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Europäisches Leerverkaufsverbot kann Goldnachfrage stimulieren

Die Europäische Kommission plant, Leerverkäufe von Aktien und Staatsanleihen einzuschränken. Gold dürfte von einer solchen Regelung profitieren. Dieser Meinung ist ein Manager der Deutschen Bank.

Wie sichert man sein Vermögen gegen Finanzmarkt-Turbulenzen ab? Die einen kaufen Gold und Silber, die anderen erwerben Put-Optionen. Aber wer zu den richtig abgezockten Jungs gehört, der betreibt „Nacked Short Selling“ (ungedeckte Leerverkäufe).

Diese Investment-Profis, zum Beispiel Hedgefonds, verkaufen Wertpapiere, die ihnen nicht gehören. Sie hegen die Hoffnung, dass die Notierungen fallen, um die (teilweise erst nach Fälligkeit) geliehenen Anteile später am Markt günstiger zurückzukaufen und dadurch Gewinne zu erzielen.

Mit solchen Termingeschäften kann man – ganz generell – folgende Ziele verfolgen:

1) Spekulation
2) Absicherung gegen fallende Notierungen
3) Arbitrage-Geschäfte (Ausnutzung von Kursdifferenzen zwischen Termin- und Kassa-Markt)

Die Europäische Kommission plant nun, was die Bundesregierung bereits im Mai verboten hat: Die Einschränkung ungedeckter Leerverkäufe (kein Eigentumsrecht an den verkauften Anteilen bzw. keine Liefergarantie zu einem späteren Zeitpunkt vorhanden) von Aktien und Staatspapieren. Die Begründung: Diese Geschäfte könnten Marktstörungen hervorrufen und förderten Systemrisiken.

Die Geldinstitute sind seit jeher gegen die Beschränkung von Finanzgeschäften durch die Politik. Dies führe zu Marktineffizienzen, argumentieren Branchenvertreter.

Daniel Brebner, Analyst der Deutschen Bank in London, geht noch weiter. Er warnt vor einer Flucht aus Anlageklassen mit höheren Risiken. Dazu zählt er auch Aktien. Er geht davon aus, dass Gold von einer solchen Regelung profitieren würde.

„Es [ein mögliches Leerverkaufsverbot, Anm. d. Red.] hebt die Nützlichkeit des Goldes als Absicherung gegen Unsicherheiten hervor und als Mittel, um Wohlstand zu bewahren“, so Brebner gegenüber dem Nachrichtendienst Bloomberg.

Steigender Goldpreis durch Leerverkaufsverbot? Man wird sehen, ob sich die Politiker in Brüssel von dieser gemeinen Drohung einschüchtern lassen. Denn wie wir wissen, fürchten „Währungshüter“ einen steilen Goldpreisanstieg als deutliches Krisensignal ebenso sehr, wie maues Interesse bei einer Staatsanleihen-Auktion.


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Eingetragen von am 2. Sep. 2010. gespeichert unter Banken, Europa, Gold, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

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