Goldpreis unter Druck – Milliarden fließen aus Gold-ETF ab

Gold und Silber bleiben unter Druck. ETF-Abflüsse bei Gold und Zuflüsse bei Silber zeigen eine klare Verschiebung im Anlegerverhalten.

Goldpreis unter Druck: Kapital fließt aus ETFs ab – dramatische Umschichtung sichtbar
Kapital verlässt Gold-ETFs – physisches Gold bleibt im Fokus der Anleger.

Gold und Silber weiter unter Druck

Die Goldpreis-Entwicklung steht weiter unter dem Einfluss des starken Kursrückgangs im März. Dabei wirkte sich neben dem charttechnischen Druck auch die allgemeine Liquidierungswelle an den Märkten negativ auf die Edelmetalle aus. 

Am Mittwoch schloss der Goldpreis am Spotmarkt mit 4.513 USD bzw. 3.902 EUR pro Unze. Damit sanken die Notierungen im Vorwochenvergleich um 6,5 Prozent bzw. 7,4 Prozent (in EUR). Silber gab um 5,9 Prozent (6,6 %) nach auf 71,09 USD bzw. 61,49 EUR. 

Der Verkaufsdruck hält an: Während Kapital aus Gold-ETFs abfließt, stützt starke Silber-Nachfrage den Markt nur teilweise.

Mehr dazu: Tagesaktuelle Kursentwicklung unter Goldpreis aktuell

Zwei Milliarden aus Gold-ETF abgezogen

Die Verkaufstendenzen bei Gold und Silber spiegeln sich auch in den jüngsten Zahlen aus dem ETF-Sektor wider. Der weltweit größte Gold-ETF, SPDR Gold Shares (GLD), meldet per 25. März 2026 Goldbestände in Höhe von 1.052,42 Tonnen. Damit wanderten innerhalb einer Woche 14,57 Tonnen ab.

Die Bestandminderung wurde begleitet von einem Netto-Kapitalabfluss von 2,1 Milliarden US-Dollar. Der Fonds ist offiziell mit einer Zehntel Unze Gold physisch gedeckt. 

Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert




Schnäppchenjäger bei Silber?

Anders sieht es beim iShares Silver Trust (SLV) aus. Denn der größte Silber-ETF verzeichnete im Zeitraum vom 19. bis 25. März 2026 eine Bestandzunahme von 249,16 Tonnen auf Gesamtbestände von 15.513,67 Tonnen. Dabei ergeben sich für diese Periode Netto-Investments von 559 Millionen US-Dollar. Pro ausgegebenem Anteilsschein muss der Betreiber eine Unze Silber einlagern.

Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 25. März 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 25. März 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.

Gold-ETFs zeigen Anlegerstimmung

Die Bestandsentwicklung bei Gold-ETFs liefert wichtige Hinweise auf das Verhalten institutioneller Anleger. Abflüsse deuten oft auf Gewinnmitnahmen oder Umschichtungen hin. Zuflüsse sprechen dagegen eher für längerfristig orientierte Käufe.

Für die kurzfristige Preisbildung bleibt aber vor allem der Terminmarkt entscheidend. Denn ETF-Bewegungen laufen meist nachgelagert und bilden eher die mittelfristige Einschätzung großer Marktteilnehmer ab.

Passend dazu: Nachrichten und Analysen zur internationalen Goldmarkt-Entwicklung

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4 Kommentare

  1. Schnell weg mit dem Zeugs. In hohem Bogen aus dem Depot. Verluste begrenzen und morgen dafür wieder teuer einkaufen, so wird jeder reich.
    Denn, wenn es teuer ist, muss man es kaufen und wenn es billig ist sofort verkaufen.
    Macht doch jeder bei Mediamarkt genau so.
    Man wartet bis vor Weihnachten und kauft, wenn es ganz besonders teuer ist. Man gönnt sich ja sonst nichts.
    Ganz besonders clever waren die, welche mit den Preischildern auf den Klamotten rumlaufen. Die haben es verstanden, wie man reich wird.

  2. Keiner weiss wie es wirklich kommt Krieg und Elend alles möglich
    Gold ist der mir bekannte beste Versuch die Lebensleistung mobil zu speichern .
    Ob es gelingt weiss ich nicht

    • @Popeye
      Nun merkt es sich schon die Regenbogenpresse:
      Der Markt ( wer auch immer das sein soll, wahrscheinlich die 35 jährigen Studenten mit den Discountbrokern), jagen den Nachrichten ( Den Trump Äusserungen), panisch hinterher. Getriebene Schafe ist noch gelinde gesagt.
      Wahrscheinlich haben die noch viel zu viel Geld von Papas Konto.
      Man kann nur noch genüsslich Kopfschüttelnd zusehen.

    • @Popeye
      Wenn die Methode die letzten 5.000 Jahre funktioniert hat stehen die Chancen gar nicht so schlecht, daß es auch die nächsten 50 Jahre noch klappt.
      Bei keiner anderen Geldanlage würde ich diese Chance bei über 20 % sehen.
      Schönes Negativbeispiel: „Betongold“ in Dummland: wer kauft mir das in 30 Jahren noch ab ?
      Die Arbeitslosen, die Bürgergeldempfänger, die Rentner mit bis dann auf Bürgergeld geschrumpften Minirente oder wer ?
      Das Krügerlein findet schon ein neues Heim zwischen Dubai und Peking.

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