Sonntag,19.September 2021
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Derivate-Overkill: US-Banken halten „Wettscheine“ im Volumen von 223,4 Billionen Dollar!

Im zweiten Quartal 2010 stieg das Volumen an Finanzderviaten, die alleine von US-Banken gehalten werden, noch einmal um 6,9 Billionen Dollar.

Wie stark sich die Finanz- von der Realwirtschaft entfernt hat, kann man alle drei Monaten am Bericht der amerikanischen Bankenaufsicht Comptroller of the Curreny ablesen. Nun sind die neuen Zahlen des aktuellen OCC-Reports da. Im zweiten Quartal 2010 hielten US-Banken demnach Finanzderivate in einem Nominalvolumen von 223,4 Billionen US-Dollar. Gegenüber dem ersten Vorquartal stiegt der Wert damit erneut um 3,2 Prozent oder 6,9 Billionen Dollar.

Zum Vergleich: Das US-Derivatevolumen des zweiten Quartals entspricht rund dem 4-fachen der Weltwirtschaftsleistung des Jahrs 2009 ($58 Bio.)!

Der überwiegende Teil der Derivate sind Zinspapiere (84%). Danach folgen Devisenderivate (8%), Kreditderivate (6%), Aktienderivate (1%) und Rohstoffderivate(0,5%). Das beliebteste Instrument ist der Swap.

Der mit Abstand größte Derivatehändler unter den amerikanischen Instituten ist weiter JP Morgan. Die Großbank hatte im zweiten Quartal Finanzderivate im Volumen von nominal 75,25 Billionen Dollar in ihren Büchern! Das entspricht einem Marktanteil von 34 Prozent. Die folgenden Platzierungen: Bank of America (48 Bio.$), Citibank (46 Bio. $) und Goldman Sachs (42 Bio.$). Die Top-5-Banken repräsentieren damit 95 Prozent des gesamten amerikanischen Derivatemarktes.

Auch interessant: Die amerikanischen Geschäftsbanken meldeten für das 2. Quartal Gesamtumsätze von 6,6 Milliarden Dollar. Die Erlöse lagen damit um 28 Prozent höher als im gleichen Quartal des Vorjahres.

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