Dienstag,20.Januar 2026
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Warum Gold in Krisen immer zurückschlägt – und was 2026 für Anleger bedeuten könnte

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Krisen lassen Märkte erzittern – doch Gold reagiert oft anders als alles andere. Die nächsten Jahre könnten zeigen, warum das Edelmetall immer dann glänzt, wenn die Sicherheit schwindet.

Hand mit Goldbarren als Symbol für Krisenschutz und Wertstabilität
Eine Hand präsentiert einen Goldbarren – ein Sinnbild dafür, warum Anleger in Unsicherheitsphasen auf physische Werte setzen.

Gold reagiert sensibel auf Unsicherheit. Warum Krisen das Metall stärken – und was das Jahr 2026 entscheidend machen könnte.

Wenn Unsicherheit um sich greift, greifen Menschen zu Gold. Das Muster ist so alt wie die Finanzwelt selbst. Doch selten zuvor war die Lage so angespannt wie heute. Viele fragen sich: Kommt 2026 der Moment, in dem Gold zur wichtigsten Sicherheitslinie wird?

Mehr zur aktuelle Entwicklung: Goldpreis aktuell – Übersicht & Live-Daten

Warum Menschen in Krisen instinktiv zu Gold greifen

Es gibt Phasen, in denen Zahlen, Charts und Zinsdebatten zur Nebensache werden. Wenn Nachrichten voller Warnsignale sind, zählt etwas anderes: Vertrauen. Gold hat genau das. Keine Regierung, kein Konzern, kein Zahlungssystem steht dazwischen. Es ist einfach da. Greifbar, endlich, unabhängig.

Dabei zeigt die Geschichte ein verblüffendes Muster. Ob Bankenkrise, geopolitische Schocks oder Inflationsschübe: Gold fällt oft zuerst. Doch dann kommt der Rebound. Und der ist meist stärker als der Einbruch. Genau das macht Gold zu einem Krisenmetall – es reagiert impulsiv und stabilisiert sich dann dort, wo Menschen Sicherheit suchen.

Warum 2026 ein besonderer Punkt sein könnte

Viele Experten richten den Blick bereits auf 2026. Nicht wegen einer konkreten Prognose, sondern wegen eines Bündels von Entwicklungen:

  1. Ein fragiles Finanzsystem
    Steigende Schulden, instabile Haushalte, Wechselkursrisiken. Der Spielraum der Politik schrumpft.
  2. Eine überhitzte Technologie-Welt
    Viele Aktien gelten als extrem hoch bewertet. Wenn hier etwas kippt, könnte das Kapital in sichere Bereiche umgeleitet werden – Gold steht ganz oben.
  3. Eine unklare geopolitische Lage
    Wahlen, Konflikte, Handelsbeziehungen: Die Liste der Unsicherheiten wird länger, nicht kürzer.
  4. Der weltweite Trend zur Reserve-Diversifikation
    Immer mehr Zentralbanken kaufen Gold. Dahinter steckt keine Mode, sondern strategisches Denken. Staaten wollen unabhängiger werden.

Diese Faktoren müssen nicht gleichzeitig eskalieren. Doch sie erzeugen ein Grundrauschen, das Gold für viele attraktiver macht.

Wöchentliche Daten von den großen Handelsplätzen (US-Terminmarkt) geben Informationen über die aktuelle Marktlage: CoT-Daten – wöchentliche Goldmarkt-Positionierungen

Wie Gold-Anleger den „Krisen-Reflex“ nutzen können

Entscheidend ist, wie man das alte Muster der Krisenbewegungen einordnet. Gold steigt nicht aus Langeweile. Es steigt, wenn Vertrauen ins Wanken gerät. Und genau das könnte 2026 wieder passieren.

Dabei lohnt es sich, die Goldanlage nicht als Spekulation zu sehen, sondern als Stabilitätsanker. Wer klar strukturiert vorgeht, profitiert stärker:

  1. Kleine Positionen schrittweise aufbauen
    Marktphasen sind unberechenbar. Regelmäßige Käufe glätten starke Schwankungen.
  2. Physische Sicherheit berücksichtigen
    Münzen und Barren bleiben der Kern. Sie sind unabhängig von Banken und Börsen.
  3. Den historischen Rhythmus verstehen
    Gold konsolidiert oft monatelang. Doch wenn der Impuls kommt, geht es schnell – manchmal in Tagen oder Wochen.

Mehr zum Thema: Gold kaufen – Ratgeber & Marktanalyse

Worauf es 2026 wirklich ankommen dürfte

Viele Anleger schauen nur auf den Preis. Doch das Entscheidende ist etwas anderes: das Vertrauen in die Geldsysteme. Wenn dieses Vertrauen bröckelt, reagiert Gold nicht moderat, sondern schlagartig. Genau das macht 2026 zu einem Jahr voller Möglichkeiten – und voller Risiken.

Gold ist kein Zaubermetall. Aber es ist das vielleicht verlässlichste Gut in einer Welt, die immer schwerer berechenbar wird. Wer versteht, warum das Edelmetall gerade in Krisen stärker wird, sieht 2026 nicht als Bedrohung, sondern als Chance.

2026 könnte eines dieser Jahre werden, in denen Gold nicht nur seinen Wert beweist – sondern seine Rolle als ultimative Vertrauenswährung.

Wo Gold kaufen? Empfehlenswerte Edelmetall Händler im Überlick

Goldpreis stabil über 4.000 USD – COMEX-Daten zeigen steigenden Druck im Terminmarkt

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Trotz extremer Marktvolatilität behauptet sich der Goldpreis über 4.000 USD. COMEX-Zahlen zeigen steigenden Open Interest und hohe physische Abrufe.

Goldpreis behauptet sich – trotz Chaoswoche

Der Goldpreis blieb über 4.000 US-Dollar – und das in einer Woche, in der die Märkte zeitweise kopfüber hingen. Aktien, Kryptos und Rohstoffe rauschten durch heftige Schwankungen; der DAX-Future legte zeitweise fast 2.000 Punkte zurück. Gold hielt dagegen vergleichsweise gut durch.

Im November-Future schloss die Feinunze bei 4.063 USD bzw. 3.529 EUR. Damit ergab sich ein Mini-Rückgang von 0,4 Prozent in USD, während Gold in Euro wegen des stärkeren Dollars leicht zulegte (+0,5 Prozent).

Keine CoT-Daten vor Januar – Fokus auf harte CME-Zahlen

Nach Ende des US-Shutdowns arbeitet die Aufsicht zwar die fehlenden Reports auf, aktuelle CoT-Daten gibt es aber erst wieder ab 23. Januar 2026. Bis dahin bleiben die Zahlen der CME Group maßgeblich: Open Interest, Lagerbestände und physische Auslieferungsanträge.

Mehr zum Thema: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis über 4.000 USD: Goldbarren vor Terminmarkt-Chart und steigenden COMEX-Daten
Goldbarren auf einem digitalen Chart: Die COMEX-Daten zeigen höhere Aktivität im Terminmarkt und anhaltend hohe physische Abrufe.

Open Interest höher – Optionsmarkt leicht pessimistischer

Der Open Interest im Gold-Futures-Handel stieg um 1,8 Prozent auf 480.929 Kontrakte. Bei den Optionen kletterte das Volumen auf 1,15 Mio. laufende Geschäfte (+3 Prozent). Die Put/Call-Ratio zog minimal auf 0,846 an. Heißt: Etwas mehr Absicherung, aber kein Zeichen für Panik.




Lager schrumpfen – Deckung bleibt solide

Die registrierten COMEX-Bestände sanken um 640.000 Unzen auf 36,76 Mio. Unzen. Bei aktuellem Open Interest bleibt die Deckung stabil bei rund 76 Prozent. Historisch sind das solide Werte – zur Erinnerung: Zeiten mit nur 30 Prozent Deckung gab es auch.

Physische Abrufe weiter kräftig

Für den aktuellen Liefermonat stehen 11.093 Delivery Notices im Buch: rund 34 Tonnen. Gut 2.400 Auslieferungsanträge (7,5 Tonnen) davon kamen allein in der letzten Woche dazu. Oktober: starke 182 Tonnen. Der Rekord aus Januar 2025 bleibt mit 238 Tonnen unberührt.

