Samstag,28.Februar 2026
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EZB lässt Leitzinsen unverändert – Inflation bei 2 Prozent im Blick

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Die EZB belässt ihre Leitzinsen unverändert. Der EZB-Rat sieht die Inflation auf Kurs zum Zwei-Prozent-Ziel, warnt aber vor globalen Risiken.

Der EZB-Rat hat seine Leitzinsen auf der Sitzung vom 5. Februar 2026 unverändert belassen. Die Einlagefazilität bleibt bei 2,00 Prozent, der Hauptrefinanzierungssatz bei 2,15 Prozent und der Spitzenrefinanzierungssatz bei 2,40 Prozent. Nach Einschätzung des Rates dürfte sich die Inflation mittelfristig beim Zielwert von zwei Prozent stabilisieren. Die Wirtschaft im Euroraum zeige sich trotz globaler Unsicherheiten robust. Weitere Entscheidungen sollen datenabhängig und von Sitzung zu Sitzung getroffen werden.

Goldreporter-Kommentar: Während in den USA mit erneuten Zinssenkungen gerechnet wird, wartet die EZB weiter ab. Dies hat Folgen für das EUR/USD-Verhältnis. Ein stärkerer Euro dämpft die Goldpreis-Entwicklung im Euroraum. In der aktuellen Korrekturphase hat dies insgegsamt nur geringe Bedeutung. Sollte Gold einmal einen Boden gefunden haben, treten Zinsaspekte womöglich wieder stärker in den Vordergrund.

Mehr dazu: Geldpolitik & Zinsen und ihr Einfluss auf den Goldpreis

Goldpreis rutscht weiter – ETFs zeigen Nervosität der Investoren

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Nach neuen Rekorden geraten Silber- und Goldpreis stark unter Druck. ETF-Daten zeigen deutliche Kapitalbewegungen und liefern Hinweise auf eine veränderte Anlegerstimmung.

Goldbarren und US-Dollar vor Kursdaten – ETF-Abflüsse signalisieren Nervosität am Goldmarkt
Goldpreis in der Korrektur: Abflüsse aus Gold-ETFs spiegeln die wachsende Unsicherheit der Investoren wider.

Gold- und Silberpreis auf dem Rückzug

Nach den Rekordständen der Vorwoche haben Gold und Silber spürbar korrigiert. Am Donnerstagnachmittag gegen 14 Uhr notierte Gold bei 4.800 US-Dollar (4.070 Euro) je Feinunze. Damit lag der Goldpreis rund 14 Prozent unter dem Hoch vom 29. Januar 2026. Silber zeigte sich noch schwächer: Mit 76,30 US-Dollar (64,60 Euro) hatte sich der Preis bereits um rund 37 Prozent von seiner Bestmarke entfernt.

Während der Goldpreis weiter nachgibt, ziehen Anleger Kapital aus Gold-ETFs ab – ein Signal wachsender Unsicherheit am Markt.

Mehr dazu: Tagesaktuelle Kursentwicklung unter Goldpreis aktuell

Deutliche Abflüsse beim größten Gold-ETF

Die Korrektur am Goldmarkt ging mit merklichen Abflüssen aus dem größten Gold-ETF einher. Der SPDR Gold Shares (GLD) wies per 4. Februar 2026 ein physisches Inventar von 1.081,95 Tonnen aus. Innerhalb von fünf Handelstagen verringerte sich der Bestand damit um 8,01 Tonnen. Parallel dazu zog Kapital ab: Per Saldo flossen rund 279 Millionen US-Dollar aus dem Fonds.

Jeder GLD-Anteil ist formal mit einem Zehntel einer Feinunze Gold hinterlegt. Bestandsveränderungen spiegeln daher reale Metallbewegungen wider, sofern Authorized Participants aktiv werden.

GLD-Kapitalflüsse vom 29. Januar bis 4. Februar 2026 mit deutlichen Nettoabflüssen
Beim Gold-ETF GLD überwogen Ende Januar deutliche Kapitalabflüsse.

Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert

Silber-ETF mit gegenläufiger Entwicklung

Ein anderes Bild zeigte sich beim iShares Silver Trust (SLV). Während der Silberpreis deutlich nachgab, stiegen die Bestände des größten Silber-ETFs kräftig an. Im Zeitraum vom 29. Januar bis 4. Februar wuchs das Inventar um 733,93 Tonnen auf insgesamt 16.370 Tonnen. Gleichzeitig verzeichnete der Fonds Nettozuflüsse von rund 2,7 Milliarden US-Dollar.

Diese gegenläufige Entwicklung deutet darauf hin, dass ein Teil der Marktteilnehmer den Preisrückgang für Neuengagements nutzte. Möglich wurden diese Investoren nun erneut auf dem falschen Fuß erwischt.




Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 4. Februar 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 4. Februar 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.

Bedeutung für den Edelmetallmarkt

Die Entwicklung der Edelmetall-ETFs liefert wichtige Hinweise auf die Positionierung größerer Anlegergruppen. Abflüsse deuten häufig auf Gewinnmitnahmen oder taktische Reduzierungen hin, während Zuflüsse auf strategische Aufstockungen schließen lassen.

Für die kurzfristige Preisbildung bleiben jedoch die Terminmärkte entscheidend. Veränderungen bei ETF-Beständen wirken meist zeitversetzt und zeigen vor allem, wie institutionelle Investoren ihre mittelfristigen Erwartungen anpassen.

Passend dazu: Nachrichten und Analysen zur internationalen Goldmarkt-Entwicklung

Goldpreis unter 5.000 USD – Silber bricht erneut ein, EZB im Fokus

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Goldpreis aktuell: Gold und Silber geraten am Morgen erneut unter Druck. Silber verliert zweistellig. Anleger blicken auf EZB-Entscheid und US-Daten.

Goldpreis heute (8:15 Uhr)

Der Goldpreis setzt seine Schwäche fort. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze am europäischen Spotmarkt 4.925 USD bzw. 4.174 EUR. Das entsprach einem Tagesverlust von 0,8 Prozent. Dabei fällt Silber deutlich stärker. Der Silberpreis rutschte um 10 Prozent auf 79,40 USD bzw. 67,30 EUR. Dabei liegen beide Edelmetalle seit Jahresbeginn weiter im Plus. Der Goldpreis verzeichnet ein Jahresplus von 14 Prozent, Silber liegt noch 11 Prozent höher.

Nach der volatilen Erholung geraten Gold und Silber erneut unter Druck – nun richtet sich der Blick auf EZB, US-Daten und die nächste Richtungsentscheidung.

Update, 5. Februar 2026, 17:00 Uhr : Edelmetall bauen Verluste aus
In einer weiteren Verkaufswelle rutschen Gold und Silber nach US-Börsenstart stärker ins Minus. Der Goldpreis fällt um 2,8 Prozent auf 4.822 USD / 4.089 EUR. Silber erleidet einen Kurseinbruch von 16 Prozent auf 74,15 USD / 62,90 EUR. Der Bereich der Edelmetall-ETFs spiegelte zuletzt die Marktnervosität. An den Aktienmärkten sind erneut Tech-Aktien unter Druck und auch der Bitcoin muss im Rahmen erheblicher Kapitalumschichtungen weiter Federn lassen (-7 % auf 67.300). Die EZB hielt die Zinsen stabil.

Update, 5. Februar 2026, 23:30 Uhr: CME Group greift erneut in den Markt ein
Mehr dazu: Goldpreis: CME erhöht erneut Margins bei Gold und Silber

Vortag – Labile Erholung

Der Mittwoch war erneut von hoher Volatilität geprägt. Zunächst legten Gold und Silber deutlich zu. Aber nach US-Börsenstart setzten wieder Verkäufe ein. Dabei fiel der Goldpreis erneut unter 5.000 USD und rutschte zeitweise ins Minus. Am Ende schloss Gold bei 4.964 USD bzw. 4.205 EUR, ein Tagesplus von 0,4 Prozent. Silber stieg um 3,4 Prozent auf 88,19 USD bzw. 74,70 EUR. Dabei zeigten sich an den Aktienmärkten klare Umschichtungen. Kapital floss aus KI-, Tech-, Softwarewerten und Bitcoin in zyklische Titel. 

