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Externe Goldlagerung: „Anonymität ist ein wichtiges Kriterium“

Der Ratgeber „Schließfach- und Depotlagerung“ enthält zahlreiche Experten-Interviews zum Thema externe Gold-Lagerung.

Die Firma GVS Bullion in Wien bietet die Lagerung von Gold und Silber an. Im Goldreporter-Interview erklärt Geschäftsführer Helmut Soos, wie sich sein Lagerangebot von anderen Lösungen unterscheidet.

Die Wahl eines geeigneten Lagerplatzes für die privaten Gold- und Silberbestände ist keine triviale Angelegenheit. Wie bei vielen Dingen des Lebens, ist Diversifizierung keine schlechte Idee.

Man kann Edelmetall im eigenen Tresor lagern oder sein Gold im Garten vergraben. Es gibt aber auch gute Gründe, zumindest einen Teil des Schatzes einem externen Lagerunternehmen anzuvertrauen, möglicherweise sogar im Ausland. Im Rahmen des neuen Ratgebers „Schließfach – und Depotlagerung“ war Goldreporter zu Besuch bei der GVS Bullion Group in Wien.

Das Unternehmen bietet neben dem Verkauf von Edelmetall unter www.goldvorsorge.at auch ein international ausgerichtetes Lagerkonzept an. Die Redaktion hat ein ausführliches Gespräch mit Geschäftsführer Helmut Soos geführt. Einen Ausschnitt aus dem Interview lesen Sie hier.

Herr Soos, warum sollten Anleger überhaupt Gold extern lagern?

Wer auf dem Land und im eigenen Heim wohnt, der kann sicherlich recht einfach einen Tresor aufstellen und sein Edelmetall dort lagern. Anders sieht es in den Städten aus. Viele Menschen wohnen zur Miete. Auch das persönliche Umfeld kann sich rasch verändern. Die Scheidungsrate steigt. Wenn der Kunde gut schläft, Gold kann man ja recht gut verstecken, dann ist das perfekt. Wenn der Kunde aber unruhig ist, kümmern wir uns sachgemäß um das Edelmetall.

Was halten Sie von Schließfächern?

Bei einem Schließfach lagert man seine Werte buchstäblich in einem Abstand von nur einen Zentimeter von anderen entfernt. Jeder Mieter kommt in den Schließfachraum. Und dort kann im Prinzip jeder tun, was er möchte. Unser Ziel war es immer Kunden die höchstmögliche Flexibilität bei höchstmöglicher Sicherheit anzubieten.

Warum trauen Sie den Banken nicht?

Anonymität ist ein wichtiges Kriterium. Früher haben Bankfilialen diesen Aspekt noch widergespiegelt. Damals haben wir noch Schließfächer in Wien empfohlen, weil wir wussten, dass dort auf die altmodische Art verfahren wurde. Man arbeitete mit Besucherkarten und Personal, das die Schließfachnutzung durch Kunden halbwegs diskret abwickelte. Auch in den Tresorbereich durfte niemand betreten. Heutzutage funktioniert alles nur noch elektronisch. Jeder Kunde muss ein Konto haben. Es läuft alles automatisiert. Mit dem Mietvertrag werden auch die Daten automatisch weitergemeldet.

Sie bieten Einzel- und Sammelverwahrung an. Warum ist das besser?

Die meisten Kunden wollen ihr Edelmetall möglichst nahe lagern. Wir verdeutlichen, dass man Nähe auch mit höherer Sicherheit und großer Flexibilität kombinieren kann. In der Einzelverwahrung können Sie beispielsweise jederzeit ein Unze Gold-Philharmoniker auslagern. In unserem System bleibt diese immer ein Gold-Philharmoniker. Ein Degussa-Barren bleibt dabei ein Degussa-Barren. Sie bekommen aber nie denselben ausgeliefert. Der Aufwand für eine Einzelkennzeichnung wäre hier zu groß. Vorteile: Sie können jederzeit eine Unze Gold abholen, egal wo sie sind. Und die Ein- und Auslagerung ist in der Regel kostenfrei. Darin eingeschlossen ist auch eine Echtheitsprüfung.

Warum sollten Kunden Ihnen vertrauen?

Unser System legt großen Wert auf Flexibilität. Wir denken und arbeiten ganzheitlich. Wir halten keinerlei Bankkredite und nicht verschuldet sind. Wir legen großen Wert auf die Wahrung der Anonymität unserer Kunden. Unsere Kunden sich keine Zocker, sondern wollen sich finanziell absichern. Bei uns gibt es deshalb auch keine Dinge wie eine App-Verwaltung, weil dazu alle Daten im Internet gespeichert werden müssten. Bei uns erfolgt die Kommunikation über Fax, Telefon und womöglich per E-Mail. Das reicht vollkommen aus. Und wir setzen bei der Lagerung auf die größtmögliche Sicherheit.

Wie erfolgt die Einlagerung konkret?

Sie können uns das Gold bringen. Wir können es aber auch abholen. Dann schließen wir den Lagervertrag und füllen dazu die notwendigen Formulare aus. Wir überprüfen die Artikel auf Echtheit. Diese werden einzeln im Lagervertrag vermerkt. Dazu müssen Sie nicht unbedingt zu uns nach Wien kommen. Sie könnten auch in Spanien sitzen. Wir benötigen dann die Artikel, Sie erhalten die Bestätigungen und zeichnen die Dokumente gegen. Wir bieten aufgrund unserer internationalen Aufstellung Kunden auch an, das Gold beispielsweise in Deutschland, Ungarn oder Kanada ins Lager zu legen – ohne Mehrkosten. Wir haben überall dort ein physisches Lager.

Komplettes Wissen zum Thema externe Goldlagerung!
Das gesamte Interview mit Helmut Soos lesen Sie in unserer 68-seitigen Sonderpublikation „Schließfach- und Depotlagerung“. Darin erfahren Sie auch, wie sich GVS Bullion selbst gegen Finanzkrisen absichert, wie die Lager des Unternehmens geschützt sind und wie Edelmetallbesitzer dort ihr eigenes Erbe organisieren können. Mehr zu GVS erfahren Sie auch unter http://gvs-bullion.com/

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Eingetragen von am 16. Nov. 2017. gespeichert unter Gold, Goldbarren, Goldmünzen, Handel, Interviews, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

5 Kommentare für “Externe Goldlagerung: „Anonymität ist ein wichtiges Kriterium“”

  1. „Bei uns gibt es deshalb auch keine Dinge wie eine App-Verwaltung, weil dazu alle Daten im Internet gespeichert werden müssten. Bei uns erfolgt die Kommunikation über Fax, Telefon und womöglich per E-Mail.“

    Alles klar.

    Gold gehört nicht in fremde Hände, Punkt.

  2. Es ist doch schon seit Jahren so, daß deutschen Zu-schnell-Fahrern, die in Österreich, Holland usw. geblitzt wurden, das Knöllchen hierzulande zugestellt wird. Und bei Zahlungs-Unwilligen vollstreckt auch der hiesige, zuständige Gerichtsvollzieher. Es ist naiv anzunehmen, daß einem Auskunftsersuchen oder einer Übergabe-Aufforderung eines deutschen Finanzamts im Ausland nicht Folge geleistet wird. Erst einmal werden alle erfaßt, weil nach Wiedereinführung der Vermögenssteuer der EM-Besitz registriert wird im Rahmen der Gesamt-Besteuerung. Das wird die rechtliche Ausrede zu sein, und alle werden da mitmachen. Außerdem haben ja eh nur Terroristen und Verbrecher Gold, also wer wird da schon offenen Widerstand leisten?
    https://www.facebook.com/SoliTeam/posts/1415695161890962
    Die Geldverschwendungs-Orgien müssen schließlich weitergehen.

    • @0177

      So ist es. Alles was über die Person registriert wurde kann eingezogen werden. Und länderübergreifend wird sowieso schon operiert. Beim G20 Gipfel in Hamburg wurden österreichische Polizeikräfte eingesetzt. Das sollte einem zu denken geben.

      • Christof777
        Kennst Du den Roman „1984“ von George Orwell? Da war es die gestapo-gleiche Denkpolizei (Thought Police) höchstselbst gewesen, die dem Winston Smith die konspirative Wohnung angeboten hatte für die Schäferstündchen mit dem Mädel von der Anti-Sex-Liga, wo sie dann ihr Sex Crime begingen. Bis sie irgendwann hoppgenommen wurden. There is no love, but love for Big Brother. There is no loyalty, but loyalty to the Party. Big Brother is watching you. Und das sogar beim Vögeln.
        Am Ende sind es Gollum & Co., welche die Goldspeicher eingerichtet haben.

  3. Bei dem oben geannten System ist man als Goldbesitzer registriert.
    Und zwar mit der gesamten Menge. Und auch noch digital.Es bedarf nur eines Leak und die CD mit allen Inhabern samt der Goldmenge geht an die Behörden. Diese kann dann per richterlichen Beschluss das Vermögen beschlagnahmen.
    Ein Schliessfach ausserhalb des Bankensektors, da kann alles Mögliche drinn sein, was, das weiss nur der Inhaber. Es kann auch leer sein.
    Man sollte sich solche Firmen aussuchen, wo garantiert ist, dass der Kunde niemals alleine in der Anlage ist.Die Stahlfächer Fächer selbst sollten in einem Stahltresor sein, welchen nur der Anlagebetreiber aufschliessen kann.Ein Wachposten und weiter Schutzmassnahmen sollten da sein.
    Keinesfalls sollten die Fächer einfach so in einem Kellerraum mit lediglich Beton rundherum aufgestellt sein.Wie es in manchen Banken der Fall ist.

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