Goldpreis bleibt volatil – Hunderte Millionen Dollar fließen aus Gold- und Silber-ETFs

Der Goldpreis bleibt im Aufwärtstrend, schwankt aber stark. Gleichzeitig ziehen Investoren Kapital aus großen Edelmetall-ETFs ab.

Goldbarren vor Börsenbildschirm – Kapitalbewegungen bei Gold-ETFs
Goldbarren vor Börsendaten: Anleger bewegen derzeit große Summen in Edelmetall-ETFs.

Silber- und Goldpreis uneinheitlich

Der Goldpreis bewegt sich weiterhin in einem intakten Aufwärtstrend, allerdings begleitet von kräftigen Kursschwankungen. Am Mittwoch schloss die Feinunze am Spotmarkt bei 5.149 US-Dollar, was 4.425 Euro entsprach.

Damit lag die Notierung auf Dollarbasis innerhalb einer Woche 0,4 Prozent niedriger, während der Goldpreis in Euro 1,1 Prozent zulegte. Ausschlaggebend war der zuletzt stärkere US-Dollar gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung.

Der Silberpreis entwickelte sich dagegen insgesamt schwächer. Innerhalb einer Woche sank die Notierung um 6,4 Prozent auf 83,45 US-Dollar beziehungsweise um 4,9 Prozent auf 71,72 Euro.

Mehr dazu: Tagesaktuelle Kursentwicklung unter Goldpreis aktuell

Größter Gold-ETF: Deutlicher Bestandsrückgang

Auch beim weltweit größten Gold-ETF blieb der Handel von starken Bewegungen geprägt. Innerhalb der vergangenen fünf Handelstage gingen die Bestände des SPDR Gold Shares (GLD) um 16,58 Tonnen zurück. Das Inventar sank damit auf 1.081,04 Tonnen.

Parallel dazu kam es zu spürbaren Kapitalabflüssen. Auf Basis unserer Berechnungen ergibt sich für den Zeitraum 26. Februar bis 4. März ein Netto-Abfluss von rund 254 Millionen US-Dollar. Der stärkste Tagesabzug trat am Mittwoch auf, als Anleger etwa 276 Millionen US-Dollar aus dem Fonds abzogen.

Kapitalbewegungen im Gold-ETF SPDR Gold Shares (GLD) vom 26. Februar bis 4. März 2026. Unter dem Strich ergibt sich ein Kapitalabfluss von rund 254,9 Millionen US-Dollar.

GLD-ETF-Kapitalflüsse 26.02.–04.03.2026: Netto-Abfluss von 254,88 Mio. USD aus dem SPDR Gold Shares
Kapitalbewegungen im Gold-ETF SPDR Gold Shares (GLD) vom 26. Februar bis 4. März 2026. Unter dem Strich ergibt sich ein Kapitalabfluss von rund 254,9 Mio. US-Dollar.

Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert




SLV: Auch Silberfonds mit Bestandsrückgang

Auch im größten Silber-ETF kam es zu Veränderungen. Beim iShares Silver Trust (SLV) verringerten sich die Bestände innerhalb von fünf Handelstagen um 132,17 Tonnen auf 15.947,57 Tonnen. Dabei ergaben sich im gleichen Zeitraum Netto-Kapitalabflüsse von rund 244 Millionen US-Dollar.

Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 4. März 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 4. März 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.

Während ein Anteil des SLV rechnerisch eine Unze Silber repräsentiert, steht ein Anteil des GLD für etwa ein Zehntel einer Unze Gold.

Bedeutung für den Edelmetallmarkt

Kapitalbewegungen in Edelmetall-ETFs gelten als gut beobachtbarer Stimmungsindikator am Markt. Abflüsse werden häufig mit Gewinnmitnahmen oder taktischen Umschichtungen erklärt. Zuflüsse hingegen deuten eher auf eine strategische Positionierung institutioneller Anleger hin.

Für die kurzfristige Preisbildung bleibt allerdings vor allem der Terminmarkt entscheidend. Veränderungen bei ETF-Beständen wirken meist zeitverzögert und spiegeln eher die mittelfristigen Erwartungen großer Marktteilnehmer wider.

