Gold bleibt volatil, erreicht aber auf Euro-Basis ein Rekordhoch. Steigender Open Interest und CoT-Daten signalisieren frische Marktstärke.

Goldpreis volatil nach oben
Der Goldpreis hat erneut eine volatile, aber klar bullische Handelswoche absolviert. Dabei erreichte Gold auf Euro-Basis ein neues Rekordhoch, weil der stärkere US-Dollar den Umrechnungseffekt verstärkte.
Gold bleibt volatil, aber klar bullisch – Open Interest und Auslieferungen ziehen an, COMEX-Bestände rückläufig.
Am Freitag beendete das Edelmetall den US-Futures-Handel (Februar-Kontrakt) mit 4.518 USD pro Unze, was 3.881 EUR entsprach. Damit verteuerte sich Gold innerhalb einer Woche um 4 Prozent.
Mehr zu den Tagesbewegungen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten
CoT-Daten wieder aktuell
Nachdem aufgrund des US-Shutdowns über Wochen keine aktualisierten CoT-Daten vorlagen, veröffentlicht die Commodity Futures Trading Commission die Zahlen nun wieder regulär. Der jüngste Bericht zeigt die Positionierung der größten Händlergruppen per 6. Januar 2026.


Commercials: Die kommerziellen Marktteilnehmer wiesen eine Netto-Short-Position von 272.035 Kontrakten auf – ein Rückgang um 1 Prozent gegenüber der Vorwoche. Vor allem die eigentlichen Goldverwender („Smart Money“: Produzenten, Großhändler, Raffinerien etc.) reduzierten ihre Absicherungspositionen stärker (Netto-Verkäufe –7 %).
Große Spekulanten: Die Netto-Long-Position der Managed-Money-Gruppe sank um 1,5 Prozent auf 227.632 Kontrakte.
Open Interest zieht deutlich an
Die Summe aller offenen Gold-Kontrakte stieg zunächst moderat um 1,3 Prozent auf 488.116 Kontrakte (Dienstag) und wuchs bis Freitag um weitere 3,7 Prozent auf 506.020 Kontrakte. Das ist der höchste Stand seit Oktober 2025 und signalisiert eine klare Zunahme der Handelsaktivität an der COMEX.
Gold-Optionen: Mehr Puts – aber weiterhin Call-Dominanz
Auch im Optionsmarkt zog die Aktivität an. Das Open Interest stieg um 7,7 Prozent auf 781.742 Optionen. Dabei erhöhte sich die Put/Call-Ratio auf 0,687. Damit wurden mehr Put- als Call-Optionen aufgebaut, doch insgesamt liegen die Call-Wetten weiterhin vorn: Auf 100 Put-Optionen kamen 146 Call-Optionen – ein Zeichen für anhaltend bullische Erwartungen.
COMEX-Bestände und physische Deckung
Die Goldbestände in den COMEX-Lagern sind leicht gesunken. Denn für 8. Januar 2025 wird ein Gesamtinventar von 36,31 Millionen Unzen gemeldet. Das sind 90.000 Unzen weniger als vor einer Woche. Die Bestände der Kategorie „registered“ (sofort verfügbar) beliefen sich auf 19,18 Millionen Unzen, was wie in der Wochewoche 53 Prozent der Gesamtbestände entspricht.
Bezogen auf die gesamten Lagerbestände lag die physische Deckung im Gold-Futures-Handel bei 72 Prozent, nach 75 Prozent in der Vorwoche. Historisch ist das ein hohes Niveau; in den vergangenen Jahren schwankte die Spanne zwischen etwa 30 und über 80 Prozent.
Auslieferungsanträge steigen weiter
Für den Januar-Kontrakt liegen nun 6.683 Anträge auf physische Auslieferung vor – rund 21 Tonnen Gold. Damit kamen innerhalb einer Woche 2.434 (7,5 Tonnen) hinzu. Im Dezember hatten 37.098 Anträge vorgelegen. Das entsprach rund 115 Tonnen.
Der historische Rekord stammt vom Januar 2025 mit insgesamt 238 Tonnen.
Zur Übersicht: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung
Goldpreis-Volatilität bleibt hoch
Auch die jüngste Handelswoche war von starken Schwankungen geprägt, doch am Ende setzten sich erneut die Käufer durch. Am Freitagnachmittag kam nach schwächeren US-Arbeitsmarktdaten zusätzliche Dynamik auf. Aber auf Dollar-Basis wurde noch kein neues Rekordhoch erreicht.

