Der Goldpreis in China lag zuletzt knapp unter dem Europa-Spot. Silber wurde am Freitag mit rund 12 Prozent Aufschlag gehandelt.

Goldpreis-Abschlag in China
Der Goldpreis an der Shanghai Gold Exchange (SGE) lag vergangene Woche weiterhin unter dem europäischen Spotniveau, aber der Abschlag ist gesunken. Am Freitagvormittag (MEZ) wurde Gold rund 4 US-Dollar je Feinunze niedriger gehandelt als in Europa. In der Vorwoche hatte noch ein Aufschlag von 16 US-Dollar bestanden.
Der China-Spread bei Gold bleibt negativ, während Silber in Shanghai wieder deutlich teurer gehandelt wird.
Messzeit: [Fr. 27.02.26, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]
Aufschlag China → Europa Spot: -4 USD/oz (12.02.26: -16 USD); Δ: +12 USD
Mehr zum laufenden Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten
Silber weiterhin mit Aufschlag
Am Silbermarkt blieb es dagegen bei einem klaren Preisaufschlag gegenüber dem internationalen Spotkurs – und dieser Abstand nahm zuletzt wieder zu. Nach Berechnungen von Goldreporter lag der Silberpreis an der SGE zuletzt rund 11 US-Dollar je Unze beziehungsweise etwa 12 Prozent über dem hiesigen Spotpreis. Eine Woche zuvor hatte der Aufschlag bei etwa 6 US-Dollar beziehungsweise 7 Prozent gelegen.
| Markt / Kennzahl | 27.02.26 | 12.02.26 | Δ |
|---|---|---|---|
| Gold China SGE Fix (CNY/Gramm) | 1.145,03 | 1.123,27 | +1,9 % |
| Gold China SGE (USD/Gramm) | 166,26 | 162,32 | +2,4 % |
| Goldpreis China SGE (USD/oz) |
5.171 | 5.049 | +122 |
| Goldpreis Europa (USD/oz) |
5.175 | 5.065 | +110 |
| Aufschlag/Abschlag China → Europa (USD/oz) |
-4 | -16 | +12 |
China-Nachfrage rückt wieder in den Fokus
Auffällig ist, dass zuletzt wieder Meldungen über eine steigenden Edelmetall-Nachfrage in China auftauchten, insbesonderen rund um das Neujahrsfest. . Zudem weist die Schweizer Exportstatistik für Januar mit 23 Tonnen erneut auf substanzielle Goldlieferungen in das Land hin.
Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

Bedeutung für den Goldpreis
Ein negativer China-Spread kann darauf hindeuten, dass Chinas preisliche Führungsrolle kurzfristig nachlässt. Impulse aus Fernost für den internationalen Goldpreis blieben zuletzt entsprechend begrenzt. Gleichzeitig hilft der Blick auf den Spread, die erhöhte Volatilität am Goldmarkt einzuordnen: Der China-Spread bleibt damit ein potenzieller Frühindikator für kurzfristige Marktverschiebungen.

