So entwickelt sich der Goldpreis im März

Das aktuelle geld- und geopolitische Umfeld spricht für einen weiter steigenden Goldpreis. Auch die März-Statistik der letzten vier Jahre ist positiv.  

Starker Goldpreis-Anstieg

Am letzten Handelstag im Februar schloss der Goldpreis am Spotmarkt (CME Spot) mit 5.278 USD pro Unze. Das entsprach 4.465 Euro. Damit stiegen die Gold-Notierungen gegenüber dem Vormonat um jeweils 8 Prozent. Seit Jahresanfang verteuerte sich das Edelmetall um 22 Prozent. Innerhalb von zwölf Monaten ergibt sich ein Kursanstieg von 64 Prozent.

März gilt in der Langzeitstatistik als schwacher Goldmonat, liefert aber regelmäßig die größten Ausschläge – nach oben wie nach unten.

Zuletzt sorgte die Eskalation im Nahost-Konflikt für Unruhe an den Märkten und förderte Kapitalumschichtungen in defensive Anlageklassen. Davon profitierte auch der Goldpreis. Wirft man einen Blick auf die März-Performance der letzten vier Jahre, so findet man weitere Argumente für die Fortsetzung der Goldrally.

Mehr zum laufenden Marktgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

März als Stolperstein – oder Sprungbrett?

Der Blick auf die Langfriststatistik liefert zunächst keinen eindeutigen Rückenwind: Mit einem durchschnittlichen Kursverlust von 0,14 Prozent handelt es sich beim März um den zweitschwächsten Goldmonat des Jahres. Allerdings ist die Quote von Märzgewinn und -verlust in diesem Zeitraum ausgeglichen. Das heißt, es ereigneten sich immer wieder starke Kursausschläge. 

Die letzten Jahre: Rückenwind im März

In der jüngeren Vergangenheit zeigte sich der März deutlich freundlicher. In den letzten drei Jahren verbuchte Gold deutliche Gewinne im März, vergangenes Jahr lag das Plus bei knapp sechs Prozent.

Goldpreis-Statistik für den Monat März seit 1970.
Goldpreis-Statistik für den Monat März seit 1970.

Schwere Goldpreis-Verluste 2008/2009

Dagegen gab es 2008 und 2009 größere März-Verluste, also im Umfeld der damaligen Finanz- und Wirtschaftskrise. In beiden Jahren brach der Goldpreis in diesem Zeitraum von rund 8 Prozent ein. Einerseits war es die Zeit, in der einzelne Großbanken-Vertreter die Edelmetall-Kurse nachweislich massiv manipulierten. Andererseits gab es nach der Lehman-Pleite immer wieder auch Liquiditätsprobleme im Finanzsektor, so dass viele Assets schonungslos auf den Markt geworfen wurden.

März-Highlights seit 1970

Hier die besten und schwächsten Goldpreis-Ergebnisse im März seit 1970:

Beste März-Performance seit 1970 (Top-5)

  • 1991: +10,03 %
  • 2004: +8,83 %
  • 2024: +8,70 %
  • 1986:  +6,68 %
  • 1973:  +6,59 %

Schwächste März-Performance seit 1970 (Top-5)

  • 1980: -15,03 %
  • 1982: -10,51 %
  • 1990: -8,98 %
  • 2009: -8,48 %
  • 2008: -7,89 %

Fazit: Rückenwind vorhanden, März bleibt ein Risikomonat

Gold startet mit Momentum in den März. Der Februar-Schlusskurs und die starken Jahreszahlen sprechen für eine robuste Grundtendenz. Gleichzeitig ist der März historisch ein Monat, in dem Volatilität schnell zunimmt. Das bedeutet: Die Chancen auf eine Fortsetzung der Rally sind da. Aber ebenso bleibt das Risiko größerer Rücksetzer real – vor allem, wenn es zu Liquiditätsstress an den Märkten kommt.

Hinweis zur Datengrundlage: Die Kurse und Berechnungen basieren auf dem Londoner Nachmittags-Fixing, dem CME Spotkurs (seit 2026) und dem Goldpreis am Monatsende laut Bundesbank-Statistik; bei einem Umrechnungskurs von 1,95583 DM / Euro.

Mehr zur Goldanlage: Langfristiges Gold-Investment: Darauf kommt es an

Goldreporter-Ratgeber

 Gold vergraben, aber richtig! Genial einfach, sicher und günstig!

Notfallplan für Goldanleger Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass?

Anzeige

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige