Donnerstag,23.September 2021
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Edelmetall-Kurse schwächer, Anleiherenditen stark gestiegen

Edelmetall, Gold, Staatsanleihen, US-Dollar (Foto: Goldreporter)
Edelmetall oder ein (negativ) verzinstes Zahlungsversprechen? Diese Frage ist für institutioneller Anleger und damit auch für die Goldpreis-Entwicklung weiter interessant (Foto: Goldreporter).

Während die Edelmetall-Kurse von ihren bisherigen September-Hochs zurückkommen, steigen die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen deutlich an.

Edelmetall-Kurse schwächer

Der Goldpreis behauptet sich weiter über der Marke von 1.800 US-Dollar pro Unze. Allerdings kam der Kurs zuletzt wieder etwas zurück. Am heutigen Dienstagvormittag um 11 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.814 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.527 Euro (-0,5 %). Die Silberunze kostete 24,40 US-Dollar beziehungsweise 20,54 Euro (-1,4 %).

Steigende Anleiherenditen

Zuletzt sind die Renditen der wichtigsten Staatsanleihen wieder deutlich gestiegen. Beispielsweise rentierten 10-jährigen US-Papiere am Dienstag mit 1,34 Prozent. Vor einer Woche waren es noch 1,27 Prozent. Deutsche Staatsanleihen mit dieser Laufzeit bescherten Investoren -0,37 Prozent Zinsen. Auch hier sehen wir im Vorwochenvergleich einen deutlichen Anstieg (siehe Tabelle).

Nur noch sechs Länder in unserer Beobachtungsliste weisen negative Renditen bei ihren 10-Jährigen aus. In der Vorwoche war es zusätzlich auch Irland.

Steigende Anleiherenditen signalisieren eine rückläufige Nachfrage nach den Papieren. Emittenten müssen höhere Zinsen bieten, um Abnehmer zu finden. Das kann auch an steigenden Inflationserwartungen liegen.

Relevanz für das Edelmetall

Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Das ist allerdings nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Goldnachfrage und Goldpreis spielen.

Ausblick

Die Blicke der Analysten sind in dieser Woche auf das Ergebnis der laufenden EZB-Sitzung berichtet. Es wird am Donnerstagnachmittag um 13:45 Uhr veröffentlicht. Die Europäische Zentralbank kauft monatlich für 20 Milliarden Euro Wertpapiere auf. Eine Drosselung des Programms könnte die Renditen weiter steigen lassen. Und das wiederum konnte auch die Edelmetall-Preise belasten.

Goldreporter

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11 KOMMENTARE

  1. Ist doch wunderbar!
    Je höher die Zinsen, desto schneller geht das
    Lügengespinst in die Grütze.
    Der Karren
    ist dermaßen im Dreck, dass weder
    Olaf noch die anderen Protagonisten keinerlei
    Handlungsspielraum mehr haben.
    Wir erleben DDR Konkursverschleppung 2.O!
    Kann mich noch gut an Strauss Kredit Anfang
    70 er Jahre an Honey erinnern. Danach hat es
    20 Jahre bis zum Zusammenbruch gedauert.
    Geschichte wiederholt sich.
    Haltet an EM fest, Kursschwankungen sind
    ohne Bedeutung.

    • Donaustreuner:
      Wie recht Sie haben. Wir leben in einer Matrix, werden fehlinformiert, belogen, betrogen und von vorne bis hinten ver…. Ich kann diese Figuren aus Politik, Medien, Organisationen, Konzernen, Banken, etc. nur noch mit Mühen ertragen. Soll die Karre doch möglichst bald an der Wand landen. Je eher, desto besser. Denn so bleiben die Schäden sicher geringer, als wenn sich dieses System noch länger dahinschleppt.

    • @Donaustreunet
      An Edelmetallen sollte man schon im Grunde genommen festhalten. Aber maximal 15 % des Vermögens. Leider sind die Edelmetalle erst in einer großen Verwerfung interessant – sonst interessieren die faktisch „Keine S..“

      • @Kryptomane
        Schau Dir mal das Zitat von George Eliot an. Hab heut 16 Gebinde Apfelsaft zu 5 Liter von der Mosterei geholt, eines davon ging gleich an den evang. Kindergarten. Der ist ohne jedwede Konservierungs-Stoffe und durch Erhitzen wie pasteurisiert. Die halten sich 2-3 Jahre im Keller. Ist für einen Aluhut-Prepper wie mich wesentlich. Diese Woche wird noch mehr Fallobst gesammelt. Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Mieze Tina hat damit aufgehört, den zugelaufenen roten Kater Hugo anzuschreien und anzufauchen. Jetzt sitzen sie im Garten und betrachten einander.
        Hoarding gold
        https://www.youtube.com/watch?v=8XtNTJhyEYo

        They say there’s a place where cash has all gone.
        They never said where, but I think I know.
        It’s miles through the night just over the dawn
        To the gold that will take me home.
        I know in my bones, I’ll buy it galore.
        The price feels the same, though the chart’s been torn.
        I’ve a long way to go, the stars tell me so,
        To the gold that will take me home.
        Gold waits for me round the bend,
        Leads me endlessly on.
        Surely FIATs shall find their end.
        All of our currencies be gone.
        And I know what I’ve lost, and all that I won
        When the gold finally takes me home.

