Der Goldpreis hält am Mittwoch zunächst die 4.200-USD-Marke, während Händler auf ADP-Report, ISM Services und weitere US-Daten blicken.
Der Goldpreis bleibt am Mittwoch zunächst stabil über 4.200 USD. Wichtige US-Daten wie ADP und ISM könnten im Tagesverlauf für neue Impulse sorgen.
Gold heute – Hält die 4.200er-Marke?
Gold startete am Mittwoch weitgehend stabil in den Handel. Um 8 Uhr notierte die Feinunze am Spotmarkt bei 4.208 USD bzw. 3.614 EUR. Dabei preisen Händler die hohe Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der US-Notenbank in der kommenden Woche ein. Der Markt sieht die Chancen dafür inzwischen bei 88 Prozent.
Rückblick – Schwankungen am Dienstag
Am Dienstag zeigte sich der Handel volatil. Der Goldpreis lief mehrfach an die Marke von 4.200 USD heran und pendelte zwischen leichtem Plus und deutlichen Abschlägen. Am Ende stand ein Minus von rund 0,6 Prozent mit Schlusskursen bei 4.210 USD bzw. 3.620 EUR. Aktienmärkte legten dagegen zu, während Kryptowährungen nach ihrem jüngsten Ausverkauf zur Erholung ansetzten.
Ausblick – ADP, ISM, Eurozone-Daten
Heute richtet sich der Blick auf eine Reihe wichtiger Konjunkturdaten: den ADP-Arbeitsmarktbericht, den ISM Services PMI sowie Export- und Importpreise und die Industrieproduktion der USA für September. Zusätzlich liefert die Eurozone die Erzeugerpreise für Oktober.
Der Goldpreis fiel am Dienstag unter 4.200 USD. Breite Marktunsicherheit und Abflüsse aus Risikoanlagen prägten den Handel.
Gold rutschte am Dienstag unter 4.200 USD, während die Marktlage weiter von Unsicherheit geprägt ist.
Goldpreis rutscht unter 4.200 USD
Der Handel startete am Dienstag mit erneuter Schwäche beim Goldpreis. Am Vormittag warteten Händler weiter auf frische US-Wirtschaftsdaten. Außerdem blieben Fragen zu hohen Aktienbewertungen offen, während der Kryptomarkt (Bitcoin -20 Prozent in einem Monat) deutliche Kapitalabflüsse zeigt.
Unsicherheit und Liquiditätsabflüsse prägen den Markt – Gold rutscht erneut unter 4.200 USD.
Dabei weist Gold seit Jahresbeginn weiterhin ein kräftiges Plus von rund 60 Prozent aus. Aber am Dienstag fiel die Notierung erneut unter 4.200 US-Dollar. Zusätzlich sorgte der jüngste Ausfall im US-Futures-Handel für Diskussionen über die Stabilität des Termin- bzw. Papiergold-Marktes.
Um 11 Uhr kostete die Feinunze am europäischen Spotmarkt 4.192 USD bzw. 3.610 EUR. Das entsprach einem Rückgang von rund einem Prozent. Silber gab nach der Rekordrally ebenfalls nach und notierte bei 56,92 USD (49,03 EUR).
Währenddessen zogen die Marktzinsen erneut an. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag am Dienstag bei 4,10 Prozent (Vorwoche: 4,04 Prozent). Deutsche Bundesanleihen kamen auf 2,76 Prozent. Damit fielen die Anleihekurse weiter, was auf eine gedämpfte Nachfrage und höhere Risikoaufschläge hindeutet.
Anleiherenditen in den USA und Europa in der Übersicht am 25. November 2025
Gold und Anleihen – Verhältnis bleibt angespannt
Beide Anlageklassen gelten als defensive Häfen. Steigende Renditen können Zinspapiere attraktiver machen, während Gold besonders bei Inflationssorgen profitiert. Aber in der aktuellen Phase fließt Liquidität aus vielen Märkten ab, wodurch der Zinseffekt bei der Goldpreis-Entwicklung eine untergeordnete Rolle spielt.
Erneut wurden 25 Tonnen Gold aus New York abgezogen. Die Fed meldet den dritten Monatsrückgang in Folge und deutliche Verschiebungen bei Reserven.
Goldbarren im Fed-Tresor: Im Oktober wurden 25 Tonnen aus New York abgezogen.
Erneut Goldabgang bei der Fed in Manhattan
Die Federal Reserve weist für Oktober 2025 einen weiteren Rückgang der in Manhattan verwahrten Goldreserven aus. Damit verzeichnet die Fed den dritten Monatsabgang in Folge. In den Tresoren an der Liberty Street lagert Gold im Auftrag internationaler Eigentümer – überwiegend nationale Reserven.
Aber erneut wurde Gold aus New York abgezogen – die Fed meldete für Oktober ein Minus von 25 Tonnen und setzt damit die Serie fallender Goldbestände fort.
Der bilanzierte Wert dieser Bestände sank zum Monatsende auf 7.952 Millionen US-Dollar (Vormonat: 7.986 Millionen US-Dollar).
Die Fed bewertet dieses Gold traditionell mit 42,22 US-Dollar je Feinunze, dem historischen Goldpreis zu Beginn der 1970er-Jahre. Aus dem aktuellen Bilanzwert ergibt sich eine physische Menge von 188,346.755 Unzen bzw. 5.858,24 Tonnen.
Gegenüber dem Vormonat schrumpfte das Inventar um 805.305 Unzen oder 25 Tonnen. Damit summieren sich die Abgänge seit August auf rund 75 Tonnen – nach einem Minus von 35 Tonnen im Vormonat.
Was der Goldabzug für Zentralbanken bedeutet
Solche Transfers wirken selten direkt auf den Tagespreis, können aber die Liquidität im Zentralbankensektor, die Struktur nationaler Währungsreserven und das Vertrauen in Lagerorte beeinflussen. Analysten deuten deutliche Abflüsse häufig als Ausdruck geopolitischer Umschichtungen.
Auf kurze Sicht spielt der physische Abgang für die Kursbildung nur indirekt eine Rolle – etwa über Stimmungs- und Vertrauenseffekte. Dennoch können größere Verschiebungen Trends verstärken. Mehr dazu auf der Themenseite Goldpreis-aktuell.
Auch für den US-Dollar können solche Bewegungen relevant sein: Ein Vertrauensverlust gegenüber dem Lagerort USA kann den DXY schwächen. Zuletzt dominierten Zentralbankkäufe in Asien und den Schwellenländern, oft im Rahmen der fortschreitenden Dedollarisierung.
Welche Länder die größten Reserven halten und wer zuletzt gekauft oder verkauft hat, finden Sie im Hub Goldreserven weltweit.
Trendwende mit Vorgeschichte
Diese jüngste Bestandsentwicklung ist deshalb bemerkenswert, weil das Goldlager bei der Fed in New York seit März 2023 wieder deutlich angestiegen war. Dagegen hatte es in den Jahren davor einen Trend zum Abzug von staatlichem Gold aus den Vereinigten Staaten gegeben.
Bemerkenswert ist die Abzugsserie, da die Bestände im Fed-Tresor seit Frühjahr 2023 eigentlich wieder gestiegen waren. Zuvor gab es einen mehrjährigen Trend zu Repatriierungen staatlicher Gold-Bestände.
Beispiele: Deutschland, Österreich und die Niederlande hatten beträchtliche Mengen aus New York zurückgeführt.
Lesetipp: Goldreporter besuchte den Fed-Tresor 2014 vor Ort. Die Reportage Der Fed-Report (9,95 Euro) erklärt u.a., wie Privatpersonen Teile der Anlage besichtigen können.
Was die Zahlen aussagen – und was nicht
Der monatliche Fed-Rechnungsbericht enthält ausschließlich Daten zum Earmarked Gold, also Gold, das im Auftrag anderer Staaten verwahrt wird. Die US-Goldreserven selbst liegen nicht in Manhattan, sondern werden separat bilanziert.
Wer die zuletzt abgezogenen Barren besitzt, bleibt offen – Auskünfte gibt die Fed grundsätzlich nicht. Informationen erhält man nur von den jeweiligen Eigentümern.
Der Goldpreis startet schwach in den Dienstag und fällt auf 4.205 USD – vor den Euro-Inflationsdaten steigt die Unsicherheit.
Goldpreis fällt am Dienstag auf 4.205 USD. Asien-Auftakt schwach, Euro-Inflation im Fokus. Märkte bleiben nervös.
Gold heute – Schwächer am Dienstag
Gold rutschte im asiatischen Handel spürbar ab. Um 7:30 Uhr notierte der Goldpreis bei 4.205 USD bzw. 3.622 EUR. Damit lagen die Kurse rund 0,6 Prozent unter dem Vortag. Außerdem zeigt sich im Jahresverlauf weiter ein deutlicher Aufwärtstrend: plus 60 Prozent in USD und 45 Prozent in EUR.
Update, 02.12.2025, 17:30 Uhr: Gold unter 4.200 USD Nach einem volatilen Kursverlauf rutscht der Goldpreis am frühen Abend wieder unter die 4.200er-Schwelle und 1,3 Prozent ins Minus. Dagegen wechseln Aktien und Bitcoin (90.000) auf die Gewinnerseite – bei verstärktem „Risk-off“-Handel.
Rückblick – Fester Wochenstart, starke Bewegung bei Silber
Dabei endete der Montag noch freundlich. Der Goldpreis schloss leicht höher bei 4.232 USD bzw. 3.645 EUR. Silber sprang um 2,8 Prozent auf ein neues Rekordhoch. Deshalb blieb die Erwartung einer Fed-Zinssenkung im Dezember stabil bei 87 Prozent. Aber gleichzeitig signalisierte der Fear-&-Greed-Index des S&P 500 weiter „Extreme Fear“, was den Marktton dämpfte.
Ausblick – Euro-Inflation und Fed-Rede im Fokus
Heute richtet sich der Blick auf die November-Inflationsdaten der Eurozone.
Aus den USA kommen keine wichtigen Konjunkturdaten, aber Fed-Mitglied Bowman spricht am Abend.
Der Goldpreis zeigt im Dezember historisch Schwäche – trotz starkem Jahresverlauf und neun Monatsgewinnen.
Goldbarren in winterlicher Umgebung: Der Dezember zählt historisch zu den schwächeren Monaten beim Goldpreis.
Der Goldpreis legte 2025 stark zu. Doch der Dezember gilt historisch als eher schwacher Monat. Unsere Analyse zeigt Chancen, Risiken und Trends.
Goldpreis: Neunter Monatsgewinn
Gold setzte seinen Aufwärtstrend im November fort. Auf Basis des Londoner Referenzkurses schloss die Feinunze bei 4.191 US-Dollar beziehungsweise 3.616 Euro. Das ergibt ein Monatsplus von 4,5 Prozent (USD) und 3,9 Prozent (EUR). Damit verzeichnete Gold den vierten Anstieg in Folge – und bereits den neunten Monat mit Gewinnen im laufenden Jahr.
Seit Jahresbeginn summiert sich der Zuwachs auf 61 Prozent in USD und 44 Prozent in Euro. Vor zwölf Monaten lag der Preis noch bei 2.512 Euro pro Unze, was ebenfalls einem Jahresanstieg von 44 Prozent entspricht. Für Anleger im Euroraum bedeutet das: Gold lieferte weit mehr als nur einen Ausgleich der Inflation.
Saisonalität: Dezember zählt historisch zu den schwächeren Monaten
Ein Blick auf die bis 1970 zurückreichende Datenreihe zeigt ein differenziertes Bild. Der Dezember erzielte im Schnitt lediglich 0,09 Prozent Zuwachs und steht damit auf Rang vier von hinten der traditionellen Goldmonate.
Seit 1970 schloss der Goldpreis 25-mal positiv und 30-mal negativ (Quote: 45 Prozent). In den beiden jüngsten Jahren endete der Dezember ohne Gewinne. Zuvor gab es allerdings eine Phase von sechs aufeinanderfolgenden positiven Dezembermonaten.
Goldpreis-Statistik für Dezember seit 1970: Mit plus 0,09 Prozent rangiert der Dezember nur auf dem viertletzten Platz unter den besten Goldmonaten des Jahres.
Charakteristik des Dezemberhandels
Besonders auffällig ist das Muster nach Abschluss des Jahres: Häufig folgte auf einen schwachen Dezember eine Trendwende nach oben. Zwischen 2008 und 2017 brachte der Monat achtmal in neun Jahren Verluste. Die volatilsten Phasen lagen:
Nach der Finanzkrise 2008
Während der Schwächeperiode 2012–2013
Damals fiel der Euro-Goldpreis nach den Rekordständen der Eurokrise unter 1.000 Euro und erreichte ein Mehrjahrestief von 866 Euro. Anschließend setzte sich der übergeordnete Aufwärtstrend fort – trotz wiederkehrender Schwächephasen im Dezember.
Dezember im historischen Goldpreis-Vergleich: Top- und Flop-Jahre
Die beste Dezember-Performance (Top-5)
1979: +25,79 %
1973: +14,11 %
1978: +9,77 %
2007: +6,81 %
1993: +5,67 %
Die schwächste Dezember-Performance (Top-5)
1991: -10,10 %
2011: -8,68 %
1989: -7,07 %
2004: -6,94 %
1983: -5,90 %
Hinweis: Alle Angaben beziehen sich auf den Euro-Goldpreis zum Monatsende, basierend auf dem London P.M. Fixing / LBMA-Kurs. Für die Zeit vor Einführung des Euro wurden die Daten mithilfe der DM-Notierungen (Umrechnungskurs 1 Euro = 1,95583 DM) rekonstruiert.