Chaotische Woche, aber stabiler Kern

Der Wochenchart zeigt wildes Hin und Her: Tief bei 4.001 USD am Dienstag, Hoch bei 4.130 USD nur einen Tag später. Der Rückgang im Open Interest bei gleichzeitig leicht weicheren Preisen passt zur Idee einer kurzfristigen Bodenbildung.

Goldpreis-Chart: 17.11. bis 22.11.2025, US-Gold-Futures (Dezember-Kontrakt)
Goldpreis-Chart 17.11. bis 22.11.2025, US-Futures (meistgehandelter Kontrakt -> Dezember): Starke Volatilität im gesamten Wochenverlauf, aber nur geringe Veränderung gegenüber der Vorwoche (Quelle: CME Group).

Goldpreis-Ausblick: Verfallstermine + Fed-Spekulationen im Fokus

Nächste Woche kommen die COMEX-Verfallstermine – Volatilität bleibt also gesetzt. Gleichzeitig stabilisierte sich der Gesamtmarkt kurz vor dem Wochenende, und die Wahrscheinlichkeit für eine Fed-Zinssenkung im Dezember sprang auf 71 Prozent. Jede Bewegung im Ukraine-Konflikt könnte zusätzlich Druck aus dem Markt nehmen.

Zur Übersicht: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung

Gold kaufen: Edelmetalle deutlich günstiger – Aufgelder im Handel stabil

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Gold und Silber geben zum Wochenschluss nach, während Aufgelder und Spreads im Handel weitgehend konstant bleiben.

Edelmetalle deutlich günstiger

Der Markt wirkt angeschlagen: Aktien und Kryptowährungen standen zuletzt massiv unter Druck, und Gold spiegelt diese Nervosität.

Am Freitagmittag um 12:30 Uhr wurden auf dem europäischen Spotmarkt 4.039 US-Dollar bzw. 3.505 Euro je Feinunze bezahlt – ein Wochenminus von 3 Prozent (-2,3 Prozent in Euro). Silber fällt kräftiger: 49,02 US-Dollar (-6,7 Prozent) bzw. 42,55 Euro (-6 Prozent).

Mehr: Livecharts & Tagesaktuelle News unter Goldpreis aktuell

Gold kaufen: Gefallene Preise und stabile Aufgelder im Wochenvergleich
Goldbarren im Handel: Trotz fallender Kurse bleiben Aufgelder und Spreads zum Wochenschluss weitgehend stabil.

Gold kaufen – konstante Aufgelder

Im Handel zeigt sich ein ruhigeres Bild. Unsere Abfrage bei fünf deutschen Händlern ergab:

  • Krügerrand (neu): Ø 3.645 Euro, also 83 Euro weniger als vor einer Woche. Das Aufgeld steigt leicht auf 3,99 Prozent. Ältere Jahrgänge bleiben mit rund 90 Euro Abschlag auffällig günstig.
  • 100-g-Goldbarren: Ø 11.531 Euro, rund 270 Euro günstiger als zuvor. Das Aufgeld sinkt leicht auf 2,30 Prozent.

Mehr dazu: Gold kaufen – Was das Aufgeld ist und warum es seit Jahren sinkt




Silber kaufen – stabile Spreads

Auch bei Silber bleiben die Handelsdaten ruhig:

  • Maple Leaf (neu): Ø 57,38 Euro, Aufgeld stabil um 35 Prozent. 
  • 1-kg-Silberbarren: Aufgeld marginal höher bei 29,30 Prozent.
    Die Spreads bewegen sich nur minimal.

Der Rückblick zur Vorwoche zeigt die jüngsten Trends bei Aufgeldern und Händlerpreisen noch einmal im Gesamtbild.

Gold kaufen am 21. November 2025: Preeise, Aufgeld, Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.
Preisdaten vom 21. November 2025: Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.

Einordnung

Die Zahlen sprechen für eine normale Nachfrage ohne Ausschläge. Einige Silberprodukte sind weiterhin nicht durchgehend verfügbar, was auch am Motivwechsel auf die Jahrgänge 2026 liegt. Das Angebot bleibt insgesamt jedoch solide – genaue Preisvergleiche lohnen sich trotzdem.

Mehr zum Thema: Gold kaufen – Überblick: Das sind faire Preise für Münzen und Barren

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Russland verkauft erstmals physisches Gold aus nationalen Reserven

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Russland verkauft laut russischen Medien erstmals physisches Gold zur Budgetstützung. Die Verkäufe sollen Rubel und Reserven stabilisieren.

Russlands Zentralbank hat laut russischen Medien erstmals begonnen, physisches Gold aus ihren Reserven zu verkaufen. Die Verkäufe erfolgten demnach im Rahmen von Finanzministerium-Operationen zur Finanzierung des Staatshaushalts. Die Goldbestände des Nationalen Wohlstandsfonds (NWF) seien seit Kriegsbeginn von 405,7 auf 173,1 Tonnen gesunken. Ökonomen sehen in den Goldverkäufen eine Möglichkeit, den Rubel zu stützen und die Abhängigkeit von Yuan-Reserven zu reduzieren. Die offizielle Goldreserven Russlands gingen im Oktober nur um 100.000 Unzen zurück auf 74,8 Millionen Unzen im Wert von knapp 300 Milliarden US-Dollar. 

Goldreporter-Kommentar: Meldungen über große nationale Goldverkäufe könnten zu Verunsicherung in einem gerade volatilen Markt beitragen. Zu jedem Verkäufer gehört allerdings auch ein Käufer. Auch deshalb ist ein unmittelbarer Effekt auf den Goldpreis unwahrscheinlich.

Mehr dazu: Goldreserven weltweit: Aktuelle Zahlen, Länder-Ranking und Entwicklungen

Warum die Zinswende den Markt zerreißt – und Gold zur neuen Leitwährung macht

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Gold wird nicht länger nur Bollwerk – es entwickelt sich zur Reserve-Währung, während Staaten unter Schuldenlast und Zinsdilemma ächzen.

Goldbarren vor einer Anzeigetafel mit verstreutem Papiergeld – Symbol für Marktstress, Zinswende und die Rolle von Gold.
Goldbarren liegen vor einer Tafel mit Finanzdaten: Das Motiv steht für die Spannungen im globalen Geldsystem und die wachsende Bedeutung von Gold als Stabilitätsanker.

Märkte schwanken, Schulden steigen, Inflation bleibt. Die Notenbanken stehen im Dilemma – und Gold steigt in die Rolle einer globalen Leitwährung.

Die Finanzmärkte kämpfen mit einer historisch seltenen Kombination: schwacher Konjunktur, hartnäckiger Inflationsgefahr und Schuldenständen, die das alte geldpolitische Handwerkszeug wirkungslos machen. Die Notenbanken sitzen zwischen allen Stühlen. Sie sollten die Wirtschaft stützen – können aber kaum senken, ohne eine neue Inflationswelle zu riskieren. Gleichzeitig brauchen die Staaten extrem niedrige Zinsen, um gigantische Defizite zu finanzieren.

Dabei zeigt sich ein Muster, das immer deutlicher wird: Gold rückt in eine Rolle, die über den klassischen „Sicheren Hafen“ hinausgeht. Es wird zur neutralen Reserve, zur Leitwährung im Schatten, zur finalen Vertrauenseinheit in einem System, das sich immer schneller entwertet.

Mehr zu den aktuellen Kursentwicklungen: Goldpreis aktuell

Zinswende im Schuldenzeitalter

Die hohe Inflation der vergangenen Jahre hat etwas Grundsätzliches verändert: Sie hat die strukturellen Schwächen des globalen Schuldensystems sichtbar gemacht. Die USA überschreiten die Marke von 38 Billionen Dollar Schulden. Europa kämpft mit ausufernden Haushalten. Japan konsolidiert gar nicht mehr. Und diese Staaten brauchen niedrige Zinsen wie die Luft zum Atmen.

Die Zinswende trifft damit auf ein Umfeld, das höhere Zinsen gar nicht verträgt. Die Folge ist politischer Druck: In den USA drängt die Regierung offen auf Lockerungen. Doch die Notenbanken wissen: Eine zu frühe Zinssenkung könnte die Inflation sofort neu entfachen.

Das ist das Dilemma:

  • zu hohe Zinsen → Rezession + Staatsfinanzierungsrisiken
  • zu niedrige Zinsen → neue Inflationswelle + Vertrauensverlust

Dieses Spannungsfeld zerreißt die Märkte – von Anleihen bis Kryptowährungen.

Entwertung des Geldes: Die schleichende Währungskrise

Während die offiziellen Inflationsraten sinken, verliert Geld weiter an Kaufkraft. Der Grund:
Inflation misst die Gegenwart, aber Geld wird durch Schulden entwertet, bevor es sichtbar wird.




Staaten finanzieren Wohlstand auf Pump. Notenbanken monetarisieren Defizite indirekt.
Und die öffentliche Debatte hat diese strukturelle Entwertung längst normalisiert.

Der hohe Goldpreis ist deshalb kein Zufallsprodukt. Er ist die sichtbarste Reaktion auf ein System, das permanent neue Kaufkraft schöpft, ohne realen Mehrwert zu schaffen.

Warum Gold zur Leitwährung wird

Gold steigt nicht nur, weil Anleger nervös sind – sondern weil das Vertrauen in die dauerhafte Werthaltigkeit von Währungen sinkt.

Gold ist:

  • neutral
  • nicht schuldenbasiert
  • global akzeptiert
  • nicht digital manipulierbar
  • nicht inflationsanfällig

Zentralbanken bestätigen den Trend

Zentralbanken kaufen so viel Gold wie seit 50 Jahren nicht mehr – vor allem aus:

  • China
  • Indien
  • Türkei
  • Polen
  • Aserbaidschan
  • Kasachstan
  • Brasilien

Diese Länder reduzieren sichtbar ihre Abhängigkeit vom US-Dollar. Die unter Goldreserven weltweit gesammelten Daten zu nationalen Goldkäufen dokumentieren dies. 

De-Dollarisierung ist keine Theorie mehr. Sie findet statt.

China setzte seine Goldkäufe fort, trotz Konjunkturschwäche. Der Yuan gewinnt international nur dort an Akzeptanz, wo Gold als Deckung im Hintergrund steht.

Märkte werden fragiler – Liquidität entscheidet alles

In diesem Umfeld entsteht ein zweiter Trend, der den Goldpreis ebenfalls stärkt: Die Märkte werden illiquider.

  • Tech- und KI-Aktien zeigen extreme Bewertungsrisiken
  • Anleihen verlieren trotz Zinssenkungserwartungen wieder an Wert
  • Kryptowährungen geraten bei Liquiditätsschocks sofort unter Druck

Wenn Liquidität entweicht, fällt zuerst alles – und der Goldpreis steigt später umso stärker.

Das erklärt die typischen Muster nach jedem Crash seit 2000 (Internetblase, Finanzkrise 2008, Corona).

Gold als finaler Wertanker

Langfristig entscheidet nicht die kurzfristige Handelsvolatilität, sondern das strukturelle Umfeld:

  • Schulden steigen exponentiell
  • Realzinsen bleiben instabil
  • Inflation droht wieder
  • Vertrauen in Staatsfinanzen sinkt
  • De-Globalisierung und geopolitische Konflikte zwingen Länder zur Absicherung

Gold wird zur Leitwährung, weil alles andere Vertrauen verliert.
Es ist der Wertmaßstab, an dem sich die Welt stillschweigend wieder orientiert – von Zentralbanken bis zu Privatanlegern.

Mehr dazu: Geldpolitik & Zinsen – Aktuelle Meldungen

Gold aktuell: Schwächer bei 4.036 USD – Märkte unter Druck am Freitag

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Der Goldpreis liegt bei 4.036 USD. Die Börsen erleben die schwächste Woche seit April – und belasten das Sentiment.

Gold aktuell – Schwacher Start bei 4.036 USD

Am Freitag um 8:30 Uhr notierte der Goldpreis 1 Prozent tiefer bei 4.036 USD bzw. 3.497 EUR. Dabei steuern die Aktienmärkte laut Bloomberg auf die schwächste Woche seit April zu. Außerdem drückt die technische Lage auf den Goldpreis, der sich der breiten Risikoaversion nicht entziehen kann.

Update, 15:45 Uhr – Goldpreis erholt sich mit Gesamtmarkt
Der Goldpreis dreht nach US-Börsenstart nach oben. Die volatile technische Gegenbewegung trägt ihn auf 4.065 USD / 3.532 EUR – ein kleines Minus von 0,2 Prozent. Die Nervosität bleibt hoch.

Rückblick – Marktpanik, aber stabiles Gold

Am Donnerstag schwankten die Aktienmärkte heftig. Dabei sorgten die starken Nvidia-Zahlen zunächst für Gewinne, bevor es am Nachmittag zum abrupten Abverkauf kam (Nasdaq -2,4 Prozent). Dagegen hielt sich Gold relativ stabil und schloss mit 4.077 USD bzw. 3.536 EUR nahezu unverändert. Gleichzeitig rutschte der CNN Greed & Fear Index auf maximalen Pessimissmus („Extreme Fear“).

Mehr zum Thema: Warum die Märkte nervös sind – und was das für den Goldpreis bedeutet

Ausblick – US-Daten im Fokus

Mittlerweile wird diskutiert, ob die Fed ihre Dezember-Sitzung verschieben könnte. Denn zunächst müssen die ausgefallenen amtlichen Konjunkturberichte nachgeliefert werden, was die Unsicherheit erhöht. Zudem erscheinen aktuelle CoT-Daten für Gold erst wieder im Januar.

Am Freitag äußern sich erneut mehrere Fed-Mitglieder (Barr, Jefferson, Collins, Logan). Außerdem stehen der S&P-Global-Index und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan auf dem Kalender.

Mehr: Livecharts & Tagesaktuelle News – Goldpreis aktuell

Gold wandert tonnenweise nach Frankreich – Schweizer Goldexporte im Fokus

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Die Schweiz leitet ihre Goldexporte zunehmend über Frankreich – ein stiller, aber massiver Effekt der US-Zollpolitik.

Schweizer Flugzeug bringt Gold nach Frankreich – große Goldtransfers im Fokus
Ein Schweizer Flugzeug über Paris – im Vordergrund Goldbarren. Das Bild visualisiert die Umleitung großer Ströme von Gold nach Frankreich – im Oktober waren es 36 Tonnen.

Die Schweiz lieferte im Oktober erneut enormes Gold nach Frankreich. Die Daten zeigen eine drastische Verschiebung globaler Ströme – ausgelöst durch neue US-Zölle.

Warum jetzt tonnenweise Gold nach Frankreich fließt

Im Oktober gingen 36 Tonnen Schweizer Gold nach Frankreich – mehr als in jedes andere Land. Schon im September waren 26,5 Tonnen dorthin geflossen. Das zeigen die neuen Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung.

Dabei legt vor allem ein Faktor das Muster offen: die US-Zollpolitik.

Trump hatte Schweizer Waren zunächst mit 39 Prozent Einfuhrsteuern belegt, inzwischen gelten 15 Prozent. Deshalb meideten Schweizer Exporteure offensichtlich den direkten US-Weg, in einer Phase wo unklar war, ob Gold von den Zöllen betroffen ist. Denn die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) hatte im August noch erklärt, die Strafzölle von 39 Prozent auf Schweizer Waren müssten auch auf Goldbarren geleistet werden. Dagegen hatten die USA Zölle für Gold aus EU-Staaten wie Frankreich ausgeschlossen – ein möglicher Ausweichpfad.

Warum ausgerechnet Frankreich?

Frankreich erscheint für die Schweiz die einzig geeignete Alternative, denn das Land verfügt über

  • große Tresorkapazitäten,
  • starke institutionelle Nachfrage,
  • ein etabliertes OTC-Clearing.

Außerdem liegt die Raffinerie Metalor nur wenige Kilometer hinter der Grenze. Logistisch ist das die perfekte Schiene für große Barrenmengen.

Passend dazu sind die direkten Goldlieferungen in die USA eingebrochen:
Von 4 Tonnen im September auf nur noch 345 Kilo im Oktober. Von Januar bis September waren es noch 513 Tonnen.

Top-20 Goldimporte der Schweiz im Oktober 2025 mit Mengen, Werten und Veränderungen
Die Tabelle zeigt die wichtigsten Herkunftsländer für Goldimporte der Schweiz im Oktober 2025. Dominierend sind die USA, gefolgt von Großbritannien und den Emiraten.
Top-20 Goldexporte der Schweiz im Oktober 2025 mit Mengen, Werten und Veränderungen
Die Tabelle zeigt die wichtigsten Zielländer für Schweizer Goldexporte im Oktober 2025. Frankreich führt deutlich vor Indien, Thailand und der Türkei.

Schweizer Gesamtstrom im Oktober

Insgesamt exportierte die Schweiz 128 Tonnen Gold im Wert von 13 Mrd. CHF – rund doppelt so viel wie vor einem Jahr und leicht mehr als im September. Dabei waren die größte Empfänger nach Frankreich:

  • Indien: 25,8 t
  • Thailand: 13,8 t
  • Türkei: 11 t
  • Großbritannien: 8,7 t

Hohe Goldimporte in die Schweiz

Umgekehrt flossen 210 Tonnen Gold im Wert von 15,5 Mrd. CHF in die Schweiz – ein Plus von 18 Prozent YoY und +170 Prozent MoM.

Wichtigste Herkunftsländer:

  • USA: 76,9 t
  • Großbritannien: 13 t
  • VAR: 10 t
  • Kanada: 10 t
  • Deutschland: 9,6 t

Die US-Ströme deuten auf massive Transfers von COMEX-100-Unzen-Barren hin, die in der Schweiz für den London-Markt zu 400-Unzen-Good-Delivery-Barren umgeschmolzen werden. Genau diese Umlenkung spiegelt die Sorge vor US-Zöllen in London wider.

Warum das wichtig ist

Schweizer Raffinerien decken bis zu zwei Drittel der weltweiten Feingoldnachfrage. Deshalb  liefern die Daten zeitnahe Einblicke in globale Goldtransfers, institutionelle Nachfrage und geopolitisch motivierte Umwege.

Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

Goldpreis rutscht ab – ETF-Investoren sortieren ihre Positionen neu

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Der Goldpreis steht unter Druck. Zinssenkungshoffnungen schwinden, Risikoappetit steigt – die ETF-Daten zeigen ein unruhiges Bild.

Goldpreis gibt nach – ETF-Flüsse senden gemischte Signale

Der Goldpreis bleibt schwankungsanfällig. Trotz eines beeindruckenden Plus von gut 50 Prozent seit Jahresbeginn drücken aktuell zwei Faktoren: sinkende Erwartungen an eine US-Zinssenkung im Dezember und eine höhere Risikoneigung nach den starken Nvidia-Zahlen. Das prägt den Markt spürbar.

Am Mittwochabend schloss Gold im US-Futures-Handel bei 4.086 USD bzw. 3.541 EUR. Gegenüber der Vorwoche bedeutet das ein Minus von 2,8 Prozent (USD) und 2,3 Prozent (EUR). Silber gab mit 3,5 Prozent bzw. 3 Prozent sogar stärker nach und notierte bei 51,45 USD bzw. 44,59 EUR.

Mehr dazu: Tagesaktuelle Kursentwicklung unter Goldpreis aktuell 

Symbolbild für Marktspannung und Goldpreis-Entwicklung
Das Motiv spiegelt die Lage großer Marktteilnehmer wider: Investoren sitzen auf hohen Goldbeständen, reagieren aber sensibel auf Fed-Signale und widersprüchliche Zuflüsse bei GLD und SLV.

GLD: Kapitalströme und Bestände laufen auseinander

Beim größten Gold-ETF SPDR Gold Shares (GLD) zeigt sich ein ungewöhnliches Muster: mehrere Zuflusstage, aber trotzdem Nettoabflüsse. Vom 13. bis 19. November gab es starke Abgänge am 14. und 17. November, während 13. und 19. November leichte Zuflüsse brachten. Unter dem Strich ergibt sich ein Nettoabfluss von rund 35 Mio. USD – ein Zeichen für vorsichtige, aber keineswegs apathische Anleger.

Parallel dazu stieg das physische Inventar leicht an. Laut Betreiber sank der Bestand zwar rechnerisch um 2,92 Tonnen auf 1.043,72 Tonnen, doch T+2-Abwicklung und Bewertungszeitpunkte führen zu leichten Verschiebungen in den Tagesangaben. Ein GLD-Anteilsschein steht weiterhin für 0,1 Feinunze Gold.

Mehr dazu: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert

GLD-Kapitalflüsse vom 13. bis 19. November 2025 mit kumulativer Entwicklung
Die Grafik zeigt die täglichen Kapitalflüsse im SPDR Gold Shares vom 13. bis 19. November 2025. Per saldo ergaben sich Nettoabflüsse von rund 35 Millionen US-Dollar.




Gold- und Silberbestände GLD und SLV per 19. November 2025 und Veränderung gegenüber Vorwoche.
Gold- und Silberbestände GLD und SLV per 19. November 2025 und Veränderung gegenüber Vorwoche.

SLV: Silber-ETF mit kräftigen Zuflüssen

Kontrastprogramm beim iShares Silber Trust (SLV): Das Inventar legte um stattliche 138,25 Tonnen zu und erreichte mit 15.226,88 Tonnen den höchsten Stand seit dem 22. Oktober. Der Kapitalzufluss von rund 218 Mio. USD zeigt, dass Investoren Silber derzeit als taktische Beimischung nutzen. Ein SLV-Anteil spiegelt weiterhin eine Feinunze Silber wider.

Jahresbilanz: Beide ETFs mit massiven Zuwächsen

Seit Jahresbeginn verstärken institutionelle wie auch private Anleger ihre Engagements:

  • GLD: +171 Tonnen, +19 Mrd. USD Kapitalzuflüsse
  • SLV: +850 Tonnen, +1,2 Mrd. USD Kapitalzuflüsse

Diese Größenordnungen unterstreichen die strukturell hohe Nachfrage nach Edelmetallen.

Bedeutung für den Goldpreis

ETF-Bestände gelten als gut sichtbarer Stimmungskompass. Zuflüsse deuten Vertrauen in den Goldmarkt an, Abflüsse dagegen oft Liquiditätsbedarf in anderen Anlageklassen. Für die unmittelbare Preisbildung bleibt aber der Terminmarkt dominierend. ETFs reagieren meist etwas später auf Trendwechsel und spiegeln damit eher die Einschätzung mittelgroßer bis großer Marktteilnehmer.

Passend dazu: Nachrichten und Analysen zur internationalen Goldmarkt-Entwicklung

Gold aktuell: Schwächer bei 4.065 USD – Märkte warten auf US-Daten am Donnerstag

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Der Goldpreis fällt am Donnerstag auf 4.065 USD. Neue US-Daten und sinkende Zinssenkungserwartungen prägen die Stimmung am Markt.

Gold aktuell – Schwacher Start bei 4.060 USD

Am Donnerstag fiel der Goldpreis um 0,4 Prozent auf 4.065 USD bzw. 3.530 EUR. Trotz des schwächeren Starts liegen die Jahresgewinne weiter deutlich im Plus: 55 Prozent in den USA und 41 Prozent in Euro. Zugleich ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Dezember auf unter 30 Prozent gefallen – ein negativer Faktor für Gold.

Update, 23:15 Uhr – Goldpreis stabilisiert sich trotz Markteinbruch: 
Gold hielt sich am Abend überraschend stabil bei 4.077 USD / 3.526 EUR. Während Aktien- und Kryptomärkte unter erheblichem Verkaufsdruck standen, verteidigte das Edelmetall sein Niveau bis zum Schlusskurs und blieb damit auf Vortageslinie.

Rückblick – Dollar stärker, Gewinne begrenzt

Am Mittwoch gab Gold einen Teil seiner frühen Erholung wieder ab, nachdem der Dollar anzog und die Zinssenkungserwartungen zurückgingen. Die Fed Minutes bestätigten diese Stimmung (Keine Zinssenkung im Dezember? – via Goldreporter). Gold schloss bei 4.077 USD bzw. 3.634 EUR. Nvidia übertraf die Erwartungen und sorgte nachbörslich für Unterstützung am US-Aktienmarkt.

Ausblick – US-Daten im Fokus

Dabei richten sich die Blicke heute auf frische US-Arbeitsmarktzahlen und den Philly-Fed-Index. Deshalb könnte der Handel im Tagesverlauf volatiler werden – abhängig davon, wie stark oder schwach die Daten ausfallen. Zudem müssen die Märkte die starken Nvidia-Zahlen einordnen.

Mehr: Goldpreis aktuell – Echtzeitchart & kursrelevante Nachrichten

Keine Zinssenkung im Dezember? Fed-Protokoll zeigt tiefe Spaltung über weitere Schritte

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Das neue Fed-Protokoll zeigt große Uneinigkeit über weitere Zinssenkungen. Investoren reduzieren Wetten auf einen Dezember-Cut.

Das neue Protokoll der Fed-Sitzung vom 28./29. Oktober zeigt eine ungewöhnlich tiefe Spaltung im Offenmarktausschuss. Zwar setzte die Fed die Zinsen mit 10:2 Stimmen um 25 Basispunkte herab, doch viele Mitglieder warnten davor, durch weitere Schritte das Inflationsziel von zwei Prozent zu gefährden. Wegen fehlender Daten infolge des US-Government-Shutdowns wächst intern die Unsicherheit. Anleger sehen inzwischen nur noch eine geringe Chance für einen Dezember-Cut. Die FedWatch-Wahrscheinlichkeit ist auf 30 Prozent gefallen.

Goldreporter-Kommentar: Der Protokoll-Inhalt ist kein gutes Signale an die Märkte. Unsicherheit trifft auf Unsicherheit. Das dürfte die Volatilität bis zur Entscheidung weiter hochhalten. Der Goldpreis gab zwischenzeitliche Tagesgewinne ab, der US-Dollar legte zu.

Mehr dazu: Die aktuellen Entwicklungen in der Geldpolitik & Zinsen-Analyse.

Anonymität von Gold und Bargeld: Was Sie jetzt wissen müssen

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Die Anonymität von Gold und Bargeld wankt – moderne Seriennummern-Scanner machen jeden Schritt potenziell nachvollziehbar.

Lupe prüft 100-Euro-Schein neben Goldbarren – Anonymität von Bargeld und Gold
Die zunehmende Erfassung von Bargeld-Seriennummern und die Kennzeichnung von Goldbarren werfen neue Fragen zur Anonymität im Edelmetallhandel auf.

Neue Seriennummern-Tracking-Systeme verändern die Anonymität von Bargeld und Gold. Was heute noch anonym bleibt – und wo Grenzen entstehen.

Bargeld: Nicht mehr so anonym wie früher

Lange galt Bargeld als de facto nicht nachverfolgbar. Doch moderne Systeme zeigen, dass diese Annahme wankt.

Seriennummern-Tracking in Automaten

Wie Goldreporter kürzlich berichtete, setzen Ermittlungsbehörden verstärkt auf Seriennummern-Erfassung in Bargeldautomaten. Viele Automaten – insbesondere in Tankstellen, Einkaufszentren und Finanzdienstleistungsfilialen – scannen heute automatisch die Seriennummern eingezahlter oder ausgezahlter Banknoten.
Diese Daten können:

  • zeitgenau einer Transaktion zugeordnet,
  • von Behörden ausgewertet,
  • und zur Nachverfolgung von Bargeldbewegungen genutzt werden.

Damit ist Bargeld in großen Teilen technisch identifizierbar, obwohl der Bürger üblicherweise annimmt, er sei anonym unterwegs.

Schieferstein: Verknüpfung von Automaten-Logfiles mit Händlern möglich

Für viele Anleger war die Anonymität von Gold lange ein zentraler Grund, physische Edelmetalle zu bevorzugen.

In einem vielbeachteten Video weist Tim Schieferstein (SOLIT) darauf hin, dass theoretisch Verknüpfungen zwischen:

  • Bargeldauszahlungen aus Automaten
  • Bargeldeinzahlungen bei Goldhändlern

hergestellt werden könnten, sofern die Daten verfügbar sind.

Er gilt als deutlicher Gegner solcher systematischen Seriennummern-Erhebungen und warnt davor, dass solche Datenketten Rückschlüsse auf den Kauf von Edelmetallen zulassen könnten – obwohl dies nie der Sinn von Bargeld sein sollte.

Das Video ist unten im Artikel verlinkt.

Anonymität von Gold – diese Grenzen gelten in Deutschland

Wichtigste Regel: Anonymes Tafelgeschäft bis 2.000 Euro pro Person.

Mehr dazu in unserem Hintergrundartikel: Gold anonym kaufen 2025: Strenge Regeln in Deutschland – Unterschiede zu Österreich und Schweiz

Das bedeutet:

Bis zu dieser Grenze muss der Händler keine Identität erfassen, keine Ausweisdaten notieren und keine Meldung wegen Geldwäsche anstoßen.

Spezialfall Reisebank

Bei der Reisebank gelten in der Praxis 2.500 Euro. Mehr dazu in unserem Interview: Wie die Reisebank Gold anonym verkauft. Bis 15.000 Euro werden zwar keine Personalien verlangt, aber ein Herkunftsnachweis für das Geld. Und der wird erfahrungsgemäß gespeichert. Generell gilt:

Über 2.000 Euro

  • Ab 2.000 Euro greifen die Pflichten des Geldwäschegesetzes:
  • Erfassung der Personalausweisdaten
  • Dokumentation des Vorgangs
  • Aufbewahrung der Unterlagen
  • Herausgabe an Behörden (nur) auf Anfrage

Diese Prozesse sind in Deutschland klar reguliert – und im Schieferstein-Video wird detailliert erklärt, wie Händler mit diesen Daten umgehen dürfen und was sie nicht tun dürfen.

Goldbarren: Seriennummern – aber ohne Zuordnung

Goldbarren tragen in aller Regel eine eindeutige Seriennummer. Diese ermöglicht:

  • Herkunftsnachweis
  • Chargenrückverfolgung
  • Echtheitsnachweis

Theoretisch wäre damit auch eine personenbezogene Zuordnung möglich – aber:

Seriöse Händler erfassen die Seriennummern nicht kundenbezogen.

Beispiel: Händler wie GoldSilberShop erklären offen, dass sie bei Barrenverkäufen keinerlei Zuordnung zwischen Barren-Seriennummer und Kunde speichern. Damit ist ein Barren zwar physisch identifizierbar – aber nicht wem er verkauft wurde.

Goldmünzen: Keine Seriennummern

Goldmünzen sind:

  • fungibel (gleichwertig, austauschbar)
  • nicht nummeriert
  • dadurch praktisch nicht nachverfolgbar

Wer maximale Anonymität möchte, greift praktisch immer zu Goldmünzen – sie sind fungibel und nicht individuell identifizierbar.

LBMA und „Responsible Sourcing“: Herkunftsnachweise werden global wichtiger

Parallel zu nationalen Regulierungen will die LBMA (London Bullion Market Association) verstärkt sicherstellen, dass Minengold:

  • aus legalen Quellen stammt,
  • keine Konflikte finanziert,
  • keine Menschenrechtsverletzungen trägt.

Dieses Programm (das LBMA-Chefin Ruth Crowell im Goldreporter-Interview erläutert) sollen die Herkunft des Edelmetalls zweifelsfrei machen. Das ist kein Kunden-Tracking – aber es schafft ein immer detaillierteres globales Herkunftssystem für Gold.

Digitale Zukunft: Tokenisierung, Echtzeit-Tracking, sichere Lagerhaltung

Neue Technologien könnten langfristig auch die Anonymität von Gold teilweise einschränken, wenn digitale Identifikationssysteme weiter ausgebaut werden.

Mehrere Projekte arbeiten daran, Gold digital abzubilden – mittels:

  • Tokenisierung (Blockchain)
  • digitaler Eigentumsnachweise
  • Fälschungssicherungen per Mikrogravur oder Laserstruktur
  • zertifizierten Lagerstellen

Diese Verfahren könnten in Zukunft:

  • Besitzrechte sekundengenau dokumentieren
  • Echtheit maschinenlesbar machen
  • Transaktionen digital absichern

Digitale Gold-Token wie in Pilotprojekten von Banken und Verwahrstellen zeigen, wohin die Reise geht: Eigentumsnachweise werden in Zukunft oft digitalisiert – allerdings immer zulasten der völligen Anonymität.

Mehr dazu: Digitaler Fingerabdruck für Gold: „Mehr Vertrauen und Transparenz“

Wie Händler mit Kundendaten umgehen – Schieferstein erklärt’s

Am Ende bleibt die Frage vieler Käufer:

Was passiert eigentlich mit den Personalausweisdaten ab 2.000 Euro?

Im verlinkten Video erklärt Schieferstein:

  • was Händler aufbewahren müssen
  • was sie nicht dürfen
  • wann Behörden Zugriff erhalten
  • warum er Seriennummern-Erfassungen kritisch sieht

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Weitere Informationen

Für Anleger bleibt entscheidend: Gold kann weiterhin anonym gekauft werden – aber nur innerhalb klar gesetzter Grenzen. Wer diese versteht, kann sich maximale Privatsphäre bewahren.

Mehr zum Thema: Gold kaufen – Wie man sicher und günstig Edelmetall erwirbt

Goldpreis-Charttechnik: Trend hält – Dreieck vor möglichem Ausbruch

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Der Goldpreis steckt im Dreieck – der nächste Impuls entscheidet über Ausbruch oder Rücksetzer.

Goldpreis-Charttechnik, Darstellung per 18. November 2025
Goldchart in US-Dollar; Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse vom 18. November 2025, 6-Monats-Betrachtung.

Der Goldpreis zeigt nach der Oktober-Konsolidierung wieder Aufwärtstendenz. Entscheidende technische Marken und ein aktives Dreieck bestimmen das Bild.

Goldpreis über 4.000 USD – Trend stabilisiert sich

Zuletzt bewegte sich Gold mehrfach zwischen 4.000 und 4.100 US-Dollar. Um 3.930 USD hatte sich vergangene Woche eine kurzfristige Stabilisierung gezeigt. Am Dienstagabend schloss der US-Futures-Kontrakt bei 4.071 USD (3.515 EUR). Damit lag er rund 1,4 Prozent unter dem Wert der Vorwoche und die kurzfristige Dynamik hat etwas nachgelassen.

Die Spotpreise finden Sie wie gewohnt unter Goldpreis aktuell. Die Analyse bezieht sich auf die US-Futures.

Charttechnik: Aufwärtstrend hält – Dreieck im Aufbau

Der Doppelboden Anfang November wurde zum Ausgangspunkt eines schnellen Anlaufs bis 4.200 USD. Nach dem Rücksetzer behauptete die Zone um 4.050 USD ihre Bedeutung. Im Vier-Wochen-Fenster verläuft der Trend weiterhin nach oben. Entscheidende Unterstützungen bleiben 4.000 und 3.930 USD. Auf der Oberseite stehen 4.100, 4.150 und 4.200 USD als Widerstände im Fokus.

Parallel formt sich eine Dreiecksstruktur zwischen dem Rekordhoch und der Zone des Doppelbodens – ein Hinweis darauf, dass der Markt auf neue Impulse wartet.

Sentiment neutral – RSI zeigt ausgeglichene Lage

Der Abstand zum Allzeithoch von 4.357 USD beträgt aktuell 6,5 Prozent. Mit einem RSI von 52 zeigt sich keine Überhitzung. Auch der Abstand zu den gleitenden Durchschnitten hat sich normalisiert: plus 19 Prozent zur 200-Tage-Linie, plus 2,9 Prozent zum 50-Tage-Schnitt.

Euro-Gold: Trend bestätigt – nächste Hürden klar

Auch im Euro-Chart bleibt der kurzfristige Trend intakt. Wichtige Widerstände liegen bei 3.530 und 3.620 EUR, das Rekordhoch bei 3.742 EUR. Dagegen finden sich Unterstützungen bei 3.480 und 3.440 EUR. Ein RSI von 53 unterstreicht, dass der Markt weder überkauft noch überlastet ist.

Goldpreis in Euro, 6 Monate: Charttechnik-Betrachtung per 18. November 2025
Goldpreis in Euro, US-Futures, 6 Monate, Schlusskurse per 18. November 2025.

Fazit – Stabiler Trend mit Zündschnur

Der Aufwärtstrend seit Mitte Oktober bleibt bestehen, allerdings unter hohen Schwankungen. Das Marktbild spricht eher für eine Fortsetzung der Seitwärtsphase, bis die US-Geldpolitik den Takt vorgibt. Die Fed-Sitzung im Dezember bleibt der zentrale Faktor. Sie könnte eine Jahresendrally auslösen – oder die Dreiecksformation nach unten auflösen.

Mehr technische Hintergründe finden Sie in unserer Übersicht: Goldpreis-Charttechnik – Übersicht der Analysen.

Goldpreis aktuell: Erholt bei 4.088 USD – Fed-Minutes im Fokus am Mittwoch

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Der Goldpreis erholt sich auf 4.088 USD. Heute richten sich die Blicke auf das Fed-Protokoll, US-Handelsdaten und die Nvidia-Zahlen.

Gold heute – Stabiler Start nahe 4.100 USD

Der Goldpreis startete am Mittwoch 0,5 Prozent höher bei 4.088 USD / 3.528 EUR. Damit verkürzte Gold den Abstand zum Oktober-Rekordhoch auf rund 6 Prozent. Die Aktien-Futures zeigten sich am Morgen neutral.

Rückblick – Rebound am Dienstag

Am Dienstag machte Gold einen Teil der Intraday-Verluste wett und schloss 0,6 Prozent höher bei 4.067 USD. Dabei sank die erwartete Wahrscheinlichkeit für eine US-Zinssenkung im Dezember auf unter 50 Prozent. Die Marktstimmung blieb dennoch vorsichtig.

Mehr zum Thema: Warum die Märkte nervös sind – und was das für den Goldpreis bedeutet

Ausblick – Wie zerfleddert ist die Fed?

Die Fed-Minutes sollen am Abend zeigen, wie groß die Meinungsunterschiede im Offenmarktausschuss bei der Frage möglicher Zinssenkungen sind. Außerdem liefern die US-Handelsbilanz für August und die mit Spannung erwarteten Nvidia-Zahlen zusätzliche Impulse für Gold und Dollar.

Mehr: Goldpreis heute – Livecharts & Aktuelle News

Märkte wanken: Fed ringt um Kurs der Zinspolitik

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Die Fed bleibt tief gespalten: Uneinheitliche US-Daten und harte Inflationsrisiken erschweren eine klare Zinsperspektive im Dezember.

Die Märkte wanken und die US-Notenbank steht vor einem schwierigen Dezember-Treffen: Trotz wieder einlaufender Regierungsdaten bleibt die Fed bei der Frage einer weiteren Zinssenkung tief gespalten. Einige Gouverneure sehen angesichts schwacher Arbeitsmarktsignale Raum für Lockerungen, während mehrere Regionalbankchefs vor anhaltender Inflation warnen. Fed-Chef Jerome Powell deutet an, dass ein Dezember-Schritt keineswegs sicher sei. Verzögerte Konjunkturdaten erhöhen die Unsicherheit zusätzlich.

Mehr dazu: Goldpreis & Geldpolitik– Huntergrund und Analysen 

Goldreporter-Kommentar: Die Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen US-Geldpolitik spiegeln sich auch in der aktuellen Marktentwicklung wider – volatiler Goldpreis inklusive. Gemäß FedWatch-Tool liegt die Chance für eine Dezember-Senkung derzeit bei 50 Prozent.

Mehr dazu: Fed-Debatte über Zinsschritte – via Reuters

Goldpreis im 4.000-Dollar-Strudel – Breite Marktschwäche belastet

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Der Goldpreis bewegt über der Schwelle von 4.000 US-Dollar. Aktienmarkt-Schwäche, steigende Renditen und geldpolitische Unsicherheiten prägen den Markt. 

Goldpreis ringt mit 4.000 USD

Der Goldpreis befindet sich weiterhin im Sog der 4.000-Dollar-Marke. Dabei wurden technische Unterstützungen bei Gold wiederholt getestet. Am Dienstag um 15 Uhr notierte Gold am Spotmarkt bei 4.068 US-Dollar pro Unze, was 3.507 Euro entsprach. Damit verlor das Edelmetall gegenüber der Vorwoche 1,5 Prozent, notierte aber 0,5 Prozent über Vortag. 

Mehr zum Thema: Warum die Märkte nervös sind – und was das für den Goldpreis bedeutet

Der Goldpreis bewegt über der Schwelle von 4.000 US-Dollar. Aktienmarkt-Schwäche, steigende Renditen und geldpolitische Unsicherheiten prägen den Markt. 
Aktien, Anleihen und Bitcoin unter Druck. Der Goldpreis hielt sich am Dienstag über 4.000 US-Dollar, aber die Volatilität ist hoch.

Auch die Anleihenmärkte unter Druck 

Auch an den Anleihenmärkten sind die Kurse gefallen, was gleichbedeutend mit steigenden Renditen ist. Die jüngsten Kursentwicklung ist geprägt von folgenden Parametern:

  • einer breiten Kursschwäche an den Finanzmärkten
  • Gewinnmitnahmen bei Aktien, Kryptowährungen, Momentumwerten
  • sinkende Erwartungen an weitere Zinssenkungen in den USA
  • Spannung angesichts der Wiederaufnahme der amtlichen US-Wirtschaftsberichte

In diesem Umfeld rentieren 10-jährige US-Staatsanleihen mit 4,11 Prozent. In unserer wöchentlichen Berichterstattung entspricht dies dem höchsten Wert seit Anfang Oktober. Auch die Marktzinsen im Euroraum zogen an, bei 2,69 Prozent für deutsche Papiere.

Anleiherenditen in den USA und Europa in der Übersicht am 18. November 2025
Steigende Anleiherenditen in den USA und Europa: Übersicht der Marktzinsen am 18. November 2025 (Quelle: Trading Economics)

Wie geht es weiter?

Nach und nach erscheinen in den USA wieder aktuelle Konjunkturberichte – auch ältere, die aufgrund des US-Shutdowns zurückgehalten wurden. Sie werden entscheidenden Einfluss auf die kurzfristigen Zinserwartungen haben und damit auch den Goldpreis tangieren. 

Tagesaktuelle News & Charts unter Goldpreis aktuell

Gold und Zinspapiere in Konkurrenz

Gold und Anleihen konkurrieren als defensive Anlageformen um Investorengeld. Wenn Renditen steigen, gewinnen Staatsanleihen gegenüber Edelmetall an Attraktivität. Dagegen profitiert der Goldpreis stärker bei steigenden Inflationsrisiken. Deshalb kann sich die Logik in Krisenzeiten zeitweise umkehren.

Mehr dazu: Geldpolitik & Zinsen und deren Einfluss auf den Goldpreis

Warum die Märkte nervös sind – und was das für den Goldpreis bedeutet

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Die Märkte kämpfen mit Liquidität, Schulden und steigender Nervosität – ein gefährlicher Mix, der neue Risiken offenlegt. 

Goldpreis unter Druck, Hand greift nach Goldbarren – Symbol für Vermögensschutz in unsicheren Finanzmärkten
Hand auf Goldbarren – Gold gilt in Phasen von Marktstress und Schuldenanstieg als stabiler Wertanker. Für den Goldpreis ist diese Mischung aus Liquidität, Risikoaversion und Schuldenlawine historisch ein verlässlicher Treiber.

Goldpreis im Marktumfeld: Warum Liquidität jetzt der Schlüssel ist

Der Goldpreis bleibt nach dem Oktober-Rekord unter Druck. Die Märkte erleben eine Verkaufswelle – ausgelöst durch Liquiditätsdruck und neue Zinsrisiken.

Der Goldpreis bleibt nach dem Rekordhoch im Oktober in einer Konsolidierungsphase. Doch der Rückgang betrifft nicht nur Edelmetalle. Auch Aktien und Kryptowährungen geraten unter Druck. Dabei fällt auf, dass die meisten Vermögenswerte zuvor stark gestiegen waren. Außerdem gilt erhöhte Volatilität oft als früher Hinweis auf Stress im Finanzsystem.

Mehr: Aktuellen Goldpreis und Marktimpulse ansehen

Überhitzte Bewertungen treffen auf schwache Fundamentaldaten

Vor allem bei Tech- und KI-Werten gibt es seit Monaten Zweifel an den hohen Bewertungen und am realistischen Wachstumspotenzial. Trotzdem hielt genau dieser Sektor die Aktienmärkte lange auf hohem Niveau. Dabei sendeten Konjunktur und Arbeitsmarkt bereits klare Schwächesignale.

Gleichzeitig rechnen viele Anleger weiter mit einer US-Zinssenkung im Dezember. Doch die Erwartungen schwanken, und schon die abwartende Haltung der Europäischen Zentralbank zeigt ein grundlegendes Problem: Die Inflationsrisiken sind nicht verschwunden.

Die Notenbanken sitzen im Dilemma

Die Lage ist komplex. Einerseits bräuchte die Wirtschaft neue Impulse. Andererseits bleibt das Inflationspotenzial hoch. Die US-Regierung erhöht zusätzlich den politischen Druck auf die Federal Reserve. Doch die Spielräume sind begrenzt, denn die Schuldenlast steigt schneller als die Wirtschaft.

Die USA überschritten im Oktober die Marke von 38 Billionen US-Dollar. Und weltweit wächst die Abhängigkeit von einer permanenten Defizitfinanzierung. Dieser Trend bindet die Notenbanken und erhöht das Risiko neuer Preiswellen.

Die USA sitzen auf Rekordschulden von 38 Billionen US-Dollar. Das resultiert in einer Zinslast von mehr als 1 Billion US-Dollar pro Jahr, wie die Grafik zeigt (Quelle: Federal Reserve Bank of St. Louis).

Warum Anleger plötzlich verkaufen

Die Verkaufswelle der vergangenen Tage zeigt ein bekanntes Muster. Sobald sich die Marktunsicherheit erhöht, nehmen Investoren Gewinne mit. Das betrifft vor allem die Segmente, die lange von massiver Liquidität, Optimismus und Momentum getragen wurden.

Besonders der KI-Bereich steht im Fokus. Doch auch Kryptos und Anleihen geraten unter Druck. Dabei baut der Markt Übertreibungen ab, ohne dass es bisher klare Auslöser gab.

Schuldenflut und Liquiditätshausse als strukturelle Treiber

Die enorme Schuldenexpansion hat nicht nur Risiken geschaffen. Sie führte auch zu einem starken Wachstum der Finanzvermögen. In einem kreditbasierten Geldsystem entstehen Vermögenswerte immer im Gleichschritt mit neuen Schulden.

Das erklärt, warum die hohen Aktienkurse seit Jahren oft wenig mit der Realwirtschaft zu tun haben. Es ist zu großen Teilen eine liquiditätsgetriebene Hausse – verstärkt durch Tech-Fantasien, enorme Staatsausgaben und einen anhaltenden Boom im Rüstungssektor.

Warum der Goldpreis langfristig profitiert

Aus dieser strukturellen Dynamik ergibt sich ein klarer langfristiger Trend: Die schleichende Abwertung der Währungen erhöht den relativen Wert von Gold. Der Goldpeis steigt. Kurzfristige Rücksetzer gehören dabei zu jeder Hausse. Doch in Phasen erhöhter Unsicherheit, in denen Anleger dringend Liquidität benötigen, wird oft alles verkauft – auch Edelmetalle.

Langfristig bleibt Gold jedoch jener stabile Anker, der nicht beliebig vermehrt werden kann. Und genau das wird wichtiger, je stärker das Finanzsystem von Schulden und politischem Druck abhängig wird.

Oder anders gesagt: Wenn Gold seinen wahren Wert offenbart, spielt der Einstiegskurs kaum eine Rolle. Entscheidend ist, es überhaupt zu besitzen.

Mehr zu den Goldpreis-Aussichten: Charttechnik: Diese Marken sind jetzt entscheidend

Goldpreis aktuell – Kurs fällt, 4.000-Dollar-Marke in Gefahr am Dienstag

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Der Goldpreis rutschte am Dienstag auf 4.010 USD. Schwache Aktienmärkte und neue US-Daten verstärken das Risiko eines Tests der 4.000-Dollar-Marke.

Gold aktuell – 4.000-USD-Marke in Gefahr

Der Goldpreis startete am Dienstagmorgen schwächer in den Handel. Um 8:15 Uhr notierte die Feinunze bei 4.010 USD bzw. 3.457 EUR – rund 1 Prozent unter Vortag. Außerdem rutschten die Aktienmärkte weiter ab (DAX -1,7 Prozent) und auch Bitcoin fiel unter die Marke von 90.000 USD. Damit steigt das Risiko, dass Gold die psychologisch wichtige 4.000-Dollar-Marke testet.

Rückblick – Schwacher Wochenstart

Am Montag gab Gold deutlicher nach und schloss bei 4.045 USD bzw. 3.490 EUR. Dabei belasteten erneut sinkende Zinssenkungserwartungen in den USA sowie eine breite Marktabschwächung. Außerdem fiel der China-Goldaufschlag weiter zurück – ein Signal für geringere lokale Nachfrage.

Ausblick – US-Daten werden nachgereicht

Neben den aktuellen ADP-Arbeitsmarktdaten werden heute mehrere verzögerte US-Indikatoren veröffentlicht, darunter die Auftragseingänge für August. Beobachter achten darauf, ob die neuen Zahlen die zuletzt nervösen Märkte weiter unter Druck setzen.

Mehr: Goldpreis aktuell – Direkt zu Charts & Live-Daten

US-Industrie zieht an: Empire-State-Index springt auf 18,7 Punkte

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Der Empire-State-Index sprang im November auf 18,7 Punkte und signalisiert eine deutliche Erholung der US-Industrie. Zinssenkung in Gefahr?

Der Empire State Manufacturing Index ist im November deutlich auf 18,7 Punkte gestiegen – den höchsten Wert seit einem Jahr. Neue Aufträge und Auslieferungen zogen spürbar an, während sich auch der Arbeitsmarkt leicht verbesserte. Zwar blieben Preissteigerungen hoch, sie verlangsamten sich jedoch etwas. Lieferzeiten verlängerten sich moderat und die Lagerbestände wuchsen. Trotz der aktuellen Erholung sank der Ausblick der Unternehmen auf 19,1 Punkte. 

Wie reagiert Gold? Zum Live-Ticker rund um den Goldpreis

Goldreporter-Kommentar: Die robuste US-Industrie könnte Zinssenkungserwartungen dämpfen. Dabei dürfte ein festeres Zinsumfeld tendenziell Gegenwind für den Goldpreis bedeuten – zumindest kurzfristig. Die Fed-Watch-Wahrscheinlichkeit für eine Dezember-Senkung ist auf 43 % gefallen.

Quelle: United States NY Empire State Manufacturing Index via Trading Economics

 

 

Südafrika überrascht mit kräftigem Plus bei den Goldverkäufen

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Südafrika meldet im September stark steigende Gold- und PGM-Verkäufe. Die Umsätze ziehen deutlich an, auch die Produktion legt zu.

Gold aus Südafrika: Absatzsprung im September

Südafrika meldete im September einen kräftigen Anstieg der Goldverkäufe. Nach Zahlen von Stats SA setzte das Land Gold im Wert von 17,4 Milliarden Rand ab – rund 870 Millionen Euro. Damit lagen die Verkäufe 35 Prozent über dem August und 60 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Mai 2025 war mit 21,3 Milliarden Rand (1,04 Mrd. Euro) ein Rekordwert erreicht worden. Zuvor hatte der Goldabsatz im August noch um 30 Prozent nachgegeben.

Goldverkäufe in Südafrika steigen im September deutlich
Südafrika meldet im September einen kräftigen Anstieg bei Gold- und PGM-Verkäufen laut Stats SA.

Platinmetalle ebenfalls mit Plus

Auch der Markt für Metalle der Platin-Gruppe (PGM) zog deutlich an. Der Umsatz stieg im Monatsvergleich um 20 Prozent auf 22 Milliarden Rand (1,1 Mrd. Euro). Gegenüber September 2024 ergibt sich ein Zuwachs von 54 Prozent. Zugleich lagen die Erlöse 29 Prozent über dem Schnitt der vorangegangenen sechs Monate.

Entwicklung der Rohstoff-Produktion Südafrikas in Prozent gegenüber Vorjahr, unterteilt nach Mineralien.
Entwicklung der Rohstoff-Produktion Südafrikas in Prozent gegenüber Vorjahr, unterteilt nach Mineralien (Quelle: Stats SA)

Produktion steigt – wenn auch moderat

Parallel dazu erhöhte sich die südafrikanische Goldproduktion im September um 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die PGM-Produktion nahm um 3,8 Prozent zu. Als weltweit größter Platin-Produzent weist das Land in den Monatsberichten allerdings weiterhin nur Prozentveränderungen aus, keine absoluten Fördermengen.

Entwicklung der Rohstoff-Verkäufe in Rand.
Entwicklung der monatlichen Rohstoff-Verkäufe Südafrikas in Rand; 1 Rand = 0,05 Euro (Quelle: Stats SA)

Hintergrund: Strukturwandel im Gold-Sektor

Südafrika war bis 2006 führender Goldproduzent, bevor China die Spitzenposition übernahm. Seitdem drücken rückläufige Erzgehalte, ausbleibende große Neufunde und hohe Kosten auf die Branche. Hinzu kamen in den vergangenen Jahren strukturelle Probleme wie Streiks, Stromausfälle, extrem tiefe Minen und die Pandemie. Vom jüngsten Goldpreis-Schub konnte die Industrie allerdings profitieren.

Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

China verliert Goldaufschlag: Shanghai nur noch 11 USD über Weltmarkt

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Der China-Goldpreis-Aufschlag schrumpft deutlich: An der Shanghai Gold Exchange liegt Gold nur noch 11 USD über dem Weltmarkt – 20 Dollar weniger als vor einer Woche.

Goldpreis China

Der chinesische Goldmarkt hat in der zweiten Novemberwoche spürbar an Spannung verloren. Denn der übliche Aufpreis an der Shanghai Gold Exchange (SGE) fiel am 14. November 2025 deutlich zurück. Unsere Berechnung zeigt nur noch +11 USD je Unze – ganze 20 USD weniger als eine Woche zuvor.

Mehr: Aktuelle Goldkurse und Marktimpulse ansehen

Messzeit: [Fr. 14.11.25, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]

Aufschlag China → Europa Spot: +11 USD/oz (07.11.25: +31 USD); Δ: -20 USD

Goldpreis China: Shanghai-Aufschlag sinkt auf 11 USD über Weltmarkt
Der Preisaufschlag an der Shanghai Gold Exchange fällt auf nur noch 11 USD pro Unze.

China vs. Europa: Preisaufschlag sinkt

Der SGE-Goldpreis blieb zwar über der internationalen Notierung, doch der Abstand hat sich stark verringert:

Markt / Kennzahl 14.11.25 07.11.25 Δ 
Gold China SGE Fix (CNY/Gramm) 951,06 919,30 +3,5 %
Gold China SGE (USD/Gramm) 134,66 129,87 +4,79
Goldpreis China SGE
(USD/oz)
4.188 4.039 +3,7 %
Goldpreis Europa
(USD/oz)
4.177 4.008 +4,2 %
Aufschlag China
→ Europa (USD/oz)
+11 +31 -20

Damit nähert sich der chinesische Markt wieder stärker an die globale Preisbildung an.

China zwischen Wirtschaftsschwäche und geopolitischem Druck

Dabei spielt die konjunkturelle Lage eine zentrale Rolle. Chinas Wirtschaft zeigt klare Schwächesignale, was üblicherweise die private Goldnachfrage dämpft. Außerdem steht das Land gleichzeitig unter wirtschaftlichem Druck aus den USA und wächst geopolitisch in Konflikte mit Japan hinein.

Auch die Zentralbank agiert zurückhaltender:
Die People’s Bank of China hat ihre Goldkäufe zuletzt reduziert – nach einem Jahr nahezu durchgehender Aufstockungen. Allerdings gibt es immer wieder Zweifel an den offiziellen Zahlen – etwa wie in einem Bericht der Financial Times.

Warum der China-Goldpreis-Aufschlag wichtig bleibt

Trotz des aktuellen Rückgangs bleibt der SGE-Spread ein bedeutender Marktindikator. In Spitzen 2024 und im April 2025 lag der Aufschlag zeitweise bei bis zu 90 USD, was Arbitragehändler sofort nutzten. Dabei können starke Spreads immer wieder internationale Preisbewegungen verstärken, weil Goldströme zwischen China und dem Weltmarkt reagieren.

Methodik: SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 14.11.25; Umrechnung über 7,0627 CNY/USD (Vorwoche: 7,0788 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spotpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.

Hintergründe zu Zentralbankkäufen: Internationale Goldreserven