Samstag,26.November 2022
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Goldpreis: Achtung, wenn das ein Fehlausbruch war!

Sollte der Goldpreis zeitnah den Sprung zurück über die Marke von 1.700 Euro schaffen, dann könnte es zu einer schnellen Kurserholung kommen.

Goldpreis leicht erholt

Am gestrigen Dienstag notierte der Goldpreis im US-Futures-Handel per Tagesschlusskurs mit 1.717 US-Dollar pro Unze (August-Kontrakt). Das entsprach 1.697 Euro. Damit erholte sich der Euro-Goldpreis gegenüber Vorwoche um 1,5 Prozent. Blicken wir weiter zurück: Seit Erreichen des Allzeithochs am 8. März 2022 bei 1.874 Euro konsolidierte Gold auf Eurobasis um knapp 10 Prozent. Wie hat sich die charttechnische Lage nun entwickelt?

Charttechnik

Der Bruch der 1.700er-Marke in der vergangenen Woche führte zu weiteren Abgaben, die den Goldpreis bis zur 200-Tage-Linie bei 1.670 Euro nach unten drückte. Dieses erste Kursziel hatten wir am vergangenen Mittwoch in Aussicht gestellt.

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Goldpreis in Euro, 1 Jahr, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures per 26. Juli 2022

Klar ist nun, dass der Goldpreis auf Tagesschlussbasis möglichst zügig wieder über 1.700 Euro zurückkehren muss, damit sich die Chance auf eine nachhaltige Erholung eröffnet und sich der jüngste Ausflug Richtung Süden als Fehlausbruch entpuppt.

Sentiment

Die Marktstimmung ist mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) von 45 neutral. Das heißt, der Euro-Goldpreis ist aus der Sicht von 14 Tagen weder „überverkauft“ noch „überkauft“. Der Abstand zur 50-Tage-Linie hat sich auf 1,6 Prozent verringert.

Ausblick

Im Negativ-Szenario prall der Goldchart erneut an der Marke von 1.700 Euro und setzte seine Korrektur fort. Diese kann deutlich ausfallen, sollte das Edelmetall doch unter die 200-Tage-Linie zurückfallen.

Dagegen böte eine nachhaltige Rückkehr über 1.700 Euro die Chance auf eine starke Kurserholung, denn der Fehlausbruch gehört zu den stärksten charttechnischen Signalen.

Hinweis Goldpreis-Analyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Aber wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar.

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11 Kommentare

  1. Wenn jemand nicht will, dass Gold sich kräftig erholt, wird derjenige so ziemlich alles tun, dass es unter 1700 bleibt und weitere Shortkontrakte aufbauen.
    Dazu kommt, dass bei steigenden US Zinsen sowohl der Goldpreis in Dollars unter Druck kommt und die EZB nachliefern muss, mit ebenfalls steigenden Zinsen.
    All das sicher nicht allzu pralle Aussichten für einen Goldpreis über 1850 Euro. Denn 1720 Euro wären wohl ein Witz !

  2. (▀̿Ĺ̯▀̿ ̿)

    Dieses Jahr 2022 ist tatsächlich ganz anders als die letzten Jahre, und auch
    die „10 Gebote“ der Georgia Guidestones haben sich plötzlich in Luft aufgelöst !

    [ na ja – da hat wohl jemand „nachgeholfen“; Anm.d.Krisenred. ]

    Aber nicht nur die „Granitsteine“ sind umgefallen (und dann eingebrochen), auch
    der Goldpreis vom August 2020 von $2071,- Dollar auf heute $1724,- anschließend
    „fielen“ auch „Boris Johnson“ und danach „Mario Draghi“ aus („und um )
    sowie „Nordstream 2“ und nun per Gazprom-Salami-Taktik auch
    „Nordstream 1 „ und liefert nur noch 1/5 des Gas-Volumens an Deutschland.

    Daß sogar Anna Baer-Bock für kommenden Herbst in der BRD „Volksaufstände“
    erwartet, sollte zu denken geben.

