Sonntag,07.März 2021
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BlackRock stößt Gold ab und kauft Silber

Im vierten Quartal hat der weltgrößte Kapitalverwalter Anteile am SPDR Gold Shares im Wert von rund 478 Millionen US-Dollar abgestoßen. Dafür stieg man beim größten Silber-Fonds ein.

Gold, Goldbarren, BlackRock
BlackRock investiert in Gold- und Silber-ETFs, sich für Kunden auf dem Edelmetall-Markt zu positionieren. (Bild: Markus Dehlzeit – Fotolia)

BlackRock und Gold

Der weltweit größte Kapitalverwalter BlackRock Inc. hat sich im vierten Quartal 2020 von erheblichen Gold-Positionen getrennt.

Die Töchter des Unternehmens stießen 36,5 Prozent ihrer Anteile am SPDR Gold Shares (GLD) ab, dem größten Gold-ETF am Markt.

Gold für $ 478 Mio. verkauft

Per 31. Dezember 2020 hielt BlackRock 4,68 Millionen Anteile an dem Fonds im Wert von 835 Millionen US-Dollar. Dagegen waren es im dritten Quartal noch 7,34 Millionen Anteile im Wert von 1,3 Milliarden US-Dollar.

Das heißt, BlackRock hat 2,69 Millionen Anteile im Wert von rund 478 Millionen US-Dollar abgestoßen. Ein Anteil am GLD war Ende 2020 177 US-Dollar wert. Was hat der Geldriesen dafür gekauft? Richtig: Silber.

Silber gekauft

Denn das Unternehmen wies zum gleichen Zeitpunkt den Besitz von 1,2 Millionen Anteile am iShares Silber Trust aus. Gegenüber Vorquartal ergibt sich eine Steigerung der Beteiligung an diesem Exchange Traded Fund von 4.848 Prozent.

Die Investitionssumme bleibt dennoch vergleichsweise bescheiden. Denn die Silber-ETF-Anteile von BlackRock waren gerade einmal 29,6 Millionen US-Dollar wert.

Hintergrund

Alle Daten stammen aus der jüngsten 13F-Pflichtveröffentlichung. Denn einmal pro Quartal müssen die großen Kapitalverwalter der USA ihre Wertepapierpositionen gegenüber der Börsenaufsicht SEC offenlegen.

Bei den genannten Fonds handelt es sich um mit Metall gedeckte Wertpapiere. Eine physische Auslieferung der erworbenen Anteile ist jedoch nur in Ausnahmen vorgesehen. Im Gegensatz zu Goldbarren oder Münzen in der Hand (oder im eigenen Tresor) spricht man hier auch von Papiergold.

Denn schließlich handelt es sich nur um ein verbrieftes Versprechen. So müssen die Betreiber des SPDR Gold Trust pro ausgegebenem Anteil 1/10 Unze Gold einlagern. Bei iShares Silber Trust sind es 1 Unze pro Schein.

BlackRock ist selbst Betreiber des iShares Silver Trust. Der Handel mit den Anteilen der ETFs erfolgt in der Regel im Kundenauftrag.

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13 KOMMENTARE

  1. „SILVER Squeeze“ beim SLV iShares Silver Trust?

    In London mußten zwischen dem 29. Januar und 3. Februar 3416 Tonnen Silber nachgelegt werden, nachdem „RobinHood“-Käufer (?) über 109 Millionen Papier-Silber-Anteilscheine geordert hatten.

    „Zwischen Freitag, dem 29. Januar, und Mittwoch, dem 3. Februar, einschließlich, stiegen die ausstehenden SLV-Aktien um netto 109,85 Millionen. Im 3-Tages-Zeitraum von Freitag, dem 29. Januar, bis einschließlich Dienstag, dem 2. Februar, hat der SLV-ETF nach eigenen Angaben unglaubliche 109,83 Millionen Unzen Silber (3.416,11 Tonnen) hinzugefügt, wobei der Bestand an Silberbarren von 567,52 Millionen Unzen Silber auf 677,35 Millionen Unzen (von 17.651,77 Tonnen auf 21.067,88 Tonnen) gestiegen
    ist.

    Laut den täglichen Barrenlisten des SLV-Betreibers wurden diese zusätzlichen 3.416,11
    Tonnen Silber, die der SLV zwischen dem 29. Januar und dem 2. Februar zugeführt wurden, in Form von 113.501 Good-Delivery-Silberbarren (Barren mit einem Gewicht von jeweils ca. 1.000 Unzen) gehandelt. Auch diese Barren wurden laut der SLV-Barrenliste in fünf Londoner Tresoren hinzugefügt, die SLV nutzt, nämlich im Tresor von Brinks im Premier Park London (45,5 %), im Tresor von Loomis in London (27,7 %), im Tresor
    von Brinks Unit 7 im Radius Park London (15,5 %), im Tresor von Malca Amit in London (6,0 %) und im eigenen Tresor von JP Morgan in London (mickrige 5,3 %).

    Tatsächlich begann der SLV-Fonds laut den Barrenlisten erst am Montag, den 1. Februar, mit dem Anzapfen von Silber im Tresor von Brinks Premier Park und erst am Dienstag, den 2. Februar, mit dem Anzapfen von Silber im Tresor von Loomis London. Das mag für einige Leute wie ein Fall von Verzweiflung oder vielleicht sogar Panik aussehen.“

    Interessant ist auf jeden Fall der Beweis, daß der Betreiber des „Silber-ETF-Fonds“ (ein „alter Bekannter mit dem Namen – Ihr ahnt es schon – BlackRock, ab dem 3. Februar schnell die Regeln für die Hinterlegung von physischem Silber für die erworbenen SLV-Anteilscheine ändern mußte zu seinem Vorteil geändert hat:

    am Mittwoch, dem 3. Februar, direkt nach der Behauptung des Betreibers („Schwarzer Felsen“), 3416 Tonnen Silber zum SLV-Silber Trust hinzugefügt zu haben, wurde der „iShares Silver Trust-Prospekt“ geändert und die folgende Formulierung hinzugefügt:

    Die Nachfrage nach Silber kann vorübergehend das verfügbare Angebot
    übersteigen, das zur Lieferung an den Trust geeignet ist, was sich nachteilig für die Kunden-Anteile auswirken kann.“

    ‹(•¿•)›

    In dem Maße, in dem die Nachfrage nach Silber das zu diesem Zeitpunkt verfügbare Angebot übersteigt, sind zugelassene Teilnehmer möglicherweise nicht in der Lage, ohne Weiteres ausreichende Mengen an Silber zu erwerben, die für die physische Deckung der SLV-Anteilscheine erforderlich sind.“

    Hmmmm,- ist ja gerade noch ‚mal gutgegangen, oder?

    „Bei Blackrock, dem Emittenten des iShares Silver Trust, dürfte man sich über die zusätzliche Liquidität dennoch gefreut haben. Wie schon im Fall von Gamestop hat Blackrock wieder einmal vom Börsenhype profitiert: Es gilt als wahrscheinlich, dass die aktive Investmentsparte von Blackrock bereits damit begonnen hat, einen Teil der eigenen Anteile am Unternehmen zu Höchstpreisen zu veräußern – die Anteile von Blackrock an Gamestop waren noch Ende Dezember lediglich 173 Millionen Dollar wert, zwischenzeitlich stieg ihr Wert auf 2,6 Milliarden Dollar.“

    The winner takes it ALL“ !
    ‹(•¿•)›

  2. Der Platin Preis hat sich in einem Jahr mehr als verdoppelt.
    Hat’s doch der schwarze Stein/ Fels/ Berg voraus gesagt.
    Silber wird bald folgen.
    Dann am Ende des Systems Gold.
    Mich erinnert das an einer Doku über Tschernobyl.
    Da hat zum Schluss auch der Boden im AKW gebebt und alles ist in die Luft geflogen.
    Da war auch kurz vorher noch alles ok.

  3. morgen, Dienstag ist neben Freitag, Gold Sonderpreistag. Heute kostete das Kilo 49.000 Euro, morgen darunter.
    Geld zusammenhalten und bei Bedarf zuschlagen. Ich bin sicher, es gibt noch weitere Sonderangebote zum Winterschlussverkauf.
    @Löwenzahn: Würde noch etwas warten.
    Bei Gold allemal.

  4. @Thanatos
    Du hast nicht nur – Du bist ein Glückskeks!
    Die südafrikanische Corona-Mutation, die Dich bei Deinem Lieblingschinesen ungefragt „infiziert“ und Dir hochsommerliche Afrika-Temperaturen verschafft hat, existiert offenbar überhaupt nicht.
    https://www.youtube.com/watch?v=cZWRDXjougI&feature=youtu.be

    All diese „Mutanten“ werden nur erfunden, damit wir erst im Oktober zum Friseur gehen dürfen, weil Herr Lauterbach eine Inzidenz von < 1 für dringend notwendig hält.