Passend dazu: Nachrichten und Analysen zur internationalen Goldmarkt-Entwicklung

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17 Kommentare

  1. Kurznachricht heute 14:28

    Der Gouverneur der polnischen Nationalbank Glapinski erwägt laut Berichten Goldverkäufe zur Finanzierung von Verteidigungsausgaben.

    • @Ukunda
      Und was hat er davon ? Danach wird Gold wie immer wesentlich teurer, weil es am Markt fehlt und er muss es wieder teurer anschaffen. Ich denke, das ist eine Zeitungsente.
      Die Bundesbank verkauft regelmäßig Gold und das bewirkt höhere Preise.
      Seit zig Jahren beobachten wir, dass bei Mangel an Gold selbiges billiger wird und bei Überfluss dieses teurer. Bei Gold funktioniert das normale Marktverhalten nicht.

  2. Was aber nicht bewirkt, dass die Anleger ihre physischen Münzen ebenso grosszügig verkaufen.
    So kostet etwa das Silberunzerl nach wie vor über 100 Euro, mehr als 6 fache als ich dafür bezahlte.
    Nun ja, auf dem PC kann man ja schnell Papiere kaufen und verkaufen. Ob mit Gewinnen mag dahingestellt bleiben.
    Derweil läuft man in die Öl und Gaspapiere rein um diese morgen wieder billigst abzustossen.
    Verdienen tun nur die Banken und deren Broker..
    Der Witz des Tages: Politiker überlegen den Tankrabatt, vor der Wahl, natürlich. Nach dem Grunderbe, Grundeinkommen, der Grundwohnung und dem Grundporsche samt Grund Internet und dem Grund Doktortitel, auch für jene, welchen den Hauptschul Abschluss nicht hinbekommen.:)

  3. Es wird noch vielmehr Gold verkauft werden,wenn die Aktienmärkte weiter fallen.Es sieht in allen Assets rot aus.Und ich denke,dass Staaten bzw. Zentralbanken das gleiche tun werden, um Liquidität in die Märkte zu bekommen.Ansonsten müssten sie Billionen €/Dollar neues Geld schaffen und damit eine enorme Inflation und Rezession anzetteln.Am Ende siegt der,der sogar das verkaufte Gold aufkaufen kann in aller stille!Wer kein Gold als Sicherheit hat, besitzt nur das Fiatgeld, aber wertloser denn je…Wenn ich mal etwas feststellen darf, so richtig offensichtlich geht es weltweit bergab mit Corona und dem Beginn des Ukrainekrieges…Dazu Trump,dazu der jetzige Irankrieg…diese tägliche massive Verschuldung durch Rüstung,durch Krieg und dann wackeln viele Arbeitsplätze…
    Es wird wohl noch „lustiger“ werden. Wenn Staaten an ihre Goldreserven gehen,wird es brenzlig und wenn Staaten US Anleihen auf den Markt werfen,kippt alles sehr rasch!
    Auch wenn Gold jetzt augenblicklich fällt,so wird im Ergebnis nach dem Irankrieg Gold neu bewertet werden müssen! …heute auf der A13 Raststätte Freihenhufen der Dieselpreis bei 2,499€/l…unglaublich..für mich je der höchst gesehene Wert hier in D …

    • @Bastei
      Wenn die Zentralbanken Gold auf dem Markt verkaufen ( das tun die übrigens nicht und wenn, für ein paar Gedenkmünzen, wie Deutscher Wald und so), läger der Gewinn in etwa bei der Hälfte und damit könnte man allerhöchstens die Zinsen der Anleihen für 1 Monat begleichen. Mehr nicht.
      Wenn sie 1 Mio Schulden haben und jetzt arbeitlos werden, macht es auch keinen Sinn, das alte treue Auto zu verkaufen um sich zu sanieren.
      Mit Gold kann man sich nicht sanieren, mit Gold kann man sich aber retten und das ist was anderes.
      ( Unter sanieren versteht man, anschliessend so weiter leben wie bisher).
      Verkauft Polen sein Gold, sind die fertig, pleite, bankrott. Kein vernünftiger Mensch würde denen dann noch einen Cent leihen. Die Polen können dann nur noch Putin um Hilfe und Übernahme des Landes rufen. Und der hilft gerne, das sage ich Ihnen.

