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Deutscher Staat erzielt im 1. Halbjahr 2017 Rekordüberschuss

Die Konjunktur brummt, die Zinsen sind extrem niedrig und der Staat freut sich über hohe Steuereinnahmen bei gleichzeitig niedrigen Finanzierungskosten. Das Ergebnis: Die Bundesrepublik Deutschland hat im ersten Halbjahr 2017 einen Rekordüberschuss erzielt. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialkassen nahmen 18,3 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben. Das hat das Statistische Bundesamt am heutigen Freitag bekanntgegeben. Mehr

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Eingetragen von am 25. Aug. 2017. gespeichert unter Hot-Links. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

24 Kommentare für “Deutscher Staat erzielt im 1. Halbjahr 2017 Rekordüberschuss”

  1. 0177translator

    Das Damokles-Schwert über dem Ganzen heißt Target 2.
    Wie hoch ist diese Bilanz mittlerweile – weiß es einer?

  2. 0177translator

    Danke Euch allen beiden.

  3. Wenn Deutschland wie in den Medien verkündet im Geld schwimmt warum wird dann nicht mal 1 Euro zur Schuldentilgung verwendet.?Der Rollifahrer hatte doch 2009 verkündet daß die in der Krise aufgenommenen Schuldenberge in der nächsten Konjunkturphase zugig zurückgezahlt werden.Ich kann mich auch auf die Strasse stellen und schreien ich bin Millionär,wenn dann einer ein Freibier will hab ich eben keine Zeit.

  4. Herr Bofinger möchte noch einmal nachrechnen. Sicher erfolgt eine Korrektur wenn nur der Leitzins berücksichtigt wird, der dem Staat die mächtigen Ersparnisse in den letzten Jahren eingebracht. hat. Das die von Schröder, Merkel und Schäuble gepriesene Agenda 2010 eine Milchmädchenrechnung ist hat der Berater der Bundeskanzlerin ihr sicher schon gesteckt. Nicht auf das Rezessionsjahr 2005 sondern auf 2001 bezogen und schon sind die ganzen proklamierten Zahlen des Statistischen Bundesamtes nichts weiter als Beschönigung der angeblichen Errungenschaften. Auf der anderen Seite werden Milliarden mit Wissen des Fiskus erst gar nicht kassiert und zudem erst kürzlich 7 Milliarden Euro an die Atomwirtschaft sinnlos verschleudert.

  5. Sind in den 18,3 Milliarden auch die 23 Milliarden Euros enthalten, die die Atomindustrie dem Bund gezahlt hat, um sich von den Endlagerkosten freizukaufen? Oder ist dieser Ablaßhandel noch nicht gelaufen ?

  6. @glaubnix

    Die deutsche Atomindustrie war noch nie selbständig lebensfähig.

    http://de.atomkraftwerkeplag.wikia.com/wiki/Subventionierung_von_Atomkraft

    Die Risiken dieser Industrie waren und sind auch nicht versicherbar.

    http://www.manager-magazin.de/finanzen/versicherungen/a-761954.html

    Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren, die Geschäftsgrundlage der alternativlosen Marktwirtschaft.

    Das höchste Gremium der guten alten Klassenjustiz, das sogenannte Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe sah sich dennoch veranlasst der deutschen Atomindustrie Milliardenentschädigungen zuzusprechen.

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/atomenergie-verfassungsgericht-kippt-brennelemente-steuer-1.3536573

    Die Lasten freilich bleiben nach wie vor der Allgemeinheit vorbehalten.

    http://www.taz.de/!5151557/

  7. Wenn die deutsche Konjunktur brummt, dann um den Preis abstürzender Volkswirtschaften in der restlichen Eurozone. Die Gewinne des Einen sind die Verluste des Anderen. Das werden die sich nicht gefallen lassen und eine europäische Sozialunion fordern. Volkswirtschaftlich bezogen auf den Euroraum ist die oben genannte Erfolgsmeldung dann logischerweise ein Nullsummenspiel.

    Aber auch in Deutschland haben ca 20 bis 30% der Bürger, die obige Erfolgsmeldung, mit HATZ 4, Ein-Euro-Jobs, Rente ab 67, Leiharbeit und Hungerlöhne usw. usf. bezahlt. Mit der sogenannten AGENDA 2010 hat man hierzulande zu Lasten der Lohnabhängigen die lohnstückkosten ins Bodenlose versenkt und nu so, konnte obige Erfolgsmeldung zu Stande kommen.

    Da ist es doch erfeulich wenn nicht alle Michels darben, sondern es einigen so gut geht wie nie zuvor.

    ……………………………………………………………………………………………

    Tausend Superreiche in Deutschland besitzen mehr als ein Drittel des jährlichen Bruttoinlandsproduktes. Auf der anderen Seite wächst die Armut.

    Für 6,4 Millionen Bezieher von Hartz IV und Sozialgeld hat die Regierung im Bundeshaushalt 2017 21 Milliarden Euro veranschlagt. Fast doppelt so viel Geld soll der reichste Deutsche besitzen. Das berichtete das Wirtschaftsmagazins Bilanz aus dem Hause Springer am Freitag. Lidl-Gründer Dieter Schwarz verfügt demnach über ein Gesamtvermögen von etwa 37 Milliarden Euro.