Ausblick: Neue Dynamik möglich
Die Terminmarktdaten deuten auf wieder zunehmende Marktstärke hin. Der jüngste Kursanstieg hat mehr Händler in den Markt gelockt, was der steigende Open Interest bestätigt. Dennoch dürfte der Bereich um das Rekordhoch hart umkämpft bleiben.
Mehr Ausblick: Goldpreis 2026: Warum das neue Jahr alles verändern könnte


TD Securities shortet Silber und ruft ein Kursziel von 40 aus. sie sagen dass Indexfonds 7 Mrd Dollar Silber verkaufen müssen WG Rebalancing. was ist eure Meinung dazu.
TD Securities hat vor drei Monaten einen Goldkurs von 4.000 USD vorrausgesagt. So viel zu deren Expertise. Des Weiteren stellen sich folgende Fragen:
Shortet TD tatsächlich Silber oder behaupten sie das nur, um den Silberpreis zu drücken?
Ist TD vielleicht schon mit Silber- und Gold-Shorts weit im Minus und muß die Edelmetalle schlechtreden, in der Hoffnung mit tragbaren Verlusten aus den Short-Positionen rauszukommen?
Selbst wenn einige Indexfonds so dumm wären Silber zu verkaufen, anstatt dessen prozentualen Anteil am Fond zu erhöhen, würde dies kaum mehr als 60 Mio. Unzen auf den Markt bringen. Es fehlen aber hunderte Millionen Unzen weltweit, bei der momentanen Nachfrage und diese wird eher in den nächsten Jahren eher noch steigen als sinken.
Außerdem wäre der Großteil eines Rebalancing schon abgeschlossen. Und wo steht Silber gerade?
@Peter Parker
Das sind meist Gesellschaften, welche wollen, dass einer Silber verkauft. Selbst sind die meist long.
Im Prinzip gilt, das Gegenteil zu machen
Der Super Analyst Harry Dent rief 2013 für 2014 bei Gold ein Kursziel von 444 Dollar aus.
Nunja. ausrufen kann man viel, sogar Jodeln aufm Berge.
Nochmal:
Mache immer das Gegenteil dessen, was Banken und Fiat Money Fonds voraussagen und raten.
Und weil es so schön ist, hier das Urdeutsche Handelsblatt mit ihrem Soros.
https://m.youtube.com/watch?v=A0bBSCpVZNI&pp=ygUSdmVya2F1ZnQgZXVlciBnb2xk
Wenn das passieren sollte,dann wird aber Silber gekauft!Mir sind die Unzen schon relativ teuer.Vielleicht kaufen China,Türkei Tonnen Silber auf!
Mit Silber „ spielt“ man nicht bei der Unterdeckung zwischen Bedarf und Förderung!Wenn Silber so nach unten rauscht,warten definitiv schon viele Käufer!
@peter parker
Alles ist möglich. Es ist aber nur ein Prognose. Man kann sich vieles wünschen. Es riecht allerdings danach, dass sie auf einer großen StortPosition sitzen.
Ich sag nur:
Gold heute bei 126,17€/g!!!
Silber heute bei 2,33€/g….
Nun,wer verkauft Edelmetalle bei diesen Zeiten?
@ Peter Parker
Einige Rohstofffonds MÜSSEN Rebalancing betreiben. (Normalerweise innerhalb einer Woche im Januar.) Betrifft alle Rohstoffe der jeweiligen Fonds. Dieses Jahr werden also unter anderem Gold, Silber und Kupfer verkauft.
Falls das zu einem Rücksetzer führt, günstig nachkaufen!
An den Fundamentaldaten hat sich NICHTS geändert.
Schönen Sonntag
Ein Rebalancing führt nicht zwangsläufig zu einem fallenden Preis. Ich gehe eher von einer höheren Volatilität aus, als von einem fallenden Preis. In einem knappen Markt zu Shorten ist schon Wahnsinn.
Ich denke das sind Ablenkungsmanöver! Das riesige physische Problem „darf“ auf keinen Fall zur Sprache kommen, schon gar nicht in den Mainstream…:.)
Selbst wenn Silber wieder auf 40 fällt wäre das ein Segen für jeden Investor.
