Dienstag,20.Januar 2026
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Gold kaufen: Edelmetalle deutlich teurer – Aufgelder und Spreads konstant

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Gold kaufen: Preise steigen, aber Handel entspannt – Nachfrage hoch, Aufgelder stabil. 

Gold kaufen: Preise steigen, Aufgelder bleiben stabil – Wochenbericht
Gold kaufen: Edelmetalle im Wochenplus, Aufgelder und Spreads bleiben stabil.

Gold und Silber steigen deutlich. Im Handel bleiben Aufgelder und Spreads stabil. Händler melden hohe Nachfrage und teils Engpässe bei Silber.

Edelmetalle deutlich teurer

Die Edelmetallmärkte zeigten sich zuletzt deutlich fester. Erwartungen an eine US-Zinssenkung im Dezember und positive charttechnische Signale stützten die Erholung nach dem schwachen Monatsauftakt.

Am Freitagmittag um 12:00 Uhr kostete die Feinunze Gold auf dem europäischen Spotmarkt 4.163 US-Dollar beziehungsweise 3.601 Euro. Das entspricht einem Wochenplus von 3,1 Prozent (2,75 Prozent in Euro). Silber zog noch stärker an auf 53,90 US-Dollar (+10 Prozent) bzw. 46,63 Euro (+9,6 Prozent).

Lage im Edelmetall-Handel

Wie haben sich die Geschäfte im deutschen Edelmetall-Handel entwickelt?

„Die Kursrücksetzer am Edelmetallmarkt hatten zunächst eine sinkende Nachfrage zur Folge. Doch mittlerweile ist diese wieder auf sehr hohem Niveau“, erklärte Henry Schwarz, Geschäftsführer der GfM GmbH (Anlagegold24) am Donnerstag gegenüber Goldreporter.

„Die Nachfrage nach Anlagegold und Silber ist weiterhin auf hohem Niveau, und auch schon die ersten Geschenkbarren für Weihnachten werden geordert“, so Dominik Lochmann, Geschäftsführer ESG Edelmetall-Service.

Der Kampf um Ankaufware

Auch im Anlaufgeschäft zeige sich Dynamik. Nach der Preisstärke im Oktober, der anschließenden Konsolidierung und der jüngsten Erholung werde das aktuelle Niveau vielfach akzeptiert. „Menschen, die den Höchstpreis verpasst haben, warten nun nicht länger und akzeptieren das aktuelle Kursniveau für ihre Gewinnrealisierung“, so Lochmann.




Schwarz schildert dagegen: „Gebrauchtware ist derzeit kaum am Markt zu bekommen, die Kunden halten an Gold und Silber fest und warten auf steigende Kurse.“

Angebotslage: Warten auf neue Jahrgänge

Wie stellt sich das Angebot dar? Schwarz sagt: „Leider konnten sich die Prägestätten in der kurzen Nachfrageschwäche nicht erholen, die Lager sind leer, was vor allem Dingen den Silberbereich betrifft.“ Distributeure würden erneut kontingentieren. „Wenn verfügbar, sind es vor allem Dingen Neuware an Silber- und Goldunzen und Barren ab 50 Gramm.“

Lochmann sieht es entspannter: „Die Versorgungslage ist quer durch alle Produkte aktuell problemlos, und die ersten Münzen mit Jahrgang 2026 sind ebenfalls bereits verfügbar.“ Für Sammler seien hier die neuen Motive von Panda, Känguru oder der Lunar-Serie relevant.

Besonderheiten im Weihnachtsgeschäft

Was gibt es vor Weihnachten für Besonderheiten? Zur Saisonware nennt Schwarz:
„Interessant sind vielleicht die Lunar II Münzen der Perth Mint in Gold und Silber. Hier sind die 2026er Ausgaben noch verfügbar.“ Lochmann erwähnt die von der Perth Mint hergestellten Ottifanten-Münzen. Um die Ausgaben zeitlich zu harmonisieren, gibt es 2025 kein neues Silber-Motiv. Dafür werden April 2026 dann Gold und Silber gleichzeitig aufgelegt.

Gold kaufen – konstante Aufgelder

Im Handel ergibt sich zum Wochenschluss ein ruhigeres Bild. Die Goldreporter-Abfrage bei fünf Händlern zeigt:

  • Krügerrand (neu): Ø 3.741 Euro, also 96 Euro mehr als letzte Woche. Aufgeld 3,89 %, ältere Jahrgänge weiter mit rund 90 Euro Abschlag.
  • 100-g-Goldbarren: Ø 11.840 Euro, rund 310 Euro günstiger.
    Aufgeld leicht niedriger bei 2,24 %.

Silber kaufen – stabile Spreads

Im Silberhandel zeigen sich leichte Bewegungen:

  • Maple Leaf (neu): Ø 62,36 Euro, Aufgeld sinkt auf 33 %.
  • 1-kg-Silberbarren: Ø 1.936 Euro, Aufgeld konstant bei 29,16 %.
  • Spreads bewegen sich nur geringfügig.

Der Rückblick zur Vorwoche fasst Händlerpreise und Aufgelder im Gesamtbild zusammen.

Preisdaten vom 28. November 2025: Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.
Preisdaten vom 28. November 2025: Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.

Einordnung

Das sinkende Aufgeld deutet auf eine eher verhaltene Nachfrage hin. Auch die Spreads bei Maple-Silbermünzen haben sich trotz des kräftigen Silberpreisanstieg leicht entspannt. Wer Gold kaufen oder Silber kaufen möchte, trifft weiterhin auf ein solides Angebot, auch wenn einzelne Sorten kurzzeitig eingeschränkt verfügbar sein können. Preisvergleiche bleiben sinnvoll.

Mehr zum Thema: Gold kaufen – Überblick: Das sind faire Preise für Münzen und Barren

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CME Group stoppt COMEX-Handel wegen Störung

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Die CME Group hat den Handel an der COMEX wegen eines Kühlungsproblems im Rechenzentrum gestoppt. Techniker arbeiten an der schnellen Wiederherstellung.

COMEX-Handel gestoppt wegen technischer Störung
Technische Probleme legen den Handel an der COMEX und damit auch das Gold-Futures-Geschöft vorübergehend still.

Die CME Group, Betreiberin der US-Warenterminbörse COMEX, hat den Handel am Freitag aufgrund technischer Probleme ausgesetzt. Wie das Unternehmen mitteilt, führte ein Kühlungsfehler im CyrusOne-Rechenzentrum zu einem vollständigen Halt der Märkte. Techniker arbeiten an der Behebung. Details zur Wiederaufnahme des Handels und zu den Pre-Open-Phasen sollen folgen, sobald das System stabil läuft.

Update, 28.11.2025, 15:30 Uhr: Störung beseitigt
Die CME Group hat nach einer stundenlangen Datenzentrum-Störung den Futures-Handel wieder aufgenommen. Händler rechnen mit erhöhter Volatilität.

 Goldreporter-Kommentar: Eine technische Störung am US-Terminmarkt kann kurzfristig die Preisermittlung verzerren. Besonders im Goldpreis könnten Spreads anziehen, bis der Handel stabil zurückkehrt. 

LBMA verschiebt historische Goldpreis-Benchmarks ins Mitglieder-Portal

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LBMA schränkt Zugriff auf historische Goldpreis-Benchmarks ein – tägliche Fixings bleiben öffentlich.

LBMA verschiebt historische Goldpreis-Benchmark-Daten ins Mitglieder-Portal
Die LBMA stellt historische Benchmark-Preislisten künftig nur noch über das Members’ Portal bereit.