    Allein im vergangenen Jahr setzte die Schwarz-Gruppe 94 Milliarden Euro um. Deren Gründer führt mit seinem Vermögen laut Bericht einen »Club« von 195 Milliardären in Deutschland an. Ihm dicht auf den Fersen sind demnach die Reimanns (Jacobs, Kosmetik), die Schaefflers (Maschinenbau, Reifen), die Aldi-Familien sowie die BMW-Geschwister Susanne Klatten und Stefan Quandt. Damit sei die Zahl der Milliardäre weitergewachsen. 2016 hätten 170 Familien über ein so hohes Vermögen verfügt.

    Allerdings befänden sich darunter auch 13 Großfamilien, deren Vermögen sich auf mehrere Haushalte verteile. Ganz oben stünden die Pharmaunternehmer Boehringer (gut 41 Milliarden Euro) und die in derselben Branche tätige Familie Merck (34 Milliarden Euro). Über mehr als acht Milliarden Euro verfügen der Auflistung zufolge die Besitzer der Unternehmen Henkel, Porsche, Siemens und Freudenberg. Das Magazin führte insgesamt die 1.000 reichsten Familien in der Bundesrepublik auf. Zusammen besitzen diese demnach Vermögen von etwa 1,1 Billionen Euro – mehr als ein Drittel des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Die letzten zwölf Monate seien »eine gute Zeit für die wohlhabenden Familien in Europas größter Volkswirtschaft« gewesen, jubelt das Magazin. Sie hätten ihre Aktivposten um fast zwölf Prozent erhöht.

    Weniger gut läuft es für die Armen. Selbst nach dem diesjährigen, ganz offiziell geschönten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung besaß die ärmere Hälfte in Deutschland vor zwei Jahren gerade noch ein Prozent des gesamten Nettovermögens im Land. 40 Prozent der Beschäftigten verfügten real über weniger Lohn als Mitte der 90er Jahre. Dem jüngsten Bericht des Paritätischen und anderen Sozialverbänden zufolge lebten zuletzt etwa 13 Millionen Bundesbürger am Existenzminimum.

    Erst am Mittwoch warnte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Sachsen-Anhalt vor steigender Altersarmut. Rund ein Viertel der Beschäftigten in Ostdeutschland müsse für Mindestlohn arbeiten, sagte DGB-Landeschefin Susanne Wiedemeyer in Magdeburg. Zudem seien Frauen häufiger nur teilzeitbeschäftigt. »Davon erhalte ich keine Rente, von der ich leben kann«, sagte Wiedemeyer.

    Die Hans-Böckler-Stiftung thematisierte Anfang August die zunehmende Armut bei Kindern. 2016 sei diese von 19,7 auf 20,3 Prozent weiter in die Höhe geklettert. Demnach lebten vergangenes Jahr rund 2,7 Millionen Kinder in Deutschland, also etwa ein Fünftel, auf dem Niveau der Grundsicherung oder knapp darüber. Vor allem im Osten steigt der Anteil von Kindern in mittellosen Haushalten, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Auswertung des MDR-Magazins Exakt ergab. Im sachsen-anhaltischen Halle wächst demnach inzwischen jedes dritte Kind unter 18 Jahren in einem Hartz-IV-Haushalt auf. In Magdeburg seien knapp 30 Prozent der Kinder davon betroffen, im sächsischen Leipzig gut ein Viertel.

    Bundesweit sind derzeit rund zwei Millionen Kinder auf Hartz IV angewiesen. Die Parteien im Wahlkampf haben Kinderarmut auf dem Schirm. Die Linke und die Grünen wollen die Kindergrundsicherung anheben. Doch die Pläne von Union, SPD und FDP gehen an Hartz-IV-Betroffenen komplett vorbei. Sie wollen Kindergeld und -freibetrag erhöhen. Ein Beschäftigter mit Mindestlohn kann letzteren jedoch nicht ausschöpfen. Und im Hartz-IV-Bezug wird jeder Euro angerechnet. Deutschlands reiche und superreiche Familien tangiert das wenig. Im Gegensatz zu Hartz-IV-Beziehern profitieren sie in jedem Fall.

    zitiert aus der heutigen Ausgabe der jungen Welt

  8. Wer genau alles an der Titte der Wohlfahrt hängt, ließe sich sicherlich noch genauer analysieren.

  9. @ Krösus
    Volle Zustimmung meinerseits. War hier aber nicht mein Ansatz. Der Bund hatte meines Wissens nur einmal einen Überschuss bei den Einnahmen, als die UMTS Lizensen versteigert wurden. Große Freude!! Voher dieser Überschuss kam, wurde damals auch nur am Rande erwähnt. Auch hier wieder kein Wort, wie der Überschuss zustande kam. Kein Wort von den Entsorgungskosten, die es wahrscheinlich länger geben wird als Deutschland. Mich stört aber weniger das Gelaber und Herumgeeiere der Politiker. Das war schon immer so, das ist so und wird so bleiben. Mich stört, das die Presse durch ihre Berichterstattung diese Entwicklungen in den Faschismus erst ermöglicht. ,, Aber das muß man doch verstehen, die Journalisten haben doch auch Angst um ihren Arbeitsplatz etc. , etc. “ Nee, muß ich nicht! Bevor sie dann Hofberichterstattung machen, sollten sie lieber dem Aufstellen der nächsten Parkbank einen ausführlichen, neutralen gründlichen Artikel widmen. Satire aus! Was mich noch stört,ist, das die Vielzahl der Deutschen überhaupt nicht bereit sind, sich mit dem Augenscheinlichen zu beschäftigen und daraus dann ihre Schlüsse ziehen. Aber dann wäre ganz Deutschland ja hier im GR Forum. Würde schon etwas unübersichtlich werden.
    In diesem Sinne
    Nicht unterkriegen lassen

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