Donnerstag,07.Juli 2022
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Goldpreis in Euro: Kritische Kursschwelle erreicht!

Kritischer Moment für Gold. Der Goldpreis befindet sich bei Kursen um 1.725 Euro unmittelbar auf einem wichtigen Unterstützungsniveau.

Goldpreis im Abwärtstrend

Am gestrigen Dienstag ging der Goldpreis mit 1.818 US-Dollar pro Unze aus dem US-Futures-Handel (Juni-Kontrakt). Das entsprach einem Kurs von 1.724 Euro. Damit befindet sich Gold seit den Jahreshöchstständen im vergangenen März weiter im Abwärtstrend.

Charttechnik

Der Euro-Goldpreis hat seit Erreichen des Allzeithochs am 8. März 2022 bei 1.874 Euro 8 Prozent abgegeben. Damit die Konsolidierung nicht noch weiter fortschreitet, müsste nun eine Gegenbewegung kommen. Denn auf der Höhe von 1.725/1.720 Euro befindet sich eine wichtige Unterstützung. In den vergangenen zwei Monaten ereigneten sich auf diesem Niveau dreimal ein Zwischentief und der Kurs drehte wieder nach oben.

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Goldpreis in Euro, 12 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures per 17.05.2022.

Was passiert, wenn diese Schwelle nun nachhaltig unterschritten wird. Aus charttechnischer Sicht drohen dann weitere Abgaben, zunächst bis in den Bereich von 1.675 Euro bis 1.650 Euro. Das entspräche einem Kursrückgang um bis zu weiteren 4 Prozent.

Sentiment

Mit einem RSI-Wert (Relative-Stärke-Index) von 38 ist Gold aus Sicht von 14 Tagen noch nicht „überverkauft“, allerdings nähert sich das Edelmetall dieser Schwelle (ab unter 30). Dagegen hat sich der Goldchart nun bereits um 3 Prozent von der 50-Tage-Linie nach unten abgesetzt. Der 200-Tage-Schnitt beträgt aktuell 1.626 Euro.

Ausblick

Damit sich die charttechnische Lage wieder deutlich aufhellt, müsste der Goldpreis kurzfristig zumindest auf ein Niveau oberhalb von 1.760 Euro zurückkehren – auf Tagesschlussbasis, versteht sich. Dafür wäre nun allerdings ein deutlicher Kursimpuls erforderlich, beziehungsweise ein zeitnaher Anstieg um mindestens 2 Prozent notwendig.

Hinweis Goldpreis-Analyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Aber wie immer gilt: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar.

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8 Kommentare

  1. Das ist vom GR absolut richtig interpretiert. :)
    Deshalb sollte man nicht unbedingt an kritischen Stellen vorwärts gehen. Der Fels ist bröckelig.
    Übrigens sind auch nicht die 1625 das untere Ende der Fahnenstange.
    Das wären etwa 1480-1500 Euro, meiner laienhaften Meinung nach.
    Was meint unser Chartspezialist und Trader ukunda aus Wien dazu. ?
    Übrigens, keine Sorge, ich will die Unentwegten in diesem Forum keineswegs jetzt vom Goldkauf abhalten. Nur zu.

    • @ Maruti

      Ja genau ich habe 1588-1624.- usd am Radar, mehr eigentlich nicht,klar das 88%Retracment wären dann bei 1480-1500.-
      Bin aber schon eher positiv gestimmt ;-)
      Wünsche allen einen schönen gemütlichen Abend

  2. Goldchart bei einem nicht freien Markt ist vollkommen irrelevant ist nur für die Finanzmafia dienlich die dann wissen wo sie abfischen können .

    • Bei einer nachhaltigen Inflation jenseits der 10 % ist Gold und Silber immer noch der beste schutz. Mag sein das wir zwischenzeitlich auch Bärische Phasen erleben, auch bis 1625 €. Letzten endes wird man mit Em immer zu den gewinnern gehören. Ich bin mit 90 % meines bescheidenen vermögens investiert und damit glücklich und zufrieden. In ein oder 2 Jahren so denk ich, erleben wir ganz andere kurse.

      • @oliver
        Absolut richtig. Nur, Sie haben ja bereits Ihr Gold und müssen keines mehr zukaufen. Das ist das sicherste Ruhekissen der Welt. Wer jedoch zukaufen will oder sogar muss, hat das Problem mit dem Bären.
        @goldi
        Sagen Sie das nicht. Das bekannte Kartell nützt sehr wohl die Chart Technologie.
        Nicht in unserem Sinne, sondern um Benzin ins Feuer zu giessen.
        Man drückt eben nur dann, wenn die Charts ein wenig nach unten zeigen und hebelt damit den Preisverfall.
        Ähnlich einer kleinen Partner Krise.
        Da kommt gerne die Nachbarin dazu und erzählt obendrauf, dass der Mann ohnehin schon länger fremdgeht , etwa nicht gewusst ….?
        Dann kriselt es drastisch.

    • Dieses Argument wird hier seit 2008 wirklich regelmäßig von Kommentatoren einmassiert. Ein bisschen ignorant ist das schon. Die Charttechnik hat ihre Berechtigung bei allen an der Börse gehandelten Vermögenswerten. Mal ist sie relevanter, mal weniger. Im Moment ist sie definitiv relevant. Kann aber auch sein, dass irgendwer hat den Goldpreis am Nachmittag nach oben manipuliert hat. ;)

      • @gr
        Sie müssen verstehen, dass bei einem oder anderem durchaus so ein Gedanke kommen kann.
        ( wie Charttechnik ist ohnehin sinnlos).
        Auch ich habe umgedacht und musste mich revidieren.
        Aber, anderseits kann es auch durchaus gewollt sein, denken zu lassen, man hat eh keine Chance mit der Charttechnologie, also benutzt diese gleich gar nicht.
        In jedem Yin ist etwas Yang und umgekehrt.
        So lehrt es der Taoismus ( Daoismus).
        (Bitte, die Linksfraktion weghören, Marx verabscheute diese Lehre als orientalische Despotie)

    • @ Goldi

      Na ja wer möchte denn schon teuer kaufen ???? Ich kaufe nur bei Unterstützungen dazwischen bist du schon automatisch Verlierer ;-) muß aber eh jeder selbst für sich entscheiden

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