Die LBMA verschiebt historische Benchmark-Preistabellen ins Mitglieder-Portal. Tägliche Preise bleiben öffentlich.

Die LBMA bietet die historischen Benchmark-Preistabellen für Goldpreis, Silber, Platin und Palladium nur noch über ihr Members’ Portal bereit. Diese Maßnahme wurde bereits am 24. November umgesetzt. Die täglichen Fixing-Preise und Charts bleiben öffentlich zugänglich. Nutzer ohne LBMA-Mitgliedschaft können Zugang beantragen, müssen jedoch ihre Lizenz- oder Non-Commercial-Nutzung bestätigen. Die Benchmark-Daten gelten laut LBMA als geschütztes geistiges Eigentum von IBA bzw. LME.

Goldreporter-Kommentar: Zwar bleiben die täglichen Fixkurse sichtbar. Mit der Verschiebung der historischen Goldpreis-Daten geht jedoch wieder ein Stück Transparenz verloren. Es kann unabhängige Analysen erschweren. Der eingeschränkte Zugriff stärkt den Informationsvorsprung institutioneller Nutzer.

Mehr dazu: Gold Spotkurse aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis aktuell: Fester Start bei 4.182 USD – Verkürzter US-Handel am Freitag

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Goldpreis steigt am Freitag auf 4.182 USD – ruhiger US-Handel und deutsche Inflationsdaten bestimmen den Tagesverlauf.

Gold aktuell – Fester in den Tag

Der Goldpreis startet fest bei 4.182 USD in den Freitag. Wegen des verkürzten US-Handels bleiben größere Impulse aus, Fokus auf deutsche Inflationsdaten.

Der Goldpreis hat den Freitag mit leichten Gewinnen begonnen. Nach einem freundlichen asiatischen Handel standen um 8:30 Uhr rund 0,6 Prozent Plus zu Buche. Gold notierte bei 4.182 USD bzw. 3.610 EUR. Außerdem zeigt sich der November weiter stark, da Gold seit Monatsbeginn 4,5 Prozent (USD) bzw. 4,0 Prozent (EUR) zugelegt hat. Auch die Aktienmärkte und Bitcoin (91.470) starteten weitgehend stabil in den Handel.

Update, 28.11.2025, 15:45 Uhr: Goldpreis zieht an
Der Goldpreis legte nach US-Börsenstart auf 4.200 US-Dollar (+0,9 %) bzw. 3.625 EUR (+1,2 %) zu. Am Vormittag hatte eine Störung des US-Futures-Handel weltweit für Aufregung gesorgt. Im Nachgang wird mit erhöhter Volatilität gerechnet.

Rückblick – Erwartet ruhiger Handel

Am Donnerstag schloss der Goldpreis mit 4.158 USD bzw. 3.586 EUR nahezu unverändert zum Vortag. Dabei sorgte der Thanksgiving-Feiertag für die erwartete Ruhe an den Finanzmärkten.

Ausblick – Kurzer US-Handel

Am Freitag läuft der Handel in New York wegen des langen Wochenendes nur bis 13 Uhr Ortszeit (19 Uhr MEZ). Deshalb dürften größere Bewegungen ausbleiben, weil viele Marktteilnehmer abwesend sind. In Deutschland rückt am Nachmittag die Inflationsrate für November (via Destatis) in den Fokus.

Mehr dazu: Livecharts & Gold-News – Goldpreis aktuell

Goldpreis steigt – ETF-Zuflüsse signalisieren neuen Aufwärtsimpuls

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ETF-Zuflüsse stärken die Erholung beim Goldpreis und signalisieren wachsende Nachfrage institutioneller Anleger.

Institutioneller Anleger greift im Tresor nach gestapelten Goldbarren – Symbol für ETF-Zuflüsse und steigende Goldnachfrage
Goldbarren in einem Hochsicherheitstresor: Die jüngsten ETF-Zuflüsse deuten wieder steigende Nachfrage institutioneller Investoren an. Es floss wieder mehr Geld in den GLD.

ETF-Zuflüsse stützen den Goldpreis. Neue Mittel im GLD und starke Silber-Käufe deuten auf steigende Nachfrage institutioneller Anleger hin.

Goldpreis mit vorsichtigem Aufwärtsschwung

Der Goldpreis hat sich nach dem November-Tief stabilisiert und Gold tendiert wieder nach oben. Dabei bleibt die Lage volatil: Die Dynamik ist gering, und kurzfristige Rücksetzer bleiben möglich.

Am Mittwochabend schloss Gold an der COMEX bei 4.164 USD bzw. 3.589 EUR. Gegenüber der Vorwoche ergibt sich ein Plus von 1,9 Prozent (USD) und 1,4 Prozent (EUR). Noch in der Woche zuvor hatte Gold mehr als 2 Prozent verloren. Silber zeigte mehr Stärke: In fünf Handelstagen stieg der Preis um 3,8 Prozent (USD) und 3,3 Prozent (EUR) auf 53,38 USD bzw. 46,01 EUR.

GLD: Leichte Zuflüsse nach schwachem Start

Beim größten Gold-ETF SPDR Gold Shares (GLD) war im Zeitraum 20.–26. November 2025 zunächst ein deutlicher Abfluss zu sehen:

  • Am Donnerstag verließen rund 52 Mio. USD den Fonds.
  • Am Freitag und Montag folgten moderate Zuflüsse.
  • Am Mittwoch kam es schließlich zu einem kräftigen Plus von 56 Mio. USD.

Saldo: rund +22 Mio. USD.

Parallel zeigte das physische Inventar eine leichte Zunahme:

Der Bestand stieg um 1,71 Tonnen auf 1.045,43 Tonnen. Ein Anteil entspricht weiterhin 0,1 Feinunze Gold. Damit lag das Inventar nur gut 1 Tonne unter dem Jahreshoch.

Gold-ETFs erklärt: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert
GLD Kapitalflüsse vom 20. bis 26. November 2025 mit täglichen Zu- und Abflüssen und kumulierter Entwicklung
Kapitalbewegungen im weltweit größten Gold-ETF GLD – tägliche Zuflüsse, Abflüsse und kumulierte Entwicklung für den Zeitraum 20.–26. November 2025.




SLV: Silber-ETF mit massiven Zuflüssen

Deutlich stärker fiel die Entwicklung beim iShares Silver Trust (SLV) aus. Das Inventar des größten Silber-ETFs legte um stattliche 355,45 Tonnen zu und erreichte mit 15.582,33 Tonnen den höchsten Stand seit dem 22. Oktober. Der Kapitalzufluss von rund 564 Millionen US-Dollar deutet darauf hin, dass Investoren Silber derzeit als attraktiven Vermögenswert einstufen. Ein SLV-Anteil spiegelt weiterhin eine Feinunze Silber wider.

Gold- und Silberbestände GLD und SLV per 26. November 2025 und Veränderung gegenüber Vorwoche.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 26. November 2025 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.

Jahresbilanz: Beide ETFs mit starken Zuwächsen

Seit Jahresbeginn haben institutionelle und private Anleger ihre Engagements deutlich ausgebaut. Beim GLD summierten sich die Zuflüsse auf 173 Tonnen und rund 19 Milliarden US-Dollar. Beim SLV kamen 1.206 Tonnen und etwa 1,75 Milliarden US-Dollar hinzu. Diese Größenordnungen unterstreichen die strukturell hohe Nachfrage nach Edelmetallen.

