Sonntag,21.April 2024
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Goldpreis-Anstieg: ETF-Investoren kommen zurück

Bei steigendem Goldpreis verzeichnete der SPDR Gold Shares innerhalb einer Woche einen Netto-Kapitalzufluss in Höhe von 266 Millionen US-Dollar.

Gold- und Silberpreis

Am gestrigen Mittwoch schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel mit 1.973 pro Unze (Dezember-Kontrakt). Das entsprach 1.805 Euro. Dagegen kostete Silber zum gleichen Zeitpunkt 25,10 US-Dollar beziehungsweise 22,97 Euro pro Unze. Damit sind die Edelmetall-Kurse nun zwei Wochen in Folge gestiegen.

Gold, Gold-ETF, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Der jüngste Goldpreis-Anstieg war auch begleitet mit steigenden Metall-Beständen des größten Gold-ETFs, dem SPDR Gold Shares (GLD). Gegenüber Vorwoche nahm das Inventar um 5,19 Tonnen zu (Bild: Goldreporter)

Denn während Gold gegenüber vergangenem Mittwoch auf Dollar-Basis um 1,3 Prozent zulegte, notierte der Euro-Goldpreis um 0,7 Prozent höher. Dagegen kletterte der Silberpreis um 2,9 Prozent in US-Dollar beziehungsweise um 2,3 Prozent in Euro.

Größter Gold-ETF

Die Kursentwicklung hat zumindest bei Gold zu einer Belebung des ETF-Geschäfts geführt. Denn die Bestände des SPDR Gold Shares (US-Börsenkürzel: GLD) stiegen per 30. August 2023 gegenüber Vorwoche um 5,19 Tonnen auf 890,10 Tonnen. Dabei handelt es sich im Rahmen unserer Berichterstattung um die erste wöchentlichen Bestandszunahme seit fünf Wochen. Begleitet war die jüngste Inventar-Ausweitung von einem Netto-Kapitalzufluss im Umfang von 266 Millionen US-Dollar. Denn jeder ausgegebene Anteilsschein ist offiziell mit einer Zehntel Unze Gold gedeckt.

Größter Silber-ETF

Dagegen ereigneten sich beim iShares Silver Trust (SLV) erneut Abgänge. Die Bestände des größten Silber-Fonds sanken gegenüber Vorwoche um 105,55 Tonnen auf 13.685,56 Tonnen. In diesem Zuge flossen 174 Millionen US-Dollar an Netto-Kapital aus dem ETF ab. Der Betreiber des SLV muss pro ausgegebener Aktie eine Unze Silber physisch hinterlegen.

Gold, Gold-ETF, SPDR, Bestände, SLV, Silber

Einordnung Edelmetall-ETFs

Vergangene Rallys bei den Edelmetall-Kursen waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Silber- und Gold-ETFs begleitet. Allerdings sind die Fonds-Bestände eher Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit zunehmendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. Abgesehen davon, erfreuten sich diese ETFs in den vergangenen Jahren steigender Beliebtheit unter jungen US-Anlegern, die Anteile über immer stärker verbreiteten Discount-Broker erwerben.

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14 Kommentare

  1. Man braucht bloss den Goldpreis um 2 Dollar steigen zu lassen und diese Investoren kommen zurück und um 3 Dollar fallen zu lassen und diese fliehen in Scharen.
    Durch dieses Hin und Her leert sich das Konto der ETF Anleger besonders schnell.
    Auch eine Möglichkeit den Anleger Notststand zu beseitigen. Denn was weg ist, braucht man nicht mehr investieren und sich Gedanken machen. Gleichzeitig schwindet auch der Stress.
    Siehe Wirecard Anleger, die leben nun völlig entspannt, so habe ich mir sagen lassen.
    Daraus folgt:
    Zum entspannten Leben gibt es nur 3 Möglichkeiten
    1.) Nicht investieren
    2.) In physisches Gold investieren
    3.) In Wirecard, Bankaktien, Eon oder RWE Aktien, ETF und ähnlichem investieren.
    Dies kommt Punkt 1 am nächsten.

  2. Die angeblichen Goldbestände des GLD Etf allein waren vor Jahren mal bei 1600 tonnen wo der Goldpreis noch bei ca 1250 euro war und jetzt wo der Goldpreis wesentlich höher steht haben sich die bestände nahezu halbiert ? Das zeigt für mich das dieses Papiergold eben doch keinen Einfluß auf den Goldpreis haben wenn dann eher zum nachteil weil ich stark vermute das die Bestände auch zur drückung verwendet werden also gegen die interessen der Anleger .

    • @Goldhase
      Ich meinte entspannt leben und nicht auf der faulen Haut liegen und andere dafür schuften und malochen lassen.
      Da könnte ich weder entspannt sein noch mich selbst in den Spiegel gucken.

  3. Hallo Zusammen
    Sollte der Goldpreis in den nächsten 12 bis 20 Monaten über 2000 Dollar je Unze steigen und sich dort festsetzen, nicht nach 2 Tagen wieder abstürzen, dann ist ein neues Wunder passiert. Man müsste diesen gottverdammten Gold Futures und Derivate Markt verbieten.
    Bis in alle EWigkeit.
    Grüsse aus der Schweiz

    • @geronimo
      Seien Sie denen, welche mit Futures sich gegenseitig
      abzocken doch dankbar. Denn diese zahlen uns mehr als 200 Dollar pro Unze beim Golderwerb dazu.
      Es gibt doch auch Energiegeld, Inflationszulage, Coronageld, und dieses ist eben Golderwerbs-Geld.
      Für all jene, welche die staatlichen Almosen und Zuschüsse nicht brauchen oder annehmen wollen, ist das doch einmal eine Zulage, für welche sich keiner zu schämen braucht.
      Ganz schamlose nehmen die staatlichen Hilfen und wandeln diese in Gold um. ( Bürgergeld, Kindergeld, Wohngeld, Heizungsgeld, Inflationsausgleich in Gold und profitieren damit zweimal).

    • @geronimo
      Was mich wundert ist, dass ob des hohen Frankenkurses
      diesmal das Geschrei der Hoteliers und Uhrenindustrie ausbleibt. Gab es doch bei einem viel schlechterem Frankenkurs von 1.21 schon massives Geschrei und zwang den SNB Chef Hillebrandt zu einer „Über Nacht“ Abwertung des Franken.
      Und jetzt ?
      Franken zu teuer, Russen fast alle weg, der Schnee mittlerweile auch und kein Gejammer der Gaststätten Betriebe. Wie kommt es ?

      • Der Schweizer Franken ist teuer, keine Frage. Viele reichen Ausländer halten einen Teil ihres Vermögens in Schweizer Franken. Ausserdem hat er 2 Weltkriege überlebt. Das kann man von den deutschen Währungen nicht behaupten.
        2 x Hyperinflaltion und Geldentwertung.
        Der Euro ist leider auch ein Wackelkandidat. Der US Dollar ist infolge der immensen Verschuldung mit Vorsicht zu genießen.
        Die Schweiz ist ein teures Land trotzdem sind die Hotels ausgebucht.
        Ich habe hier schon mal erwähnt , dass man sein Vermögen in physischem Gold, etwas Silber, und einen Teil im Schweizer Franken diversivizieren könnte. Dann ist man wohl auf der sicheren Seite. Aber das ist nur meine Meinung. Praktisch sämtliche Währungen haben gegen den Schweizer Franken an Wert verloren.
        Wenn das kein Argument ist???
        Grüssecaus der Schweiz

        • @Geronimo
          Das ist zur Zeit sicher so.
          Es gab aber auch andere Zeiten. 2010 etwa, als auch die Schweiz begann, massiv Geld zu drucken und abzuwerten. (bis auf 1.60 zum Euro).
          Dazu noch die Abschleicher Problematik in den 2 Jahren danach. So manche Rentner und Konteninhaber mussten Notreisen in d Schweiz unternehmen um ihr Geld in Sicherheit zu bringen, denn die Schweiz wollte 40% des Vermögens einbehalten. ( bei Ausländern).
          Ich gehörte zu jenen und musste mit einem Haufen Bargeld nun über die deutsche Grenze, wo all die Vögel lauerten.Es gelang mir über Italien, Österreich nach Deutschland.
          Die Bild berichtete von einer Rentnerin, welche mit 60.000 Euro in die Falle lief. Geld weg, Strafanzeige usw. ( Schweizer Raiffeisen Bank nahe der deutschen Grenze).
          Danach machte es wenig Sinn, in Franken anzulegen. Heute schon, jedoch liegt alles dem deutschen Finanzamt offen, bei kaum Zinsen bzw sogar noch Negativ Zinsen und erheblichen Gebühren der Banken.
          Hält man Franken in Bar, kommt das Problem des Ablaufdatums dazu.
          Beim Umtausch in neue Franken muss der Nachweis erbracht werden, woher das Geld stammt und es ergeht eine Meldung ans Finanzamt schon bei geringen Bargeldbeständen.

    • @Odin
      Wie auch das Käsemesser nicht Schuld ist, sondern der Anwender dahinter, sind auch die Futures per se nicht schuld, sondern die welche diese missbrauchen.
      Allen voran die Gesetzgeber, welche derartiges tolerieren, oft sogar auch noch fördern und deren Vasallen, die Notenbanken. Letztere richten sehr viel mehr Schaden am Volk und Bürger an, als es alle noch so kriminellen Future Händler es jemals vermögen. Der Fisch stinkt eben immer am Kopf zuerst und darin liegt der Haase im Pfeffer.

      • @Maruti
        Der Fisch stinkt inzwischen überall. Bei Aurubis in Hamburg wurde Kupfer und Gold im Wert von vermutlich mehr als 100 Millionen Euro vom Werksgelände gestohlen. Warum sollte nur
        ein Investor noch in so einer Republik investieren. Ein reiner Selbstbedienungsladen, egal
        ob Museen, Bankautomaten oder wie hier Firmen.

  4. @Maruti
    Diese schamlose was Sie meinen machen den größten Teil der Arbeitnehmer aus. Es gibt mehr als genug Arbeitnehmer die bei volzeit nicht oder knapp über die 2000,00 € Netto kommen, das bei St.Kl. 3 wohlgemerkt.
    Warum sollen die Familien nicht Kindergeld oder Zuschlag, Wohngeld oder was auch immer ihnen zusteht nicht beziehen? Die liegen ja nicht auf die faule Haut, man steht auf und geht Arbeiten, hält den Laden am laufen.
    Warum sollten manche von denen z.b das Kindergeld nicht dafür verwenden um Gold zu kaufen, da haben die Kinder später auch was davon. Wäre die Welt nicht so verrückt würde ich kein Gold kaufen, allein das was wir haben könnten wir mehrmals den teuersten Urlaub leisten. Atoll XY, mehrere Wochen, super trouper all inklusive, oder so.
    Nicht missverstehen, bin weder links noch pseudo Sozialist. Aber, was viele gut betuchte deutsche, damit meine ich nicht Familie XY mit nur (?) 100000,00 € und evtl. Paar dutzend Unzen Gold, am Tag legen ist nett formuliert, arrogant, Realitätsfremd. Es gibt genug solche die in Geld schwimmen, dutzende Immobilien, hohe goldreserven, Antiquitäten, o.ä. haben. Auf die armen und arbeitenden Bevölkerung so runter zu schauen, wird früher oder später Konsequenzen haben.
    Wie ich früher mal schrieb, verliert der Staat die Kontrolle über die Menschen, oder werden die Menschen und ihre Probleme komplett ignoriert, das schlimmste hatten wir in der französischen Revolution und auch den Fall des russischen Kaiserreichs. Also bißchen mal auf den Teppich bleiben, keiner ist besser als der andere, nur weil der jenige über mehr finanzielle Mittel verfügt.

    • @Big Driver
      Da bin ich völlig Ihrer Meinung.
      Nur weiter so, dann wird alles gut.
      Ich sehe nur ein kleines Problemchen:
      Wer wird demnächst all die schönen Vergünstigungen und Wohltaten finanzieren ?
      Familie XY mit 100.000 ist schon längst weg.
      Bleibt dann nur noch Familie XZ mit 25.000.
      Bis die auch weg ist.
      Ob dann Familie ZA mit 1.200 mtl das übernimmt ?
      Da bin ich ganz sicher, vorerst jedenfalls.
      Jeder leistet was er kann und entnimmt das, was er Bedarf.
      So wie die alleinerziehende, arbeitslose N-tv Mutti mit 3 Kindern und einem Haufen Schulden.
      Da steht klar und deutlich, was diese leisten kann und was sie bedarf.

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