China zahlt weiter Aufpreis – der Goldpreis-Aufschlag an der SGE bleibt trotz Rückgang ein Signal für höhere lokale Nachfrage.
Die Shanghai Gold Exchange notierte Ende November erneut über dem europäischen Spotpreis – bei einem Aufschlag von 13 USD.
Der Goldpreis in China lag erneut über Europa. An der SGE betrug der Aufschlag 13 USD – nach 20 USD in der Vorwoche.
SGE-Aufschlag sinkt – Goldpreis in China weiter über Europa
Der Goldpreis in China lag auch in der vergangenen Woche über dem europäischen Spotkurs. An der Shanghai Gold Exchange (SGE) zeigte die Feinunze am 28. November 2025 einen Aufpreis von rund 13 USD – 7 USD weniger als noch eine Woche zuvor.
Messzeit: [Fr. 28.11.25, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]
Aufschlag China → Europa Spot: +13 USD/oz (21.11.25: +20 USD); Δ: -7 USD
Chinesischer Markt bleibt über Wochen hinweg stärker
Trotz des Rückgangs hält der über dem Weltmarkt liegende Kurs nun sieben Wochen in Folge an. Das deutet darauf hin, dass Käufer in China weiterhin bereit sind, höhere Preise zu akzeptieren – ein Zeichen für ein grundsätzlich festes Marktumfeld.
Markt / Kennzahl
28.11.25
21.11.25
Δ
Gold China SGE Fix (CNY/Gramm)
948,34
922,70
+2,8 %
Gold China SGE (USD/Gramm)
134,48
130,40
+4,08
Goldpreis China SGE
(USD/oz)
4.183
4.056
+127
Goldpreis Europa
(USD/oz)
4.170
4.036
+3,3 %
Aufschlag China
→ Europa (USD/oz)
+13
+20
-7
Damit hat sich das Preisfenster zwischen beiden Märkten vorerst wieder verengt.
Was hinter dem schmaleren Aufschlag steckt
Die Schweizer Exportdaten weisen für Oktober lediglich 2,1 Tonnen Goldlieferungen nach China aus – ein im historischen Vergleich niedriger Wert. In diesem Umfeld könnte der gesunkene Aufschlag darauf hindeuten, dass die lokale Nachfrage zuletzt nicht weiter angezogen hat.
In früheren Phasen mit hoher Dynamik – etwa 2024 und im April 2025 – erreichten die Spreads zeitweise bis zu 90 USD je Unze, was unmittelbare Arbitragebewegungen auslöste.
Relevanz für den globalen Goldpreis
Solche Preisunterschiede spielen im internationalen Handel eine wichtige Rolle. Ein höherer SGE-Preis kann physische Ströme umlenken und damit Preisbewegungen beschleunigen. Der aktuelle, moderatere Aufschlag zeigt, dass der chinesische Markt zwar fest bleibt, aber kurzfristig an Zugkraft verloren hat.
Methodik:SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 28.11.25; Umrechnung über 7,052 CNY/USD (Vorwoche: 7,076 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spot-Goldpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.
Trotz schwächerer Aktienmärkte behauptet sich Gold über 4.200 USD – heute entscheiden US-Daten und geopolitische Impulse.
Der Goldpreis steigt am Montag auf 4.240 USD. US-Daten, die Folgen der COMEX-Störung und geopolitische Signale prägen den Wochenstart.
Gold heute – Fester Wochenstart
Gold ist mit leichten Gewinnen in die Woche gestartet. Am Montag um 8:30 Uhr notierte die Feinunze bei 4.240 USD beziehungsweise 3.650 EUR. Während der DAX-Future 0,6 Prozent verlor und Bitcoin rund 5 Prozent abgab, zeigte sich Gold stabil. Das entsprach einem Plus von 0,5 Prozent. Innerhalb einer Woche stieg der Goldpreis um 4,6 Prozent.
Rückblick – Kurssprung nach COMEX-Störung
Am Freitag schloss der Goldpreis 1,5 Prozent höher bei 4.128 USD und 3.637 EUR. Wegen des Thanksgiving-Wochenendes wurde in den USA nur verkürzt gehandelt. Zuvor war der gesamte Futures-Handel durch eine technische Störung ausgefallen. Wir haben die möglichen Folgen im Detail analysiert.
Ausblick – Spannung zum Monatswechsel
Heute richtet sich der Blick nach New York, wo die technischen Probleme im Futures-Handel aufgearbeitet werden. Dazu kommen wichtige US-Daten wie der ISM-Einkaufsmanager-Index sowie nachgereichte Wirtschaftszahlen (u.a. CoT-Daten, Bauausgaben September/Oktober). Auch geopolitische Entwicklungen bleiben ein Risikofaktor – etwa die US-geführten Friedensinitiativen in der Ukraine oder jüngste Drohungen der Trump-Regierung gegenüber Venezuela, dem Ölreichsten Staat der Erde.
Die COMEX-Störung stoppte Gold-Futures und verzögerte Orders. Händler warnen, dass daraus kurzfristige Bewegungen beim Goldpreis entstehen könnten.
Goldmarkt ohne Strom: Die COMEX-Störung verdeutlicht die Bedeutung digitaler Infrastruktur für den Goldpreis.
Störung an der COMEX – Goldpreis als sensibler Gradmesser
Die Cooling-Panne im CyrusOne-Rechenzentrum führte am Freitag zu einem vollständigen Stillstand auf der CME-Globex-Plattform – und damit auch zu einem Aussetzen des Handels mit Gold-Futures, die an der COMEX den globalen Referenzpreis prägen. Für den Goldpreis ist ein solcher Ausfall besonders relevant, da der Terminmarkt die kurzfristige Preisbildung entscheidend beeinflusst.
„Die COMEX-Störung könnte mehr ausgelöst haben als nur einen Ausfall: Händler warnen vor möglichen Nachbeben – und was das für den Goldpreis bedeutet.
Händler: „Quotes für Futures sind einfach eingefroren“
Mehrere Marktteilnehmer berichteten laut dem britischen Portal Cryptodaily, dass die Futures für Gold, Krypto, Argrarprodukte, Rohöl, Devisen und viele andere Produkte „innerhalb von Sekunden“ zum Stillstand kamen.
Analyst Michael Brown (Pepperstone) sprach von einem „extrem ungewöhnlichen Vorgang“, denn „die Plattform, auf der wir alle handeln, ist uns einfach weggebrochen“.
Broker wie OANDA und IG meldeten Aussetzer in ihren Metallkursen. Einige Häuser schalteten Gold zeitweise komplett ab, um Fehlpreise und Risiken zu vermeiden. Spreads zogen an, interne Risikomodelle für Gold gingen automatisch auf Defensive.