Ausblick

Am heutigen Donnerstag steht die Entscheidung der EZB im Mittelpunkt. Eine Zinssenkung gilt als unwahrscheinlich. Außerdem werden in den USA die JOLT Job Openings sowie die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Zudem äußert sich Fed-Mitglied Raphael Bostic am Nachmittag. Dabei dürfte entscheidend sein, ob die hohe Volatilität bei Gold und Silber anhält oder sich eine kurzfristige Stabilisierung durchsetzt.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis nach Crash: Technischer Schaden begrenzt, Aufwärtstrend intakt

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Nach dem stärksten Tagesverlust seit 1983 hat sich der Goldpreis technisch stabilisiert. Der Rücksetzer gilt bislang als normale Korrektur innerhalb eines intakten Aufwärtstrends.

Goldpreis in USD – charttechnische Betrachtung per 3. Februar 2026
Goldchart in US-Dollar; Basis: CME Spot, Tagesschlusskurse vom 3. Februar 2026, 6-Monats-Betrachtung.

Goldpreis kommt 17 Prozent zurück

Nach dem stärksten Tagesverlust seit 1983 am vergangenen Freitag setzte sich die Korrektur beim Goldpreis zu Wochenbeginn fort. Auslöser war eine zuvor ausgeprägte spekulative Überdehnung des Marktes. Zum Handelsschluss am Dienstag notierte Gold (CME Spot) bei 4.948 USD. Damit gab der Goldpreis innerhalb einer Woche um 4,5 Prozent nach.

Der Goldpreis hat den Crash technisch bislang gut verkraftet: Wichtige Unterstützungen halten, der übergeordnete Aufwärtstrend bleibt intakt.

Aktuelle Spotpreise finden Sie wie gewohnt unter „Goldpreis aktuell“.

Kurs dreht an zentraler Unterstützung

Im Zuge des Abverkaufs fiel der Goldpreis am Montag bis auf 4.659 USD zurück. Damit lag die Notierung rund 17 Prozent unter dem Rekordhoch. Technisch entscheidend ist nun, dass dieses Tief nicht erneut unterschritten wird und sich der Kurs oberhalb der 50-Tage-Linie stabilisiert.

Durch die Dynamik der Korrektur haben sich bislang nur wenige belastbare Zwischenmarken ausgebildet. Allerdings bleibt die psychologisch wichtige Schwelle von 5.000 USD ein zentraler Referenzpunkt für den Markt.

Marktstimmung deutlich abgekühlt

Der zuvor extrem überkaufte Markt hat sich spürbar entspannt. Der Relative-Stärke-Index ist von Werten nahe 90 auf zuletzt 56 zurückgefallen und signalisiert wieder ein neutrales Sentiment. Die 50-Tage-Linie wurde im Zuge des Rücksetzers nicht verletzt.

Gleichzeitig liegt der Goldpreis weiterhin rund 30 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt. Das unterstreicht, dass der übergeordnete Aufwärtstrend bislang intakt ist. Aus technischer Sicht hat der abrupte Kursrutsch daher noch keinen nachhaltigen Schaden hinterlassen.

Euro-Goldpreis: Unterstützung behauptet

Auch in Euro gerechnet zeigt sich ein ähnliches Bild. Vom Rekordhoch bei 4.673 EUR ausgehend, kam der Goldpreis zwischenzeitlich um rund 13 Prozent zurück. Im Wochenvergleich ergibt sich ein Minus von 2,8 Prozent. Der Schlusskurs lag zuletzt bei 4.187 EUR je Feinunze.

Goldpreis-Chart in EUR, 6 Monate per 3. Februar 2026.
Goldpreis in Euro, CME Spot, 6 Monate, Schlusskurse per 6. Februar 2026.

Ausblick: Korrektur bislang kontrolliert

Der starke Rücksetzer der vergangenen Woche hat die technische Lage bislang nur moderat belastet. Aktuell lässt sich die Bewegung weiterhin als normale Korrektur innerhalb eines intakten Aufwärtstrends einordnen.

Voraussetzung dafür bleibt, dass sich der Goldpreis oberhalb der jüngsten Tiefs stabilisiert. Ein erneuter, deutlicher Rückfall unter diese Niveaus würde hingegen das Szenario einer längeren Konsolidierungsphase wieder in den Fokus rücken.

Weitere Einordnungen und Detailanalysen finden sich im Bereich Chartanalyse Gold

Goldpreis aktuell: Technische Erholung über 5.000 USD (Mittwoch)

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Der Goldpreis startet am Mittwoch mit weiteren Gewinnen. Nach dem heftigen Rücksetzer setzt sich die technische Erholung fort.

Goldpreis heute (8:00 Uhr)

Der Goldpreis setzt seine technische Erholung am Mittwoch fort. Um 8:00 Uhr kostet die Feinunze am europäischen Spotmarkt 5.070 USD bzw. 4.282 EUR. Das entspricht einem Anstieg von rund 2,5 Prozent gegenüber dem Vortag. Auch Silber zeigt sich deutlich fester. Der Silberpreis steigt um 4,7 Prozent auf 89,24 USD bzw. 75,50 EUR je Unze. Dabei notieren auch die Aktien-Futures leicht im Plus. Zudem stabilisiert sich der Bitcoin nach den jüngsten Verlusten.

Nach dem heftigen Rücksetzer setzt sich beim Goldpreis am Mittwoch eine technische Erholung fort. Gold notiert wieder über 5.000 USD.

Update, 4. Januar 2026, 17:30 Uhr: Edelmetall geben erneut Gewinne ab
Nach der Erholungsrally zum Tagesauftakt kommen Gold und Silber nach US-Börsenstart erneut unter Druck. Der Goldpreis rutscht 0,5 Prozent ins Minus auf 4.920 USD / 4.171 EUR. Der Silberpreis hält sich noch 1,8 Prozent im Plus bei 86,75 USD / 73,52 EUR. Parallel kommt es an den Aktienmärkten zu Umschichtungen – weg von KI/Tech/Software, hin zu zyklischen Substanzwerten.

Vortag – Gold und Silber erholen sich

Nach zwei heftigen Verlusttagen starteten Goldpreis und Silberpreis am Dienstag eine kräftige Gegenbewegung. Gold schloss bei 4.946 USD bzw. 4.185 EUR, was einem Tagesplus von rund 6 Prozent entsprach. Silber legte um 7,5 Prozent auf 85,32 USD bzw. 72,20 EUR zu. Zwischenzeitlich hatte sich das Metall sogar um rund 11 Prozent verteuert. An den Aktienmärkten standen KI-lastige Werte weiter unter Druck. Bitcoin fiel zeitweise auf Kurse um 75.700 USD.

Mehr zur charttechnischen Lage: Goldpreis nach Crash: Technischer Schaden begrenzt, Aufwärtstrend intakt

Ausblick

Der vorübergehende US-Government-Shutdown wurde gestern nach einer knappen Abstimmung im Repräsentantenhaus beendet. Der Haushaltsstreit bleibt jedoch politisch ungelöst. Am heutigen Mittwoch stehen wichtige US-Konjunkturdaten an. Erwartet werden der ISM-Einkaufsmanager-Index für den Dienstleistungssektor sowie der ADP-Arbeitsmarktbericht für Januar. Beide Veröffentlichungen könnten neue Impulse für US-Dollar, Zinsen und den Goldpreis liefern. Außerdem liefert die EU neuen Inflationsdaten.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Gold- und Silber-Korrektur: Erholung nach Crash – Zinsen steigen

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Nach dem Crash zeigen Gold und Silber eine technische Erholung. Steigende Marktzinsen und hohe Volatilität prägen weiterhin das Marktumfeld.

Gold- und Silber-Korrektur: Goldbarren vor Börsentafel mit steigenden Zinsen
Goldbarren vor einer Börsentafel: Nach dem Crash zeigen Gold und Silber eine technische Erholung, während die Zinsen steigen.

