Donnerstag,29.September 2022
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Gold- und Silbermünzen: Preise und Lage im Handel

Silber, Silbermünzen, Silberbarren (Foto: Goldreporter)
Das Aufgeld für vollmehrwertbesteuerte 1-Kilogramm-Goldbarren ist derzeit niedriger als bei aktuellen klassischen, differenzbesteuerten Silbermünzen (Foto: Goldreporter).

Aktuelle Jahrgänge klassischer Silbermünzen werden weiterhin mit einem hohen Aufgeld verkauft. Bei Gold hat sich die Lage etwas entspannt.

Goldpreis zurückgekommen

Am heutigen Freitag um 11:15 Uhr kostete eine Feinunze Gold umgerechnet knapp 1.800 Euro. Zum gleichen Zeitpunkt lag der Durchschnittspreis für eine Krügerrand-Goldmünzen zu einer Unze auf Basis unserer wöchentlichen Datenerhebung im deutschen Edelmetall-Handel bei 1.889 Euro. Damit ist das Aufgeld für die beliebte Anlagemünze gegenüber Vorwoche um 5 Prozent zurückgekommen auf 5,03 Prozent. Das ist immerhin der niedrigste Wert seit vier Wochen.

Dagegen sehen wir beim Aufgeld für 100-Gramm-Goldbarren mit zuletzt 2,58 Prozent sogar ein 8-Wochen-Tief. Dies deutet darauf hin, dass sich die Nachfrage im Gold-Sektor zuletzt etwas beruhigt hat.

Silbermünzen knapp und teuer

Anders sieht es bei den klassischen Silber-Anlagemünzen aus. Immerhin knickte der Preis für eine Feinunze Silber innerhalb einer Woche um mehr als 5 Prozent ein. Dieser Umstand animierte Anleger zu weiteren Silberkäufen bei nach wie vor angespannter Liefersituation. Deshalb stieg das Aufgeld für den aktuellen Jahrgang der Maple-Leaf-Silbermünze weiter an auf nun 35,97 Prozent. Die Kanadier kosteten im Durchschnitt 30,43 Euro pro Unze. Aber ältere Jahrgänge, waren teilweise günstiger zu haben. Weiterhin werden auch einfache 1-Kilogramm-Silberbarren mit einem niedrigeren Aufgeld angeboten als aktuelle Maple-Leafs – trotz des Mehrwertsteuernachteils.

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Gold- und Silbermünzen kaufen

Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten von fünf deutschen Anbietern beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage in deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise ermitteln wir bereits seit dem Jahr 2010.

Wer Gold -und Silbermünzen kaufen will, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen gedacht, da Gold- und Silberpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns errechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.

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5 Kommentare

  1. Ein kleines Resümee zur Frühjahrstagung von IWF und Weltbank, zwei der zentralen Institutionen des Finanzsystems.

    Zur allgemeinen Enttäuschung soll hier nicht von der Corona-Infektion unseres Finanzministers Lindner die Rede sein [trotzdem und ausgerechnet aus den Reihen des Goldreporters: Gute Besserung!].

    Viel spannender ist doch beispielsweise, dass die US-Kollegin Yellen die mögliche Überforderung der etablierten Strukturen des globalen Finanzsystems durch die sich potenzierenden Krisen beschwört. In seltener Offenheit gibt sie zu, selbige seien einfach nicht dafür gemacht, mehrere parallele Krisen in den Griff zu kriegen.

    https://www.cash.ch/news/politik/internationale-organisationen-parallele-krisen-drohen-iwf-und-weltbank-zu-ueberfordern-1947982

    Was erlauben Krisen? Sind der IWF und die Weltbank also nur für eine chronologisch geordnete Krisenabfolge ausgelegt? Quasi für eine systemimmanente Krisenhaftigkeit, die aber bitteschön der Reihe nach abgearbeitet werden soll? Haben sich diese Leute denn nicht mal die Funktionsimperative ihrer eigenen Ökonomie angeschaut, bevor sie loslegten?

    https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/globalisierung/52625/groessere-finanzkrisen-seit-1970/

    Ok, dazu ausnahmsweise mal eine Redewendung: Da weiß die eine Hand nicht, was die andere tut. Oder um es mit @Krösus zu sagen: Der Bourgeois versteht seine eigene Ökonomie nicht. Die Signale, die die Völker hören sollen, sind jedenfalls nicht wirklich konsistent.

    • @Thanatos
      Das Internationale
      https://www.youtube.com/watch?v=UXKr4HSPHT8

      Wacht auf, Verdummte dieser Erde, die stets man noch zum Riestern zwingt.
      Das Geld der deutschen Hammelherde jede Bank zur Wall Street bringt.
      Reinen Tisch macht mit den Bedrängern, Heer der Sparer wache auf,
      null Zins zu seh’n, tragt es nicht länger, das Bargeld horten wir zuhauf.

      /Refrain:/ Sparer hört die Signale, auf zum letzten Gefecht.
      Das Schuldenkrach-Finale bekommt dem Konto schlecht.
      Sparer hört die Signale, auf zum letzten Gefecht.
      Das internationale, das Geld aus Gold ist recht.

      Es rettet uns kein höh’res Wesen, kein Gott, kein Blankfein, kein Shogun.
      Uns aus dem Elend zu erlösen können nur wir selber tun.
      Leeres Wort des Sparers Rechte, leeres Wort der Banken Pflicht.
      Verschwörer nennt man uns und Rechte,
      duldet die Schmach nun länger nicht.

      /Refrain:/ Sparer hört die Signale …

      In Stadt und Land wir Sparers-Leute, wir sind die stärkste der Partei’n.
      Die Goldman-Sachsen schiebt beiseite, unser Geld muß unser sein.
      Unser Geld sei nicht mehr der Raben, nicht der Wall-Street-Banken Fraß.
      Wenn sie uns erst enteignet haben, dann grinsen sie ohn‘ Unterlaß.

      /Refrain:/ Sparer hört die Signale …

    • @Thanatos
      Und das hier hatte keiner von uns auf dem Radarschirm.
      https://www.zerohedge.com/markets/no-plaza-accord-2-yen-craters-japan-begs-us-coordinated-currency-intervention-rejected
      Warnhinweis: Das Lied ist – weder im Original noch von mir – nicht gendergerecht.
      https://www.youtube.com/watch?v=sTurT9FNL28

      Brüder zum Golde, zur Freiheit, Brüder zum Silber empor.
      /Zweimal:/ Klug, wer statt Zins zu erwarten, Edelmetall sich verschwor.

      Seht wie der Zug von Millionen Sparern von Banken gequält
      /Zweimal:/ Die Konsequenz hat gezogen, jetzt von Vernunft ist beseelt.

      Brüder, in eins nun die Hände, Brüder, den Nullzins verlacht.
      /Zweimal:/ Ewig dem Falschgeld ein Ende, heilig die letzte Schlacht.

      • @Translator

        Japan ist in Sachen Verzweiflung angesichts des ausweglosen Dilemmas [einer Wahl zwischen Szylla – künstliche Stimuli und Geldmengenausweitung bis der Arzt kommt – und Charybdis – Haushaltskonsolidierung, Austerität und Kreditkontraktion bis zum Atemstillstand*] schon weiter als die USA und die Euro-Zone.

        Die ewige Nacht der langen Messer in Japan. Der japanische Yen ist seit dem Ausbruch des Ukrainekriegs so stark abgerutscht wie seit einem halben Jahrhundert nicht mehr. Dennoch stemmt sich die japanische Zentralbank [BoJ] gegen steigende Zinsen. Staatsanleihen mit längerer Laufzeit werden systematisch aufgekauft, um den weiteren Rendite-Anstieg zu begrenzen.

        Die ökonomische Depression ist schon so weit vorangeschritten, dass der expansive Kurs der Geldpolitik inzwischen alternativlos erscheint – mag der Yen auch weiter abstürzen. Die Nacht der lebenden Toten, Japan interpretiert das Zombie-Genre auf seine ganz eigene Art.

        https://www.faz.net/aktuell/finanzen/japan-warum-die-abwertung-des-yen-banken-nicht-stoert-17943092.html

        Schau mal, auch das hat die letzte Woche gebracht – es gibt doch noch Wunder und Zeichen.
        https://www.der-postillon.com/2022/04/koerpersprache-naidoo-video.html

        *Claro, wie Ihr bestimmt schon gemerkt habt, gefällt mir diese Formulierung. Sollte ich mir schützen lassen!

    • @Thanatos
      Die sind nur der ständige Reparaturbetrieb an der Ausfallstraße der Kleinstadt. Die typenoffene Werkstatt für die ganzen Montagsautos. Mit täglich TÜV ;).

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