Ich kann mir das kaum vorstellen, außer der Systemcrash kommt doch irgendwann…
Wer sich guter Investor nennen will, hat aus den vergangenen Erkenntnissen aus 2020/21 gelernt und schon massig physisches Klopapier für die Deutschen und Pariser für die Franzosen auf Lager gelegt. Dann kann man direkt den kurzen Dip von Silber und AU bei Systemversagen zu gutem Kurs umwandeln ;-) Jetzt das teure Zeug zu kaufen ist eher solala und nicht strategisch genug gedacht!1! Physischen Wodka und Zigaretten zum Bestechen der Sowjetten nicht vergessen. Für alle Anderen hilft Plumbum, egal ob in Stiftform mit Schwarzpulver oder Barren zum Balkonwurf.
Bei 40 kaufe ich, was geht. Physisch.
Mao:
Der Preis wird nicht auf 40,00 € zurückkommen. Selbst wenn ein schwarzer Schwan geflogen kommt und deshalb Leute zum Verkauf gezwungen sein sollten, wird a) das Zeitfenster überschaubar sein und b) werden die Händler den Verkauf aussetzen. Sie werden dann einsammeln und auf steigende Kurse warten.
@Racew: Silber wird irgendwann wieder bei 20 und Gold bei 1.000 stehen.
Aber nicht in Euro oder Dollar.
Die gibt es dann nur noch im Museum oder als 20-Millionen-Euro-Geldscheine für 20 „Neue-Nord-Pfennige“ auf dem Flohmarkt .
So wie heute der 1923er Reichsmark.
Vielleicht tausche ich dann eine Münze zurück in den neuen goldgedeckten Nordfranken.
Wobei ich eher glaube, daß wir dann eine Kolonie der USA (wie heute) oder der Brics sind und wir in Silber-Dollars oder Gold-Renmimbis zahlen.
Blackwood:
Gut möglich. Jetzt steht erstmal das Problem Gasspeicher an. Der Füllstand liegt aktuell (angeblich) bei ca. 47,00 %. Etwa 1,30 % gehen an kalten Tagen ab. Unter 10,00 % wird es meines Wissens schwierig, denn der Druck reicht dann nicht mehr für die weitere Entnahme aus. Selbst mit Zugängen könnte es also ab Mitte Februar brenzlig werden. Vielleicht hilft die Kälte beim Aufwachen und wird zum gamechanger?
@Racew
Habe auch schon gehört, daß es unter 20 % Füllstand massiv schwieriger wird (zu wenig Druck). Unter 10 % zerstört evtl. den Speicher (ausgespülte Kavernen in Salzstöcken, ohne genug Gegendruck Gefahr der Statik). Bin aber kein Dr.Ing., also unter Vorbehalt.
In 6 Wochen wissen wir es.
Als guter Bürger kann man ja seinen produktiven Beitrag leisten:
Alle unsere Freunde lassen derzeit ihren Kamin kalt und heben das Kaminholz auf. Die Idee hatte ja auch schon unser Materialist.
Dafür läuft die Gasheizung oder die Wärmepumpe auf Vollgas, schöne 23 Grad im Haus. Mein Ex-Nachbar in Muc hat seinen Pool im Keller jetzt auf 28 Grad angehoben (wenn die Klimaerwärmung schon draußen kläglich versagt, muß wenigstens im Keller die Karibik…..)
Man hilft ja, wo man kann.
Sollen Sie ruhig Papiersilber verkaufen wir behalten unser physisches Metall.
Weil der FED Chef nicht nach Donalds Pfeiffe tanzt bekommt er jietzt er jetzt eine konstruierte Anklage. Es sieht nun doch so aus als ob Donald in puncto Unfähigkeit in die grossen Fussabdrücke seines Vorgängers passt.Vom grossfressig angekündigten Schuldenabbau ist keine Rede mehr.Ich denke man kann die Unfähigkeit der gegenw.Politiker nicht hoch genug einschätzen und der Goldpreissprung von heut dokumentiert das.
@Materialist
Hinzu kommt eine absehbar neue Immobilienblase in den USA.
Leerstand und Renovierungsbedarf in den US Großstädten,
da sich Eigentumswohnungen in Citylagen immer weniger
leisten können.
Dort muß garade ein Bayrischer Pensionsfonds
mindestens 700 Millionen abschreiben.
Materialist:
Ich denke, dass Trump durchaus weitsichtig handelt. Die gigantischen US-Schulden kann er nicht durch Sparprogramme oder Tricksereien in den Griff bekommen. Das weiß er. Deswegen setzt er an anderer Stelle an. Nämlich bei den Rohstoffen. Die werden gerade zwischen USA, Russland und China neu aufgeteilt. Trump hat Venezuela mit seinen enormen Ölvorkommen im Sack. Nächstes Ziel ist Grönland. Weder Dänemark noch die EU sieht Trump als ernsthaften Gegner. Der Iran bietet die Möglichkeit, im Nahen Osten an Macht zu gewinnen. Unterschätze niemals den Gegner.
