Gold und Silber fallen weiter, doch im Handel steigen Aufgelder und Spreads deutlich. Physisches Metall wird relativ zum Spotpreis teurer.

Silber und Gold bleiben unter Druck
Silber- und Goldpreis befinden sich in einer Korrektur. Dabei bleibt die Volatilität bei den Edelmetallen hoch. Am Freitag um 13 Uhr kostete eine Feinunze Gold am Spotmarkt 4.421 USD, was 3.841 EUR entsprach. Damit sank der Goldpreis innerhalb einer Woche um weitere 5 Prozent. Im gleichen Zeitraum verbilligte sich die Silberunze um 15 Prozent auf 71,82 USD bzw. 62,25 EUR.
Gold kaufen: Sinkende Spotpreise treffen auf steigende Aufgelder im Edelmetall-Handel.
Mehr dazu: Live-Charts und tagesaktuelle Berichte finden Sie unter Goldpreis aktuell
Gold kaufen: Aufgeld und Spreads weiter gestiegen
Im Edelmetall-Handel stehen Anbieter und Kunden weiter vor Herausforderungen. Vor allem im Silberbereich ist die Auswahl immer wieder stark eingeschränkt und die Preisunterschiede sind groß – sowohl innerhalb der Produktgruppen als auch zwischen den Händlern.
Der Blick auf die aktuelle Goldreporter-Analyse mit Preisdaten aus dem deutschen Edelmetall-Handel offenbart einen weiteren Anstieg von Aufgeld und Spreads für die gängigsten Goldanlageprodukte. Hier die Übersicht der Datenauswertung mit Durchschnittspreisen, die aus den Angeboten von sechs Händlern zusammengeführt wurden (Vergleichswerte jeweils zum 20. März 2026):
- Krügerrand (neu): Ø 4.015 Euro (-183 Euro), das Aufgeld steigt auf 4,5 Prozent, nach zuvor 3,89 Prozent. Ältere Jahrgänge sind durchschnittlich 65 Euro günstiger.
- 100-g-Goldbarren: Ø 12.725 Euro (-589 Euro), Aufgeld steigt auf 3 Prozent, nach zuvor 2,56 Prozent.
In diesem Zuge steigen die Spreads bei Krügerrand-Münzen auf ein 7-Wochen-Hoch – mit Ø 7,43 Prozent. Bei 100-g-Goldbarren ergibt sich ein Anstieg auf 6,6 Prozent beim Abstand zwischen Verkaufs- und Ankaufspreisen.
Mehr dazu: Die besten Goldmünzen zur Kapitalanlage

Silber kaufen
Auch im Silberhandel sind zwar die Preis gefallen, aber Aufgelder und Spreads weiter gestiegen:
- Maple Leaf (neu): Ø 83,10 Euro (-2,8 Euro), Aufgeld steigt auf 40 Prozent (Vorwoche: 38 Prozent). Ältere Jahrgänge durchschnittlich 8 Euro günstiger.
- 1-kg-Silberbarren: Ø 2.561 Euro (-98 Euro), Aufgeld bei 35 Prozent, nach 33 Prozent in der Vorwoche.
Die Spreads liegen bei 37,5 Prozent (Silbermünzen) beziehungsweise 43,5 Prozent (Silberbarren). Das heißt, um diesen Prozentsatz müsste der Kurs steigen, damit man die Produkte theoretisch ohne Verluste wieder verkaufen kann.
Gold kaufen – Fazit
Wer Gold oder Silber kauft, sollte Preise und Angebote weiterhin genau vergleichen. Die hohe Volatilität treibt die Aufgelder und Spreads nach oben – auch als Reaktion auf steigende Risiken im Handel.
Mehr dazu auch im Goldreporter-Experten-Interview zur Lage auf dem Silbermarkt: „Niemand will Risiken eingehen“
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