Freitag,05.März 2021
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Goldmarkt – Spekulanten aus Verkaufs-Positionen getrieben

Die spekulativen Händler auf dem amerikanischen Goldmarkt sind an der Warenterminbörse COMEX einmal mehr auf dem falschen Fuß erwischt worden. Das half dem Goldpreis nach oben.

Die jüngsten CoT-Daten vom Handel mit Gold-Futures an der US-Warenterminbörse geben weitere Hinweise darauf, warum der Goldpreis am Ende vergangener Woche nach oben marschierte. Die zuletzt stark auf die Verkaufsseite gewechselten Fonds wurden einmal mehr auf dem falschen Fuß erwischt.

Zunächst einmal ist die Netto-Short-Position der „Commercials“ per 23. April 2019 um weitere 26 Prozent zurückgegangen auf 57.396 Kontrakte. Die „Swap Dealers“ (darunter Großbanken) verringerten ihre Netto-Verkäufe sogar um 39 Prozent auf 21.413 Kontrakte.

Interessant wird es auf der Gegenseite. Die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ sank um 33 Prozent auf 37.395 Kontrakte. Dabei verdoppelte die Untergruppe des „Managed Money“ (Hedgefonds, Investmentgesellschaften) ihre Netto-Short-Position auf 33.829 Kontrakte. Man stand vergangenen Dienstag also mit umgerechnet 105 Tonnen Gold auf der Verkaufsseite. So wie es aussieht sind diese Händler im Zuge des Verfallstermins am Freitag zu großen Teilen aus diesen Positionen geflüchtet (Short-Squeeze) und haben damit zum jüngsten Goldpreis-Anstieg beigetragen. Denn um Short-Positionen glattzustellen, muss man Gold auf Termin kaufen.

 

Dafür spricht auch die Entwicklung des Open Interest, also die Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX. Dieser ging per 23.04. zwar nur leicht um 0,12 Prozent zurück auf 440.048 Kontrakte. Bis zum Handelsschluss am gestrigen Freitag gab es dann aber einen Rückgang um 2 Prozent auf 430.914 Kontrakte.

Der Goldpreis legte vergangene Woche um 0,8 Prozent zu auf 1.286 US-Dollar pro Unze (FOREX).

Goldreporter

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16 KOMMENTARE

  1. Glaubt hier wirklich irgendjemand hier, dass die Spekulanten immer falsch liegen und heute short und morgen long und umgekehrt gehen ?
    Und immer falsch liegen ?
    Jeder Würfelspieler könnte das besser.
    Der Grund ist, es gibt keine Spekulanten in dieser Form.
    Banken, Commercials und Spekulanten sind ein und dieselbe Person.

    • @renegade

      Ist doch egal was die schreiben. Die Kurse werden den Notenbanken sowieso entgleiten. Wie komme ich darauf?

      Ganz einfach, man muss sich nur die Währungen in der Türkei, Argentinien, Schweden und auch den Euro anschauen. Ich schätze, dass läuft denen so langsam aus dem Ruder. Und dann schlägt die Stunde des Goldes!!

    • Es heißt hier: „Experten wie der US-Starökonom Nouriel Roubini vermuten schon lange, dass das Cybergeld nichts weiter ist als ein gigantischer Milliardenbetrug, mit dem der Bitcoin-Kurs künstlich gepusht wurde. “

      Nachdem ich meine, das System von der Kalkulationsseite beginne zu erkennen, muss ich leider dem Roubini recht geben.

      • @hans
        Die Idee dahinter ist nicht schlecht, erfüllt es dich die Bedingungen des Geldes:
        Weltweites Tauschmittel, anonym und völlig frei von Banken und Regierungen.
        Doch die Umsetzung wie immer beim Menschen, stümperhaft.
        Ähnlich wie so viele Ideen und Weltverbesserungen.

        • @renegade
          „Er ist das Einfache, das doch so schwer zu machen ist.“
          Bertolt Brecht über den Kommunismus.

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  3. Hätte ich fast vergessen: Die große Sonntagsumfrage!

    Was haltet Ihr davon, dass die Schlecker-Kinder ins Gefängnis müssen?

    Hm, claro, @Renegade hat die Antwort „Wie? Müssen jetzt auch Reiche ins Gefängnis? Das ist nicht mehr mein Land.“ genommen. Auch die Wahl unseres @Translators „Endlich wird etwas gegen Klankriminalität unternommen!“ ist keine Überraschung. @Krösus dürfte „Die kapitalistische Warenproduktion ist eben nichts für Dilettanten.“ gefallen haben. Der @Katholiban nimmt selbstredend „Tut endlich Buße!“, während @Christof nicht umhin kommen wird „Eine GmbH ist kein Ponyhof!“ anzukreuzen.

    Und ich kehre, nachdem Translator mir ins Gewissen geredet hat – Danke dafür! -, zu meinen urchristlichen Wurzeln zurück. Frei nach „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“ (Joh 8,7; LUT):
    „Wer noch nie eine Insolvenz verschleppt hat, um sich unrechtmäßig Gewinne aus einer Firma des eigenen Familien-Imperiums auszuzahlen, während tausende Angestellte auf der Straße landen, der werfe den ersten Stein.“

    https://www.der-postillon.com/2019/04/sonntagsfrage-schlecker-kinder.html

    • @Thanatos Ich habe noch keine Insolvenz verschleppt und bin dafür dass Involvenzbetrueger und Insolvenzverschlepper aller Art genau so hart bestraft werden wie Steuerhinterzieher.(Politiker und Banker die Insolvenzen bitte nicht vergessen!)

    • @Thanatos
      Die Reform des Christentums im Kapitalismus geschah durch Einführung des 11. Gebots, das die Schleckers nicht beachteten, wofür sie nun der Inquisition anheim fielen. „Du sollst dich nicht erwischen lassen.“
      Übrigens hatte ich mich zu den Schleckers schon geäußert. In einem Posting speziell an Dich, Du Fußkranker der christlichen Weltbewegung :::)

    • @Thanatos

      Lieber Thanatos,

      Ich bin immer wieder beeindruckt, von Deinen Fähigkeiten.
      Jetzt kannst du auch schon MEINE Gedanken lesen.

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