Warum der Goldpreis besonders anfällig ist
Dass kein unmittelbarer Preisschock folgte, lag am dünnen US-Handel nach Thanksgiving. Doch Händler warnen, dass der Goldpreis erst zeitverzögert reagieren könnte – aus drei Gründen:
Nachholende Gold-Orders, die während der Störung nicht ausgeführt wurden
Hedging-Prozesse, die erst nach Wiederanlauf triggen
Breitere Spreads, die kleine Bewegungen verstärken können
Damit steigt die Chance auf kurzfristige Ausschläge, sobald die Liquidität wieder voll zurückkehrt und Händler ihre offenen Gold-Positionen neu ausrichten.
Ein Infrastrukturrisiko, das den Goldhandel direkt betrifft
Der Vorfall rückt erneut die Verwundbarkeit der Preisbildungsmechanik bei Gold in den Fokus. Ein Ausfall zentraler Rechenzentrums-Infrastruktur kann die wichtigste Preisreferenz im Edelmetallhandel minuten- oder stundenlang blockieren.
Institutionelle Akteure beobachten nun verstärkt, wie stabil die Systemarchitektur rund um die Gold-Futures tatsächlich ist – vor allem in Phasen geringer Liquidität.
Goldpreis über 4.200 USD – hoher physischer Abruf trifft auf stark fallenden Open Interest.
Goldbarren vor US-Flagge: Der Goldpreis steigt über 4.200 USD, während die COMEX-Daten fallenden Open Interest und hohe Auslieferungen zeigen.
Der Goldpreis legt deutlich zu. Neue COMEX-Daten zeigen fallenden Open Interest und hohe physische Abrufe gleich zu Monatsbeginn.
Goldpreis stark, Silber auf Rekordhoch
Der Goldpreis hat zum Ende der verkürzten US-Handelswoche deutlich zugelegt. Am Freitag stieg der Dezember-Future um 1,5 Prozent auf 4.216 USD (3.635 EUR). Seit Wochenbeginn ergibt sich ein Plus von 3,8 Prozent beziehungsweise 3 Prozent in Euro.
Silber sprang sogar um 5 Prozent auf das neue Rekordhoch von 61,95 USD bzw. 56,37 EUR. Händler hatten nach dem COMEX-Ausfall im elektronischen Handel am Freitagmorgen mit erhöhter Volatilität gerechnet.
Update, 30.11.2025, 09:20 Uhr: Unsere ausführliche Folgestory zur COMEX-Störung ist jetzt erschienen. Darin analysieren wir mögliche Marktverwerfungen und Auswirkungen auf den Gold-Futures-Handel: Goldpreis vor Impuls? COMEX-Störung könnte Nachbeben bringen
Die CFTC arbeitet die Rückstände aus der Shutdown-Zeit weiter auf. Neu vorliegend sind CoT-Daten vom 7. Oktober 2025. Aufgrund des langen Wochenendes verzögert sich die Veröffentlichung zusätzlicher Daten erneut. Parallel dazu stellt die CME Group laufend aktualisierte Terminmarktdaten bereit, darunter Open Interest, COMEX-Bestände und Auslieferungsanträge.
Goldpreis und Terminmarkt: Open Interest bricht ein
Im Gold-Futures-Markt sank der Open Interest binnen einer Woche deutlich um 13 Prozent auf 420.125 Kontrakte. Viele Händler nutzten den Verfallstermin und das Feiertagswochenende, um Gold-Positionen zu reduzieren.
Im Optionshandel gingen die offenen Positionen sogar um 37 Prozent zurück. Das ist jedoch typische nach dem Verfallstermin. Gleichzeitige Signale aus der Put/Call-Ratio zeigen jedoch mehr Optimismus: Auf 100 Puts kamen 149 Calls – deutlich mehr als in der Vorwoche. Das spricht für eine steigende Erwartung an einen weiter festen Goldpreis.
COMEX-Lager schrumpfen – Deckung des Gold-Futures-Handels steigt
Die COMEX-Bestände sanken per 26. November um 410.000 Unzen auf 36,35 Millionen Unzen. Durch den fallenden Open Interest steigt die Deckung des Gold-Futures-Handels auf rund 86 Prozent. Historisch ist das ein hoher Wert – Phasen mit nur 30 Prozent gab es ebenfalls.
Physische Auslieferungen: Starker Start in den neuen Kontraktmonat
Für November wurden 12.681 Abruf-Aufträge verzeichnet (rund 39 Tonnen). Für den Dezember-Kontrakt liegen bereits zu Monatsbeginn außergewöhnlich hohe 23.970 Anträge vor (etwa 74 Tonnen). Nach den 182 Tonnen im Oktober bleibt der Januar-Rekord von 238 Tonnen unberührt.
Trotz Thanksgiving zeigt der Wochenchart einen stetigen Anstieg. Erst am Freitag setzte ein deutlicher Schub ein. Das gleichzeitige Fallen des Open Interest bei steigendem Goldpreis ist ein klassisches Warnsignal – typischerweise ein Indiz für eine mögliche Top-Bildung oder nachlassende Marktstärke.
Aktuelle COMEX-Chartbewegungen: Daten vom 29. November 2025 zeigen ungewöhnliche Handelsmuster.
Ausblick
In der kommenden Woche kehren die meisten US-Händler an die Handelsplätze zurück. Dann entscheidet sich, ob der Goldpreis den Anstieg verteidigen kann. Der hohe physische Abruf im Dezember und der ungewöhnlich niedrige Open Interest könnten auf wachsende Skepsis gegenüber dem Papiergoldmarkt hindeuten.
Gold kaufen: Edelmetalle im Wochenplus, Aufgelder und Spreads bleiben stabil.
Gold und Silber steigen deutlich. Im Handel bleiben Aufgelder und Spreads stabil. Händler melden hohe Nachfrage und teils Engpässe bei Silber.
Edelmetalle deutlich teurer
Die Edelmetallmärkte zeigten sich zuletzt deutlich fester. Erwartungen an eine US-Zinssenkung im Dezember und positive charttechnische Signale stützten die Erholung nach dem schwachen Monatsauftakt.
Am Freitagmittag um 12:00 Uhr kostete die Feinunze Gold auf dem europäischen Spotmarkt 4.163 US-Dollar beziehungsweise 3.601 Euro. Das entspricht einem Wochenplus von 3,1 Prozent (2,75 Prozent in Euro). Silber zog noch stärker an auf 53,90 US-Dollar (+10 Prozent) bzw. 46,63 Euro (+9,6 Prozent).
Wie haben sich die Geschäfte im deutschen Edelmetall-Handel entwickelt?
