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Ex-Fed-Mitglied rät: US-Regierung soll Goldreserven verkaufen

Die Wirtschaftszeitung Financial Times hat in der aktuellen Ausgabe einen provokanten Kommentar von Edwin M. Truman veröffentlicht. Der Ökonom empfiehlt der US-Regierung, mit dem Verkauf der amerikanischen Goldreserven die Staatsschulden zu reduzieren.

„Das US-Schatzamt hält 261,5 Millionen Feinunzen Gold. Die US-Regierung sitzt darauf seit der Großen Depression, ohne eine Rendite dafür zu erzielen“, erzählt Edwin M. Truman in einem aktuellen Zeitungskommentar in der Financial Times.

Zwischen 1983 und 1998 war Truman Mitglied des Offenmarktausschusses des Federal Reserve Systems. Er rät der US-Regierung zum Verkauf der Goldreserven. Bei einem aktuellen Preis von 1.300 Dollar pro Unze seien die Bestände 340 Milliarden Dollar wert, rechnet er vor. Damit ließe sich die aktuelle US-Schuldenstand (Schulden relativ zum Bruttoinlandsprodukt; aktuell: 82,9%) um 2,25 Prozent-Punkte senken, so seine Meinung.

Der US-Finanzminister habe mit der Erlaubnis des Präsidenten die Macht, Gold zu verkaufen (und zu kaufen), im Sinne des größtmöglichen Nutzen für das öffentliche Interesse. Die Erlöse müssten Trumans Ansicht nach genutzt werden, um die Staatsschulden zu reduzieren.

Abgesehen von dem lächerlichen Argument der Schuldenreduzierung (es wäre ein Tropfen auf den heißen Stein) und der Frage, wie viel Gold überhaupt noch in den US-Vaults lagert (seit den 60er-Jahren keine unabhängige Prüfung mehr), sieht Truman weitere zweifelhafte Vorteile im Verkauf der US-Goldreserven:

1. Die USA würden der Maxime folgen: billig kaufen, teuer verkaufen.
2. Das Gold werde damit eine sozial nützliche Funktion übernehmen
3. Durch das Zusatzangebot von Gold stifte man einen Nutzen, für alle Bürger „die sich etwas greifbares um den Hals hängen oder es in Schließfächern aufbewahren wollten“.
4. Wenn Gold ohnehin eine Blase sei, dann umso besser für den Durchschnittsinvestor, je früher sie platze.

Dass das Gold jemals als Währungsreserve gebraucht werden könnte, schließt Truman kategorisch aus. Seine Meinung: Bei offiziellen Diskussionen über eine Reform des internationalen Währungssystems gebe es niemanden, der eine Rückkehr zum Goldstandard befürworte und die IWF-Statuten verböten dies ohnehin. „Je früher man Gedanken an eine solche Rückkehr begräbt, desto besser“, so der Ökonom.

Unsere Meinung: Provokante, wahnwitzige und hilflose Anti-Gold-Propaganda eines Protagonisten der Schuldgeld-Lobby, deren grundlegender System-Fehler nun immer deutlicher vom Gold(-preis) entblößt wird. Dieser FT-Kommentar ist als bullisches Zeichen für den Goldmarkt zu werten.


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Eingetragen von am 13. Okt. 2010. gespeichert unter Fed, Gold, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

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