  4. Bis jetzt ist ja alles noch relativ milde und „abgefedert“, aber ich könnte mir auch vorstellen, dass eine ernsthafte und sehr unangenehme Weltwirtschaftskrise noch aussteht. Die Folgen dieser kann, so glaube ich, niemand wirklich vorhersagen, da die Welt ihren Wohlstand deutlich gemehrt hat und es wohl nicht mehr zu solchen fatalen Folgen wie in früheren Zeiten kommen wird.

    • @Johnsilver
      Ich sehe das Gegenteil: es knallt heftiger.
      Begründung: ein viel grösserer Teil dessen, was uns als sichtbarer Wohlstand erscheint, ist auf Pump gekauft.
      85 % der Autos auf der Strasse gehören einer Bank und nicht dem Typen auf dem Fahrersitz.
      Bei Immos ist es auch nicht viel besser, da wurde ab 2010 der nackte Wahnsinn betrieben.
      Und jetzt steigen die Zinsen der Anschlußfinanzierung um 400 % (von damals 1 % auf heute 4 % ) und der Job ist in Gefahr.
      Schon aufgefallen : bei Mediamarkt etc. steht auf dem Presschild nicht mehr der Preis, sondern die Monatstrate. Nicht mal der TV und der Kühlschrank gehört den Leuten noch.
      Je gehebelter alles ist, desto heftiger knallt es.

      Besispiel: ein befreundeter Steuerberater betreut einen Erben, der Immos an einem klassischen Autostandort geerbt hat. Das FA hat die Werte festgelegt, absurd weit weg vom aktuellen Markt.
      Im Widerspruchsverfahren hat nun ein Gutachter die echten Werte festgestellt.
      Fast 40 % weniger.
      Die Leute in BaWü wählen am Sonntag ein „weiter so“ und haben nicht die geringste Ahnung, daß sich der Wert ihres Häusles gerade in grüne Luft auflöst, wenn es denn überhaupt einen Käufer geben sollte.

      Wenn der Luftballon der auf Schulden aufgebauten Wohlstandsillusion platzt…….

  5. @johnsilver
    Wie kommen Sie denn darauf??? Die Mechanismen von 1923 / 1929 sind dieselben wie heute! Unterschied: wenn es knallt, dann lauter & schneller! Warum? Weil heute nichts mehr „getickert“ oder durch Mundpropaganda transportiert werden muß. Im Elektronikzeitalter geht fast alles in Millisekunden. Und nicht überall ist der Wohlstand gesichert / gemehrt. Sie meinen doch hoffentlich nicht die Leute, die in Papier investiert sind, bzw. gut mit FIAT-Geld gesegnet sind? Oder gar Immo-Eigentümer? Gerade denen drohen staatliche Zwangsmaßnahmen / Zwangshypotheken, Wertverfall an div. Standorten (Wolfsburg, Ingolstadt,…), ev. sogar Zwangsversteigerung durch jobverlust u. ä. Was denken Sie, wie schnell sich diese Art Wohlstand in Rauch auflöst, wenn es soweit ist???
    Fazit: während & nach der Krise zählen nur noch Sachwerte, die nicht auf Papier stehen und allgemein als „werthaltig“ angesehen werden. Und dabei steht AU nun mal ganz weit oben! Aber auch anderes könnte diese Kriterien erfüllen: die Rolex-Sammlung, ein edler Whisky-Keller oder ein Ferrari 250 GTO in der Garage… Alles ohne Gewähr; den richtigen Riecher müssen Sie schon selber haben… Übrigens: als „Dorfbewohner“ haben Sie die besten Chancen auf Vermögensrettung! :-)
    Schönes WE!
    Dokta

  6. @Blackwood and @ GoldenEye
    Ich kann Sie beruhigen :)…ich sehe es nicht auf die Finanzsituation bezogen, sondern infrastrukturell. Soll heissen es gibt eben wesentlich mehr Sachwerte auf der Welt, modernere Technik und Technologien, Hilfseinrichtungen oder auch Krankenhäuser usw. Ich dachte dabei an die Kriegsszenarien, an die Flüchtlingstrecks nach dem 2. Weltkrieg, den Hunger und das ganze daraus resultierende Elend. Das wird, so glaube und hoffe ich, nicht mehr in der Form stattfinden.