  5. Wahnsinn, liebe @Klapperschlange,

    Deine Beweisführung ist unmittelbar einleuchtend – a la bonheur! – und bestätigt mich in meinem Zweifel, ob ich wirklich mit der behaupteten ‚britischen Mutation‘ bzw. überhaupt infiziert war. Leider, denn zwischendurch frohlockte ich bereits, ich sei nunmehr mit top-aktuellen Antikörpern ausgestattet und müsse mich nicht mehr impfen und chippen lassen.

    https://youtu.be/J69ULIOz0jY

    Claro, Du hast ja so recht. In Nordkorea gibt es ganz genau 0,0% Infektionen – und warum sollte es bei mir anders sein. Bin ich etwa was Besseres? Nein, es waren nur Vorboten meines altersbedingten Verfalls. Nix da mit der brasilianischen Mutante aus Manaus [MM] – nur der ganz normale unfaire Alterungsprozess. Gemein!

  6. Es zeigt doch, dass nach wie vor mit
    Papier Verträgen, also Ansprüchen gehandelt wird. Keine einzige Unze physisch ist vorhanden. Wo denn auch.
    Darüber manipuliert man die Verkaufspreise und schädigt Händler und Endverbraucher.
    Mit Nahrungsmittel macht man es genau so. So ruiniert man Produzenten ( Bauern)
    und schafft Hungersnöte in der 3.Welt.
    Und darüber dann erhält man politischen Einfluss und kann sich Rohstoffe sichern.
    Es ist von A bis Z eine ausgeküngelte Strategie. Profitieren wir davon und nutzen das aus. Zum Wohle unsereins selbst und nicht der anderen.
    Wir sind doch keine Egoisten, sondern tun
    altruistisch, wie Gates und Bezos oder Musk auch.

  7. @Klapperschlange
    Äußert ungewöhnlich, dass Sie hier die Äußerungen eines youtube Bübchen, dass sich ein bißschen auf spielen will, hier nachplappern. Hab nicht gewusst, dass solche Verschwörungtheorien bei ihnen Früchte tragen.

  8. @maruti
    Habe immer noch nichts dazugekauft, und bin froh darüber. Danke fuer deinen Tipp, habe seit Sommer auf deine „Prognosen“ gehört. Will es nur noch zum Schnaeppchenpreis haben. Die noch nichts haben, sollen ruhig in Torschlusspanik verfallen, ich fuer mich kaufe alles nur noch wenns gefallen ist. Jeder, der es zu Vermögen gebracht hat, empfiehlt genau diese Strategie. Also nur nicht ins Boxhorn jagen lassen. Wenn mal alles zusammenstuerzt, brauche ich auch keinen Whiskykeller, sebstgebrannter Zwetschkenschnaps macht auch die Birne hohl. Ich kaufe mir lieber eine Kuh, dann habe ich Grundnahrungsmittel, und ein Pferd statt einen Tesla. Einen Acker hab ich schon. Dann heisst es nur noch die grossmäuligen Taugenichtse aus der Großstadt fernzuhalten wenn sie der Hunger aufs Land treibt,

    Vielleicht lege ich mir noch einen Bitcoin Etf zu, Shitcoin hin oder her, aber dieses Thema kann man hier nicht besprechen, unter Goldbugs.

  9. @Goldfrettchen
    Du kannst so stolz sein auf deine geleisteten Beiträge.
    Wenn du unser Bauer wärst, hätten wir alle nix zu beissen. Zum Glück ist dem nicht so.

    Lust auf einen Glückskeks?
    Vielleicht hilft er dir weiter für die kommende Zeit.

    irgendwann wird es Black Rock auch erwischen. Noch sind alle Zahnräder an ihrer Stelle..

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  11. @Copa
    Danke dass du meine Beiträge so aufmerksam verfolgst.
    Leider bin ich nicht in der Lebensmittelbranche tätig und betreibe auch
    keinen Bauernhof, so dass ich dir nichts zu beißen anbieten kann.

  12. Der „Nachfrage-Druck“ im Silbermarkt ist unverkennbar: kurz vor 05:00 Uhr steuerte der Silberkurs die $28,-Marke an, bis „Jemand“ entschied, im Dunkel der handelsarmen Nacht im GLOBEX-Derivatemarkt (OTC;- „Over The Counter“, der unkontrollierte COMEX-Papier-Shortseller-Laden) einige tausend Papier-Silber-Shorts zu verkaufen.

    https://www.ariva.de/silber-kurs/realtime-chart?boerse_id=130

    Die Nachfrage „boomt“,- das Angebot wird immer dünner.

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