Freitag,18.Juni 2021
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Angst vor Hyperinflation: Darum wollen alle dieses geheimnisvolle Buch!

Es heißt „Dying of Money: Lessions of the Great German an American Inflations“, stammt aus dem Jahr 1974 und kostet auf eBay bis zu 700 Dollar. Es erklärt, warum sich eine Hyperinflation auch heute noch rasend schnell einstellen kann.

“Dying of Money: Lessions of the Great German an American Inflations” heißt es. Zu Deutsch: „Sterben des Geldes: Lektionen der großen Deutschen und Amerikanischen Inflationen“. Es wurde 1974 als Hardcover-Ausgabe veröffentlicht und erzielt derzeit überall Rekordpreise. Auf eBay werden bis zu 700 Dollar für das Buch gezahlt. Einzelstücke sind in Deutschland unter anderem bei Amazon für rund 300 Euro zu haben.

Was ist dran an einem 36 Jahre alten Buch, das unter angelsächsischen Bankern einen solchen Hype auslöst?

Die britische Tageszeitung Telegraph berichtete kürzlich über die entscheidende Passage des Buches. Man findet sie in Kapitel 17, das „Velocity“ („Geschwindigkeit“) lautet.

Dort wird beschrieben, wie jede der großen Inflationen mit einer langsamen Ausdehnung der Geldmenge begann. Diese blieb zunächst für eine überraschend lange Zeit ohne sichtbare Folgen. Die Preise bestimmter Vermögenswerte stiegen vielleicht, aber die latente Preisinflation blieb im Verborgenen.

Buchautor Jens O. Parsson beschreibt die bedrohliche Situation mit einer Metapher: „Wie das Gas in einem Camping-Kocher, bevor man das Streichholz entzündet“.

Denn: Das Bedürfnis, Geld aufzubewahren könne sich plötzlich aus psychologischen und völlig spontanen Gründen ändern. Das führe zu einer Explosion der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes. Und dies passiere innerhalb nur weniger Wochen.

So habe es sich im Deutschland der 1920er-Jahre abgespielt und ähnlich, mit nicht ganz so verheerenden Folgen, in den USA, während der Kriege in Korea oder Vietnam.

Und jetzt?

Die amerikanische Notenbank hat die Geldbasis in den USA innerhalb von nur zwei Jahren von 871 Milliarden auf 2,024 Billionen Dollar ausgedehnt. Dass ein plötzliches Anziehen der Umlaufgeschwindigkeit dieses Geldes eine Hyperinflation auslösen könnte, erscheint Kennern des Buches nicht mehr ganz so unwahrscheinlich.

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