    • @Johnsilver
      Was Sie beschreiben hoffe ich auch: die Häuser stehen noch (die Infrastruktur in Dummland ist sowieso Schrott) , es ist “ nur “ das Geld weg.
      Wie 1923. Enteignung und Verarmung der 98 % im Frieden.

      Ein paar kleine Nebenwirkungen wird es dennoch geben:
      1.) Kranken- und Pflegeversicherung sind pleite.
      Ab 55 gibt es keine teuren Operationen mehr (Knie, Hüftgelenke), die sehr teuren Krebsmedikamente auch nicht (außer für Selbstzahler).
      2.) 10 Monate Wartezeit auf einen Facharzttermin (also rechnerisch 3 Monate nach der Beerdigung).
      1. und 2 . gibt es schon in England.

      3.) Alten- Pflegeheim ist ein 10er-Schlafsaal und man bekommt eine 3-Tage-Windel (die gibt es auch schon).
      4.) Statt Bürgergeld Lebensmittelmarken.
      etc….
      Siehe Venezuela.

      Aber keine Panik:
      Politiker und Dorfbewohner werden weiter angenehm leben.
      Ist auch keine Neuigkeit, das ist in jedem Pleite-Entwicklungsland so.
      Und schon immer so gewesen.
      Bleibt man eben am Starnberger See oder Tegernsee.
      Nach Berlin, Köln, Hamburg etc. ist man sowieso nie gefahren, wozu auch sollte man sich das Elend ansehen ?
      Dann lieber nach Florenz, Bolgheri, einen See in der Eidgenossenschaft oder zum ZAUNER (☆☆☆☆☆) etc.
      Staus und Überfüllung gibt es ja nicht mehr.

  7. Grüße an Alle, der HansPeter meldet sich zurück. Was ich beobachte ist, dass traditionelle Geldschwemme an den Börsen ausbleiben. Trotz des starken Anstiegs des Ölpreis springen die Ölexplorationsfirmen kaum an. (Bis auf vereinzelte Zocks). Dieses Phänomen war undenkbar, als das Geld noch lockerer saß. Irgendwas ist da im Argen und woanders wandert das Kapital hin.
    Die Frage ist nur wohin und ich tippe auf Cash und Sachwerte.

  8. Finanzen.net schreibt folgendes:
    „Peter Schiff lässt Alarmglocken schrillen: Bitcoin jetzt verkaufen – Sturz auf 20.000 US-Dollar droht
    Der langjährige Bitcoin-Kritiker Peter Schiff hat einmal mehr gegen die Cyberdevise gewettert. Er ruft Krypto-Anleger dazu auf alle BTC zu verkaufen, da ein massiver Preissturz bevorstehen würde.“
    Mit ein Grund, weshalb vermehrt in physisches Gold investiert wird und nicht in digitales Gold, früher Papiergold genannt.

  9. Rechnet man mit dem spitzen Bleistift erscheint dieser ETF nicht so günstig.
    Zwar kostet mich der physische Kauf und Verkauf durch Aufgeld mehr als der Anteilsschein über eine Unze, aber die Unze ist nicht voll gedeckt, sondern nur zu 1/10.
    Der Rest ist spekulativ.
    Kommt es zum GAU, hat einer nur Anspruch auf 1/10 in physischem Gold. Dieses jedoch wird nicht geliefert, sondern erfolgt auch noch durch Barausgleich.
    Und darin liegt der 2. Hund begraben.
    Wie lange kann es dauern, bis einer das Geld auf dem Konto hat und in welcher Höhe. Ich fürchte, eher in geringerer Höhe durch all die Rechtsstreitigkeiten.
    So ein ETF mag also nur dann Sinn machen, wenn einer mit dem Goldpreis spekuliert. Schnell kauft und noch schneller Verkauft.
    Ind die Bewegungen bei diesen Fonds deuten genau darauf hin. Rein in die Kartoffel, raus aus den Kartoffeln.
    Wenn aber einer nur am Goldpreis teilhaben will, sollte er das lassen und sich andere Teilhabereien suchen.

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