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Geld drucken: Frankreichs EZB-Kandidat hat keine Skrupel

Wenn sich die politische Lösung durchsetzt, dann kommt die staatliche Notenpresse.

Der Posten des EZB-Chefökonomen muss nach dem Ausscheiden von Jürgen Stark neu besetzt werden. Ein aussichtsreicher Bewerber vertritt die Interessen derer, die es mit einer restriktiven Geldpolitik nicht so eng sehen.

Benoît Coeuré heißt der französische Kandidat für den Posten des Chefvolkswirts der Europäischen Zentralbank. Sein Mitbewerber: Der Deutsche Jörg Asmussen. Als Mitglied des EZB-Direktoriums hat der künftige Nachfolger von Jürgen Stark Einfluss auf die europäische Geldpolitik. Dem Vernehmen nach, besitzt der Franzose gute Chancen den Job zu bekommen, obwohl Asmussen es nach dem Wunsch der Bundesregierung im Januar eigentlich werden soll.

Doch deutsche „Falken“ (so nennt man die geldpolitischen Hardliner) sind im Führungskreis von Europas mächtigem Geldinstitut nicht mehr gefragt. Dass zeigte zuletzt der Abgang des ehemaligen Bundesbank-Chefs Axel Weber. Und mit dem kürzlichen Ausscheiden des EZB-Chef Jean-Claude Trichet mangelt es ohnehin an französischem Einfluss.

Während einer aktuellen Anhörung vor dem Haushaltsausschusses des Europäischen Parlaments ließ Kandidat Coeuré nun die eigene Gesinnung durchblicken. Er befürwortete die Ausweitung von Anleihen-Käufen durch die Europäische Zentralbank. Man müsse pragmatisch sein und abhängig von der Marktentwicklung das Notwendige tun, so seine Aussage.

Mit dem Erwerb von Staatsanleihen direkt von Emittenten erhöhen Notenbanken unmittelbar die Geldmenge. Auch durch Käufe am Sekundärmarkt sorgen die Währungshüter für zusätzliche Liquidität. Zuletzt wuchs der Druck auf die Europäische Zentralbank, sich noch stärker in diesem Segment zu engagieren, um die Zinsen und damit die Kosten der Staatsfinanzierung für Euro-Länder niedrig zu halten.

Seit Mai 2010 hat die Europäische Zentralbank Staatsanleihen im Volumen von 207,5 Milliarden Euro gekauft. Die Bond-Käufe waren zuletzt immer wieder Gegenstand heftiger Auseinandersetzungen innerhalb des EZB-Rates. Das Ausscheiden der beiden deutschen EZB-Mitglieder Weber und Stark wurde von Beobachtern nicht zuletzt auf diesen Konflikt zurückgeführt. Mit dem passenden Personal in der EZB-Zentrale in Frankfurt dürfte der Weg frei sein, für noch mehr Zentralbankgeld und mehr Inflation im Euro-Raum.

Wer den Posten des EZB-Chefvolkswirts besetzt, das bestimmt übrigens das EZB-Direktorium. Dem Gremium gehören neben dem EZB-Chef und seinem Vertreter vier weitere Mitglieder an. Derzeit sind das Mario Draghi (Italien; EZB-Chef), Vítor Constâncio (Portugal; EZB-Vize), Lorenzo Bini Smaghi (Italien), José Manuel González Páramo (Spanien) und Peter Praet (Belgien). Der sechste Platz gehört dem (neuen) Chefvolkswirt.

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Eingetragen von am 13. Dez. 2011. gespeichert unter Banken, Euro, Europa, EZB, News, Politik. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

3 Kommentare für “Geld drucken: Frankreichs EZB-Kandidat hat keine Skrupel”

  1. Asmussen ist ein UBoot der Rothschields Goldman Sux und Rckefellers. Das kann man aus seiner Vita und seinen Taten sehr einfach auslesen.

  2. Asmussen wäre sicher kein Falke. Außer eben, er will den USA einen Vorsprung bei der Inflation geben.

  3. Alles Bilderberger

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