Gold und Silber korrigieren – technische Gegenbewegung

Nach dem massiven Einbruch zum Wochenschluss und weiteren Verlusten am Montag zeigten Gold und Silber am Dienstag eine deutliche Gegenbewegung. Der Goldpreis stieg am Nachmittag um rund 5 Prozent auf 4.905 US-Dollar je Feinunze (4.160 Euro). Silber legte noch kräftiger zu und gewann 9,5 Prozent auf 86,90 US-Dollar beziehungsweise 73,75 Euro.

Die Erholung bei Gold und Silber wirkt bislang technisch – steigende Renditen und das nervöse Marktumfeld können eine fortgesetzte Korrektur stützen.

Trotz dieser Erholung bleibt das Wochenbild belastet, auch durch einen erstarkten US-Dollar. Im Vergleich zur Vorwoche notiert Gold 3,6 Prozent niedriger, Silber sogar 22 Prozent im Minus. Damit ist klar: Die jüngsten Kursgewinne ändern bislang nichts am Charakter der laufenden Korrektur.

Aktuelle Kurse und Entwicklungen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Technik dominiert, Zinsen nur Begleitfaktor

Nach der extremen Edelmetall-Rally bestimmen derzeit vor allem technische Faktoren das Marktgeschehen. Gewinnmitnahmen, Margin-Effekte und Positionsanpassungen überlagern klassische makroökonomische Einflussgrößen. Zinsaspekte spielen zwar weiterhin eine Rolle, stehen aktuell aber nicht im Vordergrund.

Zusätzlichen Verkaufsdruck hatte am Freitag die Nachricht ausgelöst, dass Kevin Warsh als möglicher künftiger Fed-Präsident gehandelt wird. In einem ohnehin nervösen Marktumfeld reichte dies aus, um die Abwärtsbewegung zu beschleunigen. Parallel dazu sind die Marktzinsen zuletzt spürbar gestiegen.

Mehr dazu: Goldpreis-Korrektur: Welche Parallelen gibt es zum Crash von 1980?

Marktzinsen steigen

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg am Dienstag auf 4,30 Prozent, nach 4,22 Prozent in der Vorwoche. Auch in Europa legten die Renditen zu. Deutsche Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit rentierten bei 2,90 Prozent, französische Pendants bei 3,48 Prozent. Im Rahmen der wöchentlichen Goldreporter-Beobachtung handelt es sich dabei um die höchsten Niveaus seit Oktober 2023.

Anleiherenditen in den USA und Europa in der Übersicht am 3. Februar 2026
Anleiherenditen in den USA und Europa – Übersicht am 3. Februar 2025

Warum höhere Zinsen Gold aktuell kaum bremsen

Grundsätzlich gelten steigende Renditen als Belastungsfaktor für Gold, während sinkende Zinsen das Edelmetall stützen. Dieses einfache Wirkungsmodell greift derzeit jedoch nur eingeschränkt.

Zum einen haben Anleiherenditen einen Teil ihrer klassischen Orientierungsfunktion verloren. Zum anderen reagieren sie zunehmend auf hohe Emissionsvolumina, staatlichen Finanzierungsbedarf und taktische Nachfrage, weniger auf kurzfristige Konjunktur- oder Inflationsdaten. Entsprechend tritt der direkte Zinseinfluss auf den Goldpreis aktuell in den Hintergrund.

Einordnung & Hintergrund: Geldpolitik & Zinsen – Auswirkungen auf den Goldpreis

Starkes Goldgeschäft treibt Wachstum bei der Reisebank

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Das Goldgeschäft entwickelt sich 2025 zum zentralen Wachstumstreiber der Reisebank. Die Nachfrage nach Edelmetallen zog deutlich an.

Die Reisebank AG verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 ein starkes Wachstum im Edelmetall-Geschäft. Der Umsatz mit physischen Edelmetallen stieg um 55 Prozent und entwickelt sich deutlich dynamischer als andere Geschäftsbereiche. Vor allem Anlagegold  trieb die Nachfrage.

Zusätzliche Impulse kamen aus dem Verbundgeschäft mit Volks- und Raiffeisenbanken. Im genossenschaftlichen Netzwerk stiegen die Edelmetall-Umsätze sogar um 59 Prozent. Die Reisebank fungiert hier als spezialisierter Infrastrukturpartner für Edelmetalle und angrenzende Dienstleistungen, darunter Versorgung mit Sorten und Bargeld.

Mehr dazu: Reisebank-Interview: Warum Gold zur zweiten Säule wurde – und wie Anleger profitieren

Goldpreis-Korrektur: Welche Parallelen gibt es zum Crash von 1980?

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Die extreme Rally der vergangenen Monate und der starke Goldpreis-Rücksetzer wecken Erinnerungen an 1980. Ein historischer Vergleich zeigt Parallelen – aber auch zentrale Unterschiede.

Goldpreis-Korrektur im historischen Vergleich mit dem Crash von 1980
Der Goldpreis nach dem historischen Hoch von 1980 (Symbolbild): Starke Schwankungen prägen die Phase nach dem damaligen Crash.

Blick zurück: 1980 als Referenz, nicht als Blaupause

Der jüngste Einbruch am Goldmarkt hat eine historische Dimension erreicht. Entsprechend häufig wird derzeit das Jahr 1980 als Vergleich herangezogen. Damals endete eine außergewöhnliche Goldhausse in einem abrupten und verlustreichen Crash. Und am vergangenen Freitag erlitt der Goldpreis den größten Tagesverlust seit 1983.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Die entscheidende Frage lautet: Wiederholt sich dieses Muster heute – oder liefert 1980 lediglich eine grobe Orientierung?

Der Goldpreis erlebt eine historische Korrektur. Der Blick auf 1980 zeigt Parallelen im Kursverlauf – aber entscheidende Unterschiede im geldpolitischen Umfeld.

Das damalige Rekordhoch markierte Gold am 21. Januar 1980 bei 835 US-Dollar je Feinunze. Es folgte eine Serie außergewöhnlicher Kursverluste. Am ersten Crash-Tag verlor Gold 11,7 Prozent, am Folgetag weitere 5,8 Prozent. Nach einer kurzen Erholung setzten erneut massive Abgaben ein: minus 6,8 Prozent und minus 6,6 Prozent an zwei weiteren Handelstagen.

Extreme Goldpreis-Volatilität als zentrales Merkmal

Bemerkenswert ist vor allem das Marktverhalten nach dem initialen Einbruch. In den darauffolgenden Handelstagen wechselten sich kräftige Gewinne und Verluste ab. Die Ausschläge blieben außergewöhnlich hoch. Genau dieses Muster ist auch aktuell zu beobachten.

Gold: Tagesperformance im Januar 1980 mit starken Gewinnen und massiven Verlusten um den Crash
Tägliche Goldpreis-Performance im Januar 1980. Nach starken Gewinnen folgten massive Verluste rund um den historischen Crash.

Nach dem jüngsten Kurssturz zeigten sich späte Käufer zunächst zuversichtlich. Doch bislang fehlt ein klarer Boden. Solange weitere panikartige Verkaufswellen nicht ausgeschlossen werden können, bleibt die Korrektur anfällig. Technische Gegenbewegungen sind in solchen Phasen kein verlässliches Stabilitätssignal.

Geldpolitik und psychologische Parallelen

Der Vergleich mit 1980 wird zusätzlich durch die geldpolitische Debatte genährt. Die Nominierung von Kevin Warsh an die Spitze der Federal Reserve wird von Marktteilnehmern aufmerksam verfolgt. Warsh gilt als geldpolitisch restriktiv. Gleichzeitig rückt erneut die Frage nach der politischen Unabhängigkeit der US-Notenbank in den Fokus.

Auch Ende der 1970er-Jahre war die Geldpolitik ein zentraler Faktor. Damals leitete Paul Volcker eine aggressive Zinserhöhungspolitik ein, um die Inflation zu bekämpfen. Diese Maßnahme beendete letztlich den damaligen Gold-Bullenmarkt.

Mehr dazu: Geldpolitik & Zinsen und ihr Einfluss auf den Goldpreis

Der entscheidende strukturelle Unterschied

Trotz aller Parallelen unterscheidet sich die heutige Ausgangslage fundamental von der Situation im Jahr 1980. Damals lag die US-Staatsverschuldung bei rund 41 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Heute beträgt sie etwa 125 Prozent.

