Südafrikas Gold-Absatz sinkt im Januar deutlich. Platinmetalle legen kräftig zu und dominieren den Mineralienmarkt.

Gold-Absatz im Januar rückläufig
Nach dem Rekord im Dezember sind die Goldumsätze Südafrikas im Januar zurückgegangen. Laut Stats SA lagen die Erlöse bei 19,7 Milliarden Rand (rund 1 Milliarde Euro).
Das entspricht einem Rückgang von 37 Prozent gegenüber dem Vormonat, zugleich aber einem Plus von 36 Prozent gegenüber Januar 2025. Im Dezember war mit 31,5 Milliarden Rand ein neuer Höchstwert erreicht worden. Getrieben wurde dies auch durch den starken Goldpreis-Anstieg von rund 70 Prozent binnen eines Jahres.
Nach dem Dezember-Rekord fällt der Gold-Absatz deutlich zurück – während Platinmetalle von starker Industrienachfrage profitieren..
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Platinmetalle stark gefragt
Deutlich stärker entwickelte sich der Markt für Platinmetalle (PGM). Die Umsätze mit Platin und Palladium erreichten im Januar 25,9 Milliarden Rand (1,3 Milliarden Euro). Das waren 12 Prozent mehr als im Vormonat und 122 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Sechs-Monats-Durchschnitt lag zuletzt bei 22,8 Milliarden Rand – ein Hinweis auf anhaltend hohe industrielle Nachfrage.
Der PGM-Sektor steuerte zu Jahresbeginn 23 Prozent zum gesamten Mineralienumsatz Südafrikas bei, Gold kam auf einen Anteil von 8 Prozent.
Gold-Produktion bleibt schwach
Die Goldförderung zeigte weiterhin kaum Dynamik. Im Januar lag sie lediglich 0,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Dagegen stieg die Produktion von Platinmetallen um 11 Prozent. Südafrika bleibt zwar der weltweit größte Platinproduzent, allerdings veröffentlicht Stats SA nur relative Veränderungen und keine absoluten Fördermengen.
Strukturelle Belastungen im Goldsektor
Südafrika verlor bereits 2006 seine Position als größter Goldproduzent der Welt. Seitdem belasten sinkende Erzgehalte, steigende Förderkosten, fehlende Großfunde sowie wiederkehrende Streiks und Stromausfälle die Branche. Zusätzlich erschwert die extreme Tiefe vieler Minen eine Ausweitung der Förderung. Zwar profitieren die Produzenten aktuell vom hohen Goldpreis, der strukturelle Abwärtstrend im Sektor bleibt jedoch bestehen.
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