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Goldpreis: Kursrutsch verarbeitet, weiter im Plan

Der Goldchart weist nach dem Kursrutsch am vergangenen Freitag einen ungewöhnlichen Knick auf. Nun könnte sich die Erholung des Goldpreises weiter fortsetzen.

Im Grunde hätte die ganze Aufregung nicht sein müssen. Nach dem Kurseinbruch am vergangenen Freitag geriet die Erholung des Goldpreises kurzzeitig in Gefahr. Der Tagesverlust von 2 Prozent entsprach so gar nicht dem, was man mit Blick auf den Goldchart hätte erwarten können. Aber letztlich ist die Charttechnik keine Glaskugel, sondern nur ein Tool, das den psychologischen Aspekt von Kursbewegungen in gewöhnlichen Marktphasen analysiert und das Ergebnis zu Handelsempfehlungen nutzt. Was Ende vergangener Woche geschah, muss mindestens als ungewöhnliche Kursbewegung gewertet werden. Einige sprechen von Manipulation.

Goldpreis in US-Dollar, 1 Jahr, Schlusskurs 07.11.12 (Deutsche-Bank-Indikation)

 

Denn Mitte dieser Woche sah die Sache so aus, als sei der spontane Rücksetzer nie geschehen. Der freitägliche Tagesausflug Richtung Süden endete bei 1.677 Dollar und damit unmittelbar an der aufsteigenden Trendlinie mit Ausgangsdatum 28.06.2012.

Mit einem Tagesschlusskurs von 1.716 Dollar (Deutsche-Bank-Indikation) am gestrigen Mittwoch notierte der Goldpreis wieder auf dem Niveau, das unmittelbar vor dem Kursknick an den Börsen gehandelt wurde. Die durchschlagenen Unterstützungen wurden in einem Zug wieder instandgesetzt.

So lauten die aktuellen kurzfristigen Unterstützungen nun erneut 1.712 Dollar und 1.701 Dollar. Mit Schlusskursen oberhalb von 1.719 Dollar könnte der Chart die in der vergangenen Woche begonnene Erholung fortsetzen und die Bodenbildung bestätigen, auf die wir seit dem Kursrückgang nach Erreichen des Zwischenhochs Anfang Oktober gewartet haben.

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Eingetragen von am 8. Nov. 2012. gespeichert unter Charttechnik, Gold, Goldpreis, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

2 Kommentare für “Goldpreis: Kursrutsch verarbeitet, weiter im Plan”

  1. Ich widerspreche nochmals dem Eindruck: „Aber letztlich ist die Charttechnik keine Glaskugel, sondern nur ein Tool, das den psychologischen Aspekt von Kursbewegungen in gewöhnlichen Marktphasen analysiert“.

    Charttechnik ist in der Lage, bei gleichbleibenden kurssensitiven Rahmenbedingungen eine Hilfe für mögliche zukünftige Verläufe darzustellen. ABER: wer garantiert, dass die kurssensitiven Rahmenbedingungen gleich sind? Gibt es dafür in der Chartanalyse nur ein Tool? Nein! Und das ist, was Chartgläubige oft missachten.

    Warum ich da immer insistiere: man sollte bei der Anwendung der Statistik immer wissen, was man unter welchen Bedingungen anwendet. Ansonsten empfehle ich auf der Uni eine Kursbelegung „Höhere Statistische Methodenlehre I und II“, zumindest.

    • @Bernd
      Völlig Richtig und anschaulich dargestellt !
      Genauso gut könnte man mit der Charttechnik Morde vorhersehen oder Tsunami oder Erdbeben. Es sind die Rahmenbedingungen, welche die Leiche im Keller der Charttechnik sind.

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