Diese Verschuldung begrenzt den geldpolitischen Handlungsspielraum erheblich. Dauerhaft hohe Zinsen würden die Tragfähigkeit der Staatsfinanzen gefährden. Eine aggressive Zinspolitik nach dem Vorbild der Volcker-Ära erscheint daher kaum realistisch.

US-Staatsverschuldung in Prozent des BIP im historischen Vergleich laut FRED
Die US-Staatsverschuldung ist seit den 1980er-Jahren stark gestiegen und liegt heute deutlich über dem Niveau der Volcker-Ära. Quelle: Federal Reserve Bank of St. Louis (FRED)

Ausblick: Hohe Goldpreis-Schwankungen, intakter Langfristtrend?

Der historische Vergleich zeigt: Nach extremen Goldrallys sind heftige Korrekturen nicht ungewöhnlich. Er zeigt aber auch, dass Geschichte keine Blaupause liefert. Die strukturellen Rahmenbedingungen haben sich grundlegend verändert.

Kurzfristig dürfte die Volatilität hoch bleiben. Mittelfristig sprechen die Schuldenlage und das geldpolitische Umfeld gegen ein dauerhaftes Ende der übergeordneten Gold-Hausse. Ob sich die aktuelle Korrektur zu einer längeren Seitwärtsphase ausweitet oder früher ausläuft, dürfte sich erst nach einer Phase klarer Marktberuhigung entscheiden. Aber: Historische Vergleiche erklären Marktverhalten – sie ersetzen keine aktuelle Analyse

Mehr dazu: Goldpreis langfristig: Welche Muster sich seit den 1970ern wiederholen

Goldpreis aktuell: Kurserholung nach Crash – 4.900 USD (Dienstag)

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Nach dem scharfen Abverkauf der Vortage zeigt der Goldpreis am Dienstagmorgen eine deutliche Kurserholung. Auch Silber zieht kräftig an.

Goldpreis heute (8:30 Uhr)

Nach zwei Tagen mit deutlichen Kursverlusten startet der Goldpreis am Dienstag einen Erholunsgversuch. Um 8:30 Uhr kostet die Feinunze Gold am Spotmarkt 4.900 USD bzw. 4.145 EUR – ein Plus von 5,0 bzw. 4,8 Prozent gegenüber Vortag. Silber gewinnt 8,6 bzw. 8,4 Prozent und steigt auf 86,13 USD bzw. 77,88 EUR.

Nach dem massiven Abverkauf versucht Gold eine Stabilisierung – begleitet von hoher Volatilität

Update, 3. Februar 2026, 17:45 Uhr: Kurserholung setzt sich fort
Gold und Silber verstärken nach US-Börsenstart ihre Kurserholung. Der Goldpreis nähert sich mit einem Anstieg um 7 Prozent der Marke von 5.000 USD (4.980 USD / 4.120 EUR). Silber legt um 11 Prozent zu auf 88,15 USD (74,50 EUR). Ob der Boden damit bereits gefunden ist, muss sich zeigen. Im 1980er Goldpreis-Crash setzte sich die Korrektur nach einer Zwischenerholung fort. Aufgrund des vorläufigen Government-Shutdowns gibt es bis auf Weiteres keine aktuellen staatlichen Wirtschaftsdaten.

Vortag – Verluste für Gold und Silber

Gold und Silber verbuchten am Montag weitere Verluste, die Edelmetalle erholten sich im Tagesverlauf aber bereits etwas von den Tiefs. Der Goldpreis beendete den Handel bei 4.661 USD je Feinunze und verzeichnete damit ein Tagesminus von 4,8 Prozent (3.953 EUR; -4,3 %). Auch Silber blieb unter Verkaufsdruck und schloss bei 79,31 USD je Feinunze und verlor 6,9 Prozent (67,26 EUR; -6,4 %).

Die am Montag veröffentlichten US-Wirtschaftsdaten fielen besser aus als erwartet. Der ISM-Einkaufsmanager-Index stieg erstmals seit einem Jahr wieder über die Marke von 50 Punkten. Das signalisiert Wachstum im verarbeitenden Gewerbe und hielt den Druck auf den Goldpreis zunächst aufrecht.

Ausblick

Am heutigen Dienstag richten sich die Blicke auf die JOLT Job Openings für Dezember. Die Daten könnten neue Hinweise auf die Lage am US-Arbeitsmarkt liefern. Geopolitisch bleibt der Nahe Osten ein Risikofaktor. Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Region deutlich verstärkt. Das wird als Machtdemonstration gegenüber dem Iran gewertet und könnte die Risikowahrnehmung an den Märkten erneut beeinflussen.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis-Rally endet in China in Milliarden-Skandal

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Chinas Goldpreis-Rally endet für viele Anleger abrupt. Der Kollaps einer Handelsplattform verursacht Verluste in Milliardenhöhe.

Der Zusammenbruch einer Online-Goldhandelsplattform hat die Metropole Shenzhen erschüttert. Zehntausende Privatanleger sollen laut China Morning Post mehr als 10 Milliarden Yuan verloren haben, umgerechnet rund 1,4 Milliarden US-Dollar. Viele Investoren hatten über die Plattform JWR auf weiter steigende Goldpreise gesetzt. Als der Goldpreis zuletzt erneut anzog, wollten zahlreiche Kunden gleichzeitig Gewinne auszahlen lassen. Das Unternehmen geriet dadurch in eine akute Liquiditätskrise. Hintergrund ist ein sogenanntes Pre-Pricing-Modell mit vorab vereinbarten Preisen außerhalb regulierter Börsen. Die Behörden haben Ermittlungen aufgenommen. Der Vorfall belastet auch das Vertrauen in den Goldhandelsplatz Shuibei. Mehr dazu: Chinas „Gold-Fieber“ löst einen Milliarden-Skandal aus via China Morning Post

Goldreporter-Kommentar: Man kann es nicht oft genug betonen: Der Satz „Diesmal ist alles anders“ entpuppt sich an den Börsen immer wieder als einer der teuersten. Auch wenn fundamental vieles für weiter steigende Edelmetall-Kurse sprechen mag, unterliegen alle an den Finanzmärkten gehandelten Vermögenswerte dem Wechselspiel aus Gier und Angst. Wer kurzfristig spekuliert – auch mit Gold und Silber –, setzt sich erhöhten Risiken aus.

Mehr zum laufenden Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis in China: Spread nach Extremphase unter Beobachtung

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Der Goldpreis lag in China zuletzt deutlich über dem europäischen Spotkurs. Nach dem extremen Freitag mehren sich nun jedoch Anzeichen für eine Abschwächung des China-Spreads.

Goldpreis in China: Goldbarren vor China-Flagge symbolisieren den China-Spread an der Shanghai Gold Exchange
Physisches Gold und Silber wanderte zuletzt stärker nach Fernost: Der China-Spread beim Goldpreis steht jetzt unter besonderer Beobachtung.

Goldpreis-Aufschlag in China 

Der Goldpreis wurde am vergangenen Freitag in China erneut über dem europäischen Spotkurs gehandelt. Am Vormittag (MEZ) lag der Preis an der Shanghai Gold Exchange rund 17 US-Dollar je Feinunze über dem zeitgleichen Kurs in Europa. Damit weitete sich der sogenannte China-Spread trotz des jüngsten Goldpreis-Rücksetzers zunächst weiter aus. 

Extremphase mit Fragezeichen: Der China-Spread sprang am Freitag deutlich an. Inzwischen mehren sich Hinweise, dass sich der Preisabstand wieder schließt.

Im Umfeld des Gold- und Silberpreis-Crashs erhält der China-Spread eine neue Bedeutung. Der starke Aufschlag vom Freitag fiel in eine extreme Marktphase, die auch in China von spekulativen Übertreibungen geprägt war. Inzwischen gibt es jedoch erste Anzeichen für eine Gegenbewegung, bei der sich der Preisabstand wieder verringern oder sogar ins Negative drehen könnte.

