Der Open Interest am Gold-Terminmarkt ist auf den niedrigsten Wert seit 2014 eingebrochen. Die aktuellen CoT-Daten zeigen: Kapital verlässt den Futures-Handel, ohne dass neue Short-Positionen aufgebaut werden.

CoT-Daten zeigen Liquidationsphase am Gold-Terminmarkt
Der Open Interest am Gold-Terminmarkt ist weiter deutlich eingebrochen. Per 31. März 2026 sank die Zahl offener Gold-Kontrakte auf 361.409 – der niedrigste Stand seit August 2014.
Gegenüber der Vorwoche ergibt sich ein Rückgang um 10,5 Prozent. Bis zum Börsenschluss am Freitag fiel der Open Interest weiter auf 355.042 Kontrakte.
Der Terminmarkt zeigt eine klare Liquidationsphase – institutionelle Händler ziehen sich zurück, während der spekulative Anteil steigt.
Diese Entwicklung ist typisch für eine Liquidationsphase: Marktteilnehmer schließen bestehende Positionen, ohne dass in großem Umfang neue Engagements aufgebaut werden.
Keine aggressive Short-Positionierung
Bemerkenswert ist dabei: Der Rückgang des Open Interest geht nicht mit einem Aufbau neuer Short-Positionen einher.
Der Goldpreis konnte im gleichen Zeitraum sogar zulegen und stieg innerhalb einer Woche um rund 4 Prozent auf 4.677 USD.
Das deutet darauf hin, dass der Verkaufsdruck am US-Terminmarkt derzeit vor allem aus Positionsabbau resultiert – nicht aus einer aktiven Wette auf fallende Preise.

Optionsmarkt bleibt optimistisch
Der Optionshandel signalisiert weiterhin eine positive Grundhaltung.
Die Put/Call-Ratio stieg nur leicht auf 0,527. Damit dominieren Call-Optionen weiterhin deutlich. Auf 100 Put-Optionen kommen rund 190 Calls.
Der Optionsmarkt zeigt damit trotz der Liquidation im Futures-Handel weiterhin eine vergleichsweise optimistische Erwartungshaltung.
Marktstruktur: Profis ziehen sich zurück
Ein Blick auf die Händlergruppen zeigt eine Verschiebung innerhalb des Marktes.
- Commercials: Netto-Short-Position leicht reduziert (-1 % auf 201.640 Kontrakte)
- Große Spekulanten: Netto-Long-Position ebenfalls gesunken (-3 % auf 163.202 Kontrakte)
Auffällig ist: Der Anteil spekulativer Positionen am Open Interest stieg auf 56 Prozent (Vorwoche: 50 %).
Das spricht dafür, dass insbesondere institutionelle Marktteilnehmer („Smart Money“) ihre Engagements reduzieren, während der spekulative Anteil relativ zunimmt.
Zur Einordnung: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung
COMEX: Physische Deckung bleibt hoch
Auch die Bestände an der COMEX sind weiter rückläufig.
- Gesamtbestände: 31,17 Mio. Unzen (-540.000)
- „Registered“: 16,36 Mio. Unzen (-260.000)
Gleichzeitig stieg die physische Deckung im Futures-Handel auf 88 Prozent (Vorwoche: 85 %).
Das deutet weiterhin auf eine solide physische Absicherung des Terminmarktes hin.
Steigende Nachfrage nach physischer Auslieferung
Die Zahl der Auslieferungsanträge bleibt auf hohem Niveau.
Für den laufenden Monat liegen bereits 15.333 „Delivery Notices“ vor. Damit übertrifft die Nachfrage nach physischer Auslieferung bereits jetzt den gesamten März (14.559 Anträge).
Der Terminmarkt zeigt damit eine zunehmende Tendenz zur physischen Inanspruchnahme.
Fazit: Markt im Übergang
Open Interest signalisiert fortgesetzte Liquidation
- kein aggressiver Short-Aufbau
- steigender spekulativer Anteil
- stabile physische Nachfrage
Der Markt wird derzeit weniger durch neue Positionierungen geprägt, sondern durch den Abbau bestehender Engagements. Gleichzeitig gewinnt der physische Aspekt an Bedeutung.
Mehr zur aktuellen Entwicklung: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten


Trotz allem zeigt das Bild, dsss eben zunehmend mehr Papiergold ausverkauft wird, das ist richtig, aber dieses Papier wird sofort zum grossen Teil in physisches Gold
umgerubelt. Das bedeutet, dass es stimmt, was wir sehen.
Physisches Metall koppelt sich steigend vom Papiermarkt ab und das, was gemunkelt wird, Tresore werden knapp und Tresorhersteller sind voll ausgelastet.
Die angegebene Deckung der Comex mit physischem Gold mag stimmen, aber belastbar überprüfen kann man das nicht. Es kann genau so gut sein, dass die Deckung wieder nur auf einem Papier Anspruch besteht und eben viel geringere Mengen von physischem Metall vorhanden sind.
All die schönen Bilder von vollen Lagerhallen sind mit AI gerierte Bilder.
Spätestens am Dienstag schreiben die Finanzmedien wieder: Öltanker fahren wieder, die Märkte atmen auf und Tanken wird billiger.
Ja, wird es, aber in Pakistan. Ein Öltanker aus Pakistan durfte passieren, gegen erhebliche Mautzahlungen.
Aber das muss man ja nicht schreiben und so tue ich es um den Märkten ein Quantum Trost zu spenden. Als Ostergeschenk.
Übrigens, jeder kann auf Vesselfinder und co den Schiffsverkehr live verfolgen. Auch die Öltanker.
Es dürfen nur die mit den Angreifern verbundenen Schiffe die Straße in den Hoheitsgewässern des Iran nicht passieren. Die anderen schon, wenn auch vielleicht gegen Gebühr… BRDien ist schön blöd, hat aber auch gar keine Tankschiffe…