Bedeutung für den Goldpreis

ETF-Bestände gelten als gut sichtbarer Stimmungskompass für den Edelmetallmarkt. Zuflüsse signalisieren Vertrauen und verstärken meist bestehende Trends, während Abflüsse häufig auf Liquiditätsbedarf in anderen Anlageklassen hinweisen. Für die unmittelbare Preisbildung bleibt allerdings der Terminmarkt dominierend. ETFs reagieren in der Regel mit leichter Verzögerung auf Trendwechsel und spiegeln damit die Einschätzung mittelgroßer bis großer Marktteilnehmer wider.

Passend dazu: Nachrichten und Analysen zur internationalen Goldmarkt-Entwicklung

Wirtschaftsstimmung in der EU stabilisiert sich leicht

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Die Wirtschaftsstimmung in der EU stabilisiert sich leicht. Beschäftigungserwartungen steigen, Industrie bleibt schwach. Daten für November 2025.

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im November 2025 leicht verbessert. Der Economic Sentiment Indicator stieg minimal auf 97 Punkte, bleibt aber unter dem Langfristwert. Besonders Dienstleistungen, Handel und Bau legten zu, während die Industrie weiter nachgab. Die Beschäftigungserwartungen zogen spürbar an. Preis- und Verkaufserwartungen stiegen ebenfalls über die langfristigen Mittel. Mehr dazu: EU-Stimmungsdaten bestätigen leichte Verbesserung – via European Commission

Goldreporter-Kommentar: Eine etwas bessere Konjunktur in der Eurozone könnte die Erwartungen an weitere Zinssenkungen der EZB dämpfen. Während die USA ihren Lockerungskurs fortsetzen, würde ein stabilerer oder stärkerer Euro gegenüber dem Dollar tendenziell für Aufwertungsdruck sorgen. Das könnte den Euro-Goldpreis belasten, selbst wenn der Dollar-Goldpreis stabil bleibt oder steigt.

Mehr dazu: Geldpolitik & Zinsen und ihr Einfluss auf den Goldpreis

Goldverkäufe im Staatsnotstand: Droht ein weltweiter Trend bei den Zentralbanken?

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Russlands Goldverkauf wirft die Frage auf:
Könnten Staaten wegen Haushaltsdruck in Zukunft verstärkt Goldreserven nutzen – und welche Folgen hätte das für den Goldpreis?

Goldbarren vor Regierungsgebäude – Diskussion um Goldverkäufe von Zentralbanken
Goldbarren vor einem Regierungsgebäude: Weltweit stehen Staaten unter finanziellem Druck, weshalb mögliche Goldverkäufe von Zentralbanken diskutiert werden.

Russlands Goldverkauf lenkt den Blick auf die Haushaltskrisen vieler Staaten. Könnte daraus ein globaler Trend zu Zentralbank-Verkäufen entstehen?

Russlands Schritt als Signal für eine mögliche Trendwende

Russlands Entscheidung, erstmals seit Jahren physische Goldreserven zu verkaufen, wurde international aufmerksam verfolgt. Der Schritt kommt in einer Phase, in der viele Staaten mit hohen Haushaltsdefiziten und steigenden Finanzierungskosten kämpfen. Ökonomen sehen deshalb eine größere Frage auf dem Tisch: Könnte der russische Verkauf ein Vorzeichen sein, dass weitere Zentralbanken unter Druck geraten und ihre Goldbestände nutzen müssen?

Der historische Kontext spricht zunächst dagegen. Seit der Finanzkrise 2008 haben Zentralbanken netto ununterbrochen Gold gekauft, getragen von geopolitischen Spannungen, wachsenden Währungsrisiken und dem Wunsch, die Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren. Einen Überblick über die weltweiten Zentralbankkäufe und -verkäufe bietet der World Gold Council. Doch die Haushaltsrealität vieler Staaten verschärft sich.

Hohe Defizite – und schwindender finanzieller Spielraum

In den USA, Europa und vielen Schwellenländern steigen die Zinskosten schneller als die Einnahmen. Haushaltslücken werden zunehmend über teure Anleihen finanziert. Auch große Rohstoffstaaten wie Saudi-Arabien, die Türkei oder Indonesien melden wachsenden Budgetdruck. Parallel sind die Einnahmen vieler Länder durch schwächere Konjunktur oder hohe Subventionslasten unter Druck geraten.

In dieser Situation rückt Gold als staatlicher Vermögenswert plötzlich wieder in eine operative Rolle: Es kann liquidiert, verpfändet oder für Währungsstabilisierung genutzt werden. Länder wie Argentinien, Venezuela oder Usbekistan haben in der Vergangenheit genau das getan.

In den USA würde erst kürzlich darüber diskutiert, die US-Goldreserven neu zu bewerten, um Haushaltsmittel freizusetzen.

Würde ein globaler Verkaufsdruck entstehen?

Ein gemeinsamer Trend weltweiter Goldverkäufe gilt unter Analysten jedoch weiterhin als unwahrscheinlich. Die Gründe:

  • Gold wird als strategischer Sicherheitspuffer gesehen.
  • Verkäufe würden als Zeichen finanzieller Schwäche interpretiert.
  • Viele Zentralbanken haben ihre Bestände bewusst erhöht, um geopolitische Risiken abzufedern.
  • Große Käufer wie China, Indien oder die Türkei verfolgen langfristige Diversifizierungsziele.

Dennoch könnte es in einzelnen hochverschuldeten Staaten zu „technischen Verkäufen“ kommen – etwa zur Deckung kurzfristiger Haushaltslücken oder zur Stützung der eigenen Währung.

Was bedeutet das für den Goldpreis?

Kurzfristig wären kleinere staatliche Verkäufe kaum marktbewegend, da das globale Handelsvolumen hoch ist und physische Verkäufe meist diskret abgewickelt werden. Mittelfristig könnten Meldungen über Verkäufe jedoch psychologische Effekte auslösen – insbesondere in Phasen wachsender Finanzinstabilität.

Historisch reagierte der Goldpreis sogar häufig mit Anstiegen, wenn Staaten Reserven verkaufen mussten. Der Grund: Solche Schritte gelten als Zeichen finanzieller Notlagen und verstärken Risikoaversion unter Anlegern.

Für 2026 erwarten viele Banken weiterhin eher zusätzliche Nachfrage aus dem Zentralbanksektor, insbesondere aus Asien und den Golfstaaten. Ein globaler Trend zur Liquidierung erscheint daher unwahrscheinlich. Einzelne Staaten unter finanziellem Druck könnten zwar Verkäufe durchführen – doch die großen Käuferblöcke dominieren strukturell weiterhin den Markt.

Russlands Verkauf bleibt ein Sonderfall – aber ein Warnsignal

Ob Moskau weitere Bestände abstößt, bleibt abzuwarten. Viele Experten sehen den Schritt als Kombination aus Haushaltsdruck, Kriegskosten und Währungsstabilisierung. Doch die eigentliche Bedeutung des Vorgangs liegt im Symbol: Wenn selbst große Goldhalter Reserven nutzen, zeigt das die angespannte Lage vieler Staaten weltweit.

Für Anleger bleibt Gold damit ein Indikator globaler Stabilität – und ein Vermögenswert, der trotz einzelner Verkäufe eher von struktureller Nachfrage getragen bleibt.

Ein globaler Verkaufsdruck gilt weiter als unwahrscheinlich – aber die Haushaltslage vieler Staaten wird zum neuen Risikoindikator für den Goldmarkt.