Mehr zum laufenden Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Messzeit: [Fr. 30.01.26, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]

Aufschlag China → Europa Spot: +17 USD/oz (23.01.25: +14 USD); Δ: +3 USD

Silber-Aufschlag zuletzt weiter erhöht

Noch ausgeprägter zeigte sich die Entwicklung am Silbermarkt. Nach Berechnungen von Goldreporter lag der Preis an der Shanghai Gold Exchange am Freitag bei 19,5 US-Dollar je Unze beziehungsweise rund 18 Prozent über dem internationalen Spotpreis. In der Vorwoche hatte der Aufschlag noch bei etwa 13 US-Dollar beziehungsweise 13 Prozent gelegen.

Markt / Kennzahl 30.01.26 23.01.26 Δ 
Gold China SGE Fix (CNY/Gramm) 1.160,68 1.110,56 +4,5 %
Gold China SGE (USD/Gramm) 166,76 159,01 +4,9 %
Goldpreis China SGE
(USD/oz)
5.187 4.946 +241
Goldpreis Europa
(USD/oz)
5.170 4.932 +238
Aufschlag/Abschlag China
→ Europa (USD/oz)
+17 +14 +3

Bedeutung für den physischen Markt

Der wachsende Preisabstand erhöht die Attraktivität von Arbitragegeschäften und lenkt physisches Gold und Silber verstärkt nach Asien. Denn anhaltende Aufschläge sprechen für reale Warenströme, die den Weltmarkt unmittelbar beeinflussen und die internationalen Edelmetall-Kurse stützen.

Mehr zum laufenden Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Grafik zeigt China-Aufschlag zum Goldpreis 2025: Spread SGE minus Spot schwankt und blieb am 30. Januar 2026 aber positiv.
Grafik zeigt China-Aufschlag zum Goldpreis 2025: Spread SGE minus Spot schwankt und blieb am 30. Januar 2026 aber positiv.

China-Spread im Umfeld des Preisrückgangs

Aber sollte sich der Spread nachhaltig schließen, würde dies auf eine abkühlende Inlandsnachfrage hindeuten. In diesem Fall verlöre China kurzfristig an preislicher Führungsrolle. Umgekehrt bliebe ein stabil positiver Spread ein Hinweis auf weiterhin aktive physische Nachfrage. Der China-Spread ist damit weniger Trendgeber als Frühindikator für kurzfristige Marktumschichtungen.

Methodik: SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 30.01.26; Umrechnung über 6,960 CNY/USD (Vorwoche: 6,994 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spot-Goldpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.

Gold- und Silber-Crash geht weiter – Goldpreis bei 4.546 USD (Montag)

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Der Goldpreis fällt am Montag auf 4.546 USD. Silber setzt den Crash fort. Die Märkte bleiben nach dem historischen Einbruch extrem volatil.

Goldpreis heute (8:30 Uhr)

Am Montagmorgen setzt sich der Abverkauf bei Gold und Silber fort. Um 8:30 Uhr notiert der Goldpreis am europäischen Spotmarkt bei 4.546 USD bzw. 3.835 EUR je Unze. Das entspricht einem Tagesminus von rund 7,0 Prozent. Dabei rutscht der Silberpreis weiter stark ab. Silber verliert weitere 12 Prozent auf 75,10 USD bzw. 63,25 EUR pro Unze.
Damit bleibt die technische Korrektur bei beiden Edelmetallen ausgesprochen dynamisch.

Der Ausverkauf bei Gold und Silber setzt sich fort – der Markt verarbeitet weiter den historischen Crash vom Freitag.

Update, 2. Februar 2026, 16:30 Uhr: Hohe Intraday-Volatilität
Der Goldpreis erholt sich von den scharfen Verlusten am Vormittag, notiert nach US-Börsenstart aber weiter mehr als 4 Prozent im Minus bei 4.675 USD / 3.962 EUR. Silber notiert 8 Prozent schwächer – mit 77,70 USD / 65,95 EUR. Bei den Edelmetallen gibt es also eine leichte technische Gegenbewegung. Die Volatilität bleibt aber hoch und der Boden scheint noch nicht gefunden.

Vortag – Historischer Crash

Bereits am Freitag hatte der Goldpreis einen außergewöhnlichen Einbruch verzeichnet. Mit einem Tagesverlust von 9 Prozent erlitt Gold den größten Rückgang seit 1983 und schloss bei 4.985 USD bzw. 4.131 EUR.

Silber traf es noch härter. Der Silberpreis brach um 26 Prozent auf 85,19 USD bzw. 71,88 EUR ein. Zeitweise lag das Minus sogar bei mehr als einem Drittel.

Dabei folgte der Abverkauf auf eine zuvor ausgeprägte Kursüberhitzung. Außerdem verstärkte die Nominierung von Kevin Warsh zum nächsten Fed-Chef den US-Dollar und beschleunigte den Verkaufsdruck am Terminmarkt.

Ausblick

Zum Wochenauftakt richtet sich der Blick auf den ISM-Einkaufsmanager-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA. Zudem äußert sich am Abend Fed-Mitglied Bostic zur Geldpolitik. Der Februar gilt historisch als besonders volatiler Monat für den Goldpreis. Nun dürfte entscheidend sein, wann sich nach dem Freitags-Crash und der zweiten Verkaufswelle am heutigen Montag eine technische Stabilisierung einstellt. Wichtige Unterstützungen liegen bei 4.450 USD bzw. im Bereich von 3.800 EUR.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

So entwickelt sich der Goldpreis im Februar

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Der Goldpreis legte im Januar um elf Prozent zu und erzielte die beste Januar-Performance seit 2015. Der Februar gilt historisch als volatil.

Goldpreis-Analyse: Ausblick auf die Entwicklung im Februar
Der Goldpreis zeigt im Februar historisch wechselhafte Bewegungen.

Goldpreis steigt im Januar um 11 Prozent

Trotz eines deutlichen Rücksetzers zum Monatsende hat der Goldpreis den Januar mit einem Plus von elf Prozent abgeschlossen. Am Spotmarkt lag der Schlusskurs bei 4.895 US-Dollar beziehungsweise 4.131 Euro je Feinunze. Damit verzeichnete Gold die beste Januar-Performance seit 2015 und bestätigte erneut den statistischen Ruf des Monats als stärksten Start ins Goldjahr.

Der starke Januar bestätigt den Aufwärtstrend beim Goldpreis – doch der historisch volatile Februar erhöht das Risiko spürbarer Gegenbewegungen.

Auf Jahressicht fällt die Entwicklung noch markanter aus. Vor zwölf Monaten lag der Goldpreis bei 2.713 Euro. Das entspricht einem Anstieg von rund 52 Prozent.

Mehr zum laufenden Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Gold im Februar: historisch solide, aber volatil

Der Februar gilt statistisch als solider, aber unberechenbarer Goldmonat. Seit 1970 erzielte Gold in diesem Zeitraum einen durchschnittlichen Kursgewinn von 0,96 Prozent. Damit belegt der Februar Platz fünf unter den besten Goldmonaten des Jahres. In 31 von 55 Jahren endete der Monat im Plus, was einer Quote von 56 Prozent entspricht.

In den vergangenen Jahren zeigte sich jedoch eine ausgeprägte Schwankungsanfälligkeit. 2021 fiel der Goldpreis im Februar um rund sechs Prozent, ein Jahr später stieg er in ähnlicher Größenordnung. Damals reagierte der Markt auf den russischen Angriff auf die Ukraine. Die geopolitische Eskalation ging mit spürbarer Unsicherheit an den Finanzmärkten einher und führte in Deutschland zu einem starken Anstieg der Nachfrage nach Gold und Silber.

Im vergangenen Jahr blieb die Bewegung dagegen gering. Der Februar schloss lediglich mit einem Plus von 0,3 Prozent.

Goldpreis-Statistik für den Monat Februar seit 1970.
Goldpreis-Statistik für den Monat Februar seit 1970. Insgesamt fünfbester Goldmonat des Jahres mit durchschnittlich 0,96 % Kursgewinn.