        And when I sell shares, don’t lead me astray.
        Don’t try to stop me, don’t stand in my way.
        I’m bound for the silver bullion, you know,
        And the gold that will take me home.
        Gold waits for me round the bend,
        Leads me endlessly on.
        Surely FIATs shall find their end.
        All of our currencies be gone.
        And we’ll know what we’ve lost and all that we’ve won
        When the gold finally takes me home.
        I’m hoarding gold.
        I’m hoarding gold.
        I’m hoarding gold.

  2. Anzeige
    • Klapperschlange:
      Wirecard, Warburg, G20: Olaf hat was auf dem Konto. Man könnte meinen, dass das reicht, um eine Kandidatur per se auszuschließen. Aber im (ehemaligen) Land der Dichter und Denker vergessen die Menschen sehr schnell.
      Am Sonntag kam der Bericht aus Berlin im TV. Bürger wurden zu den Kanzlerkandidaten befragt.
      Natürlich hat man sich dabei die Richtigen rausgesucht. Es war nicht zu fassen, wie naiv , verblendet und schlecht informiert gestandene Menschen zeigen bzw. äußern.
      Das wissen Leute wie O. Scholz natürlich. Und sie wissen auch, dass es reicht, eine aktuelle Krise, einen Skandal, ein Totalversagen auszusitzen, weil die Bürger es nach kurzer Zeit nicht mehr auf dem Schirm haben. Dann wird weitergemacht in alter Manier. Alles Gründe für EM (MeisterEder, 2019, 2020, 2021).

      • @RACEW
        Mein gestriger Komenatar zu den „50 Mio. Versuchskaninchen“ ist irgendwo hängen geblieben, er war wohl zu deutlich mit einem medizinischen Hinweis versehen.
        Sorry GR-Team.

        Also mal ganz neutral strategisch:
        Es gibt Szenarien:
        1.) Noch ein 3. Pieks und die Welt ist wieder schön, das will uns Jens Spahn erzählen.
        Und dann jedes Jahr noch 2 Piekse……, es sind schon weitere 300 Mio. Dosen bestellt.
        2.) Es gibt immer weitere Mutationen und wir bekommen CoVid nicht in den Griff
        3.) Es gibt erhebliche langfristige Impfnebenwirkungen.

        So, jetzt kann sich jeder überlegen, was er für realistisch hält.
        Wir wetten auf die Kombination aus 2. und insb. 3.

        Wenn man sich ansieht, was derzeit in den Lieferketten los ist, kann man sich ausrechnen, was das Szenario 2.)+3.) anrichten könnte.
        Auch auf Assetpreise bei Aktien und Anleihen. Ob Fed etc. dagegen dann noch „andrucken“ können: glaube nicht.

        Da hilft m.E. nur noch EM.
        Wir denken momentan, dass der „Tauschvorrat“ (Combibars, AG-Münzen) schon ein Jahr reichen sollte. Besser mehr.
        Und kritische Vorräte im Keller, ein immer voller Heizöltank……etc.

        Dagegen ist die Frage, welche Witzfigur im Oktober ins Kanzleramt einzieht zweitrangig.

        Politisch erscheint es uns sicher, dass es „sehr grün“ wird. Das wird unserer Wirtschaft das Genick brechen. Wenn ich höre, dass wir dann eben Stahl mit Wasserstoff erzeugen ( und KEINER fragt sich wo der herkommen soll) und die Tatsache, dass dieser Stahl dann das Dreifache kosten wird und ihn auf der Welt absolut niemand kaufen wird: unwichtige Kleinigkeiten. Muss man wohl irgendwie subventionieren…..
        Gut für die deutsche Co2-Bilanz wird sein, dass hier dann viel weniger produziert werden wird.
        Nur 2 Beispiele:
        1.) Das nagelneue BMW-Werk für den 3er in Mexiko kann innerhalb von 8 Monaten seine Produktion verdoppeln. Es wurde aber so geplant, dass man auch 300% in 2 Jahren bewerkstelligen kann (Grösse des Werksgeländes, Infrastruktur etc.). Die Motoren etc. dafür kommen dann ab 2024 aus England (ausserhalb der EU und Uschis Klimazirkus !) und nicht mehr aus München. Die neue Fabrik in GB ist gerade in der Endphase.
        Keine Bange: sind nur 10.000 Jobs weg in Dummland.
        Plus die Zulieferer natürlich…..

        2.) Audi baut den Q5 (für alle Kunden weltweit) seit 2 Jahren auch in Mexiko und nicht mehr in BW. Tja, auch diese Fabrik ist „versehentlich“ sehr gross geraten und schnell modular erweiterbar. Die ganze Automatisierungstechnik erlaubt eine modellflexible Produktion.
        Eine nette Umschreibung dafür, dass man da auch A4, A5 und sonstwas bauen kann.