    Was wußte „Thilo Sarrazin“ schon 2010, als er ein Buch veröffentlichte
    [„Deutschland schafft sich ab“, Anm.d.Thanatos-Rattlesnake-Red.], das den
    treffenden Untertitel „Wie wir unser Land aufs Spiel setzen“ trug?
    (▀̿Ĺ̯▀̿ ̿)

  3. Hat eine Milliardärin gerade physisches Edelmetall (Silver Eagle) im Wert
    von 50 Mio. $ gekauft?“
    , (siehe hier:)

    Weitere Order sollen folgen . . .
    daher ist wohl davon auszugehen, daß der Silberkurs weiter fällt ?
    ‹(•¿•)›

  4. Hier mal eine wahre Aufstellung von Aktiengewinnen:
    „In einem Streit um die Rückgabe einer in Aktien angelegten Mietkaution muss eine Wohnungsgesellschaft laut einem Kölner Gerichtsurteil die Kaution in Form von Aktien herausgeben. In dem vom Amtsgericht Köln entschiedenen Fall ging es um eine 800-Mark-Kaution, die ursprünglich im Jahr 1960 hinterlegt wurde. Die Summe wurde in einem neuen Vertrag 2005 übernommen. Der Kurswert der Mietsicherheit lag bei Klageerhebung im Dezember 2021 bei 115.000 Euro. ( n-tv).
    Aus 409 Euro wurden über den Zeitraum von 61 Jahren 115.000 Euro.
    Ein Gewinn von 1.878 Euro pro Jahr. Sage noch einer etwas gegen Aktien.
    Ach so Gold:
    Im Jahre 1960 bekam man für 800 DM ( 400 Euro) etwa 8 Unzen. (45 Dollar = 100 DM die Unze).??? (Erinnerung)
    Verkauft man diese heute bekommt man dafür :
    13.600 Euro.

    • @maruti

      Ist eben alles nur eine Frage des Timings. In 5 Jahren Aktien bei Null, und bei EM eine OZ bei 1 Mio? Wer weis das schon?

      • @stillhalter
        Natürlich weiss das keiner, aber 61 Jahre sind auch eine lange Zeit. Zu lang für die Altersvorsorge, aber lang genug für eine Erbschaft, wie man sieht.
        Was letztlich bedeutet, will man seinen Nachkommen was vererben, könnte man ein paar Aktien Aktien kaufen und dem Enkelkind vererben.
        Gold wird sicher keine Kaufkraft von einer Mio erreichen, legt man den heutigen Eurowert zu Grunde. Ist ja auch klar, Gold trägt nichts zur Wirtschaftsleistung bei. Es erarbeitet sozusagen nichts. Es ist eben eine Versicherung, jedoch eine, ohne wenn und aber und ohne Kleingedrucktes.
        Deshalb sollte natürlich jeder etwas Gold haben.
        In jungen Jahren weniger, das wäre überversichert, in älteren Jahren eher mehr, da dann ohnehin die Zeit fehlt, Ertrag durch Aktien zu erwirtschaften.
        Was soll bitte ein 70 Jähriger mit Aktienkäufen anfangen ? Höchstens für die Urenkel.

        • @Maruti – Stillhalter
          Bei den Aktien will ich zart widersprechen.
          Das, was die Banken empfehlen (jeden Monat xy Euro für 30 Jahre in einen Aktien / ETF-Sparplan ist natürlich Blödsinn. Das ist Verarsc…. für die Masse.
          Mit sowas wird meine karge Rente bezahlt.
          Und die Millionengehälter der Investmentbanker. Diese Masse der Kleinanleger ist gedacht als das Opfer der Profis.
          Die Börse ist ein Nullsummenspiel. Für jeden Gewinner muss es einen Verlierer geben.
          Auf welcher Seite stehen Blackrock/Vanquard/Bridgewater und Goldman / JP ?
          Eben.

          Warum Blödsinn ?
          Weil man damit in den riesigen Verlustjahren auch richtig blutet (von 2000 bis 2003 hat man 80 % verloren), nach 2008, oder aktuell seit Dezember incl. Inflation fast 30 % Verlust.
          Diese Verlustorgien muss man ja nicht mitmachen. Man kann Aktien auch verkaufen.
          Und ganz sicher kann man die auch wieder kaufen, Ehrlich.

          Mal ein privater Tipp: Surfen.
          Aktienwellen surfen.
          Damit kann man auch in nur 5 Jahren ordentlich Kasse machen.
          Beispiel:
          2000 raus, zusehen, wie die Masse 80 % verliert, 2003 wieder rein, ordentlich absahnen und 2007 /2008 wieder raus. Die Masse blutet wieder und man wartet die Delle ab.
          2010 wieder rein.
          Natürlich hat man auch bei „50 Jahre nix tun“ Geld verdient.
          Aber wenn man die Verlustphasen raus war, dann hat es mindestens dreifach geregnet.

          Aktuell wetten die Profis auf einen massiven Crash und sind massiv Short.
          In 2 bis 3 Jahren kann man (wohl) wieder rein, allerdings nicht mehr in europäische Aktien.
          Europa ist DDR oder besser Rumänien 3.0.
          Die Musik spielt künftig woanders.

          • @meister Eder
            Ich kann alles soweit nachvollziehen.
            Trotzdem ist es eine Tatsache, dass so manche, mit glücklichen kaufmännischen Händchen, in diesem Gewerbe des Aktienhandels, doch ganz ordentlich verdienen. Sicher, man braucht eine gute Ausbildung dazu, eventuell sogar ein Studium und jede Menge Disziplin.
            Jedoch kann nicht jeder ein guter Kaufmann sein.
            Ein Handwerker, Arzt, Jurist kann in seinem Beruf ein Meister seines Faches sein. Heisst jedoch nicht, dass er auch ein erfolgreicher Kaufmann ist.
            Und so gilt das alte Sprichwort, „Schuster, bleib bei deinen Leisten“.
            Und für jenen ist, da haben Sie vollkommen recht, ist Gold eine ganz ausgezeichnete Anlage, mit welcher er sich sorgenfrei auf seinen eigentlichen Beruf konzentrieren kann und eben damit erfolgreich ist.

          • @Meister Eder

            Rein und Raus funktioniert jedoch nur, wenn ein entbehrlicher Grundstück vorhanden ist. Daher ist es nicht verkehrt, bei fehlendem Einsatz regelmäßig in kleinen Tranchen einen Stock aufzubauen. Meine VWL setze ich so beispielsweise ein. Klar hat der Fonds in den vergangenen 6 Monaten fast 30% Buchverlust eingefahren. Aber analog zum EM-Ansparen lege ich aktuell einfach günstig nach

            Sobald der VWL-Fonds „reif“ ist wird sofort der nächste aufgelegt. Der bestehende Fonds wird dann entsprechend Ihrer Ausführungen zu Rein und Raus behandelt.

  5. Wenn ich mir anschaue, dass der Goldpreis vor einem Jahr bei 1550 EUR lag und jetzt bei 1700 EUR, so bin ich zufrieden! Ich meine hier den Durchschnittspreis, nicht die Aussetzer ganz nach oben bis fast 1850 EUR und abschließenden Absturz in den Keller auf 1650 EUR. Hatte neulich noch eine alte REchnung vom letzten Jahr in der Hand – in der Tat hatte ich 1550 für die Uz ausgegeben. Mein Portfolio hat sich im letzten Jahr allein schon durch die 150 EUR mehr pro Unze schön im Wert erhöht. Da kann man nicht meckern, sondern nur weiter kaufen!

    • @Goldmarie
      Keine Frage, der Goldpreis wird weiter steigen.
      Was ich jedoch immer zu vermitteln versuche, mit mässigem Erfolg leider, ist, dass man nicht unbedingt bei den Ausreissern nach oben kaufen soll. Eher bei den nach unten, falls es gelingt. :). Soll vorkommen.
      Letztlich möchte ich fairerweise anmerken, dass man bei der Gewinnkalkulation auf der einen Seite den Kaufpreis samt Nebenkosten berücksichtigen muss und als Counterpart den Verkaufspreis an einen Händler oder Käufer, ebenfalls samt Nebenkosten.
      Dazu noch ggf. Steuern und zwischenzeitliche Inflation berücksichtigen. Das wäre dann so halbwegs fair.
      Jedenfalls für denjenigen, welcher sich mit ( :( ) Verkaufsgedanken plagt.
      Meine ich jedenfalls.
      Was meinen die anderen im Forum ?

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