Donnerstag,18.Juli 2024
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Umfrage: Gold stärker geschätzt, trotz Verkaufsneigung

Die aktuelle, jährlich von Pro Aurum bei Forsa in Auftrag gegebene Umfrage zeigt, dass Gold unter Anlegern an Wertschätzung gewonnen hat. 

Jährliche Gold-Umfrage

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag von pro aurum die 14. jährliche Umfrage zur langfristigen Geldanlage durchgeführt. Trotz der diesjährigen Schwankungen im Goldmarkt und der Tendenz zu Gewinnmitnahmen bleibt Gold bei deutschen Anlegern hoch angesehen, insbesondere als Schutz vor Krisen und Inflation. Die Umfrage fand Ende Mai 2024 mit 1.001 Teilnehmern statt und konzentrierte sich auf allgemeine Anlagepräferenzen und spezifische Meinungen zur Goldanlage.

Edelmetallmesse 2015, Messestand Pro Aurum, Foto: Goldreporter
Pro Aurum gibt einmal im Jahr eine Forsa-Umfrage zum Thema Goldanlage und Goldbesitz in Auftrag. Die aktuellen Ergebnisse spiegeln die jüngsten Marktendenzen wider (Foto: Goldreporter).

Hauptergebnisse der Umfrage

  1. Gewinnerwartungen bei Geldanlagen
  • Aktien wurden von 30 % der Befragten als die Anlageform mit den besten Dreijahresgewinnen betrachtet, gefolgt von Gold mit 26 %. Fondsanteile kamen auf 16 %, während Festgeld und Anleihen deutlich abgeschlagen waren (7 % bzw. 1 %).
  • Ein erheblicher Anteil (20 %) der Befragten war unsicher oder wollte keine Angaben machen.
  • Trotz Rekorden beim Goldpreis und Abflüssen bei ETFs bleibt der Optimismus in Sachen Goldkurs hoch (26-31 % in den letzten drei Jahren).

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2. Besitzverhältnisse von Geldanlagen

  • Die tatsächlichen Anlageformen spiegeln diese Erwartungen nur bedingt wider. Die meisten Befragten investieren in Tagesgeld (35 %), Immobilien (32 %) und Fondsanteile (27 %). Aktien, die als beste Gewinnbringer gesehen werden, sind nur bei 22 % vertreten, ebenso wie Festgeld.
  • Die Angaben zu Goldbesitz sind gegenüber Vorjahr leicht gesunken (13 % vs. 14 %). Dies kann die jüngste Verkaufsneigung unter Edelmetall-Investoren widerspiegeln.
  • Ein Anstieg war bei Antiquitäten (von 5 % auf 8 %), Silber (von 5 % auf 6 %) und Anleihen (von 4 % auf 6 %) zu verzeichnen.
  • 30 % besitzen keine der 14 abgefragten Anlagekategorien, der höchste Wert seit Beginn der Umfrage. Dies könnte auf sinkende Wohlstandsperspektiven hinweisen.

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3. Ansehen von Gold

Gold erfährt in allen vier abgefragten Statements stärkeren Zuspruch als im Vorjahr:

  • 77 % sehen Gold als gute Ergänzung zu anderen Geldanlagen (2023: 75 %).
  • Ebenfalls 77 % halten Gold für sicher (2023: 74 %).
  • 65 % betrachten Gold als geeignet für risikoscheue Anleger (2023: 63 %).
  • 58 % glauben, dass Gold derzeit lohnend ist, weil die Kurse steigen werden (2023: 50 %), der höchste jemals gemessene Wert.

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Schlussfolgerungen

Die Ergebnisse zeigen, dass Gold trotz starker Kursbewegungen und rekordhohen Preisen weiterhin als stabile und wertbeständige Anlage geschätzt wird. Anleger betrachten es als sichere Ergänzung zu ihrem Portfolio, unabhängig von der Marktlage bei anderen Anlageklassen. Angesichts globaler Unsicherheiten und steigender Schulden bleibt das Vertrauen in Gold als Schutz vor wirtschaftlichen Risiken ungebrochen.

Zusammenfassung

Die Forsa-Umfrage von Pro Aurum zeigt, dass Gold trotz Rekordpreisen und Marktvolatilität weiterhin als wertstabile und sichere Anlageform bei deutschen Anlegern angesehen wird. Dies spiegelt sich jedoch nicht vollständig in den Besitzverhältnissen wider, wo traditionelle Anlagen wie Tagesgeld und Immobilien dominieren. Das Vertrauen in Gold als langfristigen Wert- und Kaufkrafterhalt ist nach wie vor stark, und seine Beliebtheit hat sogar zugenommen, trotz anderer wirtschaftlicher Trends und hoher Unsicherheit.

Anmerkung zur Gold-Umfrage

Nach wie vor zu bedenken gilt, dass Auskünftige über Goldbesitz mittels Telefonumfragen sicherlich ein Validitätsrisiko beinhalten. Nicht jeder dürfte gewillt sein, hier wahrheitsgemäß zu antworten. Da die Interview-Systematik über die Jahre aber beibehalten wurde, sind die Daten in ihrer Tendenz zumindest vergleichbar.

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3 Kommentare

  1. Das kann man sich vorstellen.
    Gestern griffen die Anleger bei den Aktien des DAX beherzt zu, heute schneisst man die gestern gekauften Papiere mit hirrenden Verlusten aus den Depots.
    Da die beherzten Anleger und Depotschmeisder fast ausnahmslos die Banken sind, ist ohnehin nur das Geld der Kontoinhaber verwendet worden.
    Die anderen Anleger, die Privaten wurden wieder mal si richtig abgezockt.
    Gibt es bessere Gründe für physisches Gold ?
    Ich denke nicht, Gold ist alternativlos und je mehr man für die Rückgabe des Giralgeldes an die Banken dafür bekommt, desto besser. Denn letzteres gehört ohnehin diesen, egal, was auf dem Kontoauszug stehen mag.

  2. „…könnte auf sinkende Wohlstandsperspektiven hinweisen…“ Na klaro, wat denn sonst??? Das sehen wir doch schon jahrelang, was sich da abzeichnet! Und die, welche noch kaufen und sich das leisten können, machen es auch! Zumindest da wo noch ein Rest Verstand vorhanden ist, wird sich nun mit steigender Tendenz für AU entschieden. Was soll man auch sonst machen, wenn man sich die charts ansieht!? War gestern noch bei meinem AU-Händler (eine schöne 1913er 20-GM-Münze „Hansestadt Hamburg“ erworben – für mich ein kleines highlight zum WE) – der hat mir die Massendummheit bestätigt. Preis fällt leicht – viele meinen, die Zeit zum kaufen wäre jetzt reif. Aber „wir warten noch – vllt. fällts ja noch weiter…“ Umgekehrt leichter Anstieg: „sofort Verkaufen!“ Da kann man nur mit’m Kopf schütteln!!! Der Erlös zw. Verkauf / Ankauf reicht dann ev. gerade mal für eine Handpizza – und diese Hansels halten sich dann auch noch für schlau! Die Dummheit ist unendlich – Zeitfaktor nicht erkannt! Wenn man sich vorstellt, dass solche Kasper auch noch Parlamente mitwählen dürfen… Den allerblödesten (nachgeplapperten) Satz habe ich kürzlich von einem Nachbarn gehört: „Gold kann man ja auch nicht essen…“ Da sag ich gar nix mehr – sinnlos! Oder um es mit Humor zu sagen: solche Zeitgenossen können nicht mal gleichzeitig lesen und schei….! Mal sehen, wer ggf. im Hofladen oder auf’m Schwarzmarkt die begehrten Waren bekommt – etwa der mit den bunten Baumwollzetteln…? Oder bei einer Währungsreform von 1 : 10 – da wird dann dämlich geglotzt u. gezetert; war ja „nicht vorhersehbar“…
    So, ich habe fertig! Das Genuß-WE naht – diesmal mit Leberpastete, Fidel-Rum & guter Zigarre…
    Wünsche allen hier ein gewaltfreies, goldig-sonniges WE ohne Kichererbsenpaste und anlandende Boote…
    Alle doof außer mich!
    Der Dokta
    Zudem ist der Absatz > = 1 oz. eingebrochen – klar, keiner will registriert werden… Dafür gehen 1/4 und 1/2 und die Exemplare der lateinischen Münzunion, bzw. Sovereigns besser.

    • @Goldeneye
      Dazu kommt, dass der Bürger zunehmend gläsern gemacht wird. Weltweit.
      Die neue EU Steuerbehörde nimmt ihren Dienst in Frankfurt auf. Sie nennt sich Behörde gegen Geldwäsche, Terrorfinanzierung und Drogenhandel. Also eine Steuerfahndung.
      Schon jetzt, aber bestimmt nächstes Jahr wird jeder EU Bürger, welcher länger als 3 Monate hier lebt, abgeklopft.
      Auf Vermögen, Besitztum, Einkommen, Verdienst usw.
      Jeder Erwerb von Vermögenswerten ( das ist sehr breit gefasst, auch eine Hollywoodschaukel im Garten oder ein Teppich im Wohnzimmer, eine Vitrine sowieso, Uhren, Kleidung) gelten als Vermögenswerte und werden erfasst.
      Bei einer Prüfung muss der Bürger der Behörde nachweisen, woher das Geld stammt. ( Beweisumkehr).
      Beispiel: Sie kaufen einen verdächtigen Gegenstand ( Teppich, Gemälde) , zahlen bar ( unter 10.000 Euro),
      der Händler erfasst Ihre Daten ( dazu ist er verpflichtet) und dann geht die Meldung nach Frankfurt.
      Das weitere ist dann bekannt.
      Selbst wenn Sie ein Auto vom Nachbarn kaufen, dann hat der Ihr Bargeld und muss nachweisen woher er es hat.
      Von Ihnen und Sie müssen nachweisen woher Sie das Geld haben.
      Kann er das nicht glaubhaft, wird geschätzt.
      Problematisch auch der Bitcoin. Infolge des Blockchain ist es für die Behörde sehr leicht, die ganze Kette auszuforschen. Da steht schwarz auf weiss, woher, wohin, vom wen, an wen.
      Ich meine, der 3. Weltkrieg wird weltweit über das Finanzwesen geführt. Der Gegner, Böse, der Feind ist nicht ein Staat, sondern der Bürger des Staates.

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