        Unsere Politiker und die breite Masse da draussen hat keinen Schimmer, was gerade jetzt schon läuft und was die Industrie in 2 oder 3 Jahren machen kann.
        Der Vorstand einer Aktiengesellschaft ist per Definition des Aktiengesetzes NUR dem Wohl seiner Aktionäre verpflichtet, nicht irgendeinem Standort oder Land.

        Sogar der politisch stark beeinflusste VW-Konzern hat inzwischen WENIGER ALS 10 % seiner Fabriken noch in Dummland.

        Wer braucht schon Arbeitsplätze ?
        Die dann in Dummland entlassenen Hunderttausende verhalten sich dann auch ökologischer: kein Weg zur Arbeit, kein Urlaub, generell verursachen arme Menschen weniger Co2.
        Das wird schon.

        Viele viele Gründe, EM…………

        • MeisterEder:
          So ist es, wenn Haltungen, Ideologien und Moralvorstellungen das weitsichtige Handeln und den Verstand ersetzen. Die Konzerne sind ein Problem, die vielen Zulieferbetriebe sind ein weiteres. Natürlich kommen unzählige Teile aus dem Ausland. Aber es sind auch die Handwerker, die Dienstleister und Versorger vor Ort. Ob sie nun in den Werken Reparaturen ausführen oder die Betriebskantine beliefern. Ich sehe es z.B. am VW-Werk in Hannover-Stöcken. Dort haben sich in unmittelbarer Nähe zahlreiche Firmen angesiedelt. Z.B. eine Spedition, Müllentsorger, usw.. Conti hat ein Reifenwerk direkt gegenüber. 1988 hatte man für diese eigenen Großabnehmer ein Kohlekraftwerk gebaut. Das wird auch über den Deister gehen. Über die Folgen wird hier noch nicht einmal diskutiert. Der hannoversche Oberbürgermeister Belit Onay ist ein Grüner. Er ist damit ausgelastet, den Autoverkehr in der Innenstadt lahmzulegen. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung gehört zum RND. Die Nachrichten werden also im Willy Brandt-Haus in Berlin gemacht. Und wer ein Problem nicht diskutiert, der entwickelt wohl erst recht keine Exit-Strategie.
          Es ist nur noch zum Kopfschütteln. In einem Noch-Industrieland wird die Politik von Leuten gemacht, den ich nicht einmal meine Pfandflaschen anvertrauen würde.
          Kürzlich war ich bei Robbe&Berking in Hannover. Dort frage ich immer, wie es sich mit der Nachfrage steht und ob es Probleme beim Nachschub gibt. Diesmal war eine Vertretung aus Bremen dort. Sie sagte, der Umsatz sei erheblich zurückgegangen. Den Leuten fehle das Geld. Grund: Mercedes-Benz als größter Arbeitgeber (12.500 AN) habe wegen Lieferschwierigkeiten 8500 Leute in die Kurzarbeit geschickt.
          Nun könnte man annehmen, dass die Politik sich dieses Problems annehmen könnte. Aber nichts da. Die Politik rettet nach wie vor die Welt und ist damit beschäftigt, den Talib Gelder zu geben, um Menschen nach Deutschland ausfliegen und versorgen zu dürfen.
          Ich hatte mir vorgenommen, mich nicht mehr über diese Fehlleistungen zu ärgern. Wenn wird zehn Deutschlands hätten, gelänge es mir vielleicht. Aber wir haben nur eines und es tut weh, mit ansehen zu müssen, wie dieses von unseren Qualitätspolitikern in Grund und Boden gewirtschaftet wird. Insofern hatte Ihre Gattin recht, als sie kürzlich von einer fatalistischen Herangehensweise sprach. Wir werden den Zug nicht aufhalten und jeder muss bzw. sollte zusehen, dass er Vorsorge für sich und seine Angehörigen betreibt.

  3. @Kryptomane
    Deine Aussage ist völlig richtig.
    Als ich jung war, habe ich mit allen 4 Assetklassen gehandelt.Dabei war EM völlig
    untergewichtet.
    Ruhig schlafen konnte ich
    damit allerdings nicht. Es gab nur Ärger;vor
    allem mit Immobilien.
    Midas ruti ist vermutlich mit 95% in Gold
    investiert.Nimmt sein tägliches Bad in
    seinem Goldspeicher und verfasst hinterher
    hervorragende Kommentare.
    Ich habe das Gefühl, dass er damit
    g o l d r i c h t i g
    liegt!

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  5. @roter Teufel
    Da spricht der totale Frust.
    Wir haben fertig und der Grinseolaf wird
    nichts daran ändern.
    Zum Überleben benötigt man bald 1 Unze
    Silber täglich.
    Versucht doch Mal von euren daemlichen
    Immobilien runterzuknabbern.
    Viel Spass!

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