Goldpreis-Rally: SPDR Gold Shares mit 3 Mrd. USD Zuflüssen. Silber-ETF ebenfalls im Plus. Institutionelle Anleger treiben Nachfrage.
Goldpreis auf Rekord-Rally
Der Goldpreis hat in dieser Woche weitere Bestmarken erreicht. Im US-Futures-Handel (September-Kontrakt) schloss Gold am Mittwoch mit 3.739 US-Dollar (3.183 Euro) pro Unze 0,7 Prozent unter der Bestmarke vom Dienstag (3.764 USD). Innerhalb einer Woche stieg der Goldpreis um 2,1 Prozent. Auf Euro-Basis ging es im gleichen Zeitraum um 2,8 Prozent rauf. Parallel stieg der Silberpreis im Vorwochenvergleich um 5,3 Prozent auf 43,89 US-Dollar bzw. um 6 Prozent auf 37,38 Euro pro Unze.

Riesenzufüsse beim größten Gold-ETF
Die jüngste Gold-Rally war begleitet von massiven Kapitalzuflüssen in den größten Gold-ETF. Denn der SPDR Gold Shares (GLD) verzeichnete unseren Berechnungen zufolge innerhalb einer Woche Netto-Investitionen in Höhe von 2,96 Milliarden US-Dollar. Die folgende Grafik zeigt die Netto-Flüsse der vergangenen fünf Handelstage.
Der Mittelzufluss führte zu einem Anstieg des gemeldeten Goldinventars um 21,19 Tonnen auf Gesamtbestände von 996,85 Tonnen (Stand: 24. September 2025). Das entspricht einem neuen Jahreshoch.
Hinweis: Pro ausgegebenem Anteilsschein muss der Betreiber dieses ETFs eine Zehntel Unze Gold physisch einlagern. Aber bei der Meldung von Kapitalflüssen und Fondsbeständen gibt es in der Regel eine zeitliche Verzögerung. Denn auf dem Goldmarkt besteht üblicherweise eine Zwei-Tage-Frist, innerhalb derer physische Bestände nach Vertragsabschluss geliefert werden.
Zuflüsse auch beim Silber
Auch der größte Silber-ETF, der iShares Silber Trust (SLV), verzeichnete Bestandszugänge. Denn das gemeldete SLV-Inventar stieg innerhalb einer Woche um 279,51 Tonnen auf 15.469,12 Tonnen. Dabei ergibt sich aus den Fondsberichten ein Netto-Kapitalabfluss von 383 Millionen US-Dollar. Pro ausgegebenem Anteilsschein ist dieser ETF offiziell mit einer Unze Silber physisch gedeckt.
Fonds-Entwicklung seit Jahresbeginn
Die Bestände der beiden großen Edelmetall-ETFs sind auch seit Jahresbeginn deutlich angestiegen. Das Goldinventar des SPDR Gold Shares stieg um rund 124 Tonnen. Dabei flossen netto 13,6 Milliarden US-Dollar an Kapital in den Fonds. Währenddessen stieg die Silberlagermenge des iShares Silber Trust um 1.093 Tonnen bei Nettozuflüssen in Höhe von etwa 1,5 Milliarden US-Dollar.
Edelmetall-ETFs und Goldpreis
Bullenmärkte bei Silber und Gold werden regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Edelmetall-ETFs begleitet. Generell gelten die Fondsbestände aber als Nachläufer, denen steigende Edelmetallpreise mit wachsendem Inventar vorausgehen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. In den vergangenen Jahren stieg die Beliebtheit dieser ETFs bei jungen US-Anlegern, die sie zunehmend über Discount-Broker erwerben.
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