@ Blackwood Wenn man sich Leben einmal als Gasschweisser oder Reifenmontierer gearbeitet hat dann weiß man, daß bei wenig Druck nicht viel kommt.Das ist wie zu hause..Fakt ist daß 25% Gas im Speicher bleiben muss um den Speicher zu erhalten.Andererseit ist die entnehmbare Gasmenge bei Füllstanden von 30% schon erheblich reduziert. Die Speicher waren schon zu Winterbeginn nur zu 80% gefüllt und wenn es dann noch mal richtig kalt wird über längere Zeit dann wird es spannend. Scheinbar hat sich der Chef der Netzagentur,ein Posteninhaber von Roberts Gnaden mal wieder auf den wärmsten Winter aller Zeiten verlassen.Ich für meinen Teil heize jetzt viel mit Gas um meinen Holzvorrat für das Ende des Gases zu schonen.
@ Racew Ich war ja auch mal ein Trump Fan aber ob es so weitsichtig ist an der einen Ecke den Friedensengel zu spielen und an 3 anderen Ecken den Zoff anzuheizen ,da habe ich meine Zweifel. 2014 ging es in der Ukraine fast genau so los wie jetzt in Venezuela. Das öl von Venezuela hat er noch lange nicht sicher und ein südamerikanischer Irak wird auch nicht sehr hilfreich sein. Nun will er sogar schon 1,5 Bill. für die Rüstung verbraten,damit wird er die Verschuldung eher beschleunigen als abbauen und die Inglation weiter anheizen.
Materialist:
Trump ist in den Angriffsmodus gegangen, weil dies die einzige Option ist. Wer jetzt bei dem Kampf um die Rohstoffe untätig bleibt, wird leer ausgehen. Und die Rohstoffe bieten schlichtweg die Möglichkeit, künftig Wohlstand und Macht zu erhalten.
In Deutschland werden die Prioritäten anders gesetzt. Unsere Politiker reisen seit Monaten durch die Welt, um in Sachen Ukraine zu verhandeln. Dabei gibt es weder für die EU und erst recht nicht für Deutschland etwas zu verhandeln. Wir sind schlichtweg raus aus dem Spiel. Hier werden nutzlose Scheindebatten geführt, währenddessen andere Länder gerade ihre Macht- und Einflusssphären neu abstecken. Früher konnte Deutschland den Mangel an Rohstoffen durch Bildung, Wissen und Know-how ausgleichen. Das ist komplett vorbei. Jetzt haben wir keine Rohstoffe, keine Bildung, kein Wissen, kein Know-how, aber dafür jede Menge massive Probleme neben unserer verlorenen Wettbewerbsfähigkeit. Die Politik ignoriert diese Probleme und ein erheblicher Teil der Bevölkerung sieht sie nicht einmal. Ich bin auch kein Trump-Fan. Aber die Wahl zwischen Trump und unseren Qualitätspolitikern fiele mir jederzeit sehr leicht.
@RACEW Ich stimme Ihnen voll umfänglich zu. Deutschland und die EU spielen in der Kreisliga und die anderen Nationen wie die USA oder China zum Beispiel spielen in der Champions League. Und die deutschen Politiker meinen noch, sie könnten bei den Großen mitspielen. Die großen Player lassen Deutschland und die EU nur dann mitspielen, wenn gezahlt wird. Und außer den Geldbeutel aufmachen, können wir nichts mehr. Aber das hat sich bald auch erledigt.
Ihr seht das alles zu global politisch.
Die Krise komnmt weder von Trump, noch von Putin noch vom Iran und von Venezuela schon gar nicht.
Die schwarzen Schwäne und der Kollaps kommt ganz woanders her, kaum jemand hat das auf dem Radar.
Er kommt von uns, von uns allen selbst. Wir begehen Selbstmord, weil es uns zu gut ging und noch geht.
So gingen alle früheren Reiche und Länder unter:
Durch Hedemonie, Völlerei, Prasserei, Sorglosigkeit, Mißachtung und Anspruchsdenken.
Andere Ländere strebten dagegen auf, durch Arbeit, Zucht und Ordnung.
Das ist dann die neue Weltordnung.