„Die Kursrücksetzer am Edelmetallmarkt hatten zunächst eine sinkende Nachfrage zur Folge. Doch mittlerweile ist diese wieder auf sehr hohem Niveau“, erklärte Henry Schwarz, Geschäftsführer der GfM GmbH (Anlagegold24) am Donnerstag gegenüber Goldreporter.
„Die Nachfrage nach Anlagegold und Silber ist weiterhin auf hohem Niveau, und auch schon die ersten Geschenkbarren für Weihnachten werden geordert“, so Dominik Lochmann, Geschäftsführer ESG Edelmetall-Service.
Der Kampf um Ankaufware
Auch im Anlaufgeschäft zeige sich Dynamik. Nach der Preisstärke im Oktober, der anschließenden Konsolidierung und der jüngsten Erholung werde das aktuelle Niveau vielfach akzeptiert. „Menschen, die den Höchstpreis verpasst haben, warten nun nicht länger und akzeptieren das aktuelle Kursniveau für ihre Gewinnrealisierung“, so Lochmann.
Schwarz schildert dagegen: „Gebrauchtware ist derzeit kaum am Markt zu bekommen, die Kunden halten an Gold und Silber fest und warten auf steigende Kurse.“
Angebotslage: Warten auf neue Jahrgänge
Wie stellt sich das Angebot dar? Schwarz sagt: „Leider konnten sich die Prägestätten in der kurzen Nachfrageschwäche nicht erholen, die Lager sind leer, was vor allem Dingen den Silberbereich betrifft.“ Distributeure würden erneut kontingentieren. „Wenn verfügbar, sind es vor allem Dingen Neuware an Silber- und Goldunzen und Barren ab 50 Gramm.“
Lochmann sieht es entspannter: „Die Versorgungslage ist quer durch alle Produkte aktuell problemlos, und die ersten Münzen mit Jahrgang 2026 sind ebenfalls bereits verfügbar.“ Für Sammler seien hier die neuen Motive von Panda, Känguru oder der Lunar-Serie relevant.
Besonderheiten im Weihnachtsgeschäft
Was gibt es vor Weihnachten für Besonderheiten? Zur Saisonware nennt Schwarz:
„Interessant sind vielleicht die Lunar II Münzen der Perth Mint in Gold und Silber. Hier sind die 2026er Ausgaben noch verfügbar.“ Lochmann erwähnt die von der Perth Mint hergestellten Ottifanten-Münzen. Um die Ausgaben zeitlich zu harmonisieren, gibt es 2025 kein neues Silber-Motiv. Dafür werden April 2026 dann Gold und Silber gleichzeitig aufgelegt.
Gold kaufen – konstante Aufgelder
Im Handel ergibt sich zum Wochenschluss ein ruhigeres Bild. Die Goldreporter-Abfrage bei fünf Händlern zeigt:
Krügerrand (neu): Ø 3.741 Euro, also 96 Euro mehr als letzte Woche. Aufgeld 3,89 %, ältere Jahrgänge weiter mit rund 90 Euro Abschlag.
100-g-Goldbarren: Ø 11.840 Euro, rund 310 Euro günstiger.
Aufgeld leicht niedriger bei 2,24 %.
Preisdaten vom 28. November 2025: Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.
Einordnung
Das sinkende Aufgeld deutet auf eine eher verhaltene Nachfrage hin. Auch die Spreads bei Maple-Silbermünzen haben sich trotz des kräftigen Silberpreisanstieg leicht entspannt. Wer Gold kaufen oder Silber kaufen möchte, trifft weiterhin auf ein solides Angebot, auch wenn einzelne Sorten kurzzeitig eingeschränkt verfügbar sein können. Preisvergleiche bleiben sinnvoll.
Tipps zum Nachschlagen: Altersvorsorge mit Gold Der Spezial-Report „Altersvorsorge mit Gold“ liefert kompakte Informationen für den Vermögensaufbau mit Gold – inklusive steuerlicher Hinweise, Produktvergleich und Fallbeispielen. Erhältlich im Goldreporter-Shop.
Die CME Group hat den Handel an der COMEX wegen eines Kühlungsproblems im Rechenzentrum gestoppt. Techniker arbeiten an der schnellen Wiederherstellung.
Technische Probleme legen den Handel an der COMEX und damit auch das Gold-Futures-Geschöft vorübergehend still.
Die CME Group, Betreiberin der US-Warenterminbörse COMEX, hat den Handel am Freitag aufgrund technischer Probleme ausgesetzt. Wie das Unternehmen mitteilt, führte ein Kühlungsfehler im CyrusOne-Rechenzentrum zu einem vollständigen Halt der Märkte. Techniker arbeiten an der Behebung. Details zur Wiederaufnahme des Handels und zu den Pre-Open-Phasen sollen folgen, sobald das System stabil läuft.
Update, 28.11.2025, 15:30 Uhr: Störung beseitigt
Die CME Group hat nach einer stundenlangen Datenzentrum-Störung den Futures-Handel wieder aufgenommen. Händler rechnen mit erhöhter Volatilität.
Goldreporter-Kommentar: Eine technische Störung am US-Terminmarkt kann kurzfristig die Preisermittlung verzerren. Besonders im Goldpreis könnten Spreads anziehen, bis der Handel stabil zurückkehrt.
LBMA schränkt Zugriff auf historische Goldpreis-Benchmarks ein – tägliche Fixings bleiben öffentlich.
Die LBMA stellt historische Benchmark-Preislisten künftig nur noch über das Members’ Portal bereit.
Die LBMA verschiebt historische Benchmark-Preistabellen ins Mitglieder-Portal. Tägliche Preise bleiben öffentlich.
Die LBMA bietet die historischen Benchmark-Preistabellen für Goldpreis, Silber, Platin und Palladium nur noch über ihr Members’ Portal bereit. Diese Maßnahme wurde bereits am 24. November umgesetzt. Die täglichen Fixing-Preise und Charts bleiben öffentlich zugänglich. Nutzer ohne LBMA-Mitgliedschaft können Zugang beantragen, müssen jedoch ihre Lizenz- oder Non-Commercial-Nutzung bestätigen. Die Benchmark-Daten gelten laut LBMA als geschütztes geistiges Eigentum von IBA bzw. LME.
Goldreporter-Kommentar: Zwar bleiben die täglichen Fixkurse sichtbar. Mit der Verschiebung der historischen Goldpreis-Daten geht jedoch wieder ein Stück Transparenz verloren. Es kann unabhängige Analysen erschweren. Der eingeschränkte Zugriff stärkt den Informationsvorsprung institutioneller Nutzer.
Goldpreis steigt am Freitag auf 4.182 USD – ruhiger US-Handel und deutsche Inflationsdaten bestimmen den Tagesverlauf.
Gold aktuell – Fester in den Tag
Der Goldpreis startet fest bei 4.182 USD in den Freitag. Wegen des verkürzten US-Handels bleiben größere Impulse aus, Fokus auf deutsche Inflationsdaten.
