Freitag,30.September 2022
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Goldpreis am Scheideweg: Rebound oder Abverkauf?

Der Goldpreis steht auf der Höhe von 1.670 Euro erneut am Scheideweg. Was spricht jetzt für eine Aufwärtsbewegung?

Goldpreis

Der Goldpreis im US-Futures-Handel schloss am gestrigen Dienstag mit 1.671 US-Dollar pro Unze (Dezember-Kontrakt). Das entsprach 1.674,95 Euro. Damit stand das Edelmetall nach dem Passieren der 1.700er-Marke in beiden Währungen erneut am Rande einer bedeutenden Unterstützung. Wir betrachten die charttechnische Lage bei Euro-Goldpreis per 20. August 2022.

Charttechnik

Auf der Höhe von 1.670 Euro ereignete sich Mitte Juli ein markantes Zwischentief. Seinerzeit endete eine Konsolidierung auf diesem Kursniveau und der Goldpreis legte danach einige Wochen wieder deutlich zu.

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Goldpreis in Euro, 12 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Dezember-Kontrakt) per 20. September 2022.

Das heißt, ein nachhaltiger Bruch dieser Unterstützung dürfte weitere Kursverluste zur Folge haben, die die Notierung zunächst bis auf 1.635 Euro zurückführen könnte. Findet der Goldpreis hier keinen Halt, dann kann in der Folge der gesamte Buchgewinn des laufenden Jahres auf dem Spiel stehen. Denn ein Rücksetzer bis auf 1.575 Euro innerhalb weniger Wochen wären in diesem Szenario denkbar.

Positiv-Szenario

Was spricht dagegen? Mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) von zuletzt 29 befindet sich Gold aus der Sicht von 14 Tagen bereits in „überverkauftem“ Terrain. Dabei verläuft die 50-Tage-Linie weiterhin oberhalb der 200-Tage-Linie. Schon im vergangenen März und Juli setzte auf dem aktuellen Kursniveau eine Gegenbewegung ein.

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Goldpreis in US-Dollar, 12 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Dezember-Kontrakt) per 20. September 2022.

Und auch der Blick auf den Dollar-Goldchart könnte Anlegern und Long-Spekulanten Anlass zur Hoffnung geben. Denn hier wurde nun eine 11-prozentige Konsolidierung abgeschlossen, die Mitte Juni mit dem Ausbruch aus einem symmetrischen Dreieck begann. Auf dem Niveau 1.670 US-Dollar verläuft zudem eine wichtige Unterstützungslinie.

Hinweis Goldpreis-Analyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Aber wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar.

Aus fundamentaler Sicht kann sich das Ergebnis der Fed-Sitzung am Mittwochabend kurzfristig auf den Goldpreis auswirken.

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17 Kommentare

  1. Prinzipiell wird es einen Rebound geben, aber der Abwärtstrend ist damit noch nicht gestoppt.
    Ich persönlich rechnete mit 1640 Dollar, heute stehen wir bei 1674 Dollar, vor der FED.
    Diese Woche entscheidet es sich also:
    Runter gegen 1640 / 1620 oder wieder rauf auf 1715 Dollar. Die Mobilmachung in Russland könnten der 1715 förderlich sein. 300.000 weitere Soldaten und die Möglichkeit Atomwaffen einzusetzen.Weniger lustig.
    Lustig dagegen sind die Punktemanipulationen des DAX
    Man schmeisst Wirecard, Commerzbank und andere raus und nimmt Porsche, Zarlando, Covestro ect rein und sagt, seht, die Punkte des Dax steigen.
    Ist das nicht prall ?
    DAX Anleger jedoch sehen ihr Portfolio ständig im Minus und das Vermögen schrumpft. Brauchen die eine Brille ?
    Eine Punkte oder Chartbrille, am Besten noch eine rosa.

    • Ein schönes Gefühl, leider holt uns die Realität immer
      wieder ein. Um „reich“ zu werden, sollte man immer
      zu den 20% gehören, die 80% vom Kuchen kriegen
      nicht umgekehrt.

    • @saure
      Noch steht er bei 1667 Dollar. Dafür hat man den Dax nach ordentlichen Verlusten am Vormittag um 200 Punkte nach oben gehoben, wohl weil man ahnte, die
      FED würde den heute abends um 200 Punkte runter drücken. Jedenfalls kam der Euro unter Druck (-1%), den hat man natürlich nicht gestützt.
      Dadurch steht Gold in Euro bei 1690 EUR. Unangenehm für die EZB.
      Eines ist klar, die Manipulateure und Zocker haben sich schon die Finger geölt und es wird ein heiteres Auf und Ab geben, bis am Freitag nachmittag dann klar ist, wohin es geht.
      Den beiden wünsche ich jetzt schon herbe Verluste.
      Dem Steuerzahler allerdings wünsche ich herzliches Beileid.

  2. @saure

    Das könnte durchaus passieren, wenn Powell in wenigen Minuten den ca.
    7,6 Mrd. Erdenbürgern erzählt, daß die Fed den „Leidzins“ nur um 0,5%
    anhebt, – und nicht um 1%.

      • @Klapperschlange
        Danke für den Link. Das Bild des einträchtigen Komitees (einstimmig !) ist Botschaft genug. Und die Zinsen werden weiter steigen, wenn nichts sicher ist, dann wenigstens das. Habe zu den Konsequenzen für Gold schon meinen Senf abgegeben.
        Lese hier aber schon wieder über „Manipulateure“, als ob die Abzocke, der ExtraProfit (und wenns kriegsbedingt ist!) nicht das „Normal“ wäre. Genauso wie der systemimmanente Wachstumszwang – mit Kredit, Schuldgeld bzw. Verschuldung als Treiber! Und nicht der „Hedonismus“, auch so ein bizarre Vernebelungsvokabel, die man hier zu lesen bekommt.
        DAS ist es, was den Goldpreis auf Monatssicht bestimmen wird:
        Mit einer „ausreichend restriktiven Geldpolitik“ soll die Inflation gesenkt werden, ökonomische Nachfrage runter – BASTA!
        https://finanzmarktwelt.de/jerome-powell-headlines-der-fed-pk-live-feed-246547/

        • @Katha2
          Das die Geldpolitik restriktiver werden muß, weiß man doch schon seit 2008.
          Hat das bisher jemand gestört und wenn ja, war das alternativlose Politik.
          Energie als Grundlage von allem ist z.Z. das Problem der Teuerung. Vielleicht geht es Norwegen bei diesen Mondpreisen bald so gut wie den Emiraten. Die werden auch
          mit Bastamentalität die Verkaufspreise für Gas nicht senken.

          • @Goldhase
            Es ist doch immer das Gleiche. Erst lockt man die Leute in die Schulden und erzählt ihnen noch, die Zinsen werden in diesem Jahrhundert nie mehr steigen und nennenswerte Inflation wird es auch nicht geben. Wörtlich: FED Direktorin: Sehe ich weit und breit weder Zinsen noch Inflation. Das noch vor 3 Jahren !
            Und anstelle derart dümmliche Aussagen als Alarm anzunehmen, verschuldet man sich weiter. Öffentlich wie privat.
            Und noch immer ist es so gekommen, dass, wenn die Schulden hoch genug ist, die Falle zu schnappt.
            Die Zinsen werden angehoben und nun ist Erntezeit für die Geldverleiher. Und es gibt wie immer eine prächtige Ernte, das Saatgut, der Geldverleih selbst waren nur Peanuts. Die Banken werden reicher sein als jemals zuvor.

      • @Klapperschlange
        Ergebnis in einem Wort : RUMMMMMS.

        Der Absturz an den Aktienmärkten geht weiter, alte Anleihen zerbröseln, Gold plus 30 Euro.
        Liegt jetzt Tenhagen richtig, oder wir hier ?

        Mal sehen, was Christine jetzt macht und wie das Italien und dem Euro schmecken wird.
        Prognose in einem Wort: RUMMMMS.

        Noch eine praktische Info zur Lage der Energiewende / des Landes.
        Die Stadtwerke München (d.h. also faktisch ganz Oberbayern) verweigern neuen Wärmepumpen einen Anschlussvertrag.
        Also kaufen darf man die Grünen Lieblinge schon noch, nur gibt es keinen Stromanschluss mehr dafür.
        Beurteilung: RUMMMMMS

    • Die FED scheint ernst zu machen. Oder alles nur ein guter „Bluff“?
      Fakt ist, wenn sie ernst machen wird der Euro bald in Trümmern liegen, inkl. Yen usw…

    • @ukunda
      Betrachtet man den 20 Jahreschart in Dollar, zeigt dieser eine Kurve, welche parapolisch nach oben steigt. Nimmt man die Untergrenzen, ergeben sich etwa 1450 bis 1500 Dollar minimum und Maximal so 2500 -3.000 Dollar. Irgendwo dazwischen werden wir landen.
      Aber 1.000 Dollar ist unrealistisch. Da müsste die FED schon die Zins auf knapp unter 40% anheben und nicht mal da. Ich erinnere an die fast 20% Zinsen in den 80 er Jahren, welche den Goldpreis nur Halbierte. Von maximal 800 auf 400 Dollar. Ausgehend von 2.050 Dollar wären das besagte 1.000 Dollar, aber dann Zinsen weit über 20%.
      Meine Überlegung wären 1640 als Unterkannte und ab da wieder deutlich rauf, auf etwa 2.150 und darüber.

    • @excellent
      Sollte Gold unter 1.000 Euro ( Dollar interessieren mich nicht) fallen, wird es kein Gold mehr zu kaufen geben. Weil ich dann sofort alles kaufe.:)
      Das meiste kaufte ich bei 500-600 Euro.
      Da war auch alles ausverkauft.
      Noch besser wäre es, wenn Gold wie bei Öl auch geschehen, ins Negative fällt.
      Dann kaufe ich gleich alles Silber mit.
      Das einzige was mich allerdings quält, wohin damit ?
      Ich brauche ein grosses Frachtschiff, mindestens 500.000 BRT.
      Im Ernst, der Autor des Videos schlägt noch den Harry Dent in seinen Prognosen.
      Genau so gut könnte er auch anhand eines Charts den 3.Weltkrieg mit Atomwaffen voraussagen.
      Von 8.5 Milliarden Menschen kann es noch mal runter gehen auf 16.000, bis es dann wieder rauf geht.
      Aber wenn die 16.000 unterschritten werden, können es am Ende durchaus auch 400 werden.

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