Weitere Hintergründe zum internationalen Goldmarkt bieten wir auf der Themenseite Goldmarkt international.

Goldpreis aktuell: Stabil bei 4.160 USD – Ruhige Märkte am Donnerstag

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Ruhige Märkte, stabiler Goldpreis – Impulse heute eher von Europa.

Der Goldpreis bleibt am Donnerstag stabil bei 4.160 USD. Wegen Thanksgiving fehlen Impulse, während Europa mit neuen Stimmungsdaten liefert.

Gold heute – 08:30 Uhr

Am Donnerstag notierte der Goldpreis bei 4.160 USD beziehungsweise 3.590 EUR. Damit lag der Kurs exakt auf dem Vortagsniveau. Im Monatsverlauf ergibt sich weiterhin ein Plus von 3,7 Prozent in USD und 3,3 Prozent in EUR. Auch die Aktienmärkte zeigten am Vormittag kaum Bewegung, während Bitcoin leicht auf rund 91.300 zulegte.

Rückblick – Stimmung vor Thanksgiving

Am Mittwoch schloss der Goldpreis fest bei 4.163 USD bzw. 3.590 EUR. Das entsprach einem Tagesplus von 0,8 Prozent in USD und 0,6 Prozent in EUR. Die Marktstimmung war von einer technischen Erholung geprägt, unterstützt von positiven Signalen für eine mögliche Zinssenkung im Dezember in den USA.

Ausblick – US-Feiertag

Wegen Thanksgiving bleiben die US-Märkte heute geschlossen. In Europa rücken das GfK-Verbrauchervertrauen, die Stimmungsdaten für die Eurozone sowie das EZB-Sitzungsprotokoll in den Fokus.

Mehr dazu: Tagesaktuelle Gold-News und Charts – Goldpreis aktuell

Irak plant Ausbau seiner Goldreserven – Zentralbank setzt auf Diversifizierung

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Der Irak plant eine weitere Aufstockung seiner Goldreserven. Die Zentralbank sieht Gold als stabilen Baustein zur Diversifizierung der Landesreserven.

Die Zentralbank des Irak plant laut Staatsagentur INA eine Ausweitung der Goldbestände. Der Bestand liegt aktuell bei rund 171 Tonnen, nachdem im dritten Quartal weitere sechs Tonnen hinzugekommen sind. Der Irak gehört damit zu den größten Goldhaltern der arabischen Welt. Ziel der Strategie sei es, Wertstabilität zu sichern und die Reserven breiter zu diversifizieren. Laut World Gold Council trieben zuletzt vor allem Zentralbanken die globale Goldnachfrage.

Goldreporter-Kommentar: Die Aufstockung der Goldreserven des Irak passt in das globale Bild: Viele Zentralbanken sichern sich mit Gold gegen Währungs- und Schuldenrisiken ab und trennen sich vom US-Dollar als Reservewährung. Für den Goldmarkt bleibt das ein stabiler Nachfragefaktor.

Mehr dazu: Entwicklung der weltweiten Zentralbankkäufe – via Goldreporter

Goldpreis über 4.100 USD – Aufwärtstrend stabil, Ausbruch möglich

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Gold hält den November-Boden und zeigt im Vier-Wochen-Trend weiter Aufwärtspotenzial.

Goldpreis-Charttechnik, Darstellung per 25. November 2025
Goldchart in US-Dollar; Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse vom 25. November 2025, 6-Monats-Betrachtung.

Der Goldchart verläuft zeigt dem November-Tief in einem stabilen Aufwärtstrend. Und es gibt Signale für eine Fortsetzung der Goldpreis-Rally. 

Goldpreis über 4.100 USD – Trend stabilisiert sich

Der Goldpreis hat sich zuletzt stabil über 4.100 US-Dollar etabliert. Am Dienstagabend schloss der zeitnahe US-Futures-Kontrakt bei 4.134 USD je Unze, entsprechend 3.573 EUR. Damit lag der Kurs rund 1,5 Prozent über der Vorwoche (in EUR: +1,7 Prozent). Die kurzfristige Dynamik hat damit klar zugenommen.

Spotpreise finden Sie wie gewohnt unter Goldpreis aktuell. Die Analyse bezieht sich auf die US-Futures.

Charttechnik – Aufwärtstrend intakt, Ausbruchschance vorhanden

Der Doppelboden Anfang November bildete den Startpunkt eines schnellen Anlaufs bis 4.200 USD. Nach dem Rücksetzer hielt sich Gold über 4.050 USD und durchbrach zuletzt die obere Kante des vom Rekordhoch ausgehenden Abwärtstrends.

Im Vier-Wochen-Fenster verläuft der Trend klar nach oben. Die zentralen Unterstützungen: 4.100, 4.050, 4.000 und 3.930 USD. Wichtige Hürden nach oben: 4.200 und 4.250 USD – danach läge das Allzeithoch, das aktuell rund 5 Prozent entfernt ist.

Kurzfristig entscheidend ist nun, ob Gold den Ausbruch aus der Dreiecksformation nach oben schafft.

Der RSI von 57 (Vorwoche: 52) signalisiert weiterhin keine Überhitzung. Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt rund +20 Prozent, zur 50-Tage-Linie +3,4 Prozent – ein Hinweis auf steigende, aber nicht überzogene Momentumwerte.

Euro-Goldpreis – Paralleler Trend nach oben

Auch im Euro-Chart bleibt der steigende Vier-Wochen-Trend bestehen. Widerstände: 3.620 EUR, 3.700 EUR, Rekordhoch bei 3.742 EUR. Unterstützungen: 3.550, 3.500 und 3.440 EUR. Der RSI liegt ebenfalls bei 57 – weder überkauft noch überverkauft.

Goldpreis in Euro, 6 Monate: Charttechnik-Betrachtung per 25. November 2025
Goldpreis in Euro, US-Futures, 6 Monate, Schlusskurse per 25. November 2025.

Fazit – Stabiler Aufwärtstrend, Potenzial bleibt

Nach der Konsolidierung überwiegt erneut das positive Momentum. Die Rally steht zwar weiterhin auf dem Fundament hoher Marktvolatilität, erhält aber Rückenwind von der wieder gestiegenen Wahrscheinlichkeit einer Dezember-Zinssenkung der Fed. Zudem kann eine mögliche Jahresendrally an den Aktienmärkten – gestützt durch die jüngsten Verfallstermine – auf den Goldmarkt überschwappen. Institutionelle Anleger und Fondsmanager tendieren dazu, gut gelaufene Werte zum Jahresende im Portfolio zu halten.

Mehr technische Hintergründe finden Sie in unserer Übersicht: Goldpreis-Charttechnik – Übersicht der Analysen.

Goldreserven Türkei: 100-Milliarden-Dollar-Rekord und über 800 Tonnen

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Die Türkei überschreitet erstmals seit 2023 wieder die Marke von 800 Tonnen Gold – und erreicht einen Rekordwert von 107,4 Milliarden US-Dollar.

Türkei erreicht über 800 Tonnen Goldreserven und meldet Rekordwert
Die Türkei überschreitet erstmals seit 2023 wieder die 800-Tonnen-Marke bei den Goldreserven. Und erstmals ist das türkische Gold mehr als 100 Milliarden US-Dollar wert.

Die Türkei meldet erstmals seit 2023 wieder Goldbestände von über 800 Tonnen. Der Wert der Reserven erreicht zugleich ein neues Rekordhoch.

Goldreserven mit neuem Rekordwert

Die türkischen Goldreserven haben zum Monatsende Oktober 2025 einen Wert von 107,4 Milliarden US-Dollar erreicht. Der Anstieg ist vor allem dem deutlich höheren Goldpreis zu verdanken.

Laut Zentralbank (TCMB) lagen die Bestände bei 25,807 Millionen Unzen, also 802,69 Tonnen. Damit überschritt die Türkei erstmals seit März 2023 erneut die 800-Tonnen-Marke. Im Monatsverlauf erhöhten sich die Reserven um 124.000 Unzen bzw. 3,86 Tonnen. Es war der 14. monatliche Zuwachs in Folge.

Entwicklung der Goldreserven der Türkei seit 2010
Entwicklung Goldreserven Türkei seit 2010 in Tonnen (Quelle: TCMB; Grafik: Goldreporter).

Zuwachs seit Jahresbeginn

Seit Jahresbeginn legten die Goldreserven um knapp 41 Tonnen (1,31 Mio. Unzen) bzw. 5 Prozent zu. Auf Jahressicht ergibt sich ein Anstieg von 49 Tonnen, also 6,5 Prozent.
Ihr bisheriges Hoch hatten die TCMB-Bestände im Februar 2023 erreicht – mit 836,65 Tonnen, rund 38 Tonnen mehr als aktuell.

Wert der türkischen Goldreserven seit 2010 in Tonnen. Neues Rekordhoch bei 107 Milliarden US-Dollar erreicht
Entwicklung Wert der türkischen Goldreserven seit 2010 in Tonnen. Neues Rekordhoch erreicht, erstmals mehr als 100 Milliarden US-Dollar; Grafik: Goldreporter.

Währungsreserven ebenfalls höher

Auch die gesamten Währungsreserven der Türkei stiegen im Monatsvergleich um 4 Prozent auf 187,4 Milliarden UD-Dollar.

Die Fremdwährungsreserven gingen jedoch um 3 Prozent auf 72,3 Milliarden US-Dollar zurück. Der Goldanteil an den Gesamtreserven erhöhte sich damit von 54 auf 57 Prozent.

Was in den Türkei-Zahlen enthalten ist

Zu den TCMB-Beständen zählt auch Gold, das Geschäftsbanken bei der Zentralbank hinterlegen – etwa als Sicherheiten. Die rein staatlichen türkischen Goldreserven schätzt der World Gold Council aktuell auf 641 Tonnen.

Die Türkei kämpft seit Jahren mit einem sinkenden Außenwert der Lira. Goldimporte spielen dabei eine Rolle, da sie üblicherweise in US-Dollar bezahlt werden. Deshalb schränkten die Behörden die Goldeinfuhren bereits 2024 ein. Seither liegen die monatlichen Importmengen der Türkei konstant unter 15 Tonnen, während die Silbereinfuhren stark gestiegen sind.

Mehr zu nationalen Goldbeständen unter Goldreserven weltweit

Goldpreis aktuell: Stabil über 4.100 USD – Zinsfantasie stützt Mittwochshandel

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Der Goldpreis bleibt am Mittwoch über 4.100 USD. Leichtes Plus vor wichtigen US-Daten und hoher Erwartung an eine mögliche Dezember-Zinssenkung.

Goldpreis heute – Stabil über 4.100 USD

Am Mittwochvormittag lag der Goldpreis bei 4.152 USD beziehungsweise 3.583 EUR. Dabei ergibt sich ein Plus von 0,5 Prozent zum Vortag. Seit Monatsbeginn steht ein Zuwachs von 3,7 Prozent in USD und 3,3 Prozent in EUR. Außerdem stieg die Wahrscheinlichkeit einer Dezember-Zinssenkung laut CME Group auf 83 Prozent.

Rückblick – Zinsfantasie treibt den Markt

Am Dienstag blieb der Goldpreis weitgehend stabil und schloss bei 4.130 USD. Auf Euro-Basis kam es wegen des schwächeren US-Dollars zu einem Rückgang von 0,5 Prozent auf 3.570 EUR. Dabei stützten das schwache CB-Verbrauchervertrauen sowie die Erzeugerpreis-Daten die Erwartungen an eine Zinssenkung im Dezember. Auch an den Aktienmärkten überwog ein freundlicher Ton.

Ausblick – Dichte Agenda vor Thanksgiving

Am Mittwoch stehen mehrere wichtige US-Daten an: Auftragseingänge langlebiger Güter, der Chicago-PMI, Arbeitsmarktdaten sowie am Abend das Fed-BeigeBook. Deshalb könnte sich die Marktstimmung kurzfristig erneut verändern.

Mehr dazu: Tagesaktuelle Gold-News und Charts – Goldpreis aktuell

Historische Goldmünze von 1609 erzielt Millionen bei Auktion

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Eine extrem seltene spanische Goldmünze aus dem Jahr 1609 erzielte in Genf einen neuen europäischen Auktionsrekord.

In Genf wurde eine der seltensten europäischen Goldmünzen versteigert: Der Segovia Centén (100 Escudos) von 1609, geprägt unter König Philipp III. und gefertigt aus rund 339 Gramm Gold, erzielte bei Numismatica Genevensis SA 2,817 Millionen Franken (3,2 Mio. Euro). Das Stück galt jahrhundertelang als verschollen, bevor es um 1950 in den USA wieder auftauchte. Der neue Rekord unterstreicht die starke Nachfrage nach außergewöhnlichen historischen Goldmünzen.

Goldreporter-Kommentar: Solche Rekordauktionen zeigen, dass der Sammlermarkt robust bleibt und sie dokumentiert die Unvergänglichkeit und den Werterhalt von Gold. Für Investoren zählen Provenienz, Seltenheit und Erhaltungszustand zunehmend stärker als das reine Goldgewicht. Mehr dazu in unserem Ratgeber „Historisches Gold als Geldanlage“.

Mehr: Aktuellen Goldkurs verfolgen unter Goldpreis aktuell

Gold über 4.100 USD – US-Daten könnten Marktstimmung vor Thanksgiving kippen

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Der Goldpreis hält sich über 4.100 USD. Vor Thanksgiving könnten mehrere US-Daten die Zinserwartungen neu sortieren – und die Marktstimmung drehen.

Goldpreis über 4.100 USD – US-Daten könnten Stimmung vor Thanksgiving verändern
Goldbarren mit Marktvisualisierung: Der Preis liegt über 4.100 USD, während US-Daten vor Thanksgiving die Erwartungen an die nächste Zinssenkung prägen.

Der Goldpreis hat erneut die Marke von 4.100 US-Dollar überschritten. Mehrere US-Wirtschaftsdaten könnten die zuletzt aufgehellte Marktstimmung jedoch kurzfristig verändern.

Goldpreis steigt über 4.100 USD

Technische Impulse und die wachsende Erwartung einer Zinssenkung im Dezember haben den Goldpreis am Dienstagvormittag auf 4.128 US-Dollar bzw. 3.578 Euro bewegt. Damit notiert Gold rund 1,5 Prozent über dem Niveau der Vorwoche (+2 Prozent in Euro). An den Aktienmärkten steigen parallel die Hoffnungen auf eine Jahresendrally.

Aktuelles Kursgeschehen unter Goldpreis aktuell

Anleihemärkte: US-Renditen sinken

Am europäischen Anleihemarkt blieben die Renditen weitgehend stabil. In den USA gab es dagegen einen leichten Rückgang auf 4,04 Prozent. Hintergrund sind zunehmende Signale aus der US-Notenbank: Mehrere Fed-Mitglieder sprachen sich zuletzt offen für eine Zinssenkung im Dezember aus. Entsprechend stieg die FedWatch-Wahrscheinlichkeit auf über 80 Prozent.

Anleiherenditen in den USA und Europa in der Übersicht am 25. November 2025
Anleiherenditen in den USA und Europa in der Übersicht am 25. November 2025

Datenflut aus den USA

In den kommenden Tagen werden zahlreiche Wirtschaftsdaten veröffentlicht, die wegen des US-Shutdowns verspätet erscheinen. Sie könnten die Zinserwartungen kurzfristig neu sortieren – und damit den Goldpreis beeinflussen.

  • Dienstag:
    – Erzeugerpreise (September)
    – Einzelhandelsumsätze (September)
  • Mittwoch:
    – Auftragseingänge langlebiger Güter
    – Wöchentliche Arbeitsmarktdaten
    – Chicago-Einkaufsmanager-Index
  • Donnerstag:
    – US-Märkte geschlossen (Thanksgiving)
  • Freitag:
    – Verkürzter US-Handel
    – Deutsche Inflationsrate für November
Technische Goldpreis-Betrachtung unter Charttechnik Gold

Gold und Anleihen: Konkurrenz um Sicherheit

Gold und Staatsanleihen gelten als defensive Anlagen. Steigende Renditen erhöhen die Attraktivität von Zinspapieren, während Gold stärker profitiert, wenn Inflationsrisiken zunehmen. In Phasen wirtschaftlicher Unsicherheit kann sich diese Dynamik aber auch umkehren.

Damit rückt die Frage in den Mittelpunkt, ob die Datenserie vor dem Feiertag die Märkte beruhigt – oder eine neue Volatilitätsphase einleitet.

Das sind die neuen Gold-Prognosen der Banken – wer jetzt welchen Preis sieht

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Banken bleiben trotz Marktvolatilität erstaunlich optimistisch: Zwischen 4.000 und 5.000 USD reicht die neue Goldpreis-Spannbreite für 2026.

Goldpreis-Prognosen 2026: Banken zwischen 4.000 und 5.000 USD
Analysten großer Banken sehen trotz Marktvolatilität weiter steigende Goldpreise.

Trotz starkem Dollar und unsicherer Fed bleiben viele Banken optimistisch. Die neuen Goldpreis-Prognosen reichen von 4.000 bis 5.000 USD.

Der Goldpreis bleibt unter Druck: Ein starker Dollar, unsichere Fed-Signale und sinkende Erwartungen an schnelle Zinssenkungen bremsen den Markt. Trotzdem ziehen die großen Banken ihre Prognosen kaum zurück. Viele erwarten weiterhin steigende Preise – teils deutlich.

Bank of America: Goldpreis-Ziel 5.000 USD bleibt bestehen

Die Bank of America hält an ihrem besonders optimistischen Ausblick fest.
Die Analysten sehen die zentralen Treiber der Rekordrally weiter intakt:

  • strukturell schwächerer Geldwert,
  • anhaltende geopolitische Risiken,
  • hohe physische und institutionelle Nachfrage.

Unter diesen Bedingungen könnte Gold bis 2026 auf 5.000 USD steigen.
Gleichzeitig weist die Bank auf ein klares Restrisiko hin:

Eine deutlich straffere Fed würde das bullishe Szenario spürbar einbremsen.

HSBC: Aufwärtstrend intakt – Zentralbanken setzen Preisboden

HSBC bleibt trotz jüngster Volatilität positiv. Die Bank verweist auf ein außergewöhnlich starkes Jahr 2025 (+54 Prozent seit Jahresbeginn).
Gold habe nach der Konsolidierung um 4.000 USD den übergeordneten Aufwärtstrend wieder aufgenommen.

Drei Faktoren sieht HSBC als entscheidend:

  1. Zentralbanken haben ihre Bestände massiv erhöht → struktureller Preisboden.
  2. ETF-Bestände steigen seit 2024 kontinuierlich → Nachfragedynamik bleibt intakt.
  3. Ein potenziell weicherer Dollar und spätere Fed-Lockerungen könnten den Trend verstärken.

HSBC erwartet daher eine langsamer, aber robust steigende Preisentwicklung.

Deutsche Bank: Vorsichtigster Ausblick – rund 4.000 USD im Jahr 2026

Die Deutsche Bank bleibt deutlich defensiver als ihre US-Konkurrenten.
Das Haus sieht den durchschnittlichen Goldpreis 2026 bei etwa 4.000 USD.

Zur Begründung verweist die Bank auf:

  • die starke Rolle der Zentralbanken,
  • einen stabilen strukturellen Preisboden,
  • aber begrenzten Spielraum nach oben bei anhaltender Zinspolitik.

Parallel versucht die Deutsche Bank, wieder eine stärkere Rolle am Londoner Goldmarkt einzunehmen. Einen entsprechenden Schritt hatte das Institut bereits 2022 angekündigt, nachdem sich die Deutsche Bank 2014 aus dem physischen Gold-Handel zurückgezogen hatte. 

CICC: Zyklische Nachfrage trägt – Goldpreis 4.500 USD für 2026

Die China International Capital Corporation (CICC) erwartet im Basisszenario einen Goldpreis von 4.500 USD je Unze im Jahr 2026. Silber soll laut CICC auf 55 USD steigen.

Die Begründung:

  • Die zyklische Investmentnachfrage habe ihren Höhepunkt noch nicht erreicht.
  • Lockerere US-Geldpolitik könnte neue Impulse setzen.
  • Hohe Zentralbankkäufe, privates Investment und regionale Lageraufbauten stützen den Markt langfristig.

Damit liegt CICC zwischen den konservativen Häusern (Deutsche Bank) und den Bullen (BoA, Goldman Sachs).

UBS: Silber-Pause nur Zwischenschritt – Ziel bleibt 55 USD

UBS sieht den jüngsten Rücksetzer bei Silber lediglich als Gewinnmitnahme, nicht als Trendbruch. Das Preisziel 55 USD bis Mitte 2026 bleibt bestehen.

UBS erwartet:

  • sinkende Realzinsen,
  • einen schwächeren Dollar,
  • anhaltend hohe Staatsschulden,
  • starke Investmentnachfrage.

Außerdem soll die Gold-Silber-Ratio von 80+ auf 76 fallen – und perspektivisch Richtung 70.

Fazit: Die Banken sind sich erstaunlich einig

  • Kein Haus erwartet einen erneuten Einbruch unter 4.000 USD.
  • Alle sehen strukturelle Stützen durch Zentralbanken und Investoren.
  • Der Unterschied liegt nur im Ausmaß:
    – Deutsche Bank: ~4.000 USD
    – CICC: ~4.500 USD
    – Bank of America: 5.000 USD

Für Anleger heißt das:

Der kurzfristige Druck ist nicht verschwunden – aber die mittelfristigen Erwartungen bleiben klar positiv.

Goldpreis aktuell – Anstieg über 4.100 USD am Dienstag – US-Zinssenkung erwartet

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Goldpreis steigt auf 4.140 USD. Am Dienstag bestimmen US-Erzeugerpreise, Einzelhandelsdaten und Fed-Stimmungsberichte das Marktbild.

Goldpreis am Dienstag über 4.100 USD

Am Dienstagvormittag notierte der Goldpreis bei 4.140 USD bzw. 3.592 EUR. Dabei ergibt sich ein leichtes Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vortag. Außerdem liegt der Abstand zum Rekordhoch bei rund 5 Prozent (in EUR 4 Prozent). Die Wahrscheinlichkeit für eine Dezember-Zinssenkung ist laut CME Group auf 81 Prozent gestiegen.

Rückblick – Technik, Fed-Signale und starke US-Börsen

Am Montag setzte Gold eine technische Gegenbewegung fort. Dabei sorgten robuste Impulse nach US-Börsenstart für ein Plus bis auf 4.134 USD bzw. 3.588 EUR. Außerdem stützten Fed-Kommentare die Erwartungen an eine Zinssenkung im Dezember. Tech-Aktien stiegen deutlich (Nasdaq-Future +2,7 Prozent), während Bitcoin bei rund 88.800 USD leicht zulegte.

Ausblick – US-Berichte könnten neuen Impuls setzen

Heute richten sich die Blicke auf die US-Erzeugerpreise für September. Denn trotz der Verzögerung könnten die Daten das Markt-Momentum beeinflussen. Ebenso relevant sind Einzelhandelszahlen, CB-Verbrauchervertrauen und regionale Fed-Berichte aus Richmond und Dallas. Zudem endet heute der Handelstag des November-Gold-Futures an der COMEX.

Mehr: Goldpreis aktuell – Gold Livecharts & News

Türkei: Goldimporte gedeckelt, Silberimporte explodieren

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Trotz gedeckelter Goldimporte zeigt die Türkei im Oktober einen massiven Sprung bei Silber – ein klarer Nachfrageimpuls aus Industrie und Transit.

Türkei: Goldimporte gedeckelt, Silberimporte steigen stark im Oktober
Starke Silberimporte von 182 Tonnen prägen die jüngste Edelmetall-Einfuhr der Türkei, während Goldlieferungen weiter unter der 15-Tonnen-Grenze bleiben.

Die Goldimporte der Türkei blieben im Oktober unter 15 Tonnen gedeckelt. Dagegen springen die türkischen Silberimporte auf 182 Tonnen.

Gold in die Türkei: Deckel bleibt drauf

Die Türkei führte laut Borsa Istanbul im Oktober rund 13 Tonnen Gold ein. Damit hält sich das monatliche Importvolumen seit fast zwei Jahren unter der inoffiziellen Grenze von 15 Tonnen.

Zwar lagen die Lieferungen 42 Prozent über dem September und 39 Prozent über Vorjahr, doch das strukturell niedrige Niveau bleibt bestehen. Auf Sicht der ersten zehn Monate ergibt sich mit 101 Tonnen ein leichtes Plus von 4 Prozent. Zu berücksichtigen gilt allerdings der stark gestiegene Goldpreis. In Lira legte er innerhalb eines Jahres um 90 Prozent zu.

Monatliche Gold-Importe der Türkei seit 2017 in Kilogramm: Gedeckelte Goldimporte der Türkei seit rund 2 Jahren (Quelle: Borsa Istanbul)
Monatliche Gold-Importe der Türkei seit 2017 in Kilogramm: Gedeckelte Goldimporte der Türkei seit rund zwei Jahren (Quelle: Borsa Istanbul)

Silber: Nachfrage schießt nach oben

Beim Silber zeigt sich ein völlig anderes Bild. Nach bereits kräftigen 116 Tonnen im September meldet die Börse für Oktober Importe von 182 Tonnen – ein Sprung um 56 Prozent gegenüber dem Vormonat und fast eine Verfünffachung innerhalb eines Jahres. Der Rekord vom November 2024 wurde nur knapp verfehlt.

Die starke Bewegung hängt mit dem hohen Goldpreis zusammen: In der türkischen Schmuckindustrie gewinnt Silber als kostengünstigere Alternative an Bedeutung. Zugleich fungiert die Türkei immer stärker als Transitknoten für Lieferungen Richtung Asien, insbesondere nach Indien. Allerdings verteuerte sich auch Silber  stark – innerhalb eines Jahres um 100 Prozent in Lira.

Wirtschaftlicher Hintergrund

Türkische Verbraucher zählen traditionell zu den wichtigsten Edelmetallkäufern weltweit – besonders im Schmucksegment, das jedoch äußerst preissensibel ist. In Lira gerechnet erreichten Goldpreis und Silberpreis zuletzt wiederholt neue Höchststände.

Die Inflation bleibt trotz Rückgangs problematisch: Zwar fiel sie von 85 Prozent im Oktober 2022 auf aktuell knapp 33 Prozent, doch die hohe Teuerung belastet weiterhin die Kaufkraft. Parallel verlor die Türkische Lira in den vergangenen zwölf Monaten rund 18 Prozent gegenüber dem US-Dollar.

Goldpreis in China: SGE-Aufschlag steigt wieder auf 20 USD über Europa

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Der China-Goldpreis liegt wieder deutlich über der europäischen Notierung. Der SGE-Aufschlag stieg auf 20 USD und signalisiert stärkere lokale Nachfrage.

SGE-Aufschlag steigt deutlich an

Der chinesische Goldmarkt zieht wieder spürbar an. An der Shanghai Gold Exchange (SGE) lag der Goldpreis am 21. November 2025 rund 20 USD pro Unze über dem europäischen Spotkurs – ein Plus von 9 USD gegenüber der Vorwoche. Gemessen wurde um 14:30 Uhr Shanghai bzw. 08:30 Uhr MEZ.

Aktueller Spotkurs in Europa: Goldpreis aktuell: – Übersicht und Live-Daten

Messzeit: [Fr. 21.11.25, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]

Aufschlag China → Europa Spot: +20 USD/oz (07.11.25: +11 USD); Δ: +9 USD

Goldmarkt China: SGE-Goldpreis mit 20-USD-Aufschlag gegenüber Europa am 21.11.2025
Der chinesische Goldmarkt setzt mit einem Aufschlag von 20 USD je Unze ein Signal für stärkere lokale Nachfrage.

China-Goldpreis notiert wieder über dem Westen

Nach einer Phase geringerer Dynamik liegt die chinesische Notierung nun wieder über dem internationalen Spotpreis. Das signalisiert, dass lokale Käufer stärker zugreifen und das Marktumfeld im Land wieder fester wirkt.

Markt / Kennzahl 21.11.25 14.11.25 Δ 
Gold China SGE Fix (CNY/Gramm) 922,70 951,06 -3 %
Gold China SGE (USD/Gramm) 130,40 134,66 -4,26
Goldpreis China SGE
(USD/oz)
4.056 4.188 -132
Goldpreis Europa
(USD/oz)
4.036 4.177 -3,4 %
Aufschlag China
→ Europa (USD/oz)
+20 +11 +9

Damit öffnet sich das Preisfenster zwischen China und Europa wieder etwas weiter.

Was hinter dem Aufschlag steckt

Die Schweizer Exportdaten zeigen für Oktober nur 2,1 Tonnen Goldlieferungen nach China – ein auffällig niedriger Wert. In diesem Kontext kann ein steigender Aufschlag bei gleichzeitig geringen Importen ein Zeichen für lokale Nachfrageimpulse oder vorübergehende Angebotsengpässe sein. In Spitzenphasen, etwa 2024 und im April 2025, lag der Spread zeitweise bei bis zu 90 USD, was sofort Arbitragebewegungen auslöste.

Marktbedeutung für den globalen Goldpreis

Solche Spreadausweitungen können immer wieder internationale Preisbewegungen beschleunigen. Wenn China teurer notiert, reagieren Händler schnell – und physische Ströme verschieben sich zwischen SGE und Weltmarkt. Der aktuelle Anstieg könnte ein frühes Signal für wieder zunehmende physische Aktivität sein.

Methodik: SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 21.11.25; Umrechnung über 7,076 CNY/USD (Vorwoche: 7,063 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spot-Goldpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.

Mehr dazu: Goldreserven weltweit: Aktuelle Zahlen, Länder-Ranking und Entwicklungen

Goldpreis aktuell: Leichter Start bei 4.052 USD – Märkte vor verkürzter Handelswoche (Montag)

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Der Goldpreis startet am Montag leichter bei 4.052 USD. Während sich die Aktienmärkte stabilisieren, bleibt der Kryptomarkt unter Druck.

Gold aktuell – Leichterer Stark über 4.000 USD

Am Montag um 8:30 Uhr notierte der Goldpreis 0,3 Prozent leichter bei 4.052 USD bzw. 3.517 EUR. Gleichzeitig gab es Erholungstendenzen an den Aktienmärkten. Weiterhin unter Druck ist der Kryptobereich mit Bitcoin bei knapp unter 87.000 (-1,3 %).

Rückblick – Volatilität auch bei den Zinshoffnungen

Der Gold hielt sich am Freitag bei hoher Volatilität an den Aktienmärkten relativ stabil. Der Wochenschluss lag bei 4.064 USD (-0,3 %) bzw. 3.530 EUR (-0,2 %). Aussagen des Präsidenten der New Yorker Fed John Williams („Dezember-Zinssenkung vertretbar“) besänftigten die Märkte und ließen die FedWatch-Wahrscheinlichkeit auf 70 Prozent hinaufschnellen.

Ausblick – Verkürzte Handelswoche

Anleger blicken auf eine verkürzte Handelswoche. Wegen Thanksgiving wird am Donnerstag nicht und am Freitag nur verkürzt gehandelt. Am US-Terminmarkt stehen die Verfallstermine an. Heute laufen die Gold-Optionen des Monats Dezember aus und am Dienstag ist letzter Handelstag der November-Kontrakte bei den Gold-Futures. Aus den USA kommt der Dallas Fed Manufacturing Index.

Mehr: Aktuelle Entwicklungen und News unter Goldpreis aktuell

Warum Gold in Krisen immer zurückschlägt – und was 2026 für Anleger bedeuten könnte

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Krisen lassen Märkte erzittern – doch Gold reagiert oft anders als alles andere. Die nächsten Jahre könnten zeigen, warum das Edelmetall immer dann glänzt, wenn die Sicherheit schwindet.

Hand mit Goldbarren als Symbol für Krisenschutz und Wertstabilität
Eine Hand präsentiert einen Goldbarren – ein Sinnbild dafür, warum Anleger in Unsicherheitsphasen auf physische Werte setzen.

Gold reagiert sensibel auf Unsicherheit. Warum Krisen das Metall stärken – und was das Jahr 2026 entscheidend machen könnte.

Wenn Unsicherheit um sich greift, greifen Menschen zu Gold. Das Muster ist so alt wie die Finanzwelt selbst. Doch selten zuvor war die Lage so angespannt wie heute. Viele fragen sich: Kommt 2026 der Moment, in dem Gold zur wichtigsten Sicherheitslinie wird?

Mehr zur aktuelle Entwicklung: Goldpreis aktuell – Übersicht & Live-Daten

Warum Menschen in Krisen instinktiv zu Gold greifen

Es gibt Phasen, in denen Zahlen, Charts und Zinsdebatten zur Nebensache werden. Wenn Nachrichten voller Warnsignale sind, zählt etwas anderes: Vertrauen. Gold hat genau das. Keine Regierung, kein Konzern, kein Zahlungssystem steht dazwischen. Es ist einfach da. Greifbar, endlich, unabhängig.

Dabei zeigt die Geschichte ein verblüffendes Muster. Ob Bankenkrise, geopolitische Schocks oder Inflationsschübe: Gold fällt oft zuerst. Doch dann kommt der Rebound. Und der ist meist stärker als der Einbruch. Genau das macht Gold zu einem Krisenmetall – es reagiert impulsiv und stabilisiert sich dann dort, wo Menschen Sicherheit suchen.

Warum 2026 ein besonderer Punkt sein könnte

Viele Experten richten den Blick bereits auf 2026. Nicht wegen einer konkreten Prognose, sondern wegen eines Bündels von Entwicklungen:

  1. Ein fragiles Finanzsystem
    Steigende Schulden, instabile Haushalte, Wechselkursrisiken. Der Spielraum der Politik schrumpft.
  2. Eine überhitzte Technologie-Welt
    Viele Aktien gelten als extrem hoch bewertet. Wenn hier etwas kippt, könnte das Kapital in sichere Bereiche umgeleitet werden – Gold steht ganz oben.
  3. Eine unklare geopolitische Lage
    Wahlen, Konflikte, Handelsbeziehungen: Die Liste der Unsicherheiten wird länger, nicht kürzer.
  4. Der weltweite Trend zur Reserve-Diversifikation
    Immer mehr Zentralbanken kaufen Gold. Dahinter steckt keine Mode, sondern strategisches Denken. Staaten wollen unabhängiger werden.

Diese Faktoren müssen nicht gleichzeitig eskalieren. Doch sie erzeugen ein Grundrauschen, das Gold für viele attraktiver macht.

Wöchentliche Daten von den großen Handelsplätzen (US-Terminmarkt) geben Informationen über die aktuelle Marktlage: CoT-Daten – wöchentliche Goldmarkt-Positionierungen

Wie Gold-Anleger den „Krisen-Reflex“ nutzen können

Entscheidend ist, wie man das alte Muster der Krisenbewegungen einordnet. Gold steigt nicht aus Langeweile. Es steigt, wenn Vertrauen ins Wanken gerät. Und genau das könnte 2026 wieder passieren.

Dabei lohnt es sich, die Goldanlage nicht als Spekulation zu sehen, sondern als Stabilitätsanker. Wer klar strukturiert vorgeht, profitiert stärker:

  1. Kleine Positionen schrittweise aufbauen
    Marktphasen sind unberechenbar. Regelmäßige Käufe glätten starke Schwankungen.
  2. Physische Sicherheit berücksichtigen
    Münzen und Barren bleiben der Kern. Sie sind unabhängig von Banken und Börsen.
  3. Den historischen Rhythmus verstehen
    Gold konsolidiert oft monatelang. Doch wenn der Impuls kommt, geht es schnell – manchmal in Tagen oder Wochen.

Mehr zum Thema: Gold kaufen – Ratgeber & Marktanalyse

Worauf es 2026 wirklich ankommen dürfte

Viele Anleger schauen nur auf den Preis. Doch das Entscheidende ist etwas anderes: das Vertrauen in die Geldsysteme. Wenn dieses Vertrauen bröckelt, reagiert Gold nicht moderat, sondern schlagartig. Genau das macht 2026 zu einem Jahr voller Möglichkeiten – und voller Risiken.

Gold ist kein Zaubermetall. Aber es ist das vielleicht verlässlichste Gut in einer Welt, die immer schwerer berechenbar wird. Wer versteht, warum das Edelmetall gerade in Krisen stärker wird, sieht 2026 nicht als Bedrohung, sondern als Chance.

2026 könnte eines dieser Jahre werden, in denen Gold nicht nur seinen Wert beweist – sondern seine Rolle als ultimative Vertrauenswährung.

Wo Gold kaufen? Empfehlenswerte Edelmetall Händler im Überlick