Goldpreis ohne Impuls – Silber fest, Händler wollen mehr echtes Gold

Aktualisiert: 7. Dezember 2025, 11:03 Uhr – COMEX-Wochenchart nachgereicht

Gold bleibt nahe 4.200 USD, Silber steigt. CoT-Daten fehlen noch, doch die Nachfrage nach physischer Auslieferung nimmt am Terminmarkt deutlich zu.

Übergabe von Goldbarren als Symbol für physische Auslieferungen am Terminmarkt
Symbolbild: Übergabe von Goldbarren als Hinweis auf steigende physische Auslieferungsanträge im Terminmarkt. Das Motiv verdeutlicht die aktuelle Nachfrage nach handfestem Gold.

Goldmarkt – ruhige Woche, unterschiedliche Trends

Der Goldpreis bewegte sich in der vergangenen Woche erneut eng um die Marken von 4.200 USD und 3.600 EUR. Größere Impulse blieben aus, was vor allem der abwartenden Haltung vor der Fed-Sitzung geschuldet war.

Auch ohne Preisschub fordern Händler mehr physisches Gold – ein Hinweis auf stabile reale Nachfrage.

Am Freitag schloss der Dezember-Future bei 4.196 USD (3.604 EUR). Damit ergibt sich auf Wochensicht ein Minus von 0,5 Prozent in USD und 0,9 Prozent in EUR. Silber hingegen setzte seinen Aufwärtstrend fort und verteuerte sich um 3,3 Prozent bzw. 3,8 Prozent auf 58,28 USD bzw. 50,05 EUR.

Mehr zum Thema: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

CoT-Daten – Aufarbeitung der Rückstände verzögert Analyse

Die CFTC arbeitet weiterhin die technischen Rückstände aus dem Shutdown auf. Neu zur Verfügung stehen Daten vom 21. Oktober 2025. Zu diesem Zeitpunkt lag der Open Interest rund 10 Prozent höher als heute – die Lagebeurteilung erfolgt daher mit zeitlicher Verzögerung.

Netto-Positionen von Commercials und Großen Spekulanten sowie Open Interest im US-Gold-Futures-Handel seit 2020. Daten aktuell bis 21. Oktober 2025 verfügbar. (Quelle: CME Group)
Netto-Positionen von Commercials und großen Spekulanten sowie Open Interest im Gold-Futures-Markt (Datenstand: 21. Oktober 2025; Quelle: CME Group).

Open Interest – leichter Anstieg trotz Goldpeis-Rückgang

Aktuell summiert sich die Zahl offener Gold-Futures auf 430.456 Kontrakte, ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber der Vorwoche.

Im Optionshandel erhöhten sich die offenen Positionen auf 756.960 (+6 Prozent). Die Put/Call-Ratio fiel auf 0,7, was auf einen leicht stärkeren Optimismus im kurzfristigen Handelsumfeld hindeutet.

COMEX-Bestände – leichte Abflüsse, hohe Deckung

Die COMEX-Lager schrumpften per 4. Dezember 2025 um weitere 40.000 Unzen auf nun 36,31 Millionen Unzen.

Mit dem parallelen Rückgang des Open Interest sank die rechnerische Deckung des Futures-Handels auf rund 84 Prozent.

Historisch ist das weiterhin ein hoher Wert – die Spanne reichte in den vergangenen Jahren von Phasen mit nur 30 Prozent bis zu über 80 Prozent.

Physische Auslieferungen – Mehr Gold gefragt

Für den Dezember liegen bereits 27.151 Anträge auf physische Auslieferung vor, entsprechend rund 84 Tonnen. Das sind 3.181 zusätzliche Anträge innerhalb einer Woche.

Der November wurde mit 39 Tonnen beliefert; der Januar-Rekord von 238 Tonnen bleibt davon weit entfernt.




Futures-Handel – erneute technische Probleme

Die Wochencharts der einzelnen Kontraktmonate waren am Samstag auf den CME-Servern nicht abrufbar („Bad Gateway“). Bereits eine Woche zuvor war der elektronische Handel im frühen US-Handelsfenster ausgefallen. Diese Störungen hatten international Aufmerksamkeit erzeugt und Zweifel an der technischen Zuverlässigkeit des Papiergoldhandels verstärkt.

Update, 07.12.2025, 11 Uhr: Gold-Charts wieder abrufbar
Die Kurscharts des US-Gold-Futures-Handels stehen seit Sonntagmorgen wieder zur Verfügung, nachdem zuvor ein Serverfehler beim Anbieter aufgetreten war. Der Wochenchart des Februar-Kontrakts (meistgehandelter Termin) zeigt deutlich den abrupten Kurseinbruch am Freitag nach 16 Uhr (50 USD in Minuten). Zu diesem Zeitpunkt kam es zu breiten Rücksetzern über zahlreiche Anlageklassen hinweg. Details dazu finden Sie im Goldreporter-Tagesbericht vom Freitag.

Goldpreis in US-Futures-Handel (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 1. bis 5. Dezember 2025
Goldpreis in US-Futures-Handel (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 1. bis 5. Dezember 2025

Goldpreis-Ausblick – Fed entscheidet über Wochenstimmung

Steigender Open Interest bei fallendem Preis signalisiert kurzfristige Schwäche am Terminmarkt. In der neuen Woche richtet sich der Blick klar auf die Federal Reserve: Eine Zinssenkung gilt als eingepreist – entscheidend wird daher der begleitende Ausblick der US-Notenbank.

Zur Übersicht: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung

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1 Kommentar

  1. Langsam versteht der Markt das die Coins und Kryptos wertlos sind
    Die Anbieter erwirtschaften keine Dividende
    Die Investoren ziehen ab
    Leitzinssenkungen zögern das ganze wellenförmig raus weil Papiergeld nachgelegt wird .
    Dämliche Eurokraten beschleunigen durch Ihr Handeln den Zerfall.
    Sachwerte ubd Bildung sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten sind der Ausweg
    Jede physische Unze zählt .
    Die Welt hat bald fertig …..
    Es kommen harte Zeiten

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