Kursbewegung?

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Der Goldpreis stagniert bei 4.200 USD, doch die Charttechnik zeigt neue Signale. Eine größere Bewegung könnte kurz bevorstehen.

Goldpreis bei 4.208 USD im 6-Monats-Chart mit Dreiecksformation, Trendlinien und RSI
Goldchart in US-Dollar; Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse vom 2. Dezember 2025, 6-Monats-Betrachtung.

Goldpreis bei 4.200 USD – Dreieck läuft aus

Der Goldpreis beendete den US-Futures-Handel am Dienstag mit 4.208 USD je Unze (Dezember-Kontrakt) und blieb damit exakt auf Vorwochenniveau. Die Seitwärtsphase an der Marke von 4.200 USD hält also an. Doch die Ruhe dürfte trügen: Die Chartspitze nähert sich dem Ende einer klar ausgeprägten symmetrischen Dreiecksformation – und damit einer kurzfristigen Richtungsentscheidung.

Gold steht an der 4.200-USD-Marke und das Dreieck läuft aus — jetzt steigt die Chance auf eine deutliche Trendbewegung.

Sobald die Formation aufgelöst wird, wäre eine stärkere Bewegung wahrscheinlich. Das technische Ableitungspotenzial liegt bei gut 10 Prozent in etwa vier Wochen. Nach oben wären 4.600 USD erreichbar, nach unten ein Zielbereich um 3.800 USD.

Hinweis: Die Analyse bezieht sich auf die US-Futures; Spotpreise finden Sie wie gewohnt unter Goldpreis aktuell.

Marktstimmung

Der RSI steht bei 60 und signalisiert ein neutral-überhitztes Umfeld. Damit bleibt der Markt offen für beide Szenarien. Auffällig ist die Distanz zur 200-Tage-Linie, die weiterhin rund 20 Prozent unter dem aktuellen Kurs bei 3.499 USD verläuft. Die 50-Tage-Linie liegt dagegen nur etwa 3 Prozent entfernt.

Widerstände

Mehrere horizontale Marken begrenzen kurzfristig das Aufwärtspotenzial:

  • 4.235–4.250 USD – Zone jüngster Umkehrpunkte
  • 4.300 USD – psychologische Hürde und Projektionscluster
  • 4.357 USD – Hoch der November-Rally

Ein Ausbruch über 4.235 bzw. 4.350 USD könnte neue Dynamik freisetzen.

Unterstützungen

Auf der Unterseite sind folgende Bereiche entscheidend:

  • 4.190 USD – Unterkante des 4-Wochen-Trendkanals
  • 4.040–4.050 USD – mehrfach verteidigte Zone
  • 3.975–4.000 USD – runde Marke und Konsolidierungsbereich
  • 3.830 USD – wichtige Tiefzone aus Oktober/November

Schlusskurse unter 4.150 USD könnten die Seitwärtsphase nach unten drehen.

Euro-Goldpreis: Trend weiter intakt – 3.600 EUR im Fokus

Auch im Euro-Goldpreis zeigt sich die bekannte Seitwärtsstruktur um die Marke von 3.600 EUR. Das Muster: ebenfalls ein Dreieck, ebenfalls kurz vor der Auflösung.

Goldpreis-Chart in EUR, 6 Monate per 9. November 2025
Goldpreis in Euro, US-Futures, 6 Monate, Schlusskurse per 2. Dezember 2025.

Trendlage

Seit dem Ausbruch im September bewegt sich der Euro-Goldpreis in einem breiten, stabilen Aufwärtskanal.

  • Die 50-Tage-Linie (3.518 EUR) dient als verlässlicher Trendpuffer; seit August wurde sie nicht mehr durchbrochen.
  • Die 200-Tage-Linie (3.054 EUR) steigt kontinuierlich und bestätigt den strukturellen Bullenmarkt. RSI: 59, also neutral.

Widerstände

  • 3.650–3.670 EUR – jüngste Hochpunkte
  • 3.720–3.750 EUR – oberes Trendziel / Projektion aus September

Ein Rebreak über 3.650 EUR wäre ein prozyklisches Signal in Richtung Allzeithoch-Zonen.

Unterstützungen

  • 3.600 EUR – psychologische Schlüsselmarke
  • 3.480–3.500 EUR – starke Zone rund um die 50-Tage-Linie
  • 3.350 EUR – früheres Ausbruchsniveau

Kurzfristig entscheidet 3.600 EUR über Ausbruch oder Rücksetzer. Solange die 50-Tage-Linie (3.518 EUR) hält, bleibt das Bild bullisch.

Goldpreis-Fazit

Gold befindet sich an einem kurzfristigen Wendepunkt. Die entscheidenden Marken bleiben 4.200 USD im Dollar-Chart und 3.600 EUR im Euro-Chart. Mit dem nahenden Ende der Dreiecksformation nimmt die Wahrscheinlichkeit einer deutlichen Bewegung zu. Auch fundamentale Impulse – insbesondere die Fed-Entscheidung am Abend – könnten als Katalysator wirken. Entpuppt sich der starke Silberpreis als Vorläufer für Gold?

Weitere technische Analysen finden Sie in unserer Übersicht: Goldpreis-Charttechnik – Übersicht der Analysen.

Gold aktuell: Stabil über 4.200 USD – Silber bleibt stark am Mittwoch

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Goldpreis hält sich am Mittwoch über 4.200 USD, während Silber weiter zulegt. Händler warten auf das Fed-Ergebnis und Powells Ausblick.

Gold heute – stabil über 4.200 USD

Gold startete am Mittwoch erneut über 4.200 USD. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze 4.207 USD bzw. 3.615 EUR und lag damit praktisch auf Vortagsniveau. Silber dagegen blieb stark und rreichte 61,48 USD bzw. 52,81 EUR (+1,3 Prozent).

Silber treibt den Markt weiter an, während der Goldpreis vor der Fed-Entscheidung stabil über 4.200 USD bleibt.

Update, 10.12.2025, 20:30 Uhr: Goldpreis schwächer nach Fedsitzung
Die US-Notenbank hat den Leitzins am Abend wie erwartet um 25 Basispunkte gesenkt. Allerdings zeigen die Zinsprojektionen der Mitglieder ein extrem gestreutes Bild. Es ist ein Zeichen der Zerissenheit innerhalb des Offenmarktausschusses. Der Goldpreis notierte eine halbe Stunde nach Bekanntgabe fast unverändert bei 4.206 USD, sank aber um 0,4 Prozent auf 3.603 EUR. Händler warteten auf mehr Erkenntnisse in der folgenden Pressekonferenz.

Rückblick – Erholung bei Gold, neue Rekorde bei Silber

Am Dienstagabend stabilisierte sich der Goldpreis und schloss bei 4.207 USD (+0,4 Prozent) bzw. 3.619 EUR (+0,5 Prozent). Silber setzte seine Rekordserie fort und stieg um mehr als vier Prozent auf 60,67 USD bzw. 52,18 EUR. Dabei belasteten kritische Kommentare zur künftigen Fed-Ausrichtung den Dollar, nachdem US-Präsident Trump erneut deutliche Zinssenkungen verlangte.

Ausblick – Fed-Statement im Fokus

Am Mittwochabend folgt das Fed-Ergebnis. Um 20 Uhr wird der Beschluss veröffentlicht. Anschließend erwarten Händler von Jerome Powell Hinweise zum Ausblick auf Wirtschaft, Inflation, den weiteren Zinskurs und womöglich Kommentare zu seiner Nachfolge.

Mehr dazu: Livecharts & Gold-News – Goldpreis aktuell

Goldpreis klebt an 4.200 USD – Hochspannung vor Fed-Sitzung

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Der Goldpreis hält sich nahe 4.200 USD. Steigende Renditen und die bevorstehende Fed-Entscheidung bremsen klare Marktbewegungen.

Goldpreis hält 4.200 USD – Märkte warten auf Fed-Entscheidung
Hochspannung vor dem Fed-Termin: Der Goldpreis bewegt sich an der Schwelle von 4.200 USD, während die Märkte auf neue geldpolitische Signale warten.

Goldpreis klebt an 4.200 USD

Der Goldpreis bleibt seit Wochen eng an der Marke von 4.200 US-Dollar. Dabei fehlt es an klaren Impulsen, auch weil nach dem langen US-Shutdown wichtige Konjunkturdaten erst allmählich zurückkehren. Gleichzeitig wartet der Markt auf eindeutige geldpolitische Signale. Am Mittwochabend steht die nächste Zinsentscheidung der US-Notenbank an. Erwartet wird eine Senkung der Federal Funds Rate um 50 Basispunkte auf 3,50 bis 3,75 Prozent. In Europa deutet die EZB dagegen auf kommende Zinserhöhungen hin.

Trotz steigender Renditen klebt der Goldpreis an 4.200 USD – und die Märkte warten nur noch auf die Fed.

Am Dienstag um 10:15 Uhr notierte Gold am europäischen Spotmarkt bei 4.204 USD beziehungsweise 3.609 EUR – praktisch unverändert gegenüber der Vorwoche. Éine Unze Silber kostete 58,70 USD bzw. 50,40 EUR und damit ebenfalls auf Vorwochen-Niveau.

Update, 10.12.2025, 23:45 Uhr: Goldpreis nach Fed-Sitzung fest
Der Goldpreis schloss nach der Fed-Sitzung am Mittwochabend mit dem Gesamtmarkt fest – über 4.220 USD. Die Erkenntnisse: Weiterer Zinspfad im FOMC umstritten, aber gestiegene Wachstums- und niedrigere Inflationserwartungen für 2026.

Aktuelles Kursgeschehen unter Goldpreis aktuell 

Anleihemärkte – Marktzinsen steigen weiter

Parallel ziehen die Renditen an. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentierten am Dienstag mit 4,18 Prozent nach 4,04 Prozent in der Vorwoche. In Europa fiel der Anstieg noch stärker aus: Frankreich liegt bei 3,59 Prozent, Deutschland bei 2,86 Prozent. Damit steigen die Risikoaufschläge quer durch den Staatsanleihemarkt weiter an.

Anleiherenditen in den USA und Europa in der Übersicht am 9. Dezember 2025
Anleiherenditen in den USA und Europa in der Übersicht am 9. Dezember 2025

Gold und Anleihen – Verhältnis bleibt angespannt

Beide gelten als defensive Anlageformen. Steigende Renditen können Zinspapiere attraktiver machen, während Gold vor allem bei Inflationssorgen punktet. Doch derzeit fließt Liquidität aus vielen Märkten ab – wodurch der Zinseffekt auf die Goldpreis-Entwicklung in den Hintergrund tritt.

Mehr dazu: Geldpolitik & Zinsen und deren Einfluss auf den Goldpreis

Goldpreis aktuell: 4.180 USD – Händler warten auf US-Arbeitsmarktdaten

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Der Goldpreis fällt am Dienstag auf 4.180 USD. Händler warten vor der Fed-Sitzung auf frische Signale aus den US-Arbeitsmarktdaten.

Gold aktuell – Unter Schlüsselmarken

Der Goldpreis startete am Dienstag schwächer in den Handel. Um 8:30 Uhr kostete die Feinunze 4.180 USD bzw. 3.589 EUR – ein Minus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vortag. Dabei blieb die Marke von 4.200 USD unterschritten.

Goldpreis unter 4.200 USD – heute bestimmen JOLTs und ADP die Stimmung am Markt.

Update, 09.12.2025, 20:45 Uhr: Edelmetall ziehen an, Fed-Vorglühen
Der Goldpreis legt vor der Fed-Entscheidung am Mittwoch zu, während Silber ein Rekordhoch über 60 USD erreicht. Am Dienstag um 20:45 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 4.208 USD (+0,4 %) bzw. 3.618 EUR (+0,5 %). Silber zog um mehr als 4 Prozent an auf 60,60 USD bzw. 52,10 EUR. Aktuell wächst der Druck auf die Notenbank: Laut Reuters beginnt die aktuelle Fed-Sitzung bereits den Boden für Trumps künftigen Fed-Vorsitzenden zu bereiten. Trump fordert niedrigere Zinsen und das ist womöglich Feuer für Inflation und Goldpreis.

Rückblick – Schwäche am Montag

Am Montag hatte Gold nach kurzen Gewinnen ins Minus gedreht. Vor der Fed-Entscheidung am Mittwoch fehlte ein klarer Impuls. Der Spotmarkt schloss bei 4.190 USD (-0,2 Prozent) bzw. 3.601 EUR (-0,1 Prozent).

Ausblick – US-Arbeitsmarktdaten

Heute richtet sich der Blick auf neue Arbeitsmarktsignale. In den USA liefern JOLTs Job Openings und der ADP-Bericht frische Hinweise auf die Lage der Unternehmen. Aus Deutschland kommen die Daten zu Importen und Exporten im Oktober.

Mehr dazu: Livecharts & Gold-News – Goldpreis aktuell

EZB-Schnabel signalisiert Bereitschaft für Zinserhöhung

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EZB-Direktorin Schnabel zeigt sich offen für eine Zinserhöhung. Sie verweist auf robuste Konjunktur, steigende Löhne und anhaltenden Preisauftrieb.

Während in den USA die Weichen für weitere Zinssenkungen, muss man sich in der Eurozone wieder auf steigende Zinsen einstellen. Denn EZB-Direktorin Isabel Schnabel sagte in einem Bloomberg-Interview, sie sei „recht zufrieden“ damit, dass Märkte den nächsten Schritt der EZB als Zinserhöhung erwarten. Die Risiken für Wachstum und Inflation lägen ihrer Einschätzung nach eher nach oben. Europa habe die Handelsspannungen wider Erwarten gut verkraftet, während steigende Löhne und höhere Staatsausgaben die Wirtschaft stützten. Gleichzeitig bleibe der Preisdruck im Dienstleistungssektor hoch, weshalb die Geldpolitik laut Schnabel aufmerksam bleiben müsse.

Goldreporter-Kommentar: Sollte die Zinskluft zwischen den USA und dem Euroraum weiter steigen, so verstärkt das die Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar. Das sorgt international nicht nur für eine weitere Verschlecherung der europäischen Wettbewerbsbedingungen, sondern übt auch Druck auf den Euro-Gopldpreis aus.

Mehr dazu: Geldpolitik & Zinsen und ihr Einfluss auf den Goldpreis

Goldabsatz der Perth Mint sinkt – aber der Goldpreis treibt das Geschäft

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Die Perth Mint meldet sinkenden Gold- und Silberabsatz. Doch der hohe Silber- und Goldpreis stabilisiert das Geschäft und stützt die Umsätze im November.

Perth Mint: Goldbarren und Goldpreis-Chart im Fokus sinkender Gold- und Silberverkäufe.
Goldbarren vor Chartsymbolik: Im November sanken Gold- und Silberabsätze der Perth Mint, während der hohe Goldpreis die Umsätze stabilisierte.

Goldabsatz schwächer, Jahrestrend bleibt positiv

Die Perth Mint meldet für November einen Rückgang der Goldverkäufe auf 66.710 Unzen. Das entspricht einem Minus von 22 Prozent gegenüber Oktober, aber einem Zuwachs von 15 Prozent im Vorjahresvergleich. Seit Jahresbeginn summiert sich der Goldabsatz auf 429.978 Unzen und liegt damit rund 10 Prozent über dem Vorjahr.

Der Goldabsatz sinkt, doch der hohe Goldpreis stabilisiert die Umsätze der Perth Mint.

Umsatzentwicklung mit Goldpreis-Push

Beim Umsatz zeigt sich ein differenziertes Bild. Auf Basis des durchschnittlichen Goldpreises von 4.086 US-Dollar pro Unze ergibt sich ein Novemberwert von 282 Millionen US-Dollar. Das ist ein Plus von 77 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, aber ein Rückgang von 21 Prozent gegenüber Oktober. Der stark gestiegene Goldpreis – rund 54 Prozent über Vorjahr – prägt diese Entwicklung.

Mehr dazu: Überblick der Top-Goldmünzen zur Geldanlage

Marktbewertung durch die Perth Mint

Neil Vance, General Manager Minted Products, betonte, dass sich der Markt trotz ausbleibender Neuprodukte solide gezeigt habe. Nach dem außergewöhnlich starken Oktober seien die aktuellen Ergebnisse zufriedenstellend.

Gold- und Silber-Absatz der Perth Mint von November 2022 bis November 2025.
Gold- und Silber-Absatz der australischen Prägeanstalt Perth Mint von November 2022 bis November 2025.

Silberabsatz erneut rückläufig

Auch beim Silber bleibt die Dynamik verhalten. Die Perth Mint lieferte 875.487 Unzen aus – ein Minus von 17 Prozent gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn liegt der Absatz mit 6.687.664 Unzen rund 32 Prozent unter dem Vorjahr.

Silberumsatz profitiert vom Silberpreis

Bewertet zum durchschnittlichen Novemberpreis von 50,69 US-Dollar ergibt sich ein Silberumsatz von 44 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang von 15 Prozent gegenüber Oktober, aber einem Anstieg von 37 Prozent gegenüber November 2024 – getragen vom stark gestiegenen Silberpreis.

Schwächephase setzt sich fort

Nach der kurzen Belebung im Oktober kehrt die Perth Mint damit in eine schwächere Absatzphase zurück, die seit Ende 2023 anhält.

Mehr dazu: Nachfrage, Förderung, Analysen – Goldmarkt international

Goldpreis in China sinkt unter Europa-Kurs – Spread dreht nach sieben Wochen

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Der Goldpreis in China liegt erstmals seit Wochen unter dem Europa-Kurs. Der Spread fällt auf minus 13 USD – ein Signal für nachlassende Nachfrage.

Goldpreis China sinkt unter Europa-Kurs – Spread dreht auf minus 13 USD
An der Shanghai Gold Exchange lag der Goldpreis am 5. Dezember 2025 unter dem Europa-Kurs.

Goldpreis in China sinkt unter Europa-Kurs

Erstmals seit zwei Monaten lag der Goldpreis in China am Freitag (05.12.25) unter dem europäischen Spotkurs. An der Shanghai Gold Exchange (SGE) wurde die Feinunze rund 13 USD günstiger gehandelt als in Europa. Eine Woche zuvor zahlte China noch 13 USD Aufschlag.

Aktueller Spotkurs in Europa: Goldpreis aktuell: – Übersicht und Live-Daten

Chinas Goldmarkt verliert an Zugkraft: Der Spread dreht ins Negative und schwächt den jüngsten Preistrend.

Messzeit: [Fr. 05.12.25, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]

Aufschlag China → Europa Spot: -13 USD/oz (28.11.25: +13 USD); Δ: -26 USD

Nachfrage lässt nach – SGE-Impuls schwächt sich ab

Der Rückgang beendet eine Serie von sieben Wochen, in denen der SGE-Preis durchgehend über dem europäischen Niveau lag – in der Spitze um 31 USD. Der nun negative Spread deutet auf eine kurzfristig schwächere Inlandsnachfrage hin. Parallel sind auch die Zukäufe der People’s Bank of China zuletzt deutlich zurückgegangen.

Markt / Kennzahl 05.12.25 28.11.25 Δ 
Gold China SGE Fix (CNY/Gramm) 955,89 948,34 +0,8 %
Gold China SGE (USD/Gramm) 135,32 134,48 +0,84
Goldpreis China SGE
(USD/oz)
4.209 4.183 +26
Goldpreis Europa
(USD/oz)
4.222 4.170 +1,3 %
Aufschlag/Abschlag China
→ Europa (USD/oz)
-13 +13 -26

Damit hat sich das Preisfenster vollständig umgekehrt.

Warum der Spread für den globalen Markt wichtig ist

Preisunterschiede zwischen SGE und globalem Spotmarkt beeinflussen die physischen Warenströme. Ein hoher China-Aufpreis kann Importe verstärken und Preisbewegungen beschleunigen. Der jüngste Abschlag zeigt jedoch: Der chinesische Markt bleibt stabil, hat aber kurzfristig an Zugkraft verloren.

Grafik zeigt China-Aufschlag zum Goldpreis 2025: Spread SGE minus Spot schwankt und fällt am 5. Dezember ins Negative.
Der Preisabstand zwischen SGE und europäischem Spotmarkt drehte Anfang Dezember erstmals seit Wochen ins Negative.

Methodik: SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 05.12.25; Umrechnung über 7,064 CNY/USD (Vorwoche: 7,052 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spot-Goldpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.

Mehr dazu: Goldreserven weltweit: Aktuelle Zahlen, Länder-Ranking und Entwicklungen

Goldpreis aktuell: leichte Gewinne über 4.200 USD – Märkte stabil am Montag

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Goldpreis steigt am Montag leicht über 4.200 USD. Die Märkte bleiben stabil, während der Fokus klar auf der Fed-Sitzung am Mittwoch liegt.

Gold aktuell – leichte Gewinne über 4.200 USD

Gold startete am Montag mit kleinen Aufschlägen in die Woche. Um 8:15 Uhr lag der Preis bei 4.214 USD (+0,4 %) beziehungsweise 3.611 EUR (+0,2 %). Außerdem tendierten die Aktienmärkte freundlich, die Indizes zeigten eine stabile Entwicklung.

Gold behauptet sich über 4.200 USD, während Händler vor der Fed-Sitzung auf neue Impulse warten.

Rückblick – Kursrutsch am Freitag

Am Freitag fiel der Goldpreis abrupt und rutschte innerhalb weniger Minuten um rund 50 USD ab. Einen klaren Auslöser gab es nicht, auch der Gesamtmarkt ging zurück. Schließlich ging Gold mit 4.198 USD beziehungsweise 3.605 EUR leicht schwächer ins Wochenende.

Ausblick – Fokus auf die Fed-Sitzung

Dabei stehen heute nur wenige US-Konjunkturdaten an, darunter die aktuellen Inflationserwartungen der Verbraucher. Zusätzlich veröffentlicht Deutschland am Vormittag die Industrieproduktion für Oktober. Deshalb richten sich die Blicke bereits auf die Fed-Sitzung am Mittwochabend, die dem Markt neue Impulse geben könnte.

Mehr dazu: Livecharts & Gold-News – Goldpreis aktuell