Historische Extremwerte im Februar

Die stärksten Februar-Anstiege seit 1970:

  • 1974: +21,73 %
  • 1973: +15,18 %
  • 2016: +10,53 %
  • 1997: +7,92 %
  • 1979: +7,07 %

Die schwächsten Februar-Ergebnisse seit 1970:

  • 1983: -16,52 %
  • 1986:  -11,20 %
  • 1988:  -7,95 %
  • 2021:  -6,26 %
  • 2003:  -5,59 %

Datenbasis

Alle Angaben basieren auf dem LBMA-Nachmittags-Fixing (bis Dezember 2025) sowie auf dem Goldpreis zum Monatsende laut Bundesbank-Statistik. Die Umrechnung erfolgte mit einem festen Kurs von 1,95583 DM je Euro.

Mehr zum Thema: Goldpreis langfristig: Welche Muster sich seit den 1970ern wiederholen

Goldpreis verzeichnet größten Tagesverlust seit 1983 – das passierte an der COMEX

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Massive technische Korrektur bei den Edelmetallen: Der Goldpreis stürzte am Freitag um 9 Prozent ab, Silber sogar um 25 Prozent. Was passierte an der COMEX?

Goldbarren symbolisieren den starken Rückgang des Goldpreises nach dem größten Tagesverlust seit 1983 an der COMEX
Goldbarren stehen für die hohe Volatilität am Goldmarkt nach dem historischen Tagesverlust an der COMEX.

Goldpreis korrigiert

Der Goldpreis kassierte am Freitag den größten Tagesverlust seit dem 28. Februar 1983 – damals minus 12 Prozent. Gestern schloss der Goldpreis am US-Spotmarkt mit 4.985 USD (4.131 EUR) pro Unze und damit 9 Prozent bzw. 490 US-Dollar unter Vortag. Silber brach sogar um ungewöhnliche 26 Prozent ein auf 85,18 USD (71,87 EUR). 

Die Korrektur folgt auf eine lange Strecke mit immer neuen Kursrekorden. Seit Jahresbeginn steht der Goldpreis immer noch 15 Prozent im Plus. Silber liegt weiter mit 19 Prozent vorn. 

Update, 2. Januar 2026, 8:45 Uhr: Crash setzt sich fort
Der Abverkauf bei Gold und Silber hält am Montagmorgen an. Der Goldpreis notiert um 8:45 Uhr bei 4.600 USD beziehungsweise 3.878 EUR je Unze, rund 6,0 Prozent unter dem Vortag. Silber rutscht weiter deutlich ab und verliert weitere 9,5 Prozent auf 77,00 USD beziehungsweise 65,00 EUR. Die technische Korrektur bleibt damit ausgeprägt.

Mehr zu den Tagesbewegungen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

CoT-Daten aktuell

Was geschah an den vergangenen Tagen am US-Terminmarkt? Dazu analysieren wir die aktuellen CoT-Daten mit der Positionierung der größten Händlergruppen in Gold-Futures-Handel per 20. Januar 2026.

CoT-Daten Gold vom 27. Januar 2026 und Gold-Optionen
CoT-Daten Gold vom 27. Januar 2026 und Gold-Optionen
CoT-Daten Gold, Netto-Positionen Commercials und Große Spekulanten sowie Open Interest; Verlauf seit 2020. Stand: 27. Januar 2026.
CoT-Daten Gold, Netto-Positionen Commercials und Große Spekulanten sowie Open Interest; Verlauf seit 2020. Stand: 27. Januar 2026.

Commercials: Die Netto-Short-Position der kommerziellen Händler lag bei 248.285 Kontrakten. Gegenüber der Vorwoche entspricht das einem Rückgang von 14 Prozent. Besonders deutlich reduzierten die Swap Dealers (u.a. Großbanken) ihre Verkaufspositionen. Ihre Netto-Short-Position sank um 16 Prozent.

Große Spekulanten: Bei den spekulativen Marktteilnehmern ging die Netto-Long-Position um 16 Prozent auf 205.396 Kontrakte zurück. Damit erreichte sie den niedrigsten Stand seit dem 25. November 2025.

Open Interest sinkt deutlich

Die Summe aller offenen Gold-Kontrakte ging zunächst um 7,5 Prozent zurück auf 488.463 Kontrakte (Dienstag). Bis zum Freitag ging es im Zuge des Kurseinbruchs noch einmal um 12 Prozent tiefer auf 428.864 Kontrakte. Im Wochenvergleich (Freitag bis Freitag) nahm der Open Interest um 22 Prozent ab. Das signalisiert eine deutliche Flucht aus Gold-Futures, die man als Gewinnmitnahmen oder Panikverkäufe bezeichnen kann.

Gold-Optionen: Steigende Calls

Im Gold-Optionsmarkt sorgte der Verfallstermin für einen deutlichen Abbau offener Positionen. Der Open Interest sank binnen einer Woche um 16 Prozent auf 791.515 Kontrakte. Gleichzeitig fiel die Put/Call-Ratio auf 0,676. Damit standen zuletzt 148 Call-Optionen je 100 Puts gegenüber, nach 127 in der Vorwoche. Der Optionsmarkt signalisiert damit wieder eine stärkere Ausrichtung auf steigende Goldpreise.

COMEX-Bestände gesunken

Die Goldbestände in den COMEX-Tresoren nahmen zuletzt ab. Nach Angaben der CME Group belief sich die gesamte Lagermenge per 29. Januar 2026 auf 35,74 Millionen Unzen. Das waren rund 400.000 Unzen weniger als eine Woche zuvor. Gleichzeitig stiegen die sofort verfügbaren Bestände der Kategorie „registered“ um 150.000 Unzen auf 19,03 Millionen Unzen. Ihr Anteil an den Gesamtbeständen lag damit bei stabilen 53 Prozent.

Bezogen auf die Lagerbestände veränderte sich die physische Deckung im Gold-Futures-Handel auf 73 Prozent, nach 66 Prozent in der Vorwoche. Im historischen Vergleich liegt dieser Wert im oberen Bereich. In den vergangenen Jahren reichte die Spanne von rund 30 Prozent bis zum Rekordwert von 98 Prozent im April 2025.




Auslieferungsanträge steigen deutlich

Für den ausgelaufenen Januar-Kontrakt summieren sich die Anträge auf physische Auslieferung auf 11.862 Kontrakte (ca. 37 Tonnen). Allerdings liegen in der ersten Woche des neuen Kontraktmonats bereits 27.520 „Delivery Notices“ vor. Das entspricht rund 85 Tonnen. Der historische Höchstwert wurde im Januar 2025 mit insgesamt 238 Tonnen erreicht.

Zur Übersicht: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung

Goldpreis bricht ein bei hoher Volatilität

Am Mittwoch war Verfallstermin der Gold- und Silber-Futures. Schon am Donnerstag gab es bei den Edelmetallen einen kräftigen Kurseinbruch (Flash-Crash), der jedoch am Nachmittag noch von neuen Käufern aufgefangen wurde. Am Freitag folgte dann ein großer kontinuierlicher Rückgang und zeitweise mehr als 10 Prozent. Er beschleunigte sich nach Bekanntgabe der Nominierung von Kevin Warsh als nächsten Fed-Präsidenten.

Goldkurs (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 26.01. bis 30.01.26
Goldkurs (April-Kontrakt) im Zeitraum vom 26.01. bis 30.01.26 (Quelle: CME Group)

Ausblick

Nun bleibt abzuwarten, wie viel Schaden der Mini-Crash auch auf technischer Seite angerichtet hat. Der starke Rückgang des Open Interests deutet darauf hin, dass kurzfristig bereits einiges an Übertreibung aus dem Markt genommen wurde. Kritisch kann es werden, wenn der Open Interest nach und nach bei sinkendem Goldpreis steigt. Denn dann zieht die Kursentwicklung mehr Short-Seller an und Gold könnte sogar für gewisse Zeit in einen Bärenmarkt übergehen. 

Mehr Informationen für Anleger: Gold kaufen – Wie man sicher und günstig Edelmetall erwirbt

US-Regierung im Shutdown – Deal blockiert im Repräsentantenhaus

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Die US-Regierung ist teilweise handlungsunfähig. Ein Haushaltsdeal liegt vor, wartet aber noch auf die Zustimmung des Repräsentantenhauses.

Die US-Regierung ist am Wochenende in einen begrenzten Government Shutdown gerutscht. Grund ist die ausstehende Zustimmung des United States House of Representatives zu einem Übergangshaushalt, den Präsident Donald Trump mit den Demokraten ausgehandelt hat. Der Stillstand dürfte nur kurz dauern, da das Repräsentantenhaus am Montag aus der Pause zurückkehrt. Große Teile der Verwaltung bleiben arbeitsfähig, doch mehrere Ministerien leiten formale Schließungsprozesse ein. Quelle: US-Regierung rutscht in Teil-Shutdown – via Bloomberg

Goldreporter-Kommentar: Erst im vergangenen November endete der bisherige Rekord-Shutdown mit 43 Tagen (Goldpreis im US-Shutdown: Historischer Vergleich 1995 bis 2025). In diesem Zeitraum stieg der Goldpreis im 9 Prozent. Politische Blockaden in Washington erhöhen kurzfristig die Unsicherheit – ein Umfeld, das tendenziell die Nachfrage nach sicheren Anlagen wie Gold stützt. Zuletzt bestimmte vor allem das Momentum die Goldpreis-Entwicklung, auf die Rekordrally folgte vergangene Woche zunächst eine kräftige Korrektur.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Gold kaufen – Nachfrage und Spreads explodieren, Ankaufpreise im Keller

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Gold kaufen wird zur Herausforderung: Volatile Preise, hohe Nachfrage, knappe Ware und hohe Spreads im Edelmetall-Handel.

Gold kaufen: Steigende Aufgelder und niedrige Ankaufpreise im Edelmetallhandel
Steigende Aufgelder und Spreads, gesunkene Ankaufspreise prägen aktuell den Gold- und Silberhandel.

Gold und Silber, Rekordrally und Korrektur

Wer aktuell Gold kaufen möchte, muss in der aktuellen Marktlage Geduld und eine hohe Flexibilität mitbringen. Silber- und Goldpreis bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau, aber die Volatilität hat stark zugenommen und am Freitagvormittag kamen die Edelmetall-Kurse stark zurück. Die Produktauswahl ist stark eingeschränkt. Auch wer Gold verkaufen möchte, sollte Angebote gut vergleichen. Die Ankaufspreise variieren deutlich. 

Am frühen Freitagnachmittag kostet die Feinunze Gold 5.130 USD bzw. 4.290 EUR. Das war der Zeitpunkt unserer wöchentlichen Preiserhebung im deutschen Edelmetall-Handel. Innerhalb einer Woche stieg der Goldpreis um 4 Prozent bzw. 2 Prozent (in EUR). Silber legte um 3,7 Prozent bzw. 1,7 Prozent zu auf 102,63 USD bzw. 85,68 EUR. Allerdings kamen die Edelmetall-Kurse am Freitag stark unter Druck.

Mehr: Livecharts & tagesaktuelle News unter Goldpreis aktuell 

Aktuelle Lage im Edelmetallhandel

Im Edelmetall-Handel herrscht weiterhin Ausnahmezustand. Henry Schwarz, Geschäftsführer der GfM GmbH (Anlagegold24) erklärte am Freitag gegenüber Goldreporter: „Die Nachfrage nach Gold und Silber ist wirklich enorm. Gerade werden uns Silberbarren und Silberunzen förmlich aus den Händen gerissen. Wir bekommen kaum entsprechend Ware nach, die Prägestätten nehmen teilweise keine Aufträge mehr an und die Barrenlieferanten haben bis zu drei Monate Lieferzeit.“

Es werde auch sehr viel Silber und Gold angeboten. Dies reiche aber bei weitem nicht aus, um die Angebotslücke zu schließen. „Wir haben im Moment Aufträge ohne Ende, die wir im Zweischichtbetrieb und mit zusätzlichem Personal versuchen abzuarbeiten.“

Auch der Edelmetall-Händler Philoro meldet eine ungewöhnliche Geschäftslage. „Die Leute kaufen Silber, als gäbe es kein Morgen mehr. In 15 Jahren habe ich etwas Vergleichbares noch nicht erlebt“, sagt Christian Brenner, CEO von Philoro Schweiz. Der Silberumsatz habe sich im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat annähernd vervierfacht.  




Gold kaufen: Aufgeld und Spreads stark gestiegen

Die aktuelle Goldreporter-Preisabfrage unter sechs deutschen Edelmetallhändlern (Vergleich zum 23. Januar 2026) zeigt:

  • Krügerrand (neu): Ø 4.469 Euro (+106 Euro), Aufgeld 4,18 Prozent (zuvor 3,84 Prozent). Ältere Jahrgänge noch bis zu 70 Euro günstiger.
  • 100-g-Goldbarren: Ø 13.837 Euro (+348 Euro), Aufgeld steigt auf 2,8 Prozent (nach 2,4 Prozent).

Aufgrund des niedrigen Ankaufspreisniveaus und der höheren Aufgelder sind die Spreads stark gestiegen – bei Krügerrand-Goldmünzen auf 7 Prozent, bei Goldbarren auf rund sechs Prozent. 

Preisdaten vom 30. Januar 2026 – Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.
Preisdaten vom 30. Januar 2026 – Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.

Silber kaufen: Spreads steigen, Verfügbarkeit schwach

Im Silberhandel blieben die Aufgelder zwar weitgehend stabil, dafür sind die Spreads aufgrund der niedrigen Ankaufpreise stark gestiegen. 

  • Maple Leaf (neu): Ø 118,11 EUR(+1,8 EUR), Aufgeld bei 37,8 Prozent. Ältere Jahrgänge bis zu 14 Euro (ca. 14 %) günstiger.
  • 1-kg-Silberbarren: Ø 3.594 EUR (+42 Euro), Aufgeld bei 30 Prozent (zuvor 31 Prozent).

Fazit: In der aktuell stark angespannten, hochvolatilen Marktlage reagieren die Preise im Edelmetall-Handel entsprechend – auch mit einem reduzierten Anlaufspreisniveau. Anbieter reduzieren damit auch Kursrisiken im Ankaufsgeschäft. Zwischenzeitlich nahmen Scheideanstalten gar kein Silber mehr an. 

Der starke Kurseinbruch am Freitag stellte für viele Händler eine zusätzliche Herausforderung dar. „Mal sehen, wie sich das heutige Kursgefälle auswirkt“, sagt Henry Schwarz. Er geht davon aus, dass sich die Kurse wieder schnell erholen. „Jedenfalls nutzen viele Kunden die gesunkenen Kurse, um kräftig nachzukaufen“, so der Händler. 

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Trump nominiert Kevin Warsh als Fed-Chef – Einfluss auf Gold?

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Donald Trump will Kevin Warsh zum neuen Fed-Chef machen. Märkte reagieren nervös, Sorgen um die politische Unabhängigkeit der US-Notenbank wachsen. Wie reagiert der Goldpreis?

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden der US-Notenbank zu nominieren. Warsh soll Jerome Powell ablösen, dessen Amtszeit im Mai endet. Der frühere Fed-Gouverneur galt lange als Inflationsfalke, hat sich zuletzt aber offen für niedrigere Zinsen gezeigt und damit Trumps Linie angenähert. Beobachter sehen die Unabhängigkeit der Federal Reserve unter Druck, da Warsh in den vergangenen Jahren wiederholt eine grundlegende Neuausrichtung der Geldpolitik gefordert hat. An den Märkten reagierten der US-Dollar fester und Aktien schwächer, während Investoren über mögliche Folgen für Zinsen, Anleihenrenditen und die Glaubwürdigkeit der Fed spekulieren. Trumps Wunschkandidat für die Fed-Spitze sorgt für Unruhe an den Märkten – via Bloomberg

Goldreporter-Kommentar: Die Personalie Warsh dürfte die Debatte um die politische Unabhängigkeit der Fed weiter zuspitzen. Die aktuelle Korrektur beim Goldpreis steht zunächst nicht in direktem Zusammenhang mit der Meldung. Denn die Aussichten auf eine womöglich unverhältnismäßig lockere US-Geldpolitik ist eher bullisch für Gold, auch wenn Warsh früher eher eine restriktive Linie vertreten hat.

Mehr zum laufenden Marktgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldnachfrage 2025 auf Rekord – Investoren treiben Markt über 5.000 Tonnen

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Die globale Goldnachfrage überschritt 2025 erstmals 5.000 Tonnen. Rekordpreise und starke ETF-Zuflüsse trieben den Marktwert auf 555 Milliarden US-Dollar.

Goldbarren symbolisieren Rekord-Goldnachfrage 2025 durch ETFs und Zentralbanken
Goldbarren stehen für die stark gestiegene Goldnachfrage 2025, getrieben von Investoren und Zentralbanken.

Rekordjahr für Gold-Nachfrage

Der World Gold Council (WGC) hat neue Marktdaten veröffentlicht. Demnach erreichte die weltweite Goldnachfrage im vergangenen Jahr neue Höchststände. Einschließlich außerbörslicher Geschäfte lag sie erstmals über 5.000 Tonnen. Gleichzeitig markierte der Goldpreis 53 neue Allzeithochs und stieg um 67 Prozent. Dadurch kletterte der Gesamtwert der Nachfrage auf rund 555 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Goldnachfrage erreicht 2025 neue Rekorde. ETF-Zuflüsse, Investoren und Zentralbanken treiben den Marktwert auf 555 Milliarden US-Dollar.

Mehr zum laufenden Marktgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Investmentnachfrage als Haupttreiber

Vor allem Investoren trugen das Nachfragewachstum. Denn die globalen Gold-ETF-Bestände legten um 801 Tonnen zu und verzeichneten damit das zweitstärkste Jahr ihrer Geschichte. Zudem beschleunigte sich die Nachfrage nach Barren und Münzen (1.374 Tonnen) auf ein Zwölfjahreshoch. Laut WGC-Bericht dominierten Sicherheits- und Diversifikationsmotive, ergänzt durch preisgetriebene Kaufimpulse.

Zentralbanken bleiben bei Gold aktiv

Außerdem kauften Zentralbanken 2025 insgesamt 863 Tonnen Gold. Damit blieben die Käufe historisch hoch und geografisch breit gestreut, auch wenn sich das Tempo gegenüber den Vorjahren verlangsamte.

Schmuck- und Technologiemarkt

Dagegen ging die Schmucknachfrage mengenmäßig zurück (1.638 Tonnen; -19 %), was im Umfeld des starken Goldpreis-Anstiegs erwartet wurde. Dennoch stieg der Wert der globalen Schmucknachfrage um 18 Prozent auf ein Rekordniveau. Die Technologienachfrage (322 Tonnen) blieb stabil und wurde durch Anwendungen im Bereich künstlicher Intelligenz gestützt.

Goldproduktion auf hohem Niveau

Währenddessen stieg das jährliche Gesamtangebot an Gold um 1 Prozent. Ersten Schätzungen zufolge erhöhte sich die Minenproduktion leicht auf ein neues Rekordniveau von 3.672 Tonnen. Die Recyclingmenge nahm um 3 Prozent auf 1.404 Tonnen zu.

Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

Goldpreis rutscht auf 5.170 USD – technische Korrektur bei hoher Volatilität

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Der Goldpreis rutscht am Freitag deutlich ab und fällt auf 5.170 USD. Silber fällt stärker. Hohe Volatilität und eine technische Korrektur prägen den Markt.

Goldpreis heute (8:30 Uhr)

Der Goldpreis steht am Freitagvormittag erneut unter Druck. Um 8:30 Uhr kostet die Feinunze 5.170 USD bzw. 4.335 EUR. Das entspricht einem Tagesverlust von 3,7 Prozent in USD und 3,4 Prozent in EUR. Dabei fällt auch der Silberpreis deutlich zurück. Silber notiert bei 108,12 USD bzw. 90,63 EUR, ein Minus von 6,5 Prozent beziehungsweise 6,2 Prozent.

Der Goldpreis rutscht nach der Rally der Vormonate deutlich ab – technische Überhitzung und extreme Volatilität bestimmen das Marktbild.

Zudem lasten die starken Kursgewinne der Vorwochen auf dem Markt. Gold hatte im Januar rund 27 Prozent zugelegt. Silber kam zeitweise auf ein Plus von bis zu 65 Prozent. Entsprechend ausgeprägt bleiben die technischen Überkauft-Signale.

Update, 30. Januar 2026, 11:30 Uhr: Verschäfte Korrektur
Gold und Silber bauen ihre Verluste am späten Vormittag stark aus. Silber rutscht in geradezu historischem Ausmaß – um 14 Prozent, knapp unter die 100-Dollar-Marke. Gold gibt rund 6 Prozent nach auf 5.065 USD. Nun bleibt abzuwarten, ob sich am Nachmittag wieder verstärkt Käufer finden, wie am Vortag.

Vortag – Rasanter Richtungswechsel

Bereits am Donnerstag zeigte sich extreme Volatilität. Nach einem starken Start setzten ab etwa 16:00 Uhr massive Verkäufe ein. Innerhalb von nur 30 Minuten rutschte der Goldpreis zeitweise um mehr als 5 Prozent ab. Silber verlor parallel bis zu 7 Prozent.

Dabei folgte eine spürbare Erholung. Zum Handelsschluss lagen beide Metalle dennoch im Minus. Gold schloss bei 5.370 USD bzw. 4.486 EUR, Silber bei 115,57 USD bzw. 96,54 EUR – jeweils rund 1 Prozent unter Vortag.

Am Donnerstag hatte die CME Group die Margins für Silber-Futures von 9 Prozent auf 11 Prozent des Nominalswerts erhöht. Für ein erhöhtes Risikoprofil werden künftig 12,1 Prozent fällig, nach zuvor 9,9 Prozent. Zudem wurden die Margins für Platin- und Palladium-Futures angehoben.

Ausblick – Inflationsdaten im Fokus

Am Freitag rücken wichtige Konjunkturdaten in den Mittelpunkt. Aus Deutschland kommen die erste BIP-Schätzung für das vierte Quartal 2025, die Inflationsrate für Januar sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten.

Aus den USA werden der Erzeugerpreis-Index für Dezember und der Chicago-Einkaufsmanager-Index veröffentlicht. Dabei könnten die Daten Hinweise liefern, ob sich der Inflationsdruck weiter abschwächt oder erneut aufflammt.

Wichtige technische Unterstützungen liegen perspektivisch bei 5.000 USD und 4.150 EUR.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Kupferpreis: Rekordhoch über 14.000 USD – Spekulationswelle aus China treibt Metalle

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Der Kupferpreis springt erstmals über 14.000 USD je Tonne. Spekulative Käufe aus China treiben laut Berichten die breite Metall- und Rohstoffrally.

Der Kupferpreis ist auf ein neues Allzeithoch gestiegen. An der London Metal Exchange kletterte der Preis (Februar-Kontrakt) zeitweise um fast acht Prozent und überschritt erstmals die Marke von 14.000 US-Dollar je Tonne. Auslöser war eine Welle spekulativer Käufe aus China, die vor allem während der asiatischen Handelszeiten stattfand. Marktbeobachter verwiesen auf stark steigende Handelsvolumina an der Shanghai Futures Exchange, wo der Januar bereits der umsatzstärkste Monat für Basismetalle gewesen sei.

Dabei stehe der Preisanstieg im Widerspruch zu Signalen einer schwachen physischen Nachfrage in China sowie zu einer zunehmenden Contango-Struktur, die auf ausreichend verfügbare Lagerbestände hindeute. Unterstützung komme zudem von einem schwachen US-Dollar, geopolitischen Spannungen und Erwartungen an eine künftig lockerere Geldpolitik in den USA. Neben Kupfer zogen auch Aluminium, Zink und andere Metalle deutlich an. Mehr dazu: Chinas Spekulationswelle treibt Kupfer auf Rekordhoch – via Bloomberg

Goldreporter-Kommentar: Die spekulative Rohstoffrally unterstreicht die Flucht vieler Investoren in Sachwerte. Davon profitiert auch der Goldpreis, da Gold trotz fehlender Industriekomponente zunehmend als monetäre Absicherung aber auch als Renditevehikel gesucht wird.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten