Sonntag,21.April 2024
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Goldpreis: Das sind die neuen Gold-Prognosen der Banken

Nachdem der Goldpreis im Oktober um 8 Prozent angestiegen ist, betonen Banken-Analysten vor allem die kurzfristigen Belastungsfaktoren für Gold.

Goldpreis deutlich gestiegen

Der Goldpreis hat zuletzt die Marke von 2.000 US-Dollar zurückerobert. In US-Futures-Handel beendete Gold die vergangene Handelswoche mit 2.016 US-Dollar pro Unze. Damit verzeichnete das Edelmetall im Monatsverlauf ein Plus von 8 Prozent. Seit Jahresbeginn hat Goldpreis 10 Prozent zugelegt. Und mit der jüngsten Gold-Rally hat sich auch die charttechnische Lage wieder deutlich verbessert. Wie wird der aktuelle Aufschwung beim Goldpreis nun von Bank-Analysten kommentiert? Neue Kursziele gibt es derzeit nicht.

Gold, Goldpreis, Banken, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Die jüngste Goldpreis-Rally wird von den Banken im Kontext des aufflammenden Nahost-Konflikts betrachtet. Dagegen sieht man für Gold Risiken im Zuge weiter steigender Zinsen (Bild: Goldreporter).

HSBC

Die britische Investmentbank HSBC drückt in einem aktuellen Report auf die Euphorie-Bremse. Darin heißt, der Goldpreis könne m Zwiespalt zwischen hohen US-Renditen und einem stärkeren USD in die Defensive geraten, sollten die geopolitischen Risiken nicht eskalieren. „Wir sind nicht davon überzeugt, dass der Aufschwung über die nahe Zukunft hinaus anhalten kann. Die Ölpreise haben drei Tage in Folge nachgegeben (Bloomberg, 24. Oktober 2023). Dies könnte ein entscheidender Faktor sein, da es schwierig ist, sich eine größere, durch geopolitische Risiken bedingte Nachfrage nach Gold vorzustellen, wenn die Ölpreise nachgeben“, so die HSBC-Analysten.

IG Bank

Ein aktueller Betrag auf der Internetseite der IG Bank befasst sich ausgiebig mit der Goldpreis-Entwicklung. Auch hier stellt man zunächst den Nahost-Konflikt in den Mittelpunkt der Betrachtung. „Während eine weitere Eskalation im Nahen Osten den Goldpreis in die Höhe treiben könnte, ist es auch erwähnenswert, dass das US-BIP im dritten Quartal um beachtliche 4,9 % gewachsen ist. Auch wenn diese Zahl mit einigen Vorbehalten behaftet ist, gibt sie der US-Notenbank Spielraum für eine längere Zinserhöhung, zumal die Verbraucherpreisinflation in den USA wieder auf 3,7 % gestiegen ist“, heißt es in dem Artikel.

Goldpreis längerfristig

Die Aussichten auf noch höhere US-Zinsen sieht man mittelfristig als Belastungsfaktor für Gold. Allerdings ist der langfristige Ausblick der Bank positiv, insbesondere im Zusammenhang mit dem vielfältigen Krisengeflecht: „Längerfristig – und mit dem starken Vorbehalt, dass alle Investitionen mit Risiken verbunden sind – halten viele Anleger das allgemeine makroökonomische Umfeld für das Edelmetall für günstig. Abgesehen vom Nahen Osten gab es bereits große geopolitische Spannungen in Bezug auf Russland und die Ukraine sowie China und Taiwan.“

Commerzbank

Die Commerzbank-Analysten blasen ins gleiche Horn: „Die solider als erwartet ausgefallenen US-BIP-Daten für das dritte Quartal konnten den Goldpreis nur kurzzeitig unter Druck setzen – obwohl sie durchaus ein Indiz dafür sind, dass die US-Wirtschaft weitaus widerstandsfähiger ist als von den meisten bisher angenommen“, heißt es in einem aktuellen Marktkommentar der Bank. Mit der daraus resultierenden Perspektive einer anhaltend straffen US-Geldpolitik sei das Aufwärtspotenzial für den Goldpreis gegenwärtig begrenzt. Die geopolitischen Aspekte sieht man ebenfalls als kurzfristigen Katalysator. Das Risiko einer Eskalation des Nahostkonflikts habe sich zuletzt als stärkerer Preistreiber für Gold erwiesen.

ANZ-Bank

Auch die ANZ-Bank folgt in einer Notiz diesem Narrativ: „Das Edelmetall hat seit dem Angriff der Hamas auf Israel um mehr als 8 Prozent zugelegt. Während der Krieg die Zuflüsse in Gold weiter ankurbeln wird, hängen weitere Kursgewinne auch davon ab, dass sich der Zinszyklus der Fed dem Ende nähert. Dies wird zu sinkenden US-Renditen führen und die Opportunitätskosten von Gold verringern.“ Man betont, dass die Nachfrage auf dem physischen Markt stark sei, sowohl seitens der Zentralbanken als auch der Verbraucher.

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18 Kommentare

  1. Bei den Banken muss man einfach das Umgekehrte annehmen. Was bedeutet, der Goldpreis könnte weiter steigen.
    Unangenehm für die Banken und deren Papierverkäufe an ABR Kunden ( Alt Blöd Reich).
    Könnten diese sich dem Gold zuwenden.
    Und so läuft die Propaganda auf Hochturen. Anleger bekommen nun stündlich Anrufe von Bankberatern mit Investment Vorschlägen.
    Und intern bei den Banken gilt die Parole:
    Shorten, shorten was das Zeug hält.
    Mich rief so ein Typ von der CoBa an, von dem hörte ich seit gefühlten 10 Jahren nichts.:
    Herr M. Sie habe doch noch das Gold ( Ich hatte mal vor Jahren bei der DB ein paar Kilo Gold gekauft. Das wusste der Herr offensichtlich.
    Ich sagte, aber, ja. Nun, verkaufen Sie es schnell, der Preis wird gleich mächtig runter gehen.
    Ich meinte, und was soll ich mit dem Erlös machen ?
    Ich lade Sie und Ihre Frau Gemahlin zum Kundengespräch in unserem Haus ! ein. Da können wir die verschiedenen Anlage Möglichkeiten erörtern.
    Aha, aber ich befinde mich gerade im Goldrausch und möchte ein paar Kilo zukaufen.
    Ja, wir haben unter anderem auch das.
    ( Natürlich CoBa Zertifikate und ähnliches).
    Mal sehen, was so aufgetischt wird.
    Man hält mich wohl für einen ABR Kunden….

    • Sehr interessant das ein Angestellter einer Bank, dass nach all den Jahren noch weiß. Da ist sicherlich irgendwo eine Notiz im System hinterlegt.
      Das halte ich für sehr kritisch.

  2. Ist jetzt die Zeit ( endlich) auch für Silber gekommen?
    Ich hab da so ein Bauchgefühl….
    Ein Thema ist Silber schon lange nicht mehr. Hört man sich in den Foren um, hat inzwischen auch der Letzte das Handtuch geworfen.
    Silber ist unter vielen Investoren schon lange kein Thema.
    Ich selbst bin da auch der größte Kontraindikator, denn die Investitionen in das Metall sehe ich zumindest kritisch. Es ist zwar kein Verlustgeschäft, aber mit anderen Assets sieht es wesentlich besser aus.
    Zukäufe wurden in letzter Zeit ganz eingestellt.

    Teilweise herrscht Silberknappheit, so heißt es. Doch der Silberpreis dümpelt so dahin. Ja was nun, wird das gar nix mehr?

    • @fritzthecat
      Also, als Investor ( ich bin keiner), würde ich dann auf ein Asset oder ähnliches setzen, wenn es
      1. sicher ist und Silber ist sicher, da es nicht pleite gehen kann und
      2. Wenn sich keine Sau dafür interessiert und die meisten aufgegeben haben.
      Man konnte Gold oder Silber schon ein paar mal saubillig erwerben, eben weil !
      Kaufen Sie Silber, eines kann ich Ihnen versprechen:
      Schlecht wird es bestimmt nicht.
      Nur kaufen Sie es um Gottes Willen nicht, wenn es alle kaufen.

  3. Frage: kann mir irgendjemand mal eine Bankenprognose geben, die auch wirklich so eingetreten ist ?
    Ich kenne keine, außer vielleicht mal einen Zufallstreffer.

    Empfohlen werden den allgemeinen Privatkunden i.d.R. nur folgende „Geldanlagen“:
    1.) Der Schrott, für den der echte Verkäufer die höchsten Provisionen bezahlt (Immofonds mit bis zu 30 /35 % Verkaufsprovision).
    2.) Schrott aus der eigenen Bilanz (riskante Investments der Investmentbanker, die schief gegangen sind), der dringend weg muss, bevor er endgültig die Road to Zero absolviert hat und den man auch nach allen Bemühungen auch mit 40 % Abschlag an keinen Hedgefonds mehr verramschen konnte.

    3.) Die üblichen gemanagten Fonds (Ausgabeaufschlag, jährliche Verwaltungsgebühr und weitere versteckte Kosten die in der TER (Total Expense) nicht einberechnet werden müssen) , die auf 10 Jahre gerechnet 30 bis 35 % das Anfangskapitals auffressen. Auch dann, wenn die Kurse einbrechen !

    Maruti liegt zu 100 % richtig:
    Die Banker sehen nur 2 Kategorien von Kunden: AB und ABR.
    Und so werden die behandelt.
    Unterschied: den ABRs wird der Schrott auf Ledersofas und mit einem Cappuccino angedreht.
    So ein Cappuccino kostet dann durchgerechnet schon mal den Gegenwert einer E-Klasse.
    Die gute Nachricht: die E-Klasse bekommt dann der Verkäufer aus der Provision.

    Merke: das Geld ist nicht weg, das hat nun nur ein Banker.

    Diesen Betrug kann man ganz simpel vermeiden:
    Klein, Gelb, Schwer.

    ALSO: Besser KGS als ABR !

  4. „Mich rief so ein Typ von der CoBa an, von dem hörte ich seit gefühlten 10 Jahren nichts.:
    Herr M. Sie habe doch noch das Gold ( Ich hatte mal vor Jahren bei der DB ein paar Kilo Gold gekauft. Das wusste der Herr offensichtlich.
    Ich sagte, aber, ja. Nun, verkaufen Sie es schnell, der Preis wird gleich mächtig runter gehen.“

    G’schichten aus’m Paulanergarten.
    Oder auf einen Betrügeranruf reingefallen, der auch sichergehen wollte, dass vor dem nächsten Bruch genug Beute im Haus ist.

  5. Man versucht hier krampfhaft die steigenden Anleiherenditen des US Pleitestaates damit zu verkaufen das die Wirtschaft angeblich robust sei in Wahrheit steigen die Renditen weil das interesse nach den Schrottanleihen sinkt was verständlich ist bei dieser astronomischen US Staatsverschuldung und defizit .

    Es gibt zahlreiche andere Staaten wo die Anleiherenditen wesentlich höher sind als in USA wie z.b. in Russland und Türkei und trotzdem hat dort der Goldpreis neue höhen erreicht also das hohe Rendite automatisch schlecht für den Goldpreis ist ist nur ein Märchen . Außerdem würde ich wesentlich lieber in russische Staatsanleihen als in die der USA investieren aber leider wegen den sanktionen schwer zu machen .

  6. @Brösl
    Naja, die CoBa war meine Firmen Hausbank.
    Und die kannten natürlich mein komplettes Vermögen, da ja Darlehen gewährt wurden und dafür Sicherstellungen geleistet werden müssen. Noch dazu bei einer GbR.
    ( Da haftet der Inhaber mit seinem kompletten Vermögen in unbeschränkter Höhe.)
    Das wissen nur die wenigsten der Arbeitsmäuse, was das für ein Risiko ist und denken nur, der Chef ist ein Geldsack ohne Ende).
    In dieser Zeit der Eurokrise gab ich ca 6 Kg Gold als zusätzliche Sicherheit des Firmenvermögens an.
    Da das aber nicht gebraucht wurde, ging es später zurück in mein Privatvermögen.
    Lieber Brösl, wo kommen Sie denn her ? Sie haben und hatten keine Firma, höchstens eine Ich AG, sonst würden Sie anders schreiben.
    Übrigens, mit der Bank hatte ich ein sehr gutes Verhältnis, auch heute noch. Jedenfalls mit der oberen Etage und nicht mit den Betreuern des Konto oder der Konten.
    Vielleicht aber wollte er es such nur gut mit mir meinen und mir durch den Rat zu verkaufen bei diesem Goldpreisanstieg einen Gefallen tun. Kannte er doch den damaligen Kaufpreis, er stand ja in jeder Bilanz.
    Mittlerweile habe ich alle Firmenanteile verkauft, beziehe aber noch Tantiemen in nicht unbeträchtlicher Höhe als Seniorchef in beratender Funktion, zusätzlich zu meiner Pension.
    Da ich beides mit den Höchstsatz versteuern hätte müssen, habe ich meinen Wohnsitz ins Ausland verlegt und bezahle dort keine Steuern.

  7. @alle
    Sorry, liebes Dormitorium, ich muss mich leider hier zurückziehen. GR läßt die einfachsten Kommentare nicht mehr durch! War schön mit Euch – aber offener Journalismus ist was anderes! Scheint mir so, als schwenkt GR langsam auf die „weichgespülte“ Linie ein…
    Vllt. hören wir uns ja mal wieder auf einem seriösem, „mutigem“ Forum…
    Euer Dokta

    • @Dokta
      allet halb so wild, nicht jede Äußerung muss der Öffentlichkeit zugetragen werden – auch wenn der Absender das vielleicht anders sieht. Außerdem: Wer schreibt, der bleibt. Insofern ist nichts umsonst getan. Und vielleicht sind Sie etwas nachsichtiger mit dem Seitenbetreiber, denn immerhin hat er Ihren Abschiedsgruß an den Schlafsaal [sic] ja passieren lassen. Die Wahrheit(en) erkennt man oftmals daran, was nicht gesagt oder geschrieben wird. Alles Gute.

    • Für alle Goldinteressierten, die Krypto nicht komplett abgeneigt sind, kann ich das coinforum.de empfehlen. Da wurde ich noch nie blockiert und selbst Diskussionen abseits von Gold und anderer Geldanlage sind möglich.
      @GoldenEye Ich gebe dir völlig recht. Man kann hier nicht mal einfachste Feststellungen posten. Wahrscheinlich kommt dieser Kommentar auch nicht durch. Ein Armutszeugnis.

    • @GoldenEye Wenn Sie das Forum verlassen würden, würde mir Ihre Beiträge fehlen. In Bezug auf die Meinungsfreiheit stimme ich Ihnen ausdrücklich zu. Leider stelle ich das auch an vielen Stellen fest.

  8. Coba Unter dem Aspekt der weiterhin straffen US-Geldpolitik ,Ich lach mich schief über diesen Unsinn,35 Billionen Schulden und straffe Geldpilitik.

  9. @ Dokta Nun ist unser Trumpfass Wolfgang hier schon weg und sie wollen auch hinschmeissen,schade.Es jst aber so seit den verschärften Vorschriften der Gesellschaft für stubenreines Denken gehen die Freiheitsgrade der Kritik scheinbar gegen Null,Bei Tik Tok auch ganz auffällig.Man kann sich nur nur noch in den Freundeskreis zurückziehen,Meinungsaustausch so wie früher abgehakt.

  10. Hallo Zusammen
    Wie ich vermuter habe, kann der Goldpreis nicht über 2000 Dollar je Unze steigen.
    Zweimal abgeprallt innert wenigen Tagen.
    Nun wird wohl jedem klar sein dass der Goldpreis manipuliert wird.
    Das Kartell lässt grüssen.
    Güsse aus der Schweiz

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