Der Goldpreis hat den Freitag mit leichten Gewinnen begonnen. Nach einem freundlichen asiatischen Handel standen um 8:30 Uhr rund 0,6 Prozent Plus zu Buche. Gold notierte bei 4.182 USD bzw. 3.610 EUR. Außerdem zeigt sich der November weiter stark, da Gold seit Monatsbeginn 4,5 Prozent (USD) bzw. 4,0 Prozent (EUR) zugelegt hat. Auch die Aktienmärkte und Bitcoin (91.470) starteten weitgehend stabil in den Handel.
Update, 28.11.2025, 15:45 Uhr: Goldpreis zieht an
Der Goldpreis legte nach US-Börsenstart auf 4.200 US-Dollar (+0,9 %) bzw. 3.625 EUR (+1,2 %) zu. Am Vormittag hatte eine Störung des US-Futures-Handel weltweit für Aufregung gesorgt. Im Nachgang wird mit erhöhter Volatilität gerechnet.
Rückblick – Erwartet ruhiger Handel
Am Donnerstag schloss der Goldpreis mit 4.158 USD bzw. 3.586 EUR nahezu unverändert zum Vortag. Dabei sorgte der Thanksgiving-Feiertag für die erwartete Ruhe an den Finanzmärkten.
Ausblick – Kurzer US-Handel
Am Freitag läuft der Handel in New York wegen des langen Wochenendes nur bis 13 Uhr Ortszeit (19 Uhr MEZ). Deshalb dürften größere Bewegungen ausbleiben, weil viele Marktteilnehmer abwesend sind. In Deutschland rückt am Nachmittag die Inflationsrate für November (via Destatis) in den Fokus.
ETF-Zuflüsse stärken die Erholung beim Goldpreis und signalisieren wachsende Nachfrage institutioneller Anleger.
Goldbarren in einem Hochsicherheitstresor: Die jüngsten ETF-Zuflüsse deuten wieder steigende Nachfrage institutioneller Investoren an. Es floss wieder mehr Geld in den GLD.
ETF-Zuflüsse stützen den Goldpreis. Neue Mittel im GLD und starke Silber-Käufe deuten auf steigende Nachfrage institutioneller Anleger hin.
Goldpreis mit vorsichtigem Aufwärtsschwung
Der Goldpreis hat sich nach dem November-Tief stabilisiert und Gold tendiert wieder nach oben. Dabei bleibt die Lage volatil: Die Dynamik ist gering, und kurzfristige Rücksetzer bleiben möglich.
Am Mittwochabend schloss Gold an der COMEX bei 4.164 USD bzw. 3.589 EUR. Gegenüber der Vorwoche ergibt sich ein Plus von 1,9 Prozent (USD) und 1,4 Prozent (EUR). Noch in der Woche zuvor hatte Gold mehr als 2 Prozent verloren. Silber zeigte mehr Stärke: In fünf Handelstagen stieg der Preis um 3,8 Prozent (USD) und 3,3 Prozent (EUR) auf 53,38 USD bzw. 46,01 EUR.
Beim größten Gold-ETF SPDR Gold Shares (GLD) war im Zeitraum 20.–26. November 2025 zunächst ein deutlicher Abfluss zu sehen:
Am Donnerstag verließen rund 52 Mio. USD den Fonds.
Am Freitag und Montag folgten moderate Zuflüsse.
Am Mittwoch kam es schließlich zu einem kräftigen Plus von 56 Mio. USD.
Saldo: rund +22 Mio. USD.
Parallel zeigte das physische Inventar eine leichte Zunahme:
Der Bestand stieg um 1,71 Tonnen auf 1.045,43 Tonnen. Ein Anteil entspricht weiterhin 0,1 Feinunze Gold. Damit lag das Inventar nur gut 1 Tonne unter dem Jahreshoch.
Kapitalbewegungen im weltweit größten Gold-ETF GLD – tägliche Zuflüsse, Abflüsse und kumulierte Entwicklung für den Zeitraum 20.–26. November 2025.
SLV: Silber-ETF mit massiven Zuflüssen
Deutlich stärker fiel die Entwicklung beim iShares Silver Trust (SLV) aus. Das Inventar des größten Silber-ETFs legte um stattliche 355,45 Tonnen zu und erreichte mit 15.582,33 Tonnen den höchsten Stand seit dem 22. Oktober. Der Kapitalzufluss von rund 564 Millionen US-Dollar deutet darauf hin, dass Investoren Silber derzeit als attraktiven Vermögenswert einstufen. Ein SLV-Anteil spiegelt weiterhin eine Feinunze Silber wider.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 26. November 2025 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.
Jahresbilanz: Beide ETFs mit starken Zuwächsen
Seit Jahresbeginn haben institutionelle und private Anleger ihre Engagements deutlich ausgebaut. Beim GLD summierten sich die Zuflüsse auf 173 Tonnen und rund 19 Milliarden US-Dollar. Beim SLV kamen 1.206 Tonnen und etwa 1,75 Milliarden US-Dollar hinzu. Diese Größenordnungen unterstreichen die strukturell hohe Nachfrage nach Edelmetallen.
Bedeutung für den Goldpreis
ETF-Bestände gelten als gut sichtbarer Stimmungskompass für den Edelmetallmarkt. Zuflüsse signalisieren Vertrauen und verstärken meist bestehende Trends, während Abflüsse häufig auf Liquiditätsbedarf in anderen Anlageklassen hinweisen. Für die unmittelbare Preisbildung bleibt allerdings der Terminmarkt dominierend. ETFs reagieren in der Regel mit leichter Verzögerung auf Trendwechsel und spiegeln damit die Einschätzung mittelgroßer bis großer Marktteilnehmer wider.
Die Wirtschaftsstimmung in der EU stabilisiert sich leicht. Beschäftigungserwartungen steigen, Industrie bleibt schwach. Daten für November 2025.
Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im November 2025 leicht verbessert. Der Economic Sentiment Indicator stieg minimal auf 97 Punkte, bleibt aber unter dem Langfristwert. Besonders Dienstleistungen, Handel und Bau legten zu, während die Industrie weiter nachgab. Die Beschäftigungserwartungen zogen spürbar an. Preis- und Verkaufserwartungen stiegen ebenfalls über die langfristigen Mittel. Mehr dazu: EU-Stimmungsdaten bestätigen leichte Verbesserung – via European Commission
Goldreporter-Kommentar: Eine etwas bessere Konjunktur in der Eurozone könnte die Erwartungen an weitere Zinssenkungen der EZB dämpfen. Während die USA ihren Lockerungskurs fortsetzen, würde ein stabilerer oder stärkerer Euro gegenüber dem Dollar tendenziell für Aufwertungsdruck sorgen. Das könnte den Euro-Goldpreis belasten, selbst wenn der Dollar-Goldpreis stabil bleibt oder steigt.
Russlands Goldverkauf wirft die Frage auf:
Könnten Staaten wegen Haushaltsdruck in Zukunft verstärkt Goldreserven nutzen – und welche Folgen hätte das für den Goldpreis?
Goldbarren vor einem Regierungsgebäude: Weltweit stehen Staaten unter finanziellem Druck, weshalb mögliche Goldverkäufe von Zentralbanken diskutiert werden.
Russlands Goldverkauf lenkt den Blick auf die Haushaltskrisen vieler Staaten. Könnte daraus ein globaler Trend zu Zentralbank-Verkäufen entstehen?
Russlands Schritt als Signal für eine mögliche Trendwende
Russlands Entscheidung, erstmals seit Jahren physische Goldreserven zu verkaufen, wurde international aufmerksam verfolgt. Der Schritt kommt in einer Phase, in der viele Staaten mit hohen Haushaltsdefiziten und steigenden Finanzierungskosten kämpfen. Ökonomen sehen deshalb eine größere Frage auf dem Tisch: Könnte der russische Verkauf ein Vorzeichen sein, dass weitere Zentralbanken unter Druck geraten und ihre Goldbestände nutzen müssen?
Der historische Kontext spricht zunächst dagegen. Seit der Finanzkrise 2008 haben Zentralbanken netto ununterbrochen Gold gekauft, getragen von geopolitischen Spannungen, wachsenden Währungsrisiken und dem Wunsch, die Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren. Einen Überblick über die weltweiten Zentralbankkäufe und -verkäufe bietet der World Gold Council. Doch die Haushaltsrealität vieler Staaten verschärft sich.
Hohe Defizite – und schwindender finanzieller Spielraum
In den USA, Europa und vielen Schwellenländern steigen die Zinskosten schneller als die Einnahmen. Haushaltslücken werden zunehmend über teure Anleihen finanziert. Auch große Rohstoffstaaten wie Saudi-Arabien, die Türkei oder Indonesien melden wachsenden Budgetdruck. Parallel sind die Einnahmen vieler Länder durch schwächere Konjunktur oder hohe Subventionslasten unter Druck geraten.
In dieser Situation rückt Gold als staatlicher Vermögenswert plötzlich wieder in eine operative Rolle: Es kann liquidiert, verpfändet oder für Währungsstabilisierung genutzt werden. Länder wie Argentinien, Venezuela oder Usbekistan haben in der Vergangenheit genau das getan.
Ein gemeinsamer Trend weltweiter Goldverkäufe gilt unter Analysten jedoch weiterhin als unwahrscheinlich. Die Gründe:
Gold wird als strategischer Sicherheitspuffer gesehen.
Verkäufe würden als Zeichen finanzieller Schwäche interpretiert.
Viele Zentralbanken haben ihre Bestände bewusst erhöht, um geopolitische Risiken abzufedern.
Große Käufer wie China, Indien oder die Türkei verfolgen langfristige Diversifizierungsziele.
Dennoch könnte es in einzelnen hochverschuldeten Staaten zu „technischen Verkäufen“ kommen – etwa zur Deckung kurzfristiger Haushaltslücken oder zur Stützung der eigenen Währung.
Was bedeutet das für den Goldpreis?
Kurzfristig wären kleinere staatliche Verkäufe kaum marktbewegend, da das globale Handelsvolumen hoch ist und physische Verkäufe meist diskret abgewickelt werden. Mittelfristig könnten Meldungen über Verkäufe jedoch psychologische Effekte auslösen – insbesondere in Phasen wachsender Finanzinstabilität.
Historisch reagierte der Goldpreis sogar häufig mit Anstiegen, wenn Staaten Reserven verkaufen mussten. Der Grund: Solche Schritte gelten als Zeichen finanzieller Notlagen und verstärken Risikoaversion unter Anlegern.
Für 2026 erwarten viele Banken weiterhin eher zusätzliche Nachfrage aus dem Zentralbanksektor, insbesondere aus Asien und den Golfstaaten. Ein globaler Trend zur Liquidierung erscheint daher unwahrscheinlich. Einzelne Staaten unter finanziellem Druck könnten zwar Verkäufe durchführen – doch die großen Käuferblöcke dominieren strukturell weiterhin den Markt.
Russlands Verkauf bleibt ein Sonderfall – aber ein Warnsignal
Ob Moskau weitere Bestände abstößt, bleibt abzuwarten. Viele Experten sehen den Schritt als Kombination aus Haushaltsdruck, Kriegskosten und Währungsstabilisierung. Doch die eigentliche Bedeutung des Vorgangs liegt im Symbol: Wenn selbst große Goldhalter Reserven nutzen, zeigt das die angespannte Lage vieler Staaten weltweit.
Für Anleger bleibt Gold damit ein Indikator globaler Stabilität – und ein Vermögenswert, der trotz einzelner Verkäufe eher von struktureller Nachfrage getragen bleibt.
Ein globaler Verkaufsdruck gilt weiter als unwahrscheinlich – aber die Haushaltslage vieler Staaten wird zum neuen Risikoindikator für den Goldmarkt.
Weitere Hintergründe zum internationalen Goldmarkt bieten wir auf der Themenseite Goldmarkt international.
Ruhige Märkte, stabiler Goldpreis – Impulse heute eher von Europa.
Der Goldpreis bleibt am Donnerstag stabil bei 4.160 USD. Wegen Thanksgiving fehlen Impulse, während Europa mit neuen Stimmungsdaten liefert.
Gold heute – 08:30 Uhr
Am Donnerstag notierte der Goldpreis bei 4.160 USD beziehungsweise 3.590 EUR. Damit lag der Kurs exakt auf dem Vortagsniveau. Im Monatsverlauf ergibt sich weiterhin ein Plus von 3,7 Prozent in USD und 3,3 Prozent in EUR. Auch die Aktienmärkte zeigten am Vormittag kaum Bewegung, während Bitcoin leicht auf rund 91.300 zulegte.
Rückblick – Stimmung vor Thanksgiving
Am Mittwoch schloss der Goldpreis fest bei 4.163 USD bzw. 3.590 EUR. Das entsprach einem Tagesplus von 0,8 Prozent in USD und 0,6 Prozent in EUR. Die Marktstimmung war von einer technischen Erholung geprägt, unterstützt von positiven Signalen für eine mögliche Zinssenkung im Dezember in den USA.
Ausblick – US-Feiertag
Wegen Thanksgiving bleiben die US-Märkte heute geschlossen. In Europa rücken das GfK-Verbrauchervertrauen, die Stimmungsdaten für die Eurozone sowie das EZB-Sitzungsprotokoll in den Fokus.
Der Irak plant eine weitere Aufstockung seiner Goldreserven. Die Zentralbank sieht Gold als stabilen Baustein zur Diversifizierung der Landesreserven.
Die Zentralbank des Irak plant laut Staatsagentur INA eine Ausweitung der Goldbestände. Der Bestand liegt aktuell bei rund 171 Tonnen, nachdem im dritten Quartal weitere sechs Tonnen hinzugekommen sind. Der Irak gehört damit zu den größten Goldhaltern der arabischen Welt. Ziel der Strategie sei es, Wertstabilität zu sichern und die Reserven breiter zu diversifizieren. Laut World Gold Council trieben zuletzt vor allem Zentralbanken die globale Goldnachfrage.
Goldreporter-Kommentar: Die Aufstockung der Goldreserven des Irak passt in das globale Bild: Viele Zentralbanken sichern sich mit Gold gegen Währungs- und Schuldenrisiken ab und trennen sich vom US-Dollar als Reservewährung. Für den Goldmarkt bleibt das ein stabiler Nachfragefaktor.
Gold hält den November-Boden und zeigt im Vier-Wochen-Trend weiter Aufwärtspotenzial.
Goldchart in US-Dollar; Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse vom 25. November 2025, 6-Monats-Betrachtung.
Der Goldchart verläuft zeigt dem November-Tief in einem stabilen Aufwärtstrend. Und es gibt Signale für eine Fortsetzung der Goldpreis-Rally.
Goldpreis über 4.100 USD – Trend stabilisiert sich
Der Goldpreis hat sich zuletzt stabil über 4.100 US-Dollar etabliert. Am Dienstagabend schloss der zeitnahe US-Futures-Kontrakt bei 4.134 USD je Unze, entsprechend 3.573 EUR. Damit lag der Kurs rund 1,5 Prozent über der Vorwoche (in EUR: +1,7 Prozent). Die kurzfristige Dynamik hat damit klar zugenommen.
Spotpreise finden Sie wie gewohnt unter Goldpreis aktuell. Die Analyse bezieht sich auf die US-Futures.
Der Doppelboden Anfang November bildete den Startpunkt eines schnellen Anlaufs bis 4.200 USD. Nach dem Rücksetzer hielt sich Gold über 4.050 USD und durchbrach zuletzt die obere Kante des vom Rekordhoch ausgehenden Abwärtstrends.
Im Vier-Wochen-Fenster verläuft der Trend klar nach oben. Die zentralen Unterstützungen: 4.100, 4.050, 4.000 und 3.930 USD. Wichtige Hürden nach oben: 4.200 und 4.250 USD – danach läge das Allzeithoch, das aktuell rund 5 Prozent entfernt ist.
Kurzfristig entscheidend ist nun, ob Gold den Ausbruch aus der Dreiecksformation nach oben schafft.
Der RSI von 57 (Vorwoche: 52) signalisiert weiterhin keine Überhitzung. Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt rund +20 Prozent, zur 50-Tage-Linie +3,4 Prozent – ein Hinweis auf steigende, aber nicht überzogene Momentumwerte.
Euro-Goldpreis – Paralleler Trend nach oben
Auch im Euro-Chart bleibt der steigende Vier-Wochen-Trend bestehen. Widerstände: 3.620 EUR, 3.700 EUR, Rekordhoch bei 3.742 EUR. Unterstützungen: 3.550, 3.500 und 3.440 EUR. Der RSI liegt ebenfalls bei 57 – weder überkauft noch überverkauft.
Goldpreis in Euro, US-Futures, 6 Monate, Schlusskurse per 25. November 2025.
Fazit – Stabiler Aufwärtstrend, Potenzial bleibt
Nach der Konsolidierung überwiegt erneut das positive Momentum. Die Rally steht zwar weiterhin auf dem Fundament hoher Marktvolatilität, erhält aber Rückenwind von der wieder gestiegenen Wahrscheinlichkeit einer Dezember-Zinssenkung der Fed. Zudem kann eine mögliche Jahresendrally an den Aktienmärkten – gestützt durch die jüngsten Verfallstermine – auf den Goldmarkt überschwappen. Institutionelle Anleger und Fondsmanager tendieren dazu, gut gelaufene Werte zum Jahresende im Portfolio zu halten.
Die Türkei überschreitet erstmals seit 2023 wieder die Marke von 800 Tonnen Gold – und erreicht einen Rekordwert von 107,4 Milliarden US-Dollar.
Die Türkei überschreitet erstmals seit 2023 wieder die 800-Tonnen-Marke bei den Goldreserven. Und erstmals ist das türkische Gold mehr als 100 Milliarden US-Dollar wert.
Die Türkei meldet erstmals seit 2023 wieder Goldbestände von über 800 Tonnen. Der Wert der Reserven erreicht zugleich ein neues Rekordhoch.
Goldreserven mit neuem Rekordwert
Die türkischen Goldreserven haben zum Monatsende Oktober 2025 einen Wert von 107,4 Milliarden US-Dollar erreicht. Der Anstieg ist vor allem dem deutlich höheren Goldpreis zu verdanken.
Laut Zentralbank (TCMB) lagen die Bestände bei 25,807 Millionen Unzen, also 802,69 Tonnen. Damit überschritt die Türkei erstmals seit März 2023 erneut die 800-Tonnen-Marke. Im Monatsverlauf erhöhten sich die Reserven um 124.000 Unzen bzw. 3,86 Tonnen. Es war der 14. monatliche Zuwachs in Folge.
Entwicklung Goldreserven Türkei seit 2010 in Tonnen (Quelle: TCMB; Grafik: Goldreporter).
Zuwachs seit Jahresbeginn
Seit Jahresbeginn legten die Goldreserven um knapp 41 Tonnen (1,31 Mio. Unzen) bzw. 5 Prozent zu. Auf Jahressicht ergibt sich ein Anstieg von 49 Tonnen, also 6,5 Prozent.
Ihr bisheriges Hoch hatten die TCMB-Bestände im Februar 2023 erreicht – mit 836,65 Tonnen, rund 38 Tonnen mehr als aktuell.
Entwicklung Wert der türkischen Goldreserven seit 2010 in Tonnen. Neues Rekordhoch erreicht, erstmals mehr als 100 Milliarden US-Dollar; Grafik: Goldreporter.
Währungsreserven ebenfalls höher
Auch die gesamten Währungsreserven der Türkei stiegen im Monatsvergleich um 4 Prozent auf 187,4 Milliarden UD-Dollar.
Die Fremdwährungsreserven gingen jedoch um 3 Prozent auf 72,3 Milliarden US-Dollar zurück. Der Goldanteil an den Gesamtreserven erhöhte sich damit von 54 auf 57 Prozent.
Was in den Türkei-Zahlen enthalten ist
Zu den TCMB-Beständen zählt auch Gold, das Geschäftsbanken bei der Zentralbank hinterlegen – etwa als Sicherheiten. Die rein staatlichen türkischen Goldreserven schätzt der World Gold Council